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Cinema Utopia - Blick in ein Filmfestival

Cinema Utopia - Blick in ein Filmfestival

Schlossberghalle
Vogelanger 2
82319
Starnberg
Filmplakat zum Film Cinema Utopia
Großes Kino über die fast 50-jährige Geschichte eines Dorffilmfests – und ein Augsburger mittendrin: In der Sektion „Start Small. Change Everything" feiert der Film „Cinema Utopia" seine Weltpremiere beim Fünf Seen Filmfestival.

Der Film „Cinema Utopia" des renommierten Regisseurs Walter Steffen erzählt die fast 50-jährige Geschichte des Filmfests Ballmertshofen. Inspiriert von den gesellschaftlichen Umbrüchen und Utopien der 1960er Jahre, holte die Filmfest-Crew ab den 1970er Jahren Film und Musik als verbindende Kraft ins Dorf. Aus ersten Vorführungen im damaligen Schulsaal entwickelte sich in der 400-Seelen-Gemeinde im Landkreis Heidenheim ein Festival, das heute bis zu 2.000 Besucher anzieht.

Engangement eines Augsburgers

Mit im Boot als einer der Mitbegründer: Udo Legner, der heute in Augsburg lebt und vielen aus der Stadt auch aus anderen Zusammenhängen bekannt sein dürfte – etwa als Nachrücker für die Grünen im Augsburger Stadtrat, dem er in der vergangenen Wahlperiode drei Jahre lang angehörte. Im Film tritt Legner allerdings nicht als Kommunalpolitiker auf, sondern als einer der Menschen, die das Ballmertshofer Filmfest über Jahrzehnte mitgeprägt haben. Persönliche Erinnerungen und Einschnitte – darunter der Tod des Vaters und der Verlust seiner Schwester Gabi im Jahr 2023 – sind ebenso Teil der Erzählung wie die Geschichte des Festivals selbst.

Die Entwicklung des Festivals wird zudem vor dem Hintergrund politischer und gesellschaftlicher Zäsuren erzählt: Wirtschaftswunder, Kalter Krieg, Mauerfall, Wiedervereinigung, Globalisierung, Flüchtlingskrisen, Pandemie – ergänzt durch Ausschnitte prägender Kinofilme. So entsteht eine Zeitreise durch sieben Jahrzehnte Filmgeschichte. Formal verbindet der Film eine chronologische Erzählung von den 1950er Jahren bis in die Gegenwart mit Beobachtungen eines heutigen Festivalwochenendes, Interviews, historischen Bilddokumenten und Filmausschnitten.

„Cinema Utopia" ist damit mehr als die Chronik eines Festivals: Der Film fragt, ob sich eine humanistische Vision von Gemeinschaft und kultureller Verständigung im Kleinen bewahren und ins Große übertragen lässt – trotz wachsender gesellschaftlicher Spannungen, Krisen und Umbrüche.

Eine weitere Aufführung ist für das kommende Jahr beim 50. Ballmertshofer Filmfest geplant, der reguläre Kinostart für Sommer beziehungsweise Herbst 2027 vorgesehen.

Info

•    Weltpremiere: CINEMA UTOPIA
•    Samstag, 6. September 2026, 20.00 Uhr 
•    Schlosshalle Starnberg
•    Sektion „Start Small. Change Everything" – Fünf Seen Filmfestival
•    Regie: Walter Steffen, mit Udo Legner (Augsburg) als einem der Filmfest-Mitbegründer
•    weitere Informationen unter auf der Webseite des Starnberger Filmfestivals
•    weitere Termine: 11.9.26 17:30 Uhr, 20:00 Uhr

 

„Es gibt nur zwei richtige unabhängige Filmfestivals auf der Welt und eines davon findet in Ballmertshofen statt.“ 

Roland Emmerich, Filmproduzent und Regisseur

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Bildung & Kultur
Umweltschutz & Ökologie

Wassercampus Augsburg: Wasser erleben

Augsburg ist eine Wasserstadt, und der neue Wassercampus des UBZ macht das erlebbar: mit Führungen, Workshops, Vorträgen und Radtouren zu Trinkwasser, Flüssen, Klimawandel und dem Augsburger Wassersystem.

Umweltbildungszentrum Augsburg
Dr.-Ziegenspeck-Weg 6
86161 Augsburg
Deutschland

Augsburger Wassercampus

Augsburg ist eine Wasserstadt – und der Augsburger Wassercampus macht die vielen Facetten von Wasser in Augsburg erlebbar. Dabei verbindet das vom UBZ entwicklete Bildungsangebot Veranstaltungen und Lernorte in der Stadt. Dabei geht es nicht nur um das berühmte Augsburger Wassersystem und seine Geschichte, sondern auch um Trinkwasser, Flüsse und ihre Lebensräume, Klimawandel und globale Fragen rund um die Ressource Wasser.

Das Prinzip erinnert ein wenig an ein Studium – allerdings ohne Prüfungen, festen Stundenplan oder Zeitdruck. Teilnehmende stellen sich ihr Programm selbst zusammen und besuchen Veranstaltungen, die im Rahmen des Wassercampus angeboten werden. Das sind Führungen, Workshops, Vorträge, Radtouren oder Ferienangebote.

"Der Wassercampus verbindet Wissen, Erleben und eigenes Entdecken. So wird Wasserbildung für alle in der Wasserstadt Augsburg zugänglich.“ 

Sebastian Streitberger, Bildungsreferent für Wasser und Welterbe am UBZ

Das Angebot richtet sich an Schulklassen und andere Gruppen ebenso wie an Familien und Einzelpersonen. Eine Anmeldung zum Wassercampus selbst ist nicht nötig. Ihr braucht lediglich die Stempelkarte und los gehts. Veranstaltung findet ihr im Prgramm des UBZ. Für einzelne Veranstaltungen kann jedoch eine Anmeldung oder Teilnahmegebühr erforderlich sein.

Fünf Themen rund ums Wasser

Der Wassercampus betrachtet Wasser aus fünf unterschiedlichen Perspektiven. Ein Themenbereich beschäftigt sich mit Wasser als Lebensgrundlage und mit Gewässern als Lebensräumen. Ein weiterer führt in das UNESCO-Welterbe des Augsburger Wassermanagement-Systems und damit in die lange Geschichte der Augsburger Wasserwirtschaft.

Auch Lech und Wertach und der Wandel der Flusslandschaften spielen eine wichtige Rolle. Dabei geht es beispielsweise um Renaturierung und Projekte wie Licca liber und Wertach vital. Hinzu kommen die Folgen des Klimawandels für Wasser und Gewässer sowie die Frage, wie Wasser künftig nachhaltig genutzt werden kann.

Der fünfte Bereich richtet den Blick über Augsburg hinaus: Wie ist Wasser weltweit verteilt? Wo entstehen Konflikte um die kostbare Ressource? Und welchen Einfluss haben Landwirtschaft, Industrie und Konsum?

Stempel sammeln auf dem Wassercampus

Wer am Wassercampus teilnehmen möchte, benötigt eine Stempelkarte. Für jede besuchte Wassercampus-Veranstaltung gibt es einen Stempel. Insgesamt könnt ihr sieben Stempel sammeln. Aus jedem der fünf Themenbereiche müsst ihr mindestens eine Veranstaltung besuchen, zwei weitere könnt ihr frei wählen.

Einen festgelegten Zeitraum gibt es dafür nicht: Die Stempelkarte ist zeitlich nicht begrenzt. So lässt sich der Wassercampus entsprechend der eigenen Interessen und Möglichkeiten nach und nach absolvieren.

Ist die Karte voll, könnt ihr sie gegen eine Abschlussurkunde und einen sogenannten „Wasserschatz“ eintauschen. Dafür bekommt ihr von den Partnern (UBZ, Zoo, Stadtwerke Augsburg, Weltererbe-Büro, FCA) kleine Belohnungen.

Ein Campus in der ganzen Stadt

Einen klassischen Campus mit Hörsälen und Seminarräumen gibt es dabei jedoch nicht. Die Idee besteht vielmehr darin, unterschiedliche Wasserorte, Bildungsangebote und Einrichtungen Augsburgs miteinander zu verbinden.

Entwickelt wurde der Wassercampus vom Umweltbildungszentrum Augsburg (UBZ). Gemeinsam mit verschiedenen Partnern entsteht so ein wachsendes Bildungsnetzwerk rund um das Thema Wasser. Auch das Veranstaltungsangebot soll laufend erweitert werden.

Der Wassercampus bietet damit insbesondere Schulen und anderen Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, das Thema Wasser aus unterschiedlichen Perspektiven zu erschließen. Gleichzeitig steht das Angebot allen offen, die Augsburg als Wasserstadt kennenlernen und sich mit einer der wichtigsten natürlichen Ressourcen beschäftigen möchten.
 

Infos

Veranstalter: Der Augsburger Wassercampus ist ein Projekt des Umweltbildungszentrums Augsburg (UBZ)

Zielgruppen: Schulklassen, Gruppen, Familien und Einzelpersonen

Teilnahme: Für den Wassercampus selbst ist keine Anmeldung erforderlich. Für einzelne Veranstaltungen können Anmeldung und Teilnahmegebühren erforderlich sein.

Stempelkarte: Die Stempelkarte ist unter anderem im Umweltbildungszentrum Augsburg und im Welterbe-Info-Zentrum am Rathausplatz sowie bei Veranstaltungen des Wassercampus erhältlich.

Wasserschatz:  Eine vollständig ausgefüllte Stempelkarte kann im Umweltbildungszentrum oder im Welterbe-Info-Zentrum gegen eine Urkunde und einen Wasserschatz eingetauscht werden (z.B: 15-€-Gutschein für eine Veranstaltung des Umweltbildungszentrums Augsburg, Freikarte für den Augsburger Zoo, Wasserkaraffe der Stadtwerke Augsburg, Handtuch des Welterbe-Büros, Überraschungstüte des FC Augsburg)

Weitere Infos und Termine: ubz-augsburg.de/wassercampus

Gerade in Zeiten von Dürre und Klimawandel wird deutlich, wie wertvoll Wasser für unsere Landschaft, unsere Ökosysteme und unsere Lebensqualität ist. Der Wassercampus macht diese Zusammenhänge dort erlebbar, wo sie direkt vor unserer Haustür stattfinden. Und er lädt ein, rauszugehen, ganz genau hinzusehen und die vielfältigen Zusammenhänge zu verstehen.“

Nicolas Liebig, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Augsburg e.V.

Themenführung: Augsburger Handwerkerweg

Themenführung: Augsburger Handwerkerweg

Treffpunkt: Tourist-Information am Rathausplatz
86150
Augsburg
Wassertürme, Augsburg, Weltkulturerbe, Foto: Christine Pemsl
Die Regio Augsburg Tourismus GmbH läd ein zu der Themenführung "Der Augsburger Handwerkerweg“, vorbei an diversen UNESCO Welterbestätten.

Augsburger Handwerkerweg

Entdeckt bei der Themenführung der Regio Augsburg Tourismus GmbH den Augsburger Handwerkerweg, vorbei an etlichen Objekten des Augsburger UNESCO-Welterbes „Augsburger Wassermanagement-System“. Durch die verwinkelten Gassen der Altstadt führt die Tour vorbei an bedeutenden Welterbe-Objekte

Wer war zum Beispiel der erste in der Literatur erwähnte Friseur? Woran erkannte man früher einen Handwerkerlehrling? Diese und viele weitere Geschichten machen den Rundgang zu einem besonderen Erlebnis. Die Führung findet am Samstag, den 12.09.2026 um 14.30 Uhr statt, dauert etwa zwei Stunden und startet an der Tourist-Information am Rathausplatz. Die Teilnahmekosten liegen bei 14,00€ pro Person, ermäßigt 12,00€. Tickets und weitere Informationen erhaltet ihr unter www.augsburg-tourismus.de

 

Info

  • Themenführung: Der Augsburger Handwerkerweg
  • Samstag, der 12.09.2026
  • 14:30 Uhr bis 16.30 Uhr
  • Treffpunkt: Tourist-Information am Rathausplatz, 86150, Augsburg
  • Veranstalter: Regio Augsburg Tourismus GmbH
  • Kosten: 14,00€ pro Person, ermäßigt 12,00€
  • Information und Tickets unter www.augsburg-tourismus.de

 

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Nachhaltig aktiv durch Bildung

Netzwerk Nachhaltige Bildung Augsburg
Wie lernen Kinder und Erwachsene, nachhaltig zu handeln? Das Augsburger BNE-Netzwerk bringt Schulen, Kitas und Vereine zusammen, um Bildung für nachhaltige Entwicklung fest zu verankern.
Die Akteuerinnen und Akteure des Augsburger BNE Netzwerkes vor dem Umweltbildungszentrum.

Müll sammeln beim Spaziergang durch den Siebentischwald, Äpfel vom Stadtmarkt statt Erdbeeren aus Spanien, mit dem Rad zur Arbeit statt mit dem Auto: Nachhaltigkeit beginnt im Alltag. Bereits seit vielen Jahren findet in Augsburg Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) statt. Die Wurzeln reichen bis 2007 zurück, als sich der Landschaftspflegeverband mithilfe der Umweltstation als Wegbereiter aufmachte. Seit 2023 bietet das Umweltbildungszentrum als städtisches Gebäude einen festen Anlaufpunkt für dieses Thema.

Gemeinsam lernen und handeln

Damit alle an einem Strang ziehen, koordiniert das Bildungsreferat das Augsburger Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Seit Mitte 2025 leiten Luna Winter gemeinsam mit Norbert Pantel, beide städtische Koordinatoren für Bildung für Nachhaltige Entwicklung, das Netzwerk. Ihr Ziel: Nachhaltige Kompetenzen für eine positive Zukunftsgestaltung fest in Schulen, Kitas und außerschulischen Bildungseinrichtungen zu verankern.

„Dieses Netzwerk ist ein Wegbereiter. Wir gestalten gemeinsam eine Bildungslandschaft, die jungen Menschen wie Erwachsenen Orientierung für eine nachhaltige Zukunft bietet."

Luna Winter, Augsburger BNE-Netzwerk

Das Netzwerk bringt Menschen zusammen, die in der Bildung arbeiten – damit sie sich austauschen, voneinander lernen und gemeinsam neue Angebote entwickeln können. So entstehen Angebote, die wirklich gebraucht werden. Ein Beispiel: Viele Kitas in Augsburg wünschten sich, dass schon die Kleinsten lernen, respektvoll mit Tieren umzugehen. Der Zoo Augsburg reagierte und schuf die „Minitierpfleger“. Hier erleben Kinder, wie man Löwen, Ziegen oder Nashörner achtsam begegnet.

Wissen schafft Wandel

Bildung für nachhaltige Entwicklung greift aktuelle gesellschaftliche Fragen auf und befähigt Menschen, verantwortungsvoll zu handeln. Ziel ist eine Gesellschaft, die heutige Bedürfnisse erfüllt, ohne künftige Generationen zu gefährden – Stichwort Generationengerechtigkeit. 
Nachhaltigkeit umfasst weit mehr als Klimaschutz oder Ressourcenschonung. BNE betrachtet das Zusammenspiel von Gesellschaft, Umwelt, Kultur und Wirtschaft – global und generationenübergreifend. Sie vermittelt Wissen über Umweltschutz, Klimawandel und soziale Gerechtigkeit, fördert gleichzeitig aber auch kritisches Denken, Empathie und Teamfähigkeit.
BNE wirkt dort, wo Menschen leben, lernen und arbeiten: in Schule, Beruf und Alltag. Ob Klimaschutzprojekte, Workshops zu nachhaltigem Konsum oder Initiativen zur Müllvermeidung – BNE macht Nachhaltigkeit greifbar und motiviert zum Handeln.
Sie richtet sich an Menschen in allen Lebensphasen und Bildungslagen. BNE stärkt das Verständnis globaler Zusammenhänge, regt zum Nachdenken über eigene Entscheidungen an und ermutigt, aktiv an einer zukunftsfähigen Welt mitzuwirken – als informierte Weltbürgerinnen und Weltbürger. 

Das Netzwerk wächst

Das städtische BNE-Netzwerk bringt Einrichtungen zusammen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung bereits umsetzen – von Schulen über das Umweltbildungszentrum bis zu Vereinen. In Zukunft soll das Netzwerk für noch mehr Partner*innen geöffnet werden, um BNE flächendeckend als Methode zu etablieren. Denn BNE ist kein Thema, BNE ist ein Werkzeug. 
Die Netzwerkarbeit ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem großen Ziel: Die Stadt Augsburg möchte ein stadtweites BNE-Konzept entwickeln. Dabei spielt das Netzwerk eine zentrale Rolle – es sorgt dafür, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung in Augsburg sichtbar wird, sich qualitativ weiterentwickelt und langfristig fest verankert bleibt.

Jährlicher Aktionstag BNE

Die Arbeit zeigt bereits Wirkung: Eine zentrale Online-Übersicht aller Augsburger BNE-Angebote ist in Planung und soll mit dem Portal Kulturkiesel verknüpft werden. Im Juni findet ein jährlicher BNE-Aktionstag für Kitas statt. Pädagogische Fachkräfte lernen dabei Bildungsorte und Angebote kennen und sammeln Anregungen für ihre Arbeit.
Das Netzwerk deckt ein breites Spektrum ab - von Naturpädagogik über Zukunftskompetenzen bis zu globalen Gerechtigkeitsthemen. Es orientiert sich an den vier Dimensionen starker Nachhaltigkeit: Kultur, Ökologie, Soziales und Ökonomie. Mehrmals im Jahr treffen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Kitas, Schulen und außerschulischen Lernorten im Netzwerk. Daneben gibt es Arbeitsgruppentreffen zu verschiedenen Projektthemen – ein Zeichen dafür, wie lebendig der Austausch im BNE-Netzwerk inzwischen ist.
 

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Die vorherige BNE-Netzwerk-Koordinatorin Julia Magg zeigte in einem Beitrag, wie Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der Augsburger Bildungslandschaft verankert werden soll.

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Kleine Friedenstafel in Göggingen

Kleine Friedenstafel in Göggingen

Altes Rathaus Göggingen
Von-Cobres-Str. 1
86199
Augsburg
Altes Rathaus Göggingen
Zum fünften Mal organisieren Mulheres pela paz – Frauen für Frieden e. V. die kleine Friedenstafel in Göggingen. Das Motto: Eine sichere Tafel für alle

Dieses Jahr gibt es eine Sonderausstellung mit der Jubiläumsausgabe Stadt mit A / Agendazeitung, die Highlights aus 30 Jahren Lokale Agenda 21 präsentiert. Alle Religionsgemeinschaften und Menschen aus allen Ländern sind herzlich eingeladen.
Zusammen feiern wir mit Ausstellungen, Gedichten und Musik. Außerdem ist das Friedenskaffee-Fahrrad, ein integratives und interkulturelles Projekt von vielen Augsburger Initiativen, vor Ort. 

Live-Musik spielen Três ou mais – eine Formation von drei Musikern, die klassische und moderne brasilianische Instrumentalmusik spielen.

Bitte bringt eure selbst gemachten Speisen mit, um diese zu teilen.
 

INFOS

Veranstalterin: Mulheres pela paz – Frauen für Frieden e. V.
Mitwirkende: Augsburg Friedenskaffee, Lokale Agenda 21, Lifeguide, Miss Cake, MGT & ASB Göggingen
Musik: Três ou mais
Ort: Altes Rathaus Göggingen, Von-Cobres-Str. 1
Termin: 8.8.2026 11:30 bis 14 Uhr
Info/Kontakt: http://frauen-für-frieden-augsburg.de/orange/

 

Weitere Friedenstafeln in Augsburg 2026
  • Kleine Friedenstafel im Univierte, Europaplatz, 25.7.2026, 10-13 Uhr
  • Kleine Friedenstafel in Kriegshaber, Ehemalige Synagoge Kriegshaber, 26.7.2026, 11-14 Uhr
  • Kleine Friedenstafel in Lechhausen, Stadtplatz am Schlössle, 1.8.2026, 11-14 Uhr
  • Kleine Friedenstafel in Haunstetten: Pfarrheim St. Albert, 2.8.2026
  • Augsburger Friedenstafel zum Hohnen Friedensfest: Rathausplatz, 8.8.2026, 11:15
  • Kleine Friedenstafel im Herrenbach: Kirchplatz St. Andreas, 8.8.2026, 10-14 Uhr
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Walkable City: Die Mozarts in Augsburg

Walkable City: Die Mozarts in Augsburg
Klassische Musik, Geschichte und Geschichten – all das bietet euch unsere Walkable-City-Tour zur Familie Mozart. Folgt den Spuren hin zu einer der berühmtesten Musiker-Familien ihrer Zeit die bis ins heute nachhallt.
Das Mozartdenkmal im sommerlichen Fronhof in der Nähe zum Augsburger Dom. Bild Regio Augsburg

Augsburg lebt Kunst! Modern und Klassisch. Das Mozartfest, das zu den hochkarätigsten Musikfestivals gehört findet hier in der Heimatstadt von Leopold Mozart statt. Selbst in Augsburg zum Musiker ausgebildet, ebnete er seinem Sohn Wolfgang Amadé Mozart dessen weltberühmte Karriere. 

Und die Augsburger*innen fühlen sich nicht nur ihrer Geschichte verpflichtet. Sie geben Kunst und Kultur Raum für heutige und kommende Generationen. Damit auch sie die Möglichkeiten haben, ihre Talente zu entdecken und zu fördern. Wie wichtig das den Menschen in Augsburg ist, zeigt, dass sie Kunst und Kultur zu einer tragenden Säule der Zukunftsleitlinien der Stadt gemacht haben.

Ein unterhaltsamer Spaziergang zu den Mozarts

Die Mozarts waren eine schwäbische Familie. Die ersten Mozarts verdienten ihren Lebensunterhalt als Bauern und Maurer. Ab 1643, als die Mozarts Augsburger Bürger wurden, stiegen sie zu Baumeistern, Buchbindern und Bildhauern auf. Der Weg in die Kunst war geebnet und so gewann die Musik an Bedeutung und in der Familie wuchs der bekannteste Spross Wolfgang Amadeus Mozart heran. Den Grundstein für dessen Karriere legte die Stadt Augsburg mit ihren Bildungsmöglichkeiten, die sie seinem Vater Leopold Mozart bot, der hier eine umfassende musikalische Ausbildung erhielt. Wolfgang Amadé selbst war fünfmal in der „vatterstatt meines papa" – und erlebte hier 1777 mit seiner Cousine Maria Anna Thekla Mozart, dem „Bäsle", sein erstes erotisches Abenteuer.

Auf der Mozart-Tour, die die Regio Tourismus Augsburg entwickelt hat, begleitet euch klassisch ein Flyer oder digital die passende kostenlose App (im Apple Store und bei Google Play), die mit Videos und Augmented-Reality-Szenen einen spannenden Mehrwert liefert.

 

Tour-Stationen

Station 1 – Leopold-Mozart-Haus in der Frauentorstraße 30

Euer Rundgang beginnt dort, wo alles anfing: im Leopold-Mozart-Haus in der Frauentorstraße. In diesem ehemaligen Handwerkerhaus wurde am 14. November 1719 Leopold Mozart geboren. Auf drei Etagen und in elf Themenräumen taucht ihr in sein Leben und Wirken ein – als Musiker, Komponist und Vize-Kapellmeister am Hof des Erzbischofs von Salzburg, aber natürlich auch als Entdecker und „Manager" seines berühmten Sohnes. Das heutige Museum beherrbergt die begehbare Reisekutsche, das Hammerklavier seines Augsburger Freundes Johann Andreas Stein und das barocke Zimmertheater der Familie. 

Die begehbare Kutsche im Leopold Mozart Haus in Augsburg, Bild von Christian Menkel
Station 2 – St. Georg und die Stiftsgebäude in der Georgenstraße/Thommstraße

Nur wenige Schritte weiter stoßt ihr auf St. Georg – eine Kirche, die für die Mozarts über Generationen eine besondere Rolle spielte. Pater David Mozart, ein Sohn des ersten Augsburger Mozart-Vorfahren, war hier ab 1686 als Prediger tätig. Sein Bruder Hans Georg barokisierte als Werkmeister des Domkapitels von 1702 bis 1705 die Stiftsgebäude neben der spätgotischen Kirche. Und in eben dieser Kirche, in der Hochzeitskirche seiner Eltern, wurde Leopold Mozart im November 1719 getauft.

Kirche St. Georg von aussen, Bild Regio Tourismus Augsburg
Station 3 – Wohnhaus Hans Georg Mozarts beim Äußeres Pfaffengässchen 24

Gleich um die Ecke, im Äußeren Pfaffengässchen, liegt das Wohnhaus des wohl erfolgreichsten Augsburger Mozart-Vorfahren: Hans Georg Mozart, Werkmeister des Domkapitels, baute an Kirchen, an Jesuitenschlössern und am Fuggerschloss in Wellenburg mit. Das Haus im Domviertel hatte er 1681 erworben. Eine Gedenktafel an der Fassade erinnert an Leopold Mozarts Großonkel – schaut genau hin, die meisten laufen einfach daran vorbei.

Station 4 – Denkmal für Maria Anna Thekla Mozart in der Jesuitengasse 24

Weiter geht's in die Jesuitengasse, wo eine Bronzetafel an das „Bäsle" erinnert – Maria Anna Thekla Mozart, Cousine von Wolfgang Amadé und Tochter des Buchbindermeisters Franz Alois Mozart. Hier, in einem heute längst zerstörten Anwesen, wurde sie am 25. September 1758 geboren. Mozart entdeckte mit ihr die Liebe – und schrieb ihr anschließend jene berühmten „Bäsle-Briefe".

Station 5 – Mariendom bei Hoher Weg 

Der Augsburger Dom wurde zur Pfarrkirche der Familie Mozart, nachdem Leopold Mozart 1721 mit seinen Eltern aus der Frauentorstraße in die nahegelegene Jesuitengasse gezogen war. Alle acht jüngeren Geschwister Leopolds wurden hier getauft. Als Sängerknabe in der Ulrichsbasilika und der Heilig-Kreuz-Kirche half er wohl auch im Dom als „Discantist" aus. Heute singen hier die Augsburger Domsingknaben.

Das Bild zeigt den Dom von Augsburg, Bild von lapping Pixabay.de
Station 6 – Mozartdenkmal im Fronhof

Im Fronhof zwischen Dom und bischöflicher Residenz steht das 1991 von der Mozartgemeinde Augsburg gestiftete Doppeldenkmal für Leopold und Wolfgang Amadé Mozart. Und wenn ihr den Sommer in Augsburg verbringt, könnt ihr hier bei den „Konzerten im Fronhof" Mozarts Musik unter freiem Himmel genießen.

Mozartdenkmal mit dem Bildplaketten von Leopold Mozart und Wolfgang Amadeus Mozart in Fronhof Augsburg, Bild Regio Tourismus Augsburg
Station 8 – Mozartrelief am „Weißen Lamm" in der Ludwigstraße/Beim Hafnerberg

Auf dem Weg in die Innenstadt passiert ihr den Ort des ehemaligen Gasthofs „Zum Weißen Lamm" – einst eine der nobelsten Adressen der Stadt. 1777 logierte Mozart hier 15 Tage lang, auf Empfehlung seines Vaters. Hier verabschiedete er sich unter Tränen vom geliebten „Bäsle" und kehrte erst 1790, auf der Rückreise von Frankfurt, noch einmal hier ein – im selben Jahr übernachtete übrigens auch Goethe in diesem Haus. Eine Gedenktafel mit zwei Bronzereliefs erinnert an die beiden berühmtesten Gäste.

Station 9 – Katholische Heilig-Kreuz-Kirche in der Heilig-Kreuz-Straße

Vater Leopold Mozart war hier einst Sängerknabe. 1777 spielte Wolfgang Amadé die Orgel in der Kirche. Im März 1781 kehrte er gemeinsam mit Vater Leopold und Schwester „Nannerl" zurück – die ehemaligen „Wunderkinder" unterhielten mit einer „beynahe mehr als himmlischen Musik". Gleich daneben steht die evangelische Heilig-Kreuz-Kirche – die Doppelkirchen gelten als Symbol der „Augsburger Parität". 

Station 10 – Perlachturm am Rathausplatz 6

Am Rathausplatz mit dem Perlachturm, gab Mozart 1777 eine private „Akademie" vor den Patriziern der Reichsstadt – und war hinterher stocksauer über die kärgliche Gage. Seinen Unmut ließ er in einem Brief an den Vater aus, in dem er die anwesende Nobless mit höchst unfeinen Kosenamen bedachte. Heute lässt das Glockenspiel des Perlachturms täglich Melodien der beiden Mozarts erklingen. (Aktuell wird der Perlachturm saniert)

Station 11 – Rathaus und Goldener Saal beim Rathausplatz 2 

Direkt neben dem Perlachturm steht das Rathaus – eines der bedeutendsten Renaissancebauwerke nördlich der Alpen. Den Goldenen Saal besuchte die Familie Mozart im Sommer 1763 gemeinsam, als Teil des touristischen Programms. Auch heute gehört er noch dazu und sollte von euch auf jeden Fall besucht werden.

Augsburg, Rathaus, Perlachturm,Augsburg bei Nacht, Renaissance, Rathausplatz Augsburg, Foto Cynthia Matuszewski
Station 12 – Fuggerhäuser bei der Maximilianstraße 36/38 sowie Zeugplatz 7

Weiter die Maximilianstraße hinunter erreicht ihr die Fuggerhäuser. Hier gab Mozart 1777 sein einziges öffentliches Konzert während seines 15-tägigen Augsburg-Aufenthalts – Graf Fugger hatte den Konzertsaal kostenlos zur Verfügung gestellt. Viel Applaus, wenig Honorar: Mozart war nicht restlos begeistert. Der Russische Saal, in dem das Konzert stattfand, fiel im Zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer. Ein Besuch der erhaltenen Badstuben lässt den einstigen Glanz des Stadtpalastes aber noch erahnen.

Fugger-Palais in Augsburg, Foto: Regio Augsburg Tourismus GmbH
Station 13 – Hotel „Maximilian's" in der Maximilianstraße 40

Gleich nebenan liegt das Hotel „Maximilian's". Zweimal logierte die Familie Mozart hier: 1763 ganze zwei Wochen lang und 1766 für eine Nacht, jeweils auf der Hin- beziehungsweise Rückfahrt ihrer großen Westeuropareise nach Paris und London.

Station 14 – Stein'sches Wohnhaus am Ulrichsplatz 10

Am Ulrichsplatz steht das Haus des Orgel- und Klavierbauers Johann Andreas Stein, eines langjährigen Freundes von Vater Leopold. Mozart besuchte ihn 1777 gemeinsam mit dem „Bäsle", testete Orgeln und probte im Salon für sein Konzert in den Fuggerhäusern. Stein und der Domorganist Demmler traten damals an seiner Seite auf. Eine Gedenkinschrift an der Barockfassade nennt den Augsburger einen „Freund der Mozarts" – einen Hammerflügel aus seiner Werkstatt konntet ihr an der ersten Station der Tour, dem Leopold Mozart Haus, bewundern. 

Station 16 – St. Ulrich und Afra am Ulrichsplatz 21

Direkt am Ulrichsplatz ragt die mächtige Ulrichsbasilika auf. Leopold Mozart war hier einst Sängerknabe; 1763 besuchte er die Kirche mit der ganzen Familie. Am 18. Oktober 1777 spielte Wolfgang Amadé auf der von den Fuggern gestifteten Orgel. Den Treppenaufgang zur Orgel – die sogenannte „Mozartstiege" – fand er scheußlich eng.

Die Kirchen St. Ulrich und St. Afra in Augsburg. Foto: Raphael Wolf, Regio Augsburg Tourismus GmbH
Station 17 – Barfüßerkirche bei Mittlerer Lech 1

Ein paar Schritte weiter stoßt ihr auf die Barfüßerkirche in der Mozart am 13. Oktober 1777 auf einer Orgel von Johann Andreas Stein spielte. Der Orgelbauer war erst skeptisch, dann begeistert. Mozart seinerseits nannte die Orgel die „Königin der Instrumente". Die Kirche verbindet zwei große Namen: Hier wurde nicht nur Mozart zum Orgelspielen vorgelassen – hier wurde auch Bertolt Brecht getauft. Sein Geburtshaus liegt gleich nebenan.

Station 18 – Fuggerei in der Jakoberstraße 26

Beenden könnt ihr den Rundgang in der weltberühmten Fuggerei, der ältesten noch bewohnten Sozialsiedlung der Welt. Eine Gedenktafel erinnert hier an Franz Mozart, den Urgroßvater von Wolfgang Amadé. Der Maurermeister lebte ab 1681 in der Siedlung, im Häuschen „Mittlere Gasse 13", wo er 1694 verstarb. 

Fuggerei, Foto Katrin Jacob

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Jubiläumsausgabe der "Stadt mit A" ist erschienen

Jubiläumsausgabe Augsburger Agendazeitung
Die Augsburger Agendazeitung "Stadt mit A" hat eine Jubiläumsausgabe herausgebracht. Ausgabe 63 widmet sich ganz den 30 Jahren Lokale Agenda 21 in Augsburg.
Stadt mit A Ausgabe 63

30 Jahre Lokale Agenda 21 

Drei Jahrzehnte Nachhaltigkeitsprozess in Augsburg: Das ist kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis von viel Engagement, Beharrlichkeit und dem Zusammenwirken von Zivilgesellschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Politik. Ein guter Grund zum Feiern – und zum Zurückblicken.

Die Jubiläumsausgabe der „Stadt mit A", dem Augsburger Nachhaltigkeits-Magazin, erzählt, wie alles begann: mit einem Bürgerforum im Zeughaus, gegen anfänglichen politischen Widerstand, getragen von Menschen, die einfach anfingen. Sie zeigt, was seitdem erreicht wurde – von den Zukunftsleitlinien über die Fairtrade-Stadt bis zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2013. Und sie stellt vor, was die heute 30 Agendaforen bewegen: Foodsharing, Gemeinwohlökonomie, urbane Gärten, Bildung, Frauenrechte, Energie, Plastikfreiheit – und vieles mehr.

Die Ausgabe ist augsburgweit kostenlos erhältlich: in Bürgerinformationen, Büchereien, im Zeughaus, bei der vhs, im Kulturhaus Kreßlesmühle sowie an der Universität und der Technischen Hochschule. Die Ausgabe ist natürlich auch online verfügbar – als PDF auf www.nachhaltigkeit.augsburg.de oder als blätterbares Flipbook unter anyflip.com/gsqde/bxvp.

Zweimal im Jahr erscheint die „Stadt mit A" neu. Wer künftig direkt informiert werden möchte, schickt einfach eine kurze Mail an agenda@augsburg.de – und bekommt den Link zur neuen Ausgabe direkt ins Postfach.

 

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Ein Spielfeld für große Fragen – auf dem Modular Festival 2026

Lokale Agenda 21 auf dem Modular Festival 2026
Großes Spielfeld, große Fragen: Die Lokale Agenda 21 Augsburg war beim Modular Festival 2026 mit dem GWÖ-Werte-Selbsttest dabei.
Der Werte-Selbsttest der Lokalen Agenda 21 auf dem Modular Festival 2026. Foto: Alina Gramalla

Beim Modular Festival 2026 war Augsburgs Lokale Agenda 21 mit einem ungewöhnlichen Format dabei. Entwickelt von der Gemeinwohlökonomie Regionalgruppe Augsburg und dem Büro für Nachhaltigkeit, lud der Werte-Selbsttest auf einer großen Bodenplane mitten im Festivalgeschehen zum Innehalten ein. Besucher:innen stellten sich spielerisch Fragen rund um Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Mitentscheidung. Das Spiel gibt keine Ratschläge, niemand muss sich erklären – es ist eine Einladung zur Reflexion: niedrigschwellig, offen, lebensnah.

Ermöglicht hat diesen Auftritt der AWS, der als Gastgeber den Rahmen für die Lokale Agenda schuf – und dessen Stand zu einem großen Teil von Ehrenamtlichen getragen wurde. Mit dabei war auch das Agendaforum Plastikfreies Augsburg, das mit interaktiven Formaten für bewussteren Konsum sensibilisierte.

Die Bereitschaft so vieler Menschen, innezuhalten, mitzumachen und ins Gespräch zu kommen, hat überrascht. Rund 200 Personen kamen allein am Pfingstsonntag am Werte-Spiel zum Austausch vorbei. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv – und haben einmal mehr gezeigt: Nachhaltige Themen brauchen keine erhobenen Zeigefinger, sondern kreative Formate, die wirklich einladen.

Der Werte-Selbsttest kann ausgeliehen werden (Anfrage an: agenda@augsburg.de) und ist auch online verfügbar: germany.econgood.org/werte-selbst-test-jetzt-online/

 

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30 Jahre Lokale Agenda 21

30 Jahre Lokale Agenda 21
30 Jahre gelebte Nachhaltigkeit – Augsburgs Lokale Agenda 21 hat gefeiert. Ein Blick auf die Feierlichkeiten und auf 30 Jahre Augsburger Agendaprozess.
Speeddating auf der Jubiläumsfeier 30 Jahre Lokale Agenda 21

„Wenn ich etwas erreichen will, muss ich Banden bilden.“ Mit diesem Satz eröffnete Cesy Leonard von den Radikalen Töchtern – einem Berliner Kollektiv für politischen Aktivismus und Kulturarbeit – am Montag, 11. Mai 2026, die Jubiläumsfeier der Lokalen Agenda 21 im Umweltbildungszentrum Augsburg. Und er passte erstaunlich gut zu einem Prozess, der seit drei Jahrzehnten genau davon lebt: Menschen schließen sich zusammen, arbeiten über Institutionen hinweg, streiten, entwickeln Ideen, bleiben dran.

120 geladene Gäste kamen zur Feier: Politiker*innen aus Augsburg und dem Landtag, ehemalige und aktive Referent*innen, Mitglieder des Nachhaltigkeitsbeirats und vor allem Aktive der Lokalen Agenda 21, dem Augsburger Netzwerk für Nachhaltigkeit. Das Programm war sehr vielfältig: ein Festimpuls von Cesy Leonard zum Mutmuskeltraining, ein Grußwort des neuen Oberbürgermeisters Dr. Florian Freund, ein Gespräch der vier Agendasprecherinnen mit dem neuen zuständigen Referenten Martin Schenkelberg, Essen aus geretteten Lebensmitteln – gekocht vom Kochclub Oberhausen – und zum Abschluss Capoeira mit Abadá Augsburg.

Die Geschichte des Nachhaltigkeitsprozesses 

1996 begann in Augsburg nicht einfach ein Verwaltungsprojekt. Im Gegenteil: Als der Deutsche Städtetag empfahl, einen kommunalen Nachhaltigkeitsprozess (die Lokale Agenda 21) zu starten, blieb das Thema zunächst im Umweltausschuss liegen. Der entscheidende Impuls kam aus der Stadtgesellschaft selbst – von der Werkstatt Solidarische Welt und ihren Verbündeten.

Im März 1996 trafen sich rund 40 Engagierte zum ersten Bürgerforum „Zukunftsfähiges Augsburg“ im Augsburger Zeughaus. Daraus entstand ein Prozess, der Augsburg bis heute prägt – und der in dieser Form einzigartig in Deutschland ist. Noch im selben Jahr beschloss der Stadtrat die Einrichtung eines Umweltbeirats und einer Geschäftsstelle Lokale Agenda 21.

Vieles folgte, hier eine Auswahl:

  • Arbeitsgruppen zu Energie, Verkehr und Einer Welt, die bis heute aktiv sind
  • Zukunftsleitlinien für Augsburg mit der bundesweit einmaligen vierten Dimension Kultur
  • eine Nachhaltigkeitseinschätzung für Stadtratsbeschlüsse, später Vorbild für Solingen, Baden-Württemberg und andere
  • der Deutsche Nachhaltigkeitspreis 2013
  • heute 30 Agendaforen, von Foodsharing und Fairtrade über Soziokratie und digitale Selbstbestimmung, von Armut, Frauenrechten und Bildung bis hin zu Gemeinwohlökonomie und Quartiersentwicklung

Oberbürgermeister Dr. Florian Freund betonte in seinem Grußwort die „spielentscheidende“ Zusammenarbeit von Bürgerschaft, Wissenschaft, Unternehmen, Verwaltung und Politik. Dafür steht in Augsburg seit Jahren ein Begriff: die Kooperative Stadt. Bürgermeister Dirk Wurm (der das Grußwort des verhinderten Oberbürgermeisters verlas) ergänzte, dass auch die neue Stadtregierung weiterhin den Antrieb der Aktiven brauche. Im Juli wird er Augsburg auf Einladung der Bundesregierung erstmals beim Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen in New York vertreten.

"Augsburg ist in Sachen Nachhaltigkeit innovativ und setzt bundesweit Maßstäbe. Schon als Stadtrat, mehr noch jetzt als Oberbürgermeister bin ich stolz auf dieses Augsburger Nachhaltigkeitsprofil. Und ich möchte dies in den kommenden Jahren unterstützen und weiter ausbauen. Dabei sollen Bildung, Klimaschutz und Wohnen im Mittelpunkt stehen." 

Dr. Florian Freund, Oberbürgermeister der Stadt Augsburg

30 Jahre sind nur ein Zwischenstopp

Auftrag erfüllt? Eher im Gegenteil. Dr. Norbert Stamm, der das Büro für Nachhaltigkeit der Stadt Augsburg leitet und den Prozess von Anfang an begleitet hat – zunächst als Agendasprecher, seit 2005 hauptamtlich –, schreibt dazu im Editorial der aktuellen Agendazeitung Stadt mit A: „Hätte nicht mehr erreicht werden können, müssen? Ja. Wir müssen also schneller werden, mehr werden, uns mehr anstrengen. Weiterhin und verstärkt Energielieferantin sein, Hoffnungsträgerin, Impulsgeberin." 

Parallel zur Jubiläumsfeier laufen bereits die Verhandlungen über ein größeres Förderprojekt namens Transformationsraum N mit der Bertelsmann Stiftung – mit Augsburg als Fallbeispiel für kommunale Nachhaltigkeitstransformation. 

„Global denken und lokal handeln“ klingt heute fast altmodisch. Tatsächlich ist der Satz vielleicht aktueller denn je. Denn die großen Krisen verschwinden nicht, wenn man sich abschottet oder nur auf kurzfristige Interessen schaut. Norbert Stamm bringt es auf den Punkt: „Falsch und unwichtig war, ist und wird die Augsburger Nachhaltigkeitsarbeit nicht sein.“ Und Cesy Leonard gab dem Saal einen Tipp mit auf den Weg: „Ich trainiere mich jeden Tag in aktiver Hoffnung." Vielleicht ist genau das die eigentliche Leistung dieses Augsburger Nachhaltigkeitsprozesses: trotz Krisen, Gegenwind und Rückschritten handlungsfähig zu bleiben. Und Banden zu bilden, die halten.

"Mehr Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit weltweit sind keineswegs überholt, auch wenn persönliche, lokale und nationale Sorgen und internationaler Bullshit reindrücken. Der Rest der Welt verschwindet nicht, und dass wir Teil der Welt sind, spüren wir täglich und sollen das auch."

Dr. Norbert Stamm, Bildungsreferent der Werkstatt Solidarische Welt von 1994 bis 2001 und Agendasprecher von 1996 bis 2005, ab 2005 dann hauptamtlich Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 Stadt Augsburg, die seit 2015 Büro für Nachhaltigkeit heißt.

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„Lokale Agenda 21 - Augsburger Netzwerk für Nachhaltigkeit – „Lokale Agenda 21? ... Nie gehört.“ So in etwa lautet die Reaktion, wenn wir im Freundes- oder Bekanntenkreis nachfragen. Dabei existiert die „Lokale Agenda 21" in Augsburg bereits seit 1996. Hier erfahrt ihr, worum es geht.

Was ist die kooperative Stadt? Dr. Norbert Stamm sagt: "Die Stadt, das sind wir alle."

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Modular Festival 2026

Modular Festival 2026

Gelände Gaswerk
Am Alten Gaswerk 1
86156
Augsburg
Blick von der Bühne beim Modular Festival im Gaswerk Augsburg.
Das Modular Festival 2026 verspricht ein umfangreiches Programm mit einer Fülle an Bands und Künstler*innen, sowie Workshops, Aktivitäten und Verpflegung!

Festival in nachhaltig

Wie man ein Festival nachhaltig organisieren kann, das zeigt seit vielen Jahren der Stadtjugendring Augsburg (SJR). Das Modular nutzt ausschließlich regionalen Ökostrom, bietet seit 2023 ein rein vegetarisches und veganes Speisenangebot und trennt den Müll konsequent. Ein engagiertes Team freiwilliger „Trash-Heroes“ unterstützt diese Bemühungen. Mit innovativen Maßnahmen wie einem eigenen CO₂-Rechner für Veranstaltungen und der Integration des ÖPNV in die Tickets verringert das Festival stetig seinen ökologischen Fußabdruck. So gilt das Festival als Vorreiter für nachhaltige Großveranstaltungen in der Region.

Dem Organisationsteam ist es auch in diesem Jahr wieder gelungen, ein ansprechendes Programm für das Modular Festival auf die Beine zu stellen. Während das Bühnenprogramm unter anderem mit Künstler*innen wie Ennio, Blackout Problems, Yola oder Esveae hochkarätig besetzt ist verspricht auch das Platzprogramm viel! Etwa 500 Ehrenamtliche machen das Festival möglich. Sie helfen beim Auf- und Abbau, vor und während des Festivals, damit alles läuft. Nur so ist es möglich die Tickets günstig abzugeben. 

Das Modular Festival widmet sich vor allem Themen, die in der aktuellen Alltags- und Gedankenwelt der Jugendkultur eine Rolle spielen. Das Platzprogram teilt sich daher dieses Jahr in die ModulARENA, bei der FUN groß geschrieben wird und einläd Neues zu entdecken, mit u.a. Kanal C - Augsburgs junges Radio, Stadtraum Augsburg, oder Rollschuhtanz TVA. In der Dream Factory trifft man Initiativen aus Augsburg, die sich für eine gerechtere Zukunft einsetzen, mit dabei u.a. ASTA Universität Augsburg & Amnesty international, CSD Augsburg, Greenpeace Augsburg. Die Kreativlounge läd ein mit DIY, Styles und entspannten Vibes: probiere neue Looks oder gestalte dein eigenes Festival Souvenir! Mit dabei sind AK Blau machen, das Habitat, oder SAKRIS - mindful Tattooing. Zu guter Letzt könnt ihr bei der SJRea des Stadtjugendrings zocken, lachen oder feiern, je nachdem wie euch der Sinn steht!

Euch erwarten von Freitag bis Sonntag eine umfangreiche Menge an Künstler*innen, DJs und Bands! Das komplette Programm findet ihr unter modular-festival.de/programm/. Tickets gibt es unter www.tickets.modular-festival.de. Wie bereits in den Vorjahren gibt es auch in diesem Jahr wieder Community Tickets für das Modular Festival, die durch euch, die Stadtwerke Augsburg, der Wohnbaugruppe Augsburg und der AVA, sowie dem Stadtjugendring unterstützt werden, und all denjenigen die Teilhabe ermöglichen, die sich sonst kein Ticket leisten können.

Das Modular Festival wird vom Stadtjugendring Augsburg (SJR) veranstaltet und von der Stadt Augsburg gefördert. Mit rund 30.000 Besucher*innen an drei Tagen auf dem Gaswerk Augsburg gilt es als eines der größten Jugendkultur-Festivals in Deutschland. 2017 erhielten die Volunteers des Festivals den Augsburger City-Preis. Der SJR wurde für das Modular-Festival bereits mehrfach mit dem Bayerischen Popkulturpreis in der Kategorie (ökologische) Nachhaltigkeit und dem Zukunftspreis der Stadt Augsburg ausgezeichnet (2018 und 2022).

 

Info

 

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Umweltfreundliche Festivals – Green Events funktionieren! - Wenn hunderttausende Festivalbesucher das Gelände stürmen, leidet die Natur. Seit Jahren streben Green Events ein umweltverträgliches Konzept an. Das Modular Festival in Augsburg gehört dazu.

Stadtjugendring in Augsburg (SJR) - Ob als Träger des nachhaltigen Jugendfestivals Modular, bei politischer Mitbestimmung, kreativer Freizeitgestaltung, Kultur oder Bildung: Der SJR leistet einen wertvollen Beitrag zum Leben Jugendlicher in Augsburg.

Netzwerk Kulturelle Bildung - Kultureller Austausch in Augsburg - Das Netzwerk kulturelle Bildung ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Personen aus der Kunst-und Kulturszene. Hier findet Austausch und Gemeinschaft statt.

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