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Ein Spielfeld für große Fragen – auf dem Modular Festival 2026

Lokale Agenda 21 auf dem Modular Festival 2026
Großes Spielfeld, große Fragen: Die Lokale Agenda 21 Augsburg war beim Modular Festival 2026 mit dem GWÖ-Werte-Selbsttest dabei.
Der Werte-Selbsttest der Lokalen Agenda 21 auf dem Modular Festival 2026. Foto: Alina Gramalla

Beim Modular Festival 2026 war Augsburgs Lokale Agenda 21 mit einem ungewöhnlichen Format dabei. Entwickelt von der Gemeinwohlökonomie Regionalgruppe Augsburg und dem Büro für Nachhaltigkeit, lud der Werte-Selbsttest auf einer großen Bodenplane mitten im Festivalgeschehen zum Innehalten ein. Besucher:innen stellten sich spielerisch Fragen rund um Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Mitentscheidung. Das Spiel gibt keine Ratschläge, niemand muss sich erklären – es ist eine Einladung zur Reflexion: niedrigschwellig, offen, lebensnah.

Ermöglicht hat diesen Auftritt der AWS, der als Gastgeber den Rahmen für die Lokale Agenda schuf – und dessen Stand zu einem großen Teil von Ehrenamtlichen getragen wurde. Mit dabei war auch das Agendaforum Plastikfreies Augsburg, das mit interaktiven Formaten für bewussteren Konsum sensibilisierte.

Die Bereitschaft so vieler Menschen, innezuhalten, mitzumachen und ins Gespräch zu kommen, hat überrascht. Rund 200 Personen kamen allein am Pfingstsonntag am Werte-Spiel zum Austausch vorbei. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv – und haben einmal mehr gezeigt: Nachhaltige Themen brauchen keine erhobenen Zeigefinger, sondern kreative Formate, die wirklich einladen.

Der Werte-Selbsttest kann ausgeliehen werden (Anfrage an: agenda@augsburg.de) und ist auch online verfügbar: germany.econgood.org/werte-selbst-test-jetzt-online/

 

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30 Jahre Lokale Agenda 21

30 Jahre Lokale Agenda 21
30 Jahre gelebte Nachhaltigkeit – Augsburgs Lokale Agenda 21 hat gefeiert. Ein Blick auf die Feierlichkeiten und auf 30 Jahre Augsburger Agendaprozess.
Speeddating auf der Jubiläumsfeier 30 Jahre Lokale Agenda 21

„Wenn ich etwas erreichen will, muss ich Banden bilden.“ Mit diesem Satz eröffnete Cesy Leonard von den Radikalen Töchtern – einem Berliner Kollektiv für politischen Aktivismus und Kulturarbeit – am Montag, 11. Mai 2026, die Jubiläumsfeier der Lokalen Agenda 21 im Umweltbildungszentrum Augsburg. Und er passte erstaunlich gut zu einem Prozess, der seit drei Jahrzehnten genau davon lebt: Menschen schließen sich zusammen, arbeiten über Institutionen hinweg, streiten, entwickeln Ideen, bleiben dran.

120 geladene Gäste kamen zur Feier: Politiker*innen aus Augsburg und dem Landtag, ehemalige und aktive Referent*innen, Mitglieder des Nachhaltigkeitsbeirats und vor allem Aktive der Lokalen Agenda 21, dem Augsburger Netzwerk für Nachhaltigkeit. Das Programm war sehr vielfältig: ein Festimpuls von Cesy Leonard zum Mutmuskeltraining, ein Grußwort des neuen Oberbürgermeisters Dr. Florian Freund, ein Gespräch der vier Agendasprecherinnen mit dem neuen zuständigen Referenten Martin Schenkelberg, Essen aus geretteten Lebensmitteln – gekocht vom Kochclub Oberhausen – und zum Abschluss Capoeira mit Abadá Augsburg.

Die Geschichte des Nachhaltigkeitsprozesses 

1996 begann in Augsburg nicht einfach ein Verwaltungsprojekt. Im Gegenteil: Als der Deutsche Städtetag empfahl, einen kommunalen Nachhaltigkeitsprozess (die Lokale Agenda 21) zu starten, blieb das Thema zunächst im Umweltausschuss liegen. Der entscheidende Impuls kam aus der Stadtgesellschaft selbst – von der Werkstatt Solidarische Welt und ihren Verbündeten.

Im März 1996 trafen sich rund 40 Engagierte zum ersten Bürgerforum „Zukunftsfähiges Augsburg“ im Augsburger Zeughaus. Daraus entstand ein Prozess, der Augsburg bis heute prägt – und der in dieser Form einzigartig in Deutschland ist. Noch im selben Jahr beschloss der Stadtrat die Einrichtung eines Umweltbeirats und einer Geschäftsstelle Lokale Agenda 21.

Vieles folgte, hier eine Auswahl:

  • Arbeitsgruppen zu Energie, Verkehr und Einer Welt, die bis heute aktiv sind
  • Zukunftsleitlinien für Augsburg mit der bundesweit einmaligen vierten Dimension Kultur
  • eine Nachhaltigkeitseinschätzung für Stadtratsbeschlüsse, später Vorbild für Solingen, Baden-Württemberg und andere
  • der Deutsche Nachhaltigkeitspreis 2013
  • heute 30 Agendaforen, von Foodsharing und Fairtrade über Soziokratie und digitale Selbstbestimmung, von Armut, Frauenrechten und Bildung bis hin zu Gemeinwohlökonomie und Quartiersentwicklung

Oberbürgermeister Dr. Florian Freund betonte in seinem Grußwort die „spielentscheidende“ Zusammenarbeit von Bürgerschaft, Wissenschaft, Unternehmen, Verwaltung und Politik. Dafür steht in Augsburg seit Jahren ein Begriff: die Kooperative Stadt. Bürgermeister Dirk Wurm (der das Grußwort des verhinderten Oberbürgermeisters verlas) ergänzte, dass auch die neue Stadtregierung weiterhin den Antrieb der Aktiven brauche. Im Juli wird er Augsburg auf Einladung der Bundesregierung erstmals beim Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen in New York vertreten.

"Augsburg ist in Sachen Nachhaltigkeit innovativ und setzt bundesweit Maßstäbe. Schon als Stadtrat, mehr noch jetzt als Oberbürgermeister bin ich stolz auf dieses Augsburger Nachhaltigkeitsprofil. Und ich möchte dies in den kommenden Jahren unterstützen und weiter ausbauen. Dabei sollen Bildung, Klimaschutz und Wohnen im Mittelpunkt stehen." 

Dr. Florian Freund, Oberbürgermeister der Stadt Augsburg

30 Jahre sind nur ein Zwischenstopp

Auftrag erfüllt? Eher im Gegenteil. Dr. Norbert Stamm, der das Büro für Nachhaltigkeit der Stadt Augsburg leitet und den Prozess von Anfang an begleitet hat – zunächst als Agendasprecher, seit 2005 hauptamtlich –, schreibt dazu im Editorial der aktuellen Agendazeitung Stadt mit A: „Hätte nicht mehr erreicht werden können, müssen? Ja. Wir müssen also schneller werden, mehr werden, uns mehr anstrengen. Weiterhin und verstärkt Energielieferantin sein, Hoffnungsträgerin, Impulsgeberin." 

Parallel zur Jubiläumsfeier laufen bereits die Verhandlungen über ein größeres Förderprojekt namens Transformationsraum N mit der Bertelsmann Stiftung – mit Augsburg als Fallbeispiel für kommunale Nachhaltigkeitstransformation. 

„Global denken und lokal handeln“ klingt heute fast altmodisch. Tatsächlich ist der Satz vielleicht aktueller denn je. Denn die großen Krisen verschwinden nicht, wenn man sich abschottet oder nur auf kurzfristige Interessen schaut. Norbert Stamm bringt es auf den Punkt: „Falsch und unwichtig war, ist und wird die Augsburger Nachhaltigkeitsarbeit nicht sein.“ Und Cesy Leonard gab dem Saal einen Tipp mit auf den Weg: „Ich trainiere mich jeden Tag in aktiver Hoffnung." Vielleicht ist genau das die eigentliche Leistung dieses Augsburger Nachhaltigkeitsprozesses: trotz Krisen, Gegenwind und Rückschritten handlungsfähig zu bleiben. Und Banden zu bilden, die halten.

"Mehr Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit weltweit sind keineswegs überholt, auch wenn persönliche, lokale und nationale Sorgen und internationaler Bullshit reindrücken. Der Rest der Welt verschwindet nicht, und dass wir Teil der Welt sind, spüren wir täglich und sollen das auch."

Dr. Norbert Stamm, Bildungsreferent der Werkstatt Solidarische Welt von 1994 bis 2001 und Agendasprecher von 1996 bis 2005, ab 2005 dann hauptamtlich Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 Stadt Augsburg, die seit 2015 Büro für Nachhaltigkeit heißt.

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Was ist die kooperative Stadt? Dr. Norbert Stamm sagt: "Die Stadt, das sind wir alle."

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Zukunft gemeinsam kochen

Zukunft gemeinsam kochen
Kochen als Klimaschutz? Im Umweltbildungszentrum Augsburg zeigt dieses Projekt, wie regionales Essen und echte Begegnung zusammenpassen – Genuss garantiert.
Bild von einem Teller voller Spätzle auf einem Tisch.

„Zukunft gemeinsam kochen“ bietet ein abwechslungsreiches Programm für Familien, Erwachsene und alle Interessierten, die bewusst Klimaschutz, Regionalität und Genuss verbinden wollen.

Kochworkshops, Themenabende und Exkursionen

Kochworkshops, Themenabende und Exkursionen rücken regionale und saisonale Produkte in den Mittelpunkt. Sie fördern die Wertschätzung von Lebensmitteln und schaffen Begegnungen zwischen Konsumenten und Produzenten, etwa auf  Christophs Biohof. Mitglieder des Netzwerks des Umweltbildungszentrums leiten die Kochkurse.

Von der Idee zum Projekt

Zukunft gemeinsam kochen?  Wir haben die Initiatorin des Projekts, Tine Klink, gefragt, was genau sich dahinter verbirgt.

 

Wie kam es zu dem Projekt „Zukunft gemeinsam kochen“?
Durch den Umzug der Umweltstation ins Umweltbildungszentrum im Sommer 2023 hatten wir ideale Rahmenbedingungen: eine gut ausgestattete Lehrküche, einen Seminarraum direkt daneben und die enge Anbindung an die Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg. Die Idee lag nahe, nachhaltige, regionale, saisonale Bio-Ernährung praktisch erlebbar zu machen: Durch Kochworkshops, Themenabende und Exkursionen können sich Verbraucher*innen direkt mit Lebensmittelproduzent*innen austauschen.

 

Kochen als Klimaschutz – das klingt erstmal ungewohnt. Wie erklärt man das Menschen, die das zum ersten Mal hören?
Viele denken bei Klimaschutz erst mal an Energie oder Mobilität. Wir zeigen, dass Klimaschutz im Alltag beginnt – beim Kochen und Konsum von Lebensmitteln. Was wir essen, woher es kommt, wie es produziert wird und wie wir es zubereiten, beeinflusst das Klima direkt. Konkret heitß das: Regionale Produkte haben kurze Wege, saisonale Nahrung benötigt weniger Energie bei der Herstellung, Bioanbau schützt die Böden und wer bewusst Lebensmittel einkauft, wirft am Ende auch weniger weg.

 

Wie läuft ein typischer Kochabend ab – von der Begrüßung bis zum letzten Bissen?
Ein Kochabend beginnt ganz entspannt mit einer kurzen Begrüßung und Einführung in das Produkt oder das Thema des Abends. Wir schauen gemeinsam darauf, woher die Lebensmittel kommen, wie sie angebaut oder erzeugt werden und was sie besonders macht. Danach stellen die Gastköch*innen ihren Betrieb oder ihre Organisation vor – und auch die Teilnehmenden kommen direkt ins Gespräch: Wie handhabt man das bisher selbst, welche Erfahrungen bringt man mit? Anschließend wird gemeinsam in kleinen Gruppen gekocht. Dabei geht es nicht nur ums Nachkochen nach Rezept, sondern auch ums Ausprobieren, Fragenstellen und den Austausch zwischendurch. So erfährt man nebenbei mehr über den Betrieb, die Motivation der Landwirt*innen oder Köch*innen und entdeckt den ein oder anderen Kochtrick. Zum Schluss genießen wir, was wir gekocht haben.

 

Kinder, Familien, Erwachsene – wie schafft man ein Angebot, das so unterschiedliche Zielgruppen wirklich erreicht?
Die Kochworkshops richten sich eher an Erwachsene und Familien mit älteren Kindern – da können wir ins Detail gehen, einen CO2-Rechner ausprobieren, Bio-Umstellung diskutieren und mit Rezepten spielen. Die Exkursionen eigenen sich für Jung und Alt, weil man Betriebe live erlebt und zum Beispiel Tiere sehen kann. Die Schokowerkstatt ist extra für Kinder für 8-12 Jahre konzipiert.

 

Die Begegnung zwischen Konsumentinnen und Produzentinnen ist ein Kern des Projekts. Welche Begegnung hat dich selbst zuletzt überrascht oder berührt?
Das Herzblut und die ansteckende Energie, die trotz aller Widrigkeiten und Bürokratie in den Handwerken steckt, begeistern mich immer wieder. Besonders faszinierend finde ich den Spagat bei den Landwirt*innen, die ihre Tiere als Fleisch vermarkten: Die Liebe zu dem einzelnen Tier, das sie aufgezogen haben und gleichzeitig die Realität der Fleischtheke zu meistern, ohne dass es widersprüchlich rüberkommt und Konsument*innen das auch wirklich nachvollziehen können.

 

Was nehmen die Teilnehmenden mit nach Hause – außer vollem Magen und neuen Rezepten?
Vor allem neue Ideen für den Alltag: Wo man was regional einkaufen kann, wie man Reste kreativ nutzt, bewusster hinschaut, wie Lebensmittel verarbeitet sind. Den Mut, mal anders einzukaufen. Die Erkenntnis, dass Bio nicht immer teurer ist. Und vor allem die Lust, Neues auszuprobieren.

 

Wo soll „Zukunft gemeinsam kochen" in drei Jahren stehen?
In drei Jahren sollen die Projekte als beliebte Formate im UBZ richtig fest stehen und sich selbst tragen. Die Kochworkshops sind dann buchbare Standardangebote, die wir auch für geschlossene Veranstaltungen anbieten. Themenabende und Exkursionen sollen immer wieder frische Einblicke geben, so dass es nie langweilig wird.

 

Was kochst du selbst am liebsten, wenn du nach Hause kommst?
Ich bin großer Kartoffelfan, so viele Möglichkeiten und sie lassen sich gut vorbereiten. Aber diese Woche kommt der erste Spargel vom plastikfrei anbauenden Spargelbauern Rehm – da freue ich mich das ganze Jahr drauf. Mein Lieblingsrezept ist dünner grüner Spargel und etwas Knoblauch in Butter anbraten und etwas gehobelten Parmesan darüber geben. Dazu gibt es Hackfleischpatties von Körners Hofladen am Pferseer Wochenmarkt. Sie vertreiben Rindfleisch von Landwirt Martin Augustin, der mit seinen Rindern auch Beweidungsprojekte für unseren Landschaftspflegeverband macht. Das gibt es bis zum Ende der Spargelsaison einmal in der Woche bei uns. Ansonsten ist das Gemüse der Solidarischen Landwirtschaft Augsburg auch immer wieder eine Herausforderung, der ich mich durch neue Rezepte gerne stelle.
 

Infos

Mehr Informationen und alle Termine des ersten Halbjahres für die Veranstaltungen findet ihr unter www.ubz-augsburg.de

Termine

  • Fr, 24.04.26, 15:00 Uhr: Radtour zum Beweidungsprojekt & Hofladengenuss in Inningen, kostenfrei
  • Di, 05.05.26, 18:00 Uhr: Schwäbische Kässpätzle – regional & lecker, 35 €
  • Mi, 06.05.26, 18:00 Uhr: Wildkräuter in der Küche, 35 €
  • Fr, 08.05.26, 14:00 Uhr: Schokowerkstatt für Kinder (8–12 Jahre), 13 €
  • Mi, 03.06.26, 09:00 Uhr: Exkursion zur rollenden Gemüsekiste, kostenfrei
  • Sa, 06.06.26, 11:00 Uhr: Spargel in Farbe – kreative Küche mit regionalem Spargel, 45 €
  • Do, 11.06.26, 18:00 Uhr: Urban Farming & Microgreens bei Rennkraut, kostenfrei
  • Fr, 12.06.26, 18:00 Uhr: Gold aus der Region: Kochen mit Biohonig, 45 €
  • Sa, 27.06.26, 10:00 Uhr: Radtour zu Christophs Biohof in Inningen, kostenfrei
  • Sa, 27.06.26, 16:30 Uhr: Summerrolls mit regionalen Microgreens, 50 €
  • Fr, 10.07.26, 15:00 Uhr: Radtour von der Alten Schäferei zum Augsburger Genusskistle, 5 €
  • So, 19.07.26, 10:00 Uhr: Exkursion zur Biobäckerei Schubert, kostenfrei
  • Mi, 22.07.26, 18:00 Uhr: Zucchini-Zauber – Sommerliche Vielfalt neu entdeckt, 45 €

Anmeldung bis 5 Tage vor dem jeweiligen Termin: 0821/324-6074 oder t.klink@ubz-augsburg.de

 

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Themenführung: Wassertürme

Themenführung: Wassertürme

Wassertürme am Roten Tor
Am Roten Tor 1
86161
Augsburg
Wassertürme, Augsburg, Weltkulturerbe, Foto: Christine Pemsl
Bei dieser Themenführung der Regio Augsburg Tourismus dreht sich alles um das einmalige Welterbe der historischen Wassertürme am Roten Tor.

Die Wassertürme

Das Augsburger Wassermanagement-System gehört seit 2019 zum UNESCO-Welterbe und gilt als ein herausragendes Beispiel für nachhaltige und innovative Wasserwirtschaft. Über viele Jahrhunderte hinweg entwickelte die Stadt Augsburg ein ausgeklügeltes System zur Nutzung, Trennung und Verteilung von Trink- und Nutzwasser. Dieses Zusammenspiel aus Technik, Architektur und Umweltbewusstsein macht das System bis heute einmalig!

Bei der Themenführung der Regio Augsburg Tourismus durch das Wasserwerk am Roten Tor, könnt ihr das vollständig erhaltene historische Ensemble mit Wassertürmen, Brunnenmeisterhäusern und einem Aquädukt erleben. Außerdem veranschaulicht die Dauerausstellung die „Wasserkunst“, also die kunstvolle Wasserhebung mithilfe von Wasserkraft, und macht das Bauwerk zu einem besonderen Bestandteil des Augsburger Welterbes.

Die nächste Themenführung findet am Freitag, den 03.04.2026 ab 14.00 Uhr statt. Die Kosten liegen bei 12€ für Erwachsene, ermäßigt bei 10€. Die Führung findet jede Woche Freitags und Samstags, jeweils in deutscher und englischer Sprache statt. Alle weiteren Informationen und Tickets erhaltet ihr unter www.augsburg-tourismus.de.

 

Info

  • Themenführung: Wassertürme
  • Freitag den 03.04.2026
  • 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr
  • Wassertürme am Roten Tor, Am Roten Tor 1, 86161, Augsburg
  • Veranstalter: Regio Augsburg Tourismus
  • Teilnahmekosten 12€, ermäßigt 10€ für Schüler*innen, Studierende, Menschen mit Behinderung
  • Führungen jeden Freitag & Samstag, in deutsch/englisch
  • Tickets und weitere Informationen unter www.augsburg-tourismus.de

 

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Augsburg checkt’s - Fakten statt Fake News

Augsburg checkt’s - Fakten statt Fake News
Desinformation bedroht unsere Demokratie, vor allem durch soziale Netzwerke. Mit der App können Bürger*innen Fake News erkennen lernen - gerade vor der Kommunalwahl sind Faktenchecks wichtig.
Auf dem Foto hält eine Hand ein Handy in der Hand. Auf dem Handybildschirm ist zu erkennen, dass gerade ein Foto eines "Augsburgs checkt's" Plakats gemacht wird.

Desinformation ist zu einer der größten Bedrohungen unserer Demokratie geworden. Vor allem in sozialen Netzwerken verbreiten sich Lügen, Halbwahrheiten und manipulierte Bilder rasend schnell. Gerade im Hinblick auf die Kommunalwahl am 8. März 2025 sind Faktenchecks wichtiger denn je.

Genau hier setzt "Augsburg checkt's" an – eine bundesweit einzigartige Initiative gegen Desinformation, die Anfang Oktober 2025 gestartet ist. Hinter dem Projekt steht eine starke Kooperation: die Deutsche Presse-Agentur (dpa), die Stadt Augsburg, die Stadtwerke Augsburg (swa), die Augsburger Allgemeine und die Günter Holland Journalistenschule (GHJS).

Faktenchecks an der Tramhaltestelle

Das Besondere: Die täglich neuen Faktenchecks sind im gesamten Stadtgebiet abrufbar – ob beim Warten auf die Tram, im Café oder auf dem Weg zur Arbeit. Einfach QR-Code scannen, und schon habt ihr Zugang zu aktuellen Überprüfungen von verdächtigen Behauptungen, Fotos oder Videos.
 

„Eine demokratische Gesellschaft kann nur dann funktionieren, wenn Entscheidungen auf Fakten basieren, die für alle gelten“

Sven Gösmann, Chefredakteur der Deutschen Presse-Agentur

 

Auch online und per WhatsApp

Wer lieber zu Hause recherchiert, findet alle Faktenchecks online unter azol.de/augsburgcheckts. Und noch besser: Alle können mitmachen. Verdächtige Inhalte oder Fotos lassen sich per WhatsApp an 0160 / 347 6409 weiterleiten. Die Redaktion prüft dann, ob es sich um Desinformation handelt. (Hinweis: Es gibt keinen Anspruch auf Bearbeitung jeder Einsendung.)

„Mit ‚Augsburg checkt’s‘ machen wir die Bürgerinnen und Bürger fit gegen Desinformation. Faktenchecken ist ein erlernbares Handwerk. Wir vermitteln das Wissen der dpa-Faktenchecker, damit die Menschen eigenständig Lügen im Internet selbst erkennen. Niemand möchte belogen werden.“

Lea Thies, Leiterin der Günter Holland Journalistenschule

Genau das ist das Ziel: Bürger*innen widerstandsfähiger gegen Desinformation machen. Journalistisches Fachwissen vermitteln. Und den kritischen Umgang mit Medieninhalten lehren – besonders wichtig in Zeiten, in denen Wahlkampf auch online stattfindet.
 

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Die Bio-Pausenbrot-Aktion

Die Bio-Pausenbrot-Aktion sorgt für gesundes Essen
Jeweils im Herbst erhalten Augsburgs Erstklässler*innen ihr Bio-Pausenbrot mit leckeren, gesunden und regionalem Pausensnacks. Außerdem wird spielerisch viel Information rund um gesunde, nachhaltige Ernährung vermittelt.
Gesundes Pausenbrot Foto: Pixabay RitaE

Immer im Herbst ist es soweit: Augsburger Erstklässler*innen bekommen ein leckeres Bio-Pausenbrot geschenkt. Dazu dürfen sie selbst saisonales und regionales Obst und Gemüse waschen und schneiden, Brote bestreichen oder Tee kochen. Um Verpackungsmüll langfristig zu vermeiden bekommen alle Kinder wiederverwendbare Brotboxen vom AWS, die sie behalten dürfen. Außerdem erfahren sie von den Augsburger Bioexpertinnen und -Experten spannende Informationen rund um ihr Pausenbrot. In so einer Bildungseinheit werden Themen wie „vom Korn zum Brot“ oder oder „ Haferflocken in der Flockenmühle selbst mahlen“  spielerisch vermittelt. Beim „Pausenbrot-Puzzle“ wird der Pausenimbiss in seine Bestandteile zerlegt.

So früh wie möglich für gesunde Ernährung begeistern

Ziel der Biopausenbrot-Aktion ist es, Kinder, Lehrkräfte und Eltern für eine gesunde Ernährung mit umweltfreundlich produzierten Lebensmitteln zu begeistern. Sie sollen erleben, wie gut gesundes Essen schmeckt und teilweise auch unbekannte Nahrungsmittel ausprobieren.

„Die Vermittlung einer gesunden Lebensführung mit gesunden Biolebensmitteln steht dabei im Vordergrund. Je früher wir damit beginnen, umso besser.“

Alexandra Wagner, Koordinatorin der Biostadt Augsburg

Gesunde Ernährung ist Stadtratsbeschluss

Die Bio-Pausenbrot-Aktion setzt den Stadtratsbeschluss von 2007 um, der „Gesunde Ernährung - Biostadt Augsburg“ als Ziel vorgibt. Sie lebt von Sponsoren und ehrenamtlichem Engagement. Alexandra Wagner freut sich, dass die Schulen die Aktion so gut annehmen. Beteiligten sich im ersten Jahr drei Schulen, sind es 2025 bereits 37 Schulen mit 135 Klassen und rund 3000 Kindern – ein Rekord. Insgesamt hat die Aktion bisher über 17.000 Schülerinnen und Schüler erreicht.

Energiespender zwischendurch

Die kleine Mahlzeit zwischendurch ist ein wichtiger Energiespender. Denn nicht nur die Intelligenz ist ausschlaggebend für die Leistungsfähigkeit unserer Kinder, das Gehirn möchte auch bestmöglich mit Nährstoffen versorgt werden. Ein gesundes Frühstück zu Hause reicht meist nicht aus, um über vier, sechs oder acht Schulstunden hinweg aufnahmebereit zu bleiben. Neue Energie erhält der Körper mit der richtigen Wahl des Pausenbrotes. Bio-Lebensmittel sind gut für die Gesundheit, die Umwelt, das Klima, die Tiere und die Menschen. Alle Lebensmittel der Bio-Pausenbrot-Aktion stammen aus ökologischem Landbau, sind bio-zertifiziert und werden teils von lokalen Betrieben gesponsort. Als Ökomodellregion setzt die Stadt und der Landkreis Augsburg verstärkt auf regionale Bio-Lebensmittel in der eigenen Verpflegung. 

Die Biostadt Augsburg ist auch in der Stadtgesellschaft angekommen: Im Juli 2012 wurde die „Arbeitsgemeinschaft Biostadt Augsburg“ als ein Forum der Lokalen Agenda 21 gegründet. Sie ist Teil des Augsburger Nachhaltigkeitsprozesses der „Lokalen Agenda 21 – Augsburger Netzwerk für Nachhaltigkeit“.

 

Der Artikel erschien erstmalig am 25.09.2017

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Mehr Bio-Lebensmittel in Kitas - Die Hälfte des Essens, das heuer in den Augsburger Kitas angeboten wird, ist Bio und kommt aus der Region. Drei Jahre früher als geplant setzt die zuständige Trägerin, Kita Stadt Augsburg, damit ihr Ziel von einem 50 Prozent Anteil um.

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Veranstaltungen zur Männerwoche 2025

Veranstaltungen zur Männerwoche 2025 Augsburg
Was bedeutet es heute, ein Mann zu sein? - Um diese Frage dreht sich das Veranstaltungsprogramm in Augsburg anlässlich des internationalen Männertags am 19. November.
Karikatur von fünf verschieden farbigen Männchen. Kreisförmiger Kopf und Oberkörper sind abgebildet, über den Köpfen sind fünf Sprechblasen. Der Hintergrund ist hellgrün.

Männerwoche vom 10.-26. November:

Die rund 20 Veranstaltungen bieten Workshops, Filmabende und kulturelle Führungen zu den Themen Männlichkeit, Teilhabe und Rollenbilder. Die Männerwoche greift aktuelle gesellschaftliche Fragen auf, etwa Männergesundheit, Gewaltprävention und soziale Verantwortung. Ziel ist es, Rollenbilder zu hinterfragen und neue Perspektiven auf Männlichkeit zu gewinnen. Organisiert wird die Veransstaltungsreihe von der Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg, die die Chancengerechtigkeit aller Geschlechter fördert, in Kooperation mit SKM Augsburg, AWO Schwubis Augsburg, Papagen e.V., Brücke e.V. Männerseelsorge Bistum Augsburg, Universität Augsburg, LAG Jungen- und Männerarbeit Bayern, Augsburger Aidshilfe e.V., MSM-Projekt des AWO-Zentrum für Aidsarbeit Schwaben (ZAS).
Einige Highlights des Programms:

  •  Montag, 17. November: Filmabend „Nordstrand“: Ein intensives Drama
    über familiäre Gewalt und Brüderlichkeit.
  • Dienstag, 18. November: Stadionführung für Väter mit Kindern: Ein
    gemeinsames Erlebnis in der WWK-Arena.
  • Mittwoch, 19. November: Markt der Möglichkeiten (ab 17:30 Uhr):
    Fachstellen und Initiativen präsentieren ihre Arbeit zu Gewaltschutz,
    Gesundheit und Teilhabe. Ein wissenschaftlicher Impuls der Universität
    Augsburg ergänzt das Programm.
  • Mittwoch, 19. November: Vortrag von Björn Süfke (ab 19 Uhr): Der
    renommierte Psychologe und Autor spricht über die Auswirkungen
    toxischer Männlichkeitsbilder und zeigt Wege zu mehr Freiheit, Sicherheit
    und Lebensqualität.

Die Kunststammlungen und Museen Augsburgs bieten zudem kulturelle Highlights zu historischen und globalen Männlichkeitsbildern:

  • „Herrenmode – als der Mann noch Bein zeigte“ (18. November)
  • „Wann ist ein Mann ein Mann?“ (19. November)
  • „Männerwelten. Die Zünfte im Mittelalter“ (20. November)
  • „Update Antike“ (18. November)

„Die Veranstaltungen zum internationalen Männertag schaffen Räume für Dialog und zur Reflexion."

 Eva Weber, Oberbürgermeisterin Stadt Augsburg

INFO:

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45 Jahre Weltladen Augsburg und Werkstatt Solidarische Welt e.V.

45 Jahre Weltladen & Werkstatt Solidarische Welt e.V.
Der Weltladen Augsburg und die Werkstatt Solidarische Welt feiern 2025 Geburtstag – ein Anlass zum Feiern und Nachdenken. Seit Beginn setzen sie sich für mehr Gerechtigkeit im Welthandel ein.

Die Wurzeln des Fairen Handels reichen in die 1970er Jahre, als junge Menschen gegen die ausbeuterischen Strukturen des Welthandels aufbegehrten. Weltläden entstanden als sichtbare Alternative: Orte, an denen Produkte aus dem Globalen Süden verkauft und Produzent*innen fair bezahlt wurden.
Der Weltladen Augsburg eröffnete 1980. Der erste Kaffee schmeckte eher nach Überzeugung als nach Genuss, und viele hielten das Experiment auf ehrenamtlicher Basis für naiv. 45 Jahre später betreibt der Augsburger Weltladen fünf Filialen, hat einen eigenen Großhandel und röstet Kaffees in Bio-Qualität selbst.
Der Verein Werkstatt Solidarische Welt hat zahlreiche Bildungs- und Informationsprojekte rund um den Fairen Handel, universelle Menschenrechte und nachhaltigen Konsum ins Leben gerufen – in Schulen, in der Stadtgesellschaft und in der Politik – und damit immer wieder konkrete Veränderungen angestoßen.

Fairer Handel im Wandel

Der Faire Handel steht nach wie vor im Schatten des Welthandels. Weniger als jede zehnte Tasse Kaffee weltweit ist Fairtrade-zertifiziert. Auch der Marktanteil von Fairtrade-Schokolade liegt global bei nur 5 bis 10 Prozent. Fast Fashion dominiert den Textilmarkt – und beim Thema Elektronik wäre die Bilanz noch ernüchternder.
Doch Studien geben Hoffnung, sie belegen, dass Fairer Handel und ein nachhaltiger Lebensstil einem Großteil der Menschen wichtig ist, insbesondere den jüngeren Generationen. Deshalb wird ein weiterer Anstieg der Marktanteile zumindest erwartet. Das Bewusstsein wächst – wenn auch langsam und gemächlich.

Weitere Herausforderungen

Der Klimawandel gehört zu den größten weltweiten Herausforderungen und führt bereits jetzt regelmäßig zu Ernteausfällen und prekären Arbeitsbedingungen in vielen Regionen. Junge Menschen sehen dort oft keine Zukunft und ziehen in andere Gebiete, was die Landwirtschaft im Globalen Süden bedroht. 
Auch Digitalisierung, Inflation und veränderte Konsumgewohnheiten machen es kleinen stationären Geschäften wie Weltläden zunehmend schwer. Zudem muss man sich heute ehrenamtliches Engagement – egal wo und wofür – leisten können. 
Viele junge Unternehmen gehen heute ohnehin einen Schritt weiter: Sie bauen selbst direkte und faire Handelsbeziehungen auf oder verlagern die gesamte Produktion samt Arbeitsplätzen und Know-how in die Ursprungsländer. Diese Vielfalt an Ansätzen und Labels sorgt einerseits für mehr Reichweite und Wirkung, andererseits für Verwirrung und neue Glaubwürdigkeitsdebatten.

Blick in die Zukunft

Der Weltladen Augsburg und die Werkstatt Solidarische Welt blicken trotz aller Herausforderungen positiv in die Zukunft. Vieles wurde bereits erreicht, und vieles bewegt sich weiter. Gerade weil es heute so viele Formen von „nachhaltig“ oder „fair“ gibt, braucht es Orte, die klar, konsequent und kritisch bleiben.
Ihre Aufgabe haben Weltläden also noch lange nicht verloren. Heute ist sie vielleicht weniger die reine Produktvermarktung als vielmehr die Bewahrung einer Idee. Denn Weltläden waren nie nur Verkaufsstellen, sondern immer auch Orte der Begegnung, Diskussion und Veränderung. Nicht zuletzt sind sie Teil einer Bewegung, die mit Bildungsarbeit Bewusstsein schafft, sowie politische Veränderungen fordert und begleitet. Damit diese Rolle auch künftig erfüllt werden kann, gilt es, neue Zielgruppen, wie junge Menschen und migrantische Communities einzubinden. 
Das Jubiläum ist deshalb nicht nur ein Rückblick, sondern vor allem ein Aufbruch: Der Weg in eine gerechtere Zukunft geht weiter – und Weltladen Augsburg sowie Werkstatt Solidarische Welt e.V. bleiben wichtige Teile davon. Sie laden interessierte Menschen vor Ort zur Teilhabe und Mitgestaltung ein.

 

Autorin: Julia Kabatas, Werkstatt Solidarische Welt e.V.
Dieser Artikel erschien als erstes in der Stadt mit A, der Augsburger Agendazeitung Nr. 62
 

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Weltladen Augsburg - fair einkaufen - Einkaufen und dabei die Welt verbessern? Das ist im Augsburger Weltladen ganz einfach, weil hier alles fair gehandelt ist. Vom Kaffee über Mode bis zu Süßigkeiten und Haushaltsartikeln.
Werkstatt Solidarische Welt e.V. - Die Werkstatt Solidarische Welt bietet einen Platz für globales Lernen in Augsburg, mit dem Schwerpunkt entwicklungspolitische Bildung, sowie Aktionen, Workshops und Ausstellungen.
 

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ReFashion MINT: Textilrecycling im Schulalltag erleben

ReFashion MINT: Textilrecycling im Schulalltag erleben
Das innovative Bildungsprojekt zeigt, wie Technik, Mathematik und Informatik zur Lösung realer Umweltprobleme beitragen können – und macht das Thema Textilrecycling greifbar.
Logo des Bildungsprogramms ReFashion Mint.

Fast Fashion ist längst zu einem globalen Umweltproblem geworden. Jedes Jahr landen Millionen Tonnen Kleidung auf dem Müll – getragen, aber oft kaum genutzt. Es fehlen Technologien und Recyclinganlagen, um Alttextilien wiederzuverwerten. Genau hier setzt das Projekt ReFashion MINT an – mit einem kreativen und praxisnahen Bildungsansatz.

Workshop für Schulen

Der modulare Workshop umfasst 11 bis 14 Unterrichtseinheiten und lässt sich flexibel als Projektwoche, Wahlpflichtfach oder AG in den Schulalltag integriert– entweder direkt an der Schule oder vor Ort im Textil Recycling Atelier Augsburg. MINT wird dabei erlebbar und relevant: Anhand von Kleidung, einem vertrauten Alltagsgegenstand, wird Textilrecycling für die Schüler*innen verständlich und erfahrbar. Die Jugendlichen lernen die ökologischen Folgen der Fast-Fashion-Industrie kennen und erleben Recyclingprozesse hautnah.
Besonders innovativ ist, dass die Teilnehmenden KI-gestützte Sortierlösungen entwickeln, die Kreislaufwirtschaft erkunden und eigene kreative Ideen zur Abfallvermeidung gestalten. Das Projekt läuft von September 2025 bis August 2027. Interessierte Schulen können sich per E-Mail beim Umweltcluster Bayern anmelden: info@umweltcluster.net. 

Kick-Off-Event

Das nächste Kick-Off-Event findet am 13. Oktober 2025 von 16:00 bis 18:15 Uhr statt. Die Anmeldung erfolgt über gstoo.de/ReFashionMINT. Weitere Informationen sind auf der Projektwebsite unter umweltcluster.net/de/projekte/refashion-mint.html zu finden.

MINT Kompetenzen stärken

ReFashion MINT wurde vom Umweltcluster Bayern in Kooperation mit dem Institut für Textiltegefördert. Es richtet sich an Schüler*innen der 5. bis 13. Jahrgangsstufe allgemeinbildender Schulen in Bayern und zeigt eindrucksvoll, wie MINT-Kompetenzen – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – zur Lösung konkreter Herausforderungen unserer Zeit beitragen können.
Das Projekt ist eng mit dem bayerischen Lehrplan verknüpft und greift zentrale Themen wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Digitalisierung und IT, Natur und Technik, Projektarbeit chnik Augsburg (ITA) entwickelt und wird vom Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie ethische Fragestellungen im Kontext von Konsum und Ressourcenverbrauch auf.

Info

  • Zielgruppe: Schüler:innen allgemeinbildender Schulen in und um Augsburg
  • Dauer: 11 UE (5. – 8. Klasse) / 14 UE (9. – 13. Klasse)
  • Ort: Recycling Atelier Augsburg (Sigma Techno Park) oder direkt an Ihrer Schule
  • Format: Projektwoche, Wahlpflichtfach oder begleitend
  • Laufzeit: Okt 2025 – Aug 2027
  • Passgenaue Einbindung in den Lehrplan (MINT/NT, BNE, Informatik/Digitalisierung, Ethik)
  • kostenfrei

Hier gibt es den Flyer zum Herunterladen:

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Bezirk lobt Umweltpreis aus

Bezirk Schwaben lobt Umweltpreis 2026 aus
Noch bis zum 31. Oktober könnt ihr euch für den Umweltpreis 2026 des Bezirks Schwaben bewerben. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf Gewässerschutz.
Die Erde schützen, Bild von Dorothe auf Pixabay

Ob als Gruppe oder als Einzel-Person, eine Bewerbung zum Preis steht allen offen!  Schulklassen, ehrenamtliche Initiativen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger aus ganz Schwaben können sich für den Umweltpreis 2026 des Bezirks bewerben. Da Trockenperioden, Extremwetterereignisse und zunehmende Flächenversiegelung den schwäbischen Flüssen und Seen immer mehr zusetzen, rückt der Bezirk Schwaben erstmalig den Erhalt schwäbischer Gewässer und ihrer Tierwelt in den Mittelpunkt. Dafür hat er eigens eine neue Kategorie geschaffen.

 

"Intakte Gewässer sind ein Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel. Sie speichern Wasser, regulieren das Mikroklima, sind Lebensraum für bedrohte Arten und ein unverzichtbarer Teil schwäbischer Landschaften.“

Bezirkstagspräsident Martin Sailer

Mit der neuen Kategorie rund um die schwäbischen Flüsse, Seen, Bäche und deren Artenvielfalt würdigt der Bezirk Schwaben gezielt jene Initiativen, die sich für saubere, naturnahe Gewässer und den Schutz heimischer Fisch- und Amphibienarten einsetzen.

Bedingung ist, dass ihr euch mit konkreten Projekten und Angeboten für den Erhalt der Natur sowie der Förderung der Nachhaltigkeit, Artenvielfalt oder des Klimaschutzes in Schwaben einsetzt.

Es werden Preise in drei Kategorien vergeben:

  • Ehrenamtliches Engagement von Einzelnen oder Gruppen beim Klima- bzw. Naturschutz
  • Ehrenamtliches Engagement von Einzelnen oder Gruppen zum Schutz der schwäbischen Gewässer und deren Bewohner
  • Auseinandersetzung und Engagement von Schulen, Schulklassen und ähnlichen Gruppen beim Natur- und Klimaschutz

Weitere Informationen und das Bewerbungsformular findet ihr unter www.bezirk-schwaben.de/umwelt/umweltpreis 

Dotierung von insgesamt 6.000 Euro

Das Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro können die Preisträger*innen in den drei verschiedenen Kategorien bekommen. Es ist zweckgebunden und muss für weitere Projekte verwendet werden, die der Umwelt, Natur, Nachhaltigkeit, Biodiversität oder dem Klimaschutz in Schwaben zugutekommen. Wer den Preis bekommt, ermittelt eine Fachjury. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2025.

Die Preisverleihung findet im Frühjahr 2026 statt. 

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