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MutMacherMenschen – Inklusion und Nachhaltigkeit

Holzwerkstatt, Nähatelier, nachhaltige Produkte: Die Augsburger Genossenschaft MutMacherMenschen bietet Menschen in Krisen einen geschützten Weg zurück ins Arbeitsleben und zur Teilhabe.

MutMacherMenschen gemeinnützige e.G.
Blücherstr. 145
86165 Augsburg
Deutschland

Ein Wildbienenhaus wird in Handarbeit hergestellt.

Wildbienenhäuser, Nistkästen, Futterhäuser, Täschchen und Säckchen, Haustierbetten und vieles mehr: All das stellen die Mitarbeitenden bei den MutMacherMenschen mit Hingabe und Sorgfalt her. Die gemeinnützige Produktivgenossenschaft bietet Menschen eine Perspektive, die gerade in einer Krise stecken oder durch eine psychische Beeinträchtigung oder dauerhafte Erwerbsminderung eingeschränkt leistungsfähig sind.

Hier können sie sich im eigenen Tempo und mit zeitlich begrenzten Tätigkeiten in einer Holzwerkstatt und in einem Upcycling-Nähatelier langsam wieder an das Arbeitsleben und gesellschaftliche Teilhabe gewöhnen, während sie gleichzeitig hochwertige nachhaltige Produkte schaffen.

Raum für Teilhabe

Die Genossenschaft wurde 2014 von Edith Almer und vielen engagierten Unterstützenden ins Leben gerufen. Sie begleiten Menschen individuell, um ihnen neue Perspektiven zu bieten und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Für Menschen, die durch psychische Krisen oder aus anderen Gründen noch nicht voll arbeitsfähig sind, können die MutMacherMenschen ein guter Zwischenschritt auf dem Weg zurück in den allgemeinen Arbeitsmarkt darstellen. Die Genossenschaft bietet einen geschützten Raum, der Inklusion und gegenseitige Unterstützung fördert.

„Ich komme immer wieder gerne zur Arbeit, was an der sinnvollen Tätigkeit ohne Versagensangst und Zeitdruck liegt. Außerdem liebe ich die Atmosphäre hier, die von gegenseitiger Annahme und Wertschätzung geprägt ist.“

Mitarbeiterin bei MutMacherMenschen

Doppelt gut: Inklusion und Naturschutz

In den Werkstätten der MutMacherMenschen entstehen Naturschutzprodukte, bei deren Herstellung Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle spielt: Wildbienenhäuser und Nistkästen bieten Lebensräume. Täschchen und Stoffbeutel ermöglichen den verpackungsfreien Einkauf und werden aus hochwertigen Möbelstoffresten hergestellt.

Diese und weitere Produkte der MutMacherMenschen sind in deren Online-Shop und bei Partnern wie Die rollende Gemüsekiste erhältlich. Für die Zukunft ist eine Erweiterung der Tätigkeiten und der Kooperationen geplant. 

Jede Unterstützung ist willkommen

Jeder kann bei den MutMacherMenschen mitmachen. Hier kommen Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, um gemeinsam etwas zu schaffen und füreinander da zu sein. Die Genossenschaft verbindet ökologische Verantwortung mit sozialer Wirkung. Durch Einkauf, Mitgliedschaft, Mitarbeit oder tatkräftige Hilfe kann jeder die Arbeit der MutMacherMenschen unterstützen und mitgestalten.

 

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Öffnungszeiten
Wochentag Uhrzeit
Mo

ReFashion MINT: Textilrecycling im Schulalltag erleben

ReFashion MINT: Textilrecycling im Schulalltag erleben
Das innovative Bildungsprojekt zeigt, wie Technik, Mathematik und Informatik zur Lösung realer Umweltprobleme beitragen können – und macht das Thema Textilrecycling greifbar.
Logo des Bildungsprogramms ReFashion Mint.

Fast Fashion ist längst zu einem globalen Umweltproblem geworden. Jedes Jahr landen Millionen Tonnen Kleidung auf dem Müll – getragen, aber oft kaum genutzt. Es fehlen Technologien und Recyclinganlagen, um Alttextilien wiederzuverwerten. Genau hier setzt das Projekt ReFashion MINT an – mit einem kreativen und praxisnahen Bildungsansatz.

Workshop für Schulen

Der modulare Workshop umfasst 11 bis 14 Unterrichtseinheiten und lässt sich flexibel als Projektwoche, Wahlpflichtfach oder AG in den Schulalltag integriert– entweder direkt an der Schule oder vor Ort im Textil Recycling Atelier Augsburg. MINT wird dabei erlebbar und relevant: Anhand von Kleidung, einem vertrauten Alltagsgegenstand, wird Textilrecycling für die Schüler*innen verständlich und erfahrbar. Die Jugendlichen lernen die ökologischen Folgen der Fast-Fashion-Industrie kennen und erleben Recyclingprozesse hautnah.
Besonders innovativ ist, dass die Teilnehmenden KI-gestützte Sortierlösungen entwickeln, die Kreislaufwirtschaft erkunden und eigene kreative Ideen zur Abfallvermeidung gestalten. Das Projekt läuft von September 2025 bis August 2027. Interessierte Schulen können sich per E-Mail beim Umweltcluster Bayern anmelden: info@umweltcluster.net. 

Kick-Off-Event

Das nächste Kick-Off-Event findet am 13. Oktober 2025 von 16:00 bis 18:15 Uhr statt. Die Anmeldung erfolgt über gstoo.de/ReFashionMINT. Weitere Informationen sind auf der Projektwebsite unter umweltcluster.net/de/projekte/refashion-mint.html zu finden.

MINT Kompetenzen stärken

ReFashion MINT wurde vom Umweltcluster Bayern in Kooperation mit dem Institut für Textiltegefördert. Es richtet sich an Schüler*innen der 5. bis 13. Jahrgangsstufe allgemeinbildender Schulen in Bayern und zeigt eindrucksvoll, wie MINT-Kompetenzen – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – zur Lösung konkreter Herausforderungen unserer Zeit beitragen können.
Das Projekt ist eng mit dem bayerischen Lehrplan verknüpft und greift zentrale Themen wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Digitalisierung und IT, Natur und Technik, Projektarbeit chnik Augsburg (ITA) entwickelt und wird vom Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie ethische Fragestellungen im Kontext von Konsum und Ressourcenverbrauch auf.

Info

  • Zielgruppe: Schüler:innen allgemeinbildender Schulen in und um Augsburg
  • Dauer: 11 UE (5. – 8. Klasse) / 14 UE (9. – 13. Klasse)
  • Ort: Recycling Atelier Augsburg (Sigma Techno Park) oder direkt an Ihrer Schule
  • Format: Projektwoche, Wahlpflichtfach oder begleitend
  • Laufzeit: Okt 2025 – Aug 2027
  • Passgenaue Einbindung in den Lehrplan (MINT/NT, BNE, Informatik/Digitalisierung, Ethik)
  • kostenfrei

Hier gibt es den Flyer zum Herunterladen:

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Reparieren und Selbermachen in Augsburg

Reparieren und Selbermachen in Augsburg
Warum etwas wegwerfen, wenn es noch repariert werden kann? In Augsburg gibt es viele Orte und zahlreiche Initiativen, die sich dem Motto „Reparieren statt Wegwerfen“ verschrieben haben.
Repair_Cafe

Ob in monatlichen Repair-Cafés oder offenen Werkstätten – durch das Reparieren von defekten Geräten und Gegenständen könnt ihr bares Geld sparen, Abfall vermeiden und Rohstoffe schonen. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie und wo ihr in Augsburg etwas reparieren lassen oder selbst Hand anlegen könnt.

 

Offene Werkstätten


In Augsburg laden drei offene Werkstätten dazu ein, kreative Ideen zu verwirklichen, handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen und gemeinschaftlich zu arbeiten. Diese Räume bieten Zugang zu Werkzeugen, Materialien und fachlicher Unterstützung für Hobbybastler*innen, Profis und Neugierige. Ob Holz-, Metall- oder Textilarbeiten, Reparaturen oder Upcycling – die Werkstätten fördern Nachhaltigkeit und soziales Miteinander. Der Werkraum, das Habitat 
und die Quartierswerkstatt am Drei-Auen-Platz bieten vielfältige Möglichkeiten, sich handwerklich auszuprobieren und neue Techniken zu erlernen.

 

Repair-Cafés


Auch in einem Repair-Café repariert man nicht allein. Hier helfen Ehrenamtliche dabei, defekte Alltagsgegenstände zu reparieren. Besucher*innen bringen kaputte Kleidung, Elektrogeräte, Fahrräder oder Spielzeug mit und reparieren dies gemeinsam mit erfahrenen Helfer*innen. Werkzeug und Material stehen vor Ort bereit. 

 

Alle Orte und Termine in Augsburg und den Landkreisen findest du auf unserer Liste der Repair-Cafés

 

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Nachhaltiger Schenken

Nachhaltiger und umweltfreundlicher Schenken
Nachhaltige Geschenke statt Müllberge: Wie man mit bewusstem Konsum und kreativen Ideen die Umwelt zu Weihnachten schont erzählt Sylvia Schaab in ihrer Weihnachtskolumne.
Selbst genähte Handwärmer helfen gegen eisige Kälte. Sie werden mit Reis- oder Dinkelkörnern gefüllt und vor dem Hinausgehen erwärmt. Foto: Karin Wehle

Jedes Jahr das Gleiche: Schicht für Schicht pulen wir an Weihnachten die Geschenke aus ihren Hüllen. Aus dem mit schützender Folie ausgekleidetem Päckchen von Tante Margaret purzeln zahlreiche in Geschenkpapier eingehüllte Päckchen, die plastikverschweißte Gegenstände enthalten und meist ungesehen auf den Haufen gutgemeinter Geschenke landen. Am Ende ist der Berg an Verpackungen größer als die Geschenke selbst: Etwa 20 Prozent mehr an Müll fällt über die Weihnachtstage an.

 

Weniger schenken ist mehr

 

Auch bei uns war das jahrelang so, bis wir beschlossen: Weniger ist mehr! Seit dem schauen wir genau hin, was wir kaufen. Keine schnellen Verlegenheitsgeschenke mehr, stattdessen gibt es Langlebiges: Holzklötze für die Kinder, die Eisenpfanne für die volljährige Nichte oder den gut erhaltenen Roman für Tante Margaret.

Manches neu, vieles auch Second Hand gekauft oder ein kreatives Upcycling-Geschenke, um Ressourcen zu schonen. Gerne verschenken wir auch selbst gemachte Marmeladen, Pestos oder Sirup aus dem, was der Garten hergibt. Auch Erlebnis- und Zeitgeschenke, wie Essenseinladungen, Konzertkarten oder Babysitten machen Freunde und schonen die Umwelt.

 

Vor Ort einkaufen

 

Zum Einkaufen gehen wir am liebsten zum Fachhändlern vor Ort. Das spart Versandverpackung, Transportwege und unterstützt die heimischen Geschäfte. Verpackt werden die Geschenke in Stoffbeuteln oder in Tüchern, die nach der japanischem Technik Furoshiki geknotet werden. Übrig bleibt dann ein bunter Haufen Stoff, der bis zum nächsten Geschenkfest in der Schublade schlummert.

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Die Augsburg-Kiste: Geschenke aus der Region

Die Augsburg-Kiste: Geschenke aus der Region
Die handgemachte Holzkiste der Blumenmanufaktur ist der ideale Präsentkorb – prallgefüllt mit regionalen Spezialitäten und netten Blumengrüßen.
Gute Idee der Woche: Die Augsburg-Kiste

Regionale Köstlichkeiten in einer Box 

Die "Augsburg-Kiste" ist eine Idee der Blumenmanufaktur Augsburg. Sie enthält neben Blumen eine Sammlung regionaler Feinkostprodukte in einer handgemachten Holzkiste. Jede Kiste wird individuell mit Chutneys, Craft-Bieren, Oliven und Bioprodukten von kleinen, lokalen Manufakturen nach Kundenwünschen zusammengestellt. 

 

Augsburg-Kiste unterstützt lokale Akteure

Das Projekt ist eine Herzensanglegenheit der Blumenmanufaktur-Inhaberinnen Eva Wörner und Kathrin Uhl-Duttler mit dem sie lokale Produzent*innen unterstützen und damit Nachhaltigkeit und Regionalität förderm. Bei der Auswahl der Produkte arbeiten sie eng mit den Hersteller*innen zusammen, um sicherzustellen, dass jede Kiste ein Stück Augsburger Genusskultur darstellt. Sie setzten stets auf Qualität und Handarbeit und das sieht und schmeckt man.

„Ein Geschenk, das sozial, nachhaltig, regional, wunderschön ist und gleichzeitig alle Sinne anspricht."

 

Eva Wörner, Geschäftsführerin der Blumenmanufaktur Augsburg

Blumen in Upcycling-Dosen

Die Blumengestecke, die jeden Präsentkorb schmücken, sprießen kunstvoll in upgecycelten, farbig bemalten Katzenfutterdosen. Und selbst die Kiste ist etwas Besondres: Menschen mit Behinderung fertigen sie in Handarbeit in den Schäfflerbach-Werkstätten in Augsburg aus 100% recyceltem Holz an.

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Upcycgling von UPSala

Upcycgling von UPSala
Wer gern nachhaltig schenkt, liegt mit den upgecycelten Präsenten von UPSala genau richtig. Die von Ulrike Pick aus Kleidungs- und Stoffresten gefertigten Produkte könnt ihr am 2. Advent-Wochenende auf der Weihnachtsinsel kaufen.
Logo Gute Idee der Woche

TaTü-Taschen und vieles mehr 

 

Im Angebot findet ihr neben den TaTü-Taschen für Papiertaschentücher auch Brotkörbe/Utensilos, Brotbeutel, mit Thermovlies gefüllte Topflappen, Deko für das Weihnachtsfest, Bienenwachstücher und vieles mehr. Das Vlies ist ist übrigens ebenfalls recycelt und stammt aus alten Skihosen. Die Stoffreste bekommt Ulrike Pick von Freunden und Bekannten, aus dem Sozialkaufhaus und von stoffverarbeitenden Betrieben. 

Ein besonderes Projekt sind die Topflappen mit afrikanischen Mustern. Etliche Afrikanische Stoffe kamen als Reststoffe von Freunden, weitere werden aus Tansania mitgebracht. Ein Teil des Erlöses geht an den Tazame e.V. 

 

Weihnachtsinsel auf dem Christlkindlesmark

 

Vom 08.12.2023 bis 10.12.2023 jeweils 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr findet ihr den UPSala Verkaufsstand auf der Weihnachtsinsel. Wer mehr über das Projekt erfahren möchte kann sich über Instagram oder Facebook informieren. 

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Rechner für Menschen aus der Ukraine

Rechner für geflüchtete Menschen aus der Ukraine
Mit dem Upcycling von ausrangierten Computern zeigt Makarius Wenzel vom Bürger*innennetz Augsburg.One wie man ältere Geräte aufbereiten kann und dafür dankbare Abnehmer*innen findet.
Die Experten von augsburg.one bei der Einrichtung von Rechner für geflüchtete Kinder.

Upcycling von alten Rechnern

Text von Dr. Makarius Wenzel, Fachforum Augsburg.One 

 

Bei Augsburg.One beschäftigen wir uns mit vielfältigen Aspekten der postmodernen Gesellschaft und ihrer digitalen Altlasten. Von Dezember 2021 bis März 2023 haben wir mehrfach alte Rechner eingesammelt, neu hergerichtet und an Menschen aus der Ukraine weitergegeben – in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Augsburg und dem SKM Augsburg

Dabei wurden gleich mehrere Probleme auf einmal bearbeitet: 
1. Halden alter Hardware in Schulen und Unternehmen wurden abgebaut, ohne Zusatzkosten für die Entsorgung.


2. Wir lernten etwas über zweckmäßige Erneuerung von Hard- und Software.

3. Menschen aus der Ukraine konnten besser den virtuellen Kontakt zu ihrer alten Heimat halten (z.B. für Schule, Ausbildung, Hobby). 

Rechner auf Halde: Wie vermeidet man geplante Obsoleszenz?

Werbestrategen lassen sich immer neue Sprüche einfallen, um den Verbraucher*innen zu suggerieren, alles müsse stets nach der neuesten Mode gehen oder „modern“ sein. Ingenieure helfen dem noch etwas nach und konstruieren Produkte so, dass nach ein paar Jahren nichts mehr geht.

Gerade bei digitalen Endgeräten mit der komplexen Kombination aus Hardware und Software wird dies oft als unvermeidbare Realität akzeptiert: Neue Versionen des Betriebssystems lassen die alte Hardware schlecht aussehen, irgendwann gibt es dann keine Updates mehr und man muss aus Gründen der Software-Sicherheit das Gerät entsorgen. Aber muss das wirklich so sein?

Dieses Phänomen ist unter der Bezeichnung „geplante Obsoleszenz“ in den Wirtschaftswissenschaften durchaus bekannt. Dahinter stehen gewisse Zwänge des globalen Geld- und Wirtschaftssystems, wie sie etwa in den Büchern und Vorträgen von Prof. Christian Kreiß erläutert werden, der 2019 das Buch „Das Mephisto-Prinzip unserer Wirtschaft“ herausgegeben hat. 
So benötigt dieser Planet dringend ein neues Betriebssystem, aber an so ein ambitioniertes Projekt tasten wir uns besser in bescheidenem Umfang heran und sammeln praktische Erfahrung vor Ort in Augsburg. Konkret geht es uns um die Wiederaufarbeitung alter Computer-Hardware, also klassische Laptops und Desktops und keine Tablets oder Smartphones.

Upcycling ist möglich 

Legen wir einmal die Konditionierung als marktgerechte Konsument*innen beiseite und fragen uns unvoreingenommen: Warum kann ich einen Computer nach fünf, zehn oder gar 15 Jahren nicht mehr verwenden? Man denke etwa an die klassischen Aluminium-iMacs von 2007 oder einstmals teure Business-Laptops wie Dell Latitude oder Lenovo Thinkpad von 2014. 

Die Antwort hängt auch von dem Zielpublikum ab: Hier sind dies Menschen aus der Ukraine, welche im teuren Deutschland mit wenigen Mitteln auskommen müssen. Auch vor dem Krieg waren sie es gewohnt, mit weniger „Konsumgütern“ selber zurecht zu kommen und gemeinsam etwas zu improvisieren.

Das sind gute Startbedingungen für ein Upcyclingprojekt mit minimalem Budget. Dazu haben wir nicht mehr benutze Rechner kostenfrei eingesammelt und weniger als 40 Euro pro Stück für die Wiederaufarbeitung investiert: SSD-Massenspeicher, manchmal RAM-Module, selten ein neues Netzteil. Zum Vergleich: Ein neuer Linux-Laptop mit guter Ausstattung kostet 400 Euro; ein aktuelles Topmodell von Apple in der Reihe MacBook Pro kostet 4.000. 

Schrauben macht Spaß

Die genannten Materialkosten trugen Spender, insbesondere die Bürgerstiftung Augsburg. Unsere Arbeitskosten wurden nirgends verbucht: Wir sehen das als eine Mischung aus persönlicher Weiterbildung und beschaulicher Entspannung beim Hardware- und Software-Basteln. Gerade bei den Designergeräten von Apple kann man etliche Stunden mit dem Studium von Bastelanleitungen im Internet zubringen: Hier gibt es fast schon eine Subkultur von Kennern alter Kultgeräte.

Als Betriebssystem haben wir für alle Rechnertypen Ubuntu Linux 22.04 verwendet: Dafür entstehen keine Lizenzkosten und wichtige Standardprogramme aus dem Open-Source-Bereich sind bereits enthalten (Firefox, Chromium, Libre Office, GIMP-Bildbearbeitung und viele mehr.). Gerade für Apple-Rechner war Linux entscheidend, denn das reguläre macOS verweigert schon nach wenigen Jahren den Betrieb auf alter Hardware. Bei alten Windows- Systemen wäre statt Linux oft auch Windows 10 möglich gewesen, aber wir sahen keinen Grund für dessen Mehrkosten und die Mehrarbeit bei Installation der gängigen Open-Source-Anwendungen.

Info und Kontakt

Wer bei ähnlichen oder auch ganz anderen Explorationen jenseits der globalen IT-Maschine mitmachen möchte, kann über https://augsburg.one und per E-Mail an info@augsburg.one Kontakt aufnehmen. „Social Media“ brauchen wir nicht: Stattdessen treffen wir uns real in einem schönen Café oder Biergarten
– meistens am 2. Dienstag des Monats um 19 Uhr. 

 

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Augsburg.one: Digitale Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung 

Nachhaltig Online: Der Verbraucherservice Bayern (VSB) bietet mit einem Online-Quiz einen guten Einstieg in das Thema.

OpenLab Augsburg: Raum für die Umsetzung von Ideen und das Weitergeben von Wissen und Austausch zwischen den verschiedenen Technik- und Bastler-Gruppen.

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Precious Plastic an der Hochschule Augsburg

Precious Plastic an der Hochschule Augsburg
Im Transferprojekt Precious Plastic steht Kunststoff im Kontext Nachhaltigkeit. Studierende zeigen fächerübergreifend Innovationspotenziale für Lehre, Forschung und Transfer auf.
Precious Plastic HSA

„Bis 2015 haben wir mehr als 6,9 Milliarden Tonnen Plastikmüll erzeugt. Etwa 9 % davon wurden recycelt, 12 % wurden verbrannt und 79 % landeten in Deponien oder in der Umwelt.“
(Quelle: National Geographic – 10 Erschreckende Fakten über Plastik)

 

Diese Zahlen sind nur ein Teil eines großen Problems, das auf uns zurollt: Das „Plastikproblem“. Um diesem entgegenzuwirken hat der Niederländer Dave Hakkens 2013 das Projekt „Precious Plastic“ ins Leben gerufen. Mit Hilfe von selbst gebauten Maschinen und Werkzeugen, deren Anleitungen für jeden online Open-Source zugänglich sind, entstehen aus recyceltem Plastikabfall neue Produkte. Inzwischen hat sich Precious Plastic zu einer Kombination aus einer weltweiten Community, Recyclingmaschinen und angehäuftem Wissen entwickelt, um ein alternatives, globales Recyclingsystem zu schaffen und den allgemeinen Plastikverbrauch zu minimieren.

 

Projekt Precious Plastic HSA

Basierend auf der Idee und dem Wissen dieser Community haben drei Studierende der Hochschule Augsburg – Anne-Mira Thanner, Janine Seemüller und Chiara Warmuth – im November 2020 das Projekt Precious Plastic HSA gegründet und ein auf Hochschulen zugeschnittenes Konzept entwickelt. Als Rahmenprojekt soll es den Grundpfeiler für viele neue, interdisziplinäre Ideen, Innovationen und Lösungen für Probleme rund um das Thema Kunststoffe bieten und einen nachhaltigen und bewussten Umgang mit Kunststoffen fördern. Durch die Praxisnähe, Eigeninitiative und Teamfähigkeit sind die engagierten Projektteilnehmer:innen auf dem besten Weg, gefragte Persönlichkeiten zu werden, womit sie das Bildungsversprechen der Hochschule Augsburg erfüllen.

 

Die Motivation hinter dem Projekt ist, Kunststoffe nicht vollkommen zu verteufeln, sondern sie als wertvolle Ressource zu behandeln. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Plastikprodukten haben alltägliche Dinge in unserem Leben vereinfacht, womit sie einerseits an vielen Stellen nicht mehr wegzudenken sind. Andererseits gehören Kunststoffe zu den größten Umweltverschmutzern und -zerstörern und besitzen global gesehen miserable Recyclingquoten. Dafür braucht es engagierte Mitwirkende, Lösungen und Innovation. Precious Plastic HSA klärt über die Gefahren sowie Potenziale von Kunststoff auf und arbeitet daran, Plastik nach Möglichkeit zu vermeiden, es wiederzuverwenden und es zu recyceln. Damit leistet Precious Plastic einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz sowie zu unserer Gesellschaft und arbeitet dabei proaktiv auf eine kunststoffbewusstere Hochschule hin. Um diese Ziele zu erreichen, untergliedert sich das Projekt in die drei Referate Ideenschmiede, Kunststoffbewusste Hochschule und Öffentlichkeit- und Aufklärungsarbeit:

Tätigkeitsfelder Precious Plastic
Referat Ideenschmiede

Die Ideenschmiede ist zum einen in der Werkstatt tätig und kümmert sich um das Betreiben der Maschinen. Zu diesen zählen ein Shredder und eine Injection, mit denen wir bereits Produkte wie Blumentöpfe, Lineale oder Karabiner aus recyceltem Polypropylen herstellen. Zum anderen ist das Kernthema der Ideenschmiede die Forschung und Entwicklung zu vielfältigen Aspekten: naheliegend sind technische und technologische Entwicklungen im Bereich Plastikrecycling, darüber hinaus ist die Forschungsarbeit im Bereich Mikroplastik sowie wirtschaftliches, logistisches, gesellschaftliches und gestalterisches Arbeiten von Interesse. Mit Unterstützung von begleiteten Abschlussarbeiten soll eine Veröffentlichung dieser Ergebnisse explizit zeigen, dass sich die Welt nicht verändern kann, wenn man neues Wissen nicht miteinander teilt.

 

Referat Kunststoffbewusste Hochschule

Die Kunststoffbewusste Hochschule setzt sich für die Einführung einer angemessenen Abfallwirtschaft an der Hochschule ein, bei der Wert daraufgelegt wird, möglichst viele Abfälle stofflich zu verwerten. Ziel ist es, eine Kreislaufwirtschaft an der Hochschule zu etablieren, bei der mindestens 25 % des Kunststoffes verwertet wird. Dafür wurde zum einen ein Abfallkonzept für die Hochschule ausgearbeitet sowie eine erste Sammelstation an der Hochschule aufgestellt, welche die Werkstatt mit entsprechendem Plastik versorgt. Um die Kunststoffthematik fest in der Lehre an der Hochschule zu verankern, wurde vergangenes Sommersemester zum ersten Mal unser Allgemeinwissenschaftliches Wahlpflichtfach durchgeführt. Ebenso fand der erste Workshop mit Studierenden statt, bei dem bisherige Projekte vorgestellt und die Maschinen vorgeführt wurden.

 

Referat Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit

Die Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit beschäftigt sich mit der Sensibilisierung und Aufklärung über die Probleme und Möglichkeiten von Kunststoffen sowie den Umweltschutz. Um bereits bei der nächsten Generation anzusetzen, wollen wir kontinuierliche Aufklärungskampagnen an Schulen und in sozial prekären Vierteln veranstalten. Die erste Aufklärungsveranstaltung fand zu Beginn des Jahres 2022 in der 7. Klasse der Schillerschule in Augsburg statt, bei der Schüler:innen über die Plastikproblematik aufgeklärt wurden und sie nützliche Tipps und Trick rund um die Plastikvermeidung im Badezimmer mit auf den Weg bekommen haben. Mit dem Bewusstsein, dass wir als Studierende sehr privilegiert sind, wollen die Studierenden aus ihrer sozialen Blase ausbrechen und jeder Person, egal aus welchem sozialen Umfeld sie stammt, zeigen, wie sie einen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann. Ihr Wissen geben sie sowohl über unsere Website und über Sozial Media weiter, aber auch auf Events an unseren Informationsständen. Dieses Jahr durfte das Projekt sich mit einem Info- und Aktionsstand auf dem Modular Festival sowie auf der Kanu-WM 2022 präsentieren.

 

Auszeichnungen

Im Jahr 2021 wurde das Projekt mit dem 1. Platz des Hans-Benedikt-Preises der gP Awards – ein Award für gefragte Persönlichkeiten – der Hochschule Augsburg ausgezeichnet und in diesem Jahr mit dem 2. Platz des Climate Action Awards des Rotary Clubs Augsburg.

 

 

Download Flyer

Hier könnt ihr den Flyer herunterladen, der über das Transferprojekt Precious Plastic HSA informiert: https://www.hs-augsburg.de/Binaries/Binary_60398/20220928-PP-Broschure-…

Kämme von Precious Plastic HSA
Kontakt

E-Mail: Precious.plastic@hs-augsburg.de

Webseite: www.hs-augsburg.de/Precious-Plastic

Instagram: @preciousplastic_hsa

Anschrift: Hochschule Augsburg, An der Hochschule 1, 86161 Augsburg

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Geschenke nachhaltig verpacken

Geschenke nachhaltig verpacken und Müll vermeiden
Nach Weihnachten oder Geburtstagsfeiern bleiben allzu oft Berge an Geschenkpapier, Schleifen und Verpackungen zurück, die dann im Müll landen. Wie du Müllberge vermeiden und deine Geschenke nachhaltig verpacken kannst erfährst du hier.
Furoshiki: Geschenke schön und nachhaltig verpacken, zum Beispiel mit Stoff. Foto_aurorelebecq_auf_pixabay

In Stofftücher verpacken

Um Geschenke nachhaltig zu verpacken, kannst du quadratische Stofftücher verwenden. Spezielle Tücher zum Verpacken, sogenannte Furoshikis, kannst du zum Beispiel im Weltladen in Augsburg kaufen. Aber auch Hals- und Schaltücher, Stoffreste oder Laken können zum Verpacken verwendet werden. Der Stoff sollte jedoch möglichst dünn und weich sein, damit du ihn besser verknoten kannst. Für die Stofftücher gibt es viele verschiedene Faltmethoden, um Geschenke unterschiedlicher Form und Größe bestmöglich zu verpacken. Eine Anleitung dazu findest du hier.

 


In Zeitungspapier verpacken

Eine einfache und doch kreative Variante ist, deine Geschenke in Zeitungspapier zu verpacken. Im Internet findest du spezielle Falttechniken, die dafür sorgen, dass du beim Einpacken keine Klebestreifen verwenden musst. Aber auch bei der klassischen Faltmethode kannst du auf Klebestreifen verzichten, wenn du das Geschenk mit einem Band aus Papier oder einer Schnur umwickelst. Verzichte auf Geschenkbänder aus Plastik. Durch das Band wird das Papier fixiert und verrutscht nicht. Falls du beim Verpacken doch nicht ohne Kleber auskommst, kannst du ein paar Tropfen Flüssigkleber anstatt Klebestreifen verwenden.

 

Geschenktüten und Schachteln

Wenn es schnell gehen muss oder deine Geschenke eine unpraktische Form zum Verpacken haben, kannst du auch auf Geschenktüten aus Papier oder Schachteln zurückgreifen. Achte beim Kauf von neuen Geschenktüten darauf, dass sie nicht mit Glitzer oder einer Plastik-Beschichtung verziert sind. Dann ist das Papier nämlich nicht mehr recycelbar.
Im Idealfall bewahrst du erhaltene Geschenktüten und Schachteln auf und verschenkst sie weiter. Vielleicht finden sie auf diesem Wege sogar zu dir zurück.

 

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Erstveröffentlichung dieses Artikels im Lifeguide im Dezember 2020

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THE WAVE - CANOUANCES IN THE CITY CENTER OF AUGSBURG

The Wave - Canouances in the center of Augsburg
During the Canoeing World Championship 2022, three artistic installations concerning water and social inequality will draw attention to the consequences of human actions on the environment and society.

The three artistic installations can be found when walking through the old town of Augsburg. Rods in a green-white pattern of stripes will guide onlookers from one installation to the next. 

 

Station 1 is a plastic-wave with five movable arms. This plastic-tsunami rears up in front of Sankt Ursula Church and draws attention to plastic-waste ending up in our water. Station 2 is located in the Pfladergasse and focuses on the fast-fashion industry. Consisting of old clothes that are as good as new, the piece visualizes how a mulitude of resources are being wasted because of such clothes. Station 3 can be found in front of the Stadtmetzg, where stand-up displays educate on social inequality. 

 

 

CANOUANCES 

ART-INSTALLATIONS

The creators named their project CANOUANCES. In cooperation with the artist Stefan Kaindl and students of the University (of Applied Sciences) Augsburg, the open workshop Habitat Association contemplated the negative consequences of human action on the environment and society. 

 

 

THE STATIONS

... and where to find them.

Station 1: The Plastic-Waste Wave in front of Sankt Ursula (marked on the right)

Station 2: The Fast-Fashion Wave in the Pfladergasse (marked in the middle)

Station 3: The Solidarity Wave in front of the Stadtmetzg (marked on the left)

 

This map marks the locations of the three installations. Graphic: Valentina Müller
This installation is called The Plastic-Waste Wave, fashioned by Stefan Kaindl on the occasion of the Canoeing World Championship 2022 in Augsburg. Image: Carolin Loser

INFORMATION:

During the Canoeing Worldchampionship from 26 to 31 july, the three CANOUANCES-installations can be found in the center of Augsburg. They were created in cooperation between the City of Augsburg, the Habitat Augsburg Association and the Augsburg University of Applied Sciences. Here on the Lifeguide, the project is accompanied by the Office for Sustainability Augsburg. 

 

The entire content was translated by Zarah Tilgner, a student at the International School Augsburg.

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