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Nachhaltig durch die Faschingszeit

Nachhaltig durch die Faschingszeit in Augsburg
Fasching ohne Wegwerf-Wahnsinn: Praktische Tipps zu Mehrweggeschirr, Second-Hand-Kostümen, Naturschminke und fairer Kamelle. So wird eure Party nachhaltig
Zwei maskierte Menschen beim Karneval

In Augsburg heißt es wieder: "Lach am Lech". Fasching steht vor der Tür. Nach dem langen Winternächten ist es an der Zeit ausgelassen zu feiern und den Frühling willkommen zu heißen. Feiern heißt dann aber auch oft: Partyhütchen, Strohhalme, Konfetti … und viel Einweggeschirr. Wo viele Menschen aufeinander treffen, gibt es nicht nur viel Ausgelassenheit, sondern auch viel Müll. Dann werden Plastik- oder Pappteller ausgepackt, die einfach und schnell entsorgt werden können.

Aber muss das sein? Für so einen Teller, der nach fünf Minuten im Mülleimer landet, werden ziemlich viele Ressourcen verbraucht: Holz aus Skandinavien wird in China zu einem Teller, der dann bei uns einen kurzen Einsatz auf der Party hat. 

Während Plastikteller in der EU seit Juli 2021 nicht mehr verkauft werden dürfen, erleben Einwegteller aus Papier, Zuckerrohr oder Palmblätter eine Renaissance. Doch sind sie ökologisch besser? Da werden Materialien von weit hergeholt und verarbeitet um nach kurzer Zeit im Abfall zu landen. Ist es nicht viel nachhaltiger und vor allem schöner, die Keramikteller aus dem eigenen Schrank zu nehmen? Oder bei größeren Festen einen Geschirrverleih anzufragen. Oder einfach einmal einen Schwung Teller und Besteck aus Second Hand Märkten zu verwenden, wie dem Sozialkaufhaus, der Caritas oder Zirbel13. Die kann man bis zum nächsten Fest im Keller lagern. Strohhalme gibt es aus Edelstahl oder buntem Glas. So bleibt vom Fest höchstens der Kater übrig.

Und was ist mit Deko?


Bunte Girlanden kann man auch aus Stoff oder aus Filzkugeln herstellen und sie bereiten auch zu Geburtstagen viel Freude. Zu kaufen gibt es Girlanden mittlerweile auch in recycelter Ausführung und Luftballons gibt es aus umweltfreundlichen Naturkautschuk. Apropos: Luftballons. Sie steigen zu lassen, ist zwar ein schöner Brauch. Aber selbst mit Kautschuk-Ballons ein eher zweifelhaftes Vergnügen. Denn diese Ballons bleiben als Müll in der Natur und gefährden so zahlreiche Tiere.

Partyzubehör 

Wer für ein paar bunte Effekte bei der Faschingsfeier sorgen möchte, kann aus Altpapier oder Laubblättern und mithilfe eines Lochers Konfetti herstellen und werfen. Oder einfach welches aus recyceltem Papier kaufen. Eine andere Möglichkeit ist Blumenkonfetti: Es besteht aus getrockneten Blumen und ist biologisch abbaubar. Ebenso wie Bio-Konfetti aus Reispapier, das sich in Berührung mit Wasser komplett auflöst.


DIY Faschingskostüme

Auch bei Faschingskostümen darf man gerne zweimal mit nachhaltigem Auge hinschauen. Stangenweise hängen Polyester-Teilchen aus Fernost in den Kaufhäusern. Für den schnellen Gebrauch zusammengeschneiderte Kostüme, die voller Schadstoffe stecken und vermutlich nicht einmal die Faschingsball überleben. Doch auch hier gibt es Abhilfe.

Was eignet sich besser für fantasievolle Faschingskostüme als die Kruschtl-Kiste voller schräger Kleidung und Accessoires? Mit den abgelegten Hüten und Kleidern von Oma, Onkel oder Cousine lässt sich vorhandene Kleidung prima ergänzen. So wird aus einem schwarzen Kleid und schwarzer Strumpfhose mit einer Kordel als Schwanz, Ohren aus Pappe und Schminke schnell eine süße Katze. 

Wer handwerklich begabt ist, kann sich an die Nähmaschine setzen und kreative Kostüme schneidern. Oder ihr leiht euch Kostüme vom Kostümverleih, kauft Second Hand oder tauscht einfach mit anderen.

Hautschonende Schminke

Was wäre ein gutes Kostüm ohne Schminke und Glitzer? Langweilig, genau! Doch Achtung: Faschingsschminke aus synthetischen Stoffen kann die Haut schädigen. Der Griff zur Naturkosmetik sorgt dafür, dass keine Schadstoffe an die Haut kommen. So gibt es etwa Schminkstifte aus Bienenwachs. Oder aber ihr mischt die Schminke selbst an: Einfach Babycreme mit Stärke und Lebensmittelfarbe verrühren - fertig.

Wer noch eines drauf setzen möchte, nimmt Glitzer ohne Mikroplastik in Bioqualität (z.B. von Birkenspanner). Und wie kommt die Schminke wieder runter? Wie schon zu Kindertagen, mit viel Creme, Öl und Waschlappen oder wiederverwendbaren Abschminkpads aus Stoff. Eine Anleitung, wie ihr Schminkstifte selber machen könnt, findet ihr auf Smarticular.

Kamelle und Partysnacks

Bei der eigenen Faschingsfeier könnt ihr in jedem Fall auf „faire Kamelle“ setzen. Statt Chips aus der Plastiktüte lieber biologische Snacks, wie etwa Nüsse, knabbern - am besten aus dem Unverpackt-Laden. 

Und wenn es doch Kamelle sein müssen? Dann findet man dank Initiativen wie jeckefairsuchung auch faire Kamellen. Die Produkte kommen direkt von den Produzenten aus Fairem Handel und zum größten Teil aus biologischem Anbau.

Faire Kamelle findet ihr unter jeckefairsuchung.net bzw. unter www.tatort-verein.org

 

Dieser Artikel erschien erstmals beim Lifeguide-Augsburg im Januar 2023.

 

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Kostenlos essen und trinken in Augsburg

Kostenlos essen und trinken, Lebensmittel, Wasser
In Augsburg könnt ihr kostenlos und nachhaltig an Lebensmittel und Trinkwasser kommen! Nutzt Fairteiler, Mundraub-Initiativen und öffentliche Trinkwasserbrunnen. Entdeckt, wo ihr gratis Lebensmittel findet und euch engagieren könnt.
Foodsharing, Augsburg, Lebensmittel retten, Foto: Foodsharing Augsburg

Wusstet ihr, dass ihr in Augsburg auf verschiedenen Wegen kostenlos und nachhaltig an Lebensmittel und Trinkwasser kommen könnt? Mit Fairteilern, Mundraub-Initiativen und öffentlichen Trinkwasserbrunnen könnt ihr du aktiv Ressourcen schonen und Lebensmittel retten. Wir verraten, wo ihr in Augsburg gratis Lebensmittel findet und wie ihr euch bei den Initiativen für ein nachhaltiges Miteinander engagieren könnt.

Foodsharing – Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung

„Teile Lebensmittel, anstatt sie wegzuwerfen!“ – unter diesem Motto setzt sich die Initiative Foodsharing dafür ein, dass genießbare Lebensmittel nicht im Müll landen. Privatpersonen können überschüssige Lebensmittel online unter www.foodsharing.de anbieten oder sie zu Fairteilern – öffentlich zugänglichen Kühlschränken und Regalen – bringen.
Foodsharing kooperiert mit Supermärkten und Bäckereien, deren überschüssige Waren von ehrenamtlichen Foodsavern abgeholt und weiterverteilt werden. Das gesamte System funktioniert komplett ohne Geld und wird von freiwilligen Helfern organisiert.
In Augsburg gibt es folgende Fairteiler, an denen jede*r Lebensmittel abgeben oder kostenlos mitnehmen kann:

    •    contact in Augsburg e. V., Im Tal 8, 86179 Augsburg
    •    Pfarrheim Herz-Jesu in Pfersee, Franz-Kobinger-Straße 10, 86157 Augsburg
    •    City Café (innen), Konrad-Adenauer-Allee 9, 86150 Augsburg
    •    Villa des Stadtjugendrings, Kanalstraße 15, 86153 Augsburg
Achtung: Nicht alle Faiteiler sind zu jeder Zeit zugänglich. Finde mehr Infos direkt bei foodsharing.de.

Too Good To Go - Günstiges gerettetes Essen

Mit Too Good To Go kannst du überschüssige Lebensmittel zu einem vergünstigten Preis kaufen. Die App verbindet Restaurants, Cafés, Bäckereien und Supermärkte mit Menschen, die bereit sind, übrig gebliebene, aber noch frische Lebensmittel zu retten.

So funktioniert es:
  1. App herunterladen und Angebote in deiner Umgebung einsehen.
  2. Überraschungspaket reservieren – du weißt im Voraus nicht genau, was enthalten ist.
  3. Zum festgelegten Zeitpunkt abholen und genießen.

Mehr Infos unter: toogoodtogo.com/de.

Mundraub – Obst und Nüsse direkt vom Baum

In Augsburg gibt es viele frei zugängliche Obstbäume, die zum Pflücken einladen – ob Äpfel an der Wertach, Holunder in der Siebentischanlage oder Walnüsse in den Stadtteilen. Die Initiative Mundraub macht diese essbaren Schätze sichtbar: Über eine interaktive Karte auf mundraub.org könnt ihr öffentliche Obstbäume, Beerensträucher oder Kräuterstandorte finden. 

Wichtig dabei: Nur so viel ernten, wie ihr selbst verbraucht, und mit Respekt gegenüber der Natur und anderen Erntenden handeln.

Aktion „Gelbes Band“ – Ernte ausdrücklich erwünscht

Wenn das Obst reif ist, bleiben viele Äpfel und andere Früchte an den Bäumen hängen. Die Aktion „Gelbes Band“ will verhindern, dass diese ungenutzt verrotten. Sträucher und Bäume mit einem gelben Band oder Hinweisschild dürfen von jeder*m frei geerntet werden.
Mehr Informationen gibt es in unserem Beitrag Aktion „Gelbes Band“ – Pflücken erwünscht.

Trinkbrunnen - Wasser kostenlos auffüllen 

Augsburg bietet herausragendes Trinkwasser, das über das gesamte Stadtgebiet hinweg an 25 öffentlichen Trinkbrunnen kostenlos zugänglich ist. Die Brunnen sind von März bis Oktober in Betrieb.
Eine Übersichtskarte der Stadtwerke Augsburg zeigt alle Standorte, darunter:
    •    Holbeinplatz
    •    Spitalgasse
    •    Wertachbrucker Tor
    •    Wittelsbacher Park
    •    Siebentischwald 

Alle Trinkbrunnen in Deutschland sind zudem online auffindbar – auch als App verfügbar. Mehr Infos dazu und eine Karte gibt es in unserem Artikel Trinkbrunnen in unserer Region.

Refill-Stationen – Gratiswasser für unterwegs

Falls du keinen Trinkbrunnen in der Nähe hast, kannst du deine Flasche auch an Refill-Stationen kostenlos auffüllen. Diese sind mit einem blauen Refill-Aufkleber gekennzeichnet.
Die Initiative stammt ursprünglich aus England und wurde 2017 in Deutschland eingeführt. In Augsburg haben Hannah Jukiel und Sarah Schützenberger (Mitglieder beim Forum Plastikfreies Augsburg) die Idee weitergetragen – unterstützt von Weltladen Augsburg und dem Unverpacktladen RutaNatur, wo auch die Aufkleber kostenlos erhältlich sind.
 Einen Überblick über die Refill-Stationen in Augsburg gibt es unter refill-deutschland.de/augsburg.
 

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Müll vermeiden mit dem Augsburger Land Becher

Müll vermeiden mit dem Augsburger Land Becher
Nachhaltig feiern. Regional genießen. Gemeinsam Müll vermeiden. Der Abfallwirtschaftsbetrieb AWB und der Landkreis Augsburg haben einen Mehrwegbecher zum Ausleihen entwickelt.
Der Mehrweg-Becher "Augsburger Land Becher"

Ob beim Gemeindefest, beim Kindergarten-Abschied oder fürs Firmen- oder Vereinsjubiläum - der Mehrwegbecher des Landkreises Augsburg bietet eine umweltfreundliche Alternative zum Einwegbecher mit regionalem Flair: Die Becher sind bedruckt mit den Silhouetten bekannter Sehenswürdigkeiten aus dem Augsburger Land. 

Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Augsburg (AWB) und die Wirtschaftsförderung des Landkreises Augsburg haben den umweltfreundlichen Mehrwegbecher ins Leben gerufen. Damit wollen sie Einwegmüll bei Veranstaltungen vermeiden und gleichzeitig die Freizeitregion Augsburger Land bewerben.

Vom Webshop ins Vereinsheim

Das System dahinter ist denkbar einfach: Die Becher könnt ihr bequem online unter www.augsburger-land-becher.eventmeile.de bestellen. Entweder kommen sie per Post oder ihr holt sie im Eventmeile-Lager in Neusäß ab. 

Zur Auswahl stehen zwei Größen:

  • 0,4 Liter für größere Veranstaltungen wie Dorffeste oder Schulfeiern
  • 0,2 Liter für Kindergeburtstage und ähnliche Anlässe

Gratis ausleihen für Instititutionen

Besonders attraktiv wird das Angebot durch eine Förderaktion des Landkreises: Bis Ende 2026 übernimmt der Abfallwirtschaftsbetrieb die Reinigungskosten für alle gemeinnützigen Einrichtungen, also etwa Vereine, Schulen, Kindertageseinrichtungen mit Sitz im Landkreis. Das Prozedere ist unkompliziert – nach der Veranstaltung reicht ihr die Rechnung für die professionelle Reinigung mit dem Förderantrag ein und bekommt das Geld vom AWB zurückerstattet.

Für Privatpersonen oder Unternehmen fallen die normalen Mietgebühren an, die jedoch mit 14 Cent pro Becher überschaubar sind. Dafür bekommt ihr hochwertige Becher und den Spülservice der Eventmeile. Ihr müsst euch also weder um die Lagerung noch ums Spülen kümmern.

Info

Die Becher bestellt ihr einfach über den Webshop von Eventmeile in Neusäß. Dort bekommt ihr auch den Augsburger Becher der Stadt.

Den Förderantrag des AWB findet ihr hier.

 

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Umweltfreundlich Grillen

Umweltfreundlich Grillen - vegan und nachhaltig
Sind die Tage lang und die Abende mild, spielt sich das Leben draußen ab. Dann werden die Grills angeworfen, dann ziehen verführerische Düfte durch Hinterhöfe, Gärten und Grünanlagen.
An milden Sommerabenden macht das Grillen besonders Spaß.

Grillen macht Spaß und bringt häufig Freunde zuammen. Nach dem Event sind nicht nur die Mägen gut gefüllt, sondern häufig leider auch die Mülltonnen. 
Hier findet ihr einige Tipps zum umweltfreundlichen Grillen.

1. Hände weg von Einweg-Grills

Diese Schalen aus Aluminium sind mit Holzkohle und Grillanzünder bereits komplett ausgestattet.  Beim Discounter oder an der Tankstelle werden sie teilweise schon für weniger als zwei Euro das Stück angeboten. Das ist zwar billig und klingt sehr praktisch, ist aber aus ökologischer, gesundheitlicher und geschmacklicher Sicht ein absolutes No-Go. Einweg-Grills werden mit hohem Energieaufwand produziert und verursachen viel überflüssigen Abfall. Da sie keine Beine haben, verbrennen beispielsweise die Rasenflächen unter ihnen. Und gesund ist das Grillen auf dem Einwegschrott schon gar nicht: „Köstliche“ Chemikalien werden als Anzünder der Kohle entweder direkt zugesetzt oder als eine Art Vlies darüber gelegt – und deren Reste gelangen in euer Essen.

2. Sucht euch die richtige Grillkohle aus

Viele der so schön glühenden Kohlen waren vor kurzem noch Urwaldbäume. Daher beim Kauf der Kohle bitte unbedingt darauf achten, dass die Kohle aus heimischem Laubholz stammt. Das DIN-Prüfzeichen hilft dabei: Es sichert einen Mindeststandard an Qualität und geringer Umweltbelastung und stellt sicher, dass die Holzkohle kein Pech, Erdöl, Braunkohle oder Kunststoffe enthält. Eine Gewähr für Rohstoffe aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung bietet das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC). Oder ihr greift direkt zu den zertifizierten Grillkohlen des Augsburger Start-ups und Gewinner des Zukunftspreises 2021 NERO.

Eine ökologische Alternative sind Briketts aus Olivenkernen aus der Olivenölproduktion. Sie brennen sehr ausdauernd und verursachen wenig Funkenflug.

3. Habt Geduld mit der Glut

Einen schönen Wuff gibt es, wenn man Brennspiritus als Grillanzünder verwendet. Davon – wie auch von Benzin oder Lampenöl – ist aber wegen der Verbrennungsgefahr abzuraten. Habt also lieber ein wenig Geduld und bringt eure Grillfeuer auf ungefährliche Weise zum Glühen: Es gibt umweltfreundliche Grillanzünder aus wachs- oder ölgetränkten Holzfasern, die im Gegensatz zu Produkten aus mineralölbasierten Bestandteilen auch keine unerwünschten Gerüche freisetzen und das gegrillte Essen nicht unnötig mit Giftstoffen „würzen“. Zerknülltes Papier ist bei Holzkohle übrigens recht wirkungslos, auch Kiefernzapfen verbrennen zu schnell und sind wahre Funkenschleudern.

4. Reduziert den Aluminiumverbrauch

Alufolie ist sehr praktisch, um Kartoffeln einzuwickeln oder die vielfältig zu befüllenden Päckchen herzustellen. Alternativ zur Folie eignen sich Bananenblätter oder große Kohl-, Mangold-, Rhabarber- oder auch Weinblätter sehr gut. Dazu feste Blätter kurz blanchieren, damit sie sich besser wickeln lassen.  Wenn das Päckchen nur indirekt gegrillt wird, also nicht auf der Glut liegt, könnt ihr es auch mit zwei oder drei Lagen Backpapier versuchen, das innen und außen mit Wasser befeuchtet wurde. Bananen werden in der eigenen Schale gegrillt. Statt Einweg-Aluschalen sollten Schalen aus Edelstahl verwendet werden - dort fällt auch nichts durchs Rost.

5. Verwendet nachhaltig erzeugte Lebensmittel

Kauft möglichst Gemüse, Obst und Käse aus der Region. Wo es die gibt, zeigt euch unser Bio-regionaler-Einkaufsführer. Beste Qualität bringen Obst und Gemüse mit, wenn sie Saison haben. Dann überzeugen sie durch Frische und Geschmack, da sie nicht (ewig) weit transportiert wurden und unter freiem Himmel reifen durften. Um der Lebensmittelverschwendung etwas entgegen zu setzen, kauft auch Gemüse und Obst, das nicht dem gemeinen Schönheitsideal der Käuferinnen und Käufer oder den Supermarktketten entspricht.

Wo immer möglich, solltet ihr Waren aus ökologischem Landbau verwenden. Das ist besonders bei Produkten tierischen Ursprungs wichtig: Die Anforderungen für die Tierhaltung sind beim biologischen Landbau deutlich höher als in der konventionellen Landwirtschaft. Nochmals anspruchsvoller als beim EU-Ökosiegel ist der Tierschutzaspekt bei den anerkannten Bio-Anbauverbänden wie Bioland, Naturland oder Demeter. Hier haben die Tiere beispielsweise mehr Platz in den Ställen, haben Auslauf unter freiem Himmel, dürfen grasen und bekommen nur Antibiotika wenn sie krank sind. 

Und auch wenn es vielen schwerfällt: Beim Grillen muss es nicht immer Fleisch sein. Gestern kamen die Grillfleisch-Alternativen nicht über Salat und Baguette oder gegrillten Maiskolben hinaus! Heute ist vegetarisch Grillen längst salonfähig geworden. Ob gefüllte Paprika oder Zucchini, Gemüse- und Seitanspieße, Grillkäse und Fetapäckchen, marinierte Austernpilze oder sogar Maultaschen – der Fantasie sind beim fleischlosen Grillen keine Grenzen gesetzt. Einige vegetarische Rezepte findet ihr im Lifeguide.

Und solltet ihr euch für Fisch entscheiden, nehmt Süßwasserfische. Bei Seefisch achtet auf das MSC-Siegel. Es steht für „Marine Stewardship Council“, einer vom World Wide Fund for Nature (WWF) und Unilever gegründeten Organisation, die sich weltweit für verantwortungsvolle, nachhaltige Fischerei einsetzt. Aber besser: kein Fisch aus dem Meer.

6. Verzichtet auf Einweggeschirr…

… und nehmt euren Müll mit. Leider quellen an beliebten Grillplätzen wie an Lech und Wertach, an den Badeseen oder im Siebentischwald an Wochenenden die Mülltonnen über. Auf den Wiesen und Kiesbänken werden leider immer wieder Einweggrills, Pappteller, Wurstverpackungen, Flaschen und Kronkorken „vergessen“. Die schönsten Orte werden so schnell vermüllt und unattraktiv. Abgesehen davon, dass der Müll vom Winde verweht und von den Flüssen in die Meere getragen wird. Also muss auch das Selbstverständliche angesprochen werden: Nehmt bitte euren Müll wieder mit nach Hause. Und spart Ressourcen, indem ihr richtiges Geschirr oder spülbare Plastikteller – und Becher nutzen. 

Noch besser als verpackte Lebensmittel: Kauft euer Essen einfach unverpackt in eigenen Gefässen und bereitet Salate aus regionalen Zutaten selbst zu. Fleisch und Würstchen bekommt ihr in Hofläden und Metzgereien in eure eigene Dose. Schraubgläser dienen als Verpackung für Salate und Cremes. Und den Schafskäse könnt ihr in eine Weinblatt wickeln und dann grillen. 

7. Denkt an die Natur und die Anwohnerinnen und Anwohner

Wenn ihr in der Natur grillt, haltet euch bitte an die Verbote und grillt nur dort, wo es gestattet ist. Achtet darauf, dass fliegende Funken keine Bäume in Brand setzen können und respektiert  die Ruhezonen für Tiere. Auch in Städten ist Grillen nicht überall erlaubt, um die Anwohner*innen vor zu viel Rauch zu schützen. Grundsätzlich ist Grillen im Garten und auf Balkonen oder in Mehrfamilienhäusern aber nicht verboten. Nehmt auf jeden Fall Rücksicht auf die Nachbarschaft und macht möglichst wenig Qualm.

 

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BUCHTIPP
Feine Grillrezepte, die ohne Fisch und Fleisch auskommen, stellt das Buch "Sehr gut vegetarisch grillen" unseres Redakteurs Torsten Mertz vor. Das Buch ist auch im örtlichen Buchhandel erhältlich.

 

Erstveröffentlichung: Dieser Artikel wurde am 13.07.2016 im Lifeguide veröffentlicht und am 26.05.2025 überarbeitet.

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Mehrwegsysteme für Speisen und Getränke

Mehrwegsysteme für Speisen und Getränke
Verschiedene Mehrwegsysteme helfen dabei, Einwegverpackungen zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Angebote.
Recup Augsburg, Mehrwegbecher, Pfandbecher, Augsburg, plastikfrei, Salve Augsburg

RECUP und REBOWL

Die deutschlandweit größten Mehrwegsysteme Recup & Rebowl sind auch in Augsburg vertreten. Damit könnt ihr euren To-go-Kaffee oder das Take-away-Essen nachhaltig ohne Müll genießen! Statt Einwegverpackungen bekommt ihr Mehrwegbecher und Mehrwegschalen gegen Pfand, die ihr deutschlandweit zurückgeben könnte. Zahlreiche Cafés, Bäckereien und Restaurants in Augsburg machen bereits mit.

Mehr Infos in unserem Lifeguide-Beitrag über Recup und Rebowl .

Verpackungsvielfalt bei Vytal

In der Region ist das App-System Vytal.org weit verbreitet. Es gilt als das größte digitale Mehrwegsystem weltweit und bietet nachhaltige Lösungen für Veranstaltungen, Städte und Restaurants. Ihr registriert eure Box in der App und gebt sie innerhalb von 14 Tagen bei einem Vytal-Partner zurück. Vytal bietet eine große Auswahl an Verpackungen: Bowls, Pizzaboxen, Sushiboxen, Burgerboxen sowie Becher und Besteck.

Der Augsburger Becher

Der Augsburger Becher ist ein besonderes Mehrweg-System. Es ist kostenlos nutzbar für alle, die hin und wieder Veranstaltungen machen. Der Becher made in Augsburg ist auch in der Gastronomie und bei Großveranstaltungen wie der Kanu-WM 2022, dem Modular Festival und den Augsburger Sommernächten eingesetzt.
Die Becher sind einsetzbar für kalte und heiße Getränke, fassen 0,4 Liter und können bis zu 300-mal wieder verwendet werden. Gereinigt werden sie professionell in Neusäß. Das ist hygienisch und umweltfreundlich.
Mehr Infos in unserem Beitrag zum Augsburger Becher

Der Augsburger Land Becher

Auch der Augsburger Land Becher ist ein umweltfreundlicher Mehrwegbecher, den es in den Größen 0,2 und 0,4 Liter gibt. Er wurde vom Abfallwirtschaftsbetrieb und der Wirtschaftsförderung des Landkreises Augsburg ins Leben gerufen. Siehe dazu auch unseren Beitrag dazu.

Der CampusBecher 

Das Studierendenwerk Augsburg hat an der Universität Augsburg das CampusBecher-Mehrwegsystem eingeführt. Gegen eine einmalige Pfandgebühr von 2 Euro erhaltet ihr an den CafeBars und dem Verkaufsstand bei der Zentralbibliothek einen hygienisch gereinigten CampusBecher für Heißgetränke. Nach Gebrauch gebt ihr ihn dort zurück, bekommt eine Pfandmarke und könnt euch beim nächsten Kaffee oder Tee wieder einen frischen CampusBecher holen.

Mehrwegflaschen statt Einweg

Wenn ihr Getränke im Supermarkt oder beim Kiosk kauft oder To-go-Getränke holt, achtet darauf, Mehrwegflaschen zu wählen, anstatt zu Einwegplastikflaschen oder Dosen zu greifen. Diese Einwegverpackungen erzeugen belasten die Umwelt, auch wenn ihr sie ein „Pfand“ zahlt und sie zurückgeben könnt. Sie bleiben Einweggefäße und werden nicht wieder als Getränkeverpackung verwendet. Die wertvollen Rohstoffe werden oft für minderwertige Produkte eingesetzt.
Also es lohnt sich immer auf das Mehrweg-Pfandsymbol zu achten. Glasflaschen oder robuste PET-Mehrwegflaschen sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern oft auch gesünder, da sie frei von schädlichen Weichmachern sind.

Gesetzliche Mehrwegpflicht – fragt nach

Auch wenn seit Januar 2023 sind Caterer, Lieferdienste und Restaurants mit mehr als fünf Beschäftigten und mehr als 80 Quadratmetern Verkaufsfläche verpflichtet sind, Mehrwegbehälter für Speisen und Getränke zum Mitnehmen anzubieten, ist das nicht überall der Fall. Fragt also immer nach, ob oder warum es keine Alternativen gibt. Und unterstützt die Läden, die umweltfreundliche Angebote machen.

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Unverpackt einkaufen – plastikfrei, bio und meist regional

Unverpackt, plastikfrei, bio, regional
In Unverpackt-Läden könnt ihr umweltfreundlich Lebensmittel, Haushaltswaren und Kosmetikprodukte in mitgebrachte Behälter abfüllen und so unnötiges Plastik einsparen.
Sortiment im Vorratsschrank - völlig Plastikfrei. Bild von Filmbetrachter, Pixabay

In Augsburg gibt es mehrere Läden, die ein vielfältiges Sortiment an losen Lebensmitteln, Hygieneartikeln und nachhaltigen Alltagsprodukten anbieten. 


So funktioniert unverpackt einkaufen

  • Eigene Behälter mitbringen (Gläser, Dosen, Stoffbeutel)
  • Leerbehälter wiegen
  • Lebensmittel oder Produkte nach Bedarf abfüllen
  • An der Kasse zahlen (natürlich nur das Gewicht des Produkts)


Der Lifeguide-Überblick über die Unverpacktläden in Augsburg und Region:

 

RutaNatur 
Seit August 2016 bietet dieser verpackungsfreie Bioladen unverpackte Lebensmittel und Alltagsprodukte an. Jede Woche gibt es eine andere Sorte frisch zubereitete Nusscremes. Das Sortiment ist umfangreich und überwiegend vegan.. Das Sortiment ist sehr umfangreich und größtenteils vegan. Mehr erfahrt ihr in unserem Beitrag zu RutaNatur.
Adresse: Prinzregentenstraße 7, 86150 Augsburg (Innenstadt)

 

Auxburg Unverpackt 
Auch in Lechhausen könnt ihr unverpackt, bio und regional einkaufen. Das Angebot umfasst Lebensmittel, Reinigungsprodukte und vieles mehr - so regional wie möglich. Alle Beteiligten profitieren von fairen Bedingungen: vom Ursprung des Produkts bis zur Ladentheke. Mehr Infos zu Auxburg Unverpackt in unserem Ortsbeitrag.

Adresse: Neuburger Straße 164, 86167 Augsburg (Lechhausen)


Ich BIN's 
Bei Ich BIN’s gibt es nicht nur unverpackte, regionale Lebensmittel zu kaufen. Die Inhaberinnen beantworten alle Fragen rund um nachhaltiges Leben und führen gerIn Unverpackt-Läden könnt ihr umweltfreundliche Alternative zum herkömmlichen Einkauf. Hier gibt es Lebensmittel, Haushaltswaren und Kosmetikprodukte in mitgebrachte Behälter abfüllen und so unnötiges Plastik einsparen.ne Schulklassen durch ihren Laden. Mehr Infos zu Ich BIN´s.
Adresse: Pfarrstraße 4,86316 Friedberg
 

Unser kleiner Laden
Der kleine Laden in Bobingen verkauft verpackungslose, hochwertige und regionale Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs. Im “Kaffee Eck” bekommt ihr Frühstück, Kaffee und Kuchen und die Gelegenheit zu einem generationenübergreifenden Plausch. Weitere Infos findet ihr hier.
Adresse: Frieda-Forster-Str. 23, 86399 Bobingen
 

 

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Lifeguide-Interview mit Ramona Dorner von RutaNatur: Lebensmittel pur, plastikfei und unverpackt
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Recup & Rebowl – Nachhaltig to-go genießen!

Recup & Rebowl – Nachhaltig to-go genießen!
Kaffee auf die Hand oder das Essen zum Mitnehmen? Das geht nachhaltig und ohne Abfall mit dem Mehrwegssystem Recup und Rebowl. Zahlreiche Gastro-Betriebe machen mit.
Kaffeebecher Mehrwegsystem Recup

Statt Einwegverpackungen kannst du bei vielen teilnehmenden Cafés, Restaurants und Bäckereien Mehrwegbecher und -schalen nutzen und so Müll vermeiden.


So funktionieren Recup & Rebowl

Recup ist ein nachhaltiger Pfandbecher für Heißgetränke. Den gibt es gegen 1 € Pfand bei deinem Café oder deiner Bäckerei. Die Rückgabe ist bei einem der zahlreichen Partnerbetriebe möglich. Erhalte das Geld zurück oder tausche den Becher bei deinem nächsten To-go-Getränk um. Den Becher gibt es in vier verschiedenen Größen: 0,2 /  0,3 / 0,4 und 0,5 Liter -  für Espresso über Kaffee bis hin zu Softdrinks, Bier und Cocktails.


Rebowl ist die Mehrwegschale für Take-away-Gerichte. Sie kostet 5 € Pfand und kann ebenfalls flexibel zurückgegeben oder wiederverwendet werden.


Das Pfandsystem funktioniert deutschlandweit: Zurückgeben oder tauschen kannst du Becher und Schalen bei allen Partnern. Jeder RECUP kann rund 1.000-mal gespült werden. Unser Tipp: Unterstütze Cafés und Restaurants, die umweltfreundliche Lösungen anbieten.

 

Wo gibt es Recup & Rebowl in Augsburg?
In der Lifeguide-Region sind bereits über 100 Unternehmen Teil des Netzwerks: Restaurants, Cafés, Kantinen, Tankstellen, Bäckereien… Eine Übersicht aller teilnehmenden Betriebe findest du auf der Website von Recup & Rebowl oder über die App. Mehr Infos & teilnehmende Betriebe: www.recup.de

 

Nachfragen lohnt sich

Wenn ihr Müll vermeiden wollt, bestellt euch euren Kaffee direkt im Pfandbecher. Leider wird in den meisten Bäckereien und Restaurants diese Systeme nicht standardmässig angeboten.

 

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Bio-regional Einkaufen in Augsburg Stadt und Land - Ihr sucht Läden, Bäcker und Erzeuger von biozertifizierten Lebensmitteln in Augsburg und dem Landkreis? Ihr findet sie  unter bio-regional-augsburg.de.

 

 

 

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„Bildungsbox Plastikfrei“ – Vermeidung von Plastik und Müll

Bildungsbox Plastikfrei – Vermeidung von Plastik
Die „Bildungsbox Plastikfrei“ bietet Kitas und Schulen ein spannendes Materialpaket zur Plastikvermeidung. Mit interaktiven Inhalten und wertvollen Informationen fördert die Box Umweltbewusstsein.
Bildungsboxen Plastikfrei des Forums Plastikfrei

Material für Kitas und Schulen

Plastik vermeiden leicht gemacht: In der Stadtbücherei Augsburg können Schulen und Kindergärten kostenfrei die Bildungsboxen Plastikfrei ausleihen, die sich  intensiv mit dem Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz beschäftigen. Der Inhalt der Box bietet einen wichtigen Beitrag für die BNE-Arbeit (Bildung für nachhaltige Entwicklung) der Stadt Augsburg. Unterstützt wird das Projekt von Bildungsreferentin Martina Wild.

Innovative Bildungsbox für eine plastikfreie Zukunft

 

Die negativen Auswirkungen von Plastik auf Umwelt, Gesundheit und Klima sind ein ständiges Thema. Aufklärung darüber, wie man Plastik vermeidet, sinnvoll nutzt und richtig entsorgt, ist daher unerlässlich und sollte früh beginnen.

Daher haben die Expert*innen vom Forum Plastikfrei pädagogisches Material in einer Holzkiste zur „Bildungsbox Plastikfrei" zusammengestellt. Sie enthält neben vielen Büchern zum Selber- und Vorlesen, Tipps für Filme und Podcasts, Unterrichtsmaterialien, Hintergrundliteratur und Webseitentipps, ein Memory-Spiel zum Thema Plastik sowie die selbst genähte Kuscheltier-Schildkröte „Caretta", in deren Innerem sich zur Veranschaulichung Plastikmüll verbirgt.

Die „Bildungsbox Plastikfrei" unterstützt die wichtige Arbeit von Schulen und Kindertagesstätten, denn mit dem Material kann das Bildungspersonal sofort starten, spannende Aktionen mit Kindern und Jugendlichen durchführen und sich das nötige Hintergrundwissen aneignen. Sie entstand im Rahmen des Projekts „Plastikfreie Schule/Kita" mit BNE-Fördermitteln des Bezirks Schwaben.

Linda Kaindl und Valerie Klatte-Asselmeyer vom Forum Plastikfrei haben diese Box und den Inhalt zusammengestellt:

„Vor allem die Schildkröte ermöglicht einen anschaulichen Einstieg in die Kunststoff-Problematik. Die Kinder verstehen sofort das Problem und suchen nach Lösungen. Mit dem Bildungsmaterial können Lehrkräfte gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die komplexe Thematik erarbeiten."

Linda Kaindl und Valerie Klatte-Asselmeyer, Forum Plastikfrei

Kinder und Jugendliche übernehmen gerne Verantwortung für unsere Umwelt

Begeistert von dieser Bildungsbox ist auch Martina Wild, Bürgermeisterin und Referentin für Bildung und Migration, die das Projekt „Zertifikat Plastikfreie Schule/Kita" als Schirmfrau unterstützt: 

 „Mehr denn je sind wir jeden Tag gefordert uns für Klimaschutz, Artenschutz und Umweltschutz einzusetzen. Kinder und Jugendliche sind bereit, Verantwortung zu übernehmen für unsere Umwelt, für unser Klima, für unseren Planeten. Mit der neuen Bücherbox wollen wir Heranwachsende dabei unterstützen, sich zu informieren und ihnen das richtige Handwerkszeug reichen, um in Zukunft Plastik zu vermeiden oder ganz darauf zu verzichten."

Martina Wild, Bildungsreferentin und 1. Bürgermeisterin Stadt Ausburg

 

Prinzip 'Leihen statt kaufen' 

In der Stadtbücherei Augsburg stehen ab sofort zwei dieser Bildungsboxen für Lehr- und Erziehungspersonal zum Ausleihen bereit und können für Projekte in der eigenen Einrichtung genutzt werden. Tanja Fottner, Leiterin der Stadtbücherei, erläutert:

 „Durch das Prinzip 'Leihen statt kaufen' sind wir als Stadtbücherei ein Ort, an dem Nachhaltigkeit aktiv gelebt wird. Dies haben wir auch in unserem zentralen Handlungsfelder für die nächsten Jahre verankert. Daher freuen wir uns, Teil des Projekts der plastikfreien Bildungsboxen zu sein und auch in diesem Bereich zu einer nachhaltigen Lebensweise beizutragen."

Tanja Fottner, Leiterin Stadtbücherei Augsburg

Über das Forum Plastikfrei

Das "Forum Plastikfrei - Wege in ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Leben" ist Ansprechpartner für Menschen und Unternehmen, die plastikfreier und ressourcenschonender leben und handeln wollen. Die Expert*innen zeigen Alternativen zu Plastikprodukten und spüren überflüssige Verpackungen auf. Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins haben Aktionen wie  „Bring your own cup" oder  „Bring's mit" ins Leben gerufen, die Einführung des Recup-Pfandbechers mit vorangetrieben und mitgewirkt, dass es den Windelzuschuss auch in Augsburg gibt. Für seine Bemühungen hat die Gruppe von Transition Town Augsburg e.V. den Zukunftspreis der Stadt Augsburg 2018 gewonnen und wurde von RENN.süd 2019 als Projekt Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

Das Forum Plastikfrei ist ein Forum der Lokalen Agenda 21 der Stadt Augsburg.

Weitere Informationen unter www.forum-plastikfrei.de

www.facebook.com/ForumPlastikfreiesAugsburg

www.instagram.com/forum.plastikfrei

 

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Für ein Augsburg ohne Plastik - Das  „Forum plastikfreies Augsburg" wird Agenda 21-Mitglied

 

Plastikfasten - so leicht geht das - Verzicht auf Fleisch, Alkohol oder Süßes, das sind die gängigsten Fastenrituale. Warum nicht mal zum Wohle der Umwelt auf Plastik verzichten? Sieben Tipps für den Alltag ohne Plastik.

 

 

 

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Der Augsburger Becher - Mehrweg statt Einweg

Der Augsburger Becher - Mehrweg statt Einweg
Der Augsburger Becher ist ein besonderes Mehrweg-System. Es ist kostenlos nutzbar für alle, die hin und wieder Veranstaltungen machen. Hygienisch und umweltfreundlich.
Der Augsburger Becher bei der Kanu-WM. Foto: Franz Anton

Jedes Jahr landen Millionen von Einwegbechern im Müll – oft nach nur wenigen Minuten Gebrauch. Diese riesige Menge an Abfall belastet nicht nur unsere Umwelt, sondern verschwendet auch wertvolle Ressourcen. Doch es gibt eine einfache Lösung: den Augsburger Becher! Dieser Mehrwegbecher verbindet Nachhaltigkeit und Stil. Mit dem Augsburger Becher bietet die Stadt eine nachhaltige Alternative zu Wegwerfbechern. Partner ist seit Ende 2024 Eventmeile, ein nachhaltiger Verleiher für Eventequipment.

Ein Becher für alle Anlässe - kostenlos ausleihen 

Ob beim Sommer- oder Straßenfest, bei einem Konzert oder im Biergarten – der Augsburger Becher kommt immer dann zum Einsatz, wenn viele Menschen zusammenkommen und gemeinsam feiern. Besonders Non-Profit-Organisationen profitieren von vergünstigten Konditionen und unterstützen so die Nachhaltigkeitsziele der Stadt.

Die Miete des Bechers ist für Vereine, städtische Einrichtungen und öffentliche Veranstaltungen komplett KOSTENLOS – lediglich die abschließende Endreinigung in Höhe von 0,12 Euro fällt an.

So einfach funktioniert´s:
  1. Bestellung: Kontaktiert Eventmeile per E-Mail.
  2. Logistik: Ihr könnt euch die Becher liefern lassen oder selbst abholen (bei Eventmeile in Neusäß).
  3. Ausgabe: Durch das einzigartige Design ist die Ausgabe ohne Pfandmarke möglich.
  4. Spülen: Auf Wunsch spült Eventmeile die Becher während eurer Veranstaltung
  5. Aufbereitung: Nach der Rückgabe reinigt Eventmeile die Becher, um einen hygienischen Wiederverleih zu gewährleisten.

Jetzt auch im Landkreis: der Augsburger Land Becher!

Vereine, Schulen, Kitas und Kommunen im Landkreis Augsburg können seit Sommer 2025 bei Festen, Sportveranstaltungen, Märkten oder Schulfesten kostenlos auf den neuen Mehrwegbecher mit regionalem Design zurückgreifen. Nur die Reinigungskosten fallen an – und genau die übernimmt der Abfallwirtschaftsbetrieb bis Ende 2026 für alle nicht-kommerziellen, öffentlich zugänglichen Veranstaltungen. Die Becher können online bestellt, abgeholt oder geliefert und nach Gebrauch einfach zurückgegeben werden. Nachhaltig feiern, regional genießen, gemeinsam Müll vermeiden. 
Hier geht es zur Bestellseite bei Eventmeile.

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Hintergrundinfos zur Entwicklung des Augsburger Bechers

Mehrweg statt Einwegplastik - Seit Juli 2021 gilt in Deutschland das Einwegplastikverbot. 

Recup-Becher in Augsburg - Bis zu 500 Mal können die Mehrweg-Pfandbecher für Heißgetränke verwendet werden.

Mit Mehrwegflaschen plastikfreier Leben - Glasflaschen als ökologische Alternative zu PET-Flaschen.

 

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Forum Plastikfrei vergibt Zertifikat an 19 Einrichtungen

Plastikfreie Schulen und Kitas erhalten Zertifikat
Vierzehn Schulen, vier Kitas und ein Hort freuten sich über das Zertikat Plastikfrei für das Schuljahr 2023/24. Im Umwelbildungszentrum feierten sie das Erreichte mit den Schirmpersonen und der NGO.
Das Team des Peutinger Gymnasiums nimmt die Auszeichnung "Plastikfreie Schule" in Empfang. Foto: Chiara Lang

Zertifikat Plastikfrei für engagierte Schulen und Kitas

 

Bereits zum dritten Mal hat das Forum Plastikfrei Anfang 2024 Schulen und Kitas dazu eingeladen, ihr ressourcenschonendes und plastikvermeidendes Engagement mit einem Zertifikat sichtbar zu machen. Vierzehn Schulen, vier Kitas und ein Hort haben das Zertifikat Plastikfreie Schule / Kita für das Schuljahr 2023/24 erworben - davon waren 12 Einrichtungen zum ersten Mal dabei, drei Einrichtungen haben sich zum zweiten Mal beteiligt und zwei Schulen waren bereits zum dritten Mal dabei. 

 

Augsburgs Bürgermeisterin Martina Wild, Landrat Dr. Klaus Metzger aus Aichach-Friedberg und stellvertretender Landrat Hubert Kraus aus Augsburg-Land sowie Sylvia Schaab, Sprecherin des Forums Plastikfrei, überreichten am 23. Oktober 2024 den Engagierten aus Schulen und Kitas im Umweltbildungszentrum ihre Urkunden und Auszeichnungen aus Holz. 

„Ich bin dankbar, dass das Forum Plastikfrei so optimistisch und voller Tatendrang Jahr für Jahr das wichtige Thema Plastik- und Müll-Vermeidung vorantreibt."

 

Martina Wild, Schirmfrau und 2. Bürgermeisterin 

Martina Wild findet es auch klasse, dass dabei nicht nur Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, sondern auch der Nachwuchs motiviert wird, sich zu engagieren. Denn Kinder und Jugendliche sind bereit, Verantwortung zu übernehmen für unsere Umwelt, für unser Klima, für unseren Planeten. "Darin fördern und unterstützen wir sie – gerade auch mit diesem wichtigen Projekt", erklärt Wild.
 

Upcyling, Tauschbörsen und Ressourcen schonen


Upcycling und Kunst standen in dieser Runde im Fokus vieler Einrichtungen. Aus Müll bauten sie Musikinstrumente, schufen Fotokunst mit vermeintlich wertlosen Gegenständen und Einwegverpackungen oder gestalteten einen "ARTventskalender" zum Advent, der auf gefährdete Arten in den Gewässern – vor allem den Meeren – durch Plastikmüll oder Überfischung hinwies.

 

Viele Einrichtungen gaben Dingen ein zweites Leben. Sie organisierten Flohmärkte und Tauschbörsen für Kleidung, Bücher und Wintersportsachen oder stellten Tauschregale in Kitas auf. Zudem setzten die Einrichtungen alles daran, Müll im Alltag zu vermeiden: Schulfeste nur mit Mehrweg, Schulmaterial – wo möglich - ohne Plastik oder wiederverwendbare Wetbags statt Plastiktüten im Kindergarten.

 

Diese Projekte präsentierten die Schüler*innen im Umweltbildungszentrum: Die Kita zur Heiligen Familie zeigte eine Modenschau mit selbstgebastelten Müll-Kostümen, das Stetteninstut stellte seinen aus Müll gebauten Stettenbock vor und die Grundschule Deisenhausen performte einen Plastiksong, der durch die selbstgebastelten Instrumente begleitet wird. 

Die schiere Menge an Projekten war im vergangenen Schuljahr  überwältigend.

 

Sylvia Schaab, Sprecherin Forum Plastikfrei

Mentoring, Weiterbildung und Bildungsbox


Mentor*innen aus dem Forum Plastikfrei begleiten die Schulen in ihren Projekten und geben Tipps und Hilfestellungen, um die gesamte Kita- und Schulfamilie mitzunehmen. Weiterbildungen für das pädagogische Personal sind ebenfalls buchbar. Die Umweltstation Augsburg bietet als Kooperationspartnerin spezielle Angebote zum Thema Plastikvermeidung für Kinder und Jugendliche.

Neu im Programm ist die Bildungsbox „Plastikvermeidung“. Sie kann in der Stadtbücherei Augsburg ausgeliehen werden. Sie enthält zahlreiche Bücher für alle Altersstufen, Unterrichtsmaterial sowie Hinweise auf Podcasts und Filme.. In den kommenden Monaten werden sowohl im Landkreis Augsburg sowie im Landkreis Aichach-Friedberg weitere Boxen folgen. Paten, die diese Boxen finanzieren, werden derzeit gesucht. Wer Interesse hat, meldet sich unter kontakt@forum-plastikfrei.de

 

Selbstwirksamkeit erfahren 


Das Forum Plastikfrei hatte Anfang des Jahres dazu eingeladen, in den Einrichtungen spezielle Aktionen rund um das Thema Vermeidung von Plastikabfällen und ressourcenschonendes Verhalten zu veranstalten. Ziel des Projekts ist es, den Kindern und Jugendlichen bewusst zu machen, dass sie selbst etwas bewirken können, wenn sie sorgsam mit den Ressourcen dieser Welt umgehen.

 

Teilnehmende Einrichtungen kamen aus allen Schularten und Kitas, vor allem aus Augsburg und dem Umland. Auch aus dem Landkreis Günzburg sowie vom Bodensee meldeten sich engagierte Pädagog*innen für die Zertifizierung an und freuten sich über die Urkunde sowie die Holzplakette, die sie als Plastikfreie Schule / Plastikfreie Kita auszeichnet. Diese Plaketten fertigte der Friedberger Holzkünstler Stefan Kaindl in Handarbeit an.

 

Neue Ausschreibung im Spätherbst


In den vergangenen drei Jahren wurden insgesamt 39 Einrichtungen mit dem Zertifikat ausgezeichnet. Künftig werden neue Schwerpunkte für die Schulen gesetzt, damit sie ihr Engagement ausweiten können.

In den kommenden Wochen wird die Ausschreibung für das aktuelle Schuljahr veröffentlicht. Es werden vermehrt Weiterbildungen für das pädagogische Personal angeboten, damit das Thema ganzheitlich mitgedacht werden kann.

 

Viele Unterstützende tragen das Projekt 


Unterstützt wird das Projekt auch von den Unverpackt-Läden aus der Region (RutaNatur, AuxburgUnverpackt, ICH BIN’s), von den Abfallwirtschaftsbetrieben aus der Stadt und den Landkreisen, von der VR Bank Augsburg-Ostallgäu sowie von der Rollenden Gemüsekiste, der AVA, der Lokalen Agenda 21 und dem Lifeguide Augsburg.
 

Über das Forum Plastikfrei

 

Das "Forum Plastikfrei - Wege in ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Leben" ist Ansprechpartner für Menschen und Unternehmen, die plastikfreier und ressourcenschonender leben und handeln wollen. Die Expert*innen zeigen Alternativen zu Plastikprodukten und spüren überflüssige Verpackungen auf. Mit Aktionen wie „Bring your own Cup“ oder „Bring’s mit“ wird das Bewusstsein von Verbraucher*innen und Händler*innen für ein ressorucenschonenderes Einkaufen geschult.

 

Für seine Bemühungen hat die Gruppe von Transition Town Augsburg e.V. den Zukunftspreis der Stadt Augsburg 2018 gewonnen und wurde von RENN.süd 2019 als Projekt Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

 

Das Forum Plastikfreies Augsburg ist Teil der Lokalen Agenda 21 der Stadt Augsubrg und vertritt dabei vor allem die Zukunftsleitlinien S4 und K4.

Folgende Einrichtungen wurden ausgezeichnet:


Landkreis Aichach-Friedberg
  • GMS Merching

 

Landkreis Augsburg
  • GMS Merching  
  • Augsburg-Land
  • GMS Dinkelscherben 
  • GMS Langweid am Lech
  • GS Graben
  • Gymnasium Königsbrunn
  • Hort West - Königsbrunn
  • GS Langerringen
  • Kindergarten zur Heiligen Familie, Bobingen

 

Augsburg Stadt 
  • Holbein Gymnasium
  • Kerschensteiner GMS
  • Kita Kinderbrücke (Ekita)
  • Kita Remshartgässchen
  • Maria Theresia Gymnasium
  • Stetten Institut
  • Peutinger Gymnasium 
  • Friedrich-Ebert-MS Kita eigenaktiv
Landkreis Günzburg
  • GS Deisenhausen

 

Bodensee
  • Naturkita Waldzeit 

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Forum Plastikfreies Augsburg - Forum der Lokalen Agenda 21 - Das „Forum Plastikfreies Augsburg" möchte unnötiges Plastik und überflüssige Verpackungen aus dem öffentlichen, unternehmerischen und privaten Leben entfernen.   Buchtipp: Plastikfrei in 30 Tagen - Gesünder und nachhaltiger leben ohne Plastik   Plastikfrei in Augsburg: "Wie ich zum Trommelkreis-Hippie wurde" - Ein Jahr lang (nahezu) plastikfrei! Ein sehr persönlicher Bericht von Gastautor Michael Schnitzlein über das Sahneschütteln, geheimnisvolle Silikon-Hütchen und Jutebeutel als ständige Begleiter.
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