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Menschenunwürdiges Arbeiten auf Europas Feldern

Menschenunwürdiges Arbeiten auf Europas Feldern
Günstige Tomaten im Supermarkt? Hinter solchen Angeboten steckt oft das Machtgefälle von Konzernen zu Produzenten. Unser Gastautor, der Nachhaltigkeitsexperte und Autor Frank Herrmann deckt die Missstände hinter den niedrigen Supermarktpreisen auf.
Kirschtomaten in einer Kiste. Foto: Freepick

Tomaten ernten. Zehn Stunden pro Tag. Für 30 Euro. Bei Wind und Wetter. Und nach getaner Arbeit auf ein verfallenes Flugfeld verfrachtet werden, wo eine schäbige Behausung inmitten von Müllbergen steht – meist ohne Strom, fließendes Wasser oder eine eigene Toilette.
Was wir uns weder vorstellen noch erleben wollen, ist der triste Alltag Zehntausender afrikanischer Arbeitsmigranten – meist Männer –,die es nach ihrer langen und gefährlichen Reise durch Afrika und über das Mittelmeer nach Italien geschafft haben. Sie haben keine andere Wahl, als die Arbeit zu machen, die sonst niemand machen möchte.

Das Flugfeld, von dem die Rede ist, heißt Borgo Mezzanone und liegt rund 20 Kilometer südöstlich der italienischen Stadt Foggia. Es ist eines von mehreren Migrantengettos, die sich im Laufe der Jahre um die Stadt gebildet haben. Selbst wenn keine Erntezeit ist, leben dort rund 3.000 Menschen. In der Hochsaison sind es auch schon mal 8.000 oder mehr – ganz genau weiß das niemand. Ihren Strom zapfen sie sich illegal von umliegenden Leitungen ab. Medizinische Versorgung: Fehlanzeige. Polizei gibt es hier keine. Und Mafiagruppierungen nehmen den Erntehelfern Teile des ohnehin geringen Lohns für Transport, Wasser und Miete ab. Wehren können sich die Menschen kaum, weil sie meist keine Aufenthaltsgenehmigung oder Duldungspapiere haben.


Kontrastprogramm Deutschland

Kontrastprogramm: Irgendwo in Deutschland kaufen Menschen im Supermarkt bei sanfter Musik und angenehm kühlen Temperaturen ein. 500 Milliliter Tomatenketchup kosten bei Aldi Süd 1,49 Euro, die 650-Gramm-Schale frische Rispentomaten im Onlineshop von Rewe 1,39 Euro und die passierten Biotomaten im 500-Gramm Tetrapack bei Lidl auf das Kilo umgerechnet 0,75 Euro. Natürlich stammen nicht alle Tomaten aus Italien, sondern oftmals auch aus den Niederlanden oder Belgien. Aber Tomatenprodukte sind allgemein unschlagbar günstig zu haben.

Gut für uns, schlecht für die Bäuerinnen und Bauern. Doch nur die wenigsten Kundinnen und Kunden machen sich bei ihrem Einkauf Gedanken über die Machtverhältnisse hinter den Kulissen, die zu Niedrigpreisen, ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen und Dumpinglöhnen führen. Denn in Deutschland konzentriert sich das Geschäft mit Lebensmitteln auf vier Konzerne. Zusammen beherrschen Edeka, Lidl, Rewe und Aldi laut Bundeskartellamt mehr als 85 Prozent des deutschen Lebensmittelmarkts. 

„Lieferanten wird mit Auslistung gedroht, wenn sie sich deren Preisdiktat und Konditionenforderungen nicht beugen“, heißt es im Plattformpapier der 2018 gegründeten Initiative „Konzernmacht beschränken“. In ihr haben sich rund 30 Nichtregierungsorganisationen – darunter der BUND, Germanwatch und die Deutsche Umwelthilfe – vereint, um sich für faire Lieferketten zu engagieren. Anfang 2024 hatte das Bündnis klare Maßnahmen von der Bundesregierung und vom Bundeskartellamt gegen die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels gefordert.


Faire Lieferketten? Weit gefehlt!

Von fairen Lieferketten sind wir vor allem bei frischen Lebensmitteln noch weit entfernt. Die großen Supermarktketten nutzen ihre Marktmacht, um den Kostendruck an die Erzeugerinnen und Erzeuger weiterzugeben. 

„Kein Unternehmen kann sich nachhaltig nennen, solange es Preise unter Produktionskosten zahlt."

Forderungspapier des NGO-Bündnises „Faire Preise in der Lieferkette“

Auch die Monopolkommission weist in ihrem aktuellen Hauptgutachten auf problematische Entwicklungen in den Lebensmittel-Lieferketten hin. Die Analyse deute darauf hin, dass „die Agrarerzeuger im Laufe der Zeit immer geringere Preisaufschläge durchsetzen können, während insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel heute in der Lage ist, höhere Preisaufschläge zu realisieren als in der Vergangenheit.“

Preise unter Produktionskosten? Das ist keine Fiktion, sondern zunehmend Realität. „Wir lassen unser Obst lieber an den Bäumen verfaulen, als es zu Dumpingpreisen an einen deutschen Supermarkt zu verkaufen“, sagt resigniert der Geschäftsführer einer Bio-Zitrusfrucht-Plantage in Rosarno, tief unten im Süden Italiens, der nicht mit Namen genannt werden möchte. Oftmals bekommen sie nur 30 bis 40 Cent pro Kilo für Zitronen oder Orangen. Früchte, für die wir in Deutschland drei oder mehr Euro pro Kilo zahlen. Höhere Löhne für die Pflückerinnen und Pflücker, meist afrikanische Migranten, sind da nicht drin.


Preisdruck großer Supermarktketten

Italien ist keine Ausnahme. Auch in anderen europäischen Ländern leiden sowohl Bauern als auch Arbeiter unter dem Preisdruck großer Supermarktketten, egal, ob es sich um Himbeeren aus Portugal, Fleisch aus Rumänien, Gemüse aus Spanien oder Erdbeeren aus Griechenland handelt. In Deutschland sind die Machtspielchen der Lebensmittelhändler vor allem beim Anbau von Erdbeeren und Spargel wohldokumentiert: In einer Oxfam-Studie heißt es, Produzenten von Frischeprodukten seien besonders stark von unlauteren Handelspraktiken betroffen. Ein Großteil der befragten Verhandlungsleiter aus der Ernährungsindustrie gab an, der Lebensmitteleinzelhandel diktiere Forderungen oder ändere die Vertrags- oder Lieferbedingungen einseitig. Wichtiges Druckmittel des Handels sei die Drohung, günstigere Ware aus dem Ausland zu beziehen.

Zum Glück existieren alternative Vertriebskanäle, die auf einen direkten Handel vom Erzeuger zum Verbraucher setzen. Bauernvereinigungen, Genossenschaften oder digitale Vermarktungsplattformen wie Le Galline Felici (die glücklichen Hühner), Crowdfarming, NoCap oder Unternehmen des Fairen Handels sind nur einige Beispiele dafür, wie wir Verbraucher Olivenöl, Nüsse, Zitrusfrüchte, Avocados oder sogar Mangos aus dem Süden Europas saisonal direkt beziehen können. Die Bauern bekommen mehr Geld für ihre Produkte, die Erntehelfer menschenwürdige Löhne und wir tolle Beiprodukte, die zudem – im Fall von Obst und Gemüse – frisch geerntet zu uns kommen.


Regeln gegen unfairen Handel voranbriingen

Natürlich ist es damit nicht getan. Zu Recht fordert daher die Initiative „Konzernmacht beschränken“ von der Politik, dringend die Regeln gegen unfaire Handelspraktiken zu verschärfen. Es brauche ein besseres Agrarorganisationen-und Lieferkettengesetz mit einer Ombuds- und Preisbeobachtungsstelle und mit einem weitgehenden Verbot unfairer Handelspraktiken. Bis aus den Forderungen Realität wird, ist es noch ein langer Weg, den aber jeder von uns aktiv unterstützen kann. Die hart schuftenden und schlecht bezahlten Erntehelferinnen und -Helfer werden es ihnen danken. 
 

Erstveröffentlichung: taz-Beilage Fairer Handel 2025; Autor: Frank Herrmann 

 

Lesetipp Frank Herrmann: "Der Mächtigen Zähmung. Warum Konzerne klare Spielregeln brauchen". Gern bestellen über den sozialen Buchversand aus der Region: buch7 

 

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Vielen Ernährungs-Tipps fehlt ein kritischer Blick auf das System - Unsere Gastkolumnistin Ursula Hudson ist der Meinung, dass wir vor allem fragen sollten: Wo kommen unsere Lebensmittel her, wie wurden sie hergestellt und weiterverarbeitet? 

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Aktion „Gelbes Band“ – Pflücken erwünscht

Aktion „Gelbes Band“ – Pflücken erwünscht
Wenn ihr in den kommenden Wochen im Augsburger Land unterwegs seid und Obstbäume mit gelben Bändern seht - dann dürft ihr hier Äpfel, Birnen, Zwetschen und Co. selbst pflücken.
Streuobstwiesen liefern nicht nur die Ernte für leckeren Apfelsaft aus der Region, sondern erhalten und schützen auch bedrohte Ökosysteme. Foto: Marianne Wagner

Im Spätsommer ist es wieder so weit - die Ernte im Augsburger Land beginnt. Und vielerorts bleibt doch der ein oder andere Apfel vergessen am Baum hängen. Hier greift die Aktion "Gelbes Band": Von Sträuchern und Bäumen, die mit einem gelben Band versehen sind oder vor denen Hinweisschilder stehen, dürft ihr verbliebene Früchte für den Eigenbedarf pflücken. Ziel der Aktion ist es, Lebensmittel zu retten, bevor sie verderben.

In Königsbrunn oder dem Augsburger Land – wo genau ihr selbst ernten könnt, das erfahrt ihr auf der Website mundraub.org. Neben Früchten sind das zum Beispiel auch Kräuter wie wilder Schnittlauch. Mehr Informationen über die Aktion selbst findet ihr online bei "Zu gut für die Tonne".

Landkreis Augsburg und Gersthofen sind dabei

Auch in diesem Jahr unterstützt der Landkreis Augsburg die Aktion aktiv und stellt Bänder und Hinweisschilder für Anbieter zur Verfügung. Wer also gern die Früchte seiner Bäume und Sträucher für die Allgemeinheit bereitstellen möchte, der kann sich gern per E-Mail unter klimaschutz@LRA-a.bayern.de oder telefonisch bei Birte Grüter vom Landratsamt Augsburg unter 0821 3102 2682 melden.

Und auch in Gersthofen dürfen städtische Bäume abgeerntet werden. Wer als Privatperson seine Bäume und Sträucher mit gelben Bändern kennzeichnen möchte und deren Früchte so der Allgemeinheit zur Verfügung stellt, der bekommt die Bänder im Bürgerservice-Zentrum am Rathausplatz.

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Solidarische Landwirtschaft Blumenthal

Frisches Bio-Gemüse, gemeinschaftlich getragen: Die Solawi Blumenthal verbindet ökologischen Anbau mit solidarischem Miteinander – regional, saisonal und direkt vom Feld.

Schloss Blumenthal
Blumenthal 1a
86551 Blumenthal
Deutschland

Solawi bei Schloss Blumenthal

Die Solidarische Landwirtschaft (SoLawi) auf Schloss Blumenthal versteht sich als alternatives Modell zu konventioneller Landwirtschaft: ökologisch, gemeinschaftlich und zukunftsorientiert. Rund 110 Haushalte aus Augsburg und Umgebung beziehen hier wöchentlich frisches, saisonales Gemüse – angebaut auf 1,5 Hektar Land direkt vor Ort. Die Solawi ist Teil der Biohof Blumenthal eG.

Das Prinzip ist einfach: Die teilnehmenden Haushalte übernehmen gemeinsam die Kosten für Anbau und Pflege der Gärtnerei. Im Gegenzug erhalten sie einen Anteil der Ernte – Woche für Woche, direkt vom Feld. Dadurch ist der landwirtschaftliche Betrieb finanziell abgesichert, und die Abnehmer*innen erhalten hochwertiges Gemüse in Bio-Qualität, ganz ohne Verpackung und lange Transportwege.

Die Ernte umfasst rund 50 verschiedene Gemüsesorten – darunter auch alte und seltene Sorten. Angebaut wird sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus. Die Gärtnerei arbeitet nach ökologischen Prinzipien: ohne chemische Dünger oder Pestizide, dafür mit Humusaufbau, Kompost, Mist und viel Handarbeit. Da keine Unkrautbekämpfungsmittel eingesetzt werden, bedeutet diese Form des Anbaus auch deutlich mehr manuellen Einsatz – zum Beispiel beim Unkrautjäten. Der Aufwand ist hoch, doch die Qualität und der achtsame Umgang mit Boden und Pflanzen stehen im Mittelpunkt.

Das Gemüse kann in Blumenthal selbst oder an verschiedenen Verteilerstellen abgeholt werden – u. a. in Augsburg (Jakobertor, Stadtmarkt, Waldorfschule), Altomünster, Dachau, Friedberg, Merching und weiteren Orten in der Region.

Neben der Versorgung der beteiligten Haushalte beliefert die Solawi auch das Gasthaus von Blumenthal. Gäste essen hier Gemüse, das sie vorher vielleicht im Garten gesehen haben – regionaler und frischer geht es kaum. Das Gemüse gibt es auch im Hofladen auf dem Schlossgelände.

Wer das Konzept kennenlernen möchte, kann ein vierwöchiges Probeabo für 69 Euro abschließen. Hier gibt es weitere Infos. 

 

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Ein Beitrag über die SOLIDARISCHE LANDWIRTSCHAFT AUGSBURG

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Landwirtschaft
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Käserei Schloss Blumenthal – Bio-Ziegenkäse und Milchprodukte

Ziegenkäse mit Charakter, Kräutern und richtig guter Haltung – frisch aus Blumenthal. Wer mag, findet ihn freitags in Dachau, sowie auf dem Augsburger Stadtmarkt und samstags auf dem Bauernmarkt des Augsburger Stadtmarkts.

Schloss Blumenthal
Blumenthal 1
86551 Blumenthal
Deutschland

In der Käserei von Schloss Blumenthal trifft traditionelles Handwerk auf ökologische Landwirtschaft. Verarbeitet wird ausschließlich Milch von den hofeigenen Ziegen – direkt vor Ort und in sorgfältiger Handarbeit. Das Sortiment reicht von Frisch- und Weichkäse über Schnitt- und Grillkäse bis hin zu Joghurt, Quark und Lassi. Viele Produkte werden mit Kräutern, Blüten oder Gewürzen verfeinert, ganz ohne künstliche Zusatzstoffe. Verwendet werden ausschließlich Milchsäurebakterien und Naturlab. 

Besonders ist auch die offene Gestaltung der Käserei: Besucher*innen können durch große Fenster einen Blick in die Produktion werfen – meist montags, mittwochs, freitags und samstags.

Erhältlich sind die Käsespezialitäten im Blumenthaler Hofladen, an der Hotelrezeption und in den Sommermonaten auch im Biergarten.  Auch in verschiedenen Läden, wie etwa ruta Natur, Fünf/Achtel, Bios Naturkost und viele mehr, könnt ihr ausgewählte Produkte kaufen.

Außerdem bekommt ihr den Ziegenkäse regelmäßig auf folgenden Märkten
– freitags steht das Blumenthaler Marktmobil von 8 bis 13 Uhr auf dem Wochenmarkt am Unteren Markt in Dachau

– freitags auf dem Augsburger Stadtmarkt
– samstags von 7 bis 14 Uhr auf dem Bauernmarkt des Stadtmarkts Augsburg

Neben Ziegenkäse gibt es hier auch Wurstwaren vom Schwein und von der Ziege – alles aus hofeigener, nachhaltiger Erzeugung.

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Die Landkäserei Reißler in Nordendorf im Naturpark Augsburg

Der Bauernmarkt auf dem Stadtmarkt Augsburg

Öffnungszeiten
Montag 14:00 - 19:00 Uhr
Donnerstag 14:00 - 19:00 Uhr
Freitag 9:00 - 19:00 Uhr
Samstag 9:00 - 19:00 Uhr
Hofläden
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Landwirtschaft

Bioland-Hof Kastner - Eier, Nudeln, Mehl und Gemüse in Gabelbach

Im Selbstbedienungs-Häuschen auf dem Hof in Gabelsbach gibt es selbst angebaute Bioland-Produkte wie Gemüse, Eier, Nudeln und Mehl. Eine Besonderheit ist sicherlich der Lupinenkaffee.

An d. Annakapelle 2
86441 Zusmarshausen
Deutschland

Hühner des Bioland-Hof Kastner auf der Wiese

Seit mehreren Generationen bewirtschaftet die Familie Kastner ihren biologischen Hof in Gabelbach, mitten im idyllischen Zusamtal. Der Hof erstreckt sich über malerische Felder und grüne Wiesen, wo die Familie einen ganzheitlichen Ansatz zur Landwirtschaft pflegt. Nachhaltigkeit und eine enge Verbindung zur Natur stehen dabei im Mittelpunkt.


Die Kastners bauen ihre Produkte ohne den Einsatz chemischer Düngemittel oder Pestizide an, um die Gesundheit des Bodens, der Tierwelt, der Umwelt und der Kunden zu erhalten. Die Hühner und Hähne leben artgerecht in mobilen Ställen auf den umliegenden Wiesen. Sie genießen täglich frisches Gras, einen großzügigen Auslauf und hochwertiges Bio-Futter. Durch die Haltung einer Zweinutzungs-Rasse und die Unterstützung der Aufzucht der Brüder der Hühner leistet der Hof einen aktiven Beitrag gegen das Kükentöten.

 

Vielfältige Produkte direkt vom Feld


Auf den Feldern wachsen neben verschiedenen Getreidearten auch Gemüse wie Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch und Karotten. Zwischen den Hauptkulturen baut die Familie artenreiche Zwischenfrüchte an. Diese Maßnahmen, ergänzt durch Blühstreifen und bodenschonender Bearbeitung, sichern langfristig die Bodenfruchtbarkeit und fördern die Artenvielfalt.


Die Produkte gibt es im Hofladen (SB Verkaufshäuschen) in Gabelbach oder jeden Freitag von 10 bis 14 Uhr beim Stand auf dem Diedorfer Wochenmarkt zu kaufen. Alle Produkte entstehen nach den strengen Richtlinien des Bioland-Verbandes und stammen direkt vom Bioland-Hof der Familie Kastner. Das Sortiment umfasst Eier, Eiernudeln, Suppenhühner, Dinkelmehl, Lupinenkaffee, Kartoffeln sowie Gemüse.
 

Öffnungszeiten
tägl. geöffnet SB Verkaufshäuschen
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Landwirtschaft
Selbstbedienung

Biohof Birkmeir - frisches Obst und Gemüse aus Pöttmes

Gemüse, Obst und frische Rohmilch - all das bekommt ihr in Demter Qualität auf dem Hof der Familie Birkmeir. Bringt eure eigenen Verpackung mit!

Biohof Birkmeir
Kappellenstraße 6
86554 Pöttmes
Deutschland

Biohof der Familie Birkmeir Foto:Elias Birkmeir

Landwirtschaftliches Kleinod 

Der Hof der Familie Birkmeir ist ein pulsierender Mikrokosmos des Lebens. Im Laufstall tummeln sich die Kühe, während Jungvieh und Kühe friedlich auf den saftigen Weiden grasen. Auf den Feldern sprießen Kartoffeln und Getreide, und die Moor- sowie Streuobstwiesen vervollständigen das idyllische Bild. Im Gemüsebau gedeihen frische Feldfrüchte, die das Herz eines jeden Naturliebhabers höher schlagen lassen.

Seit 1954 bewirtschaftet die Familie Birkmeir ihren Hof in der zweiten Generation nach biodynamischen Prinzipien. Mit unermüdlichem Engagement setzen sie sich für den Natur- und Artenschutz ein, sowohl auf ihrem eigenen Land als auch in ehrenamtlichen Projekten. Besonders stolz sind sie auf die 70-jährige Partnerschaft mit der Bioreform-Mühle Donath-Mühle in Bad Wörishofen.
 

„Mir ist besonders wichtig, durch die Landwirtschaft als Berufung Natur und Mensch zusammenzubringen, damit die Landwirtschaft wieder ökologischer, die Natur wieder vielfältiger und die Menschen wieder zufriedener werden.“ 


Hubert Birkmeir, Landwirt

Einkauf und Führungen auf dem Hof

 

Im kleinen Ab-Hof-Verkauf können sich Besucher rund um die Uhr selbst bedienen und aus einer breiten Palette an Produkten wählen. Auch frische Rohmilch kann direkt vor Ort gezapft werden. Die Birkmeirs legen großen Wert auf Umweltfreundlichkeit - auch bei Verpackungen. Wer hier einkauft muss seine eigenen Kisten, Flaschen und Transportbehältnisse mitbringen.


Die Familie Birkmeier möchte ihre Art der Landwirtschaft gerne allen Besuchenden näherbringen. So können bei Führungen Kindergruppen, Kindergarten- und Schulkinder den Hof erkunden und viel über Kühe, Kälber, Gemüse, Kartoffeln, Wildkräuter sowie die faszinierende Vielfalt von Insekten und Vögeln lernen. Un auch im Stall sind Besucher herzlich willkommen, denn die Kühe lieben Gesellschaft!
 

Öffnungszeiten
tägliche Selbstbedienung
Cafés & Restaurants
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Landwirtschaft

Biohof Hausmann - Hofladen und Café in Ehingen

Der Hausmann Biohof bietet frische, biologisch angebaute Produkte, frisch gebackenes Brot und regionale Spezialitäten. Im Hofladen und Café gibt es die Produkte zu kaufen oder direkt zu genießen.

Biohof Hausmann
Hauptstraße 59
86678 Ehingen
Deutschland

Biohof und Café Hausmann Außenansicht

Biodiversität als Leitbild

Im malerischen Schmuttertal, 30 Kilometer nordwestlich von Augsburg, liegt der Biohof Hausmann. Dieser traditionelle Familienbetrieb baut seit drei Generationen mit Leidenschaft und Respekt Lebensmittel an. Die Familie Hausmann setzt auf nachhaltige Landwirtschaft mit vielfältiger Fruchtfolge, Zwischenfrüchten und hochwertigen, natürlichen Düngemitteln. Diese Methoden schonen die Böden und fördern die Biodiversität. 
Als biologischer Familienbetrieb liegt der Familie Hausmann besonders am Herzen, ihre Region zu stärken und mit besten Lebensmitteln zu versorgen. Sie pflegen einen nachhaltigen und respektvollen Umgang mit Böden, Partnern und Kunden. Heimatverbundenheit und echtes Handwerk sind ihr Anspruch. In der Hofbäckerei verarbeiten sie ausschließlich Urgetreide aus eigenem, biologischem Anbau – vom Feld bis zum fertigen Produkt, stets in bester Qualität. 

Seit 2015 folgt der Biohof Hausmann den strengen Richtlinien des Biokreises und verzichtet konsequent auf chemisch-synthetische Düngemittel und Pflanzenschutzmittel. Stattdessen nutzen sie natürliche, langsam wirkende Substanzen wie selbst produzierten Kompost, um gesunde und ertragreiche Böden zu fördern.

Nicht nur die Böden profitieren: Mit einem eigenen Solarpark, der seit 2010 etwa 400 Haushalte mit grüner Energie versorgt, setzt der Hof auf eine nachhaltige Zukunft

Vom Ursprung zum Genuss 

Genuss pur – das ist das Motto der hofeigenen Bäckerei. Drei Tage die Woche entdecken Kunden die frischen Produkte im Hofladen mit Café, und rund um die Uhr ist das Selbstbedienungshäuschen geöffnet. Hier kann man ein gemütliches Frühstück oder eine Tasse Kaffee mit selbstgebackenen Kuchen genießen. Ein Highlight aus der Hofbäckerei: das köstliche Urgetreide-Sauerteigbrot, knusprig im Südtiroler Holzofen gebacken. Daneben erwarten die Kunden viele weitere Leckereien wie Semmeln, Brezen sowie handgemachte, bäuerliche Kuchen und Hefegebäck – alles in liebevoller Handarbeit hergestellt. Das Sortiment wird mit Lebensmitteln für den täglichen Gebrauch abgerundet, natürlich in Bio-Qualität.
 

„In meinem Brot steckt Handarbeit und Leidenschaft – das schmeckt man.“

 

Judith Hausmann, Hofbetreiberin

Im Hofladen gibt es neben Backwaren, Nudeln und Mehlen auch Obst und Gemüse, eine erlesene Auswahl an Wurst und Käse sowie Bio-Weine aus Deutschland. Viele dieser Lebensmittel kauft man unverpackt, was den nachhaltigen Ansatz des Hofes betont.

Öffnungszeiten
Wochentag Uhrzeit
Do, Fr 9:00 - 17:00 Uhr
Sa 08:00 - 12:00 Uhr
Selbstbedinungshäuschen rund um die Uhr geöffnet

Artenvielfalt - Gersthofen verschenkt Obstbäume

Artenvielfalt - Gersthofen verschenkt Obstbäume
Für ein besseres Stadtklima und mehr Artenvielfalt hat sich die Stadt jetzt etwas Besonderes einfallen lassen: Sie verschenkt 1.000 Obstbäume an Gersthofener Gartenbesitzer*innen.
Gute Idee der Woche

Projekt "1.000 Obstbäume für Gersthofen"


Ab Mitte September verschenkt die Stadt Obstbäume an alle Gersthofer*innen, die einen Garten besitzen. Das Prinzip ist einfach: Obstbaum für den Garten kaufen und die Rechnung bei der Stadt einreichen. Diese übernimmt dann den Kaufbetrag in einer Höhen von bis zu 50 Euro pro Baum. Egal ob es sich um einen kleinen Säulenapfel, eine alte Birnensorte oder ein Pflaumenbaum handelt. Für eine erfolgreiche Pflanzung empfiehlt die Stadt Gersthofen, möglichst alte lokale Sorten zu verwenden, da diese mit den Standortbedingungen in der Region besonders gut zurechtkommen.


Die Förderbedingungen

 
Insgesamt können bis zu 1.000 Obstbäume gefördert werden. Jeder Haushalt oder Verein in Gersthofen kann eine Förderung von einem Obstbaum beantragen. Es können aber nur Obstbäume gefördert werden, die ab dem 15.09.24 gekauft wurden. Die Förderung muss nicht im Voraus beantragt werden. Einfach den Baum in der Baumschule, im Gartencenter oder Baumarkt kaufen und im Nachhinein die Rechnung und ein Foto einreichen.

 

Über ein Online-Formular oder ein Antragsformular, dass im Bürgerservice-Zentrum erhältlich ist, können Rechnung und Foto eingereicht werden. Eine genaue Beschreibung zum Förderantrag-Ablauf ist in der Förderrichtlinie, die ebenfalls online oder im Bürgerservice-Zentrum erhältlich ist, einsehbar.
 
Alle Informationen und eine Übersicht über verschiedene Obstbäume sowie weitere Tipps zur Auswahl von passenden Obstbaumgehölzen, Pflanzung und Pflege von Obstbäumen hat die Stadt in einem Infoblatt zur Baumauswahl und Pflege unter gersthofen.de zusammengestellt.


Die Idee dahinter


 Die Stadt Gersthofen hat das Projekt "1.000 Obstbäume für Gersthofen" ins Leben gerufen, um Privatpersonen und Vereine dazu zu ermutigen, Obstbäume im eigenen Garten zu pflanzen. Der Antrag für das Projekt kam aus der Stadtratsfraktion der SPD/Die Grünen.

„Das Ziel dabei ist es, einerseits etwas für die Artenvielfalt zu tun. Bäume sind Nahrungsquelle und bieten Lebensraum für Tiere. Andererseits soll die Aktion Gersthofen grüner machen und das Stadtklima verbessern."

 

Ulrike Seibert, zuständig für Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei der Stadt Gersthofen

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Aktion „Gelbes Band“ – Pflücken erwünscht -Wenn ihr in den kommenden Wochen im Augsburger Land unterwegs seid und Obstbäume mit gelben Bändern seht - dann dürft ihr hier Äpfel, Birnen, Zwetschen und Co. selbst pflücken.

 

Stauden-Saft von der Streuobstwiese – Lecker, gesund und nachhaltig: Saft aus der Region. Und gut für Vögel und Insekten sind Streuobstwiesen auch!

 

Nachhaltiger Ausflug: Zur Baumblüte nach Langenneufnach – Per Carsharing in die westlichen Wälder. Dort wandert ihr den Streuobstweg entlang und genießt euer Picknick aus dem Unverpackt-Laden.

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Hofläden

Hafnerbauer Gablingen - Bioprodukte aus eigenem Anbau

Im Hofladen vom Hafnerbauern finden Kundinnen und Kunden Bio-Produkte wie Gemüse und Öl aus eigenem Anbau, Eier aus dem Hühnermobil, Brot und andere Leckereien aus der Region.

Hofladen Rotter
Biberbacher Str. 46
86456 Gablingen
Deutschland

Eingang des Hofladens Hafnerbauer

Regional und bio vom Hafnerbauer

Familie Rotter bewirtschaftet ihren Bio-Betrieb in und um Gablingen und ist dabei innovativ und breit aufgestellt. Den Familienbetrieb gibt es bereits seit 1907 und seit 2016 produzieren sie in Bioqualität. 

Ein Gewächshaus auf dem Hofgelände versorgt den Hofladen mit eigenem Gemüse und Obst. Im Sommer gibt es auch Freilandgemüse. Grundsätzlich wird saisonal angebaut – das, was zur jeweiligen Jahreszeit auch wächst. Paprika wird im Mai angepflanzt und im Winter typisches Gemüse wie Kohl. Zusätzlich gibt es frische Eier von den Hühnern zweier Mobilställe. Auf dem Hof leben zudem mehrere Weiderinder.

Für die Familie Rotter, die den Hof gemeinsam in zwei Generationen betreibt, ist der Kreislauf der Natur sowie gesunde Lebensmittel wichtig.

„Wir brauchen einen gesunden Boden und das ist natürlich nur mit Bio möglich. Daher arbeiten wir im Kreislauf mit der Natur!“


Manuela Rotter, Hafnerbauer 

Daher freuen sie sich, dass sie durch die Verbindung zur Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg den Kontakt zur Bäckerei Cumpanum aufgebaut haben, der sie ihren Dinkel liefern. Denn der Schwerpunkt des Hofes liegt vor allem im Ackerbau von Getreide und Kartoffeln.

 

Im Laden gibt es alles, was man zum täglichen Leben so braucht: Kartoffeln, Gemüse und Speiseöle aus eigenem Anbau. Darüber hinaus Mehl, Brot und Gebäck, Milch und Milchprodukte, Honig, Gemüsekonserven, Fruchtaufstriche, Wein und vieles mehr - alles in Bioqualität. Produkte, die Familie Rotter nicht selbst anbaut, stammen größtenteils aus Biohöfen in der Region. So unterstützen sich die Höfe gegenseitig mit ihren jeweils eigenen Produkten.

 

Öffnungszeiten
Wochentag Uhrzeit
Do, Fr 08:00 – 17:00 Uhr
Sa 08:00 – 12:00 Uhr
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Landwirtschaft

Strausser Hof - Bio-Getreide und Gemüse aus den Stauden

Die Familie Mögele bietet in ihrem Hofladen Gemüse und Getreide aus eigenem Bioanbau sowie handgemachte Nudeln aus Dinkel, Emmer und Weizenan. 

Solawi Strausserhof e.V.
St-Martin-Straße 12
86459 Gessertshausen
Deutschland

Die Einfahrt zum Strausser Hof in Gessertshausen.

Der Strausser-Hof, idyllisch in den Westlichen Wäldern gelegen, befindet sich im kleinen Ort Döpshofen, nahe Oberschönenfeld. Die Familie Mögele baut hier nach Bioland-Richtlinien Gemüse und Getreide an und verarbeitet diese zu Nudeln, die sie neben anderen eigenen Produkten in ihrem Hofladen anbieten. Regionalität und naturnahe Landwirtschaft lautet ihr Motto. Die Mehle stammen aus einer Vielfalt an Getreidesorten, darunter Roggen, Dinkel und Weizen, aber auch aus weniger verbreiteten Sorten wie Lupinen, Emmer und Hanf.

 

Die Familie Mögele ist eine tragende Säule der Solidarischen Landwirtschaft Augsburg, die sie mitbegründet haben. Zudem arbeiten sie eng mit dem Herzstück Horgau e.G. zusammen und sind ein wichtiger Teil der Genossenschaft. Kein Wunder also, dass die Mögeles nach dem Grundsatz arbeiten: 

„So nah wie möglich, so fern wie nötig.“

 

Jakob Mögele, Strausser Hof

Die Familie Mögele führt den Hofladen bereits in vierter Generation. Ihr Ziel: wirklich nachhaltig leben. Dafür engagieren sie sich. Wo immer es um ökologische Landwirtschaft geht, begegnet man vor allem Jakob Mögele oder seinem Vater Christian Mögele, der auch Vorstand der Genossenschaft Herzstück Horgau ist.

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Das Herzstück in Horgau - Das „Herzstück“ in Horgau ist ein Laden mit Kaffeewirtschaft, in dem es Bio-Produkte aus der Region ohne viel Verpackungsmüll gibt.

 

Solidarische Landwirtschaft - Die Solawi-Augsburg ist ein Projekt von Aktiven auf dem Land und in der Stadt. Anbau, Planung und Vertrieb werden gemeinsam beraten. Die Abnehmer*innen der Lebensmittel helfen bei der Ernte mit und sichern den Landwirt*innen feste Erträge.

 

Vereinstreff Solidarische Landwirtschaft - Gemüse-Verteiler, Begegnungsstätte und Informationsstelle zur Solidarischen Landwirtschaft

Öffnungszeiten
Di 16:00 – 18:30 Uhr
Fr 14:00 – 18:00 Uhr
Sa 10:00 – 12:00 Uhr
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