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swa erleben: Offenes Gaswerk

swa erleben: Im Gaswerk

Gaswerk
Am Alten Gaswerk 1
86156
Augsburg
Gaswerk Augsburg, Foto: swa / Thomas Hosemann
Die Stadtwerke Augsburg (swa) laden euch auf das Gaswerksareal in Oberhausen ein. Auf dem Programm steht eine historische Führung, eine VR-Tour, eine Audio-Tour, eine Kunstführung und ein atemberaubender Blick vom 84 Meter hohen Gaskessel.

Das Gaswerk – Industriegeschichte, Kunst und ein Rundblick auf die Stadt

Am Sonntag, den 19.07.2026 könnt ihr im Gaswerk Augsburg an einer historischen Führung über das Gelände teilnehmen. Vertreter*innen des Gaswerksfreunde e.V. erklären euch den geschichtlichen Hintergrund des Gaswerkareals. Es wir zwei kostenlose Führungen geben, die um 10:30 Uhr und 13:00 Uhr stattfinden. Je Führung solltet ihr etwa zwei Stunden einplanen. Wenn ihr teilnehmen wollt, dann meldet euch bitte unter www.sw-augsburg.de/swa-erleben an.

Ihr könnt aber auch per Audioguide das Geländen des Gaswerks auf eigene Faust erkunden. An zwölf Stationen des denkmalgeschützten Geländes finden ihr QR-Codes zum Abscannen. Ob Portalgebäude, Ofenhaus, Kühlergebäude oder großer Scheiben-Gasbehälter, auf der Website swa.to/audiogaswerk sind Audioguide-Dateien zu den einzelnen Stationen zu finden. Sie lassen sich ganz einfach über euer Smartphone abrufen.

Die Kunstführung von Kunstschaffenden aus dem Gaswerk führt euch zu den Proberäumen und Ateliers, die die swa Augsburger Künstler*innen zur Verfügung stellt. Treffpunkt ist unter dem Torbogen beim Portalgebäude. Neben einem Rundgang zu den Kunstexponaten im Außenbereich geht es in die Ateliers der Gaswerkskünstler*innen. Die Führung startet um 13:30 Uhr. Bitte meldet euch unter sw-augsburg.de/swa-erleben an.

Und wer will, der kann auch noch den atemberaubenden Blick vom 84 Meter hohen Gaskessel auf die Stadt Augsburg genießen. Für den Aufstieg müsst ihr schwindelfrei sein und festes Schuhwerk tragen. Der Aufstieg erfolgt mit maximal neunzehn Personen und kostet 10,00€, mit der swa City Card nur 8,00€ und findet ausschließlich bei guter Witterung statt. Aufstiege sind um 11:00 Uhr, 12:00 Uhr, 13:00 und 14:00 Uhr. Kinder zwischen sechs und 14 Jahren dürfen nur in Begleitung Erwachsener nach Voranmeldung gratis aufsteigen.

 

Info

  • swa erleben: offenes Gaswerk
  • Sonntag, der 19.07.2026
  • ab 10.30 Uhr
  • Gaswerk, Am Alten Gaswerk 1, 86156, Augsburg
  • Gaswerk History und Kunstführung kostenfrei
  • Kosten Aufstieg Gaskessel; 10,00€ (ermäßigt: 8,00€) angemeldete Kinder zwischen 6 und 14 Jahren kostenfrei
  • Anmeldung für alle Veranstaltungen unter sw-augsburg.de/swa-erleben

 

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Walkable City: Die Mozarts in Augsburg

Walkable City: Die Mozarts in Augsburg
Klassische Musik, Geschichte und Geschichten – all das bietet euch unsere Walkable-City-Tour zur Familie Mozart. Folgt den Spuren hin zu einer der berühmtesten Musiker-Familien ihrer Zeit die bis ins heute nachhallt.
Das Mozartdenkmal im sommerlichen Fronhof in der Nähe zum Augsburger Dom. Bild Regio Augsburg

Augsburg lebt Kunst! Modern und Klassisch. Das Mozartfest, das zu den hochkarätigsten Musikfestivals gehört findet hier in der Heimatstadt von Leopold Mozart statt. Selbst in Augsburg zum Musiker ausgebildet, ebnete er seinem Sohn Wolfgang Amadé Mozart dessen weltberühmte Karriere. 

Und die Augsburger*innen fühlen sich nicht nur ihrer Geschichte verpflichtet. Sie geben Kunst und Kultur Raum für heutige und kommende Generationen. Damit auch sie die Möglichkeiten haben, ihre Talente zu entdecken und zu fördern. Wie wichtig das den Menschen in Augsburg ist, zeigt, dass sie Kunst und Kultur zu einer tragenden Säule der Zukunftsleitlinien der Stadt gemacht haben.

Ein unterhaltsamer Spaziergang zu den Mozarts

Die Mozarts waren eine schwäbische Familie. Die ersten Mozarts verdienten ihren Lebensunterhalt als Bauern und Maurer. Ab 1643, als die Mozarts Augsburger Bürger wurden, stiegen sie zu Baumeistern, Buchbindern und Bildhauern auf. Der Weg in die Kunst war geebnet und so gewann die Musik an Bedeutung und in der Familie wuchs der bekannteste Spross Wolfgang Amadeus Mozart heran. Den Grundstein für dessen Karriere legte die Stadt Augsburg mit ihren Bildungsmöglichkeiten, die sie seinem Vater Leopold Mozart bot, der hier eine umfassende musikalische Ausbildung erhielt. Wolfgang Amadé selbst war fünfmal in der „vatterstatt meines papa" – und erlebte hier 1777 mit seiner Cousine Maria Anna Thekla Mozart, dem „Bäsle", sein erstes erotisches Abenteuer.

Auf der Mozart-Tour, die die Regio Tourismus Augsburg entwickelt hat, begleitet euch klassisch ein Flyer oder digital die passende kostenlose App (im Apple Store und bei Google Play), die mit Videos und Augmented-Reality-Szenen einen spannenden Mehrwert liefert.

 

Tour-Stationen

Station 1 – Leopold-Mozart-Haus in der Frauentorstraße 30

Euer Rundgang beginnt dort, wo alles anfing: im Leopold-Mozart-Haus in der Frauentorstraße. In diesem ehemaligen Handwerkerhaus wurde am 14. November 1719 Leopold Mozart geboren. Auf drei Etagen und in elf Themenräumen taucht ihr in sein Leben und Wirken ein – als Musiker, Komponist und Vize-Kapellmeister am Hof des Erzbischofs von Salzburg, aber natürlich auch als Entdecker und „Manager" seines berühmten Sohnes. Das heutige Museum beherrbergt die begehbare Reisekutsche, das Hammerklavier seines Augsburger Freundes Johann Andreas Stein und das barocke Zimmertheater der Familie. 

Die begehbare Kutsche im Leopold Mozart Haus in Augsburg, Bild von Christian Menkel
Station 2 – St. Georg und die Stiftsgebäude in der Georgenstraße/Thommstraße

Nur wenige Schritte weiter stoßt ihr auf St. Georg – eine Kirche, die für die Mozarts über Generationen eine besondere Rolle spielte. Pater David Mozart, ein Sohn des ersten Augsburger Mozart-Vorfahren, war hier ab 1686 als Prediger tätig. Sein Bruder Hans Georg barokisierte als Werkmeister des Domkapitels von 1702 bis 1705 die Stiftsgebäude neben der spätgotischen Kirche. Und in eben dieser Kirche, in der Hochzeitskirche seiner Eltern, wurde Leopold Mozart im November 1719 getauft.

Kirche St. Georg von aussen, Bild Regio Tourismus Augsburg
Station 3 – Wohnhaus Hans Georg Mozarts beim Äußeres Pfaffengässchen 24

Gleich um die Ecke, im Äußeren Pfaffengässchen, liegt das Wohnhaus des wohl erfolgreichsten Augsburger Mozart-Vorfahren: Hans Georg Mozart, Werkmeister des Domkapitels, baute an Kirchen, an Jesuitenschlössern und am Fuggerschloss in Wellenburg mit. Das Haus im Domviertel hatte er 1681 erworben. Eine Gedenktafel an der Fassade erinnert an Leopold Mozarts Großonkel – schaut genau hin, die meisten laufen einfach daran vorbei.

Station 4 – Denkmal für Maria Anna Thekla Mozart in der Jesuitengasse 24

Weiter geht's in die Jesuitengasse, wo eine Bronzetafel an das „Bäsle" erinnert – Maria Anna Thekla Mozart, Cousine von Wolfgang Amadé und Tochter des Buchbindermeisters Franz Alois Mozart. Hier, in einem heute längst zerstörten Anwesen, wurde sie am 25. September 1758 geboren. Mozart entdeckte mit ihr die Liebe – und schrieb ihr anschließend jene berühmten „Bäsle-Briefe".

Station 5 – Mariendom bei Hoher Weg 

Der Augsburger Dom wurde zur Pfarrkirche der Familie Mozart, nachdem Leopold Mozart 1721 mit seinen Eltern aus der Frauentorstraße in die nahegelegene Jesuitengasse gezogen war. Alle acht jüngeren Geschwister Leopolds wurden hier getauft. Als Sängerknabe in der Ulrichsbasilika und der Heilig-Kreuz-Kirche half er wohl auch im Dom als „Discantist" aus. Heute singen hier die Augsburger Domsingknaben.

Das Bild zeigt den Dom von Augsburg, Bild von lapping Pixabay.de
Station 6 – Mozartdenkmal im Fronhof

Im Fronhof zwischen Dom und bischöflicher Residenz steht das 1991 von der Mozartgemeinde Augsburg gestiftete Doppeldenkmal für Leopold und Wolfgang Amadé Mozart. Und wenn ihr den Sommer in Augsburg verbringt, könnt ihr hier bei den „Konzerten im Fronhof" Mozarts Musik unter freiem Himmel genießen.

Mozartdenkmal mit dem Bildplaketten von Leopold Mozart und Wolfgang Amadeus Mozart in Fronhof Augsburg, Bild Regio Tourismus Augsburg
Station 8 – Mozartrelief am „Weißen Lamm" in der Ludwigstraße/Beim Hafnerberg

Auf dem Weg in die Innenstadt passiert ihr den Ort des ehemaligen Gasthofs „Zum Weißen Lamm" – einst eine der nobelsten Adressen der Stadt. 1777 logierte Mozart hier 15 Tage lang, auf Empfehlung seines Vaters. Hier verabschiedete er sich unter Tränen vom geliebten „Bäsle" und kehrte erst 1790, auf der Rückreise von Frankfurt, noch einmal hier ein – im selben Jahr übernachtete übrigens auch Goethe in diesem Haus. Eine Gedenktafel mit zwei Bronzereliefs erinnert an die beiden berühmtesten Gäste.

Station 9 – Katholische Heilig-Kreuz-Kirche in der Heilig-Kreuz-Straße

Vater Leopold Mozart war hier einst Sängerknabe. 1777 spielte Wolfgang Amadé die Orgel in der Kirche. Im März 1781 kehrte er gemeinsam mit Vater Leopold und Schwester „Nannerl" zurück – die ehemaligen „Wunderkinder" unterhielten mit einer „beynahe mehr als himmlischen Musik". Gleich daneben steht die evangelische Heilig-Kreuz-Kirche – die Doppelkirchen gelten als Symbol der „Augsburger Parität". 

Station 10 – Perlachturm am Rathausplatz 6

Am Rathausplatz mit dem Perlachturm, gab Mozart 1777 eine private „Akademie" vor den Patriziern der Reichsstadt – und war hinterher stocksauer über die kärgliche Gage. Seinen Unmut ließ er in einem Brief an den Vater aus, in dem er die anwesende Nobless mit höchst unfeinen Kosenamen bedachte. Heute lässt das Glockenspiel des Perlachturms täglich Melodien der beiden Mozarts erklingen. (Aktuell wird der Perlachturm saniert)

Station 11 – Rathaus und Goldener Saal beim Rathausplatz 2 

Direkt neben dem Perlachturm steht das Rathaus – eines der bedeutendsten Renaissancebauwerke nördlich der Alpen. Den Goldenen Saal besuchte die Familie Mozart im Sommer 1763 gemeinsam, als Teil des touristischen Programms. Auch heute gehört er noch dazu und sollte von euch auf jeden Fall besucht werden.

Augsburg, Rathaus, Perlachturm,Augsburg bei Nacht, Renaissance, Rathausplatz Augsburg, Foto Cynthia Matuszewski
Station 12 – Fuggerhäuser bei der Maximilianstraße 36/38 sowie Zeugplatz 7

Weiter die Maximilianstraße hinunter erreicht ihr die Fuggerhäuser. Hier gab Mozart 1777 sein einziges öffentliches Konzert während seines 15-tägigen Augsburg-Aufenthalts – Graf Fugger hatte den Konzertsaal kostenlos zur Verfügung gestellt. Viel Applaus, wenig Honorar: Mozart war nicht restlos begeistert. Der Russische Saal, in dem das Konzert stattfand, fiel im Zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer. Ein Besuch der erhaltenen Badstuben lässt den einstigen Glanz des Stadtpalastes aber noch erahnen.

Fugger-Palais in Augsburg, Foto: Regio Augsburg Tourismus GmbH
Station 13 – Hotel „Maximilian's" in der Maximilianstraße 40

Gleich nebenan liegt das Hotel „Maximilian's". Zweimal logierte die Familie Mozart hier: 1763 ganze zwei Wochen lang und 1766 für eine Nacht, jeweils auf der Hin- beziehungsweise Rückfahrt ihrer großen Westeuropareise nach Paris und London.

Station 14 – Stein'sches Wohnhaus am Ulrichsplatz 10

Am Ulrichsplatz steht das Haus des Orgel- und Klavierbauers Johann Andreas Stein, eines langjährigen Freundes von Vater Leopold. Mozart besuchte ihn 1777 gemeinsam mit dem „Bäsle", testete Orgeln und probte im Salon für sein Konzert in den Fuggerhäusern. Stein und der Domorganist Demmler traten damals an seiner Seite auf. Eine Gedenkinschrift an der Barockfassade nennt den Augsburger einen „Freund der Mozarts" – einen Hammerflügel aus seiner Werkstatt konntet ihr an der ersten Station der Tour, dem Leopold Mozart Haus, bewundern. 

Station 16 – St. Ulrich und Afra am Ulrichsplatz 21

Direkt am Ulrichsplatz ragt die mächtige Ulrichsbasilika auf. Leopold Mozart war hier einst Sängerknabe; 1763 besuchte er die Kirche mit der ganzen Familie. Am 18. Oktober 1777 spielte Wolfgang Amadé auf der von den Fuggern gestifteten Orgel. Den Treppenaufgang zur Orgel – die sogenannte „Mozartstiege" – fand er scheußlich eng.

Die Kirchen St. Ulrich und St. Afra in Augsburg. Foto: Raphael Wolf, Regio Augsburg Tourismus GmbH
Station 17 – Barfüßerkirche bei Mittlerer Lech 1

Ein paar Schritte weiter stoßt ihr auf die Barfüßerkirche in der Mozart am 13. Oktober 1777 auf einer Orgel von Johann Andreas Stein spielte. Der Orgelbauer war erst skeptisch, dann begeistert. Mozart seinerseits nannte die Orgel die „Königin der Instrumente". Die Kirche verbindet zwei große Namen: Hier wurde nicht nur Mozart zum Orgelspielen vorgelassen – hier wurde auch Bertolt Brecht getauft. Sein Geburtshaus liegt gleich nebenan.

Station 18 – Fuggerei in der Jakoberstraße 26

Beenden könnt ihr den Rundgang in der weltberühmten Fuggerei, der ältesten noch bewohnten Sozialsiedlung der Welt. Eine Gedenktafel erinnert hier an Franz Mozart, den Urgroßvater von Wolfgang Amadé. Der Maurermeister lebte ab 1681 in der Siedlung, im Häuschen „Mittlere Gasse 13", wo er 1694 verstarb. 

Fuggerei, Foto Katrin Jacob

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Themenführung: Textilviertel und UNESCO-Welterbe

Themenführung: Textilviertel und UNESCO-Welterbe

tim | Staatliches Textil und Industriemuseum
Provinostr. 46
86153
Augsburg
Textilmuseum TIM, Foto: Eckhart Matthäus von www.em-foto.de
Die Regio Augsburg Tourismus GmbH lädt euch ein zu einer Führung entlang des alten Stadtgrabens in der Jakobervorstadt, mit abschließender Bootsfahrt.

Industriekultur und UNESCO-Welterbe

Entdeckt bei diesem spannenden Spaziergang der Regio Augsburg Tourismus die Geschichte des Augsburger Wassermanagement-Systems, welches seit 2019 zum UNESCO-Welterbe zählt. Die Führung zeigt, wie das Wasser die Entwicklung Augsburgs zur bedeutenden Textil- und Industriestadt geprägt hat. Entlang historischer Wasserläufe und bedeutender Industriedenkmäler erhaltet ihr faszinierende Einblicke in die wirtschaftliche und technische Entwicklung der Stadt Augsburg.

Der Rundgang findet am Samstag, den 05.09.2026 um 14.00 Uhr statt und dauert etwa zwei Stunden. Zu den Stationen gehören die ehemalige Augsburger Kammgarnspinnerei, der Färberturm, traditionsreiche Industriebäche sowie ein historisches Turbinenkraftwerk. Den Abschluss bildet der 1910 errichtete Glaspalast, einst ein hochmoderner Industriebau und heute ein Beispiel Beispiel gelungener Nachnutzung zur Bewahrung der Industriekultur. 

Die Teilnahme kostet 14€ für Erwachsene, bzw. 12€ ermäßigt für Schüler*innen, Studierende sowie Menschen mit Behinderung. Die Anmeldung und alle weiteren Informationen findet ihr auch unter www.augsburg-tourismus.de.
 

Info

  • Themenführung: Textilviertel und UNESCO-Welterbe
  • Samstag, der 05.09.2026
  • 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
  • Treffpunkt: tim | Staatliches Textil und Industriemuseum, Provinostr. 46, 86153, Augsburg
  • Kosten: Erwachsene 14€, Ermäßigt für Schüler*innen, Studenten*innen, Menschen mit Behinderung 12€
  • Tickets und weitere Informationen unter www.augsburg-tourismus.de

 

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swa erleben: Die Buswerkstatt

swa erleben: Die Buswerkstatt

swa Buswerkstatt
Lechhauser Straße 22
86153
Augsburg
CO2-neutral, Co2, Erdgas, Bus, Augsburg, umweltfreundlich,
Die Stadtwerke Augsburg (swa) öffnen wieder die Tore zu ihrer Buswerkstatt und bietet euch einzigartigen Blick hinter die Kulissen.

swa-Busse sind klimaneutral unterwegs

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Info

  • Busbetriebsführung swa
  • Sonntag den 12.07.2026
  • Führungen um 10:00 Uhr und um 11:30 Uhr
  • Buswerkstatt, Lechhauser Straße 22, 86153 Augsburg
  • kostenlose Teilnahme
  • Anmeldung unter sw-augsburg.de/swa-erleben

 

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swa erleben: historische Wagenhalle Lechhausen

swa erleben: historische Wagenhalle Lechhausen

historische Wagenhalle Lechhausen
Blücherstraße 65a
86165
Augsburg
1898, älteste Augsburger Straßenbahn,Foto: swa / Jürgen Fergg
Über 100 Jahre Augsburger Nahverkehr erleben und das in einer Stunde! Das könnt ihr bei der Führung durch die historische Wagenhalle in Lechhausen im Rahmen der Veranstaltungen von swa erleben.

Die historische Wagenhalle Lechhausen

Im Rahmen von swa erleben bieten euch „Die Freunde der Augsburger Straßenbahn“ zusammen mit dem Traditionsbus Augsburg e.V. eine Führung durch die historische Wagenhalle in Lechhausen. Hier erfahrt ihr nicht nur alles zur historischen Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs in Augsburg, etwa wann die Straßenbahnen elektrisch wurden oder warum Beiwagenabstellhallen gebaut wurden. Ihr habt auch die Möglichkeit euch historische Bahnen und Busse aus diversen Jahrzehnten anzusehen, wie zum Beispiel den Wagen 165 aus dem Jahr 1926, oder den bekannten Fünfachser GT5 aus den 60er Jahren. 

Diese Führungen finden an jedem vierten Sonntag im Monat von März bis November um 14.00 Uhr statt und dauern ca. eine Stunde. Anmelden zur Führung könnt ihr euch vor Ort, dabei liegen die Kosten für Erwachsene bei 6€ und für Kinder unter 16 Jahre 3€. Alle Erlöse fließen in die Erhaltung der historischen Fahrzeuge. Weitere Informationen findet ihr unter www.f-d-a-s.de oder unter www.swa-augsburg.de. Weitere Termine findet ihr auch hier beim Lifeguide.

 

Info

  • Führung durch die historische Wagenhalle in Lechhausen
  • Sonntag den 26.07.2026
  • Führung 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr
  • historische Wagenhalle Lechhausen, Blücherstraße 65a, 86165, Augsburg
  • Anmeldung vor Ort
  • Kosten: 6€ Erwachsene, 3€ Kinder unter 16 Jahren
  • Jeden vierten Sonntag im Monat
  • Weitere Informationen unter www.f-d-a-s.de

 

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Theaterspaziergang – Vom Lech zu den Weltmeeren

Theaterspaziergang – Vom Lech zu den Weltmeeren

Treffpunkt: Eingang Kahnfahrt
Riedlerstraße 11
86152
Augsburg
Spaziergang von Kurt Idrizovic zu Gollwitzers Hafenplänen, Bild von Kurt Idrizovic, Buchhandlung am Obstmarkt
Die Regio Augsburg Tourismus GmbH lädt euch ein zu einem Theaterspaziergang "Vom Lech zu den Weltmeeren" mit Kurt Idrizovic und dem Schauspieler Matthias Klösel.

Gollwitzer Theaterspaziergang

Bei diesem historischen Theaterspaziergang der Regio Augsburg Tourismus, erwartet euch ein Streifzug durch die Augsburger Jakobervorstadt entlang der Wasserwege von Lech und Kanälen. Unter der Führung von Kurt Idrizovic erlebt ihr die Geschichte des Augsburger „Hafen-Viertels“ und erfahrt, welche Bedeutung die Wasserwege einst für Transport, Handel und Industrialisierung in Augsburg hatten.

Der Schauspieler Matthias Klösel verkörpert dabei im Spaziergang den Stadtplaner Gollwitzer und macht seine wagemutige Pläne und ihr Scheitern eines Augsburger Hafens, anhand ihrer Originalschauplätzen lebendig und erlebbar. Die Veranstaltung verbindet Stadtgeschichte, Theater und Spaziergang und bietet an, sich sowohl die Vergangenheit, als auch die Zukunft der Augsburger Kahnfahrt vorzustellen.

Der Spaziergang findet am Samstag, den 25.07.2026 von 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr statt. Treffpunkt ist der Eingang zur Augsburger Kahnfahrt. Die Teilnahmekosten liegen bei 16€, ermäßigt 14€. Tickets könnt ihr in der Buchhandlung am Obstmarkt, oder telefonisch unter 0821-518804 erwerben. Weitere Informationen erhaltet ihr unter www.buchhandlung-am-obstmarkt.de
 

Info

  • Theaterspaziergang – Vom Lech zu den Weltmeeren
  • Samstag, der 25.07.2026
  • 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr
  • Treffpunkt: Eingang Kahnfahrt, Riedlerstraße 11, 86152, Augsburg
  • Veranstalter: Regio Augsburg Tourismus, Buchhandlung am Obstmarkt
  • Referenten: Kurt Idrizovic und Schauspieler Matthias Klösel
  • Kosten: Erwachsene 16€, ermäßigt 14€
  • Tickets in der Buchhandlung am Obstmarkt, oder telefonisch unter 0821-518804
  • weitere Informationen unter www.buchhandlung-am-obstmarkt.de

 

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Fugger und Welser - Von Handel, Geld und Macht

Fugger und Welser - Von Handel, Geld und Macht

Fugger und Welser Erlebnismuseum
Äußeres Pfaffengässchen 23
86152
Augsburg
Das Bild zeigt die Rosen im Garten vor dem Fugger und Welser Erlebnismuseum. Bild Regio Augsburg Tourismus GmbH
Die Übersichtsführung "Von Handel, Geld und Macht", im Fugger und Welser Erlebnismusseum, begibt sich auf die Spuren der beiden Augsburger Kaufmannsfamilien.

Handel, Geld und Macht...

...so stieg Augsburg durch die beiden einflussreichen Kaufmannsfamilien, die Fugger und die Weber, zu einer der bedeutenden Metropolen in Europa auf. Allen voran nutzte Jakob Fugger die neuen Möglichkeiten des entstehenden Kapitalismus und baute ein weitverzweigtes Finanz- und Handelsimperium auf. Der Reichtum der Augsburger Kaufleute beruhte jedoch nicht nur auf unternehmerischem Geschick, sondern auch auf den Strukturen des frühen Kolonialismus.

Bei den Übersichtsführungen im Fugger und Welser Erlebnismuseum, die jeden 1. Sonntag im Monat und am 3. Samstag im Monat stattfinden, wird der Einfluss der beiden Familien beleuchtet, aber auch ein kritischer Blick auf die Grundlagen ihres Erfolgs geworfen. Die nächste Führung findet am Samstag, den 18.07.2026 von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr statt. Die Kosten liegen bei 12 € (ermäßigt 10 € / Familie 25 € / Mini-Familie 18 €). Tickets und Informationen zu weiteren Veranstaltungen findet ihr unter www.fugger-und-welser-museum.de

 

Info

  • Übersichtsführung "Von Handel, Geld und Macht"
  • Samstag, der 18.07.2026
  • 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr
  • Fugger und Welser Erlebnismuseum, Äußeres Pfaffengässchen 23, 86152, Augsburg
  • Veranstalter: Fugger und Welser Erlebnismuseum, Regio Augsburg Tourismus
  • Kosten: 12 € (ermäßigt 10 € / Familie 25 € / Mini-Familie 18 €)
  • Tickets und weitere Informationen unter www.fugger-und-welser-museum.de

 

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Kinderführung: Von der Wolle zum Stoff

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tim (Staatliches Textilmuseum)
Provinostraße 46
86153
Augsburg
Textilmuseum TIM, Foto: Eckhart Matthäus von www.em-foto.de
Die Regio Augsburg Tourismus GmbH organisiert eine Kinderführung und ein spannendes Mitmach-Stadtabenteuer zum Thema Textilherstellung im tim Augsburg.

Kinderführung und Mitmach-Aktion

Am Samstag, den 18.07.2026, lädt die Regio Augsburg Tourismus GmbH um 14.00 Uhr zu einem spannenden Mitmach-Stadtabenteuer für Kinder rund um das Thema Textilherstellung ein. Bei der Kinderführung im Augsburger Textilviertel entdecken die Teilnehmer*innen alte Fabriken und historische Wasserkanäle und erfahren, wie Augsburg als „Deutsches Manchester“ durch die Textilindustrie geprägt wurde und welche Rolle das Wasser dabei spielte.

Im zweiten Teil der Führung wird veranschaulicht, wie aus einem Wollknäuel Schritt für Schritt ein fertiger Stoff entsteht. Die Kinder dürfen selbst ausprobieren, fühlen und raten und lernen dabei auf spielerische Weise die einzelnen Stationen der Textilverarbeitung kennen. Die Mischung aus Mitmachen und Stadtabenteuer macht die Geschichte der Textilstadt Augsburg lebendig erlebbar und eignet sich besonders für Vorschul- und Grundschulkinder. Die Teilnahmekosten liegen bei 25€ pro Familie. Tickets und weitere Informationen erhaltet ihr unter www.augsburg-tourismus.de
 

Info

  • Kinderführung: Von der Wolle zum Stoff
  • Samstag, der 18.07.2026
  • 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr
  • tim (Staatliches Textilmuseum), Provinostraße 46, 86153, Augsburg
  • Veranstalter: Regio Augsburg Tourismus GmbH
  • Kosten: 25€ pro Familie
  • Führung und Mitmach-Aktion
  • Tickets und weitere Informationen unter www.augsburg-tourismus.de

 

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Regio Augsburg - Der alte Stadtgraben

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Treffpunkt: Jakobertor, Untere Jakobermauer
86152
Augsburg
Bootstour Augsburg - Kahnfahrt
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Stadtgraben bis Bootsfahrt

Vom historischen Jakobertor bis zur romantischen Kahnfahrt erwartet euch bei dieser Themenführung der Regio Augsburg Tourismus GmbH ein Spaziergang voller Geschichten, Geheimnisse und faszinierender Einblicke in Augsburgs Vergangenheit.

Entdeckt ein altes Stadttor mit wichtiger Schutzfunktion, eine Brücke mit verborgenem Geheimnis, einen malerischen Mauerturm mit fünf Spitzen sowie Elias Holls eindrucksvollen Wasserturm und die mächtige Oblatterwallanlage. Unterwegs erfahren ihr Spannendes über die historische Trinkwasserversorgung, ehrgeizige Hafenpläne, den jungen Bert Brecht und Augsburgs Unesco-Welterbetitel. 

Den stimmungsvollen Abschluss der Führung bildet eine Bootsfahrt auf der Kahnfahrt – dabei dürfen ihr selbst zum Ruder greifen und die Stadt aus einer besonderen Perspektive erleben. Der Spaziergang findet am Freitag, den 24.07.2026 von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr und nur bei gutem Wetter statt. Die Teilnahmekosten liegen bei 18€, beziehungsweise ermäßigt 16€. Tickets und weitere Informationen erhaltet ihr unter www.augsburg-tourismus.de
 

Info

  • Themenführung "Der alte Stadtgraben – seine Geschichte, seine Geheimnisse, seine Visionen"
  • Freitag, der 24.07.2026
  • 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr
  • Treffpunkt: Jakobertor, Untere Jakobermauer, 86152, Augsburg
  • Kosten: Erwachsene 18€, Ermäßigt für Schüler*innen, Studenten*innen, Menschen mit Behinderung 16€
  • Weitere Termine: 28.08., 11.09.
  • Tickets und weitere Informationen unter www.augsburg-tourismus.de

 

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Walkable City - Wasser erlaufen in Augsburg - Zu Fuß lernt man eine Stadt so richtig gut kennen. Mit der Regio Augsburg Tourismus stellen wir unter dem Titel „Walkable City“ Touren vor, die ihr erlaufen, erradeln oder mit dem ÖPNV erreichen könnt.

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Walkable City: Auf den Spuren der Römer

Walkable City: Auf den Spuren der Römer
Was steckt hinter der römischen Fischpaste „Garum" – und wie raffiniert war eine Therme aus dem 3. Jahrhundert gebaut? Die Walkable City Tour der Regio Augsburg führt auf Spurensuche.
Das Bild zeigt den Augustusbrunnen am Rathausplatz mit der Figur des Kaisers Augustus, der die Hand ausstreckt. Foto Cynthia Matuszewski

Wer durch Augsburg geht , läuft durch eine der ältesten Städte Deutschlands — und das wortwörtlich. Unter dem Pflaster, hinter Hausfassaden und in Innenhöfen, die kaum jemand kennt, steckt eine Vergangenheit, die 2.000 Jahre zurückreicht. Im Jahr 15 v. Chr. gründeten die Römer hier zwischen Lech und Wertach ihre Hauptstadt der Provinz Raetien und gaben ihr zu Ehren des römischen Kaisers und Eroberers Augustus die weibliche lateinische Version seines Namens und den Namen des besiegten keltischen Stammes - den Vindeliker: Augusta Vindelicum“.

Augusta Vindelicum — Eine Stadt auf Spurensuche

Schon damals war der Ort eine florierende Stadt mit einem blühenden Gemeinwesen mit Forum, Tempeln, Thermen und Markthalle – ein Zentrum der römischen Welt nördlich der Alpen, das Menschen aus dem gesamten Mittelmeerraum anzog. Soldaten, Händler, Handwerker und Gelehrte aus allen Ecken des Imperiums machten Augusta Vindelicum von Beginn an zu einer Stadt der Vielfalt. Das ist kein historisches Detail am Rande. Es ist der Kern dessen, was Augsburg bis heute ausmacht.
Mit der „Augusta Vindelicum"-App könnt ihr euch mit eurem Handy oder Tablet und Augmented Reality, 3D-Simulationen, Rätseln und in Dialogen mit virtuellen Figuren tief in die Geschichte der Stadt begeben. Erhältlich ist die kostenlosen App bei Google Play oder im Apple Store. Weitere Infos gibt es unter www.augsburg-tourismus.de/roemer sowie bei der Tourist-Info am Rathausplatz.

Augsburg ist reich an Geschichte und Geschichten

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft: Alles greift in einander. Und so verwundert es nicht, dass Kunst, Kultur und Geschichte auch in die Zukunftsleitlinien Augsburgs einfließen. Kulturstätten werden kontinuierlich weiterentwickelt und zugänglich gemacht. Unter der Überschrift „Augsburgs Stärken zeigen" hält die Stadt ausdrücklich fest, dass Heimat und Identität ermöglicht werden sollen – durch das Wissen darum, woher man kommt. Kaum ein Kapitel der Stadtgeschichte ist dafür eindrucksvoller als die Römerzeit.

Und wie eng die Geschichte Augsburgs mit den Römern verbunden ist, zeigt sich auch an der Bedeutung der Zirbelnuss. Wer von euch aufmerksam beobachtend durch die Straßen läuft, dem wird hier und da der charakteristische römische Pinienzapfen auffallen, der das Feldzeichen des ersten Römerlagers war, aus dem die Stadt Augusta Vindelicum und das heutige Augsburg wurde. Die Zirbelnuss ist im Stadtwappen verewigt und wenn ihr auf eurer Tour mal nach unten auf das alte Kopfsteinpflaster schaut, dann entdeckt ihr sie auch in den Kanaldeckeln der Stadt. 

Das Bild zeigt einen Kanaldeckel der Stadt Augsburg mit der Zirbelnuss in der Mitte. Foto Katrin Jacob

Tour-Stationen

Station 1 – Römersteine am Peutingerhaus (Peutingerstraße 11)

Euer Rundgang beginnt direkt am Dom, an einem Ort, den selbst die Augsburger*innen kaum kennen: dem Peutingerhaus. Wenn ihr genau hinschaut, dann entdeckt ihr an der Tordurchfahrt und im Innenhof eingemauerte römische Steindenkmäler – darunter das Grabmonument eines Iulianus Iulius aus dem frühen 3. Jahrhundert. Gesammelt hat sie der Jurist und Stadtschreiber Konrad Peutinger, geboren 1465, der damit de facto die Römerforschung in Augsburg begründete. Ein unscheinbarer Ort mit großer Geschichte.

Das Bild zeigt den Dom von Augsburg, Bild von lapping Pixabay.de

Station 2 – Diözesanmuseum St. Afra (Kornhausgasse 3–5)
Nur wenige Schritte weiter, gleich neben dem Dom, lohnt sich ein Abstecher ins Diözesanmuseum St. Afra. Durch ein sogenanntes Archäologisches Fenster blickt ihr direkt auf die Fundamente des karolingischen Doms – und darunter auf Reste römischer Bauten aus dem 2. bis 5. Jahrhundert. In einer Vitrine daneben seht ihr Fragmente eines Wandfreskos aus römischer Zeit, bemalt in leuchtenden mediterranen Farben. Ein kleines, aber beeindruckendes Zeitfenster in die Vergangenheit.

Station 3 – Römermauer (Domvorplatz/Fronhof/Peutingerstraße)
Weiter geht's zum Domvorplatz, wo euch Abgüsse römischer Steindenkmäler empfangen. In der App könnt ihr das fast sieben Meter hohe Grabmal des Marcus Aurelius Carus aus der Zeit um 180/200 n. Chr. in seiner ursprünglichen Farbenpracht bestaunen – und es per Puzzlespiel sogar selbst zusammensetzen. Etwa 100 Meter weiter südlich endete einst die von einer Wehrmauer geschützte Römerstadt. Eine Pflasterung im Boden deutet heute noch die Fundamente eines antiken Peristylhauses an.

Das Bild zeigt einen überdachten teil einer Mauer, an der unterschiedliche Artefakte ausgestellt sind, die aus der Zeit der Römer in Augsburg stammen und hier ausgegraben wurden. Bild von Franz Häussler

Station 4 – Siegesaltar (Gänsbühl 11–13)
Hier wird's dramatisch: 1992 entdeckten Archäologen beim Gänsbühl einen Altar der Siegesgöttin Victoria, der einen der spektakulärsten Momente der Provinzgeschichte dokumentiert. Im Jahr 260 n. Chr. waren germanische Stämme bis nach Norditalien eingefallen und hatten tausende Gefangene mitgeschleppt. Der raetische Statthalter Simplicinius Genialis griff sie ab und befreite die Verschleppten – und ließ zum Dank diesen Altar errichten. In der App schildern Statthalter, Soldaten und Gefangene ihre ganz unterschiedlichen Sichtweisen auf das Ereignis. Und per Augmented Reality erscheint die einst verlorene Victoria-Statue wieder auf dem Altar – so wie sie ursprünglich ausgesehen haben dürfte.

Station 5 – Thermen (Äußeres Pfaffengässchen 9)
Im Archäologischen Garten am Äußeren Pfaffengässchen taucht ihr in den Alltag der römischen Badkultur ein. Hier, im Zentrum der antiken Stadt, wurde im 2. Jahrhundert eine Kaserne kurzerhand mit einer Thermenanlage überbaut. Die App erklärt per 3D-Animation, wie die Fußbodenheizungen funktionierten, woher die Baumaterialien stammten und welche Tücken der Thermenbetrieb mit sich brachte. Ein Modell vor Ort macht auch die unterirdischen Strukturen aus Antike und Mittelalter sichtbar.

Station 6 – Gräberfeld (Hirblinger Straße/August-Wessels-Straße und Hofer Straße, Oberhausen)
Wer hätte gedacht, dass der heutige Stadtteil Oberhausen die Wiege Augsburgs ist? Schon vor Christi Geburt stand hier ein römisches Militärlager – bis ein Hochwasser es zerstörte. Die Funde, die seitdem ans Licht kamen, sind spektakulär: 2021 hoben Stadtarchäologen den größten je in Bayern entdeckten römischen Silberschatz – rund 5.600 Denare, 15 Kilogramm schwer. Im Zentrum Oberhausens steht heute das Replikat des Pfeilergrabs des Legionärs Titus Flavius Martialis; ein zweites Replikat findet ihr am Hettenbach. In der App plaudert Grabstifter Marcus Aurelius Carus persönlich über seine letzte Ruhestätte – und ihr könnt das Grabmal, das einst bunt bemalt war, interaktiv selbst einfärben.

Bonustipp für Geschichtsbegeisterte

Wer nach dem Rundgang noch nicht genug hat, dem empfehlen wir drei weitere Anlaufstellen. In der Basilika St. Ulrich und Afra (Ulrichsplatz 23) liegt in der Unterkirche ein echter römischer Sarkophag, in dem die Gebeine der Bistumspatronin Afra ruhen sollen.

Die Kirchen St. Ulrich und St. Afra in Augsburg. Foto: Raphael Wolf, Regio Augsburg Tourismus GmbH

In der Jakobervorstadt, im Haus „Bei den Sieben Kindeln 3", steckt ein römisches Relief aus dem 3. Jahrhundert in der Hausfassade – ein Grabmalelement, das sechs spielende Kinder zeigt und dem gesamten Viertel seinen Namen gab. Und im Zeughaus (Zeugplatz 4) zeigt die Dauerausstellung „Römerlager – Das römische Augsburg in Kisten" auf 777 Quadratmetern das Beste aus der Römerzeit: von einem vergoldeten bronzenen Pferdekopf aus der Wertach bis zur „Adam-und-Eva-Schale", dem ältesten Nachweis für das Christentum im heutigen Bayern.

Das Bild zeigt den inneren Eingang des Römerlagers im Zeughaus Augsburg an dem die Besucher*innen von Kaiser Augustus begrüßt werden. Bild von S.Rubensdoerffer.

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