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Umweltschutz & Ökologie

Zoo Augsburg – Tiere erleben, Arten schützen

Der Zoo Augsburg begeistert immer wieder aufs Neue mit seinen etwa 1.000 Tieren in über 200, oft gefährdeten Arten. Bildungsangebote und nachhaltige Projekte zeigen, wie jeder Besuch bedrohten Arten helfen kann.

Brehmplatz 1
86161 Augsburg
Deutschland

Schneeleopard Zoo Augsburg

Ob Elefant oder Zwerggecko, ob Pinguin oder Geburtshelferkröte: Jedes Tier im Augsburger Zoo hat seine eigenen Besonderheiten und seine eigenen Geschichten. Viele handeln von der Gefährdung dieser Arten durch den Menschen. Hier setzt der Zoo als Zentrum für Arten- und Naturschutz an: Gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern sollen bedrohte Arten gerettet werden.

Die Haltung und Zucht von Breitmaulnashörnern, Kiebitzen, Europäischen Sumpfschildkröten und vielen mehr erhält diese Arten in menschlicher Obhut. Über den freiwillig an der Kasse zu zahlenden Artenschutz-Euro helfen Zoobesucher*innen zudem auch Tieren in der Natur: Jährlich können so vom Zoo etwa 500.000 € an Artenschutzprojekte auf der ganzen Welt weitergeleitet werden. Auch in Augsburg wurden zusammen mit dem Landschaftspflegeverband der Stadt mehrere Projekte realisiert, die dem Erhalt lokaler Wälder und Wiesen dienen. Dazu gehört das Beweidungsprojekt der Wildpferde in den Königsbrunner Heiden.

Warum Arten- und Naturschutz überhaupt wichtig sind und was jede und jede*r Einzelne dafür tun kann, wird in den vielfältigen Bildungsangeboten genauer beleuchtet. Die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ist hierbei besonders wichtig: Der Zoo ist Mitglied des Augsburger BNE-Netzwerks und erhielt 2026 die nationale BNE-Auszeichnung der UNESCO. Im Angebot sind Führungen, Kindergeburtstage, Ferienprogramme, Besuche beim Lieblingstier und Aktionstage wie der Pinguin- oder Gürteltier-Tag: Im Zoo Augsburg ist für jeden etwas dabei! 
 
Weitere Infos: 

  • Öffnungszeiten: Der Zoo öffnet um 9 Uhr, je nach Jahreszeit schließt er zwischen 16:30 (Winter) und 18:30 (Sommer)
  • Termine findet ihr um Veranstaltungskalender
  • Tickets lassen sich bequem online bestellen
  • Anreise am besten mit dem Bus Nr. 32 (alle 15 Mi­nu­ten vom Haupt­bahn­hof oder Kö­nigs­platz bis zur End­hal­te­stel­le „Zoo/Botanischer Gar­ten“) oder dem Fahrrad, Pkw-Parkplätze vorhanden
  • Du bist ein richtiger Tierliebhaber? Tritt hier dem Freundeskreis des Zoos bei oder übernimm eine Tierpatenschaft deines Lieblingstiers
     

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Im Zoo Augsburg zum Artenschützer werden- Der Leiter der zoopädagogischen Abteilung im Zoo, Maximilian Fuchs, erläutert, wie Bildung für Nachhaltige Entwicklung in die Zoopädagogik einfließt.

Das Augsburger Umweltbildungszentrum - Mit dem Umweltbildungszentrum bekommt Augsburg einen Lern- und Begegnungsort, der von der Planung bis zur Realisierung und Nutzung voll und ganz dem Thema Nachhaltigkeit verpflichtet ist.

Nachhaltig aktiv durch Bildung - Wie lernen Kinder und Erwachsene, nachhaltig zu handeln? Das Augsburger BNE-Netzwerk bringt Schulen, Kitas und Vereine zusammen, um Bildung für nachhaltige Entwicklung fest zu verankern.

Öffnungszeiten
täglich geöffnet ab 9 Uhr
Januar & Februar 9 bis 16.30 Uhr
März 9 bis 17 Uhr
April & Mai 9 bis 18 Uhr
Juni & Juli & August 9 bis 18.30 Uhr
September 9 bis 18 Uhr
Oktober 9 bis 17 Uhr
November & Dezember 9 bis 16.30 Uhr

Mit dem Rad zum Riegele Zukunftswald

Mit dem Rad zum Riegele Zukunftswald
Die Fahrradtour zum Zukunftswald verbindet Bewegung, Naturgenuss und praktischen Klimaschutz auf einer abwechslungsreichen Strecke von Augsburg nach Anhausen.
Schild zur Fahrradtour zum Riegele Zukunftswald

Die rund 12,5 Kilometer lange Strecke führt von der Riegele Brauerei am Hauptbahnhof entlang der Wertach und durch die Westlichen Wälder bis zum Riegele Zukunftswald im Anhauser Tal. Dort macht ein Lehrpfad erlebbar, wie ein Wald fit für den Klimawandel gemacht werden kann.

Raus aus der Stadt, rein in die Natur

Die Tour beginnt an der Riegele BrauWelt in der Augsburger Innenstadt. Schon nach wenigen Minuten folgt der Radweg der Wertach stadtauswärts. Über die Wellenburger Allee geht es hinein in die Westlichen Wälder. Unterwegs weisen kleine Zukunftswald-Symbole an den Radwegschildern den Weg. Die Strecke verläuft überwiegend auf gut ausgebauten Radwegen und eignet sich für Freizeitradler*innen ebenso wie für Familien mit etwas Raderfahrung. 

Ziel der Tour ist ein rund einen Kilometer langer Lehrpfad, der den Waldumbau anschaulich erklärt. Neun Stationen zeigen, warum viele Fichtenbestände heute unter Trockenheit und Borkenkäfer leiden und wie aus ihnen Schritt für Schritt ein klimaresilienter Mischwald entsteht. Dabei geht es nicht nur um neue Baumarten, sondern auch um einen lebendigen Waldboden, der Wasser speichert, Humus aufbaut und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Für den Rundgang sollte man etwa eine bis eineinhalb Stunden einplanen. 
Alle Infos zum Zukunftswald findet ihr im Lifeguide-Beitrag zum Zukunftswald.

Infos

Start: Riegele BrauWelt, Frölichstraße 26, 86150 Augsburg
Ziel: Riegele Zukunftswald, Karl-Endrös-Weg (Start Lehrpfad), 86420 Diedorf-Anhausen
Strecke: ca. 12,5 km (einfache Strecke), Beschaffenheit: Geteerte Radwege & Schotterwege | ca. 270 hm
Dauer der Radtour: ca. 1 Stunde je Strecke
Dauer des Lehrpfads: ca. 1–1,5 Stunden

Die Tour gibt es auch auf Komoot
 
Highlights
    •    überwiegend gut ausgebaute Radwege
    •    Fahrt entlang der Wertach
    •    beschilderte Zukunftswald-Route
    •    Lehrpfad mit 9 Stationen
    •    Naschwald
    •    Bodenprofile
 
Schon gewusst?
Die Zukunftswald-Tour wurde gemeinsam von der Brauerei Riegele, einem ehrenamtlichen Bauteam des ADFC Landsberg und Pfarrer Jürgen Nitz entwickelt. Projektpartner des Waldes: Life Future Forest. Kleine Zukunftswald-Symbole an den Radwegweisern führen bis zum Lehrpfad. 
Website: Riegele Zukunftswald-Tour
 
 

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Fotowettbewerb „Natur im Fokus“

Fotowettbewerb „Natur im Fokus“

Lech, Augsburg, Foto: Norbert Liesz, Licca Liber, Renaturierung, Alpenfluss, Gebirgsfluss, Freier Lech, Sonnenuntergang,
Beim Fotowettbewerb "Natur im Fokus" können Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 18 Jahre noch bis zum 30.09.2026 Bilder in den Kategorien „Liebenswerte Natur“ und „Bedrohte Natur“ einreichen.

Natur im Fokus

Bayerns Natur hat viel zu bieten! Unter dem Motto „Schau doch mal hin!“ lädt der Fotowettbewerb „Natur im Fokus“ Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 18 Jahre dazu ein, sich auf eine fotografische Entdeckungsreise durch Bayerns Natur zu begeben. Dabei geht es vor allem um interessante Motive, spannende Bildkompositionen und Kreativität! 

Es gibt zwei Kategorien in denen ihr Bilder einreichen könnt: „Liebenswerte Natur“ sucht nach eurer Sicht auf Bayerns Natur, euren Lieblingsplätze, weiten Landschaften oder großen Emotionen bei kleinen Motiven. „Bedrohte Natur“ sucht nach Bildern die sich mit den Grenzen bayerischer Natur beschäftigen, entweder dokumentarisch oder kreativ: ihr könnt Bilder einreichen die zerstörte Lebensräume zeigen, oder auch Projekte, die Lebensräume verbessern. 

Zusätzlich gibt es eine Auszeichnung durch den LBV für Artenkenntnis: zeigt wie gut ihr euch auskennt! Egal ob Tiere, Pflanzen oder Pilze, Nahaufnahme oder im Lebensraum: wichtig ist, dass ihr wisst, wen ihr da fotografiert habt und warum diese Art spannend ist. Der Sonderpreis richtet sich an alle, die gerne genau hinschauen und zeigen wollen, wie vielfältig Bayerns Natur ist.

Der Fotowettbewerb ist eine Initiative der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns, des Museums Mensch und Natur, Naturkundemuseum Bayern und des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. Ihr könnt noch bis zum 30.09.2026 Bilder einreichen. Die genauen Teilnahmebedingungen und alle weiteren Informationen findet ihr unter www.natur-im-fokus.bayern.de.

 

Info

  • Fotowettbewerb "Natur im Fokus"
  • Einsendeschluss 30.09.2026
  • Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 18 Jahre
  • Initiative der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns, des Museums Mensch und Natur, Naturkundemuseum Bayern und des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz
  • Kategorien: „Liebenswerte Natur“, „Bedrohte Natur“
  • Sonderauszeichnung durch den LBV für Artenkenntnis
  • Teilnahmebedingungen und weitere Informationen unter www.natur-im-fokus.bayern.de

 

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Nachhaltiger Ausflug: Auf dem LandArt-Kunstpfad in Bonstetten - Wanderung zu einer Kunstausstellung unter freiem Himmel. Erlebt die LandArt-Installationen von Hama Lohrmann und lasst euch von der vergänglichen, klassenlosen Kunst inspirieren: Werdet selbst zur nachhaltigen Land-Art-Künstler*innen.

Naturschutz fängt im Garten an - Euer Garten als Naturschutzgebiet? Mit heimischen Pflanzen und der LBV-Plakette macht ihr Augsburgs Grünflächen zum Paradies für Vögel und Insekten Bewerbt euch zum "Vogelfreundlicher Garten".

Naturschutzjugend aktiv in Augsburg - Für die Naturschutzjugend (NAJU) des Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) ist neben der Vermittlung von Naturzusammenhängen und Artenwissen auch die Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) von Bedeutung.

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Riegele Zukunftswald im Anhauser Tal

Wie können unsere Wälder auch in Zukunft Trockenheit, Hitze und Starkregen standhalten? Der Riegele Zukunftswald im Anhauser Tal zeigt, wie nachhaltiger Waldumbau in der Praxis aussehen kann.

Riegele Zukunftswald
Karl-Endrös-Weg
86420 Diedorf
Deutschland

Riegele Zukunftwald

Auf rund acht Hektar entsteht in den Westlichen Wälern Schritt für Schritt ein naturnaher Dauerwald mit standortgerechten Baumarten unterschiedlicher Altersstufen. Ein beschilderter Lehrpfad macht den Wandel erlebbar und vermittelt anschaulich, warum gesunde Wälder für Klima, Wasser und Artenvielfalt so wichtig sind.

Mehr als Bäumepflanzen

Im Zukunftswald geht es nicht einfach darum, möglichst viele neue Bäume zu setzen. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Entwicklung eines stabilen Waldökosystems. Statt ganze Flächen zu roden, werden gezielt einzelne – vor allem anfällige – Fichten entnommen und durch standortgerechte Laub- und Nadelbaumarten ersetzt. So entsteht nach und nach ein vielfältiger Mischwald, der besser mit den Folgen des Klimawandels zurechtkommt und gleichzeitig wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen bietet.

Der Waldboden spielt die Hauptrolle

Das Besondere am Zukunftswald ist der Blick unter die Oberfläche. Denn nicht nur die Bäume, sondern vor allem der Waldboden entscheidet darüber, wie widerstandsfähig ein Wald ist. Humusreiche Böden speichern Kohlenstoff, filtern Niederschläge und halten Wasser über lange Zeit zurück. Regenwürmer und andere Bodenorganismen lockern den Boden auf und schaffen feine Gänge, durch die Regenwasser versickern kann. Nach Angaben des Projektpartners Life Future Forest können dadurch jährlich bis zu acht Millionen Liter zusätzliches Wasser im natürlichen Kreislauf gespeichert und gefiltert werden.

Lernen im Wald

Ein rund einen Kilometer langer Lehrpfad mit neun Stationen erklärt verständlich, warum viele Fichtenbestände heute unter Trockenheit, Stürmen und Borkenkäfern leiden und wie ein klimaresilienter Mischwald entstehen kann. Vier Bodenprofile ermöglichen spannende Einblicke in die sonst verborgene Welt unter unseren Füßen und zeigen, welche zentrale Rolle der Boden für Wasser, Klima und Artenvielfalt spielt. Für den Rundgang sollte man etwa eine bis eineinhalb Stunden einplanen.

Zum Zukunftswald gehört außerdem ein kleiner Naschwald mit Walnuss-, Kirsch- und weiteren fruchttragenden Baumarten. Sie bieten Nahrung für Bienen, Schmetterlinge und Vögel und bereichern den Wald um einen zusätzlichen ökologischen Baustein.

Ein Gemeinschaftsprojekt

Initiiert wurde der Zukunftswald von der Augsburger Familienbrauerei Riegele. Die ausgeschilderte Zukunftswald-Tour, die von der Riegele BrauWelt bis nach Anhausen führt, entstand gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Bauteam des ADFC Landsberg und Pfarrer Jürgen Nitz. Fachlich begleitet wird der Waldumbau von Förster Siegfried Knittel und Ludwig Pertl von Life Future Forest. Die Entwicklung des Waldes ist auf viele Jahrzehnte angelegt – als Projekt für kommende Generationen.

Lifeguide-Einschätzung

Der Zukunftswald verbindet gleich mehrere Nachhaltigkeitsziele: Er fördert die biologische Vielfalt, verbessert den Wasserhaushalt, unterstützt die Anpassung an den Klimawandel und macht diese Zusammenhänge auf anschauliche Weise erlebbar. Zusammen mit der ausgeschilderten Fahrradtour entsteht so ein Ausflugsziel, das Naturerlebnis, Umweltbildung und nachhaltige Mobilität miteinander verbindet.

INFOS

Start des Lehrpfads: Karl-Endrös-Weg (am Ende der Straße), 86420 Diedorf, Ortsteil Anhausen
Lehrpfad

  • Rundweg ca. 1 km
  • 9 Informationsstationen
  • 4 Bodenprofile
  • Dauer: ca. 1–1,5 Stunden
  • ganzjährig begehbar
  • nicht für Kinderwagen geeignet

Anreise

  • gut mit dem Fahrrad über die ausgeschilderte Zukunftswald-Tour ab Augsburg
  • Parkmöglichkeiten am Ende des Karl-Endrös-Wegs in Anhausen vorhanden 

Infos online

Walkable City: Die Mozarts in Augsburg

Walkable City: Die Mozarts in Augsburg
Klassische Musik, Geschichte und Geschichten – all das bietet euch unsere Walkable-City-Tour zur Familie Mozart. Folgt den Spuren hin zu einer der berühmtesten Musiker-Familien ihrer Zeit die bis ins heute nachhallt.
Das Mozartdenkmal im sommerlichen Fronhof in der Nähe zum Augsburger Dom. Bild Regio Augsburg

Augsburg lebt Kunst! Modern und Klassisch. Das Mozartfest, das zu den hochkarätigsten Musikfestivals gehört findet hier in der Heimatstadt von Leopold Mozart statt. Selbst in Augsburg zum Musiker ausgebildet, ebnete er seinem Sohn Wolfgang Amadé Mozart dessen weltberühmte Karriere. 

Und die Augsburger*innen fühlen sich nicht nur ihrer Geschichte verpflichtet. Sie geben Kunst und Kultur Raum für heutige und kommende Generationen. Damit auch sie die Möglichkeiten haben, ihre Talente zu entdecken und zu fördern. Wie wichtig das den Menschen in Augsburg ist, zeigt, dass sie Kunst und Kultur zu einer tragenden Säule der Zukunftsleitlinien der Stadt gemacht haben.

Ein unterhaltsamer Spaziergang zu den Mozarts

Die Mozarts waren eine schwäbische Familie. Die ersten Mozarts verdienten ihren Lebensunterhalt als Bauern und Maurer. Ab 1643, als die Mozarts Augsburger Bürger wurden, stiegen sie zu Baumeistern, Buchbindern und Bildhauern auf. Der Weg in die Kunst war geebnet und so gewann die Musik an Bedeutung und in der Familie wuchs der bekannteste Spross Wolfgang Amadeus Mozart heran. Den Grundstein für dessen Karriere legte die Stadt Augsburg mit ihren Bildungsmöglichkeiten, die sie seinem Vater Leopold Mozart bot, der hier eine umfassende musikalische Ausbildung erhielt. Wolfgang Amadé selbst war fünfmal in der „vatterstatt meines papa" – und erlebte hier 1777 mit seiner Cousine Maria Anna Thekla Mozart, dem „Bäsle", sein erstes erotisches Abenteuer.

Auf der Mozart-Tour, die die Regio Tourismus Augsburg entwickelt hat, begleitet euch klassisch ein Flyer oder digital die passende kostenlose App (im Apple Store und bei Google Play), die mit Videos und Augmented-Reality-Szenen einen spannenden Mehrwert liefert.

 

Tour-Stationen

Station 1 – Leopold-Mozart-Haus in der Frauentorstraße 30

Euer Rundgang beginnt dort, wo alles anfing: im Leopold-Mozart-Haus in der Frauentorstraße. In diesem ehemaligen Handwerkerhaus wurde am 14. November 1719 Leopold Mozart geboren. Auf drei Etagen und in elf Themenräumen taucht ihr in sein Leben und Wirken ein – als Musiker, Komponist und Vize-Kapellmeister am Hof des Erzbischofs von Salzburg, aber natürlich auch als Entdecker und „Manager" seines berühmten Sohnes. Das heutige Museum beherrbergt die begehbare Reisekutsche, das Hammerklavier seines Augsburger Freundes Johann Andreas Stein und das barocke Zimmertheater der Familie. 

Die begehbare Kutsche im Leopold Mozart Haus in Augsburg, Bild von Christian Menkel
Station 2 – St. Georg und die Stiftsgebäude in der Georgenstraße/Thommstraße

Nur wenige Schritte weiter stoßt ihr auf St. Georg – eine Kirche, die für die Mozarts über Generationen eine besondere Rolle spielte. Pater David Mozart, ein Sohn des ersten Augsburger Mozart-Vorfahren, war hier ab 1686 als Prediger tätig. Sein Bruder Hans Georg barokisierte als Werkmeister des Domkapitels von 1702 bis 1705 die Stiftsgebäude neben der spätgotischen Kirche. Und in eben dieser Kirche, in der Hochzeitskirche seiner Eltern, wurde Leopold Mozart im November 1719 getauft.

Kirche St. Georg von aussen, Bild Regio Tourismus Augsburg
Station 3 – Wohnhaus Hans Georg Mozarts beim Äußeres Pfaffengässchen 24

Gleich um die Ecke, im Äußeren Pfaffengässchen, liegt das Wohnhaus des wohl erfolgreichsten Augsburger Mozart-Vorfahren: Hans Georg Mozart, Werkmeister des Domkapitels, baute an Kirchen, an Jesuitenschlössern und am Fuggerschloss in Wellenburg mit. Das Haus im Domviertel hatte er 1681 erworben. Eine Gedenktafel an der Fassade erinnert an Leopold Mozarts Großonkel – schaut genau hin, die meisten laufen einfach daran vorbei.

Station 4 – Denkmal für Maria Anna Thekla Mozart in der Jesuitengasse 24

Weiter geht's in die Jesuitengasse, wo eine Bronzetafel an das „Bäsle" erinnert – Maria Anna Thekla Mozart, Cousine von Wolfgang Amadé und Tochter des Buchbindermeisters Franz Alois Mozart. Hier, in einem heute längst zerstörten Anwesen, wurde sie am 25. September 1758 geboren. Mozart entdeckte mit ihr die Liebe – und schrieb ihr anschließend jene berühmten „Bäsle-Briefe".

Station 5 – Mariendom bei Hoher Weg 

Der Augsburger Dom wurde zur Pfarrkirche der Familie Mozart, nachdem Leopold Mozart 1721 mit seinen Eltern aus der Frauentorstraße in die nahegelegene Jesuitengasse gezogen war. Alle acht jüngeren Geschwister Leopolds wurden hier getauft. Als Sängerknabe in der Ulrichsbasilika und der Heilig-Kreuz-Kirche half er wohl auch im Dom als „Discantist" aus. Heute singen hier die Augsburger Domsingknaben.

Das Bild zeigt den Dom von Augsburg, Bild von lapping Pixabay.de
Station 6 – Mozartdenkmal im Fronhof

Im Fronhof zwischen Dom und bischöflicher Residenz steht das 1991 von der Mozartgemeinde Augsburg gestiftete Doppeldenkmal für Leopold und Wolfgang Amadé Mozart. Und wenn ihr den Sommer in Augsburg verbringt, könnt ihr hier bei den „Konzerten im Fronhof" Mozarts Musik unter freiem Himmel genießen.

Mozartdenkmal mit dem Bildplaketten von Leopold Mozart und Wolfgang Amadeus Mozart in Fronhof Augsburg, Bild Regio Tourismus Augsburg
Station 8 – Mozartrelief am „Weißen Lamm" in der Ludwigstraße/Beim Hafnerberg

Auf dem Weg in die Innenstadt passiert ihr den Ort des ehemaligen Gasthofs „Zum Weißen Lamm" – einst eine der nobelsten Adressen der Stadt. 1777 logierte Mozart hier 15 Tage lang, auf Empfehlung seines Vaters. Hier verabschiedete er sich unter Tränen vom geliebten „Bäsle" und kehrte erst 1790, auf der Rückreise von Frankfurt, noch einmal hier ein – im selben Jahr übernachtete übrigens auch Goethe in diesem Haus. Eine Gedenktafel mit zwei Bronzereliefs erinnert an die beiden berühmtesten Gäste.

Station 9 – Katholische Heilig-Kreuz-Kirche in der Heilig-Kreuz-Straße

Vater Leopold Mozart war hier einst Sängerknabe. 1777 spielte Wolfgang Amadé die Orgel in der Kirche. Im März 1781 kehrte er gemeinsam mit Vater Leopold und Schwester „Nannerl" zurück – die ehemaligen „Wunderkinder" unterhielten mit einer „beynahe mehr als himmlischen Musik". Gleich daneben steht die evangelische Heilig-Kreuz-Kirche – die Doppelkirchen gelten als Symbol der „Augsburger Parität". 

Station 10 – Perlachturm am Rathausplatz 6

Am Rathausplatz mit dem Perlachturm, gab Mozart 1777 eine private „Akademie" vor den Patriziern der Reichsstadt – und war hinterher stocksauer über die kärgliche Gage. Seinen Unmut ließ er in einem Brief an den Vater aus, in dem er die anwesende Nobless mit höchst unfeinen Kosenamen bedachte. Heute lässt das Glockenspiel des Perlachturms täglich Melodien der beiden Mozarts erklingen. (Aktuell wird der Perlachturm saniert)

Station 11 – Rathaus und Goldener Saal beim Rathausplatz 2 

Direkt neben dem Perlachturm steht das Rathaus – eines der bedeutendsten Renaissancebauwerke nördlich der Alpen. Den Goldenen Saal besuchte die Familie Mozart im Sommer 1763 gemeinsam, als Teil des touristischen Programms. Auch heute gehört er noch dazu und sollte von euch auf jeden Fall besucht werden.

Augsburg, Rathaus, Perlachturm,Augsburg bei Nacht, Renaissance, Rathausplatz Augsburg, Foto Cynthia Matuszewski
Station 12 – Fuggerhäuser bei der Maximilianstraße 36/38 sowie Zeugplatz 7

Weiter die Maximilianstraße hinunter erreicht ihr die Fuggerhäuser. Hier gab Mozart 1777 sein einziges öffentliches Konzert während seines 15-tägigen Augsburg-Aufenthalts – Graf Fugger hatte den Konzertsaal kostenlos zur Verfügung gestellt. Viel Applaus, wenig Honorar: Mozart war nicht restlos begeistert. Der Russische Saal, in dem das Konzert stattfand, fiel im Zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer. Ein Besuch der erhaltenen Badstuben lässt den einstigen Glanz des Stadtpalastes aber noch erahnen.

Fugger-Palais in Augsburg, Foto: Regio Augsburg Tourismus GmbH
Station 13 – Hotel „Maximilian's" in der Maximilianstraße 40

Gleich nebenan liegt das Hotel „Maximilian's". Zweimal logierte die Familie Mozart hier: 1763 ganze zwei Wochen lang und 1766 für eine Nacht, jeweils auf der Hin- beziehungsweise Rückfahrt ihrer großen Westeuropareise nach Paris und London.

Station 14 – Stein'sches Wohnhaus am Ulrichsplatz 10

Am Ulrichsplatz steht das Haus des Orgel- und Klavierbauers Johann Andreas Stein, eines langjährigen Freundes von Vater Leopold. Mozart besuchte ihn 1777 gemeinsam mit dem „Bäsle", testete Orgeln und probte im Salon für sein Konzert in den Fuggerhäusern. Stein und der Domorganist Demmler traten damals an seiner Seite auf. Eine Gedenkinschrift an der Barockfassade nennt den Augsburger einen „Freund der Mozarts" – einen Hammerflügel aus seiner Werkstatt konntet ihr an der ersten Station der Tour, dem Leopold Mozart Haus, bewundern. 

Station 16 – St. Ulrich und Afra am Ulrichsplatz 21

Direkt am Ulrichsplatz ragt die mächtige Ulrichsbasilika auf. Leopold Mozart war hier einst Sängerknabe; 1763 besuchte er die Kirche mit der ganzen Familie. Am 18. Oktober 1777 spielte Wolfgang Amadé auf der von den Fuggern gestifteten Orgel. Den Treppenaufgang zur Orgel – die sogenannte „Mozartstiege" – fand er scheußlich eng.

Die Kirchen St. Ulrich und St. Afra in Augsburg. Foto: Raphael Wolf, Regio Augsburg Tourismus GmbH
Station 17 – Barfüßerkirche bei Mittlerer Lech 1

Ein paar Schritte weiter stoßt ihr auf die Barfüßerkirche in der Mozart am 13. Oktober 1777 auf einer Orgel von Johann Andreas Stein spielte. Der Orgelbauer war erst skeptisch, dann begeistert. Mozart seinerseits nannte die Orgel die „Königin der Instrumente". Die Kirche verbindet zwei große Namen: Hier wurde nicht nur Mozart zum Orgelspielen vorgelassen – hier wurde auch Bertolt Brecht getauft. Sein Geburtshaus liegt gleich nebenan.

Station 18 – Fuggerei in der Jakoberstraße 26

Beenden könnt ihr den Rundgang in der weltberühmten Fuggerei, der ältesten noch bewohnten Sozialsiedlung der Welt. Eine Gedenktafel erinnert hier an Franz Mozart, den Urgroßvater von Wolfgang Amadé. Der Maurermeister lebte ab 1681 in der Siedlung, im Häuschen „Mittlere Gasse 13", wo er 1694 verstarb. 

Fuggerei, Foto Katrin Jacob

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swa erleben: historische Wagenhalle Lechhausen

swa erleben: historische Wagenhalle Lechhausen

historische Wagenhalle Lechhausen
Blücherstraße 65a
86165
Augsburg
1898, älteste Augsburger Straßenbahn,Foto: swa / Jürgen Fergg
Über 100 Jahre Augsburger Nahverkehr erleben und das in einer Stunde! Das könnt ihr bei der Führung durch die historische Wagenhalle in Lechhausen im Rahmen der Veranstaltungen von swa erleben.

Die historische Wagenhalle Lechhausen

Im Rahmen von swa erleben bieten euch „Die Freunde der Augsburger Straßenbahn“ zusammen mit dem Traditionsbus Augsburg e.V. eine Führung durch die historische Wagenhalle in Lechhausen. Hier erfahrt ihr nicht nur alles zur historischen Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs in Augsburg, etwa wann die Straßenbahnen elektrisch wurden oder warum Beiwagenabstellhallen gebaut wurden. Ihr habt auch die Möglichkeit euch historische Bahnen und Busse aus diversen Jahrzehnten anzusehen, wie zum Beispiel den Wagen 165 aus dem Jahr 1926, oder den bekannten Fünfachser GT5 aus den 60er Jahren. 

Diese Führungen finden an jedem vierten Sonntag im Monat von März bis November um 14.00 Uhr statt und dauern ca. eine Stunde. Anmelden zur Führung könnt ihr euch vor Ort, dabei liegen die Kosten für Erwachsene bei 6€ und für Kinder unter 16 Jahre 3€. Alle Erlöse fließen in die Erhaltung der historischen Fahrzeuge. Weitere Informationen findet ihr unter www.f-d-a-s.de oder unter www.swa-augsburg.de. Weitere Termine findet ihr auch hier beim Lifeguide.

 

Info

  • Führung durch die historische Wagenhalle in Lechhausen
  • Sonntag den 27.09.2026
  • Führung 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr
  • historische Wagenhalle Lechhausen, Blücherstraße 65a, 86165, Augsburg
  • Anmeldung vor Ort
  • Kosten: 6€ Erwachsene, 3€ Kinder unter 16 Jahren
  • Jeden vierten Sonntag im Monat
  • Weitere Informationen unter www.f-d-a-s.de

 

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Regio Augsburg - Die Augsburger Kahnfahrt

Regio Augsburg - Die Augsburger Kahnfahrt

Treffpunkt: Am Vogeltor
86153
Augsburg
Das Bild zeigt ein Menschen in einem Ruderboot auf dem Wasser an der Augsburger Kahnfahrt. Bild von Albrecht Fietz bei Pixabay.de
Die Regio Augsburg Tourismus GmbH lädt euch zu einer Führung zu romantischen Orten und Wegen rund um die Augsburger Kahnfahrt ein!

Augsburger Kahnfahrt

Die Regio Augsburg Tourismus GmbH nimmt euch bei dieser Themenführung mit zu den schönsten Ecken Augsburgs: vorbei an Stadttoren, historischen Mauern, Wehrtürmen und den beeindruckenden Wasseranlagen des UNESCO-Welterbes. Ein besonderes Highlight ist die Innenbesichtigung des „Fünffingerlesturms“ sowie des Unteren St.-Jakobs-Wasserturms. 

Die Tour verbindet Geschichte, Wasser und romantische Altstadtatmosphäre und endet an einem der idyllischsten Orte Augsburgs: der Kahnfahrt. Dort lässt sich der Tag entspannt bei Genuss, Geschichte oder einer kleinen Bootsfahrt ausklingen. Der Spaziergang findet am Sonntag, den 20.09.2026 von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr statt. Die Teilnahmekosten liegen bei 14€, beziehungsweise ermäßigt 12€. Tickets und weitere Informationen erhaltet ihr unter www.augsburg-tourismus.de
 

Info

  • Themenführung "Rund um die Augsburger Kahnfahrt"
  • Sonntag, der 20.09.2026
  • 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
  • Treffpunkt: Am Vogeltor, 86153, Augsburg
  • Kosten: Erwachsene 14€, Ermäßigt für Schüler*innen, Studenten*innen, Menschen mit Behinderung 12€
  • Tickets und weitere Informationen unter www.augsburg-tourismus.de

 

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Walkable City: Auf den Spuren der Römer

Walkable City: Auf den Spuren der Römer
Was steckt hinter der römischen Fischpaste „Garum" – und wie raffiniert war eine Therme aus dem 3. Jahrhundert gebaut? Die Walkable City Tour der Regio Augsburg führt auf Spurensuche.
Das Bild zeigt den Augustusbrunnen am Rathausplatz mit der Figur des Kaisers Augustus, der die Hand ausstreckt. Foto Cynthia Matuszewski

Wer durch Augsburg geht , läuft durch eine der ältesten Städte Deutschlands — und das wortwörtlich. Unter dem Pflaster, hinter Hausfassaden und in Innenhöfen, die kaum jemand kennt, steckt eine Vergangenheit, die 2.000 Jahre zurückreicht. Im Jahr 15 v. Chr. gründeten die Römer hier zwischen Lech und Wertach ihre Hauptstadt der Provinz Raetien und gaben ihr zu Ehren des römischen Kaisers und Eroberers Augustus die weibliche lateinische Version seines Namens und den Namen des besiegten keltischen Stammes - den Vindeliker: Augusta Vindelicum“.

Augusta Vindelicum — Eine Stadt auf Spurensuche

Schon damals war der Ort eine florierende Stadt mit einem blühenden Gemeinwesen mit Forum, Tempeln, Thermen und Markthalle – ein Zentrum der römischen Welt nördlich der Alpen, das Menschen aus dem gesamten Mittelmeerraum anzog. Soldaten, Händler, Handwerker und Gelehrte aus allen Ecken des Imperiums machten Augusta Vindelicum von Beginn an zu einer Stadt der Vielfalt. Das ist kein historisches Detail am Rande. Es ist der Kern dessen, was Augsburg bis heute ausmacht.
Mit der „Augusta Vindelicum"-App könnt ihr euch mit eurem Handy oder Tablet und Augmented Reality, 3D-Simulationen, Rätseln und in Dialogen mit virtuellen Figuren tief in die Geschichte der Stadt begeben. Erhältlich ist die kostenlosen App bei Google Play oder im Apple Store. Weitere Infos gibt es unter www.augsburg-tourismus.de/roemer sowie bei der Tourist-Info am Rathausplatz.

Augsburg ist reich an Geschichte und Geschichten

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft: Alles greift in einander. Und so verwundert es nicht, dass Kunst, Kultur und Geschichte auch in die Zukunftsleitlinien Augsburgs einfließen. Kulturstätten werden kontinuierlich weiterentwickelt und zugänglich gemacht. Unter der Überschrift „Augsburgs Stärken zeigen" hält die Stadt ausdrücklich fest, dass Heimat und Identität ermöglicht werden sollen – durch das Wissen darum, woher man kommt. Kaum ein Kapitel der Stadtgeschichte ist dafür eindrucksvoller als die Römerzeit.

Und wie eng die Geschichte Augsburgs mit den Römern verbunden ist, zeigt sich auch an der Bedeutung der Zirbelnuss. Wer von euch aufmerksam beobachtend durch die Straßen läuft, dem wird hier und da der charakteristische römische Pinienzapfen auffallen, der das Feldzeichen des ersten Römerlagers war, aus dem die Stadt Augusta Vindelicum und das heutige Augsburg wurde. Die Zirbelnuss ist im Stadtwappen verewigt und wenn ihr auf eurer Tour mal nach unten auf das alte Kopfsteinpflaster schaut, dann entdeckt ihr sie auch in den Kanaldeckeln der Stadt. 

Das Bild zeigt einen Kanaldeckel der Stadt Augsburg mit der Zirbelnuss in der Mitte. Foto Katrin Jacob

Tour-Stationen

Station 1 – Römersteine am Peutingerhaus (Peutingerstraße 11)

Euer Rundgang beginnt direkt am Dom, an einem Ort, den selbst die Augsburger*innen kaum kennen: dem Peutingerhaus. Wenn ihr genau hinschaut, dann entdeckt ihr an der Tordurchfahrt und im Innenhof eingemauerte römische Steindenkmäler – darunter das Grabmonument eines Iulianus Iulius aus dem frühen 3. Jahrhundert. Gesammelt hat sie der Jurist und Stadtschreiber Konrad Peutinger, geboren 1465, der damit de facto die Römerforschung in Augsburg begründete. Ein unscheinbarer Ort mit großer Geschichte.

Das Bild zeigt den Dom von Augsburg, Bild von lapping Pixabay.de

Station 2 – Diözesanmuseum St. Afra (Kornhausgasse 3–5)
Nur wenige Schritte weiter, gleich neben dem Dom, lohnt sich ein Abstecher ins Diözesanmuseum St. Afra. Durch ein sogenanntes Archäologisches Fenster blickt ihr direkt auf die Fundamente des karolingischen Doms – und darunter auf Reste römischer Bauten aus dem 2. bis 5. Jahrhundert. In einer Vitrine daneben seht ihr Fragmente eines Wandfreskos aus römischer Zeit, bemalt in leuchtenden mediterranen Farben. Ein kleines, aber beeindruckendes Zeitfenster in die Vergangenheit.

Station 3 – Römermauer (Domvorplatz/Fronhof/Peutingerstraße)
Weiter geht's zum Domvorplatz, wo euch Abgüsse römischer Steindenkmäler empfangen. In der App könnt ihr das fast sieben Meter hohe Grabmal des Marcus Aurelius Carus aus der Zeit um 180/200 n. Chr. in seiner ursprünglichen Farbenpracht bestaunen – und es per Puzzlespiel sogar selbst zusammensetzen. Etwa 100 Meter weiter südlich endete einst die von einer Wehrmauer geschützte Römerstadt. Eine Pflasterung im Boden deutet heute noch die Fundamente eines antiken Peristylhauses an.

Das Bild zeigt einen überdachten teil einer Mauer, an der unterschiedliche Artefakte ausgestellt sind, die aus der Zeit der Römer in Augsburg stammen und hier ausgegraben wurden. Bild von Franz Häussler

Station 4 – Siegesaltar (Gänsbühl 11–13)
Hier wird's dramatisch: 1992 entdeckten Archäologen beim Gänsbühl einen Altar der Siegesgöttin Victoria, der einen der spektakulärsten Momente der Provinzgeschichte dokumentiert. Im Jahr 260 n. Chr. waren germanische Stämme bis nach Norditalien eingefallen und hatten tausende Gefangene mitgeschleppt. Der raetische Statthalter Simplicinius Genialis griff sie ab und befreite die Verschleppten – und ließ zum Dank diesen Altar errichten. In der App schildern Statthalter, Soldaten und Gefangene ihre ganz unterschiedlichen Sichtweisen auf das Ereignis. Und per Augmented Reality erscheint die einst verlorene Victoria-Statue wieder auf dem Altar – so wie sie ursprünglich ausgesehen haben dürfte.

Station 5 – Thermen (Äußeres Pfaffengässchen 9)
Im Archäologischen Garten am Äußeren Pfaffengässchen taucht ihr in den Alltag der römischen Badkultur ein. Hier, im Zentrum der antiken Stadt, wurde im 2. Jahrhundert eine Kaserne kurzerhand mit einer Thermenanlage überbaut. Die App erklärt per 3D-Animation, wie die Fußbodenheizungen funktionierten, woher die Baumaterialien stammten und welche Tücken der Thermenbetrieb mit sich brachte. Ein Modell vor Ort macht auch die unterirdischen Strukturen aus Antike und Mittelalter sichtbar.

Station 6 – Gräberfeld (Hirblinger Straße/August-Wessels-Straße und Hofer Straße, Oberhausen)
Wer hätte gedacht, dass der heutige Stadtteil Oberhausen die Wiege Augsburgs ist? Schon vor Christi Geburt stand hier ein römisches Militärlager – bis ein Hochwasser es zerstörte. Die Funde, die seitdem ans Licht kamen, sind spektakulär: 2021 hoben Stadtarchäologen den größten je in Bayern entdeckten römischen Silberschatz – rund 5.600 Denare, 15 Kilogramm schwer. Im Zentrum Oberhausens steht heute das Replikat des Pfeilergrabs des Legionärs Titus Flavius Martialis; ein zweites Replikat findet ihr am Hettenbach. In der App plaudert Grabstifter Marcus Aurelius Carus persönlich über seine letzte Ruhestätte – und ihr könnt das Grabmal, das einst bunt bemalt war, interaktiv selbst einfärben.

Bonustipp für Geschichtsbegeisterte

Wer nach dem Rundgang noch nicht genug hat, dem empfehlen wir drei weitere Anlaufstellen. In der Basilika St. Ulrich und Afra (Ulrichsplatz 23) liegt in der Unterkirche ein echter römischer Sarkophag, in dem die Gebeine der Bistumspatronin Afra ruhen sollen.

Die Kirchen St. Ulrich und St. Afra in Augsburg. Foto: Raphael Wolf, Regio Augsburg Tourismus GmbH

In der Jakobervorstadt, im Haus „Bei den Sieben Kindeln 3", steckt ein römisches Relief aus dem 3. Jahrhundert in der Hausfassade – ein Grabmalelement, das sechs spielende Kinder zeigt und dem gesamten Viertel seinen Namen gab. Und im Zeughaus (Zeugplatz 4) zeigt die Dauerausstellung „Römerlager – Das römische Augsburg in Kisten" auf 777 Quadratmetern das Beste aus der Römerzeit: von einem vergoldeten bronzenen Pferdekopf aus der Wertach bis zur „Adam-und-Eva-Schale", dem ältesten Nachweis für das Christentum im heutigen Bayern.

Das Bild zeigt den inneren Eingang des Römerlagers im Zeughaus Augsburg an dem die Besucher*innen von Kaiser Augustus begrüßt werden. Bild von S.Rubensdoerffer.

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Walkable City – Der Augsburger Klimapfad

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Das Bild zeigt den Rathausplatz mit Blick auf den Perlachturm und das Rathaus im Sonnenschein. Eine Frau läuft durch die Menschen, sie am Boden sitzen und die Atmosphäre genießen. Bild Norbert Liesz

Wenn ihr wissen wollt, was die Stadt alles unternimmt, um klimafreundlicher zu werden, könnt ihr den Augsburger Klimapfad erlaufen und euch informieren. Und ihr könnt eurer Wissen zum Thema überprüfen. Zusammen mit einem Guide der Regio Tourismus oder allein mit dem Smartphone oder Tablet.

CO2-Emissionen bis Erneuerbare Energien

Der Augsburger Klimapfad ist ein virtueller und realer Rundweg der über den Klimawandel und seine Folgen informiert. An insgesamt acht Stationen werden euch bestimmte Teilbereiche des Klimawandels aufgezeigt und mit speziellen Quizfragen könnt ihr selbst euer Wissen zu den einzelnen Segmenten prüfen. Die Tour mit einem Guide dauert rund 1,5 Stunden und führt durch die Augsburger Innenstadt.

Imagebild Augsburger Klimapfad

Die Stationen des Augsburger Klimapfads

  1. Rathausplatz: CO2-Emissionen - hier müsst ihr eine Frage beantworten
  2. Stadtmarkt: Fleisch- und Milchproduktion
  3. Königsplatz: Fortbewegung und Verkehr
  4. Zeughaus: Bäume als CO2-Speicher
  5. Ulrichsplatz: E-Mobilität
  6. Alte Schmiede: Wohnen und Heizen
  7. Schwallech: Erneuerbare Energien
  8. Elias-Holl-Platz: Und nun? 

Der Klimapfad ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Universität Augsburg, der Hochschule Augsburg, der Stadt Augsburg und dem Rotary Club Augsburg. 

 

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Walkable-City - Weihnachtliches im Botanischen Garten

Walkable-City - Weihnachtten im Botanischen Garten

Dr.-Ziegenspeck-Weg 10
86161
Augsburg
Foto von der orientalischen Rundkrippe aus natürlichen Materialien im Botanischen Garten Augsburg.
Ohne blühende Pflanzen ist im Botanischen Garten doch gar nichts los? Falsch gedacht! Insbesondere in der Advents- und Weihnachtszeit lohnt sich ein Besuch.

Neben der festlichen Winterdekoration im gesamten Garten bietet der Botanische Garten die orientalische Rundkrippe und an den Adventswochenenden ein vielfältiges musikalisches Programm.

Wie wäre es mit einem gemütlichen Adventsspaziergang durch den winterlichen Botanischen Garten? Hier könnt ihr an einem literarischen Spaziergang teilnehmen oder weihnachtliches Choralblasen genießen. Höhepunkt eures Spazierganges ist ganz sicher der Besuch der Orientalischen Rundkrippe, einer einzigartigen Krippenlandschaft aus Erde, Felsen und Weidenholz. Beim Betrachten gibt es neben reizvollen Krippenfiguren und Landschaften mit echten Pflanzen viel zu entdecken. Lasst euch überraschen!

Besondere Weihnachtseinstimmung mit Orientalischer Rundkrippe:

  • Wann: 29.11.2025 bis 11.01.2026
  • täglich 09:00 – 16:30 Uhr
  • Wo: "Pflanzenwelt unter Glas" im Victoria-Regia Becken

Die orientalische Rundkrippe ist bis zum 11. Januar 2026 täglich von 9 bis 16:30 Uhr in der „Pflanzenwelt unter Glas“ zu sehen. Sie wird nun schon seit über 60 Jahren von den Mitarbeitenden aus natürlichen Materialien und liebevoll gestalteten Figuren errichtet. Doch jedes Jahr wird sie neu konzipiert und die Figuren werden sogar während der Adventszeit immer ein kleinwenig anders aufgestellt. Also passt gut auf, vielleicht fällt euch ja die ein oder andere Veränderung auf!

Mit der Taschenlampe auf dem Weg zur Krippe:

Ein spannendes Angebot bietet sich für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren am Donnerstag, den 11. Dezember. Von 17 bis 18 Uhr dürfen die Kinder mit ihrer Taschenlampe, in Begleitung von Mitarbeiter/innen, die Krippe erkunden.

  • Datum: 11.12.2025
  • Uhrzeit: 17:00 - 18:00 Uhr
  • Anmeldung: bis zum 06.12.2025 an der Kasse oder telefonisch unter 0821 324 6038
  • Notwendig: eigene Taschenlampe
  • Treffpunkt: Kasse am Eingang

Advent-Termine im Botanischen Garten:

Märchenhafte Gartenmomente und weihnachtliche Dekorationen im Garten: Auch in diesem Jahr habt ihr wieder die Möglichkeit die verschiedenen zum Teil versteckten Märchenszenen im Garten zu entdecken. Bei einem Spaziergang könnt ihr rätseln zu welchem Märchen die liebevoll und detailreich gestalteten Szenen gehören. Ein Rätselspaß für Jedermann.

  • Datum: Bis Sonntag 11.01.2026
  • Uhrzeit: 09:00 - 17:00 Uhr
  • Ort: Botanischer Garten

Weihnachtliches Choralblasen: Das Adventposaunenwerk lädt am 21. Dezember, um 15 Uhr zum weihnachtlichen Choralblasen am Platz vor dem Verwaltungsgebäude ein.

  • Datum: 21.12.2025
  • Uhrzeit: 15 Uhr - 16 Uhr
  • Ort: auf dem Platz vor dem Verwaltungsgebäude, Botanischer Garten

Literarischer Spaziergang: Am Samstag, den 20. Dezember findet wieder ein Literarischer Spaziergang unter dem Motto „Schön ist’s, mit den Sternen zu wandern“ von 14:30 bis 16:00 Uhr im Botanischen Garten statt. Maria Großhauer teilt bei einer winterlichen Lesung ihre gesammelten literarischen Reiseeindrücke.

  • Datum: 20.12.2025
  • Uhrzeit: 14:30 - 16:00 Uhr
  • Treffpunkt: Seminarraum, Botanischer Garten
  • keine Anmeldung notwendig

Das Programm und weitere Informationen findet ihr hier.

Angebot für Inhaberinnen und Inhaber der Bayerischen Ehrenamtskarte:

Für Inhaberinnen und Inhaber der Bayerischen Ehrenamtskarte gibt es ein besonderes Angebot. Bei einem Besuch im Botanischen Garten während der bayerischen Weihnachts- und Osterferien erhält eine erwachsene Begleitperson mit Kindern bis 18 Jahre ebenfalls freien Eintritt.

Kooperation mit Regio Augsburg Tourismus

Vor Weihnachten gibt es viele attraktive Ausflugsziele für die gesamte Familie oder Ideen, wie ihr - ohne viel Geld auszugeben - die vorweihnachtliche Stimmung genießen könnt. Wichtig ist hier die gemeinsame Zeit, die ihr mit euren Lieben verbringt. Mit der Familie, Freunden oder Kolleg*innen. Wir haben euch mit Hilfe der der Regio Augsburg Tourismus GmbH einige tolle Tipps rund um Weihnachten zusammengestellt. Hier findet ihr noch mehr vorweihnachtliche Veranstaltungen, Weihnachtsmärkte und Termine in unserer Region.

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