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Gut leben mit der Hälfte der Rohstoffe

Gut leben mit der Hälfte der Rohstoffe
Wie können wir mit halb so vielen Rohstoffen gut leben? Die Studie „Ressourcenleicht Leben 2045“ zeigt mögliche Wege – und stellt dabei das gute Leben statt Verzicht in den Mittelpunkt.
Artikelbild zur WWF-Studie Ressourcenleicht leben

Für unseren Konsum in Deutschland werden im Durchschnitt rund 16 Tonnen Rohstoffe pro Person und Jahr benötigt. Dazu zählen nicht nur die Rohstoffe, die wir direkt nutzen. Eingerechnet werden auch diejenigen, die anderswo benötigt werden, um unsere Häuser, Autos, Smartphones, Lebensmittel, Kleidung oder Möbel herzustellen. Als langfristig umweltverträglich gelten etwa sechs bis acht Tonnen pro Kopf und Jahr. Unser Rohstoffverbrauch müsste sich also ungefähr halbieren.

Das klingt zunächst nach einer ziemlich radikalen Veränderung unseres Lebens. Kleinere Wohnungen? Kein eigenes Auto mehr? Anders verreisen? Weniger konsumieren? Auf einige liebgewonnene Dinge verzichten?

Das vom WWF Deutschland initiierte Projekt „Ressourcenleicht Leben 2045“ stellt daher eine andere Frage: Wie möchten Menschen im Jahr 2045 eigentlich leben, wenn sie an ein gutes Leben denken?

Erst das gute Leben, dann den Verbrauch reduzieren

Für das Projekt entwickelten 26 Bürgerinnen und Bürger Vorstellungen davon, wie sie 2045 gut leben möchten. Dabei ging es um Wohnen, Mobilität, Ernährung, Arbeit und Freizeit. Aus diesen Vorstellungen entstanden fünf fiktive Personen (Personas) mit unterschiedlichen Lebensweisen. Erst danach berechnete das Wuppertal Institut, wie viele Rohstoffe für diese Lebensweisen benötigt würden. Neben dem WWF waren das Öko-Institut, Politics for Tomorrow und Ellery Studio an dem Projekt beteiligt.

Bei allen fünf entwickelten Lebensweisen liegt der berechnete Rohstoffverbrauch weit unter acht Tonnen pro Person und Jahr. Ein gutes Leben und deutlich weniger Rohstoffverbrauch müssen sich also nicht ausschließen. Allerdings setzt die Berechnung voraus, dass sich bis 2045 nicht nur unser persönliches Verhalten verändert, sondern auch die Welt, in der wir leben.

Ein Alltag mit weniger Rohstoffen

Acht Tonnen Rohstoffe pro Jahr – darunter kann man sich zunächst wenig vorstellen. Deshalb lohnt sich ein Blick auf eine der fünf fiktiven Personen: Anna ist 38 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie im Umland einer Stadt. Pro Person stehen der Familie rund 40 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Sie besitzt weiterhin ein Auto, nutzt daneben aber auch öffentliche Verkehrsmittel. Die Familie kauft regional ein und isst gelegentlich Fleisch. Smartphone und Laptop werden mehrere Jahre genutzt. Möbel und andere Einrichtungsgegenstände behält Anna möglichst lange; auch Gebrauchtes, Leihen und Teilen spielen eine Rolle.

In der Berechnung kommt Anna damit auf acht Tonnen Rohstoffverbrauch im Jahr. Allerdings lebt sie im Jahr 2045 unter anderen Bedingungen als wir heute: Energie wird weitgehend ohne Kohle, Öl und Gas erzeugt, Rohstoffe werden stärker wiederverwendet und die Infrastruktur erleichtert einen Alltag mit weniger Rohstoffverbrauch. Die acht Tonnen schafft Anna also nicht allein durch ihr eigenes Verhalten.

Es gibt nicht den einen Weg

Die anderen vier Beispiele sehen zum Teil ganz anders aus. Die Menschen leben in der Stadt oder auf dem Land, allein oder mit Familie und haben unterschiedliche Gewohnheiten und Bedürfnisse. Trotzdem liegt der berechnete Rohstoffverbrauch bei allen fünf bei weniger als acht Tonnen im Jahr. Besonders viel macht dabei aus, wie wir wohnen, uns fortbewegen und ernähren. Aber auch Konsum, digitale Geräte und Freizeit spielen eine Rolle.

Die wichtigste Voraussetzung dafür, dass eine Gesellschaft mit weniger Rohstoffen auskommt, ist, zu formulieren, dass es nicht die eine Lebensweise gibt, die alle übernehmen müssten. Das gelingt der Studie ganz gut. Die Herausforderung ist, aufzuzeigen, wie sich unterschiedliche Vorstellungen von einem guten Leben mit einem deutlich geringeren Rohstoffverbrauch verbinden lassen.

Rohstoffe möglichst lange nutzen

Wer den eigenen Rohstoffverbrauch verringern möchte, muss nicht gleich sein ganzes Leben umkrempeln. Ein wichtiger Ansatz ist, die Dinge, die bereits da sind, möglichst lange zu nutzen. Kleidung kann länger getragen, geflickt oder weitergegeben werden. Möbel und Elektrogeräte müssen nicht ersetzt werden, nur weil es etwas Neueres gibt. Vieles lässt sich gebraucht kaufen, leihen, tauschen oder gemeinsam nutzen.

Noch stärker ins Gewicht fallen allerdings Wohnen, Ernährung und Mobilität. Wer auf weniger Fläche wohnt, überwiegend pflanzlich isst oder häufiger Fahrrad, Leihauto und öffentliche Verkehrsmittel statt eines eigenen Autos nutzt, kann seinen Rohstoffverbrauch deutlich verringern. Welche dieser Möglichkeiten zum eigenen Leben passen, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Und irgendwann ist auch das langlebigste Produkt am Ende. Dann sollten seine Materialien möglichst wieder für etwas Neues verwendet werden können. Dafür gibt es den Begriff Kreislaufwirtschaft: Produkte und Rohstoffe sollen möglichst lange genutzt und ihre Materialien möglichst wiederverwendet werden, damit weniger neue Rohstoffe aus der Natur gewonnen werden müssen.

Rohstoffverbrauch ist ungleich verteilt

Die durchschnittlich 16 Tonnen pro Kopf sagen noch nichts darüber aus, wie sich der Rohstoffverbrauch innerhalb der Bevölkerung verteilt. Nach Berechnungen des Wuppertal Instituts verbrauchen Menschen mit hohen Einkommen deutlich mehr Rohstoffe als Menschen mit niedrigen Einkommen. Bei den höchsten betrachteten Einkommen ist es fast doppelt so viel. Das hat unter anderem mit größerem Wohnraum, Mobilität und Konsum zu tun. Die Frage, wer seinen Rohstoffverbrauch besonders stark reduzieren kann, stellt sich deshalb nicht für alle Menschen gleichermaßen. 

Hinzu kommt ein wichtiger weiterer Aspekt: Konsum dient nicht nur dazu, unseren Alltag zu bestreiten. Ein größeres Auto, eine größere Wohnung, neue Kleidung oder die neueste Technik stehen auch für Wohlstand, Erfolg und sozialen Aufstieg. Ein ressourcenleichteres Leben berührt deshalb auch die Frage, woran wir Wohlstand und ein gutes Leben festmachen. Das war leider keine zentrale Fragestellung der WWF-Studie, aber es ist vielleicht der zentrale Aspekt bei der Frage, ob und wie ein Übergang in eine Gesellschaft mit weniger Ressourcenverbrauch gelingen kann. Immerhin waren drei Viertel der in der Studie Befragten der Ansicht, dass Menschen mit besonders hohem Ressourcenverbrauch auch mehr Verantwortung für dessen Verringerung übernehmen sollten.

Was die Menschen davon halten

Neben den Berechnungen ließ der WWF 1.001 Menschen in Deutschland befragen. Dabei ging es auch darum, wie attraktiv sie ein Leben mit deutlich weniger Rohstoffverbrauch finden. Unter heutigen Bedingungen konnten sich 32 Prozent der Befragten ein solches Leben gut vorstellen. Veränderten sich jedoch die Bedingungen – beispielsweise durch bessere Angebote, passende Infrastruktur und faire Preise –, stieg der Anteil auf 55 Prozent. Bei einzelnen Veränderungen ist die Bereitschaft noch deutlich größer: 87 Prozent können sich vorstellen, Möbel länger zu nutzen, 84 Prozent Elektrogeräte und 73 Prozent Kleidung. Dabei geht es nicht ausschließlich um Umwelt- und Klimaschutz. Auch finanzielle Einsparungen sowie gesundheitliche und zeitliche Vorteile können ein Grund dafür sein, Dinge länger zu nutzen oder Gewohnheiten zu verändern.

Damit ein Leben mit weniger Rohstoffen einfacher wird

Vieles können wir allerdings nicht allein entscheiden. Wer häufiger ohne eigenes Auto unterwegs sein möchte, braucht gute Bus- und Bahnverbindungen oder sichere Radwege. Reparieren wird attraktiver, wenn Ersatzteile erhältlich sind und die Reparatur nicht fast so viel kostet wie ein neues Gerät. Leihen und Teilen funktioniert besser, wenn es dafür Angebote in der Nähe gibt.

Auch beim Wohnen sind die Möglichkeiten begrenzt. Eine kleinere Wohnung zu wollen hilft wenig, wenn passende und bezahlbare Wohnungen fehlen. Der WWF nennt deshalb unter anderem Wohnflächentausch, gemeinschaftliche Wohnformen und einen besseren Umgang mit leerstehenden Wohnungen als mögliche Ansätze. Kommunen können außerdem Angebote wie Reparaturzentren, Leihläden oder „Bibliotheken der Dinge“ unterstützen, in denen Werkzeuge und andere selten benötigte Gegenstände ausgeliehen werden können.

Auch die Hersteller spielen eine wichtige Rolle. Produkte können so gebaut werden, dass sie lange halten und sich reparieren lassen. Ersatzteile müssen verfügbar sein, und Materialien sollten sich am Ende möglichst wiederverwenden lassen. Ein ressourcenleichteres Leben hängt damit nicht allein davon ab, ob Menschen bereit sind, etwas zu verändern. Es muss im Alltag auch möglich, bezahlbar und möglichst unkompliziert sein.

Ressorcenleichter leben in Augsburg

„Ressourcenleicht Leben 2045“ ist keine Vorhersage und kein fertiger Plan für die Zukunft. Das Projekt zeigt vielmehr, wie unterschiedlich ein gutes Leben mit deutlich weniger Rohstoffen aussehen könnte – und dass dafür persönliche Entscheidungen und Veränderungen in unserem Umfeld zusammenkommen müssen. Wie das konkret funktionieren kann, wird uns im Lifeguide weiter beschäftigen. Wir schauen auf Forschung und neue Ideen, auf die Bedingungen, die dafür geschaffen werden müssen – und natürlich auf Möglichkeiten in Augsburg und der Region, Rohstoffe länger zu nutzen und den Verbrauch neuer Ressourcen zu verringern.

 

Infos

Hier geht es zur Projektwebsite von Ressorcenleicht leben 

 

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Dokumentarfilm-Festival MONDIALE Augsburg 2026

Dokumentarfilm-Festival MONDIALE Augsburg 2026

Zeughaus - 3 Stock
Zeugplatz 4
86150
Augsburg
Ausschnitt aus dem Plakat des Mondiale Filmfestes in Augsburg. Foto: Mondiale Filmfest
Die MONDIALE Augsburg 2026 zeigt 13 Dokumentarfilme zu sozial-ökologischer Transformation, globaler Gerechtigkeit und der Frage, wie eine solidarische Zukunft gestaltet werden kann.

Mondiale Filmfestival

Das Dokumentar Film Festival MONDIALE Augsburg setzt sich 2026 mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinander: Wem gehört die Stadt? Wie kann sozial-ökologische Transformation gelingen? Wo liegen die Grenzen des Wachstums und wie lässt sich globale Gerechtigkeit gestalten? Auch die Krise der Demokratie gehört zu den Themen, die das Festival in den Blick nimmt.

Vom 25. September bis zum 6. November 2026 stehen insgesamt 13 Dokumentarfilme auf dem Programm. Die Filme erzählen von Menschen, die sich für Veränderung einsetzen, zeigen globale Zusammenhänge und beleuchten ökologische, soziale und politische Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven. Nach den Filmvorführungen entsteht ein Diskursraum: Eingeladene Gäste mit besonderem Fachwissen geben Impulse und kommen mit dem Publikum über offene Fragen, Eindrücke und Gedanken ins Gespräch.

Der partizipative Charakter steht dabei im Mittelpunkt. Menschen und Gruppen können ihre Ideen und Anregungen einem breiten Publikum vorstellen und sich miteinander vernetzen. Die MONDIALE möchte dabei intergenerationelle und interkulturelle Brücken innerhalb der Augsburger Stadtgesellschaft und darüber hinaus bauen.

Neben den Dokumentarfilmen erwartet euch ein Begleitprogramm mit Musik, regionaler Kulinarik und Gästen aus Wissenschaft, Film und Politik. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. Veranstaltet wird die MONDIALE von Attac Augsburg in Kooperation mit dem Öko-Sozial-Projekt, der Solidarischen Landwirtschaft Augsburg, Augsburg in Bürgerhand und der Baum-Allianz Augsburg. Unterstützt wird das Festival unter anderem von Mandara, Café Ertl, Luisa Possi Fotografie, der Augsburger Friedensinitiative, dem ADFC Augsburg und der Werkstatt Solidarische Welt.

Spieltermine Mondiale 2026

Natur – 25.09.2026
Yann Arthus-Bertrand blickt auf die Entstehung und Entwicklung unseres Planeten und die Folgen menschlicher Eingriffe. Ein Film über die Schönheit der Erde und unsere Verantwortung für ihren Erhalt.

Tax Wars – 29.09.2026
Der Film beleuchtet den weltweiten Kampf gegen Steuerflucht und fragt, warum Staaten Geld für Bildung, Gesundheit und Klimaschutz fehlt. Im Mittelpunkt steht die Frage nach gerechter Besteuerung und der Finanzierung des Gemeinwohls.

Finding Connection – 02.10.2026
Was bedeutet Nähe im Zeitalter künstlicher Intelligenz? Der Film begleitet Menschen, die in digitalen Systemen nach Vertrauen und emotionaler Verbundenheit suchen.

Cycling Cities – 06.10.2026
Eine Reise zu Städten, die den Radverkehr konsequent fördern und dadurch öffentlichen Raum verändern. Der Film zeigt, wie Fahrräder Städte lebenswerter, klimafreundlicher und sicherer machen können. Zu Gast ist Regisseur Ingwar Perowanowitsch.

Where the Waves Took Her – 09.10.2026
Der Film begleitet eine Hebamme an Bord eines Rettungsschiffs im Mittelmeer und erzählt von Begegnungen mit Geflüchteten. Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten, Flucht und die Arbeit der Helfenden.

Food for Profit – 13.10.2026
Der investigative Dokumentarfilm untersucht die Verflechtungen von Fleischindustrie, Lobbying und Politik und zeigt die ökologischen und sozialen Folgen der Massentierhaltung.

We Are Guardians – 16.10.2026
Der Amazonas steht im Mittelpunkt dieses Films über indigene Gemeinschaften, wirtschaftliche Interessen und den Kampf um den Schutz des Regenwaldes. Dabei wird deutlich, dass der Erhalt des Amazonas eine globale Herausforderung ist.

Kinder der Sonne – Unsere Schmetterlinge – 20.10.2026
Der Dokumentarfilm nimmt euch mit in die faszinierende Welt heimischer Schmetterlinge. Er zeigt ihre besonderen Fähigkeiten, ihre Anpassungsstrategien und die Vielfalt dieser Tiergruppe.

Mission to Marsh – 23.10.2026
Moore und Mangroven gehören zu den wichtigen und zugleich bedrohten Ökosystemen der Erde. Der Film zeigt ihre Bedeutung für das Klima und macht auf die Gefahren durch menschliche Eingriffe aufmerksam.

Sternbrücke forever – 27.10.2026
Eine Hamburger Brücke wird zum Symbol für den Kampf um die Zukunft eines Stadtviertels. Der Film begleitet Anwohner*innen, Kulturschaffende und Initiativen und stellt die Frage: Wem gehört die Stadt?

Inside Gaza – 30.10.2026
Der Film begleitet Journalist*innen der AFP, die aus dem Gazastreifen berichten. Persönliche Aufnahmen und Berichte erzählen von Krieg, Verlust und Überleben und thematisieren zugleich die schwierigen Bedingungen unabhängiger Berichterstattung.

Das Flüstern der Wälder – 03.11.2026
Vincent Munier begleitet seinen Vater und seinen Sohn durch die Wälder der Vogesen. Eine poetische Reise über Naturbeobachtung, familiäre Verbundenheit und die Kunst des Wartens.

But Beautiful – 06.11.2026
Menschen entwickeln neue Wege für ein nachhaltigeres Leben: Sie bauen Solaranlagen, renaturieren Landschaften oder schaffen nachhaltige Häuser. Der Film zeigt gelebte Alternativen und erzählt von Mut, Kreativität und Hoffnung.

Info

  • Dokumentar Film Festival MONDIALE Augsburg
  • 25. September bis 6. November 2026
  • Beginn: jeweils um 19:00 Uhr
  • Filmsaal im Zeughaus, 3. Stock, Zeugplatz 4, 86150 Augsburg
  • Veranstalter: Attac Augsburg in Kooperation mit verschiedenen Organisationen und Initiativen
  • Eintritt: Kostenlos
  • Weitere Informationen: Das vollständige Programm und aktuelle Hinweise findet ihr auf mondiale-augsburg.de.

Das könnte euch auch noch interessieren: 

Mondiale – Das etwas andere Doku-Film-Festival - Das Dokumentarfilm-Festival Mondiale Augsburg besteht seit 2020. Das besondere an diesem Festival ist, dass alle Menschen Zugang haben sollen und damit alle Veranstaltungen kostenlos sind.

Erasmus Austausch: A Vision Shared - Udo Legner, ehemaliger Lehrer am MTG in Augsburg, betreut auch im Ruhestand das Erasmus-Projekt "A Vision Shared". Interkulturelles Wissen gepaart mit Klimaschutz soll aus den jungen Augsburger*innen verantwortungsvolle Europäer machen.

„The True Cost – Der Preis der Mode“ - Interview mit Filmemacher Andrew Morgan. Als er 2013 die Fotos der eingestürzten Rana Plaza Textilfabrik in Bangladesh sah, stellte er fest, dass er sich noch nie Gedanken gemacht hatte, wer seine Kleidung näht. Daraufhin produzierte er "The True Cost"

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Bayerische Klimawoche in Gersthofen

Bayerische Klimawoche in Gersthofen

Verschiedene Orte in der Stadt
86368
Gersthofen
Stände auf dem Rathausplatz in Gersthofen.
Gersthofen ist erstmals bei der Bayerischen Klimawoche dabei: Lastenrad testen, Fahrrad codieren lassen, gemeinsam kochen und basteln – Mitmachangebote für Groß und Klein.

Klimaschutz zum Anfassen

Gersthofen beteiligt sich in diesem Jahr zum ersten Mal an der Bayerischen Klimawoche und macht Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Alltag erlebbar. Das Programm richtet sich an alle Generationen und setzt vor allem auf eines: Mitmachen.

Ihr könnt gemeinsam kochen, im Repaircafé Defektes wieder flottmachen oder beim Nähtreff unter dem Motto „Aus Alt mach neu!“ Ideen für den nachhaltigen Umgang mit Kleidung sammeln. Auch Kinder und Jugendliche kommen mit eigenen Angeboten auf ihre Kosten. Alle Veranstaltungen findet ihr gebündelt im zentralen Klima-Veranstaltungskalender. Gebt dort als Suchbegriff „Gersthofen“ ein, dann seht ihr alle Angebote vor Ort.

Info

  • 9. bis 18. Oktober 2026
  • Uhrzeit: je nach Veranstaltung
  • Bayerische Klimawoche in Gersthofen
  • Verschiedene Orte in Gersthofen
  • Veranstalter: Stadt Gersthofen [ergänzen, falls bestätigt]
  • Eintritt und Anmeldung: je nach Angebot
  • Alle Termine unter https://veranstaltungen.klima.bayern.de/region/ (Suchbegriff „Gersthofen“)
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Lifeguide Netzwerktreffen in Augsburg

Lifeguide Netzwerktreffen Sensemble Theater Augsburg
Mit mehr als 50 Gästen aus Augsburg und der Region haben wir im Sensemble Theater gefeiert, Ideen ausgetauscht, uns kennengelernt, gelacht, sehr gut gegessen und Impro-Theater vom Feinsten genossen.
Erstes Lifeguide Netzwerktreffen in Augsburg im Januar 2024. Foto Annika Müller

Wie inspirirend ein gemeinsamer Abend, ein analoges Miteinander sein kann, durften wir bei unserem ersten Lifeguide Netzwerktreffen im Sensemble Theater in Augsburg erleben. Die Inhalte unserer Internetplattform Lifeguide-augsburg.de leben ja von euch, den vielen Initiativen, Unternehmen und Menschen, die Nachhaltigkeit in unserer Region sichtbar machen und sich Tag für Tag dafür einsetzen. Digital seid ihr mit mehr als 400 Orten bei uns im Lifeguide vertreten. Gleich zu Jahresbeginn 2024 haben wir die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, um euch auch einmal in Persona zusammenzubringen und kennenzulernen. Beim ersten Netzwerktreffen kamen - trotz Schneesturm - mehr als 50 Menschen aus Augsburg und der Region ins Sensemble Theater.

 

Es gab viel zu feiern: Wir durften 2023 den mit 10.000 Euro dotierten Umweltpreis der bayerischen Landesstiftung entgegennehmen, wir freuen uns über das zehnjährige Bestehen unseres Vereins und vor allem wollten wir euch danken: Für die jahrelange gute Zusammenarbeit, für die Interviews, die Fotos, den Input und euer Fachwissen, das ihr an unsere Redaktion weitergegeben habt. Durch euch, die zahlreichen nachhaltigen Initiativen, Vereine und Unternehmen aus der Region; lebt der Lifeguide, bekommen wir Inhalte und Inspiration.

 

Den Auftakt des Abends bildete die Begrüßung unserer Gäste und die Vorstellung der Menschen, die hinter dem Lifeguide stehen: redaktionell, organisatorisch und in den sozialen Medien. Ein besonderer Dank ging auch an die  Unterstützer*innen und Sponsor*innen des Lifeguide. Dann kamen die Gäste in Form einer schriftlichen Kurzumfrage zu Wort, die wir demnächst auswerten. Hier habt ihr - unsere Lifeguide-Orte - eure Wünsche und Ideen für ein erfolgreiches, gemeinsames Lifeguide-Jahr formuliert. Wir sind gespannt, was wir davon gemeinsam umsetzten können.

 

Natürlich durfte auch ein Grußwort nicht fehlen. Reiner Erben, Referent für Nachhaltigkeit, Umwelt, Klima und Gesundheit der Stadt Augsburg, gratulierte uns zum Umweltpreis, lobte das kontinuierliche Engagement des Lifeguide-Teams und betonte die Bedeutung unseres Informations- und Wissensportals für die Stärkung der Nachhaltigkeit in Augsburg und der Region.

 

Ein Highlight des Abends war das Improvisationstheater mit Birgit Linner und Jörg Schur. Die beiden begeisterten ihr Publikum mit findigen Dialogen und einer gekonnten Darbietung aus Schlüsselwörtern rund um das Thema Nachhaltigkeit und sorgten damit für zahlreiche Lacher.

 

Nach der Vorstellung wurde das Buffet eröffnet. Wir danken für die schmackhaften Spenden von Betrieben aus der Region: Es gab leckere regionale Bio-Suppe von Solidargemeinschaft AUGSBURG AICHACH-FRIEDBERGER LAND, dazu eine große Auswahl an Brot und Brötchen von der Biobäckerei Schubert und Ziegenkäse von Schloss Blumenthal. Die rollende Gemüsekiste hat außerdem gesundes Obst und Gemüse geliefert. Leckere Brotchips kamen vom Herzstück Horgau. Und den prickelnden Aperitif spendete Uli Schefflers Weinhandel. So waren alle rundum versorgt.

Ein besonderer Dank geht an die Essenslieferant*innen und Zubereiter*innen, sowie an das Team des Sensemble-Theaters, das die Gäste an der Bar mit Getränken versorgt hat.


Zu guter Letzt ein Dank an alle Gäste, die diesen Abend mitgestaltet und mitgefeiert haben. Ohne Euch wäre es niemals ein Erfolg geworden!

Lifeguide-Netzwerktreffen - schön, dass ihr dabei wart!

Weitere Gäste beim Lifeguide-Netzwerktreffen

Lifeguide Netzwerktreffen - Noch mehr Gäste ;)

Toll, dass ihr beim Lifeguide Netzwerktreffen wart

Mit dabei waren:

  • a3kultur
  • Augsburger Bildungsbündnis
  • LAG Begegnungsland
  • Biobäckerei Schubert
  • Büro für Nachhaltigkeit
  • Die Krämerin
  • elfgenpick
  • endlich fair
  • Fairtradestadt Augsburg
  • Herzstück Horgau
  • Junges Theater Augsburg
  • liesLotte Medien Verlag
  • Lifeguide Mering
  • Lifeguide Region Augsburg
  • Lokale Agenda 21
  • MAK Afrika
  • NANU!
  • Paraez e.V.
  • Peerigon
  • pinu
  • Pradieschen
  • Pure Soul Naturkosmetik
  • Reiner Erben, Referent für Nachhaltigkeit, Umwelt, Klima und Gesundheit
  • Rollende Gemüsekiste
  • ´s Fachl
  • Schloss Blumenthal
  • SchokoSchatz
  • Sensemble Theater
  • Solidargemeinschaft Augsburg-Aichach-Friedberger-Land
  • Sonnenacker
  • Stadt Augsburg
  • Pia Härtinger, Stadträtin Bündnis 90/Die Grünen
  • Stadtsparkasse Augsburg
  • Ständige Konferenz Kultur, a3kultur
  • Stadtwerke Augsburg
  • Uli Scheffler Weinhandel
  • Umweltbildungszentrum
  • Zoo Augsburg
  • Latztruhe
  • CryptoParty
  • Nachhaltiges Netzwerk, THA
  • Wogenau

Impressionen des Lifeguide Netzwerktreffens

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German

Hier wollen wir euch zu den Stichpunkten reduce, reuse, repair, recyclen, upcyclen und Do it yourself  informieren. Wo können wir bei uns in Augsburg und der Region den eigenen Gemüsegarten beackern? Wo unser Rad reparieren, die alten Jeans upcyclen, den defekten Schallplattenspieler wieder in Gang bringen oder unseren ersten eigenen Schreibtisch bauen? Ihr werdet sehen: Dinge selbst in die Hand zu nehmen – das macht glücklich und schlau! Außerdem findet ihr hier alles zu den Schwerpunkten Kultur, Bildung und Literatur. Ihr habt eigene Ideen?

Besondere Zeiten

Besondere Zeiten
Nie war Nachhaltigkeit so notwendig wie jetzt
Dr. Norbert Stamm, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski

Wir werden noch länger die zurückliegende Zeit einteilen in vor der Corona-Krise und nach der Corona-Krise. Wie lange diese weltweite Krise dauern wird, wissen wir derzeit noch nicht.

Wir merken, wie alles zusammenhängt und sprechen von Systemrelevanz. Neu bewusst wird, wie wichtig ein funktionierendes Gesundheitssystem ist, wie wichtig Katastrophenschutz, wie wichtig der Lebensmitteleinzelhandel (und die dahinterstehende Logistik bis hin zu Erntehelfer*innen), wie wichtig funktionierende Behörden, wie wichtig soziale Verbundenheit und Verantwortung sind. Auch, wie wichtig viele Teile unseres Wirtschaftssystems sind und wie unwichtig andere davon.

Und die Ökologie? Auch die Klimaschutzherausforderung ist weiterhin systemrelevant, auch der Natur– und Artenschutz. Und unser kulturelles Selbstverständnis und die Bedeutung von Kunst und Kultur, persönlich wie für die Gesellschaft, werden uns bewusst.

Solchermaßen systemisches Denken ist die Stärke der Nachhaltigkeit. Unser Nachhaltigkeitsverständnis, die 20 Zukunftsleitlinien für Augsburg, versucht diese Zusammenhänge im Blick zu haben. Wie wir das tun und wo wir ungefähr stehen, zeigt Augsburgs 2. Nachhaltigkeitsbericht.

Jetzt ist auch Lese- , Nach– und Vordenkzeit. Darauf setzen wir, im Lifeguide und in der neuen Agendazeitung, die nach Ostern 2020 erscheinen wird.

Es sind herausfordernde Zeiten. Diese Herausforderungen bieten Chancen: hin zu mehr Solidarität, in der kleinen und in der großen Welt. Nie war Nachhaltigkeit so notwendig wie jetzt."

Deshalb müssen wir weiter machen und uns weiter einsetzen für ein besseres Zusammenleben hier und weltweit, für faires Wirtschaften, für Klimaschutz und weniger Ressourcenverbrauch. Das wird nicht einfach, wenn finanzielle Mittel knapper werden. Krisen sind immer auch Chancen, sagt man. Lasst uns die Chancen sehen und nutzen.

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