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Energie sparen & erzeugen
Handwerk

Hörmann Solartechnik – regenerative Lösungen aus Zusmarshausen

Seit 1998 setzt Hörmann Solartechnik aus Zusmarshausen auf regenerative Energie. Ein Umwelt- und Energiezentrum samt eigenem Bienenvolk macht die Philosophie des Unternehmens hautnah erlebbar.

Hörmann Solartechnik GmbH
Holzappelstrasse 1
86441 Zusmarshausen
Deutschland

Luftaufnahme des Firmengeländes von Hörmann Solartechnik mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach und Solarmodul-Ausstellung im Außenbereich.

Nachhaltigkeit ist für Hörmann Solartechnik weit mehr als ein Schlagwort: Es ist ein Versprechen. Seit 1998 entwickelt das Familienunternehmen aus Zusmarshausen nachhaltige Lösungen für Heizung und Energieversorgung. Über dem Firmensitz summt ein Bienenvolk und verkörpert eindrucksvoll, dass Technik und Umweltbewusstsein gut zusammenpassen.

Rita und Markus Hörmann haben sich von Anfang an auf regenerative Energie spezialisiert. Was als Nischenmarkt begann, ist heute ein gefragtes und florierendes Geschäftsfeld. Inzwischen arbeiten auch mehrere der Kinder im Unternehmen mit. Photovoltaik, Batteriespeicher, Wasserstoff, Infrarot-Heizungen, Smart-Home-Lösungen – das Angebot ist breit gefächert.

Infos und Lösungen aus einer Hand

Nachhaltigkeit und regenerative Energieversorgung von Eigenheim und Gewerbe sind für die Familie Hörmann eine Herzensangelegenheit. Dies können Besuchende im firmeneigenen Umwelt- und Energiezentrum hautnah erleben. Ein Energie-Erlebnispfad führt durch die faszinierende Welt regenerativer Systeme – inklusive einer Klein-Windenergie-Anlage.

Das geschäftige Treiben eines Bienenvolks sendet die stille, aber kraftvolle Botschaft: Ökologie ist kein abstraktes Konzept, sondern eine positive Einstellung zum Leben und zur Umwelt. Das Zentrum kann während der regulären Öffnungszeiten jederzeit besichtigt werden. Wer keine Zeit hat, kann einfach einen Termin für den Abend oder für Samstags vereinbaren.

Hörmann Solartechnik bietet nachhaltige Lösungen, die alle Bereiche abdecken und auch deutschlandweit zu den Besten gehören. So erhielt das Unternehmen im Jahr 2019 den Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk. Prämiert wurde eine Lösung für ein Haus, das zu 100 Prozent energieautark funktioniert: Mit Photovoltaik, einer Brennstoffzelle sowie Batterie- und Wasserstoffspeichern konnte nicht nur Strom und Wärme, sondern auch Energie für E-Mobilität bereitgestellt werden – im Sommer ebenso wie im Winter!

Das Unternehmen und die Familie Hörmann stehen für Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Wer ökologische regenerative Lösungen für die Energieversorgung von Eigenheim oder Betrieb sucht, ist hier an der richtigen Adresse.

Öffnungszeiten
Wochentag Uhrzeit
Mo - Do 08:00 - 17:00 Uhr
Fr 08:00 - 13:00 Uhr
Termine am Abend oder am Samstag nach Vereinbarung möglich!
Wohnen
DIY & Reparieren
Handwerk

Das_habitat Augsburg – Makerspace und offene Werkstatt

Von der Idee bis zum fertigen Werkstück: Habitat e.V. ist ein offener Makerspace und eine gemeinschaftliche Werkstatt im Kesselhaus am Augsburger Glaspalast.
das_habitat, Augsburg, offene Werkstatt, Augsburger Glaspalast, Foto: Sven ten Pas

Hier können Menschen mit ganz unterschiedlichen Vorkenntnissen eigene handwerkliche Projekte umsetzen, reparieren, ausprobieren und voneinander lernen.

Hilfe beim Selberbauen oder Reparieren

Ob ein neuer Esstisch, ein Regal nach Maß oder die Reparatur eines alten Möbelstücks: In den gut ausgestatteten Werkstätten des Habitat stehen sowohl Profis als auch Einsteiger*innen an den Maschinen. Zum Angebot gehören unter anderem eine Schreinerei, eine Schlosserei, eine Werkstatt für Zerspanung, Keramikbereiche sowie eine Siebdruckwerkstatt.

Im FabLab, dem Elektronik- und Digitalbereich, können Geräte repariert, Schaltungen getestet oder 3D-Drucker genutzt werden. Wer neu ist, erhält eine Einweisung und wird bei Bedarf begleitet – danach ist selbstständiges Arbeiten möglich.

Offene Werkstatt, Coworking und Räume zum Mieten

Neben der offenen Werkstatt bietet das Habitat auch Coworking-Arbeitsplätze, Ateliers, Büros und Seminarräume zur Miete. Damit ist es nicht nur Werkstatt, sondern auch Arbeitsort für Kreative, Selbstständige und Initiativen.

Der Standort im Glaspalast verfügt über großzügige Flächen mit Maschinenhalle sowie zusätzlichen Büro-, Atelier- und Projekträumen. Das Angebot wird kontinuierlich weiterentwickelt und ergänzt.

Einweisung durch Ehrenamtliche

Getragen wird das Habitat von einem engagierten ehrenamtlichen Team. Fachkundige Unterstützerinnen stehen Nutzerinnen mit Rat und Tat zur Seite, erklären Maschinen, geben Tipps und teilen ihr Wissen.

Für die Holzbearbeitung stehen unter anderem Formatkreissägen, Abrichte, Plattensäge, Tischfräse und weiteres professionelles Werkzeug zur Verfügung. Materialien können – je nach Bedarf – auch über die offene Werkstatt bezogen werden.

Ausprobieren, Lernen, Gemeinschaft

Im Habitat geht es nicht nur um das fertige Werkstück. Der Ort versteht sich als Raum zum Lernen, Experimentieren und Begegnen. Hinter dem Projekt steht ein gemeinnütziger Verein mit mehr als 35 ehrenamtlich Aktiven – darunter Handwerker*innen, Gestalter*innen, Techniker*innen, also Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufsfeldern.

Gemeinsam verfolgen sie die Idee einer offenen Werkstatt, die unabhängig von sozialer Herkunft oder Vorerfahrung zugänglich ist. Oder, wie es eine der Verantwortlichen formuliert:

"Unser Ziel ist es, am Augsburger Glaspalast einen Ort zu schaffen, der für jeden zugänglich ist, unäbhängig davon, wie privilegiert oder welche soziale Herkunft die Person hat.“

 

Jennifer Leis, Vorständin das_habitat.

Repair-Café: regelmäßig reparieren statt wegwerfen

Ein fester Bestandteil des Angebots ist das Repair-Café, das zweimal im Monat stattfindet – jeweils am ersten und dritten Samstag, von 12:00 bis 17:00 Uhr. Unter dem Motto „Kaputt ist nur ein temporärer Zustand“ wird hier gemeinsam repariert statt entsorgt.

Mitgebracht werden können private Elektrogeräte, Haushaltsgegenstände, kleine Möbel, Fahrräder, Musikinstrumente, Spielzeug oder Computer. Ehrenamtliche Reparateure helfen bei der Fehlersuche und – wenn möglich – bei der Reparatur. Die nötigen Werkzeuge sind vor Ort, Kaffee und Kuchen gehören ebenso dazu.

Die Teilnahme am Repair-Café ist kostenfrei, eine freiwillige Spende zur Unterstützung des ehrenamtlichen Angebots ist willkommen.

Für die Nutzung der Werkstätten außerhalb des Repair-Cafés bietet das Habitat ein flexibles Preismodell: Abgerechnet wird auf Wunsch im 15-Minuten-Takt, alternativ ermöglichen Abonnements einen regelmäßigen und günstigeren Zugang zu Werkstätten und Maschinen – je nach Projekt und Bedarf.

Nicht repariert werden Großgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder Fernseher sowie Autos oder Motorräder. Eine Anmeldung ist in der Regel nicht nötig; bei größeren Fragen gibt es vorab Informationen per E-Mail.

Ausgezeichnet mit dem ROY 2026

Am 3. Februar 2026 wurde das Habitat mit dem ROY, dem Augsburger Pop-Preis, in der Kategorie "nachhaltig" ausgezeichnet. Der ROY würdigt herausragende Leistungen der Augsburger Kreativ- und Kulturszene und macht sichtbar, welche Rolle das Habitat inzwischen für die Stadt spielt.

Besonders hervorgehoben wurde das Repair-Café-Netzwerk, das Reparieren als kulturelle Praxis neu belebt: Menschen unterschiedlicher Herkunft und Altersgruppen kommen zusammen, geben Wissen weiter, schonen Ressourcen und erleben Gemeinschaft ganz praktisch.

Offene Werkstätten, Workshops und Kurse ergänzen das vielfältige Angebot. Das Habitat wurde damit nicht nur ein Ort für handwerkliche Projekte gewürdigt, sondern als ein sozialer und kultureller Treffpunkt, der aus der Augsburger Kreativszene nicht mehr wegzudenken ist.

Öffnungszeiten
Wochentag
Sa 12:00 - 18:00 Uhr
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Einzelhandel
Handwerk

Blumenmanufaktur Augsburg - Blumen mit gutem Gewissen

Für die Augsburger Floristinnen steht die Blume im Mittelpunkt. Sie wählen sie verantwortungsvoll aus, arrangieren sie mit Leidenschaft und setzen sie natürlich in Szene.

Blumenmanufaktur
Johannes-Haag-Str. 2
86153 Augsburg
Deutschland

Kathrin Uhl-Duttler und Eva Wörner von der Blumenmanufaktur

Kathrin Uhl-Duttler und Eva Wörner arrangieren jede Blume mit Liebe und Sorgfalt. Seit ihrer Meisterausbildung in Weihenstephan verfolgen die beiden Meisterfloristinnen und Inhaberinnen der Blumenmanufaktur Augsburg die Philosophie, jede Blume so zu verwenden, wie sie gewachsen ist. So braucht es wenig Drumherum, um einen schönen Strauß zu gestalten, der die natürliche Schönheit der Blume betont. Mit viel Gespür für Farben und Stile und dank ihrer jahrelangen Erfahrung entstehen unter ihren Händen kunstvolle Sträuße und beeindruckende Saaldekorationen, etwa für Hochzeiten.

Sorgfältige Auswahl der Blumen aus nächster Umgebung

Bei der Auswahl der Blumen achten die Floristinnen gezielt darauf, dass die Anbaugebiete möglichst nah sind. So stammen die verwendeten Blüten aus Deutschland, Holland und Italien, Lieferungen aus Südamerika und Afrika vermeiden die beiden Inhaberinnen soweit irgend möglich. Im Sommer können sie sogar auf Ware von Gärtnereien aus München und Landsberg zurückgreifen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern unterstützt auch die lokale Wirtschaft.

„Letztes Jahr waren wir eingeladen, die Hauptgärtnerbetriebe unseres Händlers in Holland und Deutschland anzusehen. Wir waren positiv überrascht, wie viel beide für die Umwelt tun.“

Kathrin Uhl-Duttler, Blumenmanufaktur

Beim Besuch der Gärtnereien überzeugen sich die Geschäftsführerinnen sich Kathrin Uhl-Duttler und Eva Wörner selbst davon, wie die Blumen, die am Ende in ihrem Laden stehen, angebaut werden. So kommen in Deutschland etwa Pflanzenstärkungsmittel zum Einsatz, die den Pestizideinsatz um zwei Drittel verringern. Jede siebte Reihe zwischen den Blumen für den Verkauf wurde als Blühreihe mit einer kunterbunten Mischung angelegt, die vielfältige Insekten anlockt. Seitdem freut sich die Gärtnerei über weniger Schädlinge. Und auch in der Wasserversorgung geht die Gärtnerei mit innovativen Lösungen, wie einer unterirdischen Bewässerungsanlage, die Wasser sparend arbeitet, voran. 


Besonderes mit Blume: die Augsburg-Kiste

Ein tolles Mitbringsel oder Geschenk aus der Blumenmanufaktur ist die "Augsburg-Kiste". Hier werden in einer hübschen Holzkiste leckere Feinkostprodukte aus der Region mit Blumenschmuck zusammengestellt. Hinein kommen beispielsweise Kaffee aus der Wehringer Bohnenschmiede, schokolierte Haselnüsse gewachsen in Bonstetten, Bier aus Königsbrunn oder der köstliche Bio-Honig der Honigsammler
 

„Mit unseren Genusskisten möchten wir die tollen Produkte, die in und um Augsburg hergestellt werden, bekannt machen. Sie stammen allesamt aus kleinen Manufakturen, die auf Handarbeit, Qualität und Regionalität setzen.“

Kathrin Uhl-Duttler und Eva Wörner, Blumenmanufaktur

 

Die Mitarbeitenden der Blumenmanufaktur befüllen jede Kiste individuell und gerne nach den Wünschen der Kund*innen. In etwas kleinerer Ausführung gibt es das Genusspaket in einer Box oder als kleinste Version die Genussdose. Mehr Infos dazu gibt es hier
 

Nachhaltige Blumen – ist das überhaupt möglich?

„Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass Anbau und Transport von Blumen nicht unbedingt nachhaltig sind“, geben Kathrin Uhl-Duttler und Eva Wörner zu. Daher versuchen sie, in ihrem Handlungsspielraum möglichst viel zu tun, um ihren Fußabdruck zu verringern aber gleichzeitig ihren Betrieb zu erhalten und die Kund*innen zufrieden zu stellen. Ein großer Punkt ist dabei der Einkauf der Ware, den sie so nah und gut wie möglich tätigen. Aber auch mit kleinen Dingen möchten die beiden eine Veränderung bewirken: So sammeln alle Mitarbeitenden gebrauchte Plastikgefäße, die für den Transport der Sträuße und Arrangements eingesetzt werden. Oder bringen leere Dosen mit, die aufgehübscht zu den Genussdosen werden. 
Übrigens: Für Firmen bietet die Blumenmanufaktur einen besonderen Service, das Blumenabo. Hier liefert die Blumenmanufaktur regelmäßig Blumen, auf Wunsch mit passender Vase, die bei der nächsten Lieferung einfach mit zurück gegeben wird. Ein Augenschmaus für Mitarbeitende und Kund*innen gleichermaßen! 

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Ungetrübte Blumenfreude - nicht nur zum Valentinstag -Fair-Trade-Blumen bereiten Freude und unterstützen faire Arbeitsbedingungen, verhindern Kinderarbeit und fördern soziale Projekte – eine nachhaltige Wahl mit Herz.

Die Augsburg-Kiste: Geschenke aus der Region - Die handgemachte Holzkiste der Blumenmanufaktur ist der ideale Präsentkorb – prallgefüllt mit regionalen Spezialitäten und netten Blumengrüßen

Schäfflerbach Werkstätten - Produktion - In den Schäfflerbach Werkstätten lernen körperlich, seelisch oder sozial benachteiligte Menschen nicht auf ihre Behinderung, sondern auf ihre Begabungen zu schauen.

Öffnungszeiten
Wochentag Uhrzeit
Di - Fr 9:00 - 18:00 Uhr
Sa 9:00 - 14:00 Uhr
×

Das Augsburger Umweltbildungszentrum

Das Augsburger Umweltbildungszentrum
Mit dem Umweltbildungszentrum bekommt Augsburg einen Lern- und Begegnungsort, der von der Planung bis zur Realisierung und Nutzung voll und ganz dem Thema Nachhaltigkeit verpflichtet ist.
Das Umweltbildungszentrum Augsburg. Foto: UBZ

Im April 2023 wurde das Umweltbildungszentrum (UBZ) auf dem Gelände des Botanischen Gartens feierlich eröffnet. In Zukunft werden dort jährlich bis zu 1.500 Veranstaltungen stattfinden. Ausstellungen, Seminare, Diskussionen und Mitmach-Aktionen befassen sich mit einer der zentralen Frage unseres Jahrhunderts: Wie kann unsere Stadt, unsere Gesellschaft nachhaltiger werden?

 

Im Augsburger UBZ können sich Bürgerinnen und Bürger inspirieren lassen, wie sie ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck reduzieren können. Schulklassen und Kindergartenkinder werden an Umweltthemen herangeführt, eine Dauerausstellung informiert über das Augsburger UNESCO-Welterbe. Es gibt eine Lernküche, eine Holzwerkstatt, Seminarräume und 185 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Insgesamt steht dem mit Lehmwänden und heimischen Hölzern gebauten Umweltbildungszentrum ein Gebäude mit 1.000 Quadratmetern Fläche zur Verfügung. Dazu kommt ein großer Außenbereich mit 2.500 Quadratmetern.

 

Naturschutzgebiet Stadtwald erleben

Aufgrund seiner Lage am Rand des Stadtwalds wird das Umweltbildungszentrum auch über das Naturschutzgebiet Stadtwald Augsburg informieren, eines der größten und artenreichsten Naturschutzgebiete in Bayern. Ziel ist es, die Stadtwaldbesucher*innen für diese landschaftlich schöne und aufgrund ihrer biologischen Vielfalt und Geschichte einzigartige Kulturlandschaft zu begeistern.

 

Kooperation mit vielen Akteur*innen

Das Besondere am Umweltbildungszentrum ist, dass hier möglichst viele Akteure der Stadtgesellschaft ihre nachhaltigen Themen präsentieren können.

„Geplant ist eine breit angelegte Kooperation mit vielen Akteur*innen. Das UBZ soll ein "interdisziplinäres Erlebnislabor" für eine zukunftsfähige Augsburger Gesellschaft sein.“

Nicolas Liebig, Leiter des Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V.

Bauherrin  und Trägerin des UBZ ist die Stadt Augsburg. Der Landschaftspflegeverband mit seiner staatlich anerkannten Umweltstation ist der Betreiber des Umweltbildungszentrums.

 

Ökologisches Bauwerk

Ausschreibung, Planung und Umsetzung des Umweltbildungszentrums hatten zum Ziel, den ökologischen Fußabdruck der Baumaßnahme so klein wie möglich zu halten. Dabei wurde bewusst abgewogen, was sich mit den vorhandenen finanziellen Mitteln von final sieben Millionen Euro und im Rahmen der baulichen und gesetzlichen Vorgaben realisieren ließ.

 

Das Münchner Architektenteam Hess/Talhof/Kusmierz übernahm die Planung. Die Architekt*innen arbeiteten eng mit der Umweltstation Augsburg zusammen und ließen sich bei der geschwungenen, viergeteilten Form des UBZ vom Flusslauf des Lech inspirieren. 2020 war Spatenstich, im Jahr 2023 Einweihung des UBZ.

 

Wände zu 100 Prozent recyclebar

Da die Betonindustrie einer der größten CO2-Emmitenten weltweit ist, wurde als Baumaterial ganz bewusst ein nahezu gleich teure, aber wesentlich umweltfreundlichere Methode gewählt: Die Wände des UBZ bestehen vollständig aus einem gestampften Lehm-Stein Gemisch – ohne Beimischung von Stroh. Das zertifizierte Material stammt aus Österreich von der Firma Lehm Ton Erde und ist zu 100 Prozent recyclebar. Zusätzlich sorgen die Stampflehmwände für ein ausgewogenes Raumklima. Sie sind im Innenbereich 40 cm und im Außenbereich 60 cm dick.

„Eine analoge Bauweise aus Sichtbeton wäre nur geringfügig billiger. Große Unterschiede gibt es aber bei der Zusammensetzung der Kosten: Die Arbeit selber ist im Lehmbau rund fünfmal teurer als im Betonbau, da es sich größtenteils um Handarbeit handelt. Dafür ist das Material Lehm deutlich günstiger als Beton und auch – anders als Beton – zu 100% recyclebar.“

Nicolas Liebig, Leiter des Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V.

Photovoltaik-Anlage des Umweltbildungszentrums Augsburg. Foto: UBZ

Sonne sorgt für Energie

Zusätzlich zum Lehm wurden beim UBZ beispielsweise heimische Hölzer verbaut. Die Außenfassade besteht aus Lärche und Douglasie, die Innenwände aus Fichte, darunter OSB-Platten mit Jute-Dämmung aus recycelten Kaffee-Säcken. Auf dem Dach des UBZ befindet sich eine Photovoltaik-Anlage mit 90 kWp. Zum Vergleich: Private Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern haben meist eine Leistung zwischen 8 und 15 kWp.  

 

 

5% der Bevölkerung reichen...

Abschließend ein ermutigendes Rechenbeispiel von der Umweltstation Augsburg. Bei maximaler Auslastung werden mit den Veranstaltungen im Umweltbildungszentrum jedes Jahr rund 15.000 Bürger*innen aus Augsburg und der Region erreicht werden können – dies entspricht etwa 5% der Einwohner*innen unserer Stadt.

"Wusstet ihr, dass gut „durchmischte“ 5% der Bevölkerung ausreichen, um eine Gesellschaft in jede Richtung zu verändern?  Daran wollen wir uns beim Weg zu mehr Nachhaltigkeit und in eine zukunftsfähige Stadtgesellschaft orientieren. Seid dabei!“

Umweltstation Augsburg

INFO:

  • Umweltbildungszentrum Augsburg
  • Dr.- Ziegenspeck-Weg 6, 86161 Augsburg
  • Umweltstation Augsburg www.us-augsburg.de

 

Mehr erfahren:

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Handwerk
lokale Modelabels

Respekt – Mode genäht in Augsburg

In der Maßschneiderei Respekt in Augsburg kreiert ein kleines Team um Firmengründerin Adele Volz eine eigene Kollektion, macht individuelle Kundenwünsche wahr und schneidert Serien für andere Modelabel.

Meraner Str. 43
86165 Augsburg
Deutschland

Adele Volz, Charlotte Habersetzer, Respekt, Maßschneiderei, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski

„Wir möchten – in kleinem Umfang – die Textilproduktion wieder nach Deutschland bringen. Am liebsten nach Augsburg, denn hier gab es schon einmal eine Textilproduktion.“

Respekt Firmengründerin Adele Volz

Die Augsburger Maßschneiderei Respekt entwirft und produziert eine eigene Kollektion mit zeitlosen Basics wie Blusen und Tops, setzt in der Schneiderei individuelle Kund*innen-Wünsche um und fertigt Kleinserien für andere Modelabel. Dabei stellt das Respekt-Team hohe Ansprüche sowohl an das Handwerk, als auch an das verwendete Material.

„Gute Qualität ist die Basis für Langlebigkeit von Kleidung. Es fängt an bei den Materialien, wie Stoff, Garn, Bügeleinlagen oder Knöpfen. Und dann muss es natürlich gut genäht sein.“

Adele Volz, Maßschneiderei Respekt

Je länger ein Kleidungsstück hält, umso nachhaltiger ist es, so das Credo von Respekt. Die Respekt-Produkte werden deshalb einem Alltagstest unterzogen – alle Teile werden vom Team getragen, gewaschen und der Stoff wird auf seine Strapazierfähigkeit geprüft.

„Wenn wir beispielsweise merken, dass der Stoff zu stark knittert oder schnell ausleiert, schmeißen wir ihn aus dem Sortiment und testen ein anderes Material. Ähnlich läuft es bei den Schnitten, also dem Sitz der Kleidung.“

Adele Volz, Maßschneiderei Respekt

Nur mit guter Qualität und hohen handwerklichen Ansprüchen sei es zu schaffen, dass Kleidung wieder zu einem Lieblingsstück werden kann und wertgeschätzt wird. Adele Volz
meint: „Es kann nicht sein, dass ein T-Shirt fünf Euro kostet! Dahinter stecken Erntehelfer*innen, Spinnereien, Weber*innen und Näher*innen, sowie die gesamte Produktion und der Transport. Wir brauchen in unserem Atelier für ein einzelnes T-Shirt mit Zuschneiden und Nähen 1,5 Stunden. Wir sind sehr kritisch mit unserer Arbeit und wollen damit auf keinen Fall noch mehr Müll produzieren. Ich möchte meine Kleidung so fertigen, dass sie langlebig ist und die Menschen sie mit Freude tragen.“

 

Durch den Einstieg in die Serienfertigung will Respekt unter fairen und sozialen Arbeitsbedingungen produzierte und qualitativ hochwertige Mode fördern. Von dem Produktionsstandort in der alten Textilstadt Augsburg ist Adele überzeugt:

„Was kann nachhaltiger sein, als kurze Transportwege? Kein Verschiffen, sondern eine Produktion vor Ort.“

Adele Volz, Maßschneiderei Respekt

Bestenfalls kommt auch der Stoff aus der näheren Umgebung. Diese Regel befolgt Respekt auch bei der eigenen Kollektion und verwendet darüberhinaus überwiegend Naturfasern. „Unser Leinen kommt zum Beispiel aus einer Weberei aus Österreich. Für unser neues T-Shirt haben wir Kontakt zu einer Strickerei in Deutschland. Wenn wir hier wieder einen Textilproduktion haben wollen, gehören neben Schneidereien eben auch Stoffproduzenten dazu.“

Handwerk

Keimfarben: Nachhaltigkeit als Firmenphilosophie

Keimfarben stellt ökologische Silikatfarben für Innenräume und Fassaden her, sowie zahlreiche Produkte rund um‘s Renovieren und Restaurieren.

Keimfarben GmbH
Keimstraße 16
86420 Diedorf
Deutschland

Die Allianz-Arena, das Weiße Haus, die Oper in Sydney und das Bolschoi Theater haben eines gemeinsam: sie wurden mit Keim Farben gestrichen. Das mittelständische Unternehmen mit Hauptsitz in Diedorf bei Augsburg kann auf eine rund 140-jährige, nachhaltige Firmenphilosophie zurückblicken. Seit 2022 sind über 60 seiner Produkte Cradle to Cradle zertifiziert.

Keimfarben stellt ökologische Silikatfarben für Innenräume und Fassaden her, sowie zahlreiche Produkte rund um‘s Streichen, Renovieren und Restaurieren. Allesamt „Made in Germany“. Der Farbhersteller gehört heute zu den Weltmarktführern seiner Branche.

„Wir wollen leben, arbeiten, ringen, kämpfen und für unsere Mitmenschen sorgen, für die Nachkommenschaft arbeiten, damit es besser werde auf Erden.“ 

Firmengründer Adolf Wilhelm Keim, 1887

Zu diesen nachhaltigen, achtsamen Grundsätzen bekannte sich bereits der Firmengründer Adolf Wilhelm Keim im Jahr 1878. Der experimentierfreudige Töpfermeister studierte an der Industrieschule in Augsburg anorganische Chemie und entwickelte 1878 eine Silikatfarbe für Fassaden, die sich mit dem Mauerwerk verband und sowohl die Leuchtkraft italienischer Fresken aufwies, als auch die rauen Winter nördlich der Alpen überstand. Noch heute kann man in Stein am Rhein, Oslo oder Traunstein Fassaden mit „Keim’scher Mineralmalerei“ bewundern, die den ersten Originalanstrich aus den 1890er Jahren aufweisen.

Langlebigkeit und jahrzehntelange Nutzung waren also von Anfang an die Kriterien für Farben von Keim. Heute steht das Unternehmen außerdem für ressourcenschonende Herstellung von ökologischen Produkten und für eine soziale Unternehmenskultur. Rüdiger Lugert, Geschäftsführer von Keimfarben, betont, dass nachhaltig leben und handeln seit dem Firmengründer Adolf Wilhelm Keim in der Genetik des Unternehmens verwurzelt ist.

„Für uns bedeutet nachhaltiges Bauen und Renovieren Mensch, Raum und Umwelt in Einklang zu bringen. Mit unseren mineralischen Bauprodukten leisten wir einen entscheidenden Beitrag für mehr Wohngesundheit, Lebensqualität und eine bessere Zukunft für kommende Generationen.“ 

Rüdiger Lugert, Geschäftsführer von Keimfarben

Gut für’s Raumklima, gut für die Gesundheit

2024 erhielten 80 Keim-Produkte das Cradle to Cradle Certified®-Zertifikat in Silber. Zu den ausgezeichneten Produkten gehören Fassadenfarben, Innenfarben, Holz- und Betonsysteme. Über 85 Prozent der Farben von Keim wurden mit diesem ökologischen und sozialen Label zertifiziert.

Cradle to Cradle heißt wörtlich übersetzt von der Wiege zur Wiege. Das Konzept hat zum Ziel, dass alles, was wir produzieren schadstofffrei ist, in Kreisläufen als Rohstoff wiederverwertet werden kann und in neue Produkte fließt. Die Standards von Cradle to Cradle beurteilen unter anderem die Materialgesundheit eines Produktes und dessen Fähigkeit in einen Materialkreislauf zurückgeführt zu werden.

Alle Keim-Produkte wurden 2022 außerdem mit dem C2C Certified Material Health Certificate Level Gold prämiert. Das heißt, sie enthalten keinerlei verbotene chemische Stoffe und bedeuten weder eine Gefahr für die Gesundheit noch für die Umwelt. Farben von Keim kommen ohne Konservierungsstoffe, Lösemittel oder Weichmacher aus und ermöglichen einen optimalen Feuchteaustausch zwischen Wand und Raum. Auch für Kinder oder Allergiker*innen sind die Farben besonders gut geeignet.

 

Eine wichtige Rolle bei dem Kreislaufdenken von Cradle to Cradle spielt auch der Einsatz erneuerbarer Energien. Der gesamte Strombedarf wird bei Keim durch zertifizierten Ökostrom gedeckt. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Keim'schen Produktionshallen produziert zusätzlich Strom.  

Und wie steht es mit den weichen Faktoren, dem sozialen Umgang untereinander? Geschäftsführer Rüdiger Lugert betont, dass bei Keim Eigeninitiative und Kreativität gefragt sind und gefördert werden.

„Unternehmenskultur erweist sich heute als eine der wichtigsten Voraussetzungen für Unternehmenserfolg. Wir pflegen Achtsamkeit bei all unseren Aktivitäten - in unserem sozialen Umgang, unserem Miteinander, im Zwischenmenschlichen und in Bezug auf unsere Produkte. Unsere jungen Menschen werden bereits an ihrem ersten Ausbildungstag deswegen mit der Keim’schen Verpflichtung zur Nachhaltigkeit vertraut gemacht.“

Rüdiger Lugert, Geschäftsführer von Keimfarben

Rüdiger Lugert fährt Sommer wie Winter möglichst mit dem Fahrrad zur Arbeit und hat im Privaten wie im Geschäftlichen die Firmenphilosophie verinnerlicht.

„Wir haben nur eine Welt und mein Streben ist es in der Tat, dass meine Kinder ihr Leben in guten Lebensumständen meistern können. Also ganz im Sinne des Zitats von Adolf Wilhelm Keim.“

Rüdiger Lugert, Geschäftsführer von Keimfarben

Keimfarben erhält den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Kategorie Anstrichmittel und Farben. Der Preis zeichnet Unternehmen aus, die Maßstäbe setzen und zukunftsfähige Lösungen für eine nachhaltigere Welt entwickeln.

Hier findet ihr Standorte von Keimfarben-Händler*innen und Berater*innen.

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Einzelhandel
Handwerk

's Fachl Augsburg - kreative, handgemachte Produkte aus der Region

Im Laden am Perlachberg finden sich in vielen kleinen Kisten eine reiche Auswahl an Produkten regionaler Hersteller*innen und Kleinunternehmen.

Am Perlachberg 5
86150 Augsburg
Deutschland

´s Fachl Inhaberin Anke Rodemer und eine Mitarbeiterin stehen hinter der Ladentheke und lächeln in die Kamera

Handgemachtes aus der Region

Text von Jakob Stortz

 

Im 's Fachl Augsburg warten kreative oder handgemachte Produkte, regionale Spezialitäten und andere besondere Leckereien auf Kund*innen. Nur ein paar Meter vom Rathausplatz entfernt, findet man am Perlachberg den von außen eher unscheinbaren Laden mit einer Vielzahl von kleinen "Fächern", die ein buntes Angebot präsentieren.

Empfangen wird man mit entspannter Musik und einer lockeren Atmosphäre. Man kann sich auf ein sehr abwechslungsreiches und kreatives Sortiment freuen: So gibt es Lebensmittel wie Nudeln, Öle, Essige, Nüsse oder Gewürze. Aber auch Taschen, Kleidung, Kunst, Schmuck, Kosmetik, Holzprodukte und vieles mehr. Kurz gesagt, es gibt für jeden etwas zu entdecken! Ein Hingucker bei meinem Besuch waren kleine Taschen, in denen alte Kassetten, wie die drei ??? oder Bibi Blocksberg, eingearbeitet sind. Ein tolles Beispiel kreativer Wiederverwertung!

 

Fachl voller regionaler Produkte

Das Angebot im 's Fachl wird größtenteils in sogenannten Fachln (Obstkisten) präsentiert. Die allermeisten Produkte stellen Kleinunternehmen, Ateliers oder Einzelpersonen her. Viele Hersteller*innen kommen aus der Region Augsburg. 

Hier zeigt sich auch das Besondere am Konzept des 's Fachl: Ohne großes finanzielles Risiko, können sie im Laden die eigenen Produkte bewerben und verkaufen. Dafür müssen sie nur ein Fachl mieten. Das klassische Fachl ist eine Obstkiste. Es gibt aber auch die Möglichkeit Kleiderbügel, Bilderplätze, Tischflächen, Kühlschrankfachln oder Gutscheinfachln zu mieten.

Ladeninhaberin Anke Rodemer sieht vor allem die Transparenz der Produkte als sehr wichtigen Aspekt ihres Geschäfts an.

„Ich finde es toll, dass man immer weiß wer es gemacht hat und jedes Produkt eine Geschichte hat!“

Anke Rodemer, Inhaberin 's Fachl Augsburg

Eröffnet hat Rodemer das 's Fachl Augsburg im Juni 2021. Es ist Teil eines österreichischen Franchise Unternehmens, das mehr als 25 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz verzeichnet. Rodemer hatte schon länger die Idee, etwas im Bereich Nachhaltigkeit zu machen. Auf das 's Fachl Konzept ist sie zufällig gestoßen und wusste sofort, dass dies das Richtige für sie ist. Da sich die Standortsuche hinzog, dauerte es von der Idee bis zur Eröffnung noch einmal acht Monate.

 

Verkostungen und Verweilen im Hinterhof

Mittlerweile ist das Konzept bei den Augsburger Hersteller*innen bekannt und sie nutzen die Fachl fleißig, Häufig gibt es in dem Laden auch Produktpräsentationen oder Verkostungen. Im Sommer lädt eine kleine Terrasse im Hinterhof nach dem Shoppen zum Entspannen ein. Das 's Fachl ist so beliebt, dass es Teil einer Stadtführung von „mein ist dein Augsburg“ ist. Diese Führungen werden von zwei Augsburgerinnen organisiert, die ihre besten City Tipps weitergeben.

Anke Rodemer ist so begeistert von dem Konzept, dass sich gerne noch mehr regionale Produkte verkaufen und eventuell ein weiteres 's Fachl eröffnen möchte. Für Augsburg wünscht sich sich, den Perlachberg zu einer Fahrradstraße zu machen.

Info für regionale Produzent*innen

Wer sich ein Fachl mieten möchte, findet auf der Seite des Ladens eine Übersicht über die Mietpreise und Konditionen. 

Öffnungszeiten
Öffnungszeiten
Mo-Sa 10:00 bis 18:00
Handwerk

Schuhmachermeister Franz Baldauf

Handgefertigte und langlebige Schuhe in modernem Design mit Reparaturservice

Lützowstraße 16
86167 Augsburg - Lechhausen
Deutschland

Leder, Schuhe, Gürtel, Taschen

Wer kennt es nicht? Ihr kauft euch ein neues Paar Stiefeletten, gebt vielleicht sogar viel Geld dafür aus und nach einem Jahr fällt die verklebte Sohle ab, der Schuh drückt, ist nicht wirklich bequem und die Mode hat sich schon wieder weiterentwickelt. Also kauft ihr das nächste Paar, bei dem der Spuk von vorne losgeht. Nicht besonders nachhaltig – weder für unseren Geldbeutel noch für unsere Erde.

 

Handgefertigte, zeitlos schöne Schuhe

Bei Schuhmachermeister Franz Baldauf gibt es nicht nur zeitlos schöne Schuhe, sondern sie passen auch perfekt, denn der Fuß wird vorab ausgemessen und der Schuh entsprechend bei einem Partner in Österreich handgefertigt. Dabei gibt es die Wahl zwischen verschiedenen Ledersorten, Farben, Sohlen und Formen. Auch Sneakers und Freizeitschuhe findet ihr in Baldaufs Sortiment. Diese könnt ihr sogar mit euren Initialen versehen lassen. Außerdem könnt ihr zu jedem Schuh den passenden Gürtel und die passende Aktentasche anfertigen lassen.

 

Langlebig und in höchster Qualität

Die Schuhe gibt es zwiegenäht oder genagelt – das heißt, wenn die Sohle einmal abgelaufen ist, kann sie einfach erneuert werden und hält. Höchste Qualität ist dabei selbstverständlich. Franz Baldauf arbeitet seit 1988 als Schuhmacher und berät kompetent in seinem Geschäft mit Showroom und über 80 Paar Schuhen – damit jede*r den perfekten Schuh findet. Dafür reisen viele Kunden sogar aus München an. Die Schuhe werden nicht selten zehn Jahre oder länger getragen.

 

Schuhmachermeister mit Reparaturservice

Sind die langlebigen Schuhe einmal abgelaufen, ist es für Schuhmachermeister Baldauf kein Problem, diese wieder zu reparieren und euch damit viele weitere Jahre Freude an den Schuhen zu bereiten.

Ihr findet Franz Baldauf in seinen Filialen in Augsburg-Lechhausen und Wertingen (in der Dillinger Straße 29).

 

Lifeguide-Meinung

Unsere Autorin Antonia Dietze hat ihre Schuhe jetzt seit zwei Monaten und sagt: "Ich liebe diese Schuhe und ziehe fast keine anderen mehr an.“ Antonia Dietze, Lifeguide-Autorin

 

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Erstveröffenbtlichung des Textes: 10. Juni 2020

Öffnungszeiten
Filiale in Augsburg - Lechhausen
Mo, Di und Do 09:00 bis 12:30 14:00 bis 18:00
Mi 09:00 bis 12:30
Fr 09:00 bis 16:30
Filiale in Wertingen
Mi 14:00 bis 18:00
Sa 09:00 bis 12:00
Handwerk

Die Grünschmiede - nachhaltiger Schmuck aus Deuringen

Goldschmuck ohne schlechtes Gewissen: Die Grünschmiede in Augsburg Deuringen arbeitet nur mit recycelten Edelmetallen – ungiftig, ökologisch, zeitgenössisch.

Grünschmiede
86391 Deuringen
Deutschland

Schmuck aus nachhaltigen und ungiftigen Rohstoffen designt und hergestellt von Ramona Storch, Besitzerin der Grünschmiede in Deuringen bei Augsburg. Foto: Ramona Storch

Die Zeit war wirklich reif für eine nachhaltige Goldschmiede. Denn Edelmetalle tragen einen sehr großen ökologischen und sozialen Rucksack mit sich herum – das kann den schönsten Anlass wie eine Hochzeit vermiesen. Ramona Storch zeigt, dass es auch anders geht: Mit ihrer Grünschmiede hat sie eine zeitgenössische Goldschmiede gegründet. Zeitgenössisch ist nicht nur das Design, es heißt vielmehr auch: Sie bietet ausschließlich Gold- und Silberschmuck aus recycelten Edelmetallen an.

„Ich arbeite so ‚ungiftig’ wie möglich, verzichte also auf schnell wirkende giftige ‚Lösungen’, und stelle auch alles selbst her, da vorgefertigte Teile bisher nicht in garantiert ökologischer Qualität zu finden sind."

Ramona Storch, Inhaberin Grünschmide

Ihre Grünschmiede in Deuringen (Stadtbergen) betreibt die ausgebildete und studierte Schmuckdesignerin mit Ökostrom.

 

Kontakt zur Grünschmiede:

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Minouki: Heftumschläge aus 100% Recyclingpapier

Minouki: Heftumschläge aus 100% Recyclingpapier
Wie schön "Öko" für die Schule sein kann, zeigen Sylvia Manharts minouki-Schutzumschläge aus Recyclingkarton: Sie sind gut designt, sowie regional, fair und absolut umweltschonend produziert. 15 Fragen an Sylvia Manhart von minouki
Minouki: Das sind gut designte Heftumschläge aus 100 % Recyclingpapier. Foto: Minouki

"Die Selbstverständlichkeit mit der wir alle in den letzten Jahrzehnten Plastik verwendet und verschwendet haben, muss einfach aufhören. Die Bundesregierung fordert in den eigenen Behörden den Einsatz von Recyclingpapier auf 95% zu erhöhen. Vielleicht ließe sich ja auch eine Quote für den Schulsektor festlegen."

Sylvia Manhart, minouki

Sylvia Manhart hat schon als Schülerin ihre Hefte mit gemustertem Papier eingebunden und dadurch ihre Französisch-Vokabeln ein kleines bisschen lieber gelernt. Heute mag die Mutter von drei Kindern immer noch keine Plastikumschläge. Außerdem hat ihr die Tatsache zu denken gegeben, dass in Deutschland jährlich 200 Millionen Schulhefte verkauft werden. Natürlich erhält nicht jedes Heft einen neuen Plastikumschlag, aber die Summe bleibt gigantisch.

 

Also hat sich Sylvia Manhart hingesetzt und ihre eigenen Schutzumschläge kreiert. Aus festem, 250g/m2 starkem, 100% igem Recyclingkarton, mit glatter, schmutzabweisender Oberfläche. Bedruckt mit Öko-Farben und manuell verarbeitet mit wasserbasiertem Klebstoff. Hergestellt in einer regionalen Druckerei, einem Familienbetrieb. Und richtig schön sind die Schutzumschläge auch noch. Denn Sylvia Manhart will mit ihrem minouki-Heftumschlag Lust auf Umweltschutz machen. Der Prototyp hat im Schulrucksack ihrer 10jährigen Tochter den Dauertest bestanden und auch die Freundinnen fanden die Farben und das Design cool. Also startete Sylvia Manhart im Schuljahr 2016/ 2017  mit ihrem Minouki-Online-Versand. Achtung, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer: Bei Sammelbestellungen gibt es Rabatt!

 

Steckbrief:

Name: Sylvia Manhart

Beruf: Manhart hat Marketing und Anglistik studiert, aktuell in Elternzeit in ihrem Hauptberuf, unterrichtet derweil in Teilzeit Flüchtlingskinder in Deutsch als Fremdsprache

Geboren in: Freising

Lebt in: Freising/ Bayern

Lieblingsort: irgendwo am Mittelmeer

 

15 Fragen an Sylvia Manhart von minouki

 

Bist du gern zur Schule gegangen?

Sylvia  Manhart: Ja, doch, eigentlich schon.

 

Warst du eine gute Schülerin?

Kommt auf die Fächer an. In Sprachen, Sport, Biologie war ich ziemlich gut. Aber worum es in Mathe oder Physik geht, habe ich glaube ich bis zum Abitur nicht wirklich kapiert. (lacht) Da hatte ich auch manchmal richtig schlechte Noten.

 

Wie oder wo hast du als Kind am besten gelernt?
Alleine, in meiner Hängematte und leise musste es sein.

 

Wie könnte Schule nachhaltiger werden?

Sylvia: Zum Beispiel indem keine Heftumschläge aus Plastik mehr verwendet werden dürfen. Die Selbstverständlichkeit mit der wir alle in den letzten Jahrzehnten Plastik verwendet und verschwendet haben, muss einfach aufhören. Dasselbe gilt für Frischfaserpapier.

"Das Recyclingpapier der neuen Generation ist absolut hochwertig. Es herrschen aber immer noch Vorurteile gegenüber Recyclingpapier. Zum Beispiel: Es sei „grau" oder "die Tinte verschmiert“. Das alles stimmt längst nicht mehr."

Sylvia Manhart, minouki

Manche Lehrer wissen das – andere nicht. Nicht nur, dass keine Bäume gefällt werden müssen; auch bei der Herstellung ist Recyclingpapier in Bezug auf den Einsatz von Chemikalien, Wasser und Strom dem Frischfaserpapier überlegen. Immerhin fordert die Bundesregierung, in den eigenen Behörden den Einsatz von Recyclingpapier auf 95% zu erhöhen. Vielleicht ließe sich ja auch eine Quote für den Schulsektor festlegen. Die Schreibwarengeschäfte würden sich gezwungenermaßen schnell darauf einstellen. Bei uns „im Schreibwarengschäft um die Ecke“ gibt es aktuell kein einziges Heft aus Recyclingpapier. Klar, dass sich viele Käufer da keine Gedanken machen oder besondere Mühe geben, woanders hinzugehen.

"Umweltschutz muss den Leuten leicht gemacht werden – und attraktiv sein. Darum haben wir die Heftschoner nicht nur umweltfreundlich produziert, sondern versucht, sie gleichzeitig so zu gestalten, dass die Kinder sie auch wirklich gerne benutzen und sie stolz auf ihr „Öko-Produkt“ sind."

Sylvia Manhart, minouki

Minouki: Das sind gut designte Heftumschläge aus 100 % Recyclingpapier. Foto: Minouki

Die minouki Heftschoner sind aus Recyclingkarton gefertigt. Und das Material ist mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet – dem strengsten Siegel für Papier. Ansehen tut man das „öko“ den Umschlägen übrigens überhaupt nicht. Ich bin aber sicher, dass es auch Lehrer geben wird, die sich schwer damit tun, unsere Umschläge zu akzeptieren. Aber dann können die Kinder immer noch auf „100% Recyclingpapier“ und den kleinen Klappentext verweisen. Das sollte diesen Lehrern dann auch den Wind aus dem Segel nehmen. Bislang haben wir aber nur positive Lehrerreaktionen! Es macht Spaß, schöne Hefte zu haben!

Was willst du deinen Kindern unbedingt beibringen?

Fair sein, zusammenhalten, nicht überheblich sein, Respekt zeigen, die Umwelt schützen, nicht in der digitalen Welt versumpfen.

Was bedeutet nachhaltig leben für dich?

Wir als Familie sind bestimmt weit davon entfernt, völlig plastikfrei oder total vorbildlich zu leben. Aber wir geben uns Mühe besser zu werden. Wir fahren mit dem Fahrrad wann immer es geht, wir machen nicht jeden Konsum-Trend mit, kaufen unverpackte, saisonale und regionale Ware auf dem Markt. Wir boykottieren 1-Euro-Shops und Konsorten, wir fliegen nicht und wir kaufen und verkaufen gebrauchte Kleidung und Spielsachen. Immerhin haben wir unsere Kinder so weit gebracht, dass sie mit offenen Augen durch den Supermarkt gehen. Sie verzichten inzwischen oft freiwillig auf Dinge, die sie zwar gerne hätten, aber die es nicht ohne Plastik gibt. Stichwort: „Fußball ohne Chips“ (grinst). Mit drei Kindern und in Elternzeit tut es manchmal weh, wenn man beim Einkaufen für jeden Liter regionaler Bio-Milch aus der Glasflasche 40ct mehr bezahlen muss, als für einen Tetrapack. Aber ich fühle mich inzwischen richtig schlecht, wenn ich bestimmte Produkte in den Korb packe.

Manchmal gibt es aber schlichtweg kein Alternativprodukt – dann kauft man eben doch Produkte, die man eigentlich gar nicht unterstützen möchte. So entstand ja auch die Idee zu den Umschlägen. Ich hab plastikfreie Schutzumschläge gesucht und fand kein wirklich geeignetes, geschweige denn schönes Ersatzprodukt. Da habe ich einfach selbst eines entwickelt!

"Ich denke, je mehr Alternativprodukte es für Plastik gibt, desto besser. Je attraktiver diese sind, umso leichter wird den Endverbrauchern der Wechsel zum nachhaltigeren Produkt fallen. Die Schutzumschläge sind mein persönlicher und sicher sehr kleiner Beitrag auf dem langen Weg zu einer Konsumveränderung, die hoffentlich in allen erdenklichen Bereichen stattfinden wird."

Sylvia Manhart, minouki

Ich wären überglücklich, wenn sich die Idee in den Klassen- und Lehrerzimmern herumsprechen würde: "Es gibt jetzt auch stabile Papierumschläge - viel schöner als die aus Plastik!"

Die Umschläge werden sicher nicht jahrelang halten – da darf man sich nichts vormachen. Sie sind aus Karton. Aber sie sehen nach einem halben Jahr keineswegs schlechter aus, als die Plastikhefter. Zwar zeigen sie ebenfalls Gebrauchsspuren – aber wer Kinder hat weiß: Selbst Plastikumschläge wandern oft nach einem Jahr in die Tonne. Der große Unterschied: Am Ende sind die Papierumschläge biologisch abbaubar.

 

Es geht auch um die Wertschätzung der Dinge. Diese Wegwerfmentalität „Der Plastikhefter hat ja sowieso nur 50ct gekostet – egal wenn der kaputtgeht“ gefällt mir nicht. Der minouki Umschlag kostet natürlich mehr. Sie sind teurer als Plastikumschläge aus Fernost. Dafür werden sie aber regional, fair und absolut umweltschonend produziert.

 

Wer oder was motiviert dich?
Meine Kinder, mein Mann.

 

Welcher Moment hat alles verändert?
Die Geburt meines ersten Kindes.

 

Frühaufsteher oder Morgenmuffel?

Stummer Frühaufsteher (bis zum ersten Kaffee)

 

Wofür würdest du gern mehr Zeit haben?

(Lacht!) Oh je. Ich habe gerade richtig viel um die Ohren. Das Projekt minouki ist sooo spannend, ich bekomme so viel feedback und Anfragen, bin Marketing, Produktentwicklung und Versandabteilung zugleich. Eigentlich ein Vollzeitjob. Da ich mich als Mutter von drei Kindern nicht traue, alles auf eine Karte zu setzen, arbeite ich trotzdem noch in Teilzeit. Tja, plus drei Kinder und der Haushalt... Um die Frage zu beantworten: Ich hätte manchmal gerne mehr Zeit für … mich (lacht!).

 

Was regt dich auf?

Arroganz.

 

Was kochst du, wenn du Besuch bekommst?

Lasagne.

 

Was ist dein magischer Ort?

Savoudrija an der istrischen Küste

 

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen?

Humor, Ehrlichkeit, Unkompliziertheit.

 

Was möchtest du unbedingt noch tun, in deinem Leben?

Von diesem Start-Up leben können und Freude dabei haben. Und mit meiner Familie einen Urlaub machen, der mindestens drei Wochen dauert.

INFO: www.minouki.com

 

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Erstveröffentlichung dieses Lifeguide-Interviews: am 2.9.2016

 

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