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Augusta - Wirtschaftspreis für Frauen

Augusta - Wirtschaftspreis für Frauen
Bis zum 16. August könnt ihr Frauen aus der Wirtschaft vorschlagen, die sich besonders hervortun. Im Oktober werden dann die Gewinnerinnen aus vier Kategorien ausgezeichnet.
Augusta Wirtschaftspreis für Frauen, Bild: Stadt Augsburg

Der „Augusta – Wirtschaftspreis für Frauen“ geht in die nächste Runde. Die Auszeichnung will inspirierende weibliche Vorbilder in der Wirtschaft sichtbar machen und die Gleichberechtigung sowie die Chancengleichheit fördern. Zudem soll er die Netzwerkbildung und das Mentoring unter Frauen ausbauen helfen.

Unternehmen, Institutionen und auch jede*r von euch können bis zum 16. August Kandidatinnen für den Preis nominieren. Eine vorgeschlagene Kandidatin muss folgende Voraussetzungen erfüllen: Sie ist Managerin in einer Führungsposition oder Gründerin und Unternehmerin oder Zukunfts-Pionierin. Alle Vorschläge, die unter augsburg.de/augusta eingereicht werden, brauchen eine Beschreibung der beruflichen und wirtschaftlichen Leistungen und eine Bewertung, welchen Einfluss die Arbeit der Frauen auf die Wirtschaft hatte und hat. Es sind Mehrfachnominierungen möglich und auch Vorschläge von 2025 können noch einmal eingereicht werden. 

„Starke Frauen sind ein unverzichtbarer Motor für Innovation und wirtschaftlichen Erfolg in Augsburg. Anlässlich der dritten Verleihung des Augusta – Wirtschaftspreises für Frauen lade ich Sie herzlich ein, inspirierende Persönlichkeiten vorzuschlagen und gemeinsam mit uns ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Gleichstellung und die Zukunft unseres Wirtschafts- und Innovationsstandorts zu setzen.“

Oberbürgermeister Dr. Florian Freund

Preis in drei Kategorien

Der „Augusta – Wirtschaftspreis für Frauen“ 2026 wird in drei Kategorien vergeben mit denen Vielfalt von Bereichen und Aspekten der Wirtschaft gewürdigt werden soll.

 

  • Managerin/ Unternehmerin des Jahres: Anerkennung für herausragende Führung, Innovation sowie soziale und unternehmerische Verantwortung in der Geschäftswelt, als Managerin oder im eigenen Unternehmen. Im Fokus steht der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg.
  • Gründerin des Jahres: Für Frauen, die mit Mut und Vision ein Start-up oder Unternehmen gegründet haben (mind. 3 Jahre aktiv). Auch Franchise-Gründerinnen, Mitgründerinnen und Unternehmensnachfolgerinnen sind willkommen.
  • Zukunfts-Pionierin des Jahres: Würdigung von Frauen, die mit ihrer herausragenden Innovationsleistung im Unternehmen oder Forschungsinstitut und ihrem Transfer in die Wirtschaft einen bedeutungsvollen, nachhaltigen und zukunftsfähigen Beitrag für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Augsburg leisten.

Jury und Preisverleihung

Bewertet werden die Einreichungen für 2026 von einer Jury, die sich aus Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammensetzt. 

Mit dabei sind:

  • Dr. Florian Freund, Oberbürgermeister der Stadt Augsburg
  • Ellen Dinges-Dierig, IHK Regionalvorsitzende der Regionalversammlung
  • Augsburg-Stadt, Vorstand Dierig Holding AG
  • Yvonne Kay Odhiambo, Gründerin Interactive Language Club,  Wirtschaftsjunioren Augsburg
  • Lisa Figas, TelemetryDeck GmbH und Augusta-Preisträgerin 2024
  • Dr. Marietta Menner, Centre for Future Production & DLR_SchooL_Lab
  • Universität Augsburg und Augusta-Preisträgerin 2025
  • Margarete Heinrich, Vermögensbetreuerin, Stadträtin

Info

Bis zum 16. August könnt ihr herausragende Frauen aus der Wirtschaft unter augsburg.de/augusta vorschlagen.

Verliehen wird der „Augusta – Wirtschaftspreis für Frauen“ 2026 am Mittwoch, den 21. Oktober 2026. 

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Der Lifeguide denkt seine Zukunft neu

Der Lifeguide denkt seine Zukunft neu
Wie soll sich der Lifeguide in den nächsten zehn Jahren weiterentwickeln? Die Zukunftswerkstatt hat gezeigt: Gefragt sind nicht nur Informationen, sondern mehr Austausch, Vernetzung und gemeinsames Gestalten.
Lifeguide Zukunftswerkstatt Abschlussfoto mit den Beteiligten

Vor zehn Jahren ist der Lifeguide mit einer klaren Idee gestartet: nachhaltiges Leben in der Region Augsburg sichtbar zu machen. Seitdem sind auf dem Online-Portal mehr als 5.000 Artikel, Orts- und Termineinträge entstanden. Zahlreiche Initiativen, Unternehmen, Kommunen und engagierte Bürgerinnen und Bürger haben dazu beigetragen, dass der Lifeguide heute weit mehr ist als eine Website: Er ist ein Spiegel des nachhaltigen Engagements in unserer Region, dessen erste Wurzeln sogar bis ins Jahr 2006 zurückreichen.

Doch die Rahmenbedingungen haben sich verändert. Nachhaltigkeit erfährt heute nicht mehr überall Rückenwind. Gleichzeitig stehen viele gemeinwohlorientierte Organisationen vor ähnlichen Herausforderungen: begrenzte Ressourcen, steigende Anforderungen und oft zu wenig Zeit für Austausch und Zusammenarbeit.

Für uns war deshalb die Zeit gekommen, eine grundlegende Frage zu stellen: Welche Rolle braucht der Lifeguide in den nächsten zehn Jahren?

Antworten entstehen im Dialog

Diese Frage wollten wir nicht am Schreibtisch beantworten. Gemeinsam mit dem Pionier der integralen Organisationsentwicklung, dem imu augsburg, haben wir deshalb rund 30 Vertreter*innen aus Initiativen, Unternehmen, Kommunen, Verbänden und der Stadtgesellschaft Anfang August zur Lifeguide Zukunftswerkstatt eingeladen.

Drei Stunden lang wurde diskutiert, hinterfragt und weitergedacht – offen, ehrlich und konstruktiv. Dabei ging es nicht nur um die Website oder einzelne Angebote, sondern um die Zukunft des Lifeguide insgesamt.

Vier wesentliche Erkenntnisse

Der Lifeguide ist mehr als ein Informationsportal

Natürlich bleibt es unsere Aufgabe, nachhaltige Orte, Veranstaltungen und gute Beispiele sichtbar zu machen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele den Lifeguide heute als weit mehr sehen: als Plattform und Netzwerk für Menschen und Organisationen, die unsere Region aktiv mitgestalten möchten.

Vernetzung wird immer wichtiger

Ein Wunsch zog sich wie ein roter Faden durch die Gespräche: mehr Austausch, mehr Begegnung und mehr Zusammenarbeit.

Viele Akteur*innen wünschen sich regelmäßige Gelegenheiten, voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Der Lifeguide könnte hierfür künftig eine wichtige Rolle übernehmen – nicht nur digital, sondern auch im echten Leben.

Der Mehrwert muss sichtbarer werden

Ebenso wurde deutlich, dass wir den Nutzen des Lifeguide für unsere Partner*innen noch klarer herausarbeiten müssen. Was bringt eine Präsenz im Lifeguide? Welche Unterstützung können wir bieten? Wie entstehen daraus neue Kooperationen? Diese Fragen möchten wir in den kommenden Monaten gemeinsam weiterentwickeln.

Gemeinschaftliche Trägerschaft

Besonders gefreut hat uns die große Bereitschaft vieler Teilnehmender, den Lifeguide auf ganz unterschiedliche Weise mitzutragen. Ob Ideen, Wissen, Kontakte, Räume oder finanzielle Beiträge – viele möchten sich einbringen und Verantwortung übernehmen. Der Lifeguide soll auch künftig vom Verein getragen werden, zugleich aber von einer starken Gemeinschaft begleitet und weiterentwickelt werden.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Mit der Zukunftswerkstatt ist ein wichtiger erster Schritt getan. Gemeinsam mit unserer Community werden wir die Ergebnisse nun weiter ausarbeiten und daraus einen Fahrplan für die kommenden Jahre entwickeln.

Unser Ziel bleibt dabei, nachhaltiges Leben sichtbar zu machen. Gleichzeitig möchten wir den Lifeguide zu einer Plattform weiterentwickeln, die Menschen verbindet, den Austausch fördert und gemeinsame Projekte ermöglicht.

Denn eines hat die Zukunftswerkstatt deutlich gezeigt: Die Region verfügt über unglaublich viel Wissen, Erfahrung und Engagement. Dieses Potenzial möchten wir künftig noch besser zusammenbringen, nach dem Motto: Gemeinsam Zukunft gestalten – in und um Augsburg.
 

Das könnte euch auch noch interessieren:

Lifeguide erhält den Umweltpreis 2023 der Bayerischen Landesstiftung - Mit dem Umweltpreis werden hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes mit engem Bezug zu Bayern ausgezeichnet. 

Ein Schnibbel-Spektakel für die Nachhaltigkeits-Community - Schnibbeln, essen, quatschen – mit diesen Highlights lud der Lifeguide seine Netzwerkpartner*innen aus den nachhaltigen Orte und Initiativen Anfang Februar 2025 ins Umweltbildungszentrum ein.

Werde Teil der Lifeguide Community - Der Lifeguide ist unabhängig und werbefrei. Fülle noch heute deinen Mitgliedsantrag aus und sorge damit für zukunftsorientierte Berichterstattung im Großraum Augsburg, Wittelsbacher Land.


 

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Future Week: Infos zur Überarbeitung der Augsburger Zukunftsleitlinien

Future Week: Infos zur Überarbeitung der Augsburger Zukunftsleitlinien

Future Store, Zwischenzeit
Annastraße 16
86150
Augsburg
Future Week Veranstaltung zur den Zukunftsleitlinien
Im Rahmen der Future Week Augsburg stellt das Büro für Nachhaltigkeit den Prozess der Weiterentwicklung der Augsburger Zukunftsleitlinien vor

Augsburg hat 20 Zukunftsleitlinien mit insgesamt 78 Zielen, verteilt auf die vier Bereiche Ökologie, Soziales, Wirtschaft und Kultur. Im Jahr 2026 werden die Zukunftsleitlinien überarbeitet. Die Zukunftsleitlinien für Augsburg sind vergleichbar mit den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Vereinten Nationen. Das Besondere: Unsere Augsburger Leitlinien wurden im Rahmen einer intensiven Beratung der Stadtgesellschaft entwickelt und vom Stadtrat beschlossen. Sie werden alle 6 Jahre weiterentwickelt. Die nächste Überarbeitung wird dieses Jahr stattfinden. 
Diese Veranstaltung im Rahmen der Future Week erläutert die Zukunftsleitlinien und den bald beginnenden Überarbeitungsprozess, an dem sich auch alle Bürger*innen Augsburgs beteiligen können.

INFOS
Wann? – Donnerstag (23. April 2026) | 11:30-13:00
Wo? – Future Store, Zwischenzeit (Annastraße 16, 86150 Augsburg)
Anmeldung? – Gern per Mail an: agenda@augsburg.de, Anmeldung nicht nötig. 
Kosten? – Eintritt frei
Verpflegung? – Es gibt Sandwiches und etwas zu trinken
 

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Die Augsburger Zukunftsleitlinien

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Sechs Jahre "Integreat-App"

6 Jahre "Integreat-App" in Augsburg
2020 gewann das Projekt "Integreat-App" den Augsburger Zukunftspreis. Heute wird das digitale Angebot für Neubürger*innen in 140 deutschen Kommunen genutzt.
Einen junge Frau und ein junger Mann sitzen an der Haltestelle und schauen auf ein Handy. Foto Tür an Tür – Digitalfabrik gGmbH

Es war 2016 als ehrenamtliche Programmierer*innen gemeinsam mit der „Tür an Tür – Digitalfabrik gGmbH“ und der „Bildungskoordination für Neuzugewanderte“ der Augsburger Stadtverwaltung, eine App entwickelten, um der Ausgrenzung von Flüchtlingen entgegenzuwirken. Eine Idee mit Beispielwirkung. Denn heute gibt es die "Integreat-App" für Neubürger*innen in vielen Kommunen überall in Deutschland.

Das Projekt "Integreat-App"

Und wie hilfreich die "Integreat-App" ist, zeigt, dass allein im Landkreis Augsburg jährlich 176.000 Mal auf die App zugegriffen wird. In aktuell 16 Sprachen finden die neuen Bürger*innen hier Informationen zu Themen wie Arbeit, Schule, Wohnen oder Beratungsstellen. Besonders nachgefragt werden „Deutsch lernen“, „Beruf und Karriere“ sowie „Verwaltungsabläufe und Alltagsthemen“ mit Informationen zu Feiertagen, Öffnungszeiten und dem Leben in Deutschland.

„Mit der Integreat-App schaffen wir es, unseren Mitmenschen zahlreiche Informationen zukommen zu lassen, ermöglichen ihnen so mehr Eigenständigkeit, mindern Sprachbarrieren und entlasten die Fachstellen. Damit leistet die App einen wichtigen Beitrag zur Integration in unserer Region.“ 

Martin Sailer, Landrat des Landkreises Augsburg

Hilfe in 16 Sprachen

Die "Integreat-App" im Landkreis Augsburg gibt es in den Sprachen Deutsch, Deutsch einfach, Englisch, Bulgarisch, Arabisch, Tigrinja, Griechisch, Kroatisch, Ungarisch, Italienisch, Polnisch, Rumänisch, Türkisch, Ukrainisch, Farsi (Persisch) und Paschtu. 

Die am häufigsten abgerufene Sprache ist Deutsch, denn die App wird auch intensiv von Helferkreisen, Beratungsstellen und Institutionen genutzt, die in der Integrationsarbeit tätig sind.

„Die Integreat-App ist für uns ein unverzichtbarer Hebel in der Integrationsarbeit, mit dem wir schnell und einfach wichtige Informationen zur Verfügung stellen können.“ 

Sybille Lichti, Bildungsbüro des Landkreises Augsburg

Mehr Informationen finden ihr auf der Integreat-Website des Landkreises Augsburg . Die "Integreat-App" kann kostenlos im Apple Store oder Play Store heruntergeladen werden.


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Café Tür an Tür – Offener kultureller und sozialer Treffpunkt
Erasmus: Solidarisch für eine bessere Welt – Die Werkstatt Solidarische Welt wagt den Schritt ins Internationale: Ein Small Scale Erasmus Project mit Partnern aus ganz Europa. Welche Herausforderungen und Chancen diese neue Kooperation birgt, erzählt Koordinator Udo Legner.

Interkultureller Jugendgarten – In dem interkulturellen Jugendgarten bestimmen Jugendliche selbst, was passiert und was wächst. Frei nach dem Motto: Your Hands - Your Choice – Your Work – Your Food.

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„Lokale Agenda 21 - Augsburger Netzwerk für Nachhaltigkeit

„Lokale Agenda 21 - Augsburger Netzwerk Nachhaltigkeit
„Lokale Agenda 21? ... Nie gehört.“ So in etwa lautet die Reaktion, wenn wir im Freundes- oder Bekanntenkreis nachfragen. Dabei existiert die „Lokale Agenda 21" in Augsburg bereits seit 1996. Hier erfahrt ihr, worum es geht.
Treffen des Agendateams der Lokalen Agenda 21. Foto: Cynthia Matuszewski

Die „Lokale Agenda 21 - Augsburger Netzwerk für Nachhaltikgeit“ - so der vollständige Titel - existiert in Augsburg bereits seit 1996. Was steckt also hinter diesem sperrigen Begriff? Die Lokale Agenda 21 steht für einen Prozess, dessen Ziel es ist, aus Augsburg eine nachhaltige(re) Stadt zu machen. Und sie steht für die vielen Menschen, die hinter diesem Prozess stehen: Menschen, die sich dafür einsetzen, dass Augsburg ökologischer, zukunftsfähiger und lebenswerter für alle wird. Die Lokale Agenda 21 ist übrigens ein globales Programm, das die UNO bereits 1992 verabschiedet hat. Das Motto lautet: „Global denken – lokal handeln!“. So weit, so einfach.

Wenn es darum geht, wie dieser Prozess in Augsburg organisiert wird und welche Inhalte er hat, wird es wieder etwas kompliziert: Es gibt Agendaforen, Vernetzungen, den Nachhaltigkeitsbeirat, Sprecher*innen, Leitlinien, Schaubilder, Flipcharts, Protokolle, Memos und und und… Halt, bleibt jetzt dran - es lohnt sich!

Herzstück Nr. 1: Die Agendaforen

Wenn wir uns das erste Herzstück der Lokale Agenda 21 anschauen, wird Ihnen Vieles bekannt vorkommen: Es gibt 29 Agendaforen, in denen sich Ehrenamtliche und Vertreter*innen unterschiedlicher Organisationen Jahr für Jahr interessante, tolle, erhellende, faire, regionale, weiterbildende, witzige, kritische und natürlich nachhaltige Projekte überlegen. Zu diesen Agendaforen gehören NANU e.V., die Bürgerstiftung Augsburg, UNSER LAND, Prima Klima Augsburg, Forum-„Eine Welt Augsburg“, der Arbeitskreis Urbane Gärten, Transition Town Augsburg oder die Augsburger Terre-des-Femmes-Städtegruppe, um nur einige wenige zu nennen. Die vollständige Liste findet ihr hier.

Einmal im Monat treffen sich die Agendaforen im Agendateam, tauschen Erfahrungen und Informationen aus und koordinieren Termine. Gäste sind willkommen. Bei diesen Treffen wurde unter anderem die faire Stadtschokolade erfunden, das Augsburger Stadtradeln ins Leben gerufen, der erste Augsburger Parking Day ausgedacht oder die Zukunftsleitlinien erarbeitet. Jährlich tragen die Agendaforen mit geschätzt 70 Veranstaltungen zum Stadtleben bei. 

Herzstück Nr. 2: Das Büro für Nachhaltigkeit

Unterstützt werden die Agendaforen von der Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 im Büro für Nachhaltigkeit. Dort in der Maximilianstraße 3 sitzen im zweiten Stock Dr. Norbert Stamm und sein kleines, sehr effektiv arbeitendes Team als Teil der Stadtverwaltung. Sie haben immer ein offenes Ohr für nachhaltige Ideen und Projekte. Hier läuft alles zusammen, was mit dem eingangs erwähnten Prozess, der Entwicklung der Stadt Augsburg in Richtung Nachhaltigkeit zu tun hat. Norbert Stamm ist von Anfang an dabei und an den vielen Papierstapeln im Büro für Nachhaltigkeit sieht man, wie umfangreich das Thema ist.

Herzstück Nr. 3: Der Nachhaltigkeitsbeirat

Im Augsburger Rathaus beraten Sachverständige aus 23 Organisationen über alle Themen rund um Augsburgs Nachhaltigkeit. Hier sind beispielsweise der BUND, die Universität Augsburg, die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, Tür an Tür oder das Umweltnetzwerk KUMAS vertreten.

Der Nachhaltigkeitsbeirat wird vom Stadtrat berufen und kann direkt Anträge an den Stadtrat stellen. Das Gremium trifft sich vier Mal im Jahr. Alle Sitzungen sind öffentlich, Interessierte herzlich willkommen.

Herzstück Nr. 4: Der Zukunftspreis

Seit 2006 können sich besonders gelungene Nachhaltigkeitsprojekte aus Augsburg um den Augsburger Zukunftspreis bewerben. Bisher gab es über 400 Bewerbungen und bald 84 Preisträgerinnen und Preisträger. Alle Projekte findet ihr hier. Die Fülle zeigt, wie viel in Augsburg läuft. Vielleicht seid ihr ja in einem Projekt aktiv, das preiswürdig wäre? Jedes Jahr im Frühling sind Bewerbungen möglich, im Herbst findet die feierliche Preisverleihung im Goldenen Saal des Rathauses statt. Also nichts wie her mit euren Unterlagen, bei konkreten Frage hilft euch das Büro für Nachhaltigkeit gern weiter.

25 Jahre Agendaprozess …

Die Lokale Agenda 21 ist also keine Institution, keine unveränderbare Größe, sondern ein Prozess, der sich ständig weiterentwickelt und bei dem die Augsburger*innen schon sehr erfolgreich waren: 2013 erhielt die Stadt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Und 2015 verabschiedete der Augsburger Stadtrat die Zukunftsleitlinien für Augsburg – eine bundesweit einmalige Leistung. Die Zukunftsleitlinien stellen eine Orientierung für jeden Beschluss des Stadtrats dar, die soziale, ökonomische, ökologische und kulturelle Ziele umfasst. Zu ihnen gehört zum Beispiel die Nr. A 2.3: „Erneuerbare Energien ausbauen und Energieversorgung sichern“. Oder die Nr. B 5.1 „Armut und Existenznot vorbeugen“. Oder auch Nr. C 2.3 „Vereinbarkeit von Arbeit und Familie erleichtern“. Und natürlich die Nr. D 1.1. „Heimat für alle ermöglichen“. Hier findet ihr alle 78 Leitlinien und Ziele.

Wir haben also einen etwas schwerfälligen, langen und komplizierten Begriff. Wir haben Gremien und Ausschüsse, die noch längere und kompliziertere Namen haben, wobei wir an dieser Stelle selbstverständlich nicht alle Vernetzungen und Zuständigkeiten in der Lokalen Agenda 21 aufgezählt haben. Und wir haben Leitlinien, die Nummern und Unterpunkte haben. Mag sein, dass das alles recht sperrig ist, mag sein, dass unzählige Sitzungen in schlecht belüfteten Räumen stattfinden, mit Menschen, die sehr unterschiedliche Meinungen haben. Aber unter dem Strich steht die Lokale Agenda 21 für einen Prozess, der uns und unserer Stadt gut tut: Das Ergebnis sind richtig gute Aktionen, sehr viel Begeisterung für Augsburg sowie die Bündelung und Vernetzung von Know-how. Hatten wir schon erwähnt, dass der Lifeguide Region Augsburg ein Agendaforum ist? Und wer bis hierher durchgehalten hat, weiß jetzt auch, zu welchem Herzstück des Agendaprozesses wir gehören.

 

Dieser Artikel wurde erstmals im Juni 2016 veröffentlicht und zuletzt im Oktober 2025 aktualisiert.

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Nachhaltigkeit in Augsburg stärken: Empfehlungen für die Zukunft  

Stellungnahme Nachhaltigkeitsbericht
Der Nachhaltigkeitsbeirat hat genau hingeschaut: Auf 34 Seiten würdigt er Erfolge und Engagement im Augsburger Nachhaltigkeitsprozess und gibt Empfehlungen für die Zukunft.  
Die Stellungnahme des Nachhaltigkeitsbeirat zum Nachhaltigkeitsbericht der Stadt Augsburg.

Die Stadt Augsburg hat ihren dritten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Er zeigt, wie weit die "Zukunftsleitlinien für Augsburg" umgesetzt wurden und welche nachhaltigen Aktivitäten Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft in den letzten sechs Jahren initiiert haben.  
Erstmals befasste sich der seit 1997 bestehende Nachhaltigkeitsbeirat der Stadt Augsburg intensiv mit seinem Inhalt und äußerte sich dazu. Das Expertengremium prüfte den "Augsburger Nachhaltigkeitsbericht 2025 - Stadtgesellschaftlicher Gesamtbericht" und bewertete die 783 Aktivitäten aus Ökologie, Soziales, Wirtschaft und Kultur, die sich an den Zukunftsleitlinien orientieren. Der 25-köpfige Beirat, bestehend aus Mitgliedern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung, berät Politik und Verwaltung, vernetzt Akteure und wird seit 2025 von Vertreter*innen der Stadtgesellschaft geleitet. 
Die Beiratsmitglieder prüften die im Bericht aufgeführten Beiträge von Stadtverwaltung, Betrieben und Partnern aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Die 34-seitige Stellungnahme beschreibt Fortschritte und Herausforderungen für Augsburgs nachhaltige Entwicklung, würdigt das Engagement aller Beteiligten und gibt Empfehlungen für die Zukunft.

Positiv hervorgehobene Aspekte 

So lobt der Beirat etwa die verbindlichen Klimaziele der Stadt und deren Unterstützung durch Institutionen wie den Klimabeirat und die Einbindung der Unternehmen im Klimapakt. Ebenso sieht der Beirat es positiv, wie es dank Beratung gelungen ist, geflüchtete Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren und lobt die vielen nachhaltig agierenden Unternehmen und Initiativen, die im Online-Portal lifeguide-augsburg.de sichtbar werden.  
Die Stellungnahme betont das Engagement der Augsburger Stadtgesellschaft für Sicherheit, Teilhabe und Vielfalt. Besonders das inklusive Miteinander und der Einsatz gegen Diskriminierung gelten als vorbildlich. Auch das nachhaltige Wassermanagement, das der Stadt den Titel UNESCO Welterbe eingebracht hat, mit seinen öffentlichen Trinkwasserbrunnen werden positiv hervorgehoben. Das Wasser sorgt im Sommer für Kühlung und steht kostenlos als Trinkwasser bereit.  
Bemerkenswert ist, dass die Stadt Kultur als eigenständige vierte Nachhaltigkeitsdimension etabliert hat, womit sie die UN-Nachhaltigkeitsziele übertrifft. Das ehrenamtliche Engagement der Kulturaktiven stärkt den sozialen Zusammenhalt, während die Augsburger Zukunftspreise das kreative Potenzial würdigen.  

 „Der Bericht zeigt eindrucksvoll, was in Augsburg dank bürgerschaftlichem Engagement und starken Konzepten der Verwaltung bewegt wird. Aber er ist auch ein Weckruf: Im Klimaschutz drängt die Zeit! Jetzt braucht es eine gemeinsame Kraftanstrengung von Stadt, Wirtschaft, Kultur und uns allen – auf Augenhöhe, mit offenem Ohr und offenem Herzen.“ 

Anne Schuester, Vorsitzende des Nachhaltigkeitsbeirats

Herausforderungen und Handlungsbedarf 

Trotz dieser Fortschritte gibt es weiterhin Herausforderungen: Augsburg bleibt bei Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch hinter den Zielen zurück. Daher empfiehlt der Beirat, Zivilgesellschaft und Wirtschaft noch stärker einzubeziehen und die Wirksamkeit der Maßnahmen besser messbar zu machen. Unternehmen sollten ihre Lieferketten transparenter gestalten. Bildungsorte wie Schulen und Leuchtturmprojekte wie das Umweltbildungszentrum benötigen eine angemessene Finanzierung, um Bildungsgleichheit zu gewährleisten. 
Herausforderungen bestehen auch bei bezahlbarem Wohnraum, Kinderbetreuung und Altersarmut für Frauen, etwa durch den überdurchschnittlichen Gender Pay Gap. In der Kultur fehlen "Dritte Orte" für Kreativität und eine faire Honorierung von Kulturschaffenden. Fehlende Messgrößen erschweren hier die Erfolgsmessung.  
 

„Die Stellungnahme würdigt die Erfolge im Nachhaltigkeitsprozess, dankt dem Engagement und ruft zu mehr konkretem Handeln auf. Denn nachhaltiges Handeln ist keine Kür, sondern die Grundlage für Augsburgs Zukunft. Dafür braucht es mutige Ziele, einen starken sozialen Zusammenhalt – und möglichst viele Menschen aus der Stadtgesellschaft – also Politik, Verwaltung und Schulen - die sich mit ihren Ideen in den Prozess einbringen!"

Dr. Simon Meißner, Vorsitzender des Nachhaltigkeitsbeirats

Impulse für den zukünftigen Nachhaltigkeitsprozess 

Der Nachhaltigkeitsbeirat gibt neben den vielen konkreten Ratschlägen zu den vier Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Soziales, Wirtschaft und Kultur – drei weitere übergeordnete Empfehlungen: 

  • Ein qualitätsorientiertes Monitoring, das Best-Practice-Beispiele hervorhebt und konkrete Zielgrößen verwendet. Erweiterte Indikatoren und Städtevergleiche sollen die Berichterstattung ausgewogener machen.
  • Eine ganzheitliche Betrachtung durch stärkere Kooperation, intensiveren Austausch und bessere Vernetzung aller beteiligten Beiräte und Institutionen, um Synergien zu nutzen und Win-win-Effekte sicherzustellen.
  • Mehr Transparenz und Attraktivität durch zeitnahe Veröffentlichung von Planungen und bessere Rückkopplung an die Zivilgesellschaft; erfolgreiche Formate sollen ausgebaut werden, um nachhaltige Entscheidungen zugänglich zu machen. 

Augsburg hat beeindruckende Erfolge erzielt, doch viele Projekte stehen unter "Finanzierungsvorbehalt". Die Stadt muss ein starkes Zeichen setzen und die Ressourcen für Nachhaltigkeit stärken. Für eine erfolgreiche Steuerung des komplexen Prozesses sind effektives Monitoring und transparente Kommunikation unerlässlich. Nachhaltiges Handeln ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit für Augsburgs Zukunftsfähigkeit – dafür braucht es das Engagement aller.  

Die Stellungnahme kann man auf der des Nachhaltigkeitsbeirats herunterladen: https://www.nachhaltigkeit.augsburg.de/nachhaltigkeitsberichterstattung/stellungnahme-nachhaltigkeitsbeirat

Infos zum Nachhaltigkeitsbericht

Alle sechs Jahre, jeweils vor der Kommunalwahl, präsentiert Augsburg einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht. Das städtische Büro für Nachhaltigkeit, zugleich Geschäftsstelle des Augsburger Nachhaltigkeitsprozesses und der Lokalen Agenda 21, hat beispielhafte Aktivitäten aus Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft zusammengetragen. 
Das Ergebnis zeigt Augsburgs systematisches Engagement für nachhaltige Entwicklung. Über 150 Beteiligte haben zum Bericht beigetragen und 223 ökologische, 233 soziale, 129 wirtschaftliche sowie 198 kulturelle Aktivitäten eingebracht. Der Bericht umfasst 250 Seiten mit Grundlagen, Indikatoren und insgesamt 783 Aktivitäten, stellt jedoch nur einen Ausschnitt aller Nachhaltigkeitsinitiativen in Augsburg dar. 
Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 erscheint nicht in gedruckter Form, sondern als digitales Dokument auf der städtischen Homepage. Dies erleichtert die schnelle Suche nach Themen wie „Schwammstadt“, „Radwege“ oder „Foodsharing“. 
Zwei Besonderheiten: Erstmals greift der Bericht ein neues nationales Berichtsraster auf und erfüllt es vollständig. Zudem wurde er im Rahmen eines Förderprojekts als deutscher Beitrag bei den Vereinten Nationen ausgewählt. Dafür wird der Bericht entlang der internationalen Nachhaltigkeitsziele neu strukturiert und ins Englische übersetzt.

Den akutelle Nachhaltigkeitsbericht gibt es auf der Seite zum Herunterladen: https://www.nachhaltigkeit.augsburg.de/nachhaltigkeitsberichterstattung

 

Das könnte euch auch noch interessieren:

Neuer Nachhaltigkeitsbeirat berufen - Für die Periode 2025 bis 2027 hat der Stadtrat drei neue Mitgliedsinstitutionen berufen. Zum neuen Doppelvorsitz wurden Anne Schuester und Dr. Simon Meissner gewählt.

Die Zukunftsleitlinien für Augsburg  - 78 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung unserer Stadt. Viele Beschlüsse des Augsburger Stadtrats orientieren sich an diesen Zukunftsleitlinien – ein guter Grund also, sie alle einmal nachzulesen.

Die Augsburger Zukunftspreise 2024 - Die Gewinner*innen der Augsburger Zukunftspreise 2024 stehen fest. Überreicht wurden die sechs Preise von Oberbürgermeisterin Eva Weber und Nachhaltigkeitsreferent Reiner Erben.

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MAX59: Ein Haus für alle

MAX59 Augsburg - Begegnung, Bildung, Kultur
Begegnung, Bildung und Kultur - das ist die Vision von MAX59, das in der Augsburger Innenstadt ein Zentrum für alle sein soll: nachhaltig gedacht und gemeinsam gestaltet.
Max 59: Im ehemaligen Mozart-Konservatorium

In Augsburgs Maximilianstraße 59 entsteht mit MAX59 ein Haus, das mehr sein will als nur ein kulturelles oder soziales Zentrum. Die Dr. Ingeborg und Marion von Tessin-Stiftung entwickelt hier gemeinsam mit der Stadt Augsburg einen offenen Raum für Bildung, Beratung, Begegnung und Kultur – nicht als Leuchtturmprojekt im klassischen Sinn, sondern als langfristig tragfähiges Angebot mitten in der Stadt. Die Vision: Ein Ort, der Menschen stärkt, verbindet und ihnen ermöglicht, aktiv an der Gesellschaft teilzuhaben.

Gesellschaftlicher Wandel braucht neue Räume

MAX59 greift zentrale Herausforderungen auf, mit denen viele Städte derzeit konfrontiert sind: soziale Isolation, Bildungsungleichheit, psychische Belastungen, wachsender gesellschaftlicher Spaltungsdruck. Das geplante Haus soll darauf eine konkrete Antwort geben – nicht durch klassische Bildungsformate, sondern durch niedrigschwellige Angebote, kreative Räume und persönliche Unterstützung. Ziel ist es, emotionale Stabilität, soziale Kompetenzen und Selbstwirksamkeit zu fördern – gerade bei jungen Menschen, aber auch generationenübergreifend.

Hinter dem Projekt steht die Idee, die bisherigen Förderaktivitäten der Stiftung – etwa in der Jugendbildung, im sozialen Bereich und in der Kultur – unter einem Dach zu bündeln. Die Stiftungsvorstände Alexander Lerch und Ruppert Hackl setzen dabei auf dauerhafte Wirkung statt kurzfristiger Einzelmaßnahmen. Begleitet wird die Entwicklung vom Augsburger Planungsbüro bauwärts.

Nachhaltige Entwicklung als inhaltlicher Rahmen

Das Projekt passt inhaltlich gut zur Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Augsburg. Die Zukunftsleitlinien verankern Nachhaltigkeit als Querschnittsziel in den Bereichen Soziales, Kultur, Umwelt und Wirtschaft. Sie bilden damit den strategischen Rahmen, in dem MAX59 wirkt.

Vor allem der Aspekt der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) findet sich wieder: Menschen sollen befähigt werden, Verantwortung zu übernehmen – für sich, für andere und für ihr Umfeld. MAX59 will Bildung nicht als Belehrung, sondern als Ermöglichung verstehen. Es geht um Teilhabe, Orientierung, Gemeinschaft.

Beteiligung als Grundprinzip

Von Beginn an wurde auf Partizipation gesetzt. Bei den Impulstagen vom 24. bis 26. Juli 2025 waren Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Jugendorganisationen, Schulen, sozialen Trägern und Kulturinitiativen eingeladen, Ideen einzubringen. Die Veranstaltung machte deutlich: Das Bedürfnis nach offenen, nicht-kommerziellen Räumen ist groß. Gleichzeitig wurde transparent kommuniziert, dass das Projekt klare Rahmenbedingungen hat – insbesondere räumlich und finanziell. Umso wichtiger ist es, tragfähige Strukturen im Dialog mit den künftigen Nutzer*innen zu entwickeln.

Ein Haus mit klarem sozialen Anspruch

MAX59 soll nach Angaben der Stiftung vier zentrale Funktionen erfüllen:
    •    Beschützen: Ein sicherer Ort mit verlässlichen sozialen Strukturen
    •    Fördern: Räume zur kreativen, sozialen und persönlichen Entfaltung
    •    Helfen: Unterstützung im Alltag – z. B. bei Gesundheit, Orientierung, Beratung
    •    Verbinden: Austausch über soziale, kulturelle und generationelle Grenzen hinweg

Im Mittelpunkt stehen Menschen, die von herkömmlichen Bildungs- und Kulturangeboten oft nicht erreicht werden: Kinder, Jugendliche, Familien, ältere Menschen, Zugewanderte, Kreative, Ehrenamtliche. Teilhabe ist dabei nicht nur Ziel, sondern bereits im Planungsprozess gelebte Praxis.
Am Ende soll MAX59 ein Haus für alle werden – abgestimmt auf die realen Bedürfnisse der Stadtgesellschaft. So soll das geplante Angebot unter anderem folgende Bereiche umfassen:
    •    Beratung und Unterstützung für Jugendliche am Übergang von Schule zu Beruf
    •    Kreativformate und Workshops zu Umwelt, Demokratie, Kultur
    •    Kooperationen mit Schulen, Initiativen, Vereinen
    •    Gesundheits-, Bewegungs- und Präventionsangebote
    •    Veranstaltungen, Ausstellungen und kulturelle Programme
Das Projekt soll auf einem finanziell tragfähigen Modell basieren: mit kostenfreien Angeboten, ergänzenden solidarischen Beiträgen und strategischen Partnerschaften. Die langfristige Trägerschaft liegt bei der Stiftung.

Ein Impuls für die Innenstadt

Das denkmalgeschützte Gebäude in der Maximilianstraße 59 stand lange leer – einst Musikhochschule, zuletzt Impfzentrum. Mit dem neuen Konzept wird es wieder belebt. In einer Zeit, in der viele Innenstädte von Leerstand und Funktionsverlust betroffen sind, sendet MAX59 ein bewusstes Signal: Nicht Kommerz, sondern Gemeinwohl kann Motor für Innenstadtbelebung sein.

Die Stadt Augsburg stellt das Gebäude im Erbbaurecht zur Verfügung, begleitet den Prozess und unterstützt die Zusammenarbeit. Die Stiftung plant, rund 15 Millionen Euro in die Sanierung zu investieren.
 
Das meint der Lifeguide:
MAX59 ist kein Prestigeprojekt, sondern ein Ort mit Haltung: offen, sozial, partizipativ. Es verbindet die Idee der Bildung mit der Idee des Gemeinwohls und der nachhaltigen Stadtentwicklung – verankert im Zentrum Augsburgs, getragen von zivilgesellschaftlichem Engagement. Da stehen wir voll dahinter. Ob und wie es gelingt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Die Richtung jedenfalls ist klar: hin zu einer Stadt, in der Menschen Räume finden, die sie ernst nehmen und stärken. Danke schon einmal an die Tessin-Stiftung und bauwärts für den Beteiligungsprozess.
Weitere Informationen: www.max59.de

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25 Jahre Lokale Agenda 21 in Augsburg - der Film

25 Jahre Lokale Agenda 21 in Augsburg - der Film
Anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Augsburger Lokalen Agenda 21 ermutigen ein Kurzfilm und das Spiel „Zukunftsbox“ dazu, das eigene Verhalten im Alltag zu überdenken.
Zukunftsleitlinien Augsburg, Lokale Agenda 21, Augsburg, Foto: Lokale Agenda 21 Augsburg

Was haben mein Einweg-Kaffeebecher, das „Unkraut“ in meinem Garten oder meine neuen Klamotten, die ich mir so bequem und praktisch nach Hause liefern lassen kann, eigentlich mit Nachhaltigkeit zu tun? Und macht es Sinn, dass ich mein Alltagsverhalten verändere? Können einzelne mit ihrem Verhalten, ihren Ideen oder ihren Engagement überhaupt etwas bewegen?

Die Antwort lautet JA – und das veranschaulichen uns Tom, Ildi, Pia, Allan und Rupert sehr humorvoll in dem neuen Agendafilm. Der Kurzfilm wurde anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Augsburger Lokalen Agenda in den Jahren 2019 und 2020 gedreht und zeigt: In Augsburg gibt es eine lebendige, aktive Lokale Agenda 21, die sich auf vielen Ebenen für Nachhaltigkeit einsetzt.

Hier geht’s zum Film.

Aber was genau ist eigentlich die Lokale Agenda? In der Augsburger Lokalen Agenda engagieren sich seit 1995 Augsburgerinnen und Augsburger dafür, dass unsere Stadt nachhaltiger und zukunftsfähiger wird. 29 Agendaforen setzen sich aus sehr unterschiedlichen Perspektiven mit einer gemeinsamen Kernfrage auseinander: Wie soll sich Augsburg entwickeln, damit es nachhaltiger und zukunftsfähig wird? Für beinahe jeden Schwerpunkt unseres Lebens gibt es ein Agendaforum. Die Expertise in den Foren reicht von Urban Gardening über Tierrechte, Verkehr, Umweltbildung, Eine Welt, Gemeinwohlökonomie, Geld, Gesundheit, Schule, Plastikfreies Leben bis hin zu Frauenrechten. Der Lifeguide ist eines dieser 29 Foren.

Hier findet ihr alle Agendaforen.

Die Geschichte dahinter ist die vielzitierte UN-Konferenz in Rio, bei der 1992 die weltweite Agenda 21 für Umwelt und Entwicklung beschlossen wurde und die im Jahr 2015 durch die 17 Weltnachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) ergänzt wurde. Ebenfalls im Jahr 2015 wurden in Augsburg die „Augsburger Zukunftsleitlinien“ vom Stadtrat beschlossen. Ein vorbildliches Regelwerk, auf das wir Augsburger*innen wirklich stolz sein können!

Hier geht zu unseren Augsburger Zukunftsleitlinien.

Die Zukunftsbox – das Spiel zum Film

Die Augsburger Zukunftsbox ist das Bildungstool zum Agendafilm. Die Box wurde für ältere Schüler*innen und Erwachsene entwickelt. Das Spiel entstand in Zusammenarbeit mit dem Futurium Berlin, der Lokalen Agenda 21 und der Lehrerin Sabine Lämmer. Im Mittelpunkt stehen die Fragen:  Wie wollen wir in Zukunft leben, was ist uns wichtig und wo bereichern uns Veränderungen? Die Zukunftsbox regt dazu an, spielerisch über Zukunftsszenarien zu diskutieren und nachzudenken.

Die Augsburger Zukunftsbox mit Begleitmaterial zum Film kann ab September 2021 im Büro für Nachhaltigkeit ausgeliehen werden. 

Mehr Informationen hierzu:
•   Büro für Nachhaltigkeit Augsubrg: E-Mail: agenda@augsburg.de, Tel. 0821.324-7316
•    www.zukunftsbox.augsburg.de  


Was sonst im Abspann steht...

Hier geht’s zum Film. Und weil im Abspann des Filmes die Namen viel zu schnell vorbeisausen, könnt ihr hier noch einmal nachlesen, welche Namen und Agendaforen hinter den einzelnen Aktivitäten stehen:


Konzeption und Organisation, Realisierung des Agendafilms:

  • Tobias Gaugler (Aktionsgemeinschaft Tierrechte)
  • Tom Hecht (Fachforum Verkehr)
  • Norbert Pantel (Umweltstation Augsburg, Fachforum Umweltbildungszentrum)
  • Sabine Rottmann (Büro für Nachhaltigkeit und Geschäftsstelle Lokale Agenda 21, Stadt Augsburg)
  • Kleeblatt Medien GmbH

 

Im Film Mitwirkende aus den Agendaforen:

  • Rupert Bader (Arbeitskreis Unternehmerische Verantwortung)
  • Tom Hecht (Fachforum Verkehr)
  • Allan Mutagwaba (Forum Eine Welt Augsburg)
  •  Ildikó Reményi-Vogt (Arbeitskreis Urbane Gärten)
  • Pia Winterholler (Forum Plastikfreies Augsburg)
  • alle Teilnehmende der 4. Augsburger Zukunftstagung 2019

 

Drehorte:

 

Konzeption und Erstellung der Zukunftsbox:

  • Rupert Bader (Arbeitskreis Unternehmerische Verantwortung)
  • Pia Härtinger (Soziokratiezentrum Augsburg e.V.)
  • Sabine Lämmer (Büro für Nachhaltigkeit und Geschäftsstelle Lokale Agenda 21, Stadt Augsburg, Kath. Universität Eichstätt)
  • Christian Z. Müller (Ständige Konferenz der Kulturschaffenden)
  • Norbert Pantel (Umweltstation Augsburg, Fachforum Umweltbildungszentrum)
  • Sabine Rottmann (Büro für Nachhaltigkeit und Geschäftsstelle Lokale Agenda 21, Stadt Augsburg)

Förderung:

Der Kurzfilm und die Zukunftsbox mit Begleitmaterialien zum Film wurden gefördert durch die Deutsche Postcode Lotterie DT gGmbH und die Bildungslotterie „Bildungschancen – Spielend Zukunft gestalten“. Weitere Informationen zu den Fördermittelgebern:


•    www.postcode-lotterie.de/projekte


•    www.bildungslotterie.de

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Lifeguide Augsburg, Projekt Nachhaltigkeit 2020

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Seit 2016 informiert das Internetportal www.lifeguide-augsburg.de über nachhaltige Orte, nachhaltiges Leben und nachhaltige Termine in Augsburg Stadt, Landkreis und im Wittelsbacher Land. In dieser Zeit sind wir zu einer festen Größe geworden, was zukunftsorientiertes Leben in unserer Region betrifft. Für unsere Arbeit haben wir 2019 den Zukunftspreis der Stadt Augsburg gewonnen, 2020 wurden wir zum Projekt Nachhaltigkeit von RENN.süd und 2023 hat uns das Bayerischen Finanz- und Heimatministerium den Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung verliehen.

Der Lifeguide ist unabhängig

Das alles zeigt uns, dass wir mit unserem Konzept auf dem richtigen Weg sind: Der Lifeguide war und ist unabhängig und werbefrei. Das heißt, wir finanzieren die redaktionelle Arbeit, die Programmierung sowie das grüne Hosting der Webseite mit Hilfe von Fördermitgliedern und Sponsoren, die sich der regionalen Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen.

Zum Lifeguide Team gehören eine unabhängige Steuerungsgruppe, die die Ausrichtung und Inhalte des Magazins bestimmen, eine Redaktion um Chefredakteurin Sylvia Schaab, die dafür sorgt, dass ihr abwechslungsreiche Geschichten lesen könnt, die gemeinwohlzertifizierte Kommunkationsagentur elfgenpick, die das Portal technisch am Laufen hält und die Daten auf den Servern des Pioniers des Öko-Webhostings Biohost speichert. Zu unseren Sponsoren und Förderern zählen die AVA, der Förderverein Regio Augsburg Wirtschaft, die swa, die Biobäckerei Schubert, die Umweltdruckerei Senser, die Rollende Gemüsekiste, die Paritätische St. Martinsstiftung sowie die Stadtsparkasse Augsburg.

Mit Hilfe der Masterstudentin Eva Bäumel haben wir ein neues, klares Design mit Karte, Kalender und vielen Neuerungen erarbeitet und unser Partner elfgenpick hat es umgesetzt.

Mitmachen erwünscht

Immer wieder unterstützen uns ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, studentische Redakteur*innen aus unseren Seminaren und Praktikant*innen bei unserer Mission, ein Schaufenster für nachhaltige Angebote in der Region zu sein. Damit wir auch in Zukunft über die Ökopioniere unserer Region berichten und unser Angebot ausbauen können, brauchen wir dich! 

Du fühlst dich der Nachhaltigkeit in unserer Region verpflichtet und möchtest dafür sorgen, dass nachhaltige Angebote bekannter werden und so das zukunftsorientierte Leben in der Region noch mehr Fahrt aufnehmen kann? Du willst Teil des dynamischen Prozesses sein, der den sozialökologischen Wandel voranbringt? Dann werde Mitglied beim Lifeguide e.V.! Für nur 100 Euro Beitrag im Jahr sorgst du dafür, dass du weiterhin kosten- und werbefrei Informationen zum nachhaltigen Leben in deiner Region im Herzen Schwabens lesen kannst. Hier geht es zum Mitgliedsantrag. Bitte an kontakt@lifeguide-augsburg.de mailen.

Du führst selbst ein nachhaltiges Unternehmen oder Projekt? Dann informiere dich über unsere Partnerangebote. Informationen erhältst du bei sschaab@lifeguide-augsburg.de.

Wir freuen uns auf deine Unterstützung!

Das Lifeguide-Team
Manfred Agnethler (Vorstand, Steuerungsgruppe), Charlotte Enders (Social-Media-Redaktion), Christina Hausotter (Social-Media-Redaktion, Steuerungsgruppe), Katrin Jacob (Redaktion), Tabea Jacob (Termin-Redaktion), Torsten Mertz (Vorstand, Steuerungsgruppe), Sylvia Schaab (Vorstand, Chefr edakteurin, Steuerungsgruppe) und Dr. Norbert Stamm (Steuerungsgruppe, Büro für Nachhaltigkeit/Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 Stadt Augsburg).

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Augsburger Zukunftspreis 2017

Augsburger Zukunftspreis 2017
Augsburger Zukunftspreis, Rathaus Augsburg, Goldener Saal

Wer wissen wollte, wie vielfältig, aktiv und bunt die nachhaltige Szene in Augsburg derzeit ist, konnte dies bei der Verleihung des Augsburger Zukunftspreis am 17. November 2017 hautnah miterleben. 47 Projekte hatten sich in diesem Jahr um den Preis beworben, alle Anwärter*innnen waren zum Festakt in den Goldenen Saal des Augsburger Rathauses gekommen. Und obwohl natürlich nicht jede/r gewinnen konnte, war die Stimmung sehr gut: zugewandt, interessiert, anfeuernd und begeistert. Wir gratulieren den sechs Preisträger*innen sehr herzlich: Café Himmelgrün, Youfarm, die Jungs und Mädels von der raumpflegekultur, den Helferkreisen für Flüchtlinge, der Schul-Imkerei Schilly Summ und SOLAWI, Solidarische Landwirtschaft. Letztere haben den Preis von der Schüler*innen-Jury bekommen. Die Laudatio der zwei Schülerinnen aus der Klasse 9a der Mädchenrealschule St. Ursula war übrigens selbst preisverdächtig und kann - genau wie alle anderen Reden und alle Projektbeschreibungen der 47 Teilnehmer*innen - in der anhängenden pdf "Augsburger Zukunftspreis" oder hier nachgelesen werden. Ein toller Abend, der allen nachhaltig Engagierten Auftrieb gibt.

Alle Zukunftspreisprojekte seit 2006 finden Sie auf der städtischen Nachhaltigkeitsseite sortiert nach Jahren oder nach Themen.

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