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Kinder
Kleiderläden
Einzelhandel

Naturfuß-Shop in Bobingen – für gesunde Füße

Der Naturfuß-Shop in Bobingen bietet Barfuß-Schuhe für Kinder und Erwachsene. Gründerin Bettina Deininger setzt auf gute Beratung und Schuhe, die sie guten Gewissens empfehlen kann.

Naturfuß-Shop
Hochstraße 17
86399 Bobingen
Deutschland

Großzügig, hell, freundlich: Beim Betreten des Naturfuß-Shop in Bobingen fühlt man sich gleich wohl. Schuhe und Accessoires für Kinder sind in schönen Regalen untergebracht, manche erinnern an Puppenhäuser, andere präsentieren Schuhe für Erwachsene auf Regalböden, die jedes einzelne Paar schön zur Geltung kommen lassen. 

Man merkt: Hier hat sich jemand viele Gedanken gemacht. Gründerin und Besitzerin Bettina Deininger verkauft ausschließlich Barfuß-Schuhe. Auf die Idee kam sie bei der Suche nach den richtigen Schuhen für ihre beiden Söhne. Es ging ihr dabei nicht nur darum, dass deren Füße sich frei und natürlich entwickeln können. Sie wollte auch Schuhe, die unter möglichst fairen und ökologisch vertretbaren Bedingungen hergestellt werden. 

Weder die Schuhe noch die Beratung in klassischen Schuhgeschäften konnten sie überzeugen. Beim Bestellen im Internet störte sie das Hin und Her der Pakete. Nachfragen von anderen Müttern brachten sie auf die Idee, einen eigenen Schuhladen zu eröffnen und dort alles zu bieten, was sie selbst sich wünschte: Faire, ökologisch hergestellte Schuhe und eine ausführliche Beratung, damit es den Füßen und dem Gewissen gut geht.

“Im Naturfuß-Shop gibt es nur Produkte, die ich selbst mit gutem Gewissen empfehlen kann – qualitativ, fair produziert und so nachhaltig wie möglich.”

Bettina Deininger, Inhaberin Naturfuß Shop

Fußvermessung und Beratung – Service im Fokus

Auf der Webseite des Shops wird ausführlich erklärt, welche Vorteile das Laufen in Barfuß-Schuhen mit sich bringt – für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Wer im Shop in Bobingen einkauft, der erhält eine ausführliche Beratung. Normalerweise findet sich immer der richtige Schuh. Alle, die sich nach längerer Beratung nicht zu einem Kauf entschließen können, obwohl es einen passenden Schuh im Angebot gibt, zahlen 15 Euro Servicegebühr, die allerdings wie ein Gutschein innerhalb von 14 Tagen auf einen Einkauf angerechnet werden. Auf diese Weise ist es auch in Ordnung, wenn nach Beratung und Empfehlungen lieber ein Schuh auf dem nächsten Flohmarkt gekauft wird. 

Barfuß-Schuhe im Online-Shop

Auf diese ehrliche, persönliche Beratung legt Bettina Deininger großen Wert. Doch nicht immer ist es möglich oder sinnvoll, selbst zum Naturfuß-Shop in Bobingen zu fahren. Deshalb gibt es auf der Webseite https://www.naturfuss-shop.de inzwischen auch einen Online-Shop und einen Blog, der über Barfuß-Schuhe informiert, Erfahrungen mit Schuhen beschreibt und aktuelle Forschungsergebnisse zusammenfasst. Dort findet sich auch eine Anleitung, wie Füße richtig gemessen werden. Schuhe im Shop werden auf Basis dieser Maße sortiert. Dafür ließ Bettina Deiniger sogar einen eigenen Online-Schuhfinder programmieren. Auch hier merkt man das Bedürfnis, ökologisch und nachhaltig zu handeln: Lieber gut und ausführlich informieren und dadurch Retouren vermeiden!

Die Auswahl der Schuhe im Naturfuß-Shop orientiert sich an den Werten der Besitzerin: Sie sind ökologisch und fair hergestellt und ermöglichen den Füßen eine natürliche Entwicklung. Eine gute Lösung für die Füße: Sowohl für Kinder als auch für Erwachsene!

Öffnungszeiten
Wochentag Uhrzeit
Mo 9:30 - 13:30 Uhr
Di - Fr 9:30 - 17:30 Uhr
Sa 9:30 - 13:30 Uhr
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Kinder
Bildung & Kultur

Junges Theater Augsburg - Bühne für junges Publikum

Im Jungen Theater Augsburg werden große Themen kindgerecht inszeniert: Hass im Netz, Flucht, Klimaschutz. Mit Lösungen statt nur Problemen – und nachhaltig gebaut. Für alle ab 3 Jahren im Abraxas.

Sommestraße 30
86156 Augsburg
Deutschland

Theaterfoyer mit mintgrüner Theke, Holztischen, Stühlen und Logo "Junges Theater Augsburg" an der Wand

Theater nur für Erwachsene? Von wegen. Im Südflügel des Kulturhauses Abraxas schlägt das Herz des Jungen Theaters Augsburg – und das für alle ab 3 Jahren. Hier wird gespielt, gestaunt, gelacht und nachgedacht. Denn das größte freie, professionelle Kinder- und Jugendtheater der Stadt versteht sich als Ort für Neugierige, Wissbegierige und alle, die Freude am Entdecken haben. 

Themen, die bewegen – Lösungen, die Mut machen

Durchschnittlich drei Premieren pro Spielzeit bringt das Junge Theater auf die Bühne. Die Stücke greifen auf, was Kinder und Jugendliche beschäftigt: Hass im Internet, Flucht, Umweltschutz. Keine leichten Themen – aber wichtige. Und vor allem: Es bleibt nicht beim Problem. Das Theater zeigt Lösungsansätze, lädt zu Workshops ein und gibt Raum für Austausch.

„Wir wollen allen Kindern und Jugendlichen der Stadt Augsburg, ganz unabhängig von ihrem familiären Umfeld, und über alle Schultypen hinweg ermöglichen, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzuhaben. Bei uns haben sie den Raum und die Begleitung, die es ihnen erleichtert, sich persönlich weiterzuentwickeln.“

Julia Magg, BNE-Beauftragte am Theater

Wo Kinder die Welt auf der Bühne entdecken

Seit 1998 bespielt das freie, professionelle Theater seine Bühne im Kulturhaus Abraxas – seit Januar 2025 sogar in einem komplett renovierten Spielort im Südflügel des Gebäudes. Mit Rampe, barrierefrei und mit Liebe zum Detail ausgestattet, darunter eine Garderobe mit Seilzügen. 

Nachhaltigkeit beginnt beim Umbau

Auch ökologische Nachhaltigkeit wird hier gelebt, nicht nur inszeniert. Beim Umbau des neuen Spielorts setzte das Theater auf recycelte, natürliche und umweltfreundliche Materialien. Mit seinen Stücken und Projekten im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung ist das Junge Theater ein bedeutender Baustein im kulturellen Leben Augsburgs. Ausgewählte Produktionen werden sogar im größeren Abraxas-Theater gespielt. Für das nachhaltige Konzept des Umbaus hat das Junge Theater Augsburg den Zukunftspreis Kunst, Kultur und Transformation 2025 bekommen.

 

"Es ist ein wirklich großartiges Projekt, das wir hier gemeinsam umsetzen! Der nächste wesentliche Schritt für die Kulturstadt Augsburg und zugleich ein Anker für unser demokratisches Miteinander."

Jürgen Enninger, Kulturreferent Stadt Augsburg

Theater als Erfahrungsraum

Das JTA arbeitet mit drei Sparten: Kinder- und Jugendtheater, Bürgerbühne und Theaterpädagogisches Zentrum (TPZ). Alle drei prägen das kulturelle Leben in Augsburg mit – und setzen auf Inhalte, die gesellschaftspolitisch relevant, vielfältig und inklusiv sind.

Das Ziel: Zum Nachdenken anregen, neue Erfahrungen ermöglichen, individuelle Persönlichkeiten stärken. Theater als Raum, in dem Kinder und Jugendliche sich ausprobieren, Perspektiven wechseln und sich entfalten können.

Also: Schaut vorbei und werft einen Blick in die vielschichtige Theaterwelt! Es lohnt sich – für Kinder, Jugendliche und alle, die verstehen wollen, was die nächste Generation bewegt.

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Nachhaltigkeit in der Kultur - Kultur ist der Rahmen, der unseren nachhaltigen Wandel formt und begleitet. Dabei hat der Kulturbetrieb selbst ein großes Potential nachhaltiger und klimafreundlicher zu werden.

Superhero oder Dogganandl? - Lukas Superheldenfigur aus Plastik ist kaputt - was nun? Die spannende Mitmach-Hörgeschichte des Jungen Theaters Augsburg führt zu plastikfreien Ideen und Alternativen. Audiowalk für Kinder zum Thema „Plastikfrei spielen“.

„Irreparabel“ – die inklusiv besetzte Theaterproduktion - Das Junge Theater Augsburg zeigt mit „Irreparabel“ ein Theaterstück über die Stärke und Zerbrechlichkeit von Freundschaft.



 

Shirt Quest - Alles hat seinen Preis!

Shirt Quest tim Augsburg wahre Kosten der Modeindustrie
Im tim macht ein digitaler Spieltisch die globale Textilproduktion erlebbar. Wer setzt sich durch: Billigproduzent, Umweltaktivist oder Sozialaktivistin? Ihr entscheidet – und lernt nebenbei jede Menge.
Foto zeigt den neuen digitalen Spieltisch im Textil- und Industriemuseum Augsburg. Drei Personen bedienen gerade das Spiel, um es vorzustellen. Sie haben  das Spiel mitentwickelt.

Ein T-Shirt für 4,99 Euro. Klingt nach Schnäppchen. Aber wer zahlt den wahren Preis? Die Umwelt? Die Näherinnen in Bangladesch? Oder am Ende doch wir alle? Das neue interaktive Exponat "Shirt Quest: Alles hat seinen Preis!" im staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) lädt dazu ein, genau diesen Fragen auf den Grund zu gehen – spielerisch, aber mit ernstem Hintergrund.

Drei Rollen, drei Perspektiven, ein Ziel?

Am digitalen Spieltisch schlüpft ihr in eine von drei Rollen: Der Billigproduzent will maximale Profite und nimmt keine Rücksicht auf Nachhaltigkeit. Der Umweltaktivist setzt auf ökologische Verantwortung und Klimaschutz. Die Sozialaktivistin fordert faire Arbeitsbedingungen, angemessene Löhne und sichere Arbeitsplätze.

Über vier Pads steuert ihr verschiedene Produktionsstellen – von der Baumwollernte bis zur Endfertigung. Doch jede Entscheidung hat Konsequenzen. Spart ihr an Löhnen, verschlechtert ihr die Arbeitsbedingungen. Investiert ihr in Umweltschutz, steigen die Kosten. Nach jeder Runde – die etwa drei bis fünf Minuten dauert – erhaltet ihr ein differenziertes Fazit: Produktionskosten, Umweltauswirkungen, Arbeitsbedingungen. Drei Kategorien, die selten gleichzeitig im grünen Bereich sind.

„Das interaktive Exponat macht erfahrbar, wie soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit in der Textilproduktion verknüpft sind und lässt Besucherinnen und Besucher diese Zusammenhänge durch eigenes Handeln unmittelbar begreifen.“

Prof. Andreas Muxel, Leiter des Hybrid Things Lab der THA

Mehr als nur Daddeln am Bildschirm

Wir waren vor Ort und können beruhigen: Hier wird nicht einfach nur auf einen Bildschirm gestarrt. Der Spieltisch ist so konzipiert, dass ihr euch austauschen müsst. Die vier Pads verlangen Absprache, die unterschiedlichen Rollen sorgen für Diskussionen. Und während ihr eure Perspektive verfolgt, bekommt ihr über Kommentare mit, wie die anderen Rollen ticken. Das Ergebnis: ein dynamisches Spielerlebnis, das die Komplexität der globalen Textilindustrie greifbar macht.

„Oft sehen wir nur das fertige T-Shirt, nicht aber die versteckten Kosten, die entlang des Weges entstehen. ´Shirt Quest´ öffnet diesen Blick und macht die Vielschichtigkeit der Zusammenhänge spielerisch erfahrbar. So entsteht ein Verständnis dafür, wie wichtig nachhaltiger Konsum und Kreislaufwirtschaft für die Zukunft der Textilindustrie sind.“

Prof. Dr. Simone Kubowitsch, Mitinitiatorin des ELLSI-Lernlabors im Recycling Atelier Augsburg

Feedback erwünscht – QR-Code nicht übersehen!

Ein kleiner Hinweis: Am Spieltisch findet ihr einen QR-Code. Der könnte auffälliger sein, lohnt sich aber. Dahinter verbirgt sich ein Fragebogen, mit dem ihr euer Gelerntes testen und dem Entwicklungsteam Feedback geben könnt. Die Installation ist eine Erweiterung der Dauerausstellung und wurde in Kooperation mit der THA und ihren Forschungslaboren ELLSI-Lernlabor sowie Hybrid Things Lab entwickelt. Gefördert wurde das Projekt von der VolkswagenStiftung. 

Unser Fazit: Unbedingt ausprobieren!

Schaut vorbei im tim und macht euch ein eigenes Bild von der Ausstellung und dem Spiel. Es lohnt sich – für Familien, Schulklassen und alle, die verstehen wollen, was hinter ihrem T-Shirt steckt. Und vielleicht überlegt ihr beim nächsten Einkauf zweimal, ob das 4,99-Euro-Shirt wirklich ein Schnäppchen ist.

Info:

  • Ort: Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim), Provinostraße 46, 86153 Augsburg
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 9–18 Uhr
  • Eintritt: Regulär 7 €, ermäßigt 3,50 €
  • Mehr Infos: timbayern.de

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Baby-Räume: Augsburg wird familienfreundlicher

Baby-Räume: Augsburg wird familienfreundlicher
Stillen, wickeln, durchatmen: Die Stadt Augsburg macht Rückzugsorte für Eltern mit Babys sichtbar. Die Baby-Räume bieten Komfort und Privatsphäre – und es sollen mehr werden.
Auf dem Foto ist eine Hand zu erkennen, die einen runden Aufkleber in der Hand hält. In roten Buchstaben ist "Baby-Raum" geschrieben und passend dazu ist darunter eine schwarze Skizze eines eingewickelten lächelnden Babys gedruckt.

Wer schon mal mit Baby in der Innenstadt unterwegs war, kennt das Problem: Das Kind muss gewickelt werden, braucht Ruhe zum Stillen oder die Flasche – aber wo? Auf Toiletten ist es eng, laut und alles andere als gemütlich. In Cafés erntet man manchmal schiefe Blicke. Und so wird aus dem geplanten entspannten Stadtbummel schnell eine nervenaufreibende Angelegenheit.
Die Stadt Augsburg will das ändern. Mit den sogenannten Baby-Räumen macht das Amt für Kinder, Jugend und Familien (AKJF) familienfreundliche Orte zum Stillen, Wickeln und Füttern sichtbar – mithilfe von Aufklebern und einer digitalen Übersicht im Familien-Kompass auf Baby-Raum | Familien-Kompass Augsburg.

Mehr als nur eine Wickelmöglichkeit

Die Baby-Räume sind keine provisorischen Notlösungen. Sie bieten hygienische, ruhige und komfortable Rückzugsorte mit Wickelmöglichkeit, Sitzgelegenheiten, Flaschenwärmer sowie Waschgelegenheit und Windelentsorgung. Eltern können die Räume eigenverantwortlich nutzen – ohne lange fragen oder erklären zu müssen.

„Die Baby-Räume sind ein sichtbares Zeichen dafür, dass Augsburg Familien in ihrem Alltag unterstützt und ihnen Wertschätzung entgegenbringt. Wir möchten damit von Beginn an ein gesundes Aufwachsen unterstützen und gerade auch im Handy-Zeitalter die erforderliche Privatsphäre bieten, um Eltern zu entlasten.“

Martin Schenkelberg, Sozial- und Familienreferent

Kooperationspartner werden

In einem ersten Schritt hat das AKJF bereits bestehende Räume bei Kooperationspartnern erfasst und sichtbar gemacht. Welche Orte mitmachen und wo genau sich die Baby-Räume befinden, findet ihr im Online-Familien-Kompass, der verschiedenste Angebote für Familien in Augsburg bündelt.
Doch das Netzwerk soll wachsen. Geschäfte, Cafés, Kultureinrichtungen oder andere öffentliche Orte, die einen Baby-Raum anbieten möchten, können sich unter familien-kompass@augsburg.de melden. Die Bewerbung, Koordination und Prüfung der Räume übernimmt das AKJF. Für die Ausstattung sind die Kooperationspartner selbst zuständig – aber die Kriterien sind klar: Der Raum muss ruhig, sauber und komfortabel sein.

Teil eines größeren Plans

Die Baby-Räume sind kein Einzelprojekt, sondern Teil des Aktionsplans "Augsburg für Familien", mit dem die Stadt die Familienfreundlichkeit insgesamt stärken will. Ob Wickelmöglichkeiten, Spielplätze, Beratungsangebote oder Veranstaltungen – die Botschaft ist klar: Familien sind in Augsburg willkommen.
Wer mit Baby unterwegs ist, weiß: Oft sind es die kleinen, praktischen Dinge, die den Unterschied machen. Ein ruhiger Raum zum Durchatmen kann so ein Unterschied sein.

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Aktion Lass das Elterntaxi stehen

Aktion Lass das Elterntaxi stehen
Die Stempelaktion „Lass das Elterntaxi stehen“ startet im November 2025 in ihre dritte Runde! Neben rund 30 Grundschulen nehmen dieses Jahr auch 7 KITAs an der Aktion teil.
Das Foto zeigt Augsburgs zweite Bürgermeisterin Martina Wild (links) mit Kindern und Lehrkräften der Westparkschule. Sie zeigen lächelnd die gelben Flyer der Stempelkartenaktion in die Kamera. Das Foto wurde draußen vor der Schule aufgenommen.

Die Aktion geht bis Ende März 2026 und soll Eltern dazu ermutigen ihre Kinder nicht mit dem Auto zur Schule zu bringen und Kinder dazu ermutigen ihren Schulweg selbstständig zu Fuß zurückzulegen. 
Mit der Kampagne sollen gefährliche Situationen durch zu viele Autos vor den Schul- oder KITA-Toren vermieden und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. 

Kinder sammeln durch den gemeinsamen Fußweg in die Kita wertvolle Erfahrungen und entwickeln ein Gespür für ihre Umgebung. Sicherheit steht dabei an erster Stelle: Weniger Elterntaxis bedeuten weniger Gefahren vor der Einrichtung und ermöglichen den Kindern einen entspannten, sicheren Start in den Tag.

Diana Schubert, Amts-Leiterin Kindertagesbetreuung Augsburg

Begleitend zur Aktion erhalten Eltern:
•    einen Info-Flyer mit Hintergründen zur Aktion,
•    Tipps für einen sicheren Schulweg,
•    Hinweise zur Selbstständigkeit im Straßenverkehr.


Unterstützt wird das Projekt von der Verkehrswacht und der Polizei, Schulleitungen und Elternbeiräten sowie zahlreichen Partnern wie dem Sport- und Bäderamt, den Stadtwerken Augsburg, der Stadtsparkasse, dem FC Augsburg und den städtischen Museen.

Stempelkarte:

An jedem Tag, an dem die Kinder ohne Auto zur Schule kommen, dürfen sie ein Feld auf ihrer Karte ausfüllen. Fertig ausgefüllte Karten nehmen am Ende des Schuljahres an einer Verlosung teil. Dabei können sie verschiedenste Preise gewinnen, von Freikarten über Museumseintritte bis hin zu Sachpreisen. 

Die Schule mit den meisten ausgefüllten Stempelkarten erhält sogar noch einen Sonderpreis.

Die Aktion fördert die Selbstständigkeit der Kinder und stärkt damit gleichzeitig auch ihr Selbstbewusstsein.

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Kinder

Schokoschatz- nachaltige Überraschung für Klein und Gross

Das faire Schokomitbringsel besteht aus Bio-Edelvollmilch-Schokolade, die Überraschungen im Inneren aus 100% Naturmaterialien.

SchokoSchatz e.K.
Bettina Winkler
Am Iglhof 4a
86444 Affing
Deutschland

Bettina Winkler hat den SchokoSchatz, ein faires und nachhaltiges Mitbringsel entwickelt.

Nachhaltig, lecker und fair

 

Jeder kennt die süßen Verführungen an der Supermarktkasse, die Klein und Groß zum Kauf animieren sollen. Auch Bettina Winkler hat sich über das Überraschungsei geärgert und dachtet sich: "Das muss es doch irgendwie besser geben"! Gesagt, getan: Sie hat den SchokoSchatz erfunden. Dabei handelt sich um eine nachhaltige Überraschung in Bio Schokolade.

"Die Idee zum SchokoSchatz entstand aus dem Wunsch, herkömmliche (Kinder-)Überraschungen und Mitbringsel zu revolutionieren und einen positiven Beitrag für die Umwelt zu leisten.“ 

Bettina Winkler, SchokoSchatz e.K. 

 

Bio, plastikfrei und in Deutschland hergestellt

 

Der SchokoSchatz ist ein nachhaltiges Mitbringsel, das in Deutschland hergestellt wird. Es bietet nicht nur hochwertige Bio-Schokolade, sondern auch eine plastikfreie Verpackung und eine tolle Überraschungen. Das Affinger Startup hat sich auf nachhaltige Überraschungen spezialisiert und ist Bio- und Fairtrade-zertifiziert. Vom Kartonwürfel über die Etiketten bis hin zur Innenverpackung - alle Bestandteile können bedenkenlos im Papiermüll entsorgt werden.

Als Fördermitglied unterstützt Bettina Winkler Ozeankind e.V. in seinem Kampf gegen Plastikmüll.

 

Überraschung für Klein und Groß

 

Der „SchokoSchatz für Kids“, gefüllt mit verschiedenen Edelsteinen zum Sammeln und Tauschen, begeistert Kinder und Eltern gleichermaßen. Mit Hilfe der mitgelieferten Minibroschüre lassen sich die enthaltenden Glückssteine bestimmen und sollen Kinder stärker und selbstbewusster machen.

 

Der „SchokoSchatz für Lieblingsmenschen“ enthält vom Weltladen Dachverband zertifizierte fair gehandelte Speckstein-Geschenke aus Kenia. Zum Beispiel handgeschnitzte und bemalte kleine Glückselefanten. Der Lieferant für die Speckstein-Produkte ist seit 2014 für den fairen Handel durch den Weltladen Dachverband anerkannt und zertifiziert.

 

Den SchokoSchatz könnt ihr hier kaufen:

 

Kinder
Kleiderläden
lokale Modelabels
Kinderkleidung

Latztruhe - Ökologische Baby- und Kinderkleidung

Für Julia Lauterbach, die Inhaberin der Latztruhe, haben die zertifizierten Standards von GOTS (Global Organic Textile Standards) und vom IVN (Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft) höchste Priorität.

Metzgplatz 3
86150 Augsburg
Deutschland

Latztruhe, Augsburg, ökologische Kinderkleidung, Foto: Tabea Jakob

2012 eröffnete Julia Lauterbach in Augsburg die Latztruhe: Ein kleiner, liebevoll eingerichteter Laden für ökologische Baby- und Kinderkleidung. An der Stadtmetzg finden ökologisch verantwortungsbewusste Eltern ganz nach dem Geschäftsmotto „Ökologisch wertvoll, modisch top“ eine große Auswahl an ökologischer Kinderkleidung: Hier gibt es Strampler, Kleidchen, Babyschuhe, Babytragesystemen (auch Babytragetücher), naturfreundliche Geschenke und vieles mehr. 

Für Julia Lauterbach, die Inhaberin der Latztruhe, haben die zertifizierten Standards von GOTS (Global Organic Textile Standards) und vom IVN (Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft) höchste Priorität. Dazu gehören Reinheit und ökologische Qualität für die bei ihr angebotene Kindermode, aber auch soziale Verantwortung für die Angestellten in der Produktion.  Kund*innen finden in der Latztruhe ausschließlich Kleidung aus 100% Biobaumwolle, von ausgesuchten Herstellern und Lieferanten, deren Produkte und Produktion ausnahmslos dem ökologischen Gedanken verschrieben sind. Mit der ökologischen Baby- und Kinderkleidung gewährleisten Eltern nicht nur, dass die Kleidung ihrer Kinder vollständig schadstofffrei ist, sondern sie tragen auch zur Verbesserung von Umwelt und der Arbeitsbedingungen bei.

Hier kommt ihr direkt zum Online-Shop.

Diese Orte könnten euch auch interessieren:

  • Fairlier – Blog für Fair Fashion | Lifeguide Augsburg - Zwei Augsburger*innen wollen das Bewusstsein für faire und nachhaltige Mode stärken und stellen in ihrem Fair Fashion Guide entsprechende Marken vor.
  • diedaa | Lifeguide Augsburg - Das Label diedaa aus Friedberg steht für Taschen und Kinderschuhe aus schadstofffreiem, naturbelassenem und pflanzlich gegerbtem Leder.
  • momelino | Lifeguide Augsburg - Online und im Shop in Bobingen: Kleidung für Schwangere und stillende Mütter, sowie Babykleidung, Accessoires und Geschenkideen für werdende Eltern an. 
Öffnungszeiten
Wochentag
Montag - Freitag 10 bis 18 Uhr
Samstag 10 bis 16 Uhr
Leihen, Teilen, Tauschen
Kinder

Toys Company

Die Toys Company sammelt gebrauchte Spielsachen. Hier kannst du dein altes Spielzeug abgeben. Damit macht du nicht nur Kindern eine Freude, sondern hilfst auch Langzeitarbeitslosen.

Ulmer Str. 160 a
86156 Augsburg
Deutschland

Bei Toys Company kannst du sowohl Spielsachen als auch Kuscheltiere abgeben Foto: pixabay

Die Toys Company sammelt gebrauchte Spielsachen. Hier kannst du dein altes oder auch neues Spielzeug abgeben. 

Die kleinen Schätze werden in liebevoller Handarbeit gereinigt, auf Vollständigkeit geprüft, gegebenenfalls repariert und so wieder aufgearbeitet - sie erhalten eine zweite Chance. Von diesem Ergebnis profitieren bezugsberechtige Familien sowie soziale Einrichtungen. 

Durch dieses Projekt werden gleich drei Ziele erreicht: Die Kinder freuen sich über Spielsachen, Langzeitarbeitslose bekommen eine neue Chance und das Spielzeug wird nicht so schnell zu Abfall. Die Toys Company führt Straßensammlungen durch und sammelt Spielzeug auch über Sammelboxen an bestimmten Standorten. 

Die Toys Company ist eine "Modellfirma", die nach den realen Bedingungen eines Wirtschaftsunternehmens funktioniert. Es gibt allerdings den kleinen Unterschied, dass das Unternehmen keinen Gewinn erwirtschaftet und alle das Gleiche verdienen.

Sammeltermine, Standorte der Boxen und weitere Informationen findest du hier.

Öffnungszeiten
Wochentag Uhrzeit
Mo - Do 08:15 bis 15:00 Uhr
Do 08:15 bis 16:30 Uhr
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Kinderspielzeug - Die Mischung macht’s!

Kinderspielzeug - Die Mischung macht’s!
Spielzeug: Worauf muss ich achten, wenn ich gutes Kinderspielzeug kaufe? Welche Siegel sind interessant und was sagen die Profis - nämlich Eltern? Interview mit Stefan Kaindl und Ramona Dorner.
Kinderspielzeug, Foto: Stefan Kaindl

Judith Wecker ist frischgebackene Patentante und fragt: Worauf muss ich achten, wenn ich gutes Kinderspielzeug kaufe? Welche Siegel sind interessant und was sagen die Profis - nämlich Eltern?  Sie recherchierte und fragte Stefan Kaindl, Vater von zwei Töchtern, und Ramona Dorner mit einem dreijährigen Sohn. Ihre Recherche:

 

Als Studentin hatte ich bisher wenig mit Kindern zu tun. Doch mit der neuen Aufgabe als Patentante der einjährigen Mia kam auch die Verpflichtung, meinen Schützling ein Leben lang zu begleiten und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Vor Festtagen wie Weihnachten, Ostern oder dem ersten Geburtstag machte ich mir zum ersten Mal ernsthafte Gedanken über ein Geschenk. Worüber würde sich die Kleine am meisten freuen?

 

Also habe ich mich aufgemacht in die Stadt, auf der Suche nach einem passenden Geschenk. Nachdem ich dann einige Spielwarengeschäfte durchstöbert hatte, war ich ehrlich gesagt schon sehr überfordert. Ich wurde von einer Flutwelle an Plastikprodukten und der Masse an Spielzeug überrollt. Das Angebot reichte von multifunktionalen Plastiklaufwägen mit digitalem Lernbuch, über knallbunte Zeichentablets mit verschiedensten Knöpfen und Schiebern, bis hin zu allerhand Barbiepuppen und Bauklötzchen. Beim Anblick der Plastikmassen stellte sich bei mir sofort ein unwohles Gefühl ein. Einerseits, weil ich der Umwelt damit keinen Gefallen tun würde und andererseits wusste ich, dass in Plastik oft Weichmacher und einige Schwermetalle enthalten sind, welche über den Mund leicht aufgenommen werden können. Und dabei besteht natürlich die Gefahr, dass sich dies auf die Gesundheit der Kinder auswirken könnte. Deshalb verließ ich die Läden und nahm mir vor, mir erst einmal in Ruhe Gedanken zu machen.

 

Die wichtigsten Gütesiegel und Zeichen

Eine erste Hilfe bei der Orientierung im "Spielwaren-Dschungel" sind Siegel, die Schadstoffe, Haltbarkeit oder Umweltverträglichkeit testen. Andere Plaketten informieren über pädagogische Konzepte oder Arbeitsbedingungen bei der Herstellung.

Das bekannteste Zeichen in Bezug auf die Sicherheit, ist wohl das CE-Zeichen, das ich hier bewusst nicht abgebildet habe. Denn dieses Zeichen steht zwar offiziell für die Einhaltung der europäischen Normen und Vorschriften, ist aber keine externe Zertifizierung. Der Hersteller bringt es selbst an. Das führte in der Vergangenheit des Öfteren dazu, dass der Schadstoffgehalt weit über den gesetzlichen Grenzwerten lag. Folgende Siegel sind aussagekräftiger:

  • Das GS-Zeichen steht für eine geprüfte Sicherheit. Das heißt, dass die gesetzlichen Anforderungen durch dieses Zeichen hinsichtlich der Sicherheit und der Schadstoffe eingehalten wurden.
  • Das TÜV-Proof-Zeichen: Ein Produkt mit diesem Zeichen entspricht den Normen der EU-Spielzeugrichtlinie und hat außerdem den TÜV-Test auf Schadstoffe bestanden.
  • Das LGA-Qualitätszertifikat: Hier werden Sicherheitsprüfungen nach mehreren Standards vorgenommen. Dazu gehören die EU-Richtlinie, das Lebensmittel- und Bedarfsgesetz und die in den USA entwickelten ASTM-Standards. Die Spielwaren werden unter anderem auf Belastbarkeit, Entflammbarkeit, Schadstoffgehalt und Reinigungsfähigkeit geprüft.
  • Bei Textil-Spielzeugen empfiehlt es sich, mindestens auf Öko-Tex-Siegel, besser aber auf GOTS– oder IVN-Siegel zu achten. Die beiden letzten Siegel sind strenger.
  • Bei Holzspielzeug sollte das Holz aus heimischer Forstwirtschaft stammen oder FSC®-zertifiziert und unlackiert oder mit schadstofffreien Farben überzogen sein.
  • Der rote „fair spielt“ Teddy steht für menschenwürdige Bedingungen bei der Produktion und damit für faire Arbeitsbedingungen.
  • Spiel gut: Dieses Siegel erhalten nur Spielwaren mit pädagogischem Wert. Die Schadstoffe werden nicht geprüft.
Gütesiegel für Kinderspielzeug

Praxis-Tipps von den Profis - Interview mit Ramona und Stefan

Nach dieser Recherche war ich schon einen guten Schritt weiter. Jetzt fehlten mir nur noch Praxis-Tipps von erfahrenen Profis. Und die erhielt ich von den ambitionierten Eltern Stefan Kaindl und Ramona Dorner.

 

Stefan

Stefan lebt mit seiner Frau Linda und seinen beiden Töchtern in Friedberg bei Augsburg. Nach vielen Jahren in Forschung, Entwicklung und Innovationsberatung ist er nun selbstständig und macht das, was ihn erfüllt und für ihn Sinn macht. Vom Baumhäuser und Spielplätze bauen (www.baum-mit-traum.de), um sich handwerklich auszutoben, bis zu Coaching und Lehre oder Gemeinwohl- und Kreativberatung, um auch sein Hirn beweglich zu halten (www.raum-mit-traum.de). Gerne beherbergt die Familie Gäste aus aller Welt über WWOOF.de, die gegen Kost und Logis mit im Garten und bei einer Vielzahl an Projekten unterstützen.

 

Ramona

Ramona besitzt den ersten unverpackt-Laden in Augsburg: rutaNatur. Ihr Sohn war von Anfang an dabei. Gerade mit Kind fühlt sie sich dazu aufgerufen, ihr Leben bewusst zu gestalten und ihren Anteil für den Erhalt unserer Natur und unserer Umwelt beizutragen. Hier geht’s zum Lifeguide-Interview mit der Ladenbesitzerin Ramona Dorner.

 

Lifeguide: Achtet ihr beim Kauf von Spielsachen auf ökologisch nachhaltige Produkte?

 

Ramona: Bisher habe ich ganz gute Erfahrungen beim Kauf von ökologischem Spielzeug gemacht. Manchmal war ich allerdings schon sehr enttäuscht, dass „grünes Spielzeug“ dann dennoch in Plastik verpackt war.

"Wir kaufen generell sehr wenig Spielsachen und wenn, dann achten wir darauf, dass die Produkte aus natürlichen Materialien bestehen, also plastikfrei sind, zum Beispiel Blecheimerchen für den Garten. Die LEGO-Spielsachen für unsere Kinder kaufen wir deshalb gebraucht oder besitzen noch welches aus meiner Kindheit."

Stefan Kaindl

Foto: Linda Kaindl

"Als kleines Mädchen war ich enttäuscht, als ich statt eines rosa Plastikschloss‘ eine Holzpuppenstube zu Weihnachten bekam."

Ramona Dorner

Ramona Dorner, Inhaberin des Ladens rutaNatur unverpackt in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski

Habt ihr einen Tipp für Eltern, die einerseits ihre Kinder nicht enttäuschen wollen, aber anderseits kein pinkes Plastikungetüm – oder prinzipiell kein Plastik - in dem Zimmer ihrer Kinder haben wollen?

"Einfach kreativ auf die Wünsche eingehen und mitspielen - mit Fantasie wird ein Tannenzapfen auch zu einem Einhorn;)."

Stefan Kaindl

Ramona: Zum einen denke ich, ist es wichtig, die Kinder von klein auf mit natürlichen Materialien vertraut zu machen, so dass diese ganz gewöhnlich und selbstverständlich sind.

"Buntes Plastikzeug wirkt unglaublich anziehend auf die Kleinen. Zu streng und radikal in Bezug darauf zu reagieren ist vermutlich kontraproduktiv und fördert das Verlangen nach dem „Verbotenen“ noch mehr. Deswegen lassen wir unseren Sohn woanders mit Plastikspielsachen kommentarlos spielen."

Ramona Dorner

Ramona: Wir haben auch nichts dagegen, wenn er wenige langlebige Spielsachen aus Kunststoff zu Hause hat, weil er sie im Idealfall gebraucht geschenkt bekommen hat. Gleichzeitig fördern wir sein Interesse an Spielsachen aus Naturmaterialien, indem wir diese mit ihm oft selbst produzieren. Mein Mann hat zum Beispiel mit ihm gemeinsam schon mehrere Fahrzeuge aus Holz hergestellt. Dann war er direkt am Herstellungsprozess beteiligt und hat noch einen ganz anderen Bezug dazu.

 

Stefan: Ja, ich baue auch viel Spielzeug selbst. Da ist es interessant zu beobachten, wie unsere elterliche Intention war und wie die Kinder es dann nutzen und was sie damit spielen. So wurden zum Beispiel die Resonanzkästen des Xylophons gerne als Versteck oder als Küche verwendet...

 

Wie geht ihr mit Großeltern, Freunden oder anderen wohlmeinenden Menschen um, die euren Kindern etwas schenken, was ihr nicht in deren Kinderzimmer haben möchtet?

"Zu Großeltern und anderen engen Bezugspersonen haben wir schon vorher gesagt, dass wir generell nicht viele (Spiel-)Sachen möchten und wie diese beschaffen sein sollen. Zum Glück halten sie sich meistens daran. Manche denken selbst ähnlich."

Ramona Dorner

Ramona: Wenn dann doch ein „Ausrutscher“ passiert, rede ich nochmals bestimmt, aber geduldig mit denen, die es ja vermutlich nur gut gemeint haben. Außerdem versuche ich sie aufzuklären und zu sensibilisieren. Es kam auch schon vor, dass ich etwas nicht angenommen habe. Oder wir haben ausgemacht, dass ein geschenktes Spielzeug bei den Großeltern bleibt, so dass wir zu Hause nicht zu viel haben und das Kind sich dann immer wieder darauf freuen kann.

 

Stefan: Das passiert einfach und davor kann man sich auch kaum verstecken.

"Puppen, Plüschtiere und Barbies finden immer ihren Weg ins Kinderzimmer..."

Stefan Kaindl

Und versucht ihr auch, die Mengen an Spielzeug zu regulieren?

 

Stefan: Ja, regelmäßig, demnächst wollen wir wieder einen Versuch starten das Spielzeug ein bisschen zu regulieren, da es aktuell wieder zu viel ist.

 

Ramona: Auf jeden Fall! Die Menge – also lieber weniger  - ist in meinen Augen sogar noch etwas wichtiger als das Material der Spielsachen.

 

Welche Tipps könnt ihr anderen Eltern in Bezug auf Einkaufmöglichkeiten in Augsburg und Umgebung geben?

 

Stefan: Da kann ich leider keine Tipps geben, da wir das meiste eben gebraucht kaufen oder ich selbst Spielzeug aus Holz baue.

 

Ramona: In der Latztruhe gibt es eine kleine Auswahl an Spielsachen, die man besten Gewissens empfehlen kann. Das Spielwarengeschäft Holzwurm ist unsere Lieblingsadresse für Spielwaren in Augsburg. Da wir Spielwaren meist gebraucht kaufen, sind wir trotzdem nicht zu oft da. Bücher sind für uns ein wichtiges Thema. Diese leihen wir uns in der Stadtbücherei aus oder kaufen sie neu in verschiedenen Buchgeschäften, wie z.B. bei Rieger & Kranzfelder in der Maxstraße. Auch im Antiquariat Die Eule sind wir schon auf der Suche nach gebrauchten Kinderbüchern fündig geworden.

Ansonsten kaufen wir Spielsachen bevorzugt gebraucht, z.B. über Ebay-Kleinanzeigen oder übernehmen Spielwaren aus dem Bekanntenkreis, die nicht mehr gebraucht werden, weil die Kinder schon zu groß sind. Allerdings bin ich ehrlich gesagt auch da wählerisch.

 

Stichwort andere Eltern: Wie geht ihr mit Alltagssituationen um? Gibt es Situation, wie zum Beispiel Kindergeburtstage, wo ihr euch besonders für eure Überzeugung einsetzt?

"Ich lebe mehr nach der Devise „Vorleben ist besser als predigen“. So werde ich auch oft auf Dinge, die wir anders machen angesprochen und erzähle dann gerne etwas über meine Beweggründe und über die Vorteile, die mit unserer Überzeugung verbunden sind. Viele lassen sich davon anstecken oder überdenken ihre bisherige Einstellung."

Ramona Dorner

"Wir gehen unseren Weg, versuchen ein Vorbild zu sein und zeigen unsere Haltung ohne dogmatisch oder bekehrend zu sein."

Stefan Kaindl

Die Tipps von Ramona und Stefan auf einen Blick:

Praktische Tipps:

  • Weniger ist mehr – öfter mal aussortieren
  • selbst handwerklich tätig werden
  • Fantasie und Kreativität der Kinder anregen und fördern
  • Gebrauchtes Spielzeug kaufen (Second Hand, Flohmarkt, Ebay-Kleinanzeigen)
  • Bücher aus der Bücherei ausleihen
  • Spielzeug bei Großeltern parken
  • mit Bekannten und Freunden Spielsachen tauschen oder leihen
     

Auf die Haltung kommt‘s an:

  • Nachhaltigkeit vorleben ist besser als predigen
  • Haltung zeigen und Vorbild sein, ohne dogmatisch zu sein
  • Die Mischung macht‘s

 

Links für euch:

Wie können Wissenschaft und Gesellschaft voneinander profitieren?

Dieser Artikel entstand im Rahmen des Lifeguide-Seminares an der Universität Augsburg, das unsere Chefredakteurin Cynthia Matuszewski  im Wintersemester 2019/ 2020 im Fachbereich Geographie anbot.

Die Kernfrage lautete: Wie können Wissenschaft und Gesellschaft voneinander profitieren? Indem sie so oft wie möglich miteinander sprechen und sich austauschen. Indem also beispielsweise junge Wissenschaftler*innen in allgemein verständlicher Sprache von ihren Forschungsprojekten, ihren Forschungsfragen oder ihren Zukunftsmodellen berichten. Im Laufe des Seminars wurde über Verständlichkeit gesprochen, über Recherche, Gegenrecherche, Überschriften, Teaser, Fotos und vieles mehr. Am Ende dieser vielversprechenden Zusammenarbeit lagen dem Lifeguide mehrere Interviews und Artikel vor. Sie werden im Laufe des Jahres 2020 veröffentlicht. Wir freuen uns darauf.

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Augsburg spielt fair!

Augsburg spielt fair!
Faire Bälle mit Augsburger Zukunftsleitlinien. Ein Projekt der Lokalen Agenda 21 und der Fairtradestadt Augsburg
Fairtrade Ball Augsburg, Foto: Werkstatt Solidarische Welt Augsburg

Fußball ist der Sport in Deutschland. Auch die Augsburger*innen fiebern mit ihrem FCA und in Zeiten von Weltmeisterschaften herrscht Ausnahmezustand. So viele Spiele, so viele Trainingseinheiten… und immer dreht sich alles um eines: Um den Ball. Da stellt sich die Frage: Ist ein Fußball eigentlich nachhaltig?

Die Ballproduktion sicher nicht. Der Großteil der Bälle wird in Pakistan hergestellt. Die Menschen, zumeist Frauen und Kinder, arbeiten unter sehr schlechten Bedingungen. Sie erhalten beispielsweise keinen fairen Lohn und gehen bei der Verarbeitung von Leder oder PVC hohe Gesundheitsrisiken ein.

 

Augsburg ist Fairtradetown und spielt auch fair!

Die Lokalen Agenda 21 und die Fairtrade-Stadt hat mit dem Fairtrade-Ball von der BadBoyz Ballfabrik eine gute Lösung für dieses Problem gefunden: Kinderarbeit ist bei BadBoyz natürlich tabu und die Näher*innen in dieser pakistanischen Fabrik bekommen einen überdurchschnittlichen Lohn, sind sozialversichert und arbeiten unter gesunden Arbeitsbedingungen. Der Ball besteht aus PU-Kunstleder - also ohne PVC - und wurde mit schadstofffreien Druckfarben bedruckt. Verglichen damit geht einem herkömmlichen Ball schnell die Luft aus…!
Auf dem Ball aufgedruckt ist das Motto „Augsburg spielt fair!“ und Fairtrade Stadt Augsburg. Auch vertreten sind die Piktogramme der Zukunftsleitlinien der Lokalen Agenda 21. Jede der vier Farben steht für eine Dimension der Nachhaltigkeit: Die ökologische, die ökonomische, die soziale und die kulturelle Zukunftsfähigkeit. Sie sollen verdeutlichen: Augsburg war, ist und bleibt auch eine nachhaltige Stadt. Erwerben kann man den Ball im freien Handel im Weltladen Augsburg.

Informationen zu dem Ball erhalten Sie beim Weltladen Augsburg.

 

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