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Baby-Räume: Augsburg wird familienfreundlicher

Stillen, wickeln, durchatmen: Die Stadt Augsburg macht Rückzugsorte für Eltern mit Babys sichtbar. Die Baby-Räume bieten Komfort und Privatsphäre – und es sollen mehr werden.
Auf dem Foto ist eine Hand zu erkennen, die einen runden Aufkleber in der Hand hält. In roten Buchstaben ist "Baby-Raum" geschrieben und passend dazu ist darunter eine schwarze Skizze eines eingewickelten lächelnden Babys gedruckt.

Wer schon mal mit Baby in der Innenstadt unterwegs war, kennt das Problem: Das Kind muss gewickelt werden, braucht Ruhe zum Stillen oder die Flasche – aber wo? Auf Toiletten ist es eng, laut und alles andere als gemütlich. In Cafés erntet man manchmal schiefe Blicke. Und so wird aus dem geplanten entspannten Stadtbummel schnell eine nervenaufreibende Angelegenheit.
Die Stadt Augsburg will das ändern. Mit den sogenannten Baby-Räumen macht das Amt für Kinder, Jugend und Familien (AKJF) familienfreundliche Orte zum Stillen, Wickeln und Füttern sichtbar – mithilfe von Aufklebern und einer digitalen Übersicht im Familien-Kompass auf Baby-Raum | Familien-Kompass Augsburg.

Mehr als nur eine Wickelmöglichkeit

Die Baby-Räume sind keine provisorischen Notlösungen. Sie bieten hygienische, ruhige und komfortable Rückzugsorte mit Wickelmöglichkeit, Sitzgelegenheiten, Flaschenwärmer sowie Waschgelegenheit und Windelentsorgung. Eltern können die Räume eigenverantwortlich nutzen – ohne lange fragen oder erklären zu müssen.

„Die Baby-Räume sind ein sichtbares Zeichen dafür, dass Augsburg Familien in ihrem Alltag unterstützt und ihnen Wertschätzung entgegenbringt. Wir möchten damit von Beginn an ein gesundes Aufwachsen unterstützen und gerade auch im Handy-Zeitalter die erforderliche Privatsphäre bieten, um Eltern zu entlasten.“

Martin Schenkelberg, Sozial- und Familienreferent

Kooperationspartner werden

In einem ersten Schritt hat das AKJF bereits bestehende Räume bei Kooperationspartnern erfasst und sichtbar gemacht. Welche Orte mitmachen und wo genau sich die Baby-Räume befinden, findet ihr im Online-Familien-Kompass, der verschiedenste Angebote für Familien in Augsburg bündelt.
Doch das Netzwerk soll wachsen. Geschäfte, Cafés, Kultureinrichtungen oder andere öffentliche Orte, die einen Baby-Raum anbieten möchten, können sich unter familien-kompass@augsburg.de melden. Die Bewerbung, Koordination und Prüfung der Räume übernimmt das AKJF. Für die Ausstattung sind die Kooperationspartner selbst zuständig – aber die Kriterien sind klar: Der Raum muss ruhig, sauber und komfortabel sein.

Teil eines größeren Plans

Die Baby-Räume sind kein Einzelprojekt, sondern Teil des Aktionsplans "Augsburg für Familien", mit dem die Stadt die Familienfreundlichkeit insgesamt stärken will. Ob Wickelmöglichkeiten, Spielplätze, Beratungsangebote oder Veranstaltungen – die Botschaft ist klar: Familien sind in Augsburg willkommen.
Wer mit Baby unterwegs ist, weiß: Oft sind es die kleinen, praktischen Dinge, die den Unterschied machen. Ein ruhiger Raum zum Durchatmen kann so ein Unterschied sein.

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