Naturschutz fängt im Garten an
Ein paar heimische Beeren tragende Sträucher, duftende Wiesenkräuter oder ein kleiner Teich – vielleicht auch alte Bäume, bunte Staudenbeete oder begrünte Fassaden. So schafft ihr ein eigenes kleines "Naturschutzgebiet". Denn hier können sich die unterschiedlichsten Insekten und auch viele Wildvögel heimisch fühlen.
Gärtnern für Vögel und die Natur
Viele Gartenbesitzer*innen haben schon erkannt, wie sie mit vielfäligen Gärten zum Artenschutz beitragen. Beerentragende Gehölze, heimische Blühpflanzen und Totholz bieten Strukturen, die Vögel anziehen. Diese Vögel verbinden Mensch und Natur. Veränderungen im Garten spiegeln die Natur wider. Kiinder sind begeistert, Gartenvögeln zu beobachten und entwickeln darüber ein großes Interesse am Schutz der Natur.
Der LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V.) und das Bayerischen Artenschutzzentrum belohnen naturnahe Gärten mit der Plakette "Vogelfreundlicher Garten“. Das erfolgreiche Projekt läuft bis 2027 weiter. Bewerbt euch und werdet Teil der mehr als 7.000 ausgezeichneten bayerischen Gärten.
Die Auszeichnung würdigt Gartenbesitzer*innen, die der Natur in ihren privaten Gärten mehr Raum geben und unseren heimischen Gartenvögeln wertvollen Lebensraum bieten. Der LBV will damit ein Umdenken fördern und die Akzeptanz für etwas mehr Wildnis vor der eigenen Haustür erhöhen. Die Auszeichnung ermutigt andere Gärtner*innen, ihre Gärten ebenfalls in vogelfreundliche Naturparadiese zu verwandeln.
Das nächste "Naturschutzgebiet" ist dein Garten
Um den eigenen Garten mit der Auszeichnung „Vogelfreundlicher Garten“ schmücken zu können, müsstihr bestimmte Bedingungen erfüllen. Der LBV hat Muss- und Ausschlusskriterien festgelegt. Dafür braucht es keinen großen Garten. Auch in kleinen Gartenoasen ist es möglich die Kriterien zum "Vogelfreundlichen Garten" zu erfüllen, denn nicht Größe zählt, sondern Strukturreichtum. In kleine Gärten könnt ihr zum Beispiel mit vertikalen und horizontalen Strukturen eine Vielfalt an Gartenelementen unterbringen.
Kriterien für die Bewertung
Die Bewertungskriterien für die Plakette "Vogelfreundlicher Garten" sind in unterschiedliche Themenblöcke eingeteilt: naturnahe Gartengestaltung, Nahrung, Deckung/Schutz und Nistmöglichkeiten.
Dazu kommen sogenannte Muss- und Ausschluss-Kriterien. Von den Muss-Kriterien – Insektenvielfalt, Früchte/Samenstände, Nistmaterial oder wilde Ecke – sollten mindestens zwei in eurem Garten erfüllt sein. Bei den Ausschlusskriterien darf keines davon zum Einsatz kommen - dazu zählen Pestizideinsatz, Mähroboter und Laubbläser/sauger.
Unkrautvlies mit Kies oder Rindenmulch ist nur für Wege oder Sitzplätze akzeptabel, da es die Bodenqualitätverschlechtert und Nistmöglichkeiten für Insekten zerstört. Mehr Informationen dazu findet ihr unter www.lbv.de.
Auszeichnung für private Gärten in Bayern
Nach eurer Bewerbung besucht eine ehrenamtliche Jury euren Garten. Die LBV-Gartenjury bewertet in einem Gespräch mit euch anhand eines Kriterienkatalogs die Vogelfreundlichkeit. Erfüllt ihr alle Kriterien, erhaltet ihr die Plakette „Vogelfreundlicher Garten“. Viel Spaß dabei!
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