Fair, sozial, ökologisch handelnden Unternehmen

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Zwischenzeit: Kreative Vielfalt zur Vorweihnachtszeit

Zwischenzeit: Vielfalt zur Vorweihnachtszeit
Auch in diesem Jahr bieten junge, regionale Unternehmen in dem Augsburger Pop-Up Store "Zwischenzeit" ein abwechslungsreiches Angebot zum Stöbern und Entdecken an.
Zwei Anbieter der Augsburger Zwischenzeit vor dem Laden.

Bis Silvester könnt ihr im städtischen Store in der Annastraße nach Schönem, Praktischen und Leckeren stöbern, das Unternehmer*innen aus Augsburg und der Region gestalten und herstellen. Stöbern lohnt sich!

Das Designkaufhaus belebt die Innenstadt

Was 2018 als Experiment begann, hat sich fest in der Augsburger Fußgängerzone etabliert: Das Designkaufhaus Zwischenzeit bietet bis Jahresende  lokalen Designern und ihren Produkten eine Bühne unter dem Motto „regional, nachhaltig und fair“. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Augsburg stellt die Räume bereit.

Einzige Bedingung für alle Mieter: Sie müssen Teil der Augsburger Stadtgesellschaft sein oder ihre Produkte in Augsburg oder der Region entwerfen, produzieren oder teilweise herstellen. In diesem Jahr beleben zwölf Jungunternehmer die Innenstadt mit fairer Kleidung, Geschenkartikeln und Spirituosen.

„Was den lokalen Einzelhandel auszeichnet, sind persönliche Geschichten, direkte Beratung und die Möglichkeit, Produkte unmittelbar zu erleben – Aspekte, die der Onlinehandel kaum bieten kann. Im Designkaufhaus kommen diese Stärken durch die Vielfalt der Anbieter auf einer gemeinsamen Fläche besonders gut zur Geltung.“

Dr. Wolfgang Hübschle, Wirtschaftsreferent Stadt Augsburg

Die Experimentierplattform in der Fußgängerzone hat schon viele Ausgründungen hervorgerufen. Beispielsweise das Pinu in der Augsburger Altstadt. Wolfgang Hübschle weiß, dass sich aufgrund eines gesunken Mietpreisniveaus und einer höheren Fluktuation für kleine Konzepte immer wieder spannende Möglichkeiten ergeben. So kann der städtische Pop-up-Store durchaus als Sprungbrett in die unternehmerische Selbständigkeit gesehen werden. Auch werden die kleinen inhabergeführten Konzepte von den Besuchenden der Innenstadt immer wieder als Wunsch geäußert, weil gerade sie zum Bummeln und Entdecken einladen. 

Hohe Nachfrage, buntes Angebot

Nicht nur bei den Teilnehmenden ist die Nachfrage nach den Ladenflächen hoch. Das Designkaufhaus „Zwischenzeit“ ist inzwischen bekannt und hat sich etabliert – vor allem in der Vorweihnachtszeit. Die zahlreichen Kund*innen spiegeln den stetigen Wunsch nach kleinen, inhabergeführten Konzepten wider. Neben bekannten Unternehmen aus den zurückliegenden Jahren sind auch wieder viele neue Angebote mit dabei.

Lebensmittel & Feinkost:

  • Augustanus – Bio-Kräuterliköre
  • Sophies Schmankerl – Liköre

Geschenkartikel & Papeterie:

  • Geschenkereich – Handgefertigte Unikate und personalisierte Geschenke
  • Lebelei – Postkarten und Produkte im Augsburg-Design
  • Martin Augsburger – Produkte mit Fotografien aus Augsburg

Textilien:

  • Life Tree – Nachhaltige Bekleidung mit Baum-Motiv
  • MelaDi – Kinderbekleidung
  • Madame Zip – Reißverschlusskleider
  • Pradiya – Angoraschals und -mützen
  • Tonträger – T-Shirts mit Augsburger Sprüchen

Handwerk & Wohnaccessoires:

  • MutMacherMenschen – Handwerksprodukte aus Holz und Stoff
  • Leafly Metal Art – Vergoldete Wohnaccessoires und Geschenke aus Holz

„Ich liebe es jedes Jahr bei der Zwischenzeit dabei zu sein. Jeder brennt für seine Produkte, alles ist in Augsburg entstanden und so regional wie möglich hergestellt. Also nichts wie hin - dort trifft man die Gründer höchstpersönlich."

Isa König, Betreiberin Lebelei

INFO:

  • Das Designkaufhaus findet ihr in der Annastraße 16.
  • Geöffnet ist die Zwischenzeit bis Jahresende von Montag bis Freitag von 11:00 bis 18:00 Uhr und Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr.
  • Mehr Info: augsburg.de/zwischenzeit, augsburg.de/innenstadt 
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Wie nachhaltig sind Augsburgs Unternehmen?

Nachhaltigkeitsmonitoring Augsburger Unternehmen
Das erste Nachhaltigkeitsmonitoring von Regio Augsburg Wirtschaft und der THA zeigt überraschende Zahlen. Sie verrät, welche Unternehmen bereits auf nachhaltig agieren und wo es noch Unterstützung bedarf.

Eine bisher einzigartige Untersuchung der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH und der Technischen Hochschule Augsburg liefert spannende Ergebnisse. Das Ziel: Herauszufinden, wo die regionale Wirtschaft noch Unterstützung braucht, um nachhaltiger zu handel – und darauf aufbauend konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat fördert das Projekt im Rahmen der Heimat-Digital-Regional-Förderrichtlinie.

Ergebnisse des ersten Nachhaltigkeitsmonitorings

Im „Nachhaltigkeitsmonitoring“ befragte das Projekteam Unternehmen und Organisationen zu ihrem Engagement in den drei zentralen Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Soziales und Governance (Organisationsführung). Hier einige zentrale Ergebnisse des ersten Umfragezyklus:
Ein Drittel der Befragten verfolgt bereits ein nachhaltiges Geschäftsmodell. 

  • 77 Prozent haben ökologische, 60 Prozent soziale und 65 Prozent wirtschaftliche Nachhaltigkeitsziele definiert.
  • Über die Hälfte der Organisationen führt Analysen durch, um zu ermitteln, auf welche Nachhaltigkeitsaspekte sie besonderen Einfluss haben.
  • 48 Prozent haben bereits eine Chancen- und Risikoanalyse erstellt.
  • Mehr als 50 Prozent kooperieren mit Lieferantinnen und Kundinnen, um nachhaltiger zu wirtschaften. Kooperationen mit Mitbewerber*innen sind hingegen seltener – nur 18 Prozent der Befragten setzen auf diesen Austausch.
  • 75 Prozent berücksichtigen Nachhaltigkeitskriterien bei unternehmerischen Entscheidungen – sofern diese nicht mit anderen Zielen kollidieren.
  • 15 Prozent richten ihr Handeln konsequent an Nachhaltigkeitszielen aus, während acht Prozent angeben, dass Nachhaltigkeitskriterien ihre Entscheidungen nicht beeinflussen.
  • Über die Hälfte der Organisationen fördert aktiv Diversität.
  • Zwei Drittel haben Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Behinderungen sowie von Menschen mit Migrationshintergrund implementiert.

Handlungsbedarf und nächste Schritte

Eine zentrale Erkenntnis der Untersuchung: Der größte Unterstützungsbedarf besteht im Bereich Know-how. Unternehmen agieren nachhaltiger, wenn sie im ständigen Austausch mit ihren Stakeholder*innen stehen und wenn interne Regeln, Standards sowie Prozesse zur Förderung der Nachhaltigkeit etabliert sind. Zudem zeigt sich, dass Organisationen deutlich nachhaltiger handeln, wenn sie sich mit anderen Unternehmen vernetzen und gemeinsam an nachhaltigen Lösungen arbeiten.
Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage für die Entwicklung regionaler Handlungsempfehlungen. In ersten Workshops wurden bereits Ideen gesammelt. Ein Beispiel: Nur 46 Prozent der befragten Unternehmen erfassen regelmäßig die Mitarbeiter*innenzufriedenheit – ein kritischer Wert, da die Zufriedenheit der Belegschaft maßgeblich den Unternehmenserfolg beeinflusst. Eine zentrale Handlungsempfehlung lautet daher, diesen Bereich stärker zu berücksichtigen. Dazu könnten neue und attraktive Methoden der Zufriedenheitsmessung entwickelt werden.
In den kommenden Monaten werden weitere Ideen im Rahmen verschiedener Analysen ausgearbeitet, bei Veranstaltungen diskutiert und – sofern möglich – in die regionale Umsetzung gebracht. Alle Organisationen aus der Wirtschaftsregion A³ sind herzlich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen.
Mehr Informationen: www.nachhaltigkeitsmonitor-A3.de
 

Autorin: Annabell Hummel-Wiest, Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

Dieser Artikel erschien als erstes in der Stadt mit A, der Augsburger Agendazeitung Nr. 61

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Augsburgs Energie- und Verkehrswende: Ein Interview mit Rainer Nauerz

Interview mit Stadtwerke-Chef Nauerz
Wir fragten Rainer Nauerz, den Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg, nach dem Stand der Energie- und Verkehrswende in Augsburg. Er gibt einen ehrlichen Einblick in die Herausforderungen.
Rainer Nauerz, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg, im Gespräch

Rainer Nauerz ist seit Mai 2024 Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg und spricht offen über die Realitäten der Energie- und Verkehrswende. Er erklärt, warum 100 Prozent grüne Energie bis 2040 unrealistisch sind, solange niemand den dreifachen Strompreis zahlen möchte, und warum der öffentliche Nahverkehr durch steigende Kosten von E-Bussen vor enormen Finanzierungsproblemen steht. Seine Vision: ein deutschlandweites Solidarsystem für den ÖPNV und mehr Tempo bei der Energiewende – aber mit realistischen Zielen und bezahlbaren Lösungen.

Lifeguide: Seit Mai 2024 sind Sie Geschäftsführer der swa. Wie finden Sie, ist es um die Nachhaltigkeit hier in Augsburg bestellt?

Rainer Nauerz: Ich glaube, dass das Thema Nachhaltigkeit im ÖPNV hier sehr, sehr stark ist. Aber es gibt andere Bereiche, in denen andere Regionen schon ein wenig weiter sind, gerade beim Beispiel Elektromobilität.

Haben Sie Ideen, wie man das voranbringen könnte?

Wir sind dabei, unsere Strategie zur Ladeinfrastruktur zu überarbeiten, um einen nachhaltigen Pkw-Verkehr noch mehr zu fördern. Der Verkehr trägt erheblich zum CO2-Ausstoß bei. Daher setzen wir neben dem Ausbau des ÖPNV auf alternative Antriebe. Unser Ziel ist es, die Lademöglichkeiten für Pkw im öffentlichen Raum zu verbessern und uns mittelfristig auch um die Ladeinfrastruktur für Lkw und Busse zu kümmern.

Welche Innovationen stehen bei der swa an? Und warum verschwinden bald die Biogasbusse ?

Im ÖPNV tauschen wir uns intensiv mit Herstellern über die nächsten Innovationen im Verkehr aus. Neue Magnetschwebebahnen reduzieren Lärm und Verschleiß. Wir prüfen deren Entwicklung und andere aktuelle Lösungen wie Seilbahnen und Schnellbuslinien für Augsburg. Dies sind langfristige Visionen, die sich aus heutiger Sicht zunächst etwas surreal anfühlen. Aber auch hier heißt es, sich die Marktentwicklungen Ergebnis offen anzuschauen, um dann ableiten zu können, was auf unsere Region passt.
Die Stadtwerke waren bereits innovativ mit Biogasbussen, die CO2-neutral waren. Da Biogas jedoch nicht als emissionsfreier Antrieb anerkannt wird, elektrifizieren wir unsere Busflotte bald. In den nächsten 15 Jahren stellen wir nach und nach auf Elektroantrieb mit Batterien um.

 

Autonomes Fahren verlagert das Personal in die Zentrale

Wie sieht es beim autonomen Fahren aus, könnte man hier mehr Fahrzeuge trotz Personalmangels auf die Straße bringen?

Wir haben uns intensiv mit den Herstellern beschäftigt und vor 2035 ist  im ÖPNV, nichts zu erwarten. Die Anforderungen sind einfach zu groß und die Genehmigungsphasen so lang. Es gibt die ersten Pilotprojekte, doch dort verlagert sich eigentlich nur die Fahrertätigkeit vom Fahrzeug auf eine Zentrale. So haben Sie noch keine Personaleinsparung, Sie verlieren aber ein Stück Vertrauensbasis, wenn kein Mensch mehr im Fahrzeug ist. Es hat also Vor- und Nachteile.

 

Welche Themen liegen in näherer Zukunft?

Wir werden uns in der nächsten Zeit mit dem Energieverbrauch der Fahrzeuge pro befördertem Fahrgast beschäftigen müssen. Das war bisher im ÖPNV fast egal. Interessant ist, zu welcher Tageszeit wir welches Fahrzeug im Einsatz haben. Wenn ich in der Hauptverkehrszeit mit einer Straßenbahn fahre, ist das hocheffizient, hoch innovativ und hoch energieeffizient. Wenn ich aber in der Nebenzeit mit einer Straßenbahn vier, fünf Personen befördere und dazu 40 oder 50 Tonnen Stahl spazieren fahre, dann ist es nicht mehr effizient. Wir werden uns ansehen, wie wir den Takt, die Fahrzeugwahl oder auch die sogenannte Kabinengröße viel flexibler gestalten können. Man muss vielleicht auch nicht nach starren Zeiten und über starre Routen fahren. Da wird mehr an Innovationen kommen, als wenn man vielleicht an einen autonom fahrenden Bus denkt.

In fünf Jahren gehen 25 Prozent unserer Mitarbeitenden in Rente. Wir fragen uns, wo die neuen Mitabeitenden wohnen werden.

 

Rainer Nauerz, Geschäftsführer swa

In dem Zusammenhang nochmal einen Schritt zurück zum Thema Mitarbeiter*innen: Wie stellen Sie das sicher, dass Sie ausreichend Personal für die Stadtwerke bekommen? Gibt es da etwas Besonderes, das Sie machen?

 

Etwas besonders zu machen, ist nie leicht. Was macht ein Unternehmen attraktiv? Erstens: die Tätigkeit selbst. Zweitens: die Region. Und dann kommt die große Herausforderung – in fünf Jahren gehen 25 Prozent unserer Mitarbeitenden in Rente. Das schafft zwar Jobs, aber keinen Wohnraum, weil die Rentner bleiben. Wir brauchen also 25 bis 30 Prozent mehr Wohnraum. Gleichzeitig müssen wir als Stadtwerke massiv in Nachhaltigkeit, Energie- und Verkehrswende investieren. Wenn dann noch Werkswohnungen dazukommen, ist fraglich, ob wir das alles stemmen können.

Ich will mal ein Beispiel nennen: Ein neuer E-Bus kostet uns das Zwei- bis Dreifache eines Dieselbusses. Trotzdem erhöhen wir die Ticketpreise nicht – niemand zahlt gern 30 oder 50 Prozent mehr, nur weil der Bus schöner ist. Unser Verlust im Verkehrsbereich steigt von 40 auf 50 Millionen – durch neue Investitionen, Abschreibungen, Personal. Aber wir haben keine Möglichkeit, das über Einnahmen oder bestehende Fördermittel auszugleichen. Deshalb brauchen wir dringend neue Finanzierungsmodelle von Land oder Bund.

Früher konnten wir Verluste im Verkehr über Kostendeckungsbeiträge aus dem Energiebereich ausgleichen – das geht heute nicht mehr. In der Energiekrise mussten wir als Grundversorger einspringen, mit hohen Kosten. Wir haben einen klaren Nachteil gegenüber Anbietern, die keine Grundversorgung leisten müssen. Die können günstig anbieten, ohne Verantwortung zu tragen. Uns brechen dadurch die Margen weg. Und das bedeutet: Wir können den ÖPNV nicht mehr wie früher querfinanzieren. Ich verstehe, dass Verbraucher auf den Preis schauen – aber wir müssen Versorgungssicherheit stärker gewichten, gerade in dieser global angespannten Lage. Und das ist halt die Frage, ob man dem Thema Grundversorgung mehr Wert geben wird, neben dem parallelen Thema Nachhaltigkeit.

 

Energie sparen ist der beste und günstigste Weg zur Klimaneutralität

Bleiben wir beim Thema Energie. Ziel der Stadt ist ja: 100 Prozent regenerative Energie bis 2040. Ist das in irgendeiner Form realistisch?

Wenn Sie als Privatperson bereit wären, den dreifachen Preis zu zahlen, wäre 100 Prozent grüne Energie realistisch. Aber das ist aktuell nicht der Fall – also ist es unrealistisch. Wenn wir als Gesellschaft, sagen, wir wollen in 15 bis 20 Jahren ein Energiesystem umstellen, das wir über 120 Jahre mit hohen Investitionen aufgebaut haben, wird das kaum möglich sein. Und es kostet extrem viel Geld.

Sinnvoll wäre: Erst massiv Energie einsparen – 40, 50 Prozent – und dann rund 80 Prozent vom Rest auf erneuerbar umstellen. 100 Prozent grün bis 2035 oder 2040 ist technisch machbar, aber finanziell kaum. Kohle und Gas waren einfach sehr billig. Das, was wir heute haben wollen, kostet viel mehr.

Und: PV und Wind liefern nur, wenn Sonne scheint oder Wind weht. Bei Dunkelflaute springen Kraftwerke ein. Wenn wir das mit Speichern überbrücken wollen, reden wir über das Hundertfache an Kosten – und die landen beim Verbraucher. Das will keiner hören, ist aber Realität.

Klar ist: Wir müssen handeln. Die Klimakosten kommen sonst woanders – bei Hochwasser, Stürmen, Schäden. Aber wir müssen es realistisch angehen. Nicht aufschieben, aber auch nicht mit zu engen Zeitvorgaben.

 

Jetzt erscheint das Thema Strom ja tatsächlich einfacher zu lösen als die Wärmeversorgung. Wie gehen wir hier in Augsburg damit um?

Wenn wir die Wärmeversorgung, die wir aktuell haben, auf hundert Prozent Wärmepumpen umstellen möchten, kann unser Stromsystem das gar nicht leisten. Wir brauchen in den nächsten 50 Jahren Nahwärmelösungen und Übergangstechnologien wie Holzpellets, Geothermie oder anderen Quellen, um die Transformation des Stromnetzes verträglich umzusetzen. Sonst ist es auch unbezahlbar. Und da muss man genau schauen, bin ich im urbanen Bereich mit hoher Energiedichte als Abnehmer, sprich habe ich mehr Geschosswohnungsbau oder Reihenhäuser? Dort kann ich sehr gut mit Nah- und Fernwärme arbeiten, weil ich eine hohe Energieeffizienz habe. Im ländlichen Bereich dagegen, wo ich große Grundstücke habe, da ist die Wärmepumpe noch die ultimative Lösung, dann muss man dort die Stromnetze ausbauen, aber nicht ganz so stark wie im städtischen Bereich.

Elektrische Energie als Wärmequelle scheint die einzige CO2-neutrale Lösung zu sein.

 

Rainer Nauerz, swa-Chef

Sie sagten, das seien Übergangslösungen für 50 Jahre, was käme denn danach?

Ja, das ist die große Frage, wie gut wir die Gebäude in den 50 Jahren isolieren, wie wir unseren Bestand so weit reduzieren, dass wir deutlich weniger Energie verbrauchen. Dazu kommt das Thema Speichertechnologie. Ich sehe im Moment das Thema elektrische Energie als die Wärmequelle für alles, außer in der Industrie, aber das muss man dann verträglich machen. Das wird nur über Zentralisierung gehen, das wird nur über neue Anschlüsse an den Häusern gehen, nach und nach. Es sei denn, Sie haben eine autarke Möglichkeit, wenn Sie ein alleinstehendes Haus haben, mit großen Dachflächen, mit Grünflächen. Aber ansonsten, wenn die Bebauung etwas dichter wird, brauchen Sie was Zentrales.

 

Das ist ja auch eine Marketingfrage, kriegt man die Bürgerinnen dazu, das mitzufinanzieren?

Ich glaube, wir brauchen hier eine neue Ehrlichkeit. Es wäre viel ehrlicher, die Energie so teuer zu machen, wie sie sein müsste, damit das Energiesystem dementsprechend umgebaut werden kann. Aber das ist eine gesellschaftliche Aufgabe, eine Ehrlichkeit zu bekommen, dass man die Kosten der Energie so gestaltet, dass man die Energiewende bezahlen kann. Wenn man einen Strompreisdeckel und Wärmepreisdeckel einführt, dann muss das Geld woanders herkommen, aus den Steuern.  Aber die Frage ist die Geschwindigkeit des Umstiegs. Man sollte vielleicht die Geschwindigkeit ein bisschen rausnehmen, damit alles noch bezahlbar bleibt. 

 

Wir brauchen eine Energiewende und eine Verkehrswende

 

Ist denn vor diesem Hintergrund die Elektromobilität in Ihrem Sinne?

Schauen Sie sich an, wer die Klimaerwärmung zum größten Teil verursacht. Das sind der Verkehr und die Gebäudeheizung. An beides müssen wir ran. Deswegen brauchen wir die Energiewende und die Verkehrswende. Und wenn wir Elektroenergie zentral erzeugen, ist das deutlich effizienter, als wenn wir es dezentral machen. Wenn die Kunden den Strom überall laden können, ist das ein gutes Konzept. Schöner wäre es natürlich, wenn wir den Individualverkehr zurückfahren würden. Man muss auch sehen, dass 25 Prozent des CO2-Ausstoßes eines Autos bei der Produktion anfällt. Das heißt, wir sollten Carsharing und ÖPNV, dort wo es möglich ist, stärker vorantreiben, denn jedes Auto, das nicht produziert wird, ist eine Rieseneinsparung - das wird oft vergessen. Deswegen ist Carsharing, das wir auch anbieten, ein wichtiger Baustein neben dem Swaxi und den anderen Themen, um einfach diese Vielseitigkeit des ÖPNVs als Angebot für den Wahlverkehr zu machen.

 

Gibt es denn hier schon so etwas wie Smart Grids oder die Möglichkeit, dass ich Strom beziehe in den Zeiten, in denen viel Energie zur Verfügung steht, aber wenig genutzt wird?

Das Problem ist ja, dass die Energiewirtschaft sehr stark reguliert wurde und wir leider das, was wir früher hatten, nämlich zum Beispiel Nachtstromheizungen, oder abschaltbare Verträge durch die Politik abgeschafft wurde. Das heißt, alles, was eigentlich sinnvoll wäre, um Netzinfrastruktur flexibler zu machen, hat man leider politisch abgesagt. Jetzt fängt man wieder an mit flexiblen Tarifen - aber aus Gründen des Verbraucherschutzes und nicht wegen der Netzstabiliät oder Netzauslastung oder um in Schwachlastzeiten eine konstante Abnahme zu gewährleisten. Wir müssen viel mehr auf die Netzwirtschaft hören, denn dann kommen dort auch bessere Preise raus.

Meine Vision lautet: Jeder Haushalt zahlt pauschal  25 Euro pro Monat und wir organisieren den ÖPNV einheitlich für ganz Deutschland. Zum Einziehen der Gebühren nutzen wir das GEZ-System.

 

Rainer Nauerz, Geschäftsführer swa

Zum Abschluss: was wären Ihre Wünsche für die Zukunft?

Für den ÖPNV wünsche ich mir, dass er ausreichend finanziert wird. Meine Vision lautet: Jeder Haushalt zahlt pauschal 25 Euro pro Monat und wir organisieren den ÖPNV einheitlich für ganz Deutschland. Zum Einziehen der Gebühren nutzen wir das GEZ-System. Mit dem Geld könnten wir einen deutschlandweiten ÖPNV aufbauen, den alle mit ihrem Personalausweis kostenlos nutzen könnten. Ein Solidarsystem für die Mobilität. Wir bräuchten das ganze Ticketsystem nicht mehr, da können wir sehr viel einsparen. Zudem finde ich Einheitssysteme sehr interessant, mit einer einheitlichen Taktung, die nicht davon abhängt, was sich die ein oder andere Kommune leisten kann oder will …

 

Und Ihre Vision für die Energie- und Wärmewende?

Wir haben viele Visionen, aber das muss man sich je Sparte anschauen. Klar ist: Wir müssen Wind und PV deutlich ausbauen und viel mehr bei Stromspeichern tun. Manchmal müssen wir auch den Naturschutz etwas zurückstellen. Es bringt nichts, wenn wir wegen jeder Orchidee Projekte blockieren, aber am Ende das Klima kippt. Wenn wir zu sehr ins Klein-Klein gehen, verlieren wir das große Ganze aus den Augen.

Mein Wunsch wäre: Mehr Vertrauen in die Technik und mehr Tempo bei der Energiewende, aber verträglich.

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Einzelhandel
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Unternehmen

Pinu - faire Geschenke in Augsburgs Altstadt

Accessoires, Spiele oder Designprodukte – hier gibt es für Erwachsene und Kinder stilvolle Geschenke aus der Region und von nachahltigen Unternehmen.

PINU
Weiße Gasse 10
86150 Augsburg
Deutschland

Die Inhaberin Lena Zimmermann vor Ihrem Laden PINU in der Augsburger Innenstadt.

Beim gemächlichen Bummel durch die verwinkelten Gassen der Augsburger Altstadt sticht die farbenfrohe Schaufensterdekoration des Geschenkeladens Pinu sofort ins Auge. Hier gibt es stilvolle Accessoires, funkelnden Schmuck, praktische Outdoor-Gadgets, zauberhaftes Kinderspielzeug und lokale Spezialitäten. 

Die Inhaberin Lena Zimmermann legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und Regionalität. Ein Großteil der angebotenen Waren stammt aus der Region Augsburg, aus Bayern oder aus deutschen Manufakturen. Die Herkunft der Produkte erkennt man an den Regalen: Geschenkideen aus Augsburg tragen das Zirbelnuss-Symbol, bayerische Produkte sind mit einer Breze markiert und die Silhouette Deutschlands steht für inländische Produktion. Spannend sind auch die Produkte ohne spezifische Kennzeichnung. Diese stammen von Unternehmen, die soziale Gerechtigkeit und faire Löhne fördern, von Familienbetrieben, die von und für ihre Produkte leben, sowie Firmen mit besonders nachhaltige Produktionsverfahren. 

„In unserem Laden erzählen wir Geschichten von den Menschen aus der Region, von Kreativität, fairen Löhnen und einzigartigen Familienunternehmen.“


Lena Zimmermann, Inhaberin von Pinu. 

Ein lebhafter, kreativer Kinderbereich bereichert das Sortiment. Hier dominieren Produkte renommierter französischer Firmen wie Djeco, Moulin Roty und Petit jour. Diese Hersteller fördern mit ihren farbenfrohen Kreationen die Kreativität der Kinder, garantieren Bastelerfolge und interpretieren Spiele auf innovativ und wunderschön neu. 

 

Von der Zwischenzeit in den eigenen Laden

Lena begann mit ihrem Label "nanparkal" als Teilnehmerin im Pop-up-Store Zwischenzeit, der in der Weihnachtszeit Produkte regionaler Start-ups und Kleinunternehmen präsentiert. Die positive Resonanz ermutigte sie, ein eigenes Geschäft zu eröffnen. So finden sich viele dieser regionalen Produkte in ihrem Laden, wie der Schokoschatz, der Bio-Tee von nanparkal oder die bunten Sachen der Lebelei von Isabel König, die auch das Pinu-Logo, die bunte Zirbelnuss, entworfen hat. Wer ein besonderes Geschenk für Groß oder Klein sucht, ist bei Pinu genau richtig!

Öffnungszeiten
Wochentag Uhrzeit
Mo - Sa 10:00 - 18:00 Uhr
Gesundheit
Unternehmen

i-Tüpferl - ganzheitliches Gesundhaus in Steindorf

Stress abbauen, Rückenschmerzen lindern oder eine Auszeit nehmen – im i-Tüpferl Gesundhaus in Steindorf findet ihr ganzheitliche Ansätze für das Wohlbefinden.

i-Tüpferl
Schulstraße 18
82297 Steindorf
Deutschland

Das i-Tüpferl Gesundhaus

Kreative Kurse und Workshops

Im Gesundhaus i-Tüpferl steht die ganzheitliche Gesundheit im Mittelpunkt. Regelmäßig finden Workshops und Seminare statt, die sich auf verschiedene Aspekte des Wohlbefindens konzentrieren. Ob Qigong, Darmgesundheit, oder kreative Kurse wie „Zauberhafte Babyhände" - das Angebot ist vielfältig und richtet sich an alle Altersgruppen. Neben wertvollen Informationen und praktischen Tipps bieten diese Veranstaltungen auch die Möglichkeit, sich in einer entspannten Atmosphäre auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Das Konzept des Gesundhauses vereint schulmedizinische, naturheilkundliche und therapeutische Ansätze zu einem ganzheitlichen Konzept: Ärzte, Therapeuten und andere Gesundheitsexperten arbeiten hier Hand in Hand, um individuelle Behandlungspläne zu entwickeln. 
Gegründet hat das Gesundhaus die Heilpraktikerin und Osteopathin Christine Bergmair. Schon früh interessierte sie sich für Gesundheit und Wohlbefinden. Nachdem sie einige Jahre im medizinischen Bereich gearbeitet hatte, entschied sie sich dazu, das Gesundhaus zu gründen. 
Dank ihres Wirtschaftsstudiums verbindet sie ganzheitliches Denken mit wirtschaftlichem Handeln. Ihre Vision: Menschen umfassend begleiten und ihnen Gesundheitsangebote und -impulse geben, um in dieser schnelllebigen Zeit Stabilität und Lebensqualität zu finden. 

„Wir möchten Gesundheit ein „i-Tüpferl" verleihen, ein umfassendes Gesundheitsangebot unter einem Dach schaffen und durch unser Konzept in der Entwicklung zu mehr Gesundheit und Lebensqualität unterstützen."

 

Christine Bergmair, Gründerin i-Tüpferl

Christine Bergmair wuchs in der Landwirtschaft auf und ihre Eltern entwickelten aus einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Viehzucht einen Agrarhandel. Nachhaltiges Wirtschaften und ressourcenschonender Umgang sind für sie die Basis für Veränderung und Entwicklung. Daher wurde auch das Gebäude kreislauffähig und nachhaltig konzipiert. Regionale Baufirmen errichteten es energieeffizient aus Naturmaterialien. 

Da war es nur logisch, dass auch das Gebäude selbst kreislauffähig konzipiert und so nachhaltig wie möglich gebaut wurde. Baufirmen aus dem unmittelbaren Umkreis haben es energieeffizient aus Naturmaterialien gebaut.

Individuelle Behandlungspläne

Neben den Veranstaltungen bietet das Gesundhaus i-Tüpferl individuelle Behandlungen an. Therapeuten und medizinische Fachbereiche arbeiten integrativ zusammen. Diese praxisübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht eine ganzheitliche Betreuung, effiziente Kommunikation und individuelle Behandlungspläne. 

Räume zu vermieten

So bringt das Konzept des Gesundhauses Menschen unter einem Dach zusammen. Gesucht sind medizinisch, therapeutisch oder pädagogische Fachrichtungen, die einzelne Praxisräume oder Seminarräume suchen und an einer Zusammenarbeit interessiert sind. Ziel ist ein Gesundheitszentrum im südlichen Landkreis Aichach-Friedberg am Rande des Fünf-Seen-Landes zu schaffen, das den ganzen Menschen im Blick hat und dabei Körper, Geist und Seele in Einklang bringt.

Das Gesundhaus ist nur der Anfang. Geplant sind ein Gasthaus mit Veranstaltungssaal und Hotelbetrieb sowie ein Feinkosthaus mit Lebensmittelmanufaktur, Showküche und Verkaufsraum. Hier sollen Produkte der familieneigenen Landwirtschaft, wie Dinkel und Senf, verarbeitet werden. Die Produktion läuft bereits im kleineren Rahmen auf dem Familienbetrieb. Dafür wurden eine Produktionsküche und ein Hofladen aufgebaut. Die Produkte sind im Gesundhaus, Hofladen oder über die Website erhältlich. Auch finden regelmäßige Verkäufe auf Märkten statt.
Bis es soweit ist, könnt ihr direkt im Gesundhaus die verschiedenen Senfprodukte kaufen. Jetzt schon findet ihr ein großes Kursangebot, das euch beim Entspannen hilft.
 

Öffnungszeiten
wechselnde Öffnungszeiten abhängig von Terminvereinbarung und Veranstaltungsangeboten
Unternehmen
Lieferservice & Catering

FONTANjA – Die mobile Prosecco-Bar

Bier vom Fass – klar. Aber Prosecco? Anja Riehr hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und bringt mit der mobilen Secco-Bar Fontanja nachhaltig Schwung in jede Feier.

Fontanja: La Vita Pura by Anja Riehr
Am Technologiezentrum 5
86159 Augsburg
Deutschland

Anja Riehl präsentiert ihre mobile Prosecco-Bar auf dem Wedding-Meet-up 2024, Bild Katrin Jacob Lifeguide

Mobile Prosecco-Bar

Mit ihrem Angebot einer mobile Prosecco-Bar will Anja Riehr helfen, Familienfeiern, Hochzeiten, Firmen-Events, Messeauftritte oder eine Feier im Büro umweltfreundlicher zu gestalten. Denn mit der Fontanja La Vita Pura wird Abfall, der durch den Kauf vieler einzelner Flaschen entsteht, verringert und auch der CO2-Ausstoß, durch Herstellung, Transport und Lagerung, kann gesenkt werden. 

 

"Wir feiern gerne zuhause, mit Freunden, Bekannten und der Familie. Doch die Vorbereitungen waren immer so aufwendig. Getränkekisten tragen, die Flaschen wieder entsorgen, die Getränke immer kühl halten und angebrochene Flaschen wegschütten. Das muss einfachen gehen."

 

Gründerin Anja Riehr von Fontanja La Vita Pura

Gemeinsam mit einem pensionierten Ingenieur, der viele Jahre in leitender Funktion bei Liebherr tätig war, entwickelte sie die leicht zu bedienende Zapfanlage mit Kühlung, die nun auch als SECCO-APE Franchesca auf euer Feier kommen kann. Das Piaggio-Fahrzeug verfügt zusätzlich zu den zwei Fässern über Platz für die unterschiedlichen Sirup-Angebote der Marke Fontanja mit denen der Prosecco angereichert werden kann und Gläser.

 

Getränke für jeden Geschmack

 

Wer aber mehr als nur Prosecco möchte, an den ist auch gedacht. Die Fässer der Bar können selbstverständlich auch mit alkoholfreien Getränken oder auch mit Bier gefüllt werden. Außerdem können aus einer Anlage zwei unterschiedliche Getränke frisch gezapft werden. 

 

Die Bar verfügt über zwei Fässer, deren Fassungsvermögen 53 Flaschen Prosecco ersetzen. Ein angebrochenes Fass bleibt, nach Angaben von Anja Riehr, mehr als 6 Monate frisch. Und die genutzten Fässer sind natürlich recycelfähig. 

 

Auch bei ihren Zulieferern achten Anja Riehr auf Nachhaltigkeit: Die Auswahl an Sirup-Sorten stammt von der 89süd Manufaktur  in Winterbach. Die Manufaktur produziert in Bioqualität und achtet bei allen Zutaten auf Regionalität. 
Das italienische Weingut Monvin, von dem Fontanja den Prosecco bezieht, ist als Sustainable Winery equalitas zertifiziert. Das Ziel von Equalitas ist es, die Nachhaltigkeit der Lieferketten für Agrarlebensmittel und Wein zu fördern. Zudem werden Anlagen zu mit „100% erneuerbare Energie“ aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Sonne und Wasser versorgt.

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Veganani – veganes Catering – Ob Hochzeit, Party oder Meeting: Anita Würmseer und Simon Keller liefern für jedes Event die passenden veganen Köstlichkeiten.

 

Green Wedding: Nachhaltig heiraten – Hochzeit feiern mit nachhaltigem Fußabdruck! Traurednerin und Umweltaktivistin Eva Kampfmann zeigt, wie es gehen kann.

 

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bewusst konsumieren
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deVega - Drucken als grüne Mission

Seit 2008 zeigt die Augsburger Umweltdruckerei, wie nachhaltiges Drucken funktioniert: mit geruchslosen Ökofarben, gepflanzten Bäumen in Oberammergau und einer Druckmaschine, die nur grün läuft.

deVega Medien GmbH
Anwaltinger Straße 10
86165 Augsburg
Deutschland

In einer unscheinbaren Halle in Augsburg läuft seit 2008 eine kleine Revolution. Die deVega Medien GmbH verbindet hochwertiges Druckhandwerk mit ökologischem und sozialem Engagement – und das nicht nur auf dem Papier. Mit modernster Heidelberg-Drucktechnik, nachhaltigen Materialien und ressourcenschonenden Prozessen zeigt das Team um Geschäftsführer Udo Eitzenberger, dass Umweltschutz und Qualität keine Gegensätze sind. Von Broschüren über Bücher und Zeitschriften bis zu Präsentationsmappen – hier entstehen Druckprodukte für Industrie, Handel und Werbeagenturen, die mehr können als nur gut aussehen.

Grüne Energie und innovative Farbtechnologie

Während andere noch über Nachhaltigkeit reden, handelt deVega längst: Seit 1990 beteiligt sich das Unternehmen an einer Windkraftanlage, 2012 kam eine Photovoltaikanlage auf dem Betriebsdach hinzu. Das Besondere: deVega speist mehr Strom aus regenerativen Energien ins Netz ein, als es selbst verbraucht. Den zusätzlichen Strom bezieht es über den gemeinwohlorientierten Energieversorger Polarstern aus 100% deutscher Laufwasserkraft. 

"Wir benutzen die einzige wirkliche Ökofarbe für unsere Drucke – und nur die!" 

Udo Eitzenberger, Geschäftsführer deVega

Recyclingpapiere und FSC®-/PEFC-zertifizierte Materialien sind Standard, dazu kommen die innovativen PURe®-Farben – eine ökologische Farbgeneration auf Basis natürlicher Rohstoffe, entwickelt vom nahegelegenen Augsburger Unternehmen Epple Farben aus Neusäß. Diese mineralölfreien Farben sind geruchsneutral, deinkbar für perfektes Recycling und ermöglichen brillante Druckergebnisse. 

Mehr als nur ein Unternehmen – eine Haltung

Bei deVega endet Nachhaltigkeit nicht beim letzten Druckbogen. Das Unternehmen lebt die Prinzipien der Gemeinwohl-Ökonomie und hat über ein Jahr hinweg 20 Themenfelder intensiv bewertet – von der Mitentscheidung bei der Arbeitsgestaltung bis zum Verhalten gegenüber dem Wettbewerb. Transparenz statt Geheimniskrämerei, unterstützende statt hierarchische Führung – und zwischendurch auch mal 1.000 Bäume pflanzen mit dem ganzen Team für den Klimaschutz. Die Zertifizierungen nach ISO 9001:2015 und PSO (ProzessStandard Offsetdruck) belegen nicht nur die Qualität, sondern auch den effizienten Umgang mit Ressourcen. 

"Alles ist so vielschichtig, dass man nie 100 % perfekt sein kann. Es ist die Haltung, die zählt." 

Udo Eitzenberger, Geschäftsführer deVega
 

Geruchslose Ökofarben und Baumpflanzprojekt

Ein besonderes Herzstück von deVega ist die Zeitschrift "Lust auf Gut", die komplett mit den hauseigenen PURe®-Ökofarben gedruckt wird. Diese Farben haben einen entscheidenden Vorteil: Sie riechen nicht. Wer schon mal eine frisch gedruckte Broschüre in die Hand genommen hat, weiß, wovon die Rede ist. Bei deVega laufen die modernen Heidelberg-Druckmaschinen mit vollautomatischen Mess- und Regelsystemen ausschließlich mit diesen ökologischen Farben – ein Bekenntnis ohne Kompromisse. Seit Juli 2020 setzt das Unternehmen zudem auf prozessfreie Druckplatten, was den Wasserverbrauch reduziert und Chemikalien im Waschprozess überflüssig macht. 
 

"Wegen uns stirbt kein Baum." 

Udo Eitzenberger, Geschäftsführer deVega

Doch dahinter steckt noch mehr: Mit über 80% Recyclinganteil beim Papier in Deutschland wird deutlich, wie wichtig Frischfaser-Papier für funktionierende Kreisläufe ist. Für die Papierproduktion wird ausschließlich Schwachholz aus Durchforstung und Sägerestholz verwendet – also Holz, das für die Möbel- oder Bauindustrie ungeeignet ist. Und die 1.000 Bäume, die das deVega-Team gemeinsam gepflanzt hat? Sie wachsen jetzt im Schutzwald der Privatwaldgemeinschaft Oberammergau und tragen zum Erhalt der bayerischen Bergwälder bei. 

Öffnungszeiten
Wochentag Uhrzeit
Mo - Do 08:00 – 17:00 Uhr
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Pohl + Roth - Bio-Beeren und Gemüse in Gablingen

Bei Pohl + Roth Gablingen OT Lützelburg gibt es Bio-Beeren, frisches Gemüse sowie Eier.

Bio Beeren ・ Gemüse Pohl+Roth
Waldstraße 13 b
86456 Lützelburg
Deutschland

Anbau der Bio Beeren auf dem Lützelhof

Seit 2011 betreibt die Familie Pohl und Roth in Lützelburg einen landwirtschaftlichen Betrieb auf Basis der organisch-biologischen Wirtschaftsweise. Mittlerweile bauen sie neben Erdbeeren auf insgesamt 3 Hektar Fläche Johannisbeeren, Stachelbeeren, Herbsthimbeeren und Gemüse an, haben eine Streuobstwiese angelegt und erzeugen Gemüse- und Blumen-Saatgut.

 

Bio-Beeren selbst pflücken

Besonders bekannt ist der Bio-Gartenbau-Betrieb für seine Beeren, die selbst gepflückt oder direkt vom Feld gekauft werden können. Neben Erdbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren und Herbsthimbeeren gibt es eine Auswahl an saisonalen Salaten, Kräutern und Gemüse wie Tomaten, Paprika, Rote Bete, Bohnen, Auberginen und Zucchini. Als Obst gibt es auch Zwetschgen und Jakobiäpfel von der Streuobstwiese. 

Auch im Angebot: selbst hergestellte Fruchtaufstriche Erdbeere und Himbeere und Bioland-Rübenzucker (lose, bitte eigenes Gefäß mitbringen zum Abfüllen), Konfitura Geliermittel sowie Eier vom Biolandhof Rotter aus Gablingen.

Aktuelle Pflück- und Einkaufszeiten sind der Website zu entnehmen. Zu den Pflückzeiten kann auch das frische Gemüse eingekauft werden.

Öffnungszeiten
Wochentag Uhrzeit
Di 16:00 - 18:00 Uhr
Fr 16:00 - 18:00 Uhr
Sa 09:00 - 12:00 Uhr
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