Mähfrei durch den Mai
LBV ruft zum Aktionsmonat auf
Der Frühling ist da und die Pflanzen wachsen wieder! Und damit auch der Wunsch von vielen Gartenbesitzer*innen so schnell wie möglich den Rasen zu mähen. Damit werden aber wichtige Nahrungsquellen für Schmetterlinge, Wildbienen und Co. vernichtet.
Deshalb ruft der bayerische Naturschutzverband Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) Gartenbesitzer*innen auf, im Monat Mai der Rasenmäher im Schuppen und die Pflanzen wachsen zu lassen. Das bietet nicht nur den Insekten einen Lebensraum mit ausreichend Nahrung sondern auch den Besitzer*innen die Möglichkeit im Garten einfach mal die Beine hochzulegen und zu relaxen.
„Wer bis Ende Mai auf das Mähen verzichtet, schafft sich selbst nicht nur mehr freie Zeit. Ungemähte Rasenflächen bieten wichtigen Lebensraum für Wildblumen und Insekten. Löwenzahn und Weißklee locken beispielsweise Schmetterlinge und Wildbienen an, die den Nektar und die Pollen brauchen, Brennnesseln werden von einigen Schmetterlingen zur Eiablage genutzt. Auch Vögel profitieren von den Insekten und Samen.“
LBV-Biologin Tarja Richter
Kleine Maßnahmen - große Wirkung
Auch private Gärten in der Stadt sind lebenswichtig für Insekten und Vögel. Sie allein machen in Bayern, nach Auskunft des LBV, etwas zwei Prozent der gesamten Fläche aus. Die Besitzer*innen können gerade hier einen wichtigen Beitrag für die Natur leisten. Nicht nur der Verzicht aufs Rasenmähen oder die Verlängerung der Mähintervalle ist dabei wichtig, auch kleine Bereiche mit Totholz, Hecken oder andere Versteck- und Brutmöglichkeiten helfen viel.
Und wenn dann Rasenmähen wieder auf dem Programm steht, dann solltet ihr bitte auf den Einsatz von Mährobotern verzichten. Sie töten nicht nur Insekten sondern können auch Igel schwer verletzen oder gar töten. Am Besten geeignet für alle wäre das Mähen mit einer Sense. Sie ist Insektenfreundlicher und sportlicher.
Und vielleicht könnt ihr auf dem Rasen in eurem Garten auch ein bisschen Platz ein kleine ganzjährig blühenden Insel für die Mitbewohner des Gartens lassen.
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