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Gut leben mit der Hälfte der Rohstoffe

Gut leben mit der Hälfte der Rohstoffe
Wie können wir mit halb so vielen Rohstoffen gut leben? Die Studie „Ressourcenleicht Leben 2045“ zeigt mögliche Wege – und stellt dabei das gute Leben statt Verzicht in den Mittelpunkt.
Artikelbild zur WWF-Studie Ressourcenleicht leben

Für unseren Konsum in Deutschland werden im Durchschnitt rund 16 Tonnen Rohstoffe pro Person und Jahr benötigt. Dazu zählen nicht nur die Rohstoffe, die wir direkt nutzen. Eingerechnet werden auch diejenigen, die anderswo benötigt werden, um unsere Häuser, Autos, Smartphones, Lebensmittel, Kleidung oder Möbel herzustellen. Als langfristig umweltverträglich gelten etwa sechs bis acht Tonnen pro Kopf und Jahr. Unser Rohstoffverbrauch müsste sich also ungefähr halbieren.

Das klingt zunächst nach einer ziemlich radikalen Veränderung unseres Lebens. Kleinere Wohnungen? Kein eigenes Auto mehr? Anders verreisen? Weniger konsumieren? Auf einige liebgewonnene Dinge verzichten?

Das vom WWF Deutschland initiierte Projekt „Ressourcenleicht Leben 2045“ stellt daher eine andere Frage: Wie möchten Menschen im Jahr 2045 eigentlich leben, wenn sie an ein gutes Leben denken?

Erst das gute Leben, dann den Verbrauch reduzieren

Für das Projekt entwickelten 26 Bürgerinnen und Bürger Vorstellungen davon, wie sie 2045 gut leben möchten. Dabei ging es um Wohnen, Mobilität, Ernährung, Arbeit und Freizeit. Aus diesen Vorstellungen entstanden fünf fiktive Personen (Personas) mit unterschiedlichen Lebensweisen. Erst danach berechnete das Wuppertal Institut, wie viele Rohstoffe für diese Lebensweisen benötigt würden. Neben dem WWF waren das Öko-Institut, Politics for Tomorrow und Ellery Studio an dem Projekt beteiligt.

Bei allen fünf entwickelten Lebensweisen liegt der berechnete Rohstoffverbrauch weit unter acht Tonnen pro Person und Jahr. Ein gutes Leben und deutlich weniger Rohstoffverbrauch müssen sich also nicht ausschließen. Allerdings setzt die Berechnung voraus, dass sich bis 2045 nicht nur unser persönliches Verhalten verändert, sondern auch die Welt, in der wir leben.

Ein Alltag mit weniger Rohstoffen

Acht Tonnen Rohstoffe pro Jahr – darunter kann man sich zunächst wenig vorstellen. Deshalb lohnt sich ein Blick auf eine der fünf fiktiven Personen: Anna ist 38 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie im Umland einer Stadt. Pro Person stehen der Familie rund 40 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Sie besitzt weiterhin ein Auto, nutzt daneben aber auch öffentliche Verkehrsmittel. Die Familie kauft regional ein und isst gelegentlich Fleisch. Smartphone und Laptop werden mehrere Jahre genutzt. Möbel und andere Einrichtungsgegenstände behält Anna möglichst lange; auch Gebrauchtes, Leihen und Teilen spielen eine Rolle.

In der Berechnung kommt Anna damit auf acht Tonnen Rohstoffverbrauch im Jahr. Allerdings lebt sie im Jahr 2045 unter anderen Bedingungen als wir heute: Energie wird weitgehend ohne Kohle, Öl und Gas erzeugt, Rohstoffe werden stärker wiederverwendet und die Infrastruktur erleichtert einen Alltag mit weniger Rohstoffverbrauch. Die acht Tonnen schafft Anna also nicht allein durch ihr eigenes Verhalten.

Es gibt nicht den einen Weg

Die anderen vier Beispiele sehen zum Teil ganz anders aus. Die Menschen leben in der Stadt oder auf dem Land, allein oder mit Familie und haben unterschiedliche Gewohnheiten und Bedürfnisse. Trotzdem liegt der berechnete Rohstoffverbrauch bei allen fünf bei weniger als acht Tonnen im Jahr. Besonders viel macht dabei aus, wie wir wohnen, uns fortbewegen und ernähren. Aber auch Konsum, digitale Geräte und Freizeit spielen eine Rolle.

Die wichtigste Voraussetzung dafür, dass eine Gesellschaft mit weniger Rohstoffen auskommt, ist, zu formulieren, dass es nicht die eine Lebensweise gibt, die alle übernehmen müssten. Das gelingt der Studie ganz gut. Die Herausforderung ist, aufzuzeigen, wie sich unterschiedliche Vorstellungen von einem guten Leben mit einem deutlich geringeren Rohstoffverbrauch verbinden lassen.

Rohstoffe möglichst lange nutzen

Wer den eigenen Rohstoffverbrauch verringern möchte, muss nicht gleich sein ganzes Leben umkrempeln. Ein wichtiger Ansatz ist, die Dinge, die bereits da sind, möglichst lange zu nutzen. Kleidung kann länger getragen, geflickt oder weitergegeben werden. Möbel und Elektrogeräte müssen nicht ersetzt werden, nur weil es etwas Neueres gibt. Vieles lässt sich gebraucht kaufen, leihen, tauschen oder gemeinsam nutzen.

Noch stärker ins Gewicht fallen allerdings Wohnen, Ernährung und Mobilität. Wer auf weniger Fläche wohnt, überwiegend pflanzlich isst oder häufiger Fahrrad, Leihauto und öffentliche Verkehrsmittel statt eines eigenen Autos nutzt, kann seinen Rohstoffverbrauch deutlich verringern. Welche dieser Möglichkeiten zum eigenen Leben passen, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Und irgendwann ist auch das langlebigste Produkt am Ende. Dann sollten seine Materialien möglichst wieder für etwas Neues verwendet werden können. Dafür gibt es den Begriff Kreislaufwirtschaft: Produkte und Rohstoffe sollen möglichst lange genutzt und ihre Materialien möglichst wiederverwendet werden, damit weniger neue Rohstoffe aus der Natur gewonnen werden müssen.

Rohstoffverbrauch ist ungleich verteilt

Die durchschnittlich 16 Tonnen pro Kopf sagen noch nichts darüber aus, wie sich der Rohstoffverbrauch innerhalb der Bevölkerung verteilt. Nach Berechnungen des Wuppertal Instituts verbrauchen Menschen mit hohen Einkommen deutlich mehr Rohstoffe als Menschen mit niedrigen Einkommen. Bei den höchsten betrachteten Einkommen ist es fast doppelt so viel. Das hat unter anderem mit größerem Wohnraum, Mobilität und Konsum zu tun. Die Frage, wer seinen Rohstoffverbrauch besonders stark reduzieren kann, stellt sich deshalb nicht für alle Menschen gleichermaßen. 

Hinzu kommt ein wichtiger weiterer Aspekt: Konsum dient nicht nur dazu, unseren Alltag zu bestreiten. Ein größeres Auto, eine größere Wohnung, neue Kleidung oder die neueste Technik stehen auch für Wohlstand, Erfolg und sozialen Aufstieg. Ein ressourcenleichteres Leben berührt deshalb auch die Frage, woran wir Wohlstand und ein gutes Leben festmachen. Das war leider keine zentrale Fragestellung der WWF-Studie, aber es ist vielleicht der zentrale Aspekt bei der Frage, ob und wie ein Übergang in eine Gesellschaft mit weniger Ressourcenverbrauch gelingen kann. Immerhin waren drei Viertel der in der Studie Befragten der Ansicht, dass Menschen mit besonders hohem Ressourcenverbrauch auch mehr Verantwortung für dessen Verringerung übernehmen sollten.

Was die Menschen davon halten

Neben den Berechnungen ließ der WWF 1.001 Menschen in Deutschland befragen. Dabei ging es auch darum, wie attraktiv sie ein Leben mit deutlich weniger Rohstoffverbrauch finden. Unter heutigen Bedingungen konnten sich 32 Prozent der Befragten ein solches Leben gut vorstellen. Veränderten sich jedoch die Bedingungen – beispielsweise durch bessere Angebote, passende Infrastruktur und faire Preise –, stieg der Anteil auf 55 Prozent. Bei einzelnen Veränderungen ist die Bereitschaft noch deutlich größer: 87 Prozent können sich vorstellen, Möbel länger zu nutzen, 84 Prozent Elektrogeräte und 73 Prozent Kleidung. Dabei geht es nicht ausschließlich um Umwelt- und Klimaschutz. Auch finanzielle Einsparungen sowie gesundheitliche und zeitliche Vorteile können ein Grund dafür sein, Dinge länger zu nutzen oder Gewohnheiten zu verändern.

Damit ein Leben mit weniger Rohstoffen einfacher wird

Vieles können wir allerdings nicht allein entscheiden. Wer häufiger ohne eigenes Auto unterwegs sein möchte, braucht gute Bus- und Bahnverbindungen oder sichere Radwege. Reparieren wird attraktiver, wenn Ersatzteile erhältlich sind und die Reparatur nicht fast so viel kostet wie ein neues Gerät. Leihen und Teilen funktioniert besser, wenn es dafür Angebote in der Nähe gibt.

Auch beim Wohnen sind die Möglichkeiten begrenzt. Eine kleinere Wohnung zu wollen hilft wenig, wenn passende und bezahlbare Wohnungen fehlen. Der WWF nennt deshalb unter anderem Wohnflächentausch, gemeinschaftliche Wohnformen und einen besseren Umgang mit leerstehenden Wohnungen als mögliche Ansätze. Kommunen können außerdem Angebote wie Reparaturzentren, Leihläden oder „Bibliotheken der Dinge“ unterstützen, in denen Werkzeuge und andere selten benötigte Gegenstände ausgeliehen werden können.

Auch die Hersteller spielen eine wichtige Rolle. Produkte können so gebaut werden, dass sie lange halten und sich reparieren lassen. Ersatzteile müssen verfügbar sein, und Materialien sollten sich am Ende möglichst wiederverwenden lassen. Ein ressourcenleichteres Leben hängt damit nicht allein davon ab, ob Menschen bereit sind, etwas zu verändern. Es muss im Alltag auch möglich, bezahlbar und möglichst unkompliziert sein.

Ressorcenleichter leben in Augsburg

„Ressourcenleicht Leben 2045“ ist keine Vorhersage und kein fertiger Plan für die Zukunft. Das Projekt zeigt vielmehr, wie unterschiedlich ein gutes Leben mit deutlich weniger Rohstoffen aussehen könnte – und dass dafür persönliche Entscheidungen und Veränderungen in unserem Umfeld zusammenkommen müssen. Wie das konkret funktionieren kann, wird uns im Lifeguide weiter beschäftigen. Wir schauen auf Forschung und neue Ideen, auf die Bedingungen, die dafür geschaffen werden müssen – und natürlich auf Möglichkeiten in Augsburg und der Region, Rohstoffe länger zu nutzen und den Verbrauch neuer Ressourcen zu verringern.

 

Infos

Hier geht es zur Projektwebsite von Ressorcenleicht leben 

 

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Ausstellung TERRA EXTRACT

Ausstellung TERRA EXTRACT

Königsplatz
Königsplatz 1
86150
Augsburg
Ausstellung TERRA EXTRACT
60 großformatige Luftbilder des Augsburger Fotografen Tom Hegen zeigen auf dem Königsplatz die Spuren unseres weltweiten Rohstoffverbrauchs.

Mit TERRA EXTRACT kommt eine große Open-Air-Fotoausstellung des international renommierten Augsburger Fotografen Tom Hegen ins Zentrum unserer Stadt. Die 60 großformatige Luftaufnahmen zeigen Orte der Rohstoffgewinnung und Landschaften, die durch menschliche Eingriffe verändert wurden.

Aus der Luft wirken viele dieser Landschaften zunächst abstrakt und faszinierend schön. Erst auf den zweiten Blick wird sichtbar, was hinter den Strukturen steckt: Bergwerke, Tagebaue und andere Orte, an denen Rohstoffe gewonnen werden, die wir für Gebäude, Fahrzeuge, technische Geräte und zahlreiche Produkte unseres Alltags benötigen.

Zusammenhänge sichtbar machen

Die Ausstellung TERRA EXTRACT macht damit Zusammenhänge sichtbar, die im Alltag häufig verborgen bleiben: Unser Leben und Wirtschaften in Augsburg ist mit Landschaften und dem Verbrauch natürlicher Ressourcen in anderen Teilen der Welt verbunden. Die Bilder laden dazu ein, genauer hinzusehen und über unseren Umgang mit Rohstoffen und Ressourcen nachzudenken.

Zur Vernissage am 1. Oktober ist der Fotograf Tom Hegen persönlich anwesend und gibt Einblicke in seine Arbeit und die Entstehung von TERRA EXTRACT. Für die Stadt Augsburg eröffnet Bildungs- und Kulturreferentin Tatjana Dörfler die Ausstellung.

TERRA EXTRACT ist zugleich ein Beitrag zu 30 Jahren Augsburger Nachhaltigkeitsprozess und zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in Augsburg. 

 

Die Ausstellung ist vom 1. Oktober 2026 bis Juni 2027 auf dem Königsplatz rund um die Uhr kostenfrei zugänglich.
Eintritt: frei

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German

Unser Alltag hängt von Rohstoffen ab, ob bei Gebäuden, Smartphones, Kleidung oder Lebensmitteln. Die Fotoausstellung TERRA EXTRACT von Tom Hegen, vom Büro für Nachhaltigkeit nach Augsburg geholt, zeigt in Luftaufnahmen die Spuren des weltweiten Abbaus. Doch wie lässt sich mit deutlich weniger neuen Rohstoffen gut leben? Unser Themenschwerpunkt zeigt Lösungen aus Forschung und Unternehmen sowie Beispiele aus Augsburg und der Region, vom Reparieren und Teilen bis zum Kreislauf der Materialien. Entscheidend sind Strukturen, die ein ressourcenschonendes Leben fördern.

 

ReFashion MINT: Textilrecycling im Schulalltag erleben

ReFashion MINT: Textilrecycling im Schulalltag erleben
Das innovative Bildungsprojekt zeigt, wie Technik, Mathematik und Informatik zur Lösung realer Umweltprobleme beitragen können – und macht das Thema Textilrecycling greifbar.
Logo des Bildungsprogramms ReFashion Mint.

Fast Fashion ist längst zu einem globalen Umweltproblem geworden. Jedes Jahr landen Millionen Tonnen Kleidung auf dem Müll – getragen, aber oft kaum genutzt. Es fehlen Technologien und Recyclinganlagen, um Alttextilien wiederzuverwerten. Genau hier setzt das Projekt ReFashion MINT an – mit einem kreativen und praxisnahen Bildungsansatz.

Workshop für Schulen

Der modulare Workshop umfasst 11 bis 14 Unterrichtseinheiten und lässt sich flexibel als Projektwoche, Wahlpflichtfach oder AG in den Schulalltag integriert– entweder direkt an der Schule oder vor Ort im Textil Recycling Atelier Augsburg. MINT wird dabei erlebbar und relevant: Anhand von Kleidung, einem vertrauten Alltagsgegenstand, wird Textilrecycling für die Schüler*innen verständlich und erfahrbar. Die Jugendlichen lernen die ökologischen Folgen der Fast-Fashion-Industrie kennen und erleben Recyclingprozesse hautnah.
Besonders innovativ ist, dass die Teilnehmenden KI-gestützte Sortierlösungen entwickeln, die Kreislaufwirtschaft erkunden und eigene kreative Ideen zur Abfallvermeidung gestalten. Das Projekt läuft noch bis August 2027. Interessierte Schulen können sich per E-Mail beim Umweltcluster Bayern anmelden: info@umweltcluster.net. 

MINT Kompetenzen stärken

ReFashion MINT wurde vom Umweltcluster Bayern in Kooperation mit dem Institut für Textiltegefördert. Es richtet sich an Schüler*innen der 5. bis 13. Jahrgangsstufe allgemeinbildender Schulen in Bayern und zeigt eindrucksvoll, wie MINT-Kompetenzen – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – zur Lösung konkreter Herausforderungen unserer Zeit beitragen können.
Das Projekt ist eng mit dem bayerischen Lehrplan verknüpft und greift zentrale Themen wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Digitalisierung und IT, Natur und Technik, Projektarbeit chnik Augsburg (ITA) entwickelt und wird vom Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie ethische Fragestellungen im Kontext von Konsum und Ressourcenverbrauch auf.

Info

  • Zielgruppe: Schüler:innen allgemeinbildender Schulen in und um Augsburg
  • Dauer: 11 UE (5. – 8. Klasse) / 14 UE (9. – 13. Klasse)
  • Ort: Recycling Atelier Augsburg (Sigma Techno Park) oder direkt an Ihrer Schule
  • Format: Projektwoche, Wahlpflichtfach oder begleitend
  • Laufzeit: Okt 2025 – Aug 2027
  • Passgenaue Einbindung in den Lehrplan (MINT/NT, BNE, Informatik/Digitalisierung, Ethik)
  • kostenfrei

Hier gibt es den Flyer zum Herunterladen:

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TERRA EXTRACT - Spuren der Rohstoffgewinnung

TERRA EXTRACT - Spuren der Rohstoffgewinnung
Tom Hegens Luftbilder zeigen Bergwerke, Ölfelder und Salzbecken in leuchtenden Farben. TERRA EXTRACT läuft auf dem Königsplatz, der Lifeguide begleitet die Ausstellung mit Infos zu ihren Themen.
Ausstellung Terra Extract - Motiv Salzgewinnung

Flächen in Rot, Türkis oder leuchtendem Grün treffen auf schnurgerade Linien, kreisrunde Becken und geometrische Muster. Erst beim genaueren Hinsehen erschließt sich, was Tom Hegen aus mehreren hundert Metern Höhe fotografiert hat: Bergwerke und Tagebaue, Ölfelder, riesige landwirtschaftliche Flächen, Salzbecken oder Industrieanlagen.

Es sind Landschaften, die der Mensch geschaffen oder grundlegend verändert hat, um Rohstoffe zu gewinnen, Energie und Lebensmittel zu erzeugen oder andere Bedürfnisse unseres Alltags zu erfüllen.

Auf zehn frei stehenden Ausstellungselementen zeigt die Open-Air-Ausstellung TERRA EXTRACT insgesamt 60 großformatige Farbfotografien – einige davon bis zu vier Meter breit. Ausführliche Bildtexte in deutscher und englischer Sprache erklären, was auf den Aufnahmen zu sehen ist und welche Geschichten hinter den Landschaften stecken.

Entstanden ist die Ausstellung für das Umweltfotofestival „horizonte zingst“, wo sie 2025 erstmals gezeigt wurde. Nun kommt TERRA EXTRACT nach Augsburg, in Tom Hegens Heimatstadt, in der er heute auch sein Studio hat. Bis Juni 2027 ist die Ausstellung auf dem Königsplatz zu sehen.

Woraus besteht unser Alltag?

Gebäude bestehen aus Beton, Stahl und Glas. Für Fahrzeuge, Stromnetze und Smartphones brauchen wir Metalle und mineralische Rohstoffe. Erdöl liefert nicht nur Energie, sondern auch Ausgangsstoffe für Kunststoffe. Unsere Ernährung benötigt Böden, Wasser und Flächen.

Fast alles, was wir benutzen, beginnt deshalb irgendwo mit der Entnahme einer Ressource aus der Natur. Nur sehen wir diese Orte meist nicht. Kupfer und Lithium werden Tausende Kilometer entfernt abgebaut, Erdöl wird gefördert, Wälder und Böden werden genutzt und Landschaften für die Erzeugung von Energie verändert.

TERRA EXTRACT schafft es, diese Distanz zu überbrücken. Die Ausstellung holt Landschaften mitten in die Stadt, die mit unserem Leben verbunden sind. Denn die dort gewonnenen Rohstoffe finden sich längst in unseren Häusern, Fahrzeugen und technischen Geräten wieder.

Schön auf den ersten Blick

Das Besondere an Hegens Bildern ist, dass sie diese Eingriffe nicht in der gewohnten Bildsprache der Umweltzerstörung zeigen. Aus der Vogelperspektive verschwinden viele Details. Dafür treten Farben, Strukturen und geometrische Muster hervor. Industrie- und Abbaulandschaften können dadurch irritierend schön wirken.

Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, was hinter den Farben und Formen steckt. In einem leuchtenden Muster erkennen wir plötzlich ein Becken zur Salz- oder Lithiumgewinnung, in einer scheinbar abstrakten Struktur einen Tagebau oder in einem geometrischen Raster eine intensiv genutzte Agrarlandschaft.

Diese Spannung zwischen Ästhetik und Information gehört zum Konzept der Ausstellung. TERRA EXTRACT gibt dabei bewusst keine fertigen Antworten vor. Die Bilder laden vielmehr dazu ein, genauer hinzusehen und sich selbst mit dem auseinanderzusetzen, was sie zeigen.

Der Fotograf: Tom Hegen

Tom Hegen, Jahrgang 1991, studierte Kommunikations- und Grafikdesign in Augsburg und Konstanz. Im Zentrum seiner fotografischen Arbeit steht seit vielen Jahren die Frage, wie der Mensch die Oberfläche der Erde verändert. Sein Atelier betreibt Hegen heute auf dem Gelände des Alten Gaswerks in Augsburg.

 

Tom Hegens Arbeiten führen ihn zu Abbaugebieten, Industrieanlagen, landwirtschaftlich genutzten Flächen und anderen Orten menschlicher Eingriffe auf der ganzen Welt. Seine Luftbildserien wurden international ausgestellt und in zahlreichen Büchern, Magazinen und Zeitungen veröffentlicht. Für seine Arbeiten erhielt Hegen zahlreiche Auszeichnungen: 2018 und 2021 wurde er mit dem Red Dot Design Award „Best of the Best“ ausgezeichnet, hinzu kommen unter anderem der German Design Award und mehrere International Photography Awards. 2021 schaffte es seine Serie „Coal Mining Germany“ auf die Shortlist des renommierten Leica Oskar Barnack Award.

 

Hegens Werke waren in Ausstellungen und Museen im In- und Ausland zu sehen. Auch internationale Medien haben seine ungewöhnlichen Luftaufnahmen aufgegriffen. Mit seinen Bildbänden, darunter „HABITAT“ und „AIRPORTS“, hat er seine fotografischen Serien zudem in umfangreichen Buchprojekten veröffentlicht.

Fotograf Tom Hegen Portrait

Was hat das mit uns in Augsburg zu tun?

Dieser Frage widmen wir vom Lifeguide Augsburg uns während der Ausstellung: Welche Auswirkungn hat der Abbau von Rohstoffen für Menschen und Umwelt? Welche Ressourcen stecken in den Dingen unseres täglichen Lebens? Und wie können wir gut leben, ohne dabei ständig neue Rohstoffe zu berbrauchen?

Antworten daruf suchen wir direkt vor unserer Haustür.  Unser Ressourcenverbrauch hängt nicht nur von persönlichen Entscheidungen ab. Auch langlebige, reparierbare Produkte, eine durchdachte Infrastruktur, Mobilitätsangebote sowie Möglichkeiten zum Teilen und Wiederverwendenbeeinflussen, wie ressourcenschonend wir leben können.

Kreislaufwirtschaft beginnt im Alltag. Ein reparierter Gegenstand muss nicht ersetzt werden. Geteilte oder ausgeliehene Dinge erübrigen die Neuproduktion für jeden Haushalt. Secondhand, Tauschbörsen und Wiederverwendung verlängern die Lebensdauer von Produkten und Materialien. 

In Augsburg und der Region gibt es viele Orte und Initiativen, an denen repariert, geteilt, getauscht und wiederverwendet wird. Viele davon findet ihr im Lifeguide.

Auch die Hochschulen forschen in diese Richtung: An der Universität Augsburg wird untersucht wie sich wertvolle Metalle aus industriellen Abwässern zurückgewinnen oder Rohstoffe aus alten Deponien wieder nutzbar machen lassen. An der Technischen Hochschule Augsburg beschäftigt sich das Recycling Atelier Augsburg damit, Textilien möglichst lange im Kreislauf zu halten.

Während TERRA EXTRACT auf dem Königsplatz zu sehen ist, begleiten wir die Ausstellung mit einem eigenen Themenschwerpunkt: Wir sprechen mit Tom Hegen über seine Bilder und ihre Entstehungsgeschichten, analysieren unseren hohen Rohstoffverbrauch, stellen Forschungsprojekte aus Augsburg vor und zeigen konkrete Möglichkeiten, Ressourcen länger zu nutzen und im Kreislauf zu halten.
 

Info TERRA EXTRACT auf dem Königsplatz

  • Eröffnung: Donnerstag, 1. Oktober 2026, 16:30 Uhr
  • Ort: Königsplatz / Kurze Bahnhofstraße, Augsburg
  • Dauer: 1. Oktober 2026 bis Juni 2027
  • Eintritt: frei, rund um die Uhr zugänglich
  • Rahmenprogramm: Begleitet wird die Ausstellung durch Führungen, Gespräche und Veranstaltungen. Unter anderem beteiligen sich das Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg und die vhs Augsburg am Begleitprogramm.
  • Präsentiert wird TERRA EXTRACT vom Büro für Nachhaltigkeit der Stadt Augsburg in Zusammenarbeit mit Tom Hegen und anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Augsburger Nachhaltigkeitsprozesses. Dass globale Zusammenhänge mitten in der Stadt sichtbar werden, passt dabei zur Grundidee der Lokalen Agenda 21: global denken und vor Ort handeln.
  • Finanziert wurde die Ausstellung in Augsburg durch ENGAGEMENT GLOBAL mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Föderhinweis Engagement Global
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Terra Extract
Umweltschutz & Ökologie

Recycling Atelier Augsburg - von Altkleidern zu neuen Stoffen

Wie werden aus Alttextilien hochwertige Produkte? Das Recycling Atelier Augsburg erforscht als weltweit erste Modellfabrik einen nachhaltigen Stoffkreislauf – von der Sortierung bis zur Weiterverarbeitung.

SIGMA Technopark - Halle 15
Werner-von-Siemens-Straße 6
86159 Augsburg
Deutschland

Produkt aus dem THA Recyclingatelier Augsburg. Bild Matthias Leo

Unsere Kleiderschränke platzen aus allen Nähten: Neue Modetrends, spontane Fehlkäufe oder einfach die Lust auf Veränderung sorgen dafür, dass sich getragene Hemden, Hosen und Pullis zu beachtlichen Bergen stapeln. So entstehen Millionen Tonnen Alttextilien jedes Jahr, weil Mode immer schneller und günstiger produziert wird, während immer weniger Kleidung wirklich lange getragen wird.

Kaum Recycling von Textilien

Von den rund 1,6 Millionen Tonnen Altkleider und insgesamt bis zu fünf Millionen Tonnen Alttextilien in Deutschland werden nur etwa ein Prozent wirklich recycelt – also zu neuen Textilien verarbeitet. 73 Prozent landen in der thermischen Verwertung also der Müllverbrennung – oder auf Deponien. Der Rest wird zu Putzlappen und Malervliesen „downgecycelt“. Das ist ein riesiger Rohstoffverlust, ganz abgesehen von den entstehenden Treibhausgasen durch Verbrennung. 
Wie lässt sich Textilrecycling verbessern, um hochwertige Ringgarne für neue Stoffe und Produkte herzustellen? Antworten darauf sucht das Recycling Atelier Augsburg, eine Modellfabrik für mechanisches Textilrecycling. Gegründet im Juni 2022 von Forschenden der Technischen Hochschule Augsburg und ihres An-Instituts ITA Augsburg, wird das Projekt im Rahmen der Hightech Agenda Plus des Freistaates Bayern gefördert.

Die Idee in Augsburg

Das Recycling Atelier Augsburg betrachtet die gesamte textile Wertschöpfungskette –von der Sortierung von Alttextilien bis zur Herstellung neuer textiler Endprodukte. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit Industriepartnern innovative Lösungen für ein hochwertiges Textilrecycling zu entwickeln und einen geschlossenen Stoffkreislaufes zu schaffen. Alttextilien werden als wertvolle Rohstoffquelle verstanden und durch gezielte Aufbereitungs- und Verarbeitungsprozesse zu hochwertigen Ringgarnen verarbeitet. Daraus entstehen dann neue textile Produkte. 
Entscheidend jedoch ist die Qualität der Ausgangsstoffe.  Um neue Garne zu produzieren, müssen möglichst lange Fasern aus den alten Textilien gewonnen werden. Zerschlissene oder kaputte Kleidung, aber auch Fast-Fashion-Textilien, bieten oftmals nicht die benötigte Qualität.

 

„Haben die Ausgangstextilien eine schlechte Qualität, sind sie für die Herstellung neuer Garne oft nur eingeschränkt nutzbar.“

Loraine Labus, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektingenieurin am ITA Augsburg

Modellwerkstatt und Lernfabrik 

Im Recycling Atelier Augsburg wird Schritt für Schritt getestet, wie sich mechanisches Textilrecycling umsetzen lässt. Es ist ein langer Prozess, bis aus alten Kleidungsstücken neues Garn entsteht. Bei einer Führung durch die Hallen der Modellfabrik im SIGMA Technopark in Augsburg-Hochfeld zeigt Loraine Labus die verschiedenen Prozessschritte des mechanischen Textilrecyclings: 

  • Sortieren: Zunächst müssen die angelieferten Alttextilien sortiert werden. Ein KI-gestütztes Erkennungssystem, entwickelt im THA-Forschungsprojekt „detex“ (Link: https://www.tha.de/Informatik/THA-ias/detex.html) erkannt Farben und  identifiziert Störstoffe wie Knöpfe oder Reißverschlüsse. Diese müssen danach anschließend per Hand entfernt werden, um eine Beschädigung von Maschinen in der weiteren Verarbeitung zu verhindern.
  • Zerkleinern: Danach schneidet eine Maschine die Stoffe in kleine Rechtecke. Die optimale Schnittgröße ist entscheidend, um lange Fasern zu gewinnen. Anschließend zerfasert eine Reißmaschine die Stoffstücke. Die gewonnenen Reißfasern lassen sich zu Garnen verarbeiten oder in Vliesstoffen nutzen, etwa für Gipsfaserplatten im Forschungsprojekt „GiFaTex“ des ITA Augsburgs und des Technologietransferzentrums (TTZ) der THA in Aichach.
  • Mischen und Spinnen: Im nächsten Schritt werden die recycelten Fasern mit neuen Rohfasern, sogenannten „Virgin Fasern“, gemischt, parallelisiert und verstreckt. Eine Mischung aus 50 Prozent Recyclingfasern und 50 Prozent Virgin Baumwollfasern sorgt für die nötige Garnqualität. Vom Kardenband bis zum fertigen Ringgarn wird das Material immer feiner und durch Drehung zu einem stabilen Garn versponnen.

Das Ergebnis

Die im Recycling Atelier Augsburg gewonnenen Recyclinggarne wurden im kleinen Maßstab bereits erfolgreich zu verschiedenen textilen Materialien weiterverarbeitet. Im staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) entstanden auf einer Jaquardwebmaschine unterschiedliche Stoffe für Hemden oder Geschirrhandtücher. Die Garne eigenen sich ebenso zum Stricken. 
Loraine Labus zeigt einen gestrickten Kinderpulli aus Recyclinggarn. Er fühlt sich weich an, seine Farbe ist ein pastelliges Blau. Wie kam diese Farbe zustande? Ganz einfach: Beim Sortieren wurden vor allem blaue Alttextilien ausgewählt. So entfallen das Entfärben und Neufärben, was Chemikalien spart – gut für die Umwelt und die Haut. 
Noch sind Recyclingfasern nicht durchgängig wettbewerbsfähig. Doch das Recycling Atelier Augsburg arbeitet daran, den Prozess technisch, wirtschaftlich und ökologisch zu optimieren. Auf seiner Homepage zeigt das Atelier in kurzen Videos, wie Partnerfirmen die Techniken bereits nutzen und welche Produkte daraus entstehen: Walk 4 Recycling – sustainable textiles. 
Wie du deine alten Textilien richtig entsorgst, bis das Textilrecycling wirklich funktioniert, erfährst du hier: link zum anderen Text

 

„Unser Anspruch ist es, den Recyclinganteil so hoch wie möglich zu setzen. Das entstehende Garn ist nicht so homogen wie herkömmliche Neuware – hier muss ein Umdenken der Endverbraucher stattfinden.“

Loraine Labus, Projektingenieurin am Institut für Textiltechnik Augsburg

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Umsteigen auf Recyclingpapier! ... und damit Urwälder retten. Gastkolumne von Ute Michalik, AG Papierwende der Lokalen Agenda 21 in Augsburg. Sie sagt: Umweltpapier hat ein schlechtes Image. Völlig zu Unrecht. Wer Recylingpapier nutzt, leistet einen großen Beitrag zum Umweltschutz.

Öffnungszeiten
Führungen auf Anfrage
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Repair-Cafés: Reparatur auf Spendenbasis

Repair-Cafés: Reparatur auf Spendenbasis
Nicht alles, was defekt ist, ist schon verloren. In Repair-Cafés reparieren Ehrenamtliche Kleingeräte, Kleidung oder auch Spielzeug oder andere Lieblingsstücke
Reparatur Toaster

Schon 2009 hatte Martine Postma in den Niederlanden die Idee zu Repair-Cafés: Freiwillig Helfende unterstützen Menschen dabei, defekte Gegenstände wie Kleidung, Möbel, Elektrogeräte oder Spielzeug zu reparieren. Die Reparatur erfolgt ehrenamtlich, also in der Regel umsonst. Aber eine kleine Spende ist erwünscht und Ersatzteile müssen bezahlt werden. 

Repair-Cafés in Augsburg und Region

Auch in Augsburg und Region haben sich Repair-Cafés etabliert. Sie fördern nicht nur Nachhaltigkeit, sondern auch Gemeinschaft, indem sie Menschen zusammenbringen, um voneinander zu lernen und Dinge zu bewahren. Hier eine Übersicht über Repair-Cafés in Augsburg, Landkreis Augsburg und Landkreis Aichach-Friedberg.

Augsburg Innenstadt (Textilviertel)

Das Habitat veranstaltet jeden 1. und 3. Samstag im Monat von 12 bis 17 Uhr ein Repair-Café. Reparaturfachkundige helfen ehrenamtlich dabei, Defekte an (maximal 2) mitgebrachten privaten Gebrauchsgegenständen zu untersuchen und im besten Fall gemeinsam zu reparieren. Für Wartende gibt es Kaffee, Kuchen und Keksen bedienen.
Adresse: Das Habitat, Beim Glaspalast 5, 86153 Augsburg
Kontakt: kontakt@das-habitat.de, 0821 56732890
Website: das-habitat.de/repaircafe

Im WERKRAUM können kaputte Gegenstände mit Unterstützung repariert und wieder instand gesetzt werden. In den Werkstattbereichen stehen dafür passende Werkzeuge und Maschinen zur Verfügung. Grundsätzlich ist eine Reparatur während der Öffnungszeiten möglich.
Hilfe bei defekten Elektrogeräten gibt es in der Elektronikwerkstatt: Kompetente Ansprechpartner unterstützen bei Reparaturen immer donnerstags ab 18 Uhr.
Adresse: WERKRAUM Augsburg, Provinostraße 52, Halle B3, 86153 Augsburg
Kontakt: kontakt@werkraum-augsburg.de
Infos: werkraum-augsburg.de/reparieren-statt-wegschmeissen

Augsburg Haunstetten

Das Repair Café Haunstetten mit Radlwerkstatt im BRK-Stadtteilzentrum Haunstetten hat jeden zweiten Freitag im Monat von 15 bis 17 Uhr geöffnet. 
Adresse: Johann-Strauß-Straße 11, 86179 Augsburg
Website: www.stadtteilzentrum-haunstetten.de

Augsburg Herrenbachviertel

Einmal im Monat hilft der „Elektroflüsterer“ im Schwabencenter dabei, euer defektes Elektro-Schätzchen retten. Albert kommt immer am dritten Mittwoch im Monat um 18 Uhr. 
Adresse: Wohnzimmer im Schwabencenter, Wilhelm-Hauff-Straße, 86161 Augsburg (Zugang über Türe Friedberger Straße).
Infos: Mehr spannende Veranstaltungen im „Wohnzimmer im Schwabencenter“ gibt es unter gruenes-schwabencenter.de/wohnzimmer

Augsburg Hochfeld

Regelmäßig am ersten und dritten Donnerstag im Monat veranstaltet des SOS-Kinderdorf im Hochfeld ein Repair-Café.
Adresse: Von-Parseval-Str. 23, 86175 Augsburg
Infos online: https://familien-kompass.augsburg.de/veranstaltungen/repair-cafe-in-augsburg

Augsburg Pfersee

Jeden 3. Samstag im Monat von 8:30 bis 12:30 Uhr veranstaltet die ARCHE Augsburg - Kirche im Sheridanpark ein Reparatur-Café. Die ehrenamtlichen Reparateur*innen helfen dabei, Uhren, elektrische Geräte, Fahrräder, Kinderspielzeug, Kleidung oder sonstiges zu reparieren.
Adresse:  FCG ARCHE Augsburg, Siegfried-Aufhäuser-Str. 19a, 86157 Augsburg 
Infos online: arche-augsburg.de/events-termine/reparatur-cafe

Stadtbergen

Am 3. Samstag in jedem ungeraden Monat von 13 bis 17 Uhr werden die Stadtberger Unkaputt-Macher aktiv: Fachkundiges Personal repariert maximal zwei defekte Gegenstände pro. Die letzte Reparaturannahme ist um 16 Uhr, damit noch genug Zeit für die Reparatur bleibt. Die Reparaturen sind kostenlos. 
Adresse: Jugendzentrum Inside, Am Hopfengarten 12, 86391, Stadtbergen. Barrierefreier Zugang über die Tiefgarage "Am Hopfengarten"
Kontakt: klimaschutz@stadtbergen.de
Website: stadtbergen.de

Königsbrunn

Immer am ersten Freitag im Monat gibt es von 14 bis 17 Uhr im Generationenpark das Reparatur-Treff „ZUM KÖ“. 
Adresse: Dietrich-Bonhoeffer-Str. 40, 86343 Königsbrunn
Infos: mehrgenerationenhaus-koenigsbrunn.de

Schwabmünchen

In Zusammenarbeit mit Kolping findet viermal im Jahr im katholischen Pfarrzentrum in der Stadtmitte von Schwabmünchen ein Repair-Café statt. Dort werden Fahrräder repariert, elektrische Kleingeräte wieder zum Laufen oder Kleidung fachmännisch auf Vordermann gebracht. Wer Unterstützung bei der Benutzung seines Handys benötigt, erhält Hilfe von Jugendlichen. Für alle gibt es Kuchen und etwas zu trinken. 
Adresse: Katholisches Pfarramt, Schrannenplatz, 86830, Schwabmünchen
Infos: bn-schwabmuenchen.de/repaircafe

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Einkaufen, Nutzen, Entsorgen – Strategien gegen Obsoleszenz

Einkaufen, Nutzen, Entsorgen – Strategien gegen Obsoleszenz
Gründe für eine kurze Nutzungsdauer von Geräten und anderen Produkten gibt es viele. Was sich hinter dem Begriff Obsoleszenz verbirgt und was Verbraucher*innen tun können, lest ihr in diesem Beitrag des VerbraucherService Bayern.
Defekte Elektrogreräte auf Wertstoffhof

Oft wird vermutet, dass Hersteller ihre Waren absichtlich so gestalten, dass sie schnell kaputt gehen oder veralten. Doch Obsoleszenz, also das Veralten von Produkten, hängt nicht nur vom Hersteller, sondern auch vom Nutzer ab.

Folgende Arten von Obsoleszenz werden unterschieden:
Werkstoffliche Obsoleszenz

Minderwertige Materialien können kaputt gehen oder Konstruktionsfehler zu Überhitzung führen, selbst kleine Teile können ein vorzeitiges Aus für Geräte bedeuten. Fest eingebaute Verschleißteile wie Akkus, verklebte Gehäuse oder fehlende Ersatzteile erschweren eine Reparatur oder machen sie unmöglich.

Ökonomische Obsoleszenz

Aus Kostengründen wird auf eine Instandhaltung und Instandsetzung vorhandener Geräte und Produkte verzichtet. Hohe Reparaturkosten und teure Ersatzteile auf der einen sowie niedrige Anschaffungskosten auf der anderen Seite, erscheinen häufig aus finanzieller Sicht günstiger und verleiten zum Neukauf.

Funktionale Obsoleszenz

Alte Geräte passen nicht mehr zu neuen Standards. Beispiele sind ein intaktes Ladegerät, das nicht ans neue Smartphone passt, oder ein Drucker, der nicht vom neuen PC betrieben wird. Die Verfügbarkeit von Software-Updates beeinflusst insbesondere die Gebrauchsdauer von PCs und Smartphones. 

Psychologische Obsoleszenz

Das Konsumverhalten wird ständig von Modetrends und neuen Technologien beeinflusst. Das hat zur Folge, dass Produkte lange bevor sie kaputt gehen, ausgetauscht werden. Werbung und Rabatte tragen zusätzlich zum vermehrten Konsum bei.

In Testberichten und privater Nutzung wird oft festgestellt, dass unterhalb einer gewissen Preisgrenze die Qualität nachlässt und Produkte schneller verschleißen. Zu beachten ist jedoch, dass der Preis nur bedingt aussagekräftig ist: Teure Geräte sind nicht automatisch gut.

Immer mehr private Haushalte, immer mehr Gebrauchsgüter

Die Zahl der privaten Haushalte nahm laut Umweltbundesamt von 1991 bis 2023 kontinuierlich auf 41,3 Mio. Haushalte zu. Mit der Zunahme von Haushalten steigt auch bei gleichbleibendem Ausstattungsniveau der Bedarf an Gebrauchsgütern zur Haushaltsausstattung, zugleich verringern sich die zeitlichen Abstände, in denen sie ersetzt werden. Eine schnelle Abfolge aus Kaufen, Entsorgen und erneut Kaufen kostet Geld und Ressourcen und erhöht das Aufkommen von Elektroschrott und sonstigen Abfällen.

Je höher die Zahl an privaten Haushalten, desto wichtiger ist der nachhaltige Umgang mit Gebrauchsgütern. In den meisten Fällen ist das langlebigere Gerät das umweltfreundlichere.

Vorgaben gegen schnellen Verschleiß

Gesetzliche Änderungen, die verbindliche Vorgaben zur Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit von Geräten vorschreiben, sollen helfen, geplanten Verschleiß zu begrenzen. So verpflichtet die Ökodesign-Verordnung seit März 2021 Hersteller dazu, für bestimmte Geräte, darunter Fernseher, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Kühlschränke, je nach Produktgruppe für sieben bis zehn Jahre Ersatzteile und Reparaturanleitungen vorzuhalten.

Seit Juni 2025 gelten entsprechende Vorgaben auch für Smartphones. Zudem ist beim Verkauf neuer Geräte das EU-Energielabel Pflicht. Dieses gibt neben dem Energieverbrauch auch Auskunft über Reparierbarkeit und Widerstandsfähigkeit des jeweiligen Modells. Software-Updates sind fünf Jahre ab Modellende Pflicht. Die Europäische Produktdatenbank EPREL hilft Verbraucherinnen und Verbrauchern, effiziente Produkte zu finden.

Das Recht auf Reparatur regelt die EU-Richtlinie 2024/1799. Sie verpflichtet Hersteller, technisch mögliche Reparaturen anzubieten sowie Ersatzteile und Reparaturinformationen bereitzuhalten. Die Umsetzung in nationales Recht muss bis 31. Juli 2026 erfolgen.

Neben gesetzlichen Vorgaben zur Verlängerung der Produktlebensdauer spielt das Einkaufs- und Nutzungsverhalten von Verbraucherinnen und Verbrauchern eine wichtige Rolle.

Bewusst einkaufen, lange nutzen, fachgerecht entsorgen

In der modernen Konsumgesellschaft werden Haushaltsgeräte häufig schnell entsorgt und gegen neuere und vermeintlich bessere Produkte ausgetauscht. Ein Argument dabei ist die größere Energieeffizienz des Neugeräts. Eine neue Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) vom 25. April 2025 (46/2025) zu Spülmaschinen, Wäschetrocknern, Staubsaugern sowie Kühl- und Gefriergeräten zeigt nun ein deutlich differenziertes Bild. Meist ist es für den eigenen Geldbeutel und das Klima sinnvoll, ältere Haushaltsgeräte weiter zu nutzen und zu reparieren.

Da der deutsche Strommix immer klimafreundlicher wird, macht der Stromverbrauch in der Nutzungsphase der Geräte im Haushalt einen immer kleineren Teil der Treibhausgasemissionen aus und die Herstellung fällt stärker ins Gewicht als früher.
 

Strategien gegen Obsoleszenz:

  • Fragen Sie sich vor jedem Kauf: Brauche ich das Produkt wirklich? Wenn ja: Entspricht es meinen Bedürfnissen? Muss ich es neu kaufen?
  • Leihen, teilen, gebraucht kaufen – nutzen Sie Alternativen zum Neukauf.
  • Informieren Sie sich vorab z.B. mit Hilfe von Testberichten und Meldungen auf Internetforen.
  • Beachten Sie Gütezeichen. Der Blaue Engel beispielsweise kennzeichnet langlebige und reparaturfreundliche Produkte.
  • Achten Sie darauf, ob eine Reparatur möglich ist: Lässt sich ein Gerät öffnen? Wie lange sind Ersatzteile und Updates verfügbar?
  • Beachten Sie die Gebrauchsanleitung und bewahren Sie diese zusammen mit dem Kassenzettel auf.
  • Reklamieren Sie Mängel und signalisieren Sie dem Hersteller, dass Ihnen eine lange Lebensdauer wichtig ist.
  • Lohnt sich eine Reparatur aus finanzieller Sicht nicht, bieten vielerorts nicht-kommerziell organisierte Initiativen Hilfe an oder Reparaturanleitungen aus dem Internet befähigen zur Selbsthilfe.
  • Geben Sie nicht mehr benötigte, intakte Geräte zur weiteren Nutzung ab. Sensible Daten z.B. auf Handy oder PC sollten Sie zuvor löschen.
  • Nutzen Sie Entsorgungsmöglichkeiten an Wertstoffhöfen, beim Händler sowie spezielle Sammelaktionen.

 

Links:

Ausstattung privater Haushalte mit Gebrauchsgütern (Umweltbundesamt)
Haushaltsgeräte länger nutzen lohnt sich (Umweltbundesamt) 
Ökobilanzen von Geräten – weiter nutzen oder austauschen? (Verbraucherportal Bayern) 

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Altkleider entsorgen - so geht's richtig

Altkleider entsorgen - so geht's richtig
Wohin mit den alten Klamotten? Seit Januar 2025 gilt eine EU-Regel für Textilien. Aber nicht alles darf in die Altkleider-Container. Wir zeigen euch, was reingehört.
Altkleider im Stapel.

Die Jeans durchgewetzt, das olle T-Shirt im Schrank noch nie getragen und auf der alten Tischdecke, die zum Abdecken beim Streichen verwendet wurde, jede Menge Farbkleckse – was tun damit? Liest man auf der Seite des Augsburger Abfallwirtschaftsbetriebs aws nach, so wird man feststellen, dass nur das T-Shirt in den Container für Alttextilien darf. Die zerschlissen Jeans und die verschmutzte Tischdecke dagegen sollen im Restmüll (Graue Tonne) entsorgt werden und damit in die Verbrennung gehen. Doch hieß es nicht, dass ALLE Textilien getrennt entsorgt werden müssen? Die neue EU-Regel gilt zwar, die alte Frage jedoch bleibt: Wohin mit nicht mehr benötigten Textilien?

Textilabfälle getrennt sammeln

Seit Januar 2025 sind Textilabfälle getrennt vom Restmüll zu sammeln. Das besagt die Abfallrichtlinie der EU (Richtlinie 2008/98/EG), die im deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetz (§ 20 Abs. 2 KrWG) umgesetzt wurde. Die Aufforderung richtet sich an öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger – das sind in der Regel die Kommunen. Die wiederum stehen mit ihren Abfallwirtschaftsbetrieben dafür in der Verantwortung. Ziel ist es, so mehr Alttextilien in den Kreislauf von Wiederverwendung oder Recycling zu bekommen. Doch was bedeutet das nun für jede*n einzelne*n? Wo kann, soll oder darf man alte Kleidung, Schuhe und weitere Textilien entsorgen?

Altkleider-Container in der Region

In der Region Augsburg arbeiten die Abfallwirtschaftsbetriebe mit der aktion hoffnung sowie in den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg mit dem Bayrischen Roten Kreuz als Partner zusammen. Diese sammeln über eigene Container Alttextilien. Mehr als 190 Container gibt es allein in der Region, eine Karte auf der Homepage der Aktion Hoffnung oder des Bayrischen Roten Kreuz zeigen die Standorte.
Die aktion hoffnung sortiert einen Teil der gesammelten Kleidung selbst. Nur etwa drei bis vier Prozent der Kleidung kann als „Crème de la Crème“ in den eigenen Läden der Organisation, die VINTY´S Secondhandmodeshops in Augsburg, Ettringen und Nürnberg, wieder verkauft werden. Ein weiterer kleiner Teil geht als materielle Projektunterstützung an geprüfte Partner vor allem in Osteuropa. Der weit größere Anteil wird nach den sozial- und umweltverträglichen Kriterien des Dachverbandes FairWertung e.V. Altkleiderspenden für soziale Projekte! - Dachverband FairWertung e. V. an Sortierbetriebe in Europa vermarktet, um mit dem Erlös weitere Projektpartner finanziell zu unterstützen.

Das darf in die Altkleider-Container

In die Alttextilien-Container dürfen damit nur folgende Textilien – sauber und gut erhalten:
•    Oberbekleidung (z.B. Hosen, Kleider, Pullis, auch Leder und Pelze) 
•    Accessoires (Gürtel, Hüte, Mützen, Schals)
•    Vorhänge und Stores
•    Haushalts- und Bettwäsche, Federbetten
•    Schuhe, paarweise gebündelt
•    Handtaschen
•    Plüschtiere, Stoffreste
Als Faustregel gilt: Eine Spende ist nur dann sinnvoll, wenn man die Textilien auch einem Freund oder einer Freundin weitergeben würde. 
Eine genaue Auflistung findet Ihr auf den Tipps für Ihre Kleiderspende der Aktion Hoffnung.

„Leider landen seit der Umsetzung der Getrenntsammlungspflicht immer mehr beschädigte und nicht mehr brauchbare Textilien sowie andere Fremd- und Störstoffe in den Sammelbehältern.“

Karin Stippler, aktion hoffnung

Wohin mit verschlissenen Textilien?

Unbrauchbare Textilien, die in den Sammelcontainern landen, müssen von den Betreibern der Sammelbehälter mitgenommen und entsorgt werden. Für die meist kleinen Organisationen, wie es auch die aktion hoffnung ist, stellt dies einen extrem hohen Aufwand dar, der so nicht machbar ist. „Wir bitten in diesem Zusammenhang nochmals, nur gut erhaltene, saubere und noch tragbare Textilien in die Sammelbehälter zu spenden“, so Karin Stippler, zuständig für Kommunikation bei der aktion hoffnung.
Im Klartext: Es gehören weder verschlissene, beschädigte, nasse, zerschnittene oder schmutzige Textilien bzw. Schuhe noch Stoffreste in die Container. Das bedeutet andersherum: „Beschädigte Textilien gehören in die Restmülltonne“, so Karin Stippler. Auch ihr ist keine Sammelstelle bekannt, an der man seine nicht mehr gut erhaltenen Alttextilien abgeben könnte, um daraus zumindest noch Lumpen oder Malervlies herstellen zu können. Denn auch hier gibt es ein Problem: „Oftmals bestehen Textilien, vor allem sogenannte Fast Fashion-Mode, aus Mischgeweben, die wegen ihrem teils hohen Kunststoffanteil nicht einmal dafür verwendbar sind“, weiß sie zu berichten. 
Bleibt also nur, die abgewetzte Jeans, das farbbekleckste Tischtuch und weitere nicht für die Weitergabe geeignete Textilien selbst als Putz- und Spüllumpen oder Malerabdeck“folie“ zu verwenden.

„Ob aus alter und nicht mehr tragfähiger Kleidung z.B. Malervlies oder Dämmmaterial hergestellt werden kann, kann pauschal nicht gesagt werden.“

Karin Stippler, aktion hoffnung

Zukunft Textil-Recycling

Im Recycling Atelier Augsburg Recycling Atelier (neu, in progress) - ITA Augsburg, der weltweit ersten Modellfabrik für mechanisches Textilrecycling, wird erforscht, wie aus alten Textilien wieder neue Kleidung entstehen kann. Bis es so weit ist, bleibt es wichtig, die Container nur mit geeigneten Stücken zu füllen – damit Recycling und Wiederverwendung funktionieren. 
Und: Jedes saubere Kleidungsstück im Container verlängert die Lebensdauer von Textilien, spart Ressourcen – und unterstützt Projekte in Augsburg und weltweit!

Wer noch mehr zum Thema wissen möchte, findet hier Wege deiner Altkleider - Dachverband FairWertung e. V. nicht nur den hörenswerten Podcast „BrauchBar“ mit Infos, Tipps und spannenden Details aus der Welt der (Alt-)Textilien.


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VINTY´S Secondhand-Mode: Vintage-Kleider und Retro-Schätze auf 300 Quadratmetern:  https://lifeguide-augsburg.de/de/orte/vintys-secondhand-mode
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Reparieren und Selbermachen in Augsburg

Reparieren und Selbermachen in Augsburg
Warum etwas wegwerfen, wenn es noch repariert werden kann? In Augsburg gibt es viele Orte und zahlreiche Initiativen, die sich dem Motto „Reparieren statt Wegwerfen“ verschrieben haben.
Repair_Cafe

Ob in monatlichen Repair-Cafés oder offenen Werkstätten – durch das Reparieren von defekten Geräten und Gegenständen könnt ihr bares Geld sparen, Abfall vermeiden und Rohstoffe schonen. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie und wo ihr in Augsburg etwas reparieren lassen oder selbst Hand anlegen könnt.

 

Offene Werkstätten


In Augsburg laden drei offene Werkstätten dazu ein, kreative Ideen zu verwirklichen, handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen und gemeinschaftlich zu arbeiten. Diese Räume bieten Zugang zu Werkzeugen, Materialien und fachlicher Unterstützung für Hobbybastler*innen, Profis und Neugierige. Ob Holz-, Metall- oder Textilarbeiten, Reparaturen oder Upcycling – die Werkstätten fördern Nachhaltigkeit und soziales Miteinander. Der Werkraum, das Habitat 
und die Quartierswerkstatt am Drei-Auen-Platz bieten vielfältige Möglichkeiten, sich handwerklich auszuprobieren und neue Techniken zu erlernen.

 

Repair-Cafés


Auch in einem Repair-Café repariert man nicht allein. Hier helfen Ehrenamtliche dabei, defekte Alltagsgegenstände zu reparieren. Besucher*innen bringen kaputte Kleidung, Elektrogeräte, Fahrräder oder Spielzeug mit und reparieren dies gemeinsam mit erfahrenen Helfer*innen. Werkzeug und Material stehen vor Ort bereit. 

 

Alle Orte und Termine in Augsburg und den Landkreisen findest du auf unserer Liste der Repair-Cafés. 

 

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