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Gelbes Band: Obst retten statt verkommen lassen

Wenn ihr in den kommenden Wochen im Augsburger Land unterwegs seid und Obstbäume mit gelben Bändern seht - dann dürft ihr hier Äpfel, Birnen, Zwetschen und Co. selbst pflücken.
Streuobstwiesen liefern nicht nur die Ernte für leckeren Apfelsaft aus der Region, sondern erhalten und schützen auch bedrohte Ökosysteme. Foto: Marianne Wagner

Wenn im Spätsommer Äpfel, Birnen oder Zwetschgen reif werden, bleiben viele Früchte an Bäumen und Sträuchern hängen. Damit sie nicht ungenutzt zu Boden fallen und verderben, gibt es die Aktion „Gelbes Band".

Wo Bäume oder Sträucher mit einem gelben Band oder einem entsprechenden Hinweisschild gekennzeichnet sind, dürfen alle kostenlos Früchte für den eigenen Bedarf pflücken. So wird aus überschüssiger Ernte ein gemeinsamer Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung.

Wo kann geerntet werden?

Eine vollständige Übersicht aller Standorte gibt es zwar nicht. Viele öffentliche Obstbäume und andere frei zugängliche Ernteorte sind jedoch auf der Plattform Mundraub verzeichnet. Dort findet ihr neben Obstbäumen auch Nussbäume sowie essbare Wildkräuter und andere frei nutzbare Pflanzen.

Landkreis Augsburg und Gersthofen machen mit

Auch der Landkreis Augsburg beteiligt sich wieder an der Aktion und stellt gelbe Bänder sowie Hinweisschilder für Eigentümerinnen und Eigentümer bereit, die ihre Obstbäume für die Allgemeinheit freigeben möchten. Interessierte können sich per E-Mail an klimaschutz@LRA-a.bayern.de oder telefonisch bei Birte Grüter im Landratsamt Augsburg (0821 3102-2682) melden.

In Gersthofen sind außerdem zahlreiche städtische Obstbäume zum Abernten freigegeben. Privatpersonen, die ebenfalls mitmachen möchten, erhalten gelbe Bänder im Bürgerservice-Zentrum am Rathausplatz.

Bitte mit Rücksicht ernten

Wer das Angebot nutzt, sollte sorgsam mit den Bäumen und ihrer Umgebung umgehen. Gepflückt werden darf nur von den gekennzeichneten Bäumen und ausschließlich für den eigenen Bedarf. Leitern sollten aus Sicherheitsgründen nicht verwendet werden. Äste dürfen weder abgesägt noch beschädigt werden, und auch das Klettern auf die Bäume sollte selbstverständlich tabu sein.

Nehmt außerdem nur so viele Früchte mit, wie ihr tatsächlich verwerten könnt. So hilft die Aktion dabei, wertvolle Lebensmittel zu retten und gleichzeitig Menschen für regionale Ernten und einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren.

Tipp: Habt ihr selbst einen Obstbaum, dessen Ernte ihr nicht vollständig nutzen könnt? Dann kennzeichnet ihn mit einem Gelben Band und teilt eure Früchte mit anderen. So profitieren alle – und weniger Obst landet ungenutzt auf dem Boden.

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