Kultur & Bildung

Sonderausstellung: FRIEDEN

-
ehemalige Synagoge Kriegshaber
Ulmer Straße 228
86156
Augsburg
Foto zeigt das Plakat für die Sonderausstellung Frieden. Das Plakat ist sehr schlicht gehalten, neben den wichtigsten Informationen ist im Hintergrund noch eine Friedenstaube abgebildet.
Frieden ist keine Selbstverständlichkeit. Die neue Ausstellung in der ehemaligen Synagoge Kriegshaber zeigt jüdische Perspektiven auf Frieden – mit Kunst, Dialog und Hoffnung.

Ein Wort, nach dem sich alle sehnen. Und doch wird er weltweit immer fragiler. Kriege, Konflikte, Hass – die Liste ist lang. Aber was braucht es eigentlich für ein friedliches Miteinander? Und wie kann Frieden aktiv gestaltet werden?

Genau darüber regt die neue Sonderausstellung FRIEDEN in der ehemaligen Synagoge Kriegshaber zum Nachdenken an. Bis zum 13. September 2026 richtet die Schau ihren Fokus bewusst weg von Gewalt und beleuchtet verschiedene jüdische Perspektiven auf Frieden – mittels ausgewählter Objekte und Kunstwerke.

Kunst als Protest, Hoffnung als Antrieb

Die Ausstellung stellt Verbindungen zu Judentum, Politik, Krieg, Feminismus, Dialog und Gerechtigkeit her. Sie zeigt, wie Menschen sich für Frieden einsetzen und was die Abwesenheit von Gewalt bedeuten kann. Ein Beispiel: Der Holzschnitt "Peace Now" (1969) des jüdischen Künstlers Ernst Hacker erinnert an die politischen Protestbewegungen seiner Zeit und macht deutlich, wie sich Kunst für gesellschaftlichen Wandel stark machen kann.

 

Foto zeigt den Holzschnitt Peace Now des jüdischen Künstlers Ernst Hacker. Der Holzschnitt ist Teil der Sonderausstellung FRIEDEN in der ehemaligen Synagoge Kriegshaber.

„Mit der Ausstellung möchten wir dafür sensibilisieren, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Er muss immer wieder ausgehandelt, geschützt und aktiv gestaltet werden."

Dr. Carmen Reichert, Museumsdirektorin

Die Ausstellung fällt in ein bedeutsames Jahr: 2025 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal, und das städtische Hohe Friedensfest feiert sein 375-jähriges Jubiläum.

„375 Jahre ist es her, dass die Protestanten das Hohe Friedensfest zum ersten Mal gefeiert haben. Heute wird der Augsburger Feiertag multireligiös gefeiert. Eine Entwicklung, die für viele Generationen nicht vorstellbar schien. Im kommenden Jahr wollen wir uns als Museum am Fest mit einer Kleinen Friedenstafel im Garten der Ehemaligen Synagoge beteiligen."

Dr. Carmen Reichert, Museumsdirektorin

Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben

Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben versteht sich als offener Ort der Begegnung und fördert den Austausch über jüdische Geschichte und Kultur. Die Stärkung einer vielfältigen und diskriminierungsfreien Gesellschaft steht dabei im Mittelpunkt.

Begleitend zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Programm: Friedensfrühstücke mit Gästen aus der Friedensarbeit (22. Februar, 17. Mai, 5. Juli), öffentliche Führungen und die kleine Friedenstafel am 26. Juli im Rahmen des Hohen Friedensfestes.

Die Ausstellung wurde unterstützt durch die AVA, die Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung, die Stadt Augsburg, die Stadtsparkasse Augsburg, die Stiftung Erinnerung, den Verein der Freunde und Förderer des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben e.V. und den Zukunftsregion Augsburg e.V.

Begleitprogramm

Neben der beeindruckenden Ausstellung überzeugt die Schau zusätzlich mit einem umfangreichen Programm:

Friedensfrühstücke:

Führungen mit Gästen aus der Friedensarbeit und anschließendem Austausch bei einem gemeinsamen Frühstück

  • Termine: 22. Februar, 17. Mai und 5. Juli
  • Uhrzeit: 11 Uhr
  • Anmeldung notwendig unter: empfang@jmaugsburg.de oder telefonisch 0821-51 36 11

Kleine Friedenstafel im Rahmen des Augsburger Hohen Friedensfestes:

  • Datum: 26. Juli
  • Uhrzeit: 11:00 - 14:00 Uhr
  • Ort: Garten der ehemaligen Synagoge Kriegshaber

Öffentliche Führungen:

  • Termine: 14. Dezember, 18. Januar, 15. März, 26. April, 14. Juni, 2. August oder 13. September
  • Uhrzeit: 15 Uhr
  • Anmeldung notwendig unter: empfang@jmaugsburg.de oder telefonisch 0821-51 36 11

INFO:

  • Ort: Ehemalige Synagoge Kriegshaber
  • Adresse: Ulmer Straße 228, 86156 Augsburg
  • Laufzeit: bis 13. September 2026
  • Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr
  • Eintritt: 6€ / ermäßigt 3€

Ausstellungsort eingeschränkt barrierefrei. Das Museumspersonal informiert Sie gerne. Bitte wenden Sie sich vorab unter kh@jmaugsburg.de oder 0821-444 287 17

 

Das könnte euch auch noch interessieren:

Mulheres pela Paz – Frauen für Frieden e.V. - Kultur als Mittel zum Frieden für Frauen weltweit - das ist das Motto des Augsburger Vereins. Mit Kunst- und Kulturprojekten, werden Frauen aller Orten unterstützt. Und mit dem Friedenskaffe, der mobil vom Kaffee-Fahrrad ausgeschenkt wird.

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen - Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen. Auch in Augsburg.

Martin Luther und die Reformation - Kostenlose Lauschtour durch Augsburgs Altstadt mit nachhaltigen Stationen am Rande der Tour


 

Foto der Augsburger Friedenstafel auf dem Rathausplatz. Viele Menschen sitzen an Tischen unter Sonnenschirmen beisammen.
KONTAKT
Kein Spam, jederzeit kündbar. Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.