Sonderausstellung: FRIEDEN
Ein Wort, nach dem sich alle sehnen. Und doch wird er weltweit immer fragiler. Kriege, Konflikte, Hass – die Liste ist lang. Aber was braucht es eigentlich für ein friedliches Miteinander? Und wie kann Frieden aktiv gestaltet werden?
Genau darüber regt die neue Sonderausstellung FRIEDEN in der ehemaligen Synagoge Kriegshaber zum Nachdenken an. Bis zum 13. September 2026 richtet die Schau ihren Fokus bewusst weg von Gewalt und beleuchtet verschiedene jüdische Perspektiven auf Frieden – mittels ausgewählter Objekte und Kunstwerke.
Kunst als Protest, Hoffnung als Antrieb
Die Ausstellung stellt Verbindungen zu Judentum, Politik, Krieg, Feminismus, Dialog und Gerechtigkeit her. Sie zeigt, wie Menschen sich für Frieden einsetzen und was die Abwesenheit von Gewalt bedeuten kann. Ein Beispiel: Der Holzschnitt "Peace Now" (1969) des jüdischen Künstlers Ernst Hacker erinnert an die politischen Protestbewegungen seiner Zeit und macht deutlich, wie sich Kunst für gesellschaftlichen Wandel stark machen kann.
„Mit der Ausstellung möchten wir dafür sensibilisieren, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Er muss immer wieder ausgehandelt, geschützt und aktiv gestaltet werden."
Dr. Carmen Reichert, Museumsdirektorin
Die Ausstellung fällt in ein bedeutsames Jahr: 2025 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal, und das städtische Hohe Friedensfest feiert sein 375-jähriges Jubiläum.
„375 Jahre ist es her, dass die Protestanten das Hohe Friedensfest zum ersten Mal gefeiert haben. Heute wird der Augsburger Feiertag multireligiös gefeiert. Eine Entwicklung, die für viele Generationen nicht vorstellbar schien. Im kommenden Jahr wollen wir uns als Museum am Fest mit einer Kleinen Friedenstafel im Garten der Ehemaligen Synagoge beteiligen."
Dr. Carmen Reichert, Museumsdirektorin
Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben
Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben versteht sich als offener Ort der Begegnung und fördert den Austausch über jüdische Geschichte und Kultur. Die Stärkung einer vielfältigen und diskriminierungsfreien Gesellschaft steht dabei im Mittelpunkt.
Begleitend zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Programm: Friedensfrühstücke mit Gästen aus der Friedensarbeit (22. Februar, 17. Mai, 5. Juli), öffentliche Führungen und die kleine Friedenstafel am 26. Juli im Rahmen des Hohen Friedensfestes.
Die Ausstellung wurde unterstützt durch die AVA, die Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung, die Stadt Augsburg, die Stadtsparkasse Augsburg, die Stiftung Erinnerung, den Verein der Freunde und Förderer des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben e.V. und den Zukunftsregion Augsburg e.V.
Begleitprogramm
Neben der beeindruckenden Ausstellung überzeugt die Schau zusätzlich mit einem umfangreichen Programm:
Friedensfrühstücke:
Führungen mit Gästen aus der Friedensarbeit und anschließendem Austausch bei einem gemeinsamen Frühstück
- Termine: 22. Februar, 17. Mai und 5. Juli
- Uhrzeit: 11 Uhr
- Anmeldung notwendig unter: empfang@jmaugsburg.de oder telefonisch 0821-51 36 11
Kleine Friedenstafel im Rahmen des Augsburger Hohen Friedensfestes:
- Datum: 26. Juli
- Uhrzeit: 11:00 - 14:00 Uhr
- Ort: Garten der ehemaligen Synagoge Kriegshaber
Öffentliche Führungen:
- Termine: 14. Dezember, 18. Januar, 15. März, 26. April, 14. Juni, 2. August oder 13. September
- Uhrzeit: 15 Uhr
- Anmeldung notwendig unter: empfang@jmaugsburg.de oder telefonisch 0821-51 36 11
INFO:
- Ort: Ehemalige Synagoge Kriegshaber
- Adresse: Ulmer Straße 228, 86156 Augsburg
- Laufzeit: bis 13. September 2026
- Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr
- Eintritt: 6€ / ermäßigt 3€
Ausstellungsort eingeschränkt barrierefrei. Das Museumspersonal informiert Sie gerne. Bitte wenden Sie sich vorab unter kh@jmaugsburg.de oder 0821-444 287 17
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