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ZukunftsKino: Der Bayerische Lech

ZukunftsKino: Der Bayerische Lech

Bücherei Mering
Bachstraße 1
86415
Mering
Lech, Augsburg, Foto: Norbert Liesz, Licca Liber, Renaturierung, Alpenfluss, Gebirgsfluss, Freier Lech, Sonnenuntergang,
Das Bündnis Nachhaltiges Mering startet wieder das ZukunftsKino. Diesmal präsentieren die Aktiven den 45-minütigen Film „Der Bayerische Lech – gefürchtet-geliebt-gefangen“.

Der Lech ist bekannt als einer der letzten Wildflüsse nördlich der Alpen. Dies gilt jedoch nur für den oberen Lech in Vorarlberg und Tirol. Auf bayerischem Gebiet wurde der Fluss innerhalb von hundert Jahren vom wilden Gebirgsfluss zum ferngesteuerten Stromlieferanten umfunktioniert.

 

In einer spannenden Dokumentation zeigt der Augsburger Filmautor Heinz Förder, welche Vorstellungen und Ideen dazu geführt haben, den Lech in seine heutige Zwangsjacke zu stecken. Dabei geht es auch um die Auswirkungen des Baus von Kraftwerken auf Natur und Umwelt.

 

Trotz allem bietet die Lechlandschaft auch heute noch Naturerlebnisse besonderer Art. Der Film zeigt auf, wie verwundbar und gefährdet der heutige Zustand ist. Durch viele Maßnahmen wird versucht, die spezielle Lech typische Landschaft zu erhalten. Ob dies gelingt, muss offen bleiben.

 

Im Anschluss an den Film sind alle zur Diskussion mit dem Filmproduzenten Heinz Förder aus Augsburg sowie mit Dr. Eberhard Pfeuffer vom BUND Naturschutz Bayern e. V. aus Augsburg eingeladen. Er ist einer der besten Kenner des Lechs und Autor zahlreicher Bücher.

 

Der Eintritt ist frei! Weitere Informationen bietet das „Bündnis Nachhaltiges Mering“ auch unter www.mering.info

Event-Termin
-

Critical Mass in Königsbrunn

Critical Mass in Königsbrunn

Europaplatz
86343
Königsbrunn
Umweltfreundlich unterwegs mit dem Fahrrad. Foto: Critical Mass Königsbrunn
"Wir sind der Verkehr!" Kreative Form des Straßenprotestes mit mindestens 16 Radler*innen.

Jetzt gibt es auch in Königsbrunn bei Augsburg eine monatliche Critical Mass Aktion. Mit einer Fahrraddemo wirbt Critical Mass für mehr Fahrradverkehr in Städten und Gemeinden - das ist umweltfreundlich und gesund. Seid mit euren Fahrrädern dabei, wenn es an jedem letzten Freitag im Monat um die Mobilität der Zukunft geht: ohne Abgase und mit Muskelkraft. Treffpunkt: 17 Uhr am Europaplatz.

 

Wir sind der Verkehr!

RadfahrerInnen und FußgängerInnen brauchen ihren Platz in der Stadt. Mit einer monatlichen Critical Mass wird nun auch in Königsbrunn darauf aufmerksam gemacht, dass Radfahrer*innen - ebenso wie motorisierte Fahrzeuge  - Teil des Straßenverkehrs sind. Mit dieser kreativen Form des Straßenprotests wollen sie nicht den Verkehr blockieren, sondern Teil des Verkehrs sein. Ihr Credo: „Wir sind der Verkehr!“

 

Mehr als 15 Fahrradfahrer*innen sind laut Straßenverkehrsordnung ein „geschlossener Verband“. Sie dürfen gemeinsam auf der Fahrbahn fahren (§ 27 Abs. 1 StVO) und gelten vom Anfang bis zum Ende als ein Fahrzeug. Hat eine Gruppe von Radler*innen also die „kritische Masse“ von mindestens 16 Fahrrädern erreicht, darf sich die Gruppe wie ein großes Fahrzeug auf der Fahrbahn und im Straßenverkehr verhalten und kann Raum für sich beanspruchen.

Der Treffpunkt für die Critical Mass in Königsbrunn ist jeden letzten Freitag im Monat um 17.00 Uhr auf dem Europaplatz – Besucher*innen aus anderen Städten sind herzlich willkommen!

 

Seit 1992 gibt es weltweit Critical-Mass-Rides

Critical Mass, also die „kritische Masse“, ist eine weltweite Bewegung. Die erste „Critical Mass“ genannte Aktion fand im September 1992 in San Francisco statt. Seidem treffen sich Radfahrer*innen weltweit zu gemeinsamen Fahrten durch die Städte. Eine Critical Mass wird nicht nicht von einzelnen Personen organisiert. Dies gilt auch für die Critical Mass Königsburnn. Bei den Critical-Mass-Rides handelt es sich nicht um eine genehmigungspflichtige Demonstration, sondern um eine Gruppe von Radfahrer*innen, die gemeinsam durch die Stadt fahren. Daher gibt es weder Veranstalter noch Ansprechpartner für die Behörden.

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Critical Mass in Königsbrunn

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Umweltfreundlich unterwegs mit dem Fahrrad. Foto: Critical Mass Königsbrunn
"Wir sind der Verkehr!" Kreative Form des Straßenprotestes mit mindestens 16 Radler*innen.

Jetzt gibt es auch in Königsbrunn bei Augsburg eine monatliche Critical Mass Aktion. Mit einer Fahrraddemo wirbt Critical Mass für mehr Fahrradverkehr in Städten und Gemeinden - das ist umweltfreundlich und gesund. Seid mit euren Fahrrädern dabei, wenn es an jedem letzten Freitag im Monat um die Mobilität der Zukunft geht: ohne Abgase und mit Muskelkraft. Treffpunkt: 17 Uhr am Europaplatz.

 

Wir sind der Verkehr!

RadfahrerInnen und FußgängerInnen brauchen ihren Platz in der Stadt. Mit einer monatlichen Critical Mass wird nun auch in Königsbrunn darauf aufmerksam gemacht, dass Radfahrer*innen - ebenso wie motorisierte Fahrzeuge  - Teil des Straßenverkehrs sind. Mit dieser kreativen Form des Straßenprotests wollen sie nicht den Verkehr blockieren, sondern Teil des Verkehrs sein. Ihr Credo: „Wir sind der Verkehr!“

 

Mehr als 15 Fahrradfahrer*innen sind laut Straßenverkehrsordnung ein „geschlossener Verband“. Sie dürfen gemeinsam auf der Fahrbahn fahren (§ 27 Abs. 1 StVO) und gelten vom Anfang bis zum Ende als ein Fahrzeug. Hat eine Gruppe von Radler*innen also die „kritische Masse“ von mindestens 16 Fahrrädern erreicht, darf sich die Gruppe wie ein großes Fahrzeug auf der Fahrbahn und im Straßenverkehr verhalten und kann Raum für sich beanspruchen.

Der Treffpunkt für die Critical Mass in Königsbrunn ist jeden letzten Freitag im Monat um 17.00 Uhr auf dem Europaplatz – Besucher*innen aus anderen Städten sind herzlich willkommen!

 

Seit 1992 gibt es weltweit Critical-Mass-Rides

Critical Mass, also die „kritische Masse“, ist eine weltweite Bewegung. Die erste „Critical Mass“ genannte Aktion fand im September 1992 in San Francisco statt. Seidem treffen sich Radfahrer*innen weltweit zu gemeinsamen Fahrten durch die Städte. Eine Critical Mass wird nicht nicht von einzelnen Personen organisiert. Dies gilt auch für die Critical Mass Königsburnn. Bei den Critical-Mass-Rides handelt es sich nicht um eine genehmigungspflichtige Demonstration, sondern um eine Gruppe von Radfahrer*innen, die gemeinsam durch die Stadt fahren. Daher gibt es weder Veranstalter noch Ansprechpartner für die Behörden.

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Stammtisch für plastikfreies Leben Augsburg

Stammtisch für plastikfreies und nachhaltiges Leben

Café Anna
Annahof 4
86150
Augsburg
Forum Plastikfrei
Mit weniger Plastik und Verpackung, Ressourcen schonen und ein nachhaltigeres Leben führen.

So gelingt der Zero Waste Lifestyle

 

Beim Stammtisch für plastikfreies Leben tauschen sich die Teilnehmenden darüber aus, wie man im Alltag nachhaltige Alternativen für einen Zero Waste Lifestyle findet. Ebenso geht es um Aktionen, die Augsburg und die Region plastik- und müllfreier werden kann.

Egal ob Einsteiger oder Menschen, die Dinge vertiefen möchten – alle sind eingeladen.

Der Stammtisch findet kostenfrei im Café Anna statt.

Wann: 6. Dezember um 19:30 Uhr

Info und Anmeldung: kontakt@forum-plastikfrei.de  

 

Über den Stammtisch plastikfreies Leben

Die Journalistin Sylvia Schaab und die Grundschullehrerin Andrea Maiwald haben diese unkomplizierte und informative Runde 2015 in Augsburg ins Leben gerufen. Beide sind Expertinnen in Sachen plastikfreies Leben und praktizieren es mit ihren Familien schon seit Jahren. Beide wissen gut, wie schwer ein Anfang ist und wie kompliziert der Balanceakt zwischen Kinderwünschen, Teenageransprüchen oder Diskussionen im Freundeskreis sein können. Sie befürworten einen langsamen Übergang, bei dem Schritt für Schritt Plastik gegen Glas oder Edelstahl ausgetauscht wird und Überflüssiges zum Tausch angeboten oder verschenkt wird.

Der Stammtisch für plastikfreies Leben wird vom "Forum Plastikfrei - Wege in ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Leben" organisiert und findet mittlerweile in vielen Orten in der Region und auch deutschlandweit statt.

 

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Mehr über plastikfreies Leben in Augsburg erfahren Sie außerdem hier:

www.gruenezwerge.wordpress.com

www.gruenerwirdsnimmer.de 

 

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Plastikfrei durch die Erkältungszeit

Plastikfrei durch die Erkältungszeit

Zoom-Online-Konferenz
ONLINE, kostenlos
Heißte Tee, Honig und Zitrone helfen bei Erkältungen - ganz ohne Plastik
Das Forum Plastikfrei lädt zum ersten virtuellen Stammtisch im Winterhalbjahr ein. Passend dazu gibt es Tipps zu plastikfreien Alternativen, um Erkältung zu mildern.

Virtueller Stammtisch für plastikfreies Leben

 

Draußen wird es immer kälter und alle fangen an zu Schniefen und zu Husten. Gerade bei einer Erkältung fällt mit Taschentüchern, Erkältungsbalsam, Nasenspray und Co. viel Müll an. Wie ihr plastikfrei(er)/müllfrei(er) durch die Erkältungszeit kommt, erfahrt ihr beim digitalen Stammtisch im November. Carina Reitmair, PTA und Fachberaterin für Regulationspharmazie zeigt, welche plastikarmen Alternativen es aus der Apotheke und zum Selbermachen gibt.

 

Wann: 9. November 2022, 19:30 - 21:00 Uhr Infos unter www.forum-plastikfrei.de

Hier kann man sich für die Zoom-Konferenz am 9.1.2022 um 19:30 Uhr anmelden.

 

Über den Stammtisch plastikfreies Leben

Die Journalistin Sylvia Schaab und die Grundschullehrerin Andrea Maiwald haben diese unkomplizierte und informative Runde 2015 in Augsburg ins Leben gerufen. Beide sind Expertinnen in Sachen plastikfreies Leben und praktizieren es mit ihren Familien schon seit Jahren. Beide wissen gut, wie schwer ein Anfang ist und wie kompliziert der Balanceakt zwischen Kinderwünschen, Teenageransprüchen oder Diskussionen im Freundeskreis sein können. Sie befürworten einen langsamen Übergang, bei dem Schritt für Schritt Plastik gegen Glas oder Edelstahl ausgetauscht wird und Überflüssiges zum Tausch angeboten oder verschenkt wird.

Der Stammtisch für plastikfreies Leben wird vom "Forum Plastikfrei - Wege in ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Leben" organisiert und findet mittlerweile in vielen Orten in der Region und auch deutschlandweit statt.

 

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Online-Infoveranstaltung: Nachhaltig feiern und heiraten

Online Nachhaltig feiern heiraten plastikfrei

Zoom-Online-Konferenz
ONLINE, kostenlos
Bild für Veranstaltung Nachhaltig Feiern & Heiraten
Sei es ein großes Fest oder gar eine Hochzeit - gerade bei jungen Menschen ist der Wunsch groß, nachhaltig und umweltverträglich zu feiern. Bei diesem Infoabend gibt es handfeste Tipps.

Umweltverträglich Feiern

Geburtstage, Jubiläen oder gar die Hochzeit - ein Fest soll stets zu ein unvergessliches Erlebnis werden. Doch nicht nur der Ablauf, die Gästeliste oder das Essen soll stimmen – immer mehr Menschen möchten die Feier oder die Hochzeit auch umweltverträglich gestalten. Wieso der nachhaltige Aspekt wichtig ist und wie er umgesetzt werden kann, zeigt die Freie Traurednerin Eva Kampfmann, beim diesem Zoom-Infoabend.

 

Von der klaren Entscheidung zu einer nachhaltigen Feier, über die Kommunikation bis hin zur Auswahl der Dienstleister*innen - alle notwendigen Schritte werden an diesem Abend besprochen. Eva Kampfmann kennt sich gut aus. Sie ist mit vielen nachhaltigen DienstleisterInnen vernetzt und hat das Netzwerk nachhaltiger Hochzeitsdiensleiter*innen Green Wedding Network gegründet. 

 

Info

Wann: 16.11.2022, 19:30 - 21:00 Uhr

Anmeldung zur Zoom-Konferenz

Der Abend wir organisiert vom  "Forum Plastikfrei - Wege in ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Leben"

 

Über den Stammtisch plastikfreies Leben

Die Journalistin Sylvia Schaab und die Grundschullehrerin Andrea Maiwald haben diese unkomplizierte und informative Runde 2015 in Augsburg ins Leben gerufen. Beide sind Expertinnen in Sachen plastikfreies Leben und praktizieren es mit ihren Familien schon seit Jahren. Beide wissen gut, wie schwer ein Anfang ist und wie kompliziert der Balanceakt zwischen Kinderwünschen, Teenageransprüchen oder Diskussionen im Freundeskreis sein können. Sie befürworten einen langsamen Übergang, bei dem Schritt für Schritt Plastik gegen Glas oder Edelstahl ausgetauscht wird und Überflüssiges zum Tausch angeboten oder verschenkt wird.

 

 

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German
Das Aindlinger Unternehmen bringt den ersten ökologisch abbaubaren und chemiefreien Kassenbon auf den Markt. Ein einfacher Weg für Unternehmen sowohl etwas für ihre Kund*innen zu tun, als auch für die Umwelt. Und teuer sind die Ökobons auch nicht.
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HIDE
Ort

Ökobon GmbH
St.-Ulrich-Str. 27
86447 Aindling
Deutschland

E-Mail
info [at] oekobon.de

Die Aindlinger Firma Ökobon bietet eine gute Alternative zum herkömmlichen Kassenbon. Jeden Tag spucken Supermarktkassen kilometerlange Schlangen von Kassenbons aus. Herkömmliche Thermopapier-Bons haben meist mehrere gravierende Nachteile:

 

Sie sind mit der chemischen Substanz Bisphenol A (BPA) beschichtet, die giftige Weichmacher enthalten und diejenigen schädigen, die damit in Berührung kommen. Durch die BPA-Beschichtung sind die Kassenbons zugleich umweltschädlich und dürfen nur im Restmüll entsorgt werden. Außerdem verblasst der Druck auf diesen Bons mit der Zeit, denn er ist nicht sonnenlichtresistent. Also lassen sich diese Bons auch nicht archivieren.

 

Das Aindlinger Unternehmen  Ökobon GmbH bietet mit seinem biologisch abbaubaren und recycelbaren Kassenbons eine praktikable und bezahlbare Lösung für alle oben genannten Probleme. Der Aindlinger Ökobon ist chemiefrei und das verwendete Papier ist FSC-zertifiziert, das heißt, es stammt aus nachhaltiger Waldwirtschaft.

 

Der Bon ist sogar für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen, denn im Gegensatz zu den herkömmlichen Bons ist der Öko-Bon bipehnolfrei und beinhaltet keine sonstigen Farbentwickler.

 

Die schwarze Beschriftung liegt beim Ökobon nicht auf dem Papier, sondern ist unter einer feinen Bläschen-Schicht verborgen. Mit einer physikalischen Reaktion werden erst beim Kassieren die schwarzen Zeichen sichtbar. Das bedeutet auch, dass die Beschriftung auf dem Öko-Bon unbegrenzt lange gut lesbar bleibt. Hier wird das Prinzip erklärt.

 

Das technisch komplexe Konzept ist der Grund, warum es nicht schon deutlich früher möglich war, das Produkt auf den Markt zu bringen. Preislich gibt es jedoch keine großen Unterschiede zwischen Ökobon und herkömmlichen Kassenbons.

 

 

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„0% Regenwald. 100% nachhaltig“, lautet das Motto von Aaron Armah und Jakob Hemmers von NERO-Grillkohle.
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Ort

Nero GmbH
Am Mittleren Moos 48
86167 Augsburg
Deutschland

E-Mail
info [at] nero-grillen.de

Aaron Armah und Jakob Hemmers sind Gründer des Augsburger Start-ups NERO-Grillkohle. Mit ihrer von Naturland bio-zertifizierten Grillkohle aus heimischen Resthölzern beweisen sie: Nachhaltig Grillen – das geht, sogar sehr gut! Das Unternehmen setzt neben nachhaltiger Forstwirtschaft auf innovative Produktion, kurze Transportwege und plastikfreie Umverpackungen. 2021 erhielten Aaron Armah und Jakob Hemmers den Zukunftspreis der Stadt Augsburg und den Umweltpreis des Bezirks Schwaben.


 

Ausschlaggebend für die Geschäftsidee der beiden Freunde war eine Ghana-Reise: „Wir kennen uns bereits aus dem Kindergarten und während einer gemeinsamen Reise vor ein paar Jahren sind wir auf die Problematik der Grillkohle aufmerksam geworden", berichtet Jakob.

 

Tipp
Seitenabschnitte

"In Ghana haben wir mit eigenen Augen die Kahlschläge in der Landschaft, die katastrophalen Produktionsbedingungen und schließlich auch das Verschiffen der Ware nach Europa gesehen. Da haben wir gedacht „Das muss doch besser gehen“ und so ist die Idee für NERO geboren. Unser Ansatz: nachhaltige Grillkohle, regional produziert mit Holz aus ökologischer Forstwirtschaft.“

Aaron Armah und Jokab Hemmers, Gründer der NERO GmbH

 

Bei der Umsetzung ihrer Idee machen die beiden Grillbegeisterten keine Kompromisse. Das Restholz für NERO Grillkohle kommt zu 100 Prozent aus nachhaltigen und regionalen Wäldern, wie dem Stadtwald in Saarbrücken, Templin sowie Wäldern in der Champagne. NERO produziert in einem mehrfach für Umweltschutz und Nachhaltigkeit prämierten Werk in Frankreich, sowie seit 2020 in einem zweiten von Naturland zertifizierten Holzkohlewerk in Mecklenburg-Vorpommern.

 

Dank des geschlossenen Herstellungsverfahrens mit hohem Wirkungsgrad ist bei der Verkohlung von NERO Grillkohle keine externe Energiezufuhr nötig. Im Gegenteil: Im innovativen Werk in Frankreich entsteht dabei sogar Energie, die in Form von Ökostrom ins Stromnetz eingespeist wird.

Klimaneutrale Holzkohle

Als einzige Grillkohle auf dem Markt trägt NERO Grillkohle das begehrte Bio-Siegel von Naturland. Bei der Naturland-Zertifizierung kommt es auf eine naturnahe, nachhaltige und bodenschonende Bewirtschaftung an. Außerdem werden für NERO-Grillkohle ausschließlich Resthölzer verwendet, die für eine anderweitige Nutzung, wie zum Beispiel die Möbelproduktion, nicht geeignet sind. In Kooperation mit ClimatePartner leistet NERO zudem einen Ausgleich aller verbleibenden CO2-Emissionen und unterstützt ein Aufforstungsprojekt in Brasilien. Somit ist NERO Grillkohle die erste klimaneutrale Holzkohle.

„In unserem Berufsalltag dreht sich natürlich alles um das Thema Nachhaltigkeit: wie werden die Wälder bewirtschaftet, aus denen unser Holz stammt? Wie können wir Produktion und Logistik noch nachhaltiger gestalten? Und natürlich auch, was können wir darüber hinaus tun? Deswegen engagieren wir uns mit NERO auch seit 2022 für ein nachhaltiges Agroforst-Projekt in Sachsen-Anhalt.“

Aaron Armah und Jokab Hemmers, Gründer der NERO GmbH

Auf einem 120 Hektar großen, bisher völlig strukturlosen Ackerland in Sachsen Anhalt wird eine vorbildliche, kleinteilig strukturierte und nachhaltig bewirtschaftete Ökolandschaft  entstehen. Felder, Gehölze, Wälder und Bio-Landwirtschaft wechseln sich ab, Erosion wird verhindert.

Und was kommt bei Jakob und Aaron auf den Grill?

„Für die meisten gehört Grillen und Fleisch wahrscheinlich erstmal zusammen. Das ist bei uns nicht zwangsläufig so. Es gibt so viele tolle Alternativen zu Fleisch. Ich persönlich finde die meisten vegetarischen Gerichte auf dem Grill wesentlich spannender als die Fleischvariante.“

Jakob Hemmers, Gründer der NERO GmbH

Deshalb veröffentlicht NERO auch regelmäßig vegetarische oder vegane Rezeptvorschläge. Wenn der Anbieter stimmt, kommt für beide aber auch schon einmal ein Stück Fleisch oder Wurst aus regionaler Haltung auf den Grill.

 

Und weil Kochen und Rezepte so viel Spaß machen, gehören seit Neuestem auch Grillsaucen und anderes Grillzubehör zum Angebot von NERO. 2021 und 2022 wurden NERO-Produkte bei Ökotest getestet und landeten unter den Testsiegern.

„Auch privat ist uns das Thema Nachhaltigkeit wichtig – ich denke, hier kann jeder auch im Kleinen etwas dazu beitragen: zum Beispiel auf die Herkunft der gekauften Produkte achten und möglichst regional einkaufen.“

Aaron Armah und Jokab Hemmers, Gründer der NERO Grillkohle GmbH

INFO

Herkömmliche Grillkohle ist regelmäßig für die Zerstörung von Wäldern, Lebensräumen und für soziale Ausbeutung verantwortlich. Jedes Jahr werden hunderttausende Tonnen Tropenholz in Südamerika und Afrika in  qualmenden Meilern zu Grillkohle verkohlt. So fallen jährlich mehr als 14 Millionen Quadratmeter Regenwald der Abholzung für Grillkohle zum Opfer – dies entspricht einer Fläche von knapp 2.000 Fußballfeldern.

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Minouki: Heftumschläge aus 100% Recyclingpapier

Minouki: Heftumschläge aus 100% Recyclingpapier
Wie schön "Öko" für die Schule sein kann, zeigen Sylvia Manharts minouki-Schutzumschläge aus Recyclingkarton: Sie sind gut designt, sowie regional, fair und absolut umweltschonend produziert. 15 Fragen an Sylvia Manhart von minouki
Minouki: Das sind gut designte Heftumschläge aus 100 % Recyclingpapier. Foto: Minouki

"Die Selbstverständlichkeit mit der wir alle in den letzten Jahrzehnten Plastik verwendet und verschwendet haben, muss einfach aufhören. Die Bundesregierung fordert in den eigenen Behörden den Einsatz von Recyclingpapier auf 95% zu erhöhen. Vielleicht ließe sich ja auch eine Quote für den Schulsektor festlegen."

Sylvia Manhart, minouki

Sylvia Manhart hat schon als Schülerin ihre Hefte mit gemustertem Papier eingebunden und dadurch ihre Französisch-Vokabeln ein kleines bisschen lieber gelernt. Heute mag die Mutter von drei Kindern immer noch keine Plastikumschläge. Außerdem hat ihr die Tatsache zu denken gegeben, dass in Deutschland jährlich 200 Millionen Schulhefte verkauft werden. Natürlich erhält nicht jedes Heft einen neuen Plastikumschlag, aber die Summe bleibt gigantisch.

 

Also hat sich Sylvia Manhart hingesetzt und ihre eigenen Schutzumschläge kreiert. Aus festem, 250g/m2 starkem, 100% igem Recyclingkarton, mit glatter, schmutzabweisender Oberfläche. Bedruckt mit Öko-Farben und manuell verarbeitet mit wasserbasiertem Klebstoff. Hergestellt in einer regionalen Druckerei, einem Familienbetrieb. Und richtig schön sind die Schutzumschläge auch noch. Denn Sylvia Manhart will mit ihrem minouki-Heftumschlag Lust auf Umweltschutz machen. Der Prototyp hat im Schulrucksack ihrer 10jährigen Tochter den Dauertest bestanden und auch die Freundinnen fanden die Farben und das Design cool. Also startete Sylvia Manhart im Schuljahr 2016/ 2017  mit ihrem Minouki-Online-Versand. Achtung, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer: Bei Sammelbestellungen gibt es Rabatt!

 

Steckbrief:

Name: Sylvia Manhart

Beruf: Manhart hat Marketing und Anglistik studiert, aktuell in Elternzeit in ihrem Hauptberuf, unterrichtet derweil in Teilzeit Flüchtlingskinder in Deutsch als Fremdsprache

Geboren in: Freising

Lebt in: Freising/ Bayern

Lieblingsort: irgendwo am Mittelmeer

 

15 Fragen an Sylvia Manhart von minouki

 

Bist du gern zur Schule gegangen?

Sylvia  Manhart: Ja, doch, eigentlich schon.

 

Warst du eine gute Schülerin?

Kommt auf die Fächer an. In Sprachen, Sport, Biologie war ich ziemlich gut. Aber worum es in Mathe oder Physik geht, habe ich glaube ich bis zum Abitur nicht wirklich kapiert. (lacht) Da hatte ich auch manchmal richtig schlechte Noten.

 

Wie oder wo hast du als Kind am besten gelernt? Alleine, in meiner Hängematte und leise musste es sein.

 

Wie könnte Schule nachhaltiger werden?

Sylvia: Zum Beispiel indem keine Heftumschläge aus Plastik mehr verwendet werden dürfen. Die Selbstverständlichkeit mit der wir alle in den letzten Jahrzehnten Plastik verwendet und verschwendet haben, muss einfach aufhören. Dasselbe gilt für Frischfaserpapier.

"Das Recyclingpapier der neuen Generation ist absolut hochwertig. Es herrschen aber immer noch Vorurteile gegenüber Recyclingpapier. Zum Beispiel: Es sei „grau" oder "die Tinte verschmiert“. Das alles stimmt längst nicht mehr."

Sylvia Manhart, minouki

Manche Lehrer wissen das – andere nicht. Nicht nur, dass keine Bäume gefällt werden müssen; auch bei der Herstellung ist Recyclingpapier in Bezug auf den Einsatz von Chemikalien, Wasser und Strom dem Frischfaserpapier überlegen. Immerhin fordert die Bundesregierung, in den eigenen Behörden den Einsatz von Recyclingpapier auf 95% zu erhöhen. Vielleicht ließe sich ja auch eine Quote für den Schulsektor festlegen. Die Schreibwarengeschäfte würden sich gezwungenermaßen schnell darauf einstellen. Bei uns „im Schreibwarengschäft um die Ecke“ gibt es aktuell kein einziges Heft aus Recyclingpapier. Klar, dass sich viele Käufer da keine Gedanken machen oder besondere Mühe geben, woanders hinzugehen.

"Umweltschutz muss den Leuten leicht gemacht werden – und attraktiv sein. Darum haben wir die Heftschoner nicht nur umweltfreundlich produziert, sondern versucht, sie gleichzeitig so zu gestalten, dass die Kinder sie auch wirklich gerne benutzen und sie stolz auf ihr „Öko-Produkt“ sind."

Sylvia Manhart, minouki

Minouki: Das sind gut designte Heftumschläge aus 100 % Recyclingpapier. Foto: Minouki

Die minouki Heftschoner sind aus Recyclingkarton gefertigt. Und das Material ist mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet – dem strengsten Siegel für Papier. Ansehen tut man das „öko“ den Umschlägen übrigens überhaupt nicht. Ich bin aber sicher, dass es auch Lehrer geben wird, die sich schwer damit tun, unsere Umschläge zu akzeptieren. Aber dann können die Kinder immer noch auf „100% Recyclingpapier“ und den kleinen Klappentext verweisen. Das sollte diesen Lehrern dann auch den Wind aus dem Segel nehmen. Bislang haben wir aber nur positive Lehrerreaktionen! Es macht Spaß, schöne Hefte zu haben!

Was willst du deinen Kindern unbedingt beibringen?

Fair sein, zusammenhalten, nicht überheblich sein, Respekt zeigen, die Umwelt schützen, nicht in der digitalen Welt versumpfen.

Was bedeutet nachhaltig leben für dich?

Wir als Familie sind bestimmt weit davon entfernt, völlig plastikfrei oder total vorbildlich zu leben. Aber wir geben uns Mühe besser zu werden. Wir fahren mit dem Fahrrad wann immer es geht, wir machen nicht jeden Konsum-Trend mit, kaufen unverpackte, saisonale und regionale Ware auf dem Markt. Wir boykottieren 1-Euro-Shops und Konsorten, wir fliegen nicht und wir kaufen und verkaufen gebrauchte Kleidung und Spielsachen. Immerhin haben wir unsere Kinder so weit gebracht, dass sie mit offenen Augen durch den Supermarkt gehen. Sie verzichten inzwischen oft freiwillig auf Dinge, die sie zwar gerne hätten, aber die es nicht ohne Plastik gibt. Stichwort: „Fußball ohne Chips“ (grinst). Mit drei Kindern und in Elternzeit tut es manchmal weh, wenn man beim Einkaufen für jeden Liter regionaler Bio-Milch aus der Glasflasche 40ct mehr bezahlen muss, als für einen Tetrapack. Aber ich fühle mich inzwischen richtig schlecht, wenn ich bestimmte Produkte in den Korb packe.

Manchmal gibt es aber schlichtweg kein Alternativprodukt – dann kauft man eben doch Produkte, die man eigentlich gar nicht unterstützen möchte. So entstand ja auch die Idee zu den Umschlägen. Ich hab plastikfreie Schutzumschläge gesucht und fand kein wirklich geeignetes, geschweige denn schönes Ersatzprodukt. Da habe ich einfach selbst eines entwickelt!

"Ich denke, je mehr Alternativprodukte es für Plastik gibt, desto besser. Je attraktiver diese sind, umso leichter wird den Endverbrauchern der Wechsel zum nachhaltigeren Produkt fallen. Die Schutzumschläge sind mein persönlicher und sicher sehr kleiner Beitrag auf dem langen Weg zu einer Konsumveränderung, die hoffentlich in allen erdenklichen Bereichen stattfinden wird."

Sylvia Manhart, minouki

Ich wären überglücklich, wenn sich die Idee in den Klassen- und Lehrerzimmern herumsprechen würde: "Es gibt jetzt auch stabile Papierumschläge - viel schöner als die aus Plastik!"

Die Umschläge werden sicher nicht jahrelang halten – da darf man sich nichts vormachen. Sie sind aus Karton. Aber sie sehen nach einem halben Jahr keineswegs schlechter aus, als die Plastikhefter. Zwar zeigen sie ebenfalls Gebrauchsspuren – aber wer Kinder hat weiß: Selbst Plastikumschläge wandern oft nach einem Jahr in die Tonne. Der große Unterschied: Am Ende sind die Papierumschläge biologisch abbaubar.

 

Es geht auch um die Wertschätzung der Dinge. Diese Wegwerfmentalität „Der Plastikhefter hat ja sowieso nur 50ct gekostet – egal wenn der kaputtgeht“ gefällt mir nicht. Der minouki Umschlag kostet natürlich mehr. Sie sind teurer als Plastikumschläge aus Fernost. Dafür werden sie aber regional, fair und absolut umweltschonend produziert.

 

Wer oder was motiviert dich? Meine Kinder, mein Mann.

 

Welcher Moment hat alles verändert? Die Geburt meines ersten Kindes.

 

Frühaufsteher oder Morgenmuffel?

Stummer Frühaufsteher (bis zum ersten Kaffee)

 

Wofür würdest du gern mehr Zeit haben?

(Lacht!) Oh je. Ich habe gerade richtig viel um die Ohren. Das Projekt minouki ist sooo spannend, ich bekomme so viel feedback und Anfragen, bin Marketing, Produktentwicklung und Versandabteilung zugleich. Eigentlich ein Vollzeitjob. Da ich mich als Mutter von drei Kindern nicht traue, alles auf eine Karte zu setzen, arbeite ich trotzdem noch in Teilzeit. Tja, plus drei Kinder und der Haushalt... Um die Frage zu beantworten: Ich hätte manchmal gerne mehr Zeit für … mich (lacht!).

 

Was regt dich auf?

Arroganz.

 

Was kochst du, wenn du Besuch bekommst?

Lasagne.

 

Was ist dein magischer Ort?

Savoudrija an der istrischen Küste

 

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen?

Humor, Ehrlichkeit, Unkompliziertheit.

 

Was möchtest du unbedingt noch tun, in deinem Leben?

Von diesem Start-Up leben können und Freude dabei haben. Und mit meiner Familie einen Urlaub machen, der mindestens drei Wochen dauert.

INFO: www.minouki.com

 

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Mehr über plastikfreies Leben in Augsburg erfahrt ihr außerdem auf Websites von Andrea Maiwald und Sylvia Schaab:

 

Erstveröffentlichung dieses Lifeguide-Interviews: am 2.9.2016

 

Sylvia Manhart von "minouki"ökologische Heftumschläge aus 100% Recyclingpaier. Foto: minouki
Sylvia Manhart von "minouki". Sie entwirft wunderschöne ökologische Heftumschläge aus 100% Recyclingpaier und stellt sie umweltfreundlich, ökologisch und regional her. Foto: minouki
Minouki: Das sind gut designte Heftumschläge aus 100 % Recyclingpapier. Foto: Minouki
Minouki: Das sind gut designte Heftumschläge aus 100 % Recyclingpapier. Foto: Minouki
Minouki: Das sind gut designte Heftumschläge aus 100 % Recyclingpapier. Foto: Minouki
Minouki: Das sind gut designte Heftumschläge aus 100 % Recyclingpapier. Foto: Minouki
Minouki: Das sind gut designte Heftumschläge aus 100 % Recyclingpapier. Foto: Minouki
Minouki: Das sind gut designte Heftumschläge aus 100 % Recyclingpapier. Foto: Minouki
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"Mein Lieblings-Wasserort in Augsburg ist der Stadtwald"

"Mein Lieblings-Wasserort in Augsburg ist der Stadtwald"
Interview mit Nicolas Liebig vom Landschaftspflegeverband Augsburg
Nicolas Liebig, Augsburg, Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg

Wenn sich jemand in der Natur in und um Augsburg auskennt, dann Nicolas Liebig. Ihn fasziniert besonders der Stadtwald mit seinen glasklaren Quellbächen und dessen kulturhistorische Bedeutung für die Fuggerstadt. Der Experte für Wasser in und um Augsburg freut sich besonders über die Auszeichnung des Augsburger Wassermanagement-Systems als UNESCO-Welterbe.

 

Nicolas Liebig, 1972 geboren in Nürtingen, ist Forstwirt und Diplom-Landespfleger und arbeitet seit 1999 als Geschäftsführer beim Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg. Der Verband ist unter anderem Träger der Bildungseinrichtung Umweltstation Augsburg. Liebig ist begeisterter Radfahrer, Bergsteiger und Marathonläufer und als Ornithologe und Botaniker viel in der Natur unterwegs. Besonders fasziniert ihn der Stadtwald und dessen kulturhistorische Bedeutung für die Fuggerstadt - diese Begeisterung gibt er auch in seinem Rad- und Wanderführer „Stadtwald Augsburg“ an die Leser*innen weiter. Seine beiden Kinderbücher vom kleinen Wasserdrachen kommen seit dem Sommer 2018 jedes Jahr als Kindertheaterstück auf die Bühne – natürlich unter freiem Himmel im Augsburger Stadtwald.

 

Wo oder was haben Sie als Kind am liebsten gespielt?

Nicolas Liebig: Mein Motto war „Hauptsache draußen!“, egal bei welchem Wetter. Keschern, Fußballspielen und Feuer machen mochte ich besonders. Die Ferien habe ich oft auf dem Bauernhof meines Onkels verbracht, um dort auf dem Feld und im Stall zu helfen.

 

Trinken Sie Wasser lieber still oder prickelnd?

Still und immer aus dem Wasserhahn!

 

Warum ist das Augsburger Trinkwasser besser als das in anderen Städten?

Es wird direkt im Stadtgebiet gewonnen, es muss nicht aufbereitet werden und es schmeckt!

 

Was können die heutigen Augsburger*innen aus der langen Wassergeschichte Augsburgs lernen?

Dass gutes und ausreichendes Trinkwasser den Augsburgern immer ein ganz wichtiges Anliegen war, für das sie immer bereit waren, viel zu investieren. Der Landschaftspflegeverband  konnte nachweisen, dass das historische System der Quellen und Quellbäche, aus dem die Augsburger*innen über Jahrhunderte ihr Trinkwasser bezogen, bis heute erhalten geblieben ist.

Genug sauberes Wasser, für immer und für alle ist ein Menschenrecht. Wir sollten das hier in Augsburg ganz besonders leben. Ich freue mich sehr, dass die Wassergeschichte Augsburgs im Juli 2019 UNESCO-Welterbe wurde. Darauf dürfen die Augsburger*innen stolz sein!

 

Sie haben viel über Augsburgs Natur geschrieben: Welcher Wasser-Ort fasziniert Sie am meisten?

Ganz klar, der Stadtwald Augsburg mit seinen ungemein artenreichen Lechheiden, den glasklaren Quellbächen und den knorrigen Kiefernwäldern. Dieses Gebiet bietet eine Abgeschiedenheit, die man einer Großstadt gar nicht zutraut.   

 

Was steckt hinter dem Projekt WasSerleben?

Wir haben über 250 Bachnamenstafeln angebracht, Bachkarten angefertigt, Infotafeln aufgestellt, aufwendige Kurzfilme gedreht und eine Internetseite mit informativen Bachsteckbriefen programmiert. Bei der Lauschtour „WasSerleben in Augsburg“ gibt es spannende Wassergeschichten auf Hörspielniveau. Das neueste Produkt des Landschaftspflegeverbandes ist eine interaktive historische Karte, der Kilianplan,  die es ermöglicht, sich mit der historischen Augsburger Wasserversorgung näher zu befassen.

 

2018 hatten wir sicher nicht den letzten trocken-heißen Sommer. In Augsburg gibt es ausreichend Trinkwasser – ist es dennoch sinnvoll, dass die Bürger*innen sparsam mit Wasser umgehen?

Wir leben zwar in humiden, also feuchten Klimagefilden und so schnell wird es bei uns nicht zu Wasserknappheit kommen. Dennoch finde ich, dass wir sparsam mit Wasser umgehen sollten. Denn Sparsamkeit ist oft verbunden mit Wertschätzung. Und unser Trinkwasser als ein endliches Gut, von dem unser Überleben abhängt, verdient Wertschätzung.

 

Was kann jeder Bürger sonst noch tun, um die Ressource Wasser – weltweit – zu schützen?

Wir sollten immer unser Konsumverhalten überdenken. Da schließe ich mich persönlich natürlich mit ein! Achten sollten wir vor allem auf das virtuelle Wasser, das wir z.B. mit unseren Kleidungsstücken oder Nahrungsmitteln aus Regionen importieren, in denen Wasser wirklich ein knappes Gut ist.

 

Wenn sich der Kleine Wasserdrache – eine von Ihnen erfundene Kinderbuchfigur – etwas von den AugsburgerInnen wünschen könnte, wäre das ...

… dass sie den „Schatzwald“, also unseren Stadtwald noch mehr schätzen lernen und künftig alle, aber auch wirklich alle, ihren Müll mit nach Hause nehmen.

 

Die Schäferei in Deutschland stirbt langsam aus. Was hat Sie dazu bewogen, sich dafür einzusetzen, die Wanderschäferei wieder einzuführen?

Es ist einer der ältesten Berufe der Menschheit. Mir gefallen die Landschaften, die von den Wanderschäfer und ihren Tieren über Jahrhunderte gestaltet worden. Ich spreche von den Wacholderheiden der fränkischen und schwäbischen Alb und natürlich von unseren einzigartigen Lechheiden. Und ich bin begeistert von diesem Menschenschlag. Es wäre für unsere Kultur ein unendlicher Verlust, wenn die Wanderschäfer aussterben.

 

Welches war Ihr bislang größter Naturschutzerfolg?

Es ist sehr schwer, ein Projekt hervorzuheben. Die Wiedereinführung der Wanderschäferei ist bestimmt einer der ganz großen Erfolge unseres Verbandes. Aber auch unser Wildpferdeprojekt hat viel bewirkt. Und dann ist da noch die Gründung der Umweltstation Augsburg, mit der wir so tolle und wichtige Umweltbildungsprojekte in Gang bringen.

 

Leben Sie Ihre berufliche Überzeugung auch im Privaten?

Selbstverständlich. Wir haben unseren Garten sehr insektenfreundlich gestaltet, wir kaufen weitestgehend regionale, saisonale und möglichst ökologische Produkte und bei dem wenigen Fleisch, das wir essen, legen wir Wert darauf, dass es aus artgerechter Haltung und am besten aus der Landschaftspflege kommt.

 

Sie wandern gern und lieben das Radfahren: Verraten Sie uns Ihre Lieblings-Wochenend-Ausflugstour?

Ich bin sehr gerne mit dem Mountainbike im Naturpark Augsburg Westliche Wäldern unterwegs. Besonders gut gefallen mit Aussichtspunkte wie die Kapelle zum Heiligen Sebastian in den Holzwinkeln oder die Hohe Reute bei Dinkelscherben.

Zu meinen Lieblingsgipfeln in den Bergen gehört der Biberkopf. Wenn man dort alleine oben steht, ist man in diesem Augenblick der südlichste Mensch in Deutschland...

 

Vor welchen Tieren haben Sie Angst?

Ich habe vor keinem Tier Angst - höchstens vor einigen narzisstischen Exemplaren des Homo sapiens!

 

Erstveröffentlichung des Interviews im Lifeguide-Reiseführer im Dezember 2018

 

Wildpferde, Przewalski-Pferde, Lechheide, Augsburg, Königsbrunn, Naturschutz, Artenschutz, Foto: Norbert Pantel
Auf der Königsbrunner Heide bei Augsburg lebt eine kleine Herde von Przewalski-Pferden. Sie gehören zu den letzten Wildpferden Europas. Foto: Norbert Pantel
kleiner Wasserdrache, Augsburg, Nicolas Liebig, Freilufttheater, Junges Theater Augsburg, Foto: Frauke Wichmann
Der kleine Wasserdrache aus Augsburg, inszeniert vom Jungen Theater Augsburg. Foto: Frauke Wichmann
Lech, Augsburg, Foto: Norbert Liesz, Licca Liber,
Die Kiesbänke des Lech in Augsburg. Foto: Norbert Liesz
Sumpfgladiole, Lechheide, Augsburg, Königsbrunn, Naturschutz, Artenschutz, Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg
Ende Juni ist es in der Königsbrunner Heide besonders schön: Dann blühen die pinkfarbenen Sumpfgladiolen. Nirgendwo in Europa existieren so viele dieser fragilen Blumen. Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg
Kiefernwald, lichter Kiefernwald, Lechheide, Augsburg, Königsbrunn, Naturschutz, Artenschutz, Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg
Die lichten Kiefernwälder der Lechheiden. Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg
Wanderschäfer Hartl und Augsburgs Umweltreferent Reiner Erben beim Schafaufzug in das Sommerweiderevier im Naturschutzgebiet „Stadtwald Augsburg“. Foto: Norbert Liesz
Wanderschäfer Hartl und Augsburgs Umweltreferent Reiner Erben beim Schafaufzug in das Sommerweiderevier im Naturschutzgebiet „Stadtwald Augsburg“. Foto: Norbert Liesz
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