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Auf dieser Plattform kannst du Talente und Stärken anbieten und dir im Gegenzug von anderen helfen lassen.
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Ort

Ernst- Reuter- Platz 1
im Mehrgenerationen-Treffpunkt in der Stadtbücherei, 3. OG
86150 Augsburg
Deutschland

E-Mail
lets-augsburg [at] gmx.de

Der LETS Tauschring stellt eine Plattform zur Verfügung, auf der Augsburger*innen ihre Talente und Stärken anbieten können, um sich im Gegenzug von anderen helfen zu lassen. Damit möchte man die sozialen und wirtschaftlichen Kontakte im regionalen Umfeld der Teilnehmer*innen fördern. Der Tauschring wird von Menschen organisiert, die an der Entwicklung von Talenten und Fähigkeiten sowie dem Austausch von Diensten und Gegenständen ohne Geld interessiert sind.

 

Dienstleistungen gegen Punkte

Für eigene Dienstleistungen sammelt jede*r Bonuspunkte auf einem Konto. Diese Punkte können dann gegen Hilfsleistungen anderer Mitglieder eingetauscht werden. Das auf Nachbarschaftshilfe basierende System soll Menschen animieren, ohne Geld auf faire Weise miteinander zu leben, sich gegenseitig unter die Arme zu greifen, Freundschaften zu schließen und neue Fähigkeiten zu entdecken. Daher gibt es auch  regelmäßig Stammtische.

 

Der Tausch erfolgt im Ring-Prinzip: Susi gießt Peters Blumen, Peter geht für Frau Müller einkaufen, Frau Müller strickt Socken für Susi. Wer mitmachen möchte, kann sich im Büro im "Mehr Generationen Treffpunkt" in der Stadtbücherei am Ernst-Reuter-Platz anmelden.

 

INFO:

Webseite von LETS Augsburg

 

Kontakt:

Mehrgenerationen-Treffpunkt MGT in der Stadtbücherei 3. OG

Ernst-Reuter-Platz 1

86150 Augburg

Tel.: 0821 9078837 

Email: lets-augsburg[ät]gmx.de

 

Weitere Tauschringthemen in ganz Deutschland:

www.tauschringe.info

www.tauschen-ohne-geld.de

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Öffnungszeiten
Büro- und Anmeldezeiten
Freitag, 2 mal im Monat 16 bis 18 Uhr
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Königsbrunn denkt um. Die ZeitBörse ist ein Tauschring für organisierte Nachbarschaftshilfe, der ganz nach dem Prinzip 'tauschen statt zahlen' funktioniert.
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Ort

Bgm.-Wohlfarth-Str.104
86343 Königsbrunn
Deutschland

E-Mail
bewegedich [at] gmx.de

Königsbrunn denkt um. Die ZeitBörse ist ein Tauschring für organisierte Nachbarschaftshilfe, der ganz nach dem Prinzip "tauschen statt zahlen" funktioniert.

Getauscht werden Hilfeleistungen, Beratungen und Gegenstände des täglichen Bedarfs. So werden Nachbarschaftskontakte gepflegt und Geld und Zeit gespart. Die Währung des Tauschrings ist nämlich ein "Talent".

Gegründet wurde die ZeitBörse 1998 und seit 2013 ist sie ein eigenständiger Tauschring und eingetragener Verein mit aktuell 230 Mitgliedern.

Neben dem Kommunikations-Café, das für jeden offen ist und dem Seniorenfahrdienst 60plus, wird jedes Jahr ein großer Warentauschtag für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der Region veranstaltet. Die Mitglieder der ZeitBörse unterstützen soziale Projekte in ihrer Stadt und stärken mit ihrer Hilfsbereitschaft nicht nur sich selbst, sondern auch den Bürgersinn, die Lebensqualität und das Gemeinwohl in Königsbrunn.

Jeden ersten Dienstag im Monat findet um 19.15 Uhr ein Treffen im Gasthof Krone statt. Neugierige und neue Gäste sind hier immer herzlich willkommen!

 

Tipp
Öffnungszeiten
Wochentag
Montag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Dienstag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Mittwoch 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Donnerstag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Freitag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Samstag geschlossen
Sonntag geschlossen
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Kostenlose Literatur im Hofgarten: Perfekt für alle Lesebegeisterten. Das offene Bücherregal im Hofgarten lädt zum kostenlosen Schmökern, Tauschen und Lesen ein.
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Ort

Alte Gasse 1
86152 Augsburg
Deutschland

Perfekt für alle Lesebegeisterten: Das offene Bücherregal im Hofgarten lädt zum kostenlosen Schmökern, Tauschen und Lesen ein.

Der Hofgarten allein ist ja schon einen Besuch wert: Etwas versteckt liegt der Barrockgarten hinter dem Augsburger Dom, ganz in der Nähe der  Regierung von Schwaben. Abgeschirmt vom Lärm der Stadt können die Besucher*innen hier auf einer der vielen Bänke entspannen: Am  Seerosenteich, neben einem Springbrunnen oder auf der Rasenfläche. Der Bücherschrank steht geschützt an der Nordostecke und lädt zum kostenlosen Schmökern, Tauschen und Lesen im Hofgarten oder auch Zuhause ein.

Wer zu Hause gut erhaltene Bücher übrig hat, kann sie in diesem Schrank anderen zur Verfügung stellen und sich selbst mit interessanter Lektüre versorgen.

Alle, die sich darüber hinaus gern über ihre Lieblingsbücher austauschen möchten, dürfen in den Büchern ihre Kontaktdaten und Lesetipps hinterlegen. Der wetterfeste Stahlschrank kann bis zu 250 Bücher beherbergen. Er wird von Lesepat*innen betreut.

 

Vom Kunstprojekt zum Bücherschrank

Ursprünglich handelte es sich bei der offenen Bibliothek im Hofgarten um ein Kunstprojekt. Es wurde im Juli 2001 als etwa drei Meter hohe, mahgonifarbene Vitrine in der Nordost-Ecke des Hofgartens aufgestellt. Über eine Leiter erreichte man das begehbare Dach, von dem aus Dichterlesungen stattfanden. Aufgrund der guten Resonanz blieb das Projekt bis zum Herbst 2002 bestehen. Weil sich die Augsburger*innen den dauerhaften Betrieb einer solchen offenen Bibliothek wünschten, wurde im Juli 2003 ein neuer Bücherschrank im Hofgarten aufgestellt. Bis heute können literaturbegeisterte Augsburger*innen und Besucher*innen dort ihren Horizont mit neuer Literatur erweitern.

 

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Bücherschränke in Augsburg und der Region:

Tipp
Öffnungszeiten
Hofgarten
April bis Oktober täglich 8.00 bis 21.00
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Leseregal in der Raiffeisenbank: Perfekt für alle Lesebegeisterten: Das offene Bücherregal in Gessertshausen lädt zum kostenlosen Schmökern, Tauschen und Lesen ein.
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Ort

Hauptstr. 36
86459 Gessertshausen
Deutschland

Perfekt für alle Lesebegeisterten: Das offene Bücherregal in Gessertshausen lädt zum kostenlosen Schmökern, Tauschen und Lesen ein.

Wer zu Hause gut erhaltene Bücher übrig hat, kann sie in diesem Schrank anderen zur Verfügung stellen und sich selbst mit interessanter Lektüre versorgen.

Alle, die sich darüber hinaus gern über ihre Lieblingsbücher austauschen möchten, dürfen in den Büchern ihre Kontaktdaten und Lesetipps hinterlegen. Der Bücherschrank kann über 200 Bücher beherbergen.

Das Bücherregal befindet sich im Eingangsbereich der Raiffeisenbank im ersten Zimmer links.

 

Bücherschränke in Augsburg und der Region:

Tipp
Öffnungszeiten
Montag 8:15 bis 12:00 14:00 bis 18:00
Dienstag 8:15 bis 12:00 14:00 bis 16:00
Mittwoch 8:15 bis 12:00
Donnerstag 8:15 bis 12:00 14:00 bis 18:00
Freitag 8:15 bis 12:00 13:30 bis 16:00
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Literatur am Brunnenplatz: Perfekt für alle Lesebegeisterten. Das offene Bücherregal auf dem Brunnenplatz lädt zum kostenlosen Schmökern, Tauschen und Lesen ein.
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Ort

Brunnenplatz
Stadtbergen / Leitershofen
Deutschland

Perfekt für alle Lesebegeisterten: Das offene Bücherregal auf dem Brunnenplatz lädt zum kostenlosen Schmökern, Tauschen und Lesen ein.

Wer zu Hause gut erhaltene Bücher übrig hat, kann sie in diesem Schrank anderen zur Verfügung stellen und sich selbst mit interessanter Lektüre versorgen.

Alle, die sich darüber hinaus gern über ihre Lieblingsbücher austauschen möchten, dürfen in den Büchern ihre Kontaktdaten und Lesetipps hinterlegen. Der wetterfeste Stahlschrank kann bis zu 250 Bücher beherbergen. 

Tipp
Öffnungszeiten
Wochentag
jederzeit zugänglich
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Öffentlicher Kräutergarten mit 20 Nutzkräutern zum Selberpflücken
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Ort

Am Roten Tor
86150 Augsburg
Deutschland

In der Nähe vom Roten Tor liegt das sehr hübsch angelegte „Augsburger Kräutergärtlein“, ein öffentlich zugänglicher Kräutergarten mitten in der Stadt, nur wenige Minuten von der Citygalerie entfernt. Gut zu erreichen durch die Rote-Torwall-Anlagen oder vom Kinderspielplatz Lummerland.

Von Buchsbaumhecken gesäumt wachsen hier Salbei, Thai-Minze, Koriander, Schnittlauch, Petersilie und andere Kräuter. An den 20 Kräutern darf geschnuppert und ein Sträußchen für den Eigenbedarf gepflückt werden – allerdings mit Rücksicht auf die nächsten Besucherinnen und Besucher, die vielleicht auch noch ein paar Blättchen für ihren Salat benötigen.

Lifeguide-Meinung: Ein wunderschöner Platz zum Verweilen und Innehalten.

Tipp
Öffnungszeiten
Wochentag
Montag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Dienstag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Mittwoch 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Donnerstag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Freitag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Samstag geschlossen
Sonntag geschlossen
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Gelebte Zukunft auf Schloss Blumenthal

Gelebte Zukunft auf Schloss Blumenthal
Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben.
Foto: Schloss Blumenthal, SoLaWi, Hotel, Biergarten, Augsburg

 

 

Südlich von Aichach, ganz in der Nähe von Augsburg, liegt Schloss Blumenthal. Inmitten von sanften Hügeln, umgeben von Feldern und Wäldern. Die klassisch gelb-weißen Häuser, die Kirche, das Schloss mit Türmchen und die Remise bilden einen nahezu perfekten Kreis. Ein Biergarten und ein Restaurant laden zu regionalen Spezialitäten, das Hotel mit 40 individuell ausgestatteten Zimmern zu komfortabler Übernachtung. Auf den ersten Blick ist Blumenthal also ein typisch schwäbisch-bayerisches Anwesen. Aber das 1568 erbaute Schloss ist heute vor allem eines: „Ein Lernort für gelebte Zukunft“.

Hier haben sich acht Familien vor rund 12 Jahren niedergelassen, um gemeinsam so zu leben, wie es ihren Vorstellungen entspricht. Der nachhaltige Umgang mit Mensch und Natur steht dabei im Mittelpunkt. Außerdem die gute Kommunikation untereinander und Arbeit, mit der jede*r sich identifizieren kann.

Ihre gemeinsamen Unternehmen, wie Hotel, Biergarten, Solidarische Landwirtschaft oder Seminare und Veranstaltungen werden nicht hierarchisch organisiert und funktionieren wie ein selbstführender Organismus. In 2020 wollen sie Schloss Blumenthal Gemeinwohl-zertifizieren lassen, seit 2014 betreiben sie eine Solidarische Landwirtschaft, sie renovieren die älteren Häuser mit ökologischen Materialien, teilen Autos im Carsharing-System und Kleider, Bücher und Medien im Sharing-Room. Die Blumenthaler leben in vielerlei Hinsicht nachhaltig und umweltfreundlich und sie sehen in ihrem Zusammenleben ein „zukunftsweisendes und mutig gelebtes Experiment in praktischer Umsetzung“. Heute leben 42 Erwachsene und 20 Kinder in der Schlossanlage. Darunter Gärtner*innen Musiker*innen, Lehrer*innen, Architekt*innen, Designer*innen, Landwirte und viele Selbstständige. Betrachtet man die hochaktuelle Website, die Professionalität im Hotel- und Gaststättenbereich und die Schnelligkeit der Kommunikation, so ist das Experiment im 21. Jahrhundert angekommen.

 

Solide wirtschaftliche Basis

Aber wie ist das gelungen? Zunächst einmal agierten die Blumenthaler sehr pragmatisch und haben sich für ihre Idee eine solide wirtschaftliche Basis geschaffen. 2006 legten die acht Familien ihr Geld zusammen und brachten gemeinsam die nötigen 50 % Eigenkapital für den Kauf des Blumenthaler Anwesens auf. Ihr Kreditgeber, die GLS-Bank, machte zur Voraussetzung, dass von Anfang an Schulungen für Kommunikation und Konfliktlösung durchgeführt wurden. Fortbildungen gehören auch heute noch zum gemeinsamen Freizeitprogramm – von ökologischem Bauen bis hin zum Tangotanzen ist alles möglich. Einmal im Jahr organisieren die Blumenthaler mit Initiativen aus der Umgebung das Forum Zukunft, in dem neue Wege des Zusammenlebens diskutiert und erarbeitet werden.

 

Mein Nachbar ist auch mein Freund

Im Alltag treffen sich alle Blumenthaler jeden Mittwoch und besprechen Sachthemen, wie Mietverwaltung, Elterngruppen oder neue Ideen und Pläne. Einmal im Monat wird über Privates gesprochen und alle sechs Wochen ist Mittwochs-Plenum, bei dem über Belange der Gemeinschaft abgestimmt wird.

Das gemeinsame Leben hier ist viel intensiver, als in einer normalen Nachbarschaft. Denn meine Nachbarn hier sind auch meine Freunde und ich sehe sie regelmäßig.“ Martin Horack, Schloss Blumenthal.

Martin Horack ist im Leitungsteam des Hotels. Außerdem arbeitet er als freiberuflicher Trainer auch oft außerhalb von Blumenthal. 2007 ist er mit seiner Frau nach Blumenthal gezogen, vor allem, weil „der Mensch ein soziales Wesen“ ist. Für die Realschullehrerin Kathrin Schaefer, ihren Mann Mario und ihre drei Kinder waren gleich mehrere Gründe ausschlaggebend, um nach Blumenthal zu ziehen.

Unsere Kinder wachsen in einem Umfeld auf, wo sie auch andere Erwachsene als Bezugspersonen und Rollenvorbilder haben." Kathrin Schaefer, Schloss Blumenthal.

"Wir suchten einen Bauernhof – Blumenthal suchte Landwirte“, ergänzt Mario Schaefer. Er hat Waldwirtschaft studiert und erarbeitet derzeit das Konzept für eine Käserei mit Hofladen. Und natürlich arbeitet er in der Solidarische Landwirtschaft Blumenthal, kurz SoLaWi.

 

SoLaWi: Landwirte und Verbraucher*innen planen gemeinsam

Das Prinzip ist einfach: In einer solidarischen Landwirtschaft zahlen die Teilnehmer*innen den Bauern das gesamte Jahr über jeden Monat einen festen Betrag. Damit ist für den Landwirt die Finanzierung seines Erntejahres gesichert. Als Gegenleistung wird die Ernte unter den Mitgliedern geteilt. In Blumenthal werden auf 1,5 Hektar 50 verschiedene Gemüsesorten angebaut, sowohl auf der Freifläche, als auch im Gewächshaus. Das heißt, alle SoLaWi-Teilnehmer*innen haben das ganze Jahr über regionales, saisonales Bio-Gemüse. Unverpackt und ohne große Transportwege kann es wöchentlich an sechs verschiedenen Verteilerstellen abgeholt werden. Wer jetzt Lust auf frisches Gemüse bekommen hat, kann dieses Angebot einen Monat lang ausprobieren – für 55 Euro.

 

Hotelführung - ohne hierarchische Strukturen?

Natürlich profitieren auch das Restaurant und der Biergarten auf Schloss Blumenthal von dem reichhaltigen Angebot der SoLaWi. Die Gaststätte kocht fast ausschließlich mit frischen Zutaten und in biologischer Qualität.

Wir haben bei der Hotelführung keine rein hierarchischen Strukturen." Martin Horack, Schloss Blumenthal.

Einmal im Jahr wird eine Jahresplanung festgelegt. Aktuelle Entscheidungen treffen Küche, Rezeption oder Housekeeping eigenständig, ohne Abstimmung mit allen Blumenthaler*innen. Nach einem Jahr wird geprüft, wie das funktioniert hat. „Das hat den Vorteil, dass wir keine lähmenden basisdemokratischen Entscheidungen fällen“, sagt Horack. Und dass die Zufriedenheit der selbstbestimmt arbeitenden Mitarbeiter*innen besonders groß ist. Ein Blick in das Angebot von Schloss Blumenthal zeigt, wie erfolgreich das Konzept ist. Der Terminkalender ist gut gefüllt mit Hochzeiten, Seminaren, Musik, Lesungen oder anderen Events. Demnächst wollen die Blumenthaler ein eigenes Kursprogramm auf die Beine stellen. Die 40 Zimmer des Hotels haben übrigens Blumenthaler Innenarchitekt*innen, Designer*innen oder Künstler*innen ausgestattet. Sie tragen Namen wie Baumhöhle, Orientexpress oder Rendezvous mit einem Globetrotter. Jeder Raum ist ein Unikat und gleichzeitig ein Zeichen für die gelungene Zusammenarbeit der Blumenthaler untereinander.

 

Erst kennenlernen, dann einziehen

Wer Interesse hat, in die Gemeinschaft aufgenommen zu werden, sollte sich Zeit nehmen, Blumenthal und seine Bewohner*innen kennenzulernen. Denn der Einstieg in eine Gemeinschaft ist eine weitreichende Entscheidung. Vom ersten Infotag über das Probewohnen bis hin zur Entscheidung wird etwa ein Jahr veranschlagt. Für Martin Horack hat sich das Prozedere gelohnt:

In Blumenthal stimmt das Verhältnis von ökologischem Fußabdruck und persönlicher Zufriedenheit. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Form des Lebens und des lebenslangen Lernens für mich sehr intensiv, reich und erfüllend ist.“ Martin Horack, Schloss Blumenthal.

Mehr über Blumenthal: www.schloss-blumenthal.deFührung durch Blumenthal: Jeden Sonntag um 14 Uhr findet eine 90-minütige Führung durch Blumenthal statt.Adventszauber: Am 7. und 8. Dezember 2019 ist samstags von 14 - 20 Uhr und sonntags von 11-20 Uhr Weihnachtsmarkt auf Schloss Blumenthal.Forum Zukunft: Das nächste Forum Z findet am 19. April 2020 statt.

Foto: Schloss Blumenthal, SoLaWi, Hotel, Biergarten, Augsburg
Schloss Blumenthal mit Hotel, Restaurant und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal
Foto: Schloss Blumenthal, SoLaWi, Hotel, Biergarten, Augsburg
Schloss Blumenthal mit Hotel, Restaurant und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal
Foto: Schloss Blumenthal, SoLaWi, Hotel, Biergarten, Augsburg
Schloss Blumenthal mit Hotel, Restaurant und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal
Foto: Schloss Blumenthal, SoLaWi, Hotel, Biergarten, Augsburg
Schloss Blumenthal mit Hotel, Restaurant und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal
Foto: Schloss Blumenthal, SoLaWi, Hotel, Biergarten, Augsburg
Schloss Blumenthal mit Hotel, Restaurant und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal
Foto: Schloss Blumenthal, SoLaWi, Hotel, Biergarten, Augsburg
Schloss Blumenthal mit Hotel, Restaurant und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal
Foto: Schloss Blumenthal, SoLaWi, Hotel, Biergarten, Augsburg
Schloss Blumenthal mit Hotel, Restaurant und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal
Schloss Blumenthal bei Aichach: Hotel, Biergarten, Tagungsstätte. Foto: Ernst A. Graf
Schloss Blumenthal bei Aichach: Hotel, Biergarten, Tagungsstätte. Foto: Ernst A. Graf
Foto: Schloss Blumenthal, SoLaWi, Hotel, Biergarten, Augsburg
Schloss Blumenthal mit Hotel und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist ein nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal.
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Lieblingsort in Augsburg - Der Hofgarten

Lieblingsort in Augsburg - Der Hofgarten
Entschleunigend, urban oder erfrischend – Augsburger*innen stellen ihre liebsten Plätze vor. Mit Stadtansichten von Norbert Liesz
Hofgarten, Augsburg, Foto: Norbert Liesz

Cynthias Lieblingsort ist der Hofgarten. Beste Jahreszeit: Frühling bis Herbst. Wirkung: romantisch...

 

Augsburg hat viele Sehenswürdigkeiten. Eine kurze Googlesuche und man findet Attraktionen wie die Fuggerei, den goldenen Saal oder die Puppenkiste. Ich möchte eine etwas andere Perspektive auf Augsburg bieten - abseits der ausgetretenen Touristenpfade. Ich habe Augsburger Bürger*innen nach ihren kostenlosen Lieblingsorten gefragt und konnte eine bunte Mischung aus zehn Entspannungs-Orten in Stadt und Natur zusammentragen.

Als Ausgangspunkt habe ich den Königsplatz gewählt. Von hier aus beschreibe ich den Weg und wie man dort hinkommt – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei manchen Orten reicht auch wenig Zeit für eine kurze, erholsame Stippvisite - etwa in der Mittagspause oder nach Feierabend. In jedem Fall bieten die Orte eine erfrischende Abwechslung zum alltäglichen Augsburg.

 

Nr. 1: Cynthias Lieblingsort

Der Hofgarten mit Bücherschrank

  • Was sich mitzunehmen lohnt: Ein altes Buch zum Weitergeben
  • Ungefähre Aufenthaltsdauer : 30 Minuten
  • Beste Jahreszeit: Frühling bis Herbst
  • Wirkung: romantisch

Etwas versteckt liegt der Hofgarten mitten in der Stadt, ganz in der Nähe vom Theater und vom Augsburger Dom. Durch ein schmiedeeisernes Tor betritt man eine kleine, gepflegte Idylle mit einer erstaunlichen Pflanzenvielfalt. Im Frühjahr ist die Kirschblüte überwältigend. Es gibt einen Springbrunnen, ein Seerosenbecken mit Zierfischen und genügend Bänke und Stühle zum Ausruhen und Verweilen.

 

"Auf mich wirkt der Garten fast wie ein privater Innenhof – vollkommen abgeschirmt vom Lärm der Stadt. Auch von der Gestaltung her ist er ein bisschen aus der Zeit gefallen. Der Hofgarten bietet mir alles, was ich zum Entspannen brauche: Wasser, Grün, Bäume und definitiv auch Bücher. Das Schöne am Bücherschrank im Hofgarten ist: ich schaue auch mal in ein Buch, das ich sonst vielleicht gar nicht lesen würde." Cynthia, Journalistin und Fotografin, 59: Schreibt am liebsten über Menschen, die Lösungen anbieten, sitzt gern am Wasser und liebt jede Art von Kaffee.

 

In der Nordostecke des Hofgartens steht ein Bücherregal, das den kostenlosen Austausch von Büchern anbietet. Gelesene Bücher können hier abgestellt und andere Bücher herausgenommen werden. An sonnigen Tagen bietet es sich an, einen Stuhl heranzuziehen und ein wenig in den verschiedenen Büchern zu schmökern. Stilistisch erinnert die Anlage auch heute noch an die Gartenkunst des Barock und des Rokoko. Sie ist barrierefrei und wird durch eine Mauer vor neugierigen Blicken geschützt.

Geöffnet ist der Hofgarten bei freiem Eintritt von April bis Oktober tagsüber von 8.00 bis 21.00 Uhr. Hunde sind nicht erlaubt.

 

  Der Weg:

  • Adresse: Fronhof 8, 86152 Augsburg
  • Zu Fuß vom Rathausplatz etwa 10 Minuten
  • mit dem Fahrrad etwa 3 Minuten
  • Mit den Straßenbahn: Linie 4 zur Haltestelle „Theater“ oder mit der Linie 2 zur Haltestelle „Dom/Stadtwerke“

 

Die kostenlosen Lieblingsorte unserer Sommer-Serie:

 

Die kostenlosen Lieblingsorte unserer Winter-Serie:

Hofgarten, Augsburg, kostenloser Ort, Barock, Rokkoko, Bücherschrank, Oase in der Stadt, Erholung, Ruhe, Grün in der Stadt, Foto: Norbert Liesz
Der Augsburger Hofgarten - eine Idylle mitten in der Stadt. Geöffnet von April bis Oktober. Foto: Norbert Liesz
Hofgarten, Augsburg, kostenloser Ort, Barock, Rokkoko, Bücherschrank, Oase in der Stadt, Erholung, Ruhe, Grün in der Stadt, Foto: Norbert Liesz
Der Augsburger Hofgarten - eine Idylle mitten in der Stadt. Geöffnet von April bis Oktober. Foto: Norbert Liesz
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Buchtipp: Das Integrationsparadox

Buchtipp: Das Integrationsparadox
Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt
Aladin El-Mafaalanis„Das Integrationsparadox“

Aladin El-Mafaalani hat ein reizvolles Buch geschrieben, das sich in ein paar Stunden am Stück lesen lässt. Mensch sollte anschließend aber noch mal nachlesen, denn es lohnt sich, sich einige Gedanken einzuprägen. Aber erst mal flutscht dieser 235 Seiten starke Essay gut runter, denn er ist schlüssig und interessant, bringt hier und da neue Gedanken bzw. bisher schon Gedachtes gut auf den Punkt.

 

Worum es in dem Buch geht...

El-Mafaalanis meistgebrauchtes Bild ist der gemeinsame Tisch: je mehr verschiedene Menschen es geschafft haben, mit am Tisch zu sitzen  - und niemand mehr auf dem Boden oder am Katzentisch sitzt - desto spannender wird es an diesem Tisch. Und wenn all diese Menschen dann nicht nur mitessen wollen, sondern auch mitreden, mitbestellen, mit entscheiden, was es gibt, am Ende die Tischregeln mitgestalten – dann wird es ricihtig interessant.

In dieser Phase seien wir jetzt in Deutschland. Der Zeit der Superdiversity. Des neuen Wir. Bereichernde und anstrengende Zeiten. Weder Monokultur noch Multikultur. Subjektive und objektive Realitäten klaffen auseinander. Es gibt mehr Dissonanzen, mehr Neuaushandlungen. Und Gespräche, die geführt werden müssen. Veränderungen geschehen nicht von heute auf morgen. Kultur, Identität und Zugehörigkeiten sind nicht beliebig wandelbar.

 

 

Konflikte zeigen Integration

Konflikte sind für ihn nichts Negatives. Sondern Teil sozialen Wandels, meist auf Grund des Strebens nach erweiterter Teilhabe oder „Integration“ oder wie auch immer man das bezeichnen möchte. Konflikte sind für ihn Ausdruck von Ansprüchen, auf Augenhöhe. Und auch populistische Schließungstendenzen sind ihm verständlich, wenn auch vergebens. Es gab und gibt keine konfliktfreien Gesellschaften. Auch wenn es zunächst paradox klingen mag: Gelungene Integration steigert das Konfliktpotenzial. Und: bei Integration handelt es sich um grundlegende, die Gesellschaft verändernde Konflikte.

 

 

Offene Gesellschaft

Immer wieder betont El-Mafaalani: so gut wie heute war es gesellschaftlich in Deutschland noch nie – nicht in den glatten Wirtschaftswunderzeiten und natürlich schon gar nicht während der Herrschaft des Nationalsozialismus, aber das ist ja klar. Nie sei die innere wie die äußere Offenheit in Deutschland größer gewesen. Und die Integration besser.

Auch wenn noch lange nicht alles gut läuft derzeit: endlich wieder ein optimistisches Buch. Mit jeder Menge interessanter Herausforderungen – na und? Migration die Mutter aller Problem? Nein, interessante Realität in der immer kleiner gewordenen globalen Welt, auch in Deutschland, auch in unserer Stadt, auch für uns.

Einfach zu benennen ist das alles nicht. Der Autor selbst ist ein gutes Beispiel: Aladin El-Mafaalani ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, als Kind von eingewanderten Syrern. Er ist Deutscher, offiziell „mit Migrationshintergrund“. In anderen Bezeichnungen „nicht biodeutsch“, „deutschplus“ oder „neuer Deutscher“. Wissenschaftlich: „Postmigrant mit Mehrfachidentität“. Er bevorzugt vermutlich „Mensch mit internationaler Geschichte“. Egal - das alles ist heute deutsch und zeigt unseren Reichtum.

 

 

Teilen, nicht wachsen

Als Kernproblem sieht er nicht kulturelle Verschiedenheit, sondern die soziale Frage, wachsende soziale Ungleichgewichte. Auf die Frage, wie wir es denn schaffen können, diese Ungleichheit abzubauen oder zumindest erträglicher zu machen, auch ohne quantitatives Wachstum, vor allem Wirtschaftswachstum  - schlägt er qualitatives Wachstum vor und präzisiert: Wachstum nach innen. Zusammenwachsen.

 

Der Kuchen wird nicht größer, aber er soll gerechter verteilt werden. Zusammenwachsen ist ein Prozess, mit auch unbekanntem Ziel. Im positiven Sinne spannend. Es muss gewollt werden und erfordert einen langen Atem. Bevorzugte Formen sind Austausch und Kooperation, aber eben auch Streit. Gut integrierte Menschen streben nach Anerkennung und äußern ihre Interessen und Bedürfnisse offensiv. Treibende wie bremsende Kräfte sind wichtig in Veränderungsprozessen, die für die Beteiligten auch mühsam und zum Teil überfordernd sind. Entscheidend ist, wie Menschen bei alldem miteinander umgehen.

 

Nicht nur Aladin El-Mafaalanis Buch „Das Integrationsparadox. Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“ macht Furore. Als er im Januar 2016 auf Einladung des Bildungsbündnisses der Lokalen Agenda in Augsburg war und als Bildungsforscher über „Armut und Begabung“ referierte, war er noch Professor an der Fachhochschule Münster. Jetzt arbeitet er als Abteilungsleiter im NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration und kann die im Buch präsentierten Gedanken hoffentlich in Programme, Projekte und Taten umsetzen. Das lässt hoffen.

 

INFO

Aladin El-Mafaalani, Das Integrationsparadox. Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt, KiWi-Paperback, ISBN: 978-3-462-05164-3, Erschienen am: 16.08.2018, 15,00 €

 

Aladin El-Mafaalani, 1978 im Ruhrgebiet geboren. Er studierte in Bochum Politikwissenschaft, Soziologie, Wirtschaftswissenschaft und Arbeitswissenschaft. Zunächst war er Lehrer am Berufskolleg Ahlen, später Professor für Politikwissenschaft und politische Soziologie an der Fachhochschule Münster. Von 2018 bis 2019 arbeitete er im nordrhein-westfälischen Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in Düsseldorf. Seit Juli 2019 ist er Professor und Inhaber des Lehrstuhls für „Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft“ an der Universität Osnabrück. Zugleich ist er ehrenamtlich Beauftragter des NRW-Integrationsministeriums in Fragen des muslimischen Engagements.  

 

Überarbeitet am 10. Juni 2022

Aladin El-Mafaalanis Buch „Das Integrationsparadox. Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“
Aladin El-Mafaalanis Buch „Das Integrationsparadox. Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“
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