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Elektrogeräte reparieren

Schwabencenter, Augsburg, Elektrogeräte reparieren

Wohnzimmer im Schwabencenter
Wilhelm-Hauff-Straße
86161
Augsburg
Der "Elektroflüsterer" im Wohnzimmer des Schwabencenters sagt euch, ob ihr eure alten Elektrogeräte noch retten können. Foto: Cynthia Matuszewski
Defekte Elektrogeräte einfach wegwerfen? Nein! Vielleicht kann ja der "Elektro-Flüsterer" im Wohnzimmer im Schwabencenter euer defektes Elektro-Schätzchen retten.

Lieber reparieren statt wegwerfen!

Wenn ihr Opas Schallplattenspieler oder euren alten Kasettenrecorder wieder zum Spielen bringt, macht das nicht nur Spaß, sondern ihr spart durch die Reparatur auch wertvolle Ressourcen.

 

INFO: Das Wohnzimmer im Schwabencenter

2015 wurde das Nachbarschafts- und Begegnungszentrum von der Initiative Lebensraum Schwabencenter und der AWO Quartiersentwicklung Herrenbach, Textilviertel und Spickel ins Leben gerufen. In einem ehemaligen Ladenlokal bietet das Wohnzimmer jeden Monat ein abwechslungsreiches Programm: vom gemeinsamen Singen, Spielen, Handarbeiten, Kreativen Schreiben oder Malen, über Hilfen bei Handy- und Computerproblemen, Reparaturen vom Elektroflüsterer und nachbarschaftliche Gesprächsrunden, bis hin zu Bildungsangeboten zum Thema nachhaltiger Lebensführung und konkrete fachliche Beratung für Senioren, sowie die Sprechstunde der Suchtberatung. Durch die Verbindung mit dem Projekt „Grünes Schwabencenter“ wird besonders ökologisches und nachhaltiges Leben und Denken gefördert. Das aktuelle Programm des „Wohnzimmer im Schwabencenter“ findet ihr hier.

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Elektrogeräte reparieren

Schwabencenter, Augsburg, Elektrogeräte reparieren

Wohnzimmer im Schwabencenter
Wilhelm-Hauff-Straße
86161
Augsburg
Der "Elektroflüsterer" im Wohnzimmer des Schwabencenters sagt euch, ob ihr eure alten Elektrogeräte noch retten können. Foto: Cynthia Matuszewski
Defekte Elektrogeräte einfach wegwerfen? Nein! Vielleicht kann ja der "Elektro-Flüsterer" im Wohnzimmer im Schwabencenter euer defektes Elektro-Schätzchen retten.

Lieber reparieren statt wegwerfen!

Wenn ihr Opas Schallplattenspieler oder euren alten Kasettenrecorder wieder zum Spielen bringt, macht das nicht nur Spaß, sondern ihr spart durch die Reparatur auch wertvolle Ressourcen.

 

INFO: Das Wohnzimmer im Schwabencenter

2015 wurde das Nachbarschafts- und Begegnungszentrum von der Initiative Lebensraum Schwabencenter und der AWO Quartiersentwicklung Herrenbach, Textilviertel und Spickel ins Leben gerufen. In einem ehemaligen Ladenlokal bietet das Wohnzimmer jeden Monat ein abwechslungsreiches Programm: vom gemeinsamen Singen, Spielen, Handarbeiten, Kreativen Schreiben oder Malen, über Hilfen bei Handy- und Computerproblemen, Reparaturen vom Elektroflüsterer und nachbarschaftliche Gesprächsrunden, bis hin zu Bildungsangeboten zum Thema nachhaltiger Lebensführung und konkrete fachliche Beratung für Senioren, sowie die Sprechstunde der Suchtberatung. Durch die Verbindung mit dem Projekt „Grünes Schwabencenter“ wird besonders ökologisches und nachhaltiges Leben und Denken gefördert. Das aktuelle Programm des „Wohnzimmer im Schwabencenter“ findet ihr hier.

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Augsburger Radlwoche

Augsburger Radlwoche

bis 24. September 2022
an verschiedenen Orten in ganz Augsburg
Augsburger Radlwoche 2022
Noch bis zum 24. September: Lastenfahrradrennen, Codieraktion zum Diebstahlschutz, ein frühes Frühstück für Early-Bird-Radler*innen, Drive by music-Konzert, Pumptrack-Rennen und vieles mehr: Die Augsburger Radlwochen bieten ein tolles Programm.

Vom 16. bis 24. September dreht sich in Augsburg wieder alles um das Thema Fahrradfahren. Im Folgenden nur ein kleiner Auszug aus dem Programm: Zum gesamten Programm kommt ihr hier.

 

  • Radlcheck 17. und 24. September, jeweils von 10 bis 16 Uhr am Königsplatz Kostenloser Quickcheck. Kleine Mängel werden sofort behoben.
  • Codieraktion zum Diebstahlschutz 17., 18., 24. September, jeweils 10 bis 16 Uhr am Königsplatz
  • Flying Elephant Cargo Bike Race und Testparcours, Sonntag, 18. September,10 bis18 Uhr am Königsplatz. Lastenradrennen für die ganze Familie, freies Training sowie Lastenradtestparcours und Rennen.
  • Pumptrack-Rennen und das Feuerrote Soundmobil Montag, 19. September, ab 16 Uhr, Pumptrack-Anlage im Griesle, Dr.-Otto-Meyer-Straße.
  • Gravelride Dienstag, 20. September, 17 bis 19 Uhr ab Königsplatz, sportliche Feierabend-Runde mit Gravelbikes / Mountainbikes durch die Wälder.

Das Programm zur Radlwoche wird zu großen Teilen ehrenamtlich gestaltet von Augsburgerinnen und Augsburgern.

 

Frühstück an ausgewählten Orten

Gleich zum Start am Freitag, 16. September, wird der ein oder andere Radfahrende an verschiedenen Orten in der Stadt ab 7:30 Uhr mit einem Fahrrad-Frühstück und am Mittwoch, 21. September, ab 17 Uhr mit einem Feierabend-Radler überrascht (solange der Vorrat reicht).

 

Kampagne „Fair im Verkehr“

Während der Radlwoche wirbt die Stadt Augsburg unter dem Motto „Fair im Verkehr“ wieder für ein gutes Miteinander auf Augsburgs Straßen – u.a. mit Radiospots, Postkarten und einer Social-Media- Kampagne.

 

STADTRADELN: Preisverleihung und Abschlussveranstaltung

Vom 2. bis 22. Juli haben sich rund 4.900 Augsburgerinnen und Augsburger an der internationalen Kampagne STADTRADELN des Klima-Bündnisses beteiligt und jeden ihrer geradelten Kilometer gezählt – ob zur Arbeit, in die Schule oder in der Freizeit. Insgesamt sind die Teilnehmenden mehr als 947.000 Kilometer gefahren und erzielten damit das bislang beste Ergebnis in Augsburg. Die fleißigsten Teams und Radfahrenden werden auch in diesem Jahr wieder ausgezeichnet. Unter allen Kilometer-Sammlerinnen und -sammlern wird zudem ein Rad verlost. Die Preisverleihung findet in diesem Jahr im Rahmen der Augsburger Radlwoche am Samstag, 24. September, von 10 bis 12 Uhr, auf der Bühne am Königsplatz statt.

 

Alle Informationen zur Radlwoche werden auf augsburg.de/radlwoche bekanntgegeben. Der Programmflyer und Innenstadtplan für Radlerinnen und Radler ist dort online und zudem in der Bürgerinformation am Rathausplatz erhältlich.

 

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Elektrogeräte reparieren

Schwabencenter, Augsburg, Elektrogeräte reparieren

Wohnzimmer im Schwabencenter
Wilhelm-Hauff-Straße
86161
Augsburg
Der "Elektroflüsterer" im Wohnzimmer des Schwabencenters sagt euch, ob ihr eure alten Elektrogeräte noch retten können. Foto: Cynthia Matuszewski
Defekte Elektrogeräte einfach wegwerfen? Nein! Vielleicht kann ja der "Elektro-Flüsterer" im Wohnzimmer im Schwabencenter euer defektes Elektro-Schätzchen retten.

Lieber reparieren statt wegwerfen!

Wenn ihr Opas Schallplattenspieler oder euren alten Kasettenrecorder wieder zum Spielen bringt, macht das nicht nur Spaß, sondern ihr spart durch die Reparatur auch wertvolle Ressourcen.

 

INFO: Das Wohnzimmer im Schwabencenter

2015 wurde das Nachbarschafts- und Begegnungszentrum von der Initiative Lebensraum Schwabencenter und der AWO Quartiersentwicklung Herrenbach, Textilviertel und Spickel ins Leben gerufen. In einem ehemaligen Ladenlokal bietet das Wohnzimmer jeden Monat ein abwechslungsreiches Programm: vom gemeinsamen Singen, Spielen, Handarbeiten, Kreativen Schreiben oder Malen, über Hilfen bei Handy- und Computerproblemen, Reparaturen vom Elektroflüsterer und nachbarschaftliche Gesprächsrunden, bis hin zu Bildungsangeboten zum Thema nachhaltiger Lebensführung und konkrete fachliche Beratung für Senioren, sowie die Sprechstunde der Suchtberatung. Durch die Verbindung mit dem Projekt „Grünes Schwabencenter“ wird besonders ökologisches und nachhaltiges Leben und Denken gefördert. Das aktuelle Programm des „Wohnzimmer im Schwabencenter“ findet ihr hier.

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22nd dresses – Augsburgs größter Kleiderschrank

22nd dresses – Augsburgs größter Kleiderschrank
Doris Durstin bietet nachhaltige Second-Hand-Mode für jeden Anlass: Hochzeit & Ball, Party & Eleganz, kleines Schwarzes sowie Dirndl & Tracht in vintage & modern.
22nd dresses in Augsburg bietet Second-Hand-Kleider für jeden Anlass. Foto: Mark Kujathent

Ihr habt eine Schwäche für schicke, ausgefallene Kleider? Und würdet am liebsten auf jeder Hochzeit, jedem Geburtstag oder jeder Taufe ein neues Kleid tragen? Das lässt sich aber nicht mit eurem Geldbeutel und schon gar nicht mit eurem nachhaltigen Gewissen vereinbaren? Dann ist Doris Durstin mit ihrem Second-Hand-Shop 22nd dresses genau die Richtige für euch - ihre Kleider tanzen auf vielen Hochzeiten, beglücken die verschiedensten Menschen und schonen dabei wertvolle Ressourcen.


In einem herkömmlichen Second-Hand-Shops ist es oft schwer schicke Kleider zu finden, denn die Auswahl ist meist sehr gering. Entweder ist die eigene Kleidergröße nicht vorhanden, oder es gibt kein passendes Kleid für die Saison. In weniger gängigen Größen wird es noch komplizierter, exquisite Second-Hand-Kleider zu finden.


Die Inhaberin von 22nd dresses, Doris Durstin, kennt diese Probleme. Sie liebt es, zu jedem besonderen Anlass auch ein anderes, ausgefallenes Kleid anzuziehen.

„Zu jedem Event ein neues Kleid zu kaufen war mir zu teuer, zu anstrengend und vor allem viel zu verschwenderisch.“

Doris Durstin, Gründerin von 22nd dresses

So kam ihr die Idee, einen eigenen Second-Hand Laden ausschließlich für festliche Kleider zu eröffnen. Angefangen hat alles mit den ausrangierten Kleidern ihrer Freundinnen, die sie sich zum Geburtstag gewünscht hat. Heute umfasst ihr Kleiderschrank 2.0 über 500 Kleider.

 

Aktuell verkauft sie noch im heimischen Keller, aber sie hofft auf ein eigenes Geschäft. Außerdem möchte sie im Sommer 2022, wenn sich die Möglichkeit ergibt, ein Event mit Musik, Sekt, Schmuck und schönen Kleidern aus zweiter Hand organisieren.

 

Derzeit könnt ihr nach vorheriger Terminvereinbarung nach Lust und Laune bei 22nd dresses stöbern. „Jede Frau weiß, Kleider sollte man anprobieren - daher ist ein Besuch vor Ort immer die beste Option. “, so Doris Durstin. Aber auch Versand, Abholung oder Vorbeibringen ist möglich. Auf der Homepage findet ihr dazu alle aktuellen Kleider im Online-Schaufenster.

 

Die Kleider gibt es zu erschwinglichen Preisen. Das Besondere: Wenn ihr ein Kleid getragen habt, könnt ihr es nach dem Event gereinigt wieder zurück zu 22nd dresses bringen und erhaltet für euren nächsten Einkauf einen Gutschein über 50 Prozent. Dirndl könnt ihr für einen bestimmten Zeitraum ausleihen. So bleibt in Augsburgs größtem Kleiderschrank immer eine vielfältige Auswahl – und bei euch Zuhause mehr Platz für Dinge, die man öfters trägt. Der nachhaltige Gedanke steht bei Doris an erster Stelle.

„Ich würde am liebsten die Konsum-Welt für einen Tag anhalten und nur das benutzen, was gerade vorhanden ist.“

Doris Durstin hat den 'größten Kleiderschrank' mit festlicher Second-Hand-Mode in Augsburg

Daher kauft Doris auch privat am liebsten Second Hand - egal ob Kleidung, Haushaltsgegenstände oder Möbel. Ihr Traum ist ein eigenes Kaufhaus, in dem ausgeliehen, getauscht, repariert und upgecycled wird.

 

Derzeit arbeitet Doris Durstin noch 20 bis 25 Stunden in der Woche in der Augsburger Stadtverwaltung. Aber schon jetzt widmet sie sich in ihrer Freizeit begeistert allen Aktivitäten rund um Second-Hand und Upcyclen.

 

 „Wenn mir eine Idee gefällt, handele ich nach dem Motto 'einfach mal anfangen'", erzählt Doris. „Dabei versuche ich immer (frei nach dem großen Vorbild Sina Trinkwalder) das Gute zu üben und nicht in Perfektion zu scheitern.“ Die neueste Idee entstand im Lockdown, wo sie kurzerhand angefangen hat, aus alten Bettlaken knuffige Haustierkörbchen zu häkeln.

„Jedes Material hat doch einen Sinn und kann wiederverwertet werden.“

Doris Durstin, Gründerin von 22nd dresses

Anfang 2022 hat sie ihre neueste Idee mit „bedderbaskets“ dann auch als Shop umgesetzt – dort sind neben den gehäkelten Upcycling-Körbchen auch Einkaufstaschen aus alten Kleidern zu finden – Sonderwünsche & -anfertigungen sind auch hier immer herzlich willkommen!

 

INFO:

Gastbeitrag von der Geographiestudentin Lisa Jäger

22nd dresses in Augsburg bietet Second-Hand-Kleider für jeden Anlass. Foto: Mark Kujath
22nd dresses in Augsburg bietet Second-Hand-Kleider für jeden Anlass. Foto: Mark Kujath
22nd dresses in Augsburg bietet Second-Hand-Kleider für jeden Anlass. Foto: Mark Kujath
22nd dresses in Augsburg bietet Second-Hand-Kleider für jeden Anlass. Foto: Mark Kujath
22nd dresses in Augsburg bietet Second-Hand-Kleider für jeden Anlass. Foto: Mark Kujath
22nd dresses in Augsburg bietet Second-Hand-Kleider für jeden Anlass. Foto: Mark Kujath
22nd dresses in Augsburg bietet Second-Hand-Kleider für jeden Anlass. Foto: Mark Kujath
22nd dresses in Augsburg bietet Second-Hand-Kleider für jeden Anlass. Foto: Mark Kujath
Doris Durstin (rechts), Gründerin von 22nd dresses in Augsburg, bietet Second-Hand-Kleider für jeden Anlass. Foto: Stefan Quintus
Doris Durstin (Mitte), Gründerin von 22nd dresses in Augsburg, bietet Second-Hand-Kleider für jeden Anlass. Foto: Stefan Quintus
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Mieten statt Kaufen

Mieten statt Kaufen
Jedes Jahr landen rund eine Millionen Tonnen Textilien in der Altkleidertonne, von denen rund ein Drittel noch im Top-Zustand sind. Das wäre eine Wäscheleine bis zum Mond - mit ungenutzter Kleidung. Wie ihr durch Leihen Ressourcen sparen könnt:
Leihen statt kaufen - das geht auch mit festlicher Kleidung! Foto Pixabay

Rund 90% unserer Kleidung kommt aus Asien, der Großteil wiederum aus China. Zwei Drittel aller chinesischen Seen und Flüsse gelten als verschmutzt. Verletzungen unter den Arbeiter*innen sind keine Seltenheit.

Trotz dieser Tatsachen ist für unseren Konsumrausch kein Ende in Sicht. Im Schnitt kaufen wir uns fünf Kleidungsartikel im Monat, das sind 60 im Jahr und 4,8 Milliarden in ganz Deutschland. In den Jahren 2.000 bis 2.010 haben sich die Kleiderkäufe der Deutschen beinahe verdoppelt. Die ausgegebene Summe jedoch nicht. Laut einer Studie der Clean Clothes Campaign gehen von einem T-Shirt, das 29€ kostet rund 18 Cent an alle Arbeiter*innen, die daran beteiligt waren. Obwohl unsere Kleiderschränke voll sind, tragen wir davon rund 40% selten oder nie.

 

Eine Wäscheleine bis zum Mond - mit ungenutzter Kleidung...

Jedes Jahr landen rund eine Millionen Tonnen Textilien in der Altkleidertonne, von denen rund ein Drittel noch im Top-Zustand sind. Grob in Pullover umgerechnet, wäre das eine Wäscheleine voll mit Kleidung, die in etwa zum Mond reichen würde. Was nicht verkauft oder recycelt werden kann, landet auf Deponien. Dadurch gelangen Chemikalien, die bei der Produktion verwendet wurden, wieder in die Umwelt.

 

Was wäre, wenn jeder von uns mehr ausleihen statt kaufen würde?

Diese Zahlen und Tatsachen sind erschreckend. Dabei würde ein kleiner Schritt schon so viel ändern. Ich habe mir Gedanken gemacht und kam dabei auf folgenden Lösungsansatz: Was wäre, wenn jeder von uns mehr ausleihen statt kaufen würde? Dies muss sich nicht nur auf Kleidung beschränken. Viele Gegenstände, die der Durchschnittsdeutsche besitzt, könnten, anstatt im Schrank zu verstauben, einfach vermietet oder verliehen werden. So müsste weniger hergestellt werden, was wiederum positive Folgen mit sich bringt. Doch wie stellt man das am besten an? Ganz einfach: Mit Hilfe der folgenden, speziell ausgewählten Plattformen. Da es sehr viele Tausch- und Leihbörsen im Internet gibt, stellen wir hier einige Seiten vor, deren Kund*innen am zufriedensten sind und die gutes Feedback erhielten.

Falls ihr weitere Plattformen empfehlen möchtet, mailt unserer Redaktion: redaktion@lifeguide-augsburg.de

 

Mieten und Leihen statt Kaufen – Die Plattformen:

 

Dresscoded

Wer sich das Kaufen von Abendkleidung, die sowieso selten getragen wird, ersparen möchte, ist auf dresscoded.com genau richtig. Dresscoded bietet ein großes Sortiment an Kleidung und Zubehör für viele verschiedene Anlässe. Ganz egal ob für einen Geburtstag, eine Hochzeit oder einen Abschlussball. Selbst Dirndl können dort gemietet werden.Ablauf: Die Kleider lassen sich ganz einfach online bestellen. Hier hat man die Möglichkeit zwischen normalem und Expressversand zu wählen. Die Kleider werden mit einem roten Sicherheitssiegel geliefert. Sofern das Kleid passt, einfach Siegel abschneiden und anziehen. Wenn das Kleid nicht passt, kann es mit dem unversehrtem Sicherheitssiegel zurückgeschickt werden und die Kunden erhalten ihr Geld. Die gemieteten Kleider dürfen vier Tage behalten werden. Sollte das nicht reichen, kann man sie auch für acht Tage mieten. Der Rückversand ist nach Ablauf der Frist gratis.

Positiv:

  • Sehr große Auswahl für viele Anlässe; die Kleider sind sehr hochwertig (meistens Designerkleidung mit einem Neupreis von mehreren Tausend Euro)
  • einfaches Prinzip; strukturierte Homepage mit allen wichtigen Infos;
  • die Kleider lassen sich online in einer 360° Ansicht anschauen
  • gute Größenauswahl (34-46)
  • es lassen sich zwei Kleider bestellen, wenn man sich wegen der Größe unsicher ist.

Negativ:

  • Größtenteils teure Kleider (ab 125 €)
  • viele Kleider sind oftmals vergriffen
  • keine Herrenmode

Sollte das die persönliche Preisspanne übersteigen, eignet sich folgende Plattform auch prima für Abendkleidung.

 

myonbelle

Für Alltagskleidung eignet sich myonbelle.de besonders gut. Die Seite bietet viele verschiedene Artikel für fast jeden Anlass.Ablauf: Ab 39 € im Monat wird eine Überraschungsbox mit zwei Kleidungsstücken zugesendet. Diese Kleidungsstücke werden anhand der persönlichen Favoritenliste im Profil ausgewählt. Sollten die zugesendeten Artikel nicht dem Geschmack entsprechen oder sollte die Lust auf die erhaltenen Artikel bereits nach einer Woche verfliegen, kann man das Paket gratis zurücksenden und erhält zwei neue Artikel. Dabei ist es völlig egal, wie viele Überraschungsboxen es im Monat werden. Je nach Abo steigt die Anzahl der in der Box enthaltenen Artikel.

Positiv:

  • große Auswahl
  • einfaches Prinzip 
  • angemessene Preise (Abo ab 39 € im Monat)
  • Kleidung für viele Anlässe (auch Abendkleidung)

Negativ:

  • keine Herrenbekleidung

 

Räubersachen

Wundervolle Kleidung für Kleinkinder bietet raeubersachen.de. Dort gibt es eine große Auswahl an nachhaltigen Klamotten für Babys und Kleinkinder.Ablauf: Alle Kleider lassen sich ganz einfach online bestellen. Dabei können die Kund*innen wählen, wie gut erhalten die Kleidung ist. Angeboten werden die Varianten Neu, Sehr Gut, Gut oder Räubersachen. Räubersachen ist zwar die "schlechteste" - also auch preiswerteste - Kategorie, aber die Kleidungsstücke sind alles andere als kaputt. Wenn zum Beispiel ein Kleidchen, ein Strampler oder ein Anorak Löcher aufweisen, werden diese liebevoll mit Stickereien restauriert. Diese Kleidung fällt dann unter die Kategorie Räubersachen. Je nach Zustand lassen sich nochmals ein paar Cent sparen. Mieten lassen sich die Klamotten so lange wie nötig. Anfangs werden die Kosten für den ersten Monat berechnet. Sollte man die Kleidung länger oder weniger als einen Monat brauchen, wird tag-genau abgerechnet. Die fristgerechte Rücksendung ist gratis.

Positiv:

  • sehr große Auswahl;
  • gut strukturierte Homepage
  • ausführlicher „Fragen & Antworten“- Bereich
  • faire Preise (teilweise unter 5€ pro Monat)
  • einfach und unkompliziert
  • Kleidung im schlechteren Zustand wird liebevoll aufbereitet
  • nachhaltig produziert

Negativ:

  • nichts

 

Doch nicht nur Kleidung für verschiedene Anlässe lässt sich mieten. Mittlerweile ist es auch möglich, nahezu alle Haushaltsgegenstände zu mieten.

 

Weitere Tipps:

Falls ihr nur eine Bohrmaschine oder ein anderes Werkzeug - etwa für euren Umzug - braucht, eignet sich dafür der Leihservice bekannter Baumärkte besonders gut. Ganz egal ob Hornbach oder Obi, vor Ort kann ganz unverbindlich nachgefragt werden, ob der gewünschte Artikel auch zu verleihen ist, denn meist lohnt sich die Anschaffung einer Bohrmaschine oder eines Teppichreinigungsgerätes kaum.

Insgesamt gibt es sehr viel mehr, als die in diesem Artikel genannten Plattformen. Die Auswahl ist also riesig. Doch auch Ideen wie beispielsweise eine Nachbarschaftskartei, in der eingetragen ist, welcher Nachbar über welches Werkzeug verfügt, sind aktuell im Trend. So ließe sich ganz einfach zwischen Nachbarn selten benutztes Werkzeug austauschen. Oder Kleidertauschpartys mit Freund*innen oder im Stadtviertel. So helft ihr mit, überflüssigem Konsum vorzubeugen, denn nicht alles muss im eigenen Besitz sein.

 

Erstveröffentlichung dieses Artikels im Lifeguide: 10.10. 2019

 

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Transition-Town ruft Projekte ins Leben, sammelt Ideen und vernetzt bestehende Initiativen, mit dem Ziel, besser mit Ressourcen, Energie und Nahrung umzugehen.
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Die Transition-Town-Bewegung ruft weltweit Projekte ins Leben, sammelt Ideen und vernetzt bestehende Initiativen, um besser mit Ressourcen, Energie und Nahrung umzugehen. Transition Town möchte eine Perspektive für die Zukunft schaffen.

Basis der Aktivitäten von Transition Town ist das „Energiewende Handbuch“ des Iren Rob Hopkins, der erfolgreich die ersten Transition Towns in England ins Leben gerufen hat. Mittlerweile ist daraus eine weltweite Bewegung mit über 2.500 Initiativen auf lokaler Ebene geworden.

Kern-Ziele des Forums

  • Schonender Umgang mit Ressourcen durch Recycling
  • CO2 Ausstoß senken
  • regionalen Selbstversorgung stärken
  • Wissen vermitteln
  • Bestehende Initiativen vernetzen: Es entstehen neue Ideen und regionale Gemeinschaften
  • Ein persönliches Erfolgserlebnis durch eigener Hände Arbeit

Darüber hinaus beschäftigt sich die Transition Town Augsburg mit den Themen: Recycling-Werkstätten, regionales Wirtschaften, Energie, Ernährung, Gesundheit und noch vieles mehr.

 

Initiativen, die in der Transition Town Augsburg mitarbeiten

  •     Bikekitchen, offene Reparatur-Werkstatt für Fahrräder
  •     CityFarm, ökologische Landwirtschaft im Stadtgebiet mit Schulungsangeboten
  •     Contact e.V., Sozialkaufhaus in Augsburg Haunstetten
  •     ReDesignA, Kurse und Seminare zu Recycling und Design
  •     Bürgerinnen und Bürger der Fahrradstadt 2020
  •     Lebensraum Schwabencenter, Begegnungszentrum, neues Wohnkonzept
  •     Max und Moritz, Lastenradverleih
  •     Forum Plastikfreies Augsburg –  Initiative für weniger Plastik und weniger Müll

Transition Town Augsburg ist Forum der Lokalen Agenda 21 - für ein zukunftsfähiges Augsburg. Weitere Informationen zur Lokalen Agenda 21 findest du unter www.nachhaltigkeit.augsburg.de.

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Superhero oder Dogganandl?

Superhero oder Dogganandl?
Lukas Superheldenfigur aus Plastik ist kaputt - was nun? Die spannende Mitmach-Hörgeschichte des Jungen Theaters Augsburg führt zu plastikfreien Ideen und Alternativen. Audiowalk für Kinder zum Thema „Plastikfrei spielen“.
Susanne Reng, Leitung Junges Theater Augsburg, und Jakob Waldow, der die Figur des Luka in „Superhero oder Dogganandl?“ spricht, beim Testlauf des ersten Audiowalks des Jungen Theaters Augsburg. Foto: Frauke Wichmann

"Unser Ziel ist, Kinder vom Bildschirm wegzulocken, sie aktiv werden und ihre Stadt neu entdecken zu lassen.“ Susanne Reng, künstlerische Leitung des JTA .

Lukas Superheldenfigur aus Plastik ist kaputt.  Der spannende Audiowalk führt in die Augsburger Altstadt - zu plastikfreien Materialien, zu ganz alten und ganz neuen Spielzeug- Ideen und zu tollen DIY-Alternativen. Die Mitmach-Geschicht ist für Menschen ab acht Jahren.

 

Das Junge Theater Augsburg (JTA) hat 2021 seinen ersten Audiowalk zum Thema „Plastikfrei spielen“ veröffentlicht. Die Zeit des Aufführungsverbots nutzte das Junge Theater Augsburg, um seine Liebe zur "Kunst für die Ohren" weiterzuentwickeln. Seit den Zeiten von Abstandhalten und Kontaktbeschränkungen ist der erste Audiowalk des JTA ein ideales Freizeitangebot für Familien.

 

Entdeckungstour durch die Augsburger Altstadt

Der Audiowalk „Superhero oder Dogganandl?“ lädt ein zu einem Spaziergang durch die Augsburger Altstadt, auf eine Spurensuche nach plastikfreiem Spielmaterial. Ein Mitmachheft und eine Hörgeschichte begleiten die Kinder auf ihrem Weg. Die Hörgeschichte dreht sich um Luka und seine Großeltern, Marianne und Reinhold. Lukas Spielzeug, ein „Superhero“ aus Plastik, ist kaputt und lässt sich nicht mehr reparieren. Statt ein neues Plastikspielzeug zu kaufen, machen sich die drei auf in die Augsburger Altstadt, um Material für einen selbstgebastelten Superhero an verschiedenen Stationen – traditionellen Handwerksbetrieben und Läden – einzusammeln. Die Großeltern erzählen dabei aus ihrer Kindheit, von ihren Spielzeugen und Spielen: Damals wurde ein Superhero noch Dogganandl genannt!

 

Plastikfreies Spielmaterial im Zentrum

Umweltschutz, Müllvermeidung und ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen der Erde sind brisante Themen. „Als Theater für junges Publikum sehen wir es als unsere Aufgabe an, Kinder mit spielerischen Mitteln dafür zu sensibilisieren und zu einem nachhaltigen Umgang mit diesen Ressourcen anzuregen. Dabei fokussieren wir uns hier auf die Problematik von „Plastik“: Gegenstände aus Plastik lassen sich nicht reparieren, aber Plastikmüll bleibt für immer auf der Erde“, erklärt Susanne Reng. Die kommende Spielzeit 2021 wird deshalb auch ein Theaterstück zum Thema „Plastikfrei“ eröffnen.

 

Mitmachheft begleitet den Audiowalk

Im Mitmachheft, das zum Preis von 4,00 Euro beim JTA und in der Tourist-Information am Augsburger Rathausplatz erhältlich ist, finden die Kinder einen Stadtplan, der sie zu allen Stationen der Hörgeschichte führt und spielerische Elemente zum Selbermachen bereithält. Während der pandemiebedingten Schließung der Tourist-Information am Augsburger Rathausplatz kann das Mitmachheft online über die Website des Jungen Theaters Augsburg bestellt werden.

Der Audiowalk ist für alle ab 8 Jahren geeignet und besonders empfohlen für Schulklassen der Jahrgangsstufe 3 bis 5. Für den Audiowalk wird ein Smartphone oder ein Tablet benötigt, alle weiteren Informationen zum Aufrufen des Audiowalks finden Mitmacher*innen im Mitmachheft. Schulen können sich für ein Angebot an Julia Magg, Junges Theater Augsburg, Tel. 0821 442995, magg@jt-augsburg.de wenden.

INFOS: www.jt-augsburg.de/audiowalk

 

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pm/cm

Audiowalk, Junges Theater Augsburg, Foto: Frauke Wichmann
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Earth Overshoot Day - #MoveTheDate

Earth Overshoot Day - #MoveTheDate
2021 fiel der Welterschöpfungstag auf den 29. Juli
Grafik: geralt, pixabay

Am 29.Juli 2021 ist  Earth Overshoot Day - Welterschöpfungstag. Das heißt, bis zu diesem Tag haben wir alle Ressourcen verbraucht, die unser Planet in einem ganzen Jahr erneuern kann. Ab dem 29. Juli 2021 leben wir über unsere Verhältnisse. Es gilt also, das Datum des Earth Overshoot Day nach hinten zu verschieben. Auf der Seite Earth Overshoot Day sammelt das Global Foodprint Network Beiträge von Menschen, die unter dem Stichwort #MoveTheDate ihren Beitrag leisten.

 

Was können wir tun:

  • fleischreduzierte Ernährung
  • weniger Konsum
  • langlebige und reparierbare Produkte kaufen
  • Energie sparen
  • öffentliche Verkehrsmittel nutzen
  • aufs Fliegen verzichten.

Was wir außerdem tun können lest Ihr hier.  Und natürlich im Lifeguide Augsburg: Lasst Euch inspirieren durch 350 nachhaltige Orte in Augsburg und der Region oder durch unsere Magazinbeiträge unter dem Stichwort "plastikfrei leben" oder in den Kategorien  "besser einkaufen", "teilen, tauschen schenken" , "querdenken""mobil sein" oder "sich engagieren". Weitere Informationen auf: www.footprintnetwork.org www.fussabdruck.de www.footprint.at plattform-footprint.de

Zahlen und Daten zum Earth Overshoot Day:

  • 1,71 g/ha (Global Hektar) an Biokapazität steht jedem Menschen auf der Erde zur Verfügung. Der Global-Hektar ist die Maßzahl für die Biokapazität und den Ökologischen Fußabdruck.
  • 2,87 g/ha (Global Hektar) beträgt der durchschnittliche Ökologische Fußabdruck eines Menschen. In den ärmsten Ländern beträgt er 1 gha/Kopf. Zum Vergleich: Wir verbrauchen in Deutschland 5 gha/Kopf.
  • 60% des Ökologischen Fußabdrucks sind durch die CO2-Emissionen bedingt.
  • 1,7 Erden braucht zurzeit die Menschheit. Und trotzdem hungern weltweit rund 795 Millionen Menschen.
  • 89 Tage könnten wir den Earth Overshoot Day zum Jahresende hin verschieben, wenn wir unseren CO2-Ausstoß halbieren würden.
  • 7,5 Milliarden Menschen können mit einer Erde auskommen, wenn wir gerechter mit den Ressourcen umgehen.

 

     

     

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    Plastik, nein danke!

    Plastik, nein danke!
    Wie eine fünfköpfige Familie dem Verpackungswahn trotzt. Interview mit Sylvia Schaab
    Sylvia Schaab aus Augsburg lebt mit ihrer fünfköpfigen Familie plastikfrei. Foto: Edtih Schmidt gen. Steinhoff

    2015 fasste Sylvia Schaab einen Entschluss: Ab jetzt würde sie mit ihrer fünfköpfigen Familie plastikfrei leben. Umweltbewusst lebten die Schaabs schon immer, aber trotzdem war die Gelbe Tonne alle zwei Wochen rappelvoll. Heute sagt die Journalistin: Wir haben es geschafft. Sie ist Mitbegründerin des Augsburger “Stammtischs plastikfreies Leben” und engagiert sich in Augsburg dafür, dass die Coffee-to-Go-Becher durch wiederverwertbare Recup-Becher ersetzt werden. Im November 2018 erhielt sie zusammen mit ihren Mitstreiter*innen vom Forum Plastikfreies Augsburg den Augsburger Zukunftspreis.

     

    Steckbrief: Sylvia Schaab, Journalistin, Buchautorin und Bloggerin. Lebt mit Niklas, Julian, Marlon, Lisa-Lu als Freiberuflerin in dem ganz normalen Wahnsinn zwischen Schulalltag, nachhaltigem Leben und sozialem Engagement.

     

    Barbie oder Badeente? Was war dein liebstes Plastikspielzeug als Kind?

    Weder noch. Am liebsten spielte ich mit Playmobil, damit konnte ich viel schönere Geschichten entwickeln.

     

    Welches Ereignis war ausschlaggebend, in ein plastikfreies Leben zu starten?

    Die schiere Menge an Plastikmüll war es, die mich Anfang 2015 nachdenklich stimmte. Mein ältester Sohn, damals neun Jahre alt, nahm gerade das Thema Recycling in der Schule durch. Das lenkte meine Aufmerksamkeit auf unseren eigenen Müll. Und das war schockierend viel! Dabei hatte ich schon in den 80er Jahren meine Mutter vom Mülltrennen überzeugt und in der Schule eine Ausstellung zum Ozonloch gestaltet.

     

    Aber wie schafft man das, plastikfrei zu leben? Uns begegnen Kunststoffe doch überall im Alltag: beim Einkauf, im Haushalt, in Kleidung, im Spielzeug und sogar in Kosmetika...

    Ich bin Journalistin, also fing ich erst einmal an zu recherchieren, mich  von der Notwendigkeit einer so umfassenden Veränderung zu überzeugen. Was ich herausfand, hat mich motiviert. So erfuhr ich, dass wir in Deutschland laut Deutscher Umwelthilfe jedes Jahr 218 Kilogramm Verpackungsabfall pro Kopf erzeugen, viel mehr als der europäische Durchschnitt. Jährlich landen acht Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer. Mittlerweile gibt es fünf gigantische Plastikstrudel, einige so groß wie ganz Mittel-Europa. Mikroplastik kommt im Meer inzwischen sechsmal so häufig vor wie Plankton.

    In Deutschland gibt es zwar das duale System. Trotzdem: Nur 46 % der gesammelten Kunststoffe werden wiederverwendet, der Rest wird thermisch verwertet – also verbrannt. Besonders schlimm sind Verbundstoffe wie Tetra-Verpackungen, da hier Plastik und andere Materialien nahezu untrennbar miteinander verbunden sind und ein sinnvolles Recycling praktisch unmöglich machen.

     

    Und was hast du konkret verändert?

    Ich habe unser Leben schrittweise verändert – das rate ich auch allen “plastikfrei”-Anfänger*innen." Sylvia Schaab

    Getränke, Milch und Joghurt kaufte ich fortan nur noch im Glas, Wurst und Käse kommt an der Theke in die Dose, Obst kommt unverpackt in Bioqualität und Gemüse kriegen wir wöchentlich ganz unverpackt von der Solidarischen Landwirtschaft, kurz SoLaWi. Die beschichete Aluminium-Trinkflasche und die Plastik-Trinkflaschen und –Brotzeitdosen wurden durch Edelstahl ersetzt. Schließlich können Weichmacher in die Lebensmittel übergehen und die Gesundheit gefährden.

     

    Jeder Einkauf wird kritisch hinterfragt: Brauchen wir das wirklich? Haben wir nicht schon etwas Ähnliches? Können wir es uns eventuell bei den Nachbarn ausleihen? Wo bekomme ich die Sachen aus der Region und in guter Qualität, so dass es lange hält. Gibt es das auch gebraucht? Wenn etwas kaputt geht, dann versuchen wir es zu reparieren.

     

    Der wöchentliche Aldi-Einkauf verleitet ja schon dazu, dass man Dinge kauft, die dann zuhause in der Ecke verstauben: der Smoothie-Mixer oder der elektrische Dosenöffner. Alles wird zum Schnäppchenpreis verramscht. Die Hamstermentalität haben wir vielleicht von unseren Eltern mitbekommen. In der Nachkriegsgeneration hat man halt vieles angehäuft. Als wir die Wohnung meiner Tante ausräumten, waren dort Spüllappen und Gefrierbeutel für die nächsten zehnJahre...

     

    Plastikfrei mit Kindern, wie funktioniert das?

    Meine Kinder überraschten mich am meisten: Statt sich über Einschränkungen zu beschweren, lehnen sie mittlerweile selbst alles Plastikverpackte ab - nur bei Süßigkeiten gibt es manchmal eine Ausnahme.

     

    Bei Süßigkeiten achten wir allerdings darauf, dass die Verpackung auch wirklich recycelt werden kann. Doch meist machen wir uns die Leckereien einfach selbst: selbstgebackene Kekse, Brot und Käsestangen füllen die Brotzeitdosen, in denen früher einzeln abgepackte Müsli-Riegel mit jeder Menge Zucker zuhause waren.

     

    Hand auf’s Herz: Gibt es bei Euch nicht doch noch den ein oder anderen Plastikgegenstand? Eine Wasserpistole? Oder eine Plastikdose?

    Ja, die Plastikdosen habe ich alle aufgehoben, es geht ja auch darum, Müll zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. Wir bewahren in ihnen jetzt unsere Schrauben und Dübel auf.

     

    Und im Kinderzimmer?

    Playmobil und Lego durften bleiben. Das ist langlebig und aus hartem Plastik ohne ominöse Inhaltsstoffe.

     

    Was macht Ihr mit Geschenken, die Plastik enthalten?

    Das kommt zum Glück kaum noch vor. Werbegeschenke lehnen wir meist ab, da wir eigentlich mehr als genug Sachen besitzen. Andere Dinge, die wir nicht benutzen verschenken wir einfach oder geben sie im Sozialkaufhaus ab. So werden sie doch noch genutzt.

     

    Was hat sich für euch geändert?

    Das Leben ist entspannter geworden ...kein Einkauf im Riesensupermarkt, kein Prospekte wälzen für die besten Schnäppchen, dafür mehr Zeit mit der Familie beim gemeinsamen Kochen und Backen ... und das Leben ist günstiger geworden. Keine unnötigen Putzmittel oder Haushaltshilfen mehr, gesündere und leckerere Lebensmittel halten gesund. Es ist erstaunlich, wie einfach es ist, Dinge selbst zu herzustellen. Durch den Verzicht auf Plastik sind auch andere nachhaltige Aspekte wieder mehr in den Fokus gerückt. Wir kaufen jetzt danach ein, wie lange Dinge halten und nicht wie viel sie kosten.

     

    Was würdest Du verändern, wenn Du könntest?

    Durch mein Engagement beim Forum Plastikfreies Augsburg verändere ich ja schon Dinge in meinem direkten Umfeld. Auf alle Fälle würde ich öffentliche Feste und Veranstaltungen nur noch mit Mehrweg-Geschirr feiern lassen. Ich würde biologische Landwirtschaft zum Normalfall machen und nicht zum teuren Luxusprodukt, das es durch die teure Zertifizierung wird. Außerdem würde ich eine Steuer auf Verpackungen und auf Zucker einführen, künstliche Aromastoffe würde ich verbieten.

     

    Dieses Interview wurde bereits am 11.1.2019 im Lifeguide veröffentlicht.

     

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