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Trinkbrunnen - Kostenlose Erfrischung unterwegs

Trinkbrunnen - Kostenlose Erfrischung unterwegs
In Augsburg gibt es viele Brunnen, wo ihr eure Trinkflasche nachfüllen könnt und damit unnötigen Plastikabfall vermeidet.
Trinkwasserbrunnen. Foto:pixabay_cc0_public_domain

Unsere Region hat viele Trinkbrunnen mit köstlichem Wasser. Eine gute Karte der Stadtwerke Augsburg und eine bundesweite App zeigen, wo der nächste Brunnen ist. Außerdem gibt es rund 90 Refill-Stationen in Augsburg.

 

Wenn es um Trinkwasser geht, haben wir Augsburger*innen wirklich die besten Karten: Die Qualität ist herausragend und von März bis Oktober liefern die Trinkbrunnen auch unterwegs die perfekte Erfrischung. Am besten, ihr bringt eure eigene Trinkflasche mit  und vermeidet dadurch unnötigen Plastikabfall.

 

Das qualitativ hochwertige Augsburger Trinkwasser steht an 20 Brunnen kostenlos zur Verfügung. In der Innenstadt sprudelt das frische  Wasser beispielsweise am Holbeinplatz, in der Spitalgasse oder am Wertachbrucker Tor. Aber auch am Stadtrand oder im Siebentischwald, in Stadtbergen am Bismarckturm oder beim historischen Wasserwerk am Hochablass stehen Trinkbrunnen. Die Augsburger Trinkwasserbrunnen sind bis Ende Oktober im Einsatz, bevor sie aufgrund der kalten Jahreszeit abgestellt werden müssen. Am Weltwassertag Ende März werden sie wieder aktiviert und können genutzt werden.

 

 

Hier gibt es kostenloses Trinkwasser

Die Stadtwerke Augsburg haben eine gute Übersichtskarte für alle Trinkbrunnen in Augsburg. Eine bundesweite App zeigt an, wo der nächste Brunnen ist. Sie heißt „Trinkwasser unterwegs“ und ist sowohl für Android als auch iOS-Geräte verfügbar. Außerdem gibt es noch die REFILL-Stationen in Augsburg. Das sind Läden, Unternehmen, Büros, Restaurant oder Privatpersonen, bei denen jede*r seine mitgebrachte Wasserflasche auffüllen kann. Ein Aufkleber mit einem großen blauen Tropfen weist auf eine solche Trinkwasserstation hin. Augsburg hat mittlerweile rund 90 davon. Auch hier gilt: Keine Einmal-Plastikflaschen, kein Abfall und beste Trinkwasserqualität.

 

Bei RutaNatur - Unverpackt Augsburg kann man Aufkleber bekommen.
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Der Weltladen Augsburg füllt Flaschen schon immer gerne auf.
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Augsburger Jugendliche unterwegs in Europa

Augsburger Jugendliche unterwegs in Europa
Erasmus Projekte eröffnen neue Perspektiven
Erasmus Projekt, Europa, Schülerbegegnungen, Schüleraustausch, Augsburg, Foto: Udo Legner, Owning The Future, Maria Theresia Gymnasium Augsburg, Holbein Gymnasium Augsburg,

Zwei Jahre lang trafen sich Schülerinnen und Schüler des Augsburger Maria Theresia Gymnasiums und des Holbein Gymnasiums mit ihren Partnerschulen in Spanien, Holland und England. Bei fünf Besuchen tauschten fünfzig Jugendliche ihre Zukunftsvisionen, ihre Wünsche an den Umweltschutz, an unsere Gesellschaft oder unser Schulsystem aus. Und ihre Kritik am Bestehenden.

Udo Legner, Lehrer für Englisch und  Deutsch am Maria Theresia Gymnasium begleitete bereits drei Erasmus-Projekte und ist – trotz des mühsamen Procedere bei jeder neuen Antragstellung - ein überzeugter Fan von Europa und dem Erasmus-Projekt. Er berichtet von zwei inspirierenden Jahren:

 

Das Erasmus Projekt "Owning the Future"

Ein Plädoyer für Partizipation und politisches Engagement

von Udo Legner

„Bei den Persern ging so lange alles gut, wie sich die Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder an drei Dinge hielten: als erstes mussten sie ihnen das Reiten beibringen, als zweites das Bogenschießen und als drittes mussten sie darauf hinwirken, dass sie stets die Wahrheit sagten.“ Das war die Meinung des Griechen Herodot vor rund 2.500 Jahren. Würde der antike Geschichtsschreiber heute als Erziehungsberater in Europa herangezogen, würde er Eltern bestimmt dazu anhalten, den Kinder die Teilnahme an einem Erasmus Programm zu ermöglichen.

Als sich die fünf teilnehmenden Schulen 2017 auf dieses Projekt einließen, konnte niemand ahnen, welche politische Brisanz diese europäische Schulpartnerschaft beinhalten würde. Tatsächlich wurde es zu nichts weniger als zu einem Seismographen der politischen Entwicklung in den beteiligten Ländern. Von seiner  Intention her war das zweijährige Projekt auf den Austausch von „Best-Practice-Beispielen“ angelegt und die beteiligten Schulen –  neben den beiden zwei Augsburger Schulen drei weiterführende Schulen aus Spanien (Murcia), England (Penzance in Cornwall) und Holland (Amstelveen bei Amsterdam) –  wollten sich über Projekte und Methoden austauschen, die zum Untertitel der Schulpartnerschaft passten: „Preparing Students for Success in Life and Learning“.

 

Partizipation und Mitbestimmung – so oft wie möglich

 

Dass es bei dieser ursprünglichen Ausrichtung nicht blieb, hatte mehrere Gründe. Gäste wie Gastgeber profitierten davon, dass das erste Erasmus-Treffen im November 2017 parallel zum Augsburger Begabungstag stattfand. Jaakov Hecht, der Keynote-Speaker des Begabungstages und Begründer der demokratischen Schulen in Israel, gab für die Teilnehmer*innen am Erasmus-Projekt in einem Workshop die Marschroute vor: Partizipation und Mitbestimmung, wo immer sich diese realisieren lassen! Hierzu passten die weiteren Inhalte und Schwerpunkte des Programms: die Öffnung der Schule in die Stadtgesellschaft. Den Erasmus-Partnerschulen aus Spanien, England und Holland wurden die Stadtbücherei, die Werkstatt Solidarische Welt sowie der Verein Tür an Tür als wichtige Kooperationspartner vorgestellt – und der Fokus auf nachhaltiges und handlungsorientiertes Lernen gelenkt.

 

Neue Erkenntnisse durch Projektarbeit

 

In einem Graffiti-Workshop entwarfen die internationalen Schülergruppen ihre Visionen einer Schule der Zukunft, die sie beim Empfang im Augsburger Rathaus präsentierten. Auch bei den folgenden Erasmus-Treffen hatte das ganzheitliche Lernen einen festen Platz im Programm: Handpuppen und Food Design Workshop bei den Treffen in Spanien und Cornwall sowie eine Installation zum Thema „1968 und die Folgen“ standen beim zweiten Treffen in Augsburg im Juli 2018 auf dem Programm.

 

Was war das – die 68er Protestbewegung?

 

Zur Vorbereitung auf das zweite Treffen in Augsburg stellten die Schüler*innen Recherchen an, wie sehr sich die 68er Protestbewegung auf die Gesellschaft in den Teilnehmerländern bis heute ausgewirkt hat. Wie wenig Schüler und  Lehrer aus Cornwall mit dem Thema „1968“ anfangen konnten, mag durchaus als eine Erklärung für die große Zustimmung in Südengland zum Brexit- Referendum herhalten.

 

 

Fridays for Future

 

Womit niemand gerechnet hatte, geschah zu Beginn des laufenden Schuljahres 2018/ 2019. Eine Welle der Politisierung, die sich als Protest gegen das Versagen der Politik gegenüber dem Klimawandel verstand, schwappte von Schweden bis ins Schwabenland. Sowohl am Maria-Theresia- wie am Holbein-Gymnasium waren es die Teilnehmer*innen am Erasmus-Programm, die den Schülerprotest im Rahmen der Fridays for Future Schulstreiks maßgeblich organisierten.

 

The Times They Are A‘ Changin‘

 

Inspiriert von einem „Wald-Workshop“ bei dem Erasmus-Treffen in Cornwall und im Einklang mit den Zielen der Fridays for Future Bewegung, wurde am Holbein-Gymnasium im Dezember das erste Augsburger Baumfest organisiert, bei dem sich die Schüler*innen für den Erhalt ihrer Schulbäume in der Hallstraße einsetzten.

Was dem Holbein-Gymnasium sein Baumfest war, das war am Maria-Theresia-Gymnasium das Nachhaltigkeits-Fahrradkino Filmfest, das am letzten Schultag vor den Osterferien 2019 in Kooperation mit der Umweltstation Augsburg, dem 29++Fahrradkino des Naturerlebniszentrums Burg Schwaneck/Landkreis München und dem KJR München-Land über die Leinwand der altehrwürdigen Turnhalle flimmerte.

 

Nachhaltiges Fahrradkino

 

Das viel strapazierte Wort „Nachhaltigkeit“ durfte bei diesem Kinospektakel zu Recht in den Mund genommen werden. Zum einen erstrampelten die Maria-Theresia-Fahrrad-Held*innen die für die Filmprojektion benötigte Energie selbst, zum anderen gaben die präsentierten Kurzfilme tolle Impulse für einen nachhaltigeren Lebensstil. Last but not least trugen sich über 100 Schüler*innen in Arbeitsgruppen ein. Sie werden am Ende des Schuljahrs beim Just-Kids-Festival ihre Tipps und Recherchen zu einem ökologischen Alltagsleben präsentieren.

 

Und was würde Herodot den Jugendlichen raten, wenn er heute noch leben würde? Reiten und Bogenschießen ist fraglich. Vielleicht würde er sie dazu ermutigen, ihren Horizont durch Reisen und Austausch zu erweitern. Ganz sicher würde er sie jedoch dazu anhalten, auch weiterhin die Wahrheit zu sagen - und sei sie in Bezug auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit noch so unbequem.

Erasmus Projekt, Europa, Schülerbegegnungen, Schüleraustausch, Augsburg, Grafik: Nontira Kigle, Owning The Future, Maria Theresia Gymnasium Augsburg, Holbein Gymnasium Augsburg,
Im Rahmen des Erasmus-Projektes "Owning The Future" besuchten Schüler*innen des Maria Theresia Gymnasium und des Holbein Gymnasium aus Augsburg die Partnerschule in Penzance, Cornwall. Grafik: Nontira Kigle
Erasmus Projekt, Europa, Schülerbegegnungen, Schüleraustausch, Augsburg,Owning The Future, Maria Theresia Gymnasium Augsburg, Holbein Gymnasium Augsburg,Grafik: Nontira Kigle
Im Rahmen des Erasmus-Projektes "Owning The Future" besuchten Schüler*innen des Maria Theresia Gymnasium und des Holbein Gymnasium aus Augsburg die Partnerschule in Murcia, Spanien. Grafik: Nontira Kigle
Erasmus Projekt, Europa, Schülerbegegnungen, Schüleraustausch, Augsburg,Owning The Future, Maria Theresia Gymnasium Augsburg, Holbein Gymnasium Augsburg,Grafik: Nontira Kigle
Im Rahmen des Erasmus-Projektes "Owning The Future" besuchten Schüler*innen des Maria Theresia Gymnasium und des Holbein Gymnasium aus Augsburg die Partnerschule in den Niederlanden.Grafik: Nontira Kigle
Erasmus Projekt, Europa, Schülerbegegnungen, Schüleraustausch, Augsburg, Foto: Udo Legner, Owning The Future, Maria Theresia Gymnasium Augsburg, Holbein Gymnasium Augsburg,
Baumfest, Foto Udo Legner.
Erasmus Projekt, Europa, Schülerbegegnungen, Schüleraustausch, Augsburg,Owning The Future, Maria Theresia Gymnasium Augsburg, Holbein Gymnasium Augsburg,Grafik: Nontira Kigle
Im Rahmen des Erasmus-Projektes "Owning The Future" besuchten Schüler*innen aus Spanien, Holland und England die Partnerschulen in Augsburg: Das Maria Theresia Gymnasium und das Holbein Gymnasium. Grafik: Nontira Kigle
Fahrradkino, Erasmus Projekt, Europa, Schülerbegegnungen, Schüleraustausch, Augsburg, Foto: Udo Legner, Owning The Future, Maria Theresia Gymnasium Augsburg, Holbein Gymnasium Augsburg,
Fahrradkino in Augsburg. Foto: Udo Legner
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Klimaschutz im Unterricht

Klimaschutz im Unterricht
Fünf Schulen im Landkreis Augsburg beteiligen sich am Klimaschutz-Projekt
Mülltrennung, Thierhaupten, Landkreis Augsburg, Foto: Susanna Eberl

Ob Klimafasten, Energiesparen oder Plastikmüll beseitigen: Mit dem Klimaschutz-Projekt an Grund- und Mittelschulen sollen alle Altersgruppen für den Klimaschutz begeistert werden.

Sechs Wochen auf Zucker, Fernsehen, Handy oder andere „klimaschädliche Sachen“ verzichten. Und möglichst viel Strom sparen. Diese Vorsätze werden nicht so leicht zu realisieren sein, aber die Schüler*innen der Mittelschule Großaitingen sind entschlossen, sich mit ihrem „Klimafasten“ für den Klimaschutz einzusetzen. Die Idee dazu hatten sie im Rahmen des Klimaschutz-Projektes an Grund- und Mittelschulen. Die Großaitinger Mittelschule ist eine von fünf Schulen im Landkreis Augsburg, die 2018 an diesem Projekt teilnimmt. Jede Schule kann einen eigenen Schwerpunkt zum Thema Klimaschutz wählen. Die Mittelschüler*innen in Thierhaupten haben sich beispielsweise das Thema Müll ausgesucht. Sie haben auf der Friedberger Ach Treibgut und Müll entdeckt und wollen das Flüsschen von einem mehrere Quadratmeter großen Teppich aus Unrat, Plastik und Treibgut befreien. Begleitet wird das Projekt von der Umweltethikerin Olga Ustinin von der Umweltstation Augsburg.

Das Klimaschutzprojekt an Grund- und Mittelschulen wurde vom Klimaschutz-Team des Landratsamts Augsburg initiiert und startete im Januar 2018. Von Erstklässler*innen bis zu Abiturient*innen sollen alle Altersgruppen für den Klimaschutz begeistert werden. Die Aktionen, die sich mit den Themen Klimaschutz und Energienutzung, aber auch Müll und Ressourcenschonung befassen, sind über das ganze Jahr verteilt und sind derzeit das größte Klimaschutzprojekt im Landkreis. Ziel ist es, die Schüler*innen dazu anzuregen, Bekanntes kritisch zu hinterfragen und Probleme aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Sie sollen lernen, selbst aktiv zu werden und die Welt mitzugestalten, in der sie leben. Die Kosten der Schulprojekte werden zu 100 Prozent vom Landkreis getragen.

Für die Mittelschüler*innen in Thierhaupten ist das Klostermühlenmuseum zum Lernort geworden. Sie sortieren und analysieren den Müll, der sich am Rechen des Mühlenrads angesammelt hat. „Die Mühle eignet sich besonders gut als Lernort“, freut sich die Olga Ustinin von der Umweltstation Augsburg. Schon nach dem ersten Besuch in der Mühle sind die Augen der Kinder geschärft und sie sehen an jeder Ecke und in jeder Grünfläche Müll: Kleine Papierstücke, Plastikteile und Reste vom Böllern aus der Silvesternacht. Überrascht stellen sie fest: „Wir haben heute sehr, sehr viel Müll gefunden!“ (pm/cy)

 

Müll, Friedberger Ach, Thierhaupten, Landkreis Augsburg, Foto: Susanna Eberl
Im Rahmen des "Klimaschutz-Projektes an Grund- und Mittelschulen" im Landkreis Augsburg engagieren sich Schüler*innen für den Klimaschutz, wie Beseitigung von Müll aus der Friedberger Ach.Foto: Susanna Eberl
Großaitingen, Großaitinger Mittelschule, Landkreis Augsburg, Foto: Susanna Eberl
Die Müllmonster der Mittelschule Großaitingen. Im Rahmen des "Klimaschutz-Projektes an Grund- und Mittelschulen" im Landkreis Augsburg engagieren sich die Schüler*innen für den Klimaschutz.Foto: Susanna Eberl
olga ustinin, Umweltstation Augsburg, Landkreis Augsburg, Foto: Susanna Eberl
Die Mittelschule Thierhaupten beteiligt sich 2018 am "Klimaschutz-Projekt an Grund- und Mittelschulen" im Landkreis Augsburg. Foto: Susanna Eberl
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