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Das Kunststoffdilemma

Das Kunststoffdilemma

ONLINE - VIA SKYPE
PLastik, ein Problem für die Umwelt. Foto: Hochschule Augurg
HSA_transfer-Vortrag: Das Material Plastik ist einerseits technologisch unverzichtbar, andererseits verursacht es eine massive Belastung, wenn es unkontrolliert in die Umwelt gelangt.

"Das Material Plastik ist buchstäblich janusköpfig: einerseits technologisch unverzichtbar, andererseits verursacht es eine massive Belastung, wenn es unkontrolliert in die Umwelt gelangt. Trotz aller Maßnahmen – wie z.B. Recycling – und dem steigenden Bewusstsein – wie z.B. Alternativen zu Plastikverpackungen zu verwenden –, lässt sich dennoch ein mit Tendenz steigender Plastikanteil in Gebrauch und Verbrauch verzeichnen." Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Rommel

Der Vortrag ist Teil der HSA_transfer | Vortragsreihe der Hochschule Augsburg und beleuchtet die Problematik der Kunststoffverwendung. Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Rommel von der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik erläutert aktuelle Aspekte aus Forschung und Entwicklung. Die HSA_transfer | Vortragsreihe gibt innovative Antworten auf zentrale Zukunftsfragen. Aktuelle Forschungsergebnisse werden vorgestellt, mit der Öffentlichkeit diskutiert, um gemeinsam Antworten auf Fragen unserer Zeit zu entwickeln. Die Reihe wurde konzipiert von der Hochschule Augsburg im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“.

 

 

INFO:

Die kostenfreien Online-Vorträge werden an vier Donnerstagen im April und Mai von 18:00 - 19:00 Uhr via Zoom aus dem HSA_transmitter, dem Innovationsraum der Hochschule Augsburg, gesendet. Eine Fortsetzung ist im November 2022 geplant.

Programm allgemein: www.hs-augsburg.de/HSA-transfer-Vortragsreihe Link zur Einwahl nach Anmeldung. Anmeldung zum Vortrag: https://eveeno.com/168231253

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Lebensmittel pur - Unverpackt und plastikfrei

Lebensmittel pur - Unverpackt und plastikfrei
Ramona Dorner von rutaNatur: "Es ist wichtig, die Menschen auf diesen Weg mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass das Projekt "Unverpackt" ein wichtiger Beitrag zum Überleben der Menschheit auf diesem Planeten sein kann."
Ramona Dorner, rutaNatur unverpackt, Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski

Mit ihrem Fokus auf das Wesentliche betreibt Ramona Dorner ihren verpackungsfreien Naturkostladen. Das pure Lebensmittel kann ohne überflüssiges Plastik und Werbung am besten wirken. So erfährt unser Essen Wertschätzung und den unbeeinflussten Genuss, den es verdient.

"Es ist wichtig, die Menschen auf diesen Weg mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass das Projekt "Unverpackt" ein wichtiger Beitrag zum Überleben der Menschheit auf diesem Planeten sein kann." Ramona Dorner

 

Steckbrief:

Name: Ramona Dorner

Beruf: Glasdesignerin, Geschäftsführerin bei rutaNatur

Lieblingsverpackung: Walnussschale oder auch eine andere Verpackung der Natur

 

Lifeguide: Unverpackt – wie geht das?

Ramona Dorner: Verpackt, wie geht das? Wir haben uns in den letzten Jahrzehnten so stark an künstliche Verpackungen gewöhnt und uns so weit von der Natur entkoppelt, dass wir uns diese Frage überhaupt nicht mehr stellen. Nachdem mir das durch verschiedene Ereignisse und Begegnungen in den letzten Jahren immer stärker ins Bewusstsein rückte, war dieser Weg für mich irgendwie vorgezeichnet. Aber klar kostet diese Rückbesinnung auf "Tante Emma" und damit auf das Wesentliche beim Einkaufen - das Produkt und nicht die Verpackung - gewaltige Anstrengungen. Ein großer Teil der heutigen Produktions- und Vertriebsstrukturen, sowie der Marketingtechniken ist auf den Verkauf unverpackter Produkte an Endverbraucher überhaupt nicht mehr eingestellt. Deshalb ist es mit enormen Anstrengungen verbunden, ein entsprechendes Lieferantennetz aufzubauen. Aber genauso wichtig ist es, die Menschen auf diesen Weg mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass das Projekt "Unverpackt" ein wichtiger Beitrag zum Überleben der Menschheit auf diesem Planeten sein kann. Die Zunahme von Plastik in den Weltmeeren wird mit Sicherheit eher das Gegenteil bewirken.

 

Unverpackt mit Kind – wie geht das?

Unverpackt ohne Kind – wie geht das? Ich sehe keinen Widerspruch darin.

"Gerade mit Kind fühle ich mich noch mehr dazu aufgerufen, mein Leben bewusst zu gestalten und meinen Anteil für den Erhalt unserer Natur und unserer Umwelt beizutragen.

 

Was steht hinter eurem Logo?

Mir war es wichtig, mit dem Logo meinen Grundgedanken der Natürlichkeit und des Ursprünglichen zum Ausdruck zu bringen. Dies geschah durch Anwendung eines eher primitiven Zeichenstils, der unvollkommen wirkt und dennoch ästhetisches Empfinden hervorruft.

"Die Natur selbst ist für mich - gerade durch ihre Unvollkommenheit - so wunderschön.

Die Holzstruktur und die Blüte sind Symbole der Natur, die meinen Gedanken nochmals bildhaft vervollständigen. Ein Hauch Philosophie steckt auch dahinter. Die geöffnete Blüte ist ein Zeichen für die Vergänglichkeit alles Materiellen, auch wenn es noch so schön und anmutig wie eine Blume ist. Werden und Vergehen ist der Lauf der Welt...

 

Was bedeutet für dich die Zuwendung zum Wesentlichen?

Das ist eine Frage, die eine facettenreiche Antwort herausfordert. Im Grunde bedeutet das für mich eine Rückbesinnung auf die Einfachheit und auf das Ursprüngliche. Man könnte es auch als Minimalismus bezeichnen.

"Indem ich auf viele, materiellen Dinge unserer Überflussgesellschaft verzichte, Orte mit unzähligen Reizen meide und gesellschaftlichen Zwängen immer mehr entsage, fühle ich eine große Erleichterung und finde besser zu einer inneren Ruhe. Diese ermöglicht es mir, ein Leben im Hier und Jetzt zu führen und jedem Augenblick mit Bewusstheit zu begegnen.

Konkret bedeutet das für mich unter anderem, ein Leben im Einklang mit der Natur zu führen, ausreichend Zeit für das Alleinsein zu finden sowie unzählige Momente mit meiner Familie und lieben Menschen zu verbringen.

Des Weiteren entspricht für mich „das Wesentliche“ einer inneren Haltung, dem Leben mit Demut und Dankbarkeit zu begegnen, sich selbst weniger im Mittelpunkt des Lebens zu sehen, sondern das große Ganze zu betrachten und seinen Teil für dessen Entwicklung beizutragen.

 

Was würdest Du tun, wenn Du Bürgermeisterin von Augsburg wärst?

Ich bin der Meinung, dass auch jeder Bürger ohne „Meistertitel“ eine Menge bewegen kann. Da hatte und habe ich viele Visionen – egal ob alleine oder zusammen mit anderen. Aus der Perspektive eines Bürgermeisters habe ich das noch nicht betrachtet und finde diese Träumerei auch nicht reizvoll, da das Erlangen eines solchen Amtes nicht in meinem Interesse ist.

Grundlegende Änderungen auf politischer Ebene halte ich aber für dringend notwendig, auch wenn meine eigenen Motivationen weniger politischer Natur sind.

 

Wo ist dein Lieblingsplatz in Augsburg?

Aktuell ist das ein Fleckchen mit kleinem Bächlein im Siebentischwald in Haunstetten. Dort erfährt mein Kind gerade die Natur.

 

Welche drei Dinge gehören für dich in jeden Kühlschrank?

Ich habe in Frankreich ein halbes Jahr ohne Kühlschrank ganz gut gelebt, deshalb kann ich das nicht so pauschal beantworten.

 

Was kochst du wenn Besuch kommt?

Ich habe immer noch eine gewisse, sicherlich unbegründete Scheu davor, für viele Menschen zu kochen, obwohl ich es liebe, für die Familie täglich frische Speisen zuzubereiten. Deshalb gibt es dann meist Buffet mit Brotzeit und selbstgemachten Dips. Manchmal tische ich aber auch eine Quiche auf oder koche eine Saison-Suppe, wie z.B. aus Spargel. Seitdem der Nachwuchs da ist, habe ich meine Liebe zum Backen wiederentdeckt. Bevor ich mir Süßes kaufe, backe ich lieber selbst und bestimme so, was drin ist. Besuche sind gute Gelegenheiten, um sich in diesem Bereich kreativ auszutoben. Ein weiterer Vorteil ist, dass man der „süßen Sünde“ nicht alleine ausgeliefert ist, sondern sie mit anderen teilen kann.

 

Auto, Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß?

Solange meine Beine mich tragen, bevorzuge ich den Fußmarsch. So bin ich völlig unabhängig und flexibel.

Gerade jetzt mit Baby freue ich mich über diesen Vorteil noch mehr. Ansonsten ist der Drahtesel mein treuster Transportbegleiter. Da das Fahrradfahren mit Baby aber vorerst noch nicht möglich ist, schätze ich die Fortbewegung zu Fuß umso mehr. Und nicht nur ich – auch das Kind liebt es, weil es im Tragetuch ganz nah bei Mama ist. Als nächste Option gewinnt bei mir das Bahnfahren. Hierbei kann ich völlig entspannen und mich tragen lassen.

 

Was regt dich auf?

Wenn andere mir ihre Meinung aufdrängen möchten. Auch die Erwartungshaltung von so vielen, dass andere für sie jederzeit erreichbar sein müssen. Und die gesellschaftliche Versenkung in Smartphones und anderen Medien.

 

Was bedeutet die Mutterrolle für dich?

Dem Kind Geborgenheit schenken und mich selbst dabei geborgen fühlen. Die Welt durch Kinderaugen nochmals neu entdecken. Das Kind etwas lehren und vor allem auch von ihm lernen. In der neuen Aufgabe im Leben aufgehen und die Fülle auskosten.

Da ein Kind sich zwangsläufig an dem orientiert, was ihm tagtäglich vorgelebt wird, ist es noch mehr als zuvor in meiner Verantwortung, ein Leben zu führen, mit dem ich selbst im Reinen bin. Es ist nicht an mir, ihm zu zeigen, welchen Weg es zu gehen hat, sondern ihm Vorschläge zu machen und es herauszufordern, seinen eigenen Weg zu beschreiten.

 

Du triffst dein 18-jähriges Ich. Welchen Rat gibst du dir selbst?

Vertraue dir selbst und gehe unbeirrt deinen Weg. Du wirst sehen, alles ist gut!

 

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen?

Ich bin ein großer Kunstfreund, keine Frage. Allerdings habe ich nicht den Wunsch ein bestimmtes Kunstwerk in meinem Besitz zu wissen. So betrachte ich lieber die Kunstwerke, die mir auf meinen Wegen begegnen oder werde selbst kreativ. Eine Schwäche für kunsthandwerkliche Gebrauchsgegenstände muss ich allerdings eingestehen, was wohl daher rührt, dass ich selbst mehrere Jahre in diesem Bereich gearbeitet habe. Ich fühle mich der Handwerkskunst sehr verbunden, auch weil sie noch so ursprünglich ist und Schönheit mit Nutzen vereint. Deshalb fördere ich deren Fortbestehen auch sehr gerne, da sie tatsächlich vom Aussterben bedroht ist.

 

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen?

"Ich schätze bei Menschen vor allem Authentizität – Ein Mensch, der sich selbst und anderen gegenüber öffnen kann, den Mut hat, seine Maske abzulegen und in Kontakt mit anderen kommt, ohne dass jegliche Barriere zwischen ihnen steht. Diese kindliche Eigenschaft, die leider häufig verloren geht, schätze ich an erwachsenen Menschen. Und selbst, wenn es nur Momente sind, in denen sich ein Erwachsener so „nackt“ zeigt.".

 

Welche Begegnung hat dich berührt?

Da fällt mir spontan die Begegnung mit einem Gärtner aus meiner Heimat ein. Ich war damals auf einer Recherche-Reise wegen meines Gesellenstücks – ein Minigewächshaus – unterwegs. Bevor ich diesem besagten älteren Herrn begegnete, sprach ich mit vielen anderen Fachleuten, die mir zwar auch gute Ratschläge gaben, welche aber eher auf einer sachlichen Ebene blieben.

Bei ihm war es anders. Er liebte und lebte seinen Beruf, was ich unmittelbar spürte. Mein Vorhaben, ein Häuschen für seine innig geliebten Pflanzen zu bauen, begeisterte ihn auf Anhieb. Mit Herzblut ließ er sich auf meine Fragen ein. Unsere gemeinsame Leidenschaft für dieses Thema verband uns und ließ eine kurze, aber intensive Zusammenarbeit entstehen. Später kam auch noch per Zufall heraus, dass dieser Mann eine Brücke zu meinem jetzigen Lebenspartner darstellte. Wir beide kannten, unabhängig voneinander, Familienmitglieder der Gärtnerei, obwohl wir an zwei ganz verschiedenen Orten wohnten.

 

INFO:

Erstveröffentlichung dieses Lifeguide-Interviews am 11.9.2017

 

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Plastik, nein danke!

Plastik, nein danke!
Wie eine fünfköpfige Familie dem Verpackungswahn trotzt. Interview mit Sylvia Schaab
Sylvia Schaab aus Augsburg lebt mit ihrer fünfköpfigen Familie plastikfrei. Foto: Edtih Schmidt gen. Steinhoff

2015 fasste Sylvia Schaab einen Entschluss: Ab jetzt würde sie mit ihrer fünfköpfigen Familie plastikfrei leben. Umweltbewusst lebten die Schaabs schon immer, aber trotzdem war die Gelbe Tonne alle zwei Wochen rappelvoll. Heute sagt die Journalistin: Wir haben es geschafft. Sie ist Mitbegründerin des Augsburger “Stammtischs plastikfreies Leben” und engagiert sich in Augsburg dafür, dass die Coffee-to-Go-Becher durch wiederverwertbare Recup-Becher ersetzt werden. Im November 2018 erhielt sie zusammen mit ihren Mitstreiter*innen vom Forum Plastikfreies Augsburg den Augsburger Zukunftspreis.

 

Steckbrief: Sylvia Schaab, Journalistin, Buchautorin und Bloggerin. Lebt mit Niklas, Julian, Marlon, Lisa-Lu als Freiberuflerin in dem ganz normalen Wahnsinn zwischen Schulalltag, nachhaltigem Leben und sozialem Engagement.

 

Barbie oder Badeente? Was war dein liebstes Plastikspielzeug als Kind?

Weder noch. Am liebsten spielte ich mit Playmobil, damit konnte ich viel schönere Geschichten entwickeln.

 

Welches Ereignis war ausschlaggebend, in ein plastikfreies Leben zu starten?

Die schiere Menge an Plastikmüll war es, die mich Anfang 2015 nachdenklich stimmte. Mein ältester Sohn, damals neun Jahre alt, nahm gerade das Thema Recycling in der Schule durch. Das lenkte meine Aufmerksamkeit auf unseren eigenen Müll. Und das war schockierend viel! Dabei hatte ich schon in den 80er Jahren meine Mutter vom Mülltrennen überzeugt und in der Schule eine Ausstellung zum Ozonloch gestaltet.

 

Aber wie schafft man das, plastikfrei zu leben? Uns begegnen Kunststoffe doch überall im Alltag: beim Einkauf, im Haushalt, in Kleidung, im Spielzeug und sogar in Kosmetika...

Ich bin Journalistin, also fing ich erst einmal an zu recherchieren, mich  von der Notwendigkeit einer so umfassenden Veränderung zu überzeugen. Was ich herausfand, hat mich motiviert. So erfuhr ich, dass wir in Deutschland laut Deutscher Umwelthilfe jedes Jahr 218 Kilogramm Verpackungsabfall pro Kopf erzeugen, viel mehr als der europäische Durchschnitt. Jährlich landen acht Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer. Mittlerweile gibt es fünf gigantische Plastikstrudel, einige so groß wie ganz Mittel-Europa. Mikroplastik kommt im Meer inzwischen sechsmal so häufig vor wie Plankton.

In Deutschland gibt es zwar das duale System. Trotzdem: Nur 46 % der gesammelten Kunststoffe werden wiederverwendet, der Rest wird thermisch verwertet – also verbrannt. Besonders schlimm sind Verbundstoffe wie Tetra-Verpackungen, da hier Plastik und andere Materialien nahezu untrennbar miteinander verbunden sind und ein sinnvolles Recycling praktisch unmöglich machen.

 

Und was hast du konkret verändert?

Ich habe unser Leben schrittweise verändert – das rate ich auch allen “plastikfrei”-Anfänger*innen." Sylvia Schaab

Getränke, Milch und Joghurt kaufte ich fortan nur noch im Glas, Wurst und Käse kommt an der Theke in die Dose, Obst kommt unverpackt in Bioqualität und Gemüse kriegen wir wöchentlich ganz unverpackt von der Solidarischen Landwirtschaft, kurz SoLaWi. Die beschichete Aluminium-Trinkflasche und die Plastik-Trinkflaschen und –Brotzeitdosen wurden durch Edelstahl ersetzt. Schließlich können Weichmacher in die Lebensmittel übergehen und die Gesundheit gefährden.

 

Jeder Einkauf wird kritisch hinterfragt: Brauchen wir das wirklich? Haben wir nicht schon etwas Ähnliches? Können wir es uns eventuell bei den Nachbarn ausleihen? Wo bekomme ich die Sachen aus der Region und in guter Qualität, so dass es lange hält. Gibt es das auch gebraucht? Wenn etwas kaputt geht, dann versuchen wir es zu reparieren.

 

Der wöchentliche Aldi-Einkauf verleitet ja schon dazu, dass man Dinge kauft, die dann zuhause in der Ecke verstauben: der Smoothie-Mixer oder der elektrische Dosenöffner. Alles wird zum Schnäppchenpreis verramscht. Die Hamstermentalität haben wir vielleicht von unseren Eltern mitbekommen. In der Nachkriegsgeneration hat man halt vieles angehäuft. Als wir die Wohnung meiner Tante ausräumten, waren dort Spüllappen und Gefrierbeutel für die nächsten zehnJahre...

 

Plastikfrei mit Kindern, wie funktioniert das?

Meine Kinder überraschten mich am meisten: Statt sich über Einschränkungen zu beschweren, lehnen sie mittlerweile selbst alles Plastikverpackte ab - nur bei Süßigkeiten gibt es manchmal eine Ausnahme.

 

Bei Süßigkeiten achten wir allerdings darauf, dass die Verpackung auch wirklich recycelt werden kann. Doch meist machen wir uns die Leckereien einfach selbst: selbstgebackene Kekse, Brot und Käsestangen füllen die Brotzeitdosen, in denen früher einzeln abgepackte Müsli-Riegel mit jeder Menge Zucker zuhause waren.

 

Hand auf’s Herz: Gibt es bei Euch nicht doch noch den ein oder anderen Plastikgegenstand? Eine Wasserpistole? Oder eine Plastikdose?

Ja, die Plastikdosen habe ich alle aufgehoben, es geht ja auch darum, Müll zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. Wir bewahren in ihnen jetzt unsere Schrauben und Dübel auf.

 

Und im Kinderzimmer?

Playmobil und Lego durften bleiben. Das ist langlebig und aus hartem Plastik ohne ominöse Inhaltsstoffe.

 

Was macht Ihr mit Geschenken, die Plastik enthalten?

Das kommt zum Glück kaum noch vor. Werbegeschenke lehnen wir meist ab, da wir eigentlich mehr als genug Sachen besitzen. Andere Dinge, die wir nicht benutzen verschenken wir einfach oder geben sie im Sozialkaufhaus ab. So werden sie doch noch genutzt.

 

Was hat sich für euch geändert?

Das Leben ist entspannter geworden ...kein Einkauf im Riesensupermarkt, kein Prospekte wälzen für die besten Schnäppchen, dafür mehr Zeit mit der Familie beim gemeinsamen Kochen und Backen ... und das Leben ist günstiger geworden. Keine unnötigen Putzmittel oder Haushaltshilfen mehr, gesündere und leckerere Lebensmittel halten gesund. Es ist erstaunlich, wie einfach es ist, Dinge selbst zu herzustellen. Durch den Verzicht auf Plastik sind auch andere nachhaltige Aspekte wieder mehr in den Fokus gerückt. Wir kaufen jetzt danach ein, wie lange Dinge halten und nicht wie viel sie kosten.

 

Was würdest Du verändern, wenn Du könntest?

Durch mein Engagement beim Forum Plastikfreies Augsburg verändere ich ja schon Dinge in meinem direkten Umfeld. Auf alle Fälle würde ich öffentliche Feste und Veranstaltungen nur noch mit Mehrweg-Geschirr feiern lassen. Ich würde biologische Landwirtschaft zum Normalfall machen und nicht zum teuren Luxusprodukt, das es durch die teure Zertifizierung wird. Außerdem würde ich eine Steuer auf Verpackungen und auf Zucker einführen, künstliche Aromastoffe würde ich verbieten.

 

Dieses Interview wurde bereits am 11.1.2019 im Lifeguide veröffentlicht.

 

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Bodylotion selber machen

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Ein Tipp zum Plastikvermeiden
Bodylotion selbst machen

Weniger Plastik ist besser für Gesundheit und Umwelt. Dieser Tipp für selbstgemachte Bodylotion hilft dabei, Plastik bei alltäglichen Produkten zu vermeiden.

 

Zutaten

35 g Sheabutter

25 g Mandelöl

35 g Kokosöl

10-15 Tropfen ätherisches Öl

 

Zubereitung

1. Fette in einer Metallschüssel im Ofen auf 100 Grad zum Schmelzen bringen. Mit den ätherischen Ölen mischen.Wenn das Gemisch auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, zum Festwerden in den Kühlschrank stellen.

2. Mit einem Handmixer oder Schneebesen so lange schlagen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

3. Im Kühlschrank hält sie drei Monate, ansonsten binnen vier Wochen aufbrauchen.

 

 

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Erstveröffentlichung dieses Lifeguide-Artikels: am 5.8.2016

 

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Bodylotion selbst machen
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Besser leben ohne Plastik, Cover: oekom Verlag
Cover des Buches: Besser leben ohne Plastik, Cover: oekom Verlag
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German
Die Vermeidung von Verpackungsmüll ist das Kernthema des Bio-Naturkostladen rutaNatur. Seit 2016 ist es auch in Augsburg möglich, verpackungsfrei einzukaufen.
Anrede
Frau
Öffnungszeiten aktivieren
SHOW
Ort

Prinzregentenstraße 7
86150 Augsburg
Deutschland

E-Mail
unverpackt [at] rutanatur.de

Ramona Dorner legt in ihren Bioladen den Fokus auf pure Lebensmittel, die ohne überflüssiges Plastik und Werbung am besten wirken. So erfährt unser Essen Wertschätzung und den unbeeinflussten Genuss, den es verdient.

Neben den Verpackungsmaterialien landen leider viel zu häufig auch Nahrungsmittel im Müllcontainer. Auch dem wirkt rutaNatur entgegen. Du musst hier nicht mehr einkaufen, als du tatsächlich benötigst, sondern bekommst nur die  tatsächlich gewünschte Menge abgefüllt. Das Sortiment ist biologisch sowie vegetarisch und vegan.

Der Laden ist obendrein ein Ort des Austausches. So gibt es beispielsweise Anregungen zum Selbermachen von Kosmetik und Reinigungsmitteln. Natürlich berät Ramona Dorner auch in Fragen rund um das plastikfreie Leben.

Hier geht's zum Lifeguide-Interview mit Ramona Dorner.

Tipp
Öffnungszeiten
Wochentag
Mo bis Fr 10.00 bis 18.30
Sa 10.00 bis 15.00
Karte Kategorie

Plastikfrei putzen!

Plastikfrei putzen!
Mit den Alleskönnern Soda und Natron und den Kalklösern Essig und Zitrone lässt sich jeder Frühjahrsputz bewältigen
Putzen ohne Olastik. Foto: Cynthia Matuszewski

Reinigungsmittel nehmen in den Regalen von Drogerien oder Supermärkten meterweise Platz ein. Vieles davon ist in Plastik verpackt, teilweise ökologisch fragwürdig und häufig total überflüssig. Saubermachen geht nämlich mit nur wenigen Mitteln, die glücklicherweise hauptsächlich in Papiertüten oder Glasflaschen zu haben sind. Mit einem einfachen Baumwoll-Lappen sowie einem Geschirrtuch zum Nachtrocknen wird alles streifenfrei sauber.

Hier also die wichtigsten Mittel, um das Heim sauber zu halten:

Natron und Soda sind wahre Alleskönner

Natron und Soda sind sich recht ähnlich in der Anwendung und doch unterschiedlich. Bei Natron handelt es sich um Natriumhydrogencarbonat, bei Waschsoda um Natriumcarbonat. Der chemische Unterschied ist also der Wasserstoff. Natron ist universell einsetzbar: zum Putzen, zum Backen, für Kosmetik und medizinisch gegen Sodbrennen. Waschsoda eignet sich hauptsächlich zum Putzen und wirkt gerade bei starker Verschmutzung besser.

Natron und Soda wirken sehr gut bei groben Schmutz. Wenn es um Kalk geht, kommen Essig und Zitronensäure zum Einsatz. In Kombination sind sie auch wirksame Mittel für die Spülmaschine.

 

So wirken die natürlichen Mittel:

  • Natron

Natron beseitigt Gerüche und hilft groben Schmutz zu entfernen. So lassen sich unangenehme Gerüche aus dem Kühlschrank vertreiben, wenn man etwas Pulver in einer Schüssel in den Kühlschrank stellt. Das hilft auch gegen Gerüche bei anderen Dingen im Haushalt, wie Teppichen, der Spülmaschine oder auch Schuhen. Dazu einfach Natron in die Schuhe schütten, über Nacht einwirken lassen und am Morgen einfach aus den frischen Schuhen schütteln. Eingebrannte Töpfe werden mit 1 Esslöffel Natron oder Soda wieder sauber. Dazu den Topfboden mit Natron oder Soda überpudern, stehen lassen und mit Wasser aufkochen. Geeignet für Edelstahl- und Emailletöpfe. Auch beim Reinigen von Fugen hilft Natron: Etwas Natron auf eine feuchte (Zahn)bürste geben und damit Ablagerungen, Kalk oder Schimmel in Fugen wegrubbeln. Mehr zu Natron gibt es unter: http://www.wundermittel-natron.info

  • Waschsoda

Waschsoda entfernt Fett, Schmutz, Flecken und verbessert die Hygiene. Wie Natron bindet es Gerüche. Gegen den fettigen Film auf Dunstabzugshauben hilft ein feuchter Schwamm mit Wasch-Soda. Holz- und Steinplatten sowie Mauern von Terrassen lassen sich gut mit Soda abwaschen. Gegenstände aus Aluminium und andere empfindlichen Gegenstände sollten dagegen nicht mit Waschsoda behandelt werden.

  • Essig-Essenz

Essigessenz hilft vor allem gegen Kalk und entfernt Kalkflecken im Bad.

  • Zitronensäure

Auch Zitronensäure ist kalklösend und wasserenthärtend und eignet sich damit für alles im Haushalt, das mit Kalk in Berührung kommt: als zuverlässiger Entkalker von Wasserkocher, Duschkopf, Waschmaschine oder Spülmaschine, als Urinsteinlöser fürs Klo (einen Esslöffel in die Toilette geben, mindestens eine Stunde einwirken lassen, den Urinstein mit der Bürste lösen) und vieles mehr.

 

Putzen ohne Plastik – Rezepte für selbstgemachte Haushaltsreiniger:

  • Richtig etikettieren!

Bei selbstgemachten Reinigern ist es sehr wichtig alle Gläser oder Flaschen genau zu etikettieren. Damit im Zweifelsfall auch Außenstehende erkennen: Dieses Joghurtglas enthält keinen Vanillejoghurt, sondern Allzweckreiniger. Das Umweltbundesamt empfiehlt außerdem, alle Zutaten auf den selbst angesetzen Reinigern zu vermerken. Falls es doch einmal zu einem Schadensfall kommt, kann sofort nachvollzogen werden, was genau das Reinigungsmittel enthält.

  • Allzweckreiniger mit Essig-Essenz

Für einen Allzweckreiniger 1 Esslöffel Essigessenz mit 300 ml Wasser verdünnen und in eine Sprühflasche füllen. Wer es duftend mag, kann optional 3-5 Tropfen ätherisches Öl zugeben. Vorsicht: Diese Mischung nicht auf Dichtungen und Gummi anwenden, da diese angegriffen werden.

  • Allzweckreiniger mit Zitronensäure

Wegen der kalklösenden Wirkung kommt Zitronensäure als Zutat in Geschirrspülmittel und in Klarspüler vor. Für einen Allzweckreiniger werden je 1 Esslöffel Zitronensäure und Natron in 500 ml Wasser aufgelöst. Nach Belieben 3-5 Tropfen ätherisches Öl dazu und in eine Sprühfasche füllen.

  • Abflussreiniger  

Soda und Natron reagieren zusammen mit Essig recht heftig und setzen dabei Kohlensäure und Wärme frei. Diese Reaktion sowie die entstehende alkalische Lösung führen zu einer intensiven Reinigung des Abflusses. Deshalb bilden diese drei Mittel einen guten Schutz gegen Rohverstopfung.

4 EL Soda und/ oder 4 EL Natron

1/2 Tasse Essig oder 20 ml Essigessenz mit 100 ml Wasser verdünnt

1- 2 l heißes Wasser

Soda und / oder Natron direkt in den Ausguss geben, den Essig hinterher kippen. Sofort entsteht unter heftigem Blubbern weißer Schaum. Den Abfluss mit dem Stöpsel oder einem feuchten Tuch verschließen und 5-10 Minuten im Abflussrohr stehen lassen damit sie gut wirken kann. Dann mit dem heißen Wasser nachspülen – fertig!

  • Pulver für die Spülmaschine

Geschirrspülpulver muss vor allem vier Dinge können: Kalk im Wasser entfernen, das Wasser enthärten,  den Ionenaustauscher der Spülmaschine unterstützen, sowie Fett und Speisereste lösen. Damit kommen folgende Zutaten in das Pulver:

3 Teile Zitronensäure

3 Teile  Waschsoda

1 Teil Natron

1 Teil Spülmaschinensalz

Zutaten in Schraub- oder Bügelglas geben und durch Schütteln vermischen. Luftdicht aufbewahren! Pro Spülgang 1-2 EL Pulver je nach Verschmutzungsgrad des Geschirrs und Wasserhärte.

  • Klarspüler

1 Teil Zitronensäure

5 Teile heißes Wasser

5 Teile hochprozentiger klarer Alkohol (Weingeist, Korn oder ähnliches)

Die Zitronensäure im heißen Wasser auflösen, abkühlen lassen, den Alkohol dazugeben und in eine Flasche abfüllen. Wie gewohnt ins Klarspülfach geben.

  • Intensivreiniger mit Orangenschalen*

Orangenschale löst Kalk und Flecken und hat gleichzeitig einen angenehmen Duft. Für einen Reiniger nimmt man die Schale einer Orange, füllt sie in ein Schraubglas und übergießt sie dann mit Essig (entweder Weißweinessig oder verdünnte Essigessenz). Das ganze darf 2 Wochen (in der Sonne) stehen, dann den Sud abseien und in eine Sprühflasche umfüllen. Damit lassen sich Fett- und Kalkflecken sowie Etiketten lösen.

  • Universalreiniger mit Orangenschalen*

Mit Flüssigseife wird der Orangenreiniger dann zu einem Universalreiniger. Einfach 2 EL Flüssigseife in 500 ml lauwarmen Wasser auflösen. Das gibt man dann mit 250 ml Orangenreiniger in eine Sprühflasche. Mit diesem Reiniger werden Glasabtrennungen in der Dusche wieder gut sauber. Bei glänzende Oberflächen sollte man jedoch vorsichtig sein.

  • Flüssigseife

Flüssigseife geht einfach: Seife raspeln und in warmem Wasser auflösen. (30 gr Seife auf 1 l Wasser).

 

Spülschwamm ade!

Spülschwämme und Kunststoff-Putztücher kann man auch getrost ersetzen. Baumwoll-Lappen, die sich immer wieder waschen lassen, gibt es in der Drogerie zu kaufen. Aus Baumwollgarn lassen sich leicht tun schnell Putzlappen selber häkeln. (Anleitung zum Beispiel http://www.gemachtmitliebe.de/spueltuecher-haekeln/) Mit bunter Wolle wird es dann richtig farbenfroh im Haushalt.

Gut zum Spülen und Putzen eignen sich auch Waschlappen oder selbstgenähte Lappen aus Frotteestoff. Upcyling-Lappen entstehen aus alten T-Shirts. Für den groben Schmutz eignen sich Kupfertücher.

 

Bei Soda: Handschuhe verwenden!

Da Soda die Haut entfettet, sollte es am besten mit Handschuhen benutzt werden. Diese gibt es auch Naturlatex vom Fairtrade-Center in Freiburg.

 

Wo gibt es die Zutaten?

Natron, Soda und Zitronensäure gibt es in Drogerien, Essigessenz in jedem Lebensmittelgeschäft. RutaNatur in Augsburg hat eine schöne Auswahl an verschiedenen Grundsubstanzen und fertig gemixten Mitteln. Dort gibt es auch die schönen selbstgenähten Spültücher von Doris Limmer. Zu beziehen sind sie auch direkt bei in der Hutwerkstatt von Doris Limmer (Scharnhorststraße 2, 86165 Augsburg, Telefon: 0821 791903) oder auch beim plastikfreien Stammtisch. Dieser steht am 7. Februar unter dem Motto „Plastikfrei Putzen“.

 

Bestellen:

Wer diese Mittel günstig in großen Mengen bestellen möchte, kann dies bei den Stübner Kräuterstuben tun. Die verschicken auch plastikfrei, wenn es bei der Bestellung angeben wird.

 

Lernen: 

  • Beim plastikfreien Stammtisch im Februar tauschen wir unsere Erfahrungen mit Reinigungsmitteln und Putzutensilien aus. Er findet am Dienstag, den 7. Februar um 20:00 Uhr im Café Anna statt.
  • Einen Workshop zum Thema „Wasch- und Putzmittel selber machen“ gibt es am 20. Februar im MehrGenerationenTreff in der Blücherstraße 1, 86165 Augsburg .Mit dabei ist Maria Leidemann vom Verbraucherservice Bayern, die allgemein etwas zum Thema Waschen und Putzen. Bitte mehrere Schraubgläser und leere Sprühflaschen und Flaschen (z.B. Weichspüler, Tomatenpüree) mitbringen. Wann: Montag, 20. Februar 2017, 19 Uhr, Wo: Mehrgenerationen-Treff, Blücherstr. 1, 86165 Augsburg , Veranstalter: „Stammtisch für plastikfreies Leben“, Augsburg,  Kostenbeitrag für Grundstoffe: 10-15 Euro.

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Bei Rezepten aus den Orangenschalen entstehen sogenannte Orangenterpene. Diese können Allergien auslösen und schaden den Wasserorganismen. Wer den Reiniger verwenden will, sollte ihn extrem sparsam verwenden und – ähnlich wie bei Lösungsmitteln - den verschmutzten Lappen zunächst an der Luft trocknen lassen. Da es dieses Rezept sehr häufig im Internet gibt, löschen wir es nicht vollständig, sondern veröffentlichen es mit folgenden Informationen des Umweltbundesamtes. Maria Leidemann, unsere Lifeguide-Gastautorin vom Verbraucherservice Bayern im KDFB e.V., sagt dazu: „Dieser Reiniger wird zwar oft empfohlen, muss aber kritisch gesehen werden.“

 

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Mehr über plastikfreies Leben in Augsburg erfahren Sie außerdem auf Websites von Andrea Maiwald und Sylvia Schaab:

 

Plastikfasten: Mit den Alleskönnern Soda und Natron und den Kalklösern Essigessenz und Zitronensäure lässt sich jeder Frühjahrsputz gut bewältigen. Foto: Cynthia Matuszewski
Plastikfasten: Mit den Alleskönnern Soda und Natron und den Kalklösern Essigessenz und Zitronensäure lässt sich jeder Frühjahrsputz gut bewältigen. Foto: Cynthia Matuszewski
Plastikfrei putzen: Mit Baumwolle und Naturborste, Foto: Cynthia Matuszewski
Plastikfrei putzen: Mit Baumwolle und Naturborste, Foto: Cynthia Matuszewski
Plastikfrei putzen: Mit Baumwolle, Kupfertuch und Naturborsten, Foto: Sylvia Schaab
Plastikfrei putzen: Mit Baumwolle, Kupfertuch und Naturborsten, Foto: Sylvia Schaab
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Plastikfrei leben: Rouge selbst gemacht

Plastikfrei leben: Rouge selbst gemacht
Schnell und einfach
Rouge, plastikfrei, Foto Lea Schreiber, Oekom-Verlag, Nadine Schubert,

Rouge selbst herzustellen ist einfach und geht schnell. Je nach Hautton ergeben Rote-Beete-Pulver oder Kakao die passende Farbnuance. 

Zutaten:

  • 1 EL Heilerde
  • 1 TL gemahlene Tonerde
  • 1 TL Rote-Bete-Pulver, z. B. von Lacross im Glas erhältlich
  • optional: etwas Kakaopulver für anderen Farbton hinzugeben

 

Zubereitung:

Die Zutaten werden in einem Glas mit weitem Hals oder einer leeren Dose gemischt und mit dem Pinsel entnommen.

 

Rezept aus dem Buch "Noch besser leben ohne Plastik"

Nadine Schubert hat 2013 begonnen, plastikfrei zu leben und zu dem Thema zwei Bücher veröffentlicht. Sie ermutigt ihre Leser*innen, sich für den Start ins plastikfreie Leben Zeit zu nehmen und nach und nach alltagstaugliche Lösungen zu finden. Nadine Schubert verzichtet gern auf Plastik, "... weil es die Gesundheit fördert, die Umwelt entlastet und obendrein Spaß macht". Dieser Tipp entstammt ihrem Buch „Noch besser leben ohne Plastik“.  Es enthält alltagstaugliche Praxistipps zur Plastikvermeidung, nützliches Plastikwissen, Anleitungen für Einsteiger und Fortgeschrittene, sowie plastikfreie Rezeptideen. Veröffentlichung dieses Rezeptes mit freundlicher Genehmigung des oekom verlags.

 

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pm/cm

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Buchtipp: Plastikfrei in 30 Tagen

Buchtipp: Plastikfrei in 30 Tagen
Gesünder und nachhaltiger leben ohne Plastik
Sylvia Schaab aus Augsburg lebt mit ihrer fünfköpfigen Familie plastikfrei. Foto: Edtih Schmidt gen. Steinhoff

Plastik, wohin das Auge reicht. Kaum ein Bereich in unserem Leben, der ohne Kunststoffe auskommt: Mikroplastik in Kosmetik, Weichmacher in Kinderspielzeug, eingeschweißte Lebensmittel, synthetische Fasern in der Kleidung. Gigantische Plastikmengen verschmutzen unsere Weltmeere und schaden so Mensch und Umwelt. Gerade Deutschland, das Heimatland der Mülltrennung, produziert so viel Verpackungsmüll wie kein anderes europäisches Land. Immerhin, den beschichteten Coffee-to-go-Bechern und den Plastikstrohhalmen geht es bereits an den Kragen, auch werden in Geschäften keine kostenlosen Plastiktüten mehr ausgegeben.

Doch es gibt noch viel zu tun. Wie ein Leben ohne Plastik gelingt, zeigt Sylvia Schaab in ihrem Buch »Es geht auch ohne Plastik«. Dabei geht sie mit gutem Beispiel voran: Mit ihrer Familie lebt die Journalistin seit mehr als drei Jahren nahezu plastikfrei. Ihre zahlreichen anschaulichen Tipps, wie wir Plastik aus unserem Alltag verbannen können, sind also selbst erprobt. Dabei lässt Sylvia Schaab keinen Lebensbereich aus: vom verpackungsfreien Einkauf und plastikfreien Kochen über richtiges Mülltrennen und Saubermachen ohne Plastik bis hin zu plastiklosem Wohnen, Gärtnern, Mobilsein und Feiern deckt sie alles ab. Im Interview mit dem Lifeguide sagt Sylvia Schaab:

Meine Kinder überraschten mich am meisten: Statt sich über Einschränkungen zu beschweren, lehnen sie mittlerweile selbst alles Plastikverpackte ab - nur bei Süßigkeiten gibt es manchmal eine Ausnahme." Sylvia Schaab

Neben spannendem Hintergrundwissen im Kapitel „Plastik, was ist das eigentlich?“, liefert Sylvia Schaab eine Vielzahl an DIY-Anleitungen für Milchprodukte, Reinigungsmittel, Kosmetika und Tipps in verschiedenen „Schwierigkeitsstufen“. Also für Eilige, Motivierte oder Experimentierfreudige. Aller Anfang ist schwer? Nicht so mit Sylvia Schaabs sechs Tipps zum Start in ein plastikfreies Leben. Ohne erhobenen Zeigefinger stellt die Autorin auch alternative Konsummöglichkeiten wie Upcycling, Reparieren oder Cradle-to-Cradle-Produkte vor. Abgerundet wird das Ganze durch eine „30-Tage-Challenge“ sowie nützliche Einkaufstipps und Adressen im Anhang. In Augsburg und Umgebung gibt es mittlerweile viele Stammtische für plastikfreies Leben, die Einsteiger*innen bei den ersten Schritten helfen. Heute sagt Sylvia Schaab über ihr nahezu platikfreies Leben:

Das Leben ist entspannter geworden." Sylvia Schaab

Sylvia Schaab, Autorin und Journalistin für nachhaltige Verbraucherthemen, lebt mit Mann und drei Kindern in Augsburg. Über ihr plastikfreies Leben schreibt sie in ihrem Blog „Grüner wird’s (n)immer". Sie engagiert sich in diversen Netzwerken und Vereinen für umweltpolitische Themen, hält Vorträge und gibt Workshops. Außerdem verhilft sie zukunftsweisenden, regional verwurzelten Unternehmen und Organisationen zu mehr Öffentlichkeit.

Das Buch:  Sylvia Schaab ES GEHT AUCH OHNE PLASTIK Die 30-Tage-Challenge für die ganze Familie! 288 Seiten ISBN: 978-3-442-22280-3 € 12,00 [D] € 12,40 [A] CHF 17,90 (UVP) Goldmann Taschenbuch

 

10 Einsteiger-Tipps vom Augsburger Stammtisch plastikfreies Leben:

  • 1.    Stofftasche immer dabei haben.
  • 2.    Getränke, Milch, Joghurt und Sahne in Pfandgläsern kaufen.
  • 3.    Obst und Gemüse lose kaufen und bei Bedarf in mitgebrachte Stoffsäckchen füllen.
  • 4.    Wurst und Käse in mitgebrachte Dosen packen lassen. Meist dürfen die Verkäufer die Dosen nicht über die Theke nehmen, aber der Transfer auf der Theke klappt gut. Manchmal muss man mutig sein und nachfragen. Aber das schärft das Bewusstsein.
  • 5.    Leitungswasser für unterwegs in Glas oder Edelstahlflaschen mitnehmen.
  • 6.    Seife bzw. Haarseife am Stück verwenden, statt Duschgel oder Shampoo zu nehmen.
  • 7.    Mehrweg statt Einweg bei Bechern und Tellern.
  • 8.    Strohhalme und anderes Einwegplastik vermeiden.
  • 9.    Second Hand statt Neu kaufen. Das spart Ressourcen und Verpackung.
  • 10.    Werbegeschenke aus Plastik ablehnen, eingeschweißte Kataloge abbestellen.

 

Die Stammtische plastikfreies Leben in der Region:

 

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Es geht auch ohne Plastik, Goldmann Verlag, Sylvia Schaab
Die Augsburger Journalistin Sylvia Schaab hat das Buch "Es geht auch ohne Plastik" mit vielen praktischen Tipps und einer 30-Tage-Challenge geschrieben.
plastikfrei, Stammtisch plastikfreies Leben, Foto: Cynthia Matuszewski
Seife statt Duschgel: Eine einfache Lösung ohne viel Plastikmüll. Die Stammtische plastikfreies Leben in Augsburg, Schwabmünchen, Friedberg und Königsbrunn informieren einmal im Monat über Plastikvermeidung. Foto: Cynthia Matuszewski
Plastikfreies Leben
Plastikfreies Leben
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Trinkbrunnen - Kostenlose Erfrischung unterwegs

Trinkbrunnen - Kostenlose Erfrischung unterwegs
In Augsburg gibt es viele Brunnen, wo ihr eure Trinkflasche nachfüllen könnt und damit unnötigen Plastikabfall vermeidet.
Trinkwasserbrunnen. Foto:pixabay_cc0_public_domain

Unsere Region hat viele Trinkbrunnen mit köstlichem Wasser. Eine gute Karte der Stadtwerke Augsburg und eine bundesweite App zeigen, wo der nächste Brunnen ist. Außerdem gibt es rund 90 Refill-Stationen in Augsburg.

 

Wenn es um Trinkwasser geht, haben wir Augsburger*innen wirklich die besten Karten: Die Qualität ist herausragend und von März bis Oktober liefern die Trinkbrunnen auch unterwegs die perfekte Erfrischung. Am besten, ihr bringt eure eigene Trinkflasche mit  und vermeidet dadurch unnötigen Plastikabfall.

 

Das qualitativ hochwertige Augsburger Trinkwasser steht an 20 Brunnen kostenlos zur Verfügung. In der Innenstadt sprudelt das frische  Wasser beispielsweise am Holbeinplatz, in der Spitalgasse oder am Wertachbrucker Tor. Aber auch am Stadtrand oder im Siebentischwald, in Stadtbergen am Bismarckturm oder beim historischen Wasserwerk am Hochablass stehen Trinkbrunnen. Die Augsburger Trinkwasserbrunnen sind bis Ende Oktober im Einsatz, bevor sie aufgrund der kalten Jahreszeit abgestellt werden müssen. Am Weltwassertag Ende März werden sie wieder aktiviert und können genutzt werden.

 

 

Hier gibt es kostenloses Trinkwasser

Die Stadtwerke Augsburg haben eine gute Übersichtskarte für alle Trinkbrunnen in Augsburg. Eine bundesweite App zeigt an, wo der nächste Brunnen ist. Sie heißt „Trinkwasser unterwegs“ und ist sowohl für Android als auch iOS-Geräte verfügbar. Außerdem gibt es noch die REFILL-Stationen in Augsburg. Das sind Läden, Unternehmen, Büros, Restaurant oder Privatpersonen, bei denen jede*r seine mitgebrachte Wasserflasche auffüllen kann. Ein Aufkleber mit einem großen blauen Tropfen weist auf eine solche Trinkwasserstation hin. Augsburg hat mittlerweile rund 90 davon. Auch hier gilt: Keine Einmal-Plastikflaschen, kein Abfall und beste Trinkwasserqualität.

 

Bei RutaNatur - Unverpackt Augsburg kann man Aufkleber bekommen.
Bei RutaNatur - Unverpackt Augsburg kann man Aufkleber bekommen.
Der Weltladen Augsburg füllt Flaschen schon immer gerne auf.
Der Weltladen Augsburg füllt Flaschen schon immer gerne auf.
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Waschen mit Efeu und Kastanien

Waschen mit Efeu und Kastanien
Natürliche Alternativen zu herkömmlichen Waschmitteln
Efeu, Waschen mit Efeu, Alternative zu Waschmittel, Foto: Pixabay, Plastikfrei leben, naturnah leben, ökologisch leben, nachhaltig leben,

Efeublätter und Rosskastanien sind eine natürlichen Alternative zu herkömmlichen Waschmitteln. Sie enthalten Saponine, also waschaktive, seifige Substanzen und keinerlei Chemie. Nachhaltiger geht es nicht. Elisabeth Rennig aus Horgau erklärt, wie man biologische Waschmittel selbst herstellt und welche Vorteile diese haben.

So funktioniert Waschen mit Efeublättern

Mit den Efeublättern verfahre ich folgendermaßen: Ich zerdrücke ein Dutzend ältere dunkelgrüne Efeublätter mit den Händen und gebe sie in ein Nylonsäckchen oder eine dünne Socke (verknoten!) zu einer Ladung Wäsche mit 30 Grad, 40 Grad oder 60 Grad. Zum Entkalken der Maschine gieße ich zu jedem vierten Waschgang zwei Esslöffel verdünnte Essigessenz ins Hauptwaschpulverfach. Die Wäsche riecht garantiert nicht nach Essig, sondern neutral. Wenn man duftende Wäsche möchte, kann man ein paar Tropfen ätherisches Öl, zum Beispiel Zitrone oder Lavendel, hinzu geben. Da kann man leicht auf Weichspüler, der ein schlimmer Umweltsünder ist, verzichten. Die Wäsche duftet himmlisch.

Moment mal – ist Efeu nicht giftig? Beim Efeu sind vor allem die Früchte giftig, aber die nimmt man ja nicht. Von den Blättern müsste man schon eine große Menge verzehren, um das Gift zu bemerken. Sie schmecken auch nicht.

So funktioniert Waschen mit Rosskastanien

Und wie funktioniert das alternative, nachhaltige Waschen mit Rosskastanien? Die Kastanien sammle ich im Herbst, lasse sie trocknen und bewahre sie in einem Pappkarton auf. Bitte keinen Plastiksack nehmen, dort schimmeln sie. Für einen Waschgang brauche ich drei Kastanien, die ich in mehrere kleine Stückchen zerteile. Diese lege ich in ein sauberes Gurkenglas und gebe 100 Milliliter Wasser dazu. Ein paar Stunden lang soll die Mischung ziehen. Wenn man danach das Glas etwas schüttelt, bemerkt man die typische seifenartige Schaumbildung. Nun gieße ich die Flüssigkeit durch ein Sieb in ein zweites Glas. Das ist jetzt mein Waschmittel, das ich ins Waschpulverfach gieße. Entkalken und Duft hinzufügen funktionieren wie bei den Efeublättern.

 

Warum sind Efeublätter und Kastanien so toll zum Waschen?

  • Die meisten handelsüblichen Waschmittel sind belastend für die Umwelt. Efeublätter und Kastanien sind echte biologische Alternativen.
  • Es gibt sie nahezu überall. Auf dem Land muss ich nur in den Garten oder den Wald gehen und in der Stadt wächst Efeu in Hinterhöfen, an Mauern und Zäunen. Kastanienbäume stehen oft in Alleen.
  • Efeu ist das ganze Jahr über verfügbar, denn er ist immergrün. Kastanien kann ich im Herbst auf Vorrat sammeln.
  • Das Waschen mit den alternativen Waschmitteln funktioniert. Egal, ob mit 30 Grad, 40 Grad oder 60 Grad, Efeublätter und Kastanien waschen stets sauber. Auch helle Wäsche!
  • Beide Waschmittel sind natürlich, also „bio“. Das heißt: Keine Chemikalien im Abwasser oder als Rest in der Kleidung. Sie sind auch für Waschmittelallergiker geeignet.
  • Billiger kann man nicht waschen. Efeublätter und Kastanien sammelt man in der freien Natur und sie kosten rein gar nichts.

Ich wasche übrigens lieber mit Efeublättern, weil Efeu an meiner Hauswand hochklettert. Ich wünsche viel Vergnügen mit dem alternativen Waschen, ein „reines“ Gewissen was die Umwelt betrifft und natürlich auch „reine“ Wäsche.

Der Text wurde in der Augsburger Allgemeine veröffentlicht und ist Teil der Kolumne „Einfach machen“.

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