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Tipps zum Energiesparen im Home-Office

Tipps zum Energiesparen im Home-Office
Von Silvia Fischer vom Umweltamt der Stadt Augsburg
Stromsparen, Home Office_ Foto Silvia Fischer

Computer und andere IT-Geräte verursachen fast ein Fünftel des Stromverbrauchs in deutschen Haushalten. Bei vielen von uns dürfte dieser Anteil gerade sogar noch wachsen – dank Schulschließungen und Home Office... Fünf Tipps, wie Sie Strom sparen und weniger zahlen.

Tageslicht nutzen

Die Position des Schreibtisches kann zum Energiesparen beitragen. Am besten platzieren Sie ihn direkt vorm Fenster oder im rechten Winkel dazu. So profitieren Sie von natürlichem Tageslicht und genießen gleichzeitig den Ausblick. Im Winter kommen Sie natürlich nicht immer ohne künstliche Beleuchtung aus. Dimmbare Lampen helfen an dunklen Tagen beim Energiesparen, da sie nicht permanent die volle Lampenleistung benötigen.Achten Sie auch darauf, Ihr Arbeitszimmer nicht zu überheizen. Den mit Abstand größten Anteil am gesamten privaten Energieverbrauch in der Wohnung haben nämlich Heizung und Warmwasser: mehr als 84 Prozent.Eine angemessene Temperatur und regelmäßiges Stoßlüften unterstützen außerdem Ihre Konzentration.

 

Prozesse beenden

Schließen Sie Programme und Anwendungen wieder, wenn sie nicht (mehr) benötigt werden! Denn viele von ihnen – zum Beispiel Internet-Browser – verbrauchen ununterbrochen Strom, auch wenn wir sie nicht nutzen.Mit der Zeit häufen sich Hintergrundprozesse an und machen den Computer langsamer: Überflüssige Update-Dienste, Spyware oder automatisch gestartete Programme erhöhen den Energieverbrauch.Daher: Hin und wieder einen Blick auf die sogenannte CPU-Auslastung werfen, die den Zustand der Hauptprozessoren (CPUs) beschreibt. Diese sollte unter fünf Prozent liegen. Sie lässt sich einfach über den Taskmanager („Systemressourceneinsatz im Task-Manager anzeigen“) unter der Rubrik „Leistung“ abrufen. Ist der Wert höher, helfen Programme, die den PC energieeffizienter machen.

Router vom Netz

Der Router zieht selbst dann Energie, wenn Sie das WLAN nicht nutzen und treibt so Stromverbrauch und -kosten nach oben. Darum schalten Sie ihn aus, wenn er nicht gebraucht wird – z.B. über Nacht! Am einfachsten geht das mit einer Zeitschaltuhr.Richtig abschalten!Trennen Sie die IT-Geräte nach Feierabend vom Netz, sonst ziehen sie im Stand-by-Betrieb unnötig Strom. Bei Laserdruckern z.B. ist das oft mehr, als für den Druckvorgang benötigt wird! Dabei helfen Steckdosenleisten mit eingebautem Netzschalter. Ein Knopfdruck, schon werden alle Geräte abgeschaltet. Nicht vom Netz trennen sollten Sie dagegen Tintenstrahldrucker. Denn jedes Mal nach dem Start wird der Druckkopf gereinigt. Das kostet unnötig viel Tinte und Strom.

Bei Neuanschaffung effiziente Geräte kaufen

Je nach Geräteart und -typ lassen sich durch den Kauf eines energieeffizienten Computers oder Druckers bis zu 80 Prozent Stromkosten sparen. Ein Laptop verbraucht gut zwei Drittel weniger Energie als ein festinstallierter PC. Tablets sind noch effizienter.Überlegen Sie deshalb vorher genau, welche technische Ausstattung Sie benötigen. Wer den Computer hauptsächlich für Schreibarbeiten nutzt, braucht keine High-End-Grafikkarte. Flachbildschirme benötigen im Vergleich zu ihren Vorgängern, den Röhrenmonitoren, weitaus weniger Strom. Noch mehr Energie sparen Verbraucher, indem sie die Helligkeit des Monitors reduzieren. Das schont Geldbeutel und Augen.

Zu guter Letzt:

Überdenken Sie Ihre Gewohnheiten auch in anderen Bereichen!Wer z.B. die Ökoprogramme von Spül- und Waschmaschine bisher aus Zeitmangel gemieden hat, sollte Ihnen jetzt eine Chance geben. Denn sie sparen bis zu 30% Strom und Wasser. Und vielleicht verhilft das milde Frühlingswetter ja sogar der guten alten Wäscheleine zu einem unverhofften Come back? Die Wäsche draußen zu trocken, kostet nämlich gar nichts und verschafft uns dazu noch eine Bewegungspause...

INFO:

Die Energieberatung Stadt Augsburg steht Ihnen weiterhin zur Verfügung - bis voraussichtlich Ende April 2020 allerdings ausschließlich telefonisch unter 0821 324-7320. Hier können Sie Ihre Fragen und Anliegen rund um Wohnen, Bauen und Sanieren  stellen - ohne Voranmeldung!  Diesen Service bieten wir in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Mo - Do: 8-18 Uhr, Fr: 8-16 Uhr.

Wir wünschen Ihnen viel positive Energie in dieser für uns alle ungewöhnlichen Zeit!

 

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Der „fair fashion guide“

Der „fair fashion guide“
Ein Projekt der Iller-Lech-Weltläden in Zusammenarbeit mit dem Get-Changed-Network
Titelbild Fair Fashion Guide

Nachhaltigkeit ist auch in der Textilindustrie ein zentrales Thema. Der „fair fashion guide“ bietet Hilfe in Sachen sozial und ökologisch produzierter Mode, listet 70 Läden in Allgäu und Schwaben auf und verschafft Überblick im Gütesiegel-Dschungel.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist mit die ertragreichste Konsumgüterbranche Deutschlands. Gleichzeitig ist sie sehr von der Globalisierung geprägt. Immer noch werden Textilien in Entwicklungsländern zu billigen Preisen hergestellt. Nicht nur die Menschen, die ohne fairen Lohn und unter harten, größtenteils gesundheitsschädlichen Bedingungen arbeiten müssen, leiden darunter. Auch die Umwelt leidet stark unter der Produktion von Rohfasern, Pestiziden und giftigen Farbstoffen. Nachhaltigkeit ist also auch in der Kategorie der Textilien ein großes Thema.

 

Das Projekt "fair fashion guide" und was er zu bieten hat:

Weltläden, wie der Weltladen Augsburg, beschäftigen sich schon lange mit fairen Bedingungen für Textilarbeiter*innen und wissen, wo man faire und ökologisch einwandfreie Kleidung in der Region findet. Diese Liste wollen sie den Menschen  zugänglich machen. Deshalb entwickelten die Iller-Lech-Weltläden zusammen mit dem Get-Changed-Netzwerk einen Fairen Modeführer, den „fair fashion guide“. Er listet über 70 Geschäfte in Schwaben und Allgäu auf, die nachhaltige, ökofaire Textilien anbieten. Auch Läden mit Second-Hand-Mode sind angegeben. Diese Art der Mode ist besonders nachhaltig, weil keine weiteren Rohstoffe verbraucht werden.

Neben den aufgelisteten Shops werden weitere Aspekte zu Nachhaltigkeit in der Textilindustrie angesprochen. Zum Beispiel werden kurz und knapp die Herausforderungen in der Lieferkette, wie die ökologischen und sozialen Kriterien, beschrieben. Und um den Überblick zu behalten werden acht Zertifikate und Gütesiegel vorgestellt, mit denen Kleidung gekennzeichnet wird.

Ziel des „fair fashion guide“ ist vor allem ein Bewusstsein zu schaffen. Faire Mode ist zwar meist etwas teurer als herkömmliche Modeartikel, aber auch qualitativ hochwertiger. Sie hält länger und bietet den Menschen, die sie herstellen, eine Perspektive. Das wichtigste ist, zu verstehen, dass das eigene Konsumverhalten direkte Folgen für den Herstellungsprozess hat.

 

Lohnt sich die Anschaffung?

Der „fair fashion guide“ ist ein nützliches Hilfsmittel in Sachen fairer Kleidung. Man behält im Gütesiegel-Dschungel leicht den Überblick. Zwar sind die einzelnen Shops nur mit Namen und Adresse gelistet, aber eine Legende gibt Hilfestellung. Für Augsburg sind nur acht Adressen verzeichnet, aber dafür gibt es über 60 Shops im Allgäu oder Schwaben. Viele der Läden, die verzeichnet sind, können auch über Get-Changed näher betrachtet werden. Da die Schrift in dem Heft relativ klein ist, bietet es sich für Menschen die damit Probleme haben, auf jeden Fall an den „fair fashion guide“ als PDF runterzuladen. Dafür ist das kleine Heftchen handlich genug, um überall mithingenommen zu werden und eignet sich hervorragend zum Verschenken. Für alle erhältlich ist der „fair fashion guide“ in den Iller-Lech-Weltläden, oder online als PDF-Datei.

INFO:

Iller-Lech-Weltläden: 1996, also vor mittlerweile 23 Jahren, schlossen sich 30 Weltläden in der Region Iller-Lech zu einem gemeinsam agierenden Netzwerk zusammen. Über gemeinsame Aktionen wie „XXXL – wir tragen fair“ wird der Zusammenhalt der Weltläden auch nach außen getragen. Diese Aktion wurde von der Berliner Ethical Fashion Week mit der „Spitzen Nadel“ ausgezeichnet. Sie sollte auf die herrschenden Missstände in der Textilproduktion aufmerksam machen.

Get Changed: Das Fair Fashion Network ist ein in der Schweiz eingetragener Verein, der zum Ziel hat, modebewusste und kritische KonsumentInnen rund um das Thema Fair Fashion zu informieren und Interessengruppen zu vernetzen. Basis des Netzwerks ist der Fair Fashion Finder, der es Konsumentinnen und Konsumenten ermöglicht, faire Mode schnell und einfach finden.

 

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