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Netzwerk für Umweltkompetenz
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86167 Augsburg
Deutschland

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Der Förderverein KUMAS - Kompetenzzentrum Umwelt e. V. wurde im Jahr 1998 gegründet und ist die zentrale Schaltstelle im Netzwerk für wachsende Umweltkompetenz in  Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung.

Ziele sind die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Umweltwirtschaft und eine nachhaltige Entwicklung in ganz Bayern.

Der Verein fördert, ausgehend von Bayerisch-Schwaben, die Entwicklung und den Ausbau des Umweltkompetenzzentrums für ganz Bayern. Dadurch sollen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Region verbessert und die Umweltkompetenz im wissenschaftlichen und öffentlich-rechtlichen Bereich gestärkt werden.

Ebenso gibt KUMAS Anstöße zur Neuentwicklung exportierbarer Produkte und Dienstleistungen der Umweltwirtschaft. Hierfür werden unter anderem gemeinsame nationale und internationale Messeauftritte sowie Seminare und Kongresse organisiert.

Neben den wirtschaftlichen Aspekten richtet KUMAS das Augenmerk auf die Sicherung und Verbesserung der regionalen Umweltqualität, indem Projekte im Umwelt- und Naturschutz aktiv unterstützt werden. Mit dem KUMAS-Leitbild verdeutlichen wir unsere Werte, Ziele und Zukunftsperspektive.

Der Förderverein besteht aus rund 200 Mitgliedern, einem 16-köpfigen ehrenamtlichen Vorstandsgremium sowie einer Geschäftsstelle mit Sitz im Umwelt-Technologischen Gründerzentrum in Augsburg.

Außerdem ist KUMAS Mitglied im Nachhaltigkeitsbeirat der Stadt Augsburg.

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Augsburg wird für seine Bürgerbeteiligung ausgezeichnet

Augsburg wird für seine Bürgerbeteiligung ausgezeichnet
Bundesweit vorbildlich: Augsburgs 'Lokale Agenda 21 - für ein zukunftsfähiges Augsburg'.

Im Wettbewerb "Vorbildliche Bürgerbeteiligung!" des Bundesumweltministeriums ist Augsburgs Nachhaltigkeitsprozess am 25.Februar 2020 in Berlin in der Kategorie "bürgerinitiiert" von der Jury ausgewählt und von Bundesumweltministerin Svenja Schulze ausgezeichnet worden. Leitthema war dieses Mal "erfolgreiche Verstetigung von Bürgerbeteiligung". Eingeladen worden waren zum Finale insgesamt 10 Projekte. Ausgezeichnet wurden vier davon.

Neben Augsburg die internationale Hochrheinkommission in der Kategorie "verwaltiungsinitiiert" sowie die Stadt Konstanz mit dem 'Sonderpreis Innovation' und die Stadt Hoyerswerda mit dem 'Sonderpreis Kooperation', unter anderem für ihren Bürgerhaushalt.

 

Die Nachhaltigkeit kommt aus der Zivilgesellschaft

Gestartet worden war Augsburgs Nachhaltigkeitsprozess aus der Zivilgesellschaft heraus - offiziell im März 1996 mit dem ersten Bürgerforum Zukunftsfähiges Augsburg. Ausgegangen war die Initiative von der Werkstatt Solidarische Welt, die nach wie vor Nord-Süd-Bildungsarbeit macht und u.a. den Weltladen Augsburg vorantreibt. Im Juli desselben Jahres stimmte der Stadtrat dem Konzept des vorgeschlagenen Agendaprozesses zu, beschloss die Unterstützung der bürgerschaftlichen Strukturen (Fachforen) und die Einrichtung eines Beirats sowie einer städtischen Geschäftsstelle.

All das gibt es heute noch, 24 Jahre später: Agendaforen (inzwischen 29), den Beirat und die städtische Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 (inzwischen erweitert zum Büro für Nachhaltigkeit). Im Laufe des Prozesses dazugekommen sind Augsburgs Nachhaltigkeitsziele, die "Zukunftsleitlinien für Augsburg", der Augsburger Zukunftspreis, das Lifeguide-Nachhaltigkeitsportal, die Nachhaltigkeitseinschätzung für Beschlussvorlagen des Stadtrats, das Kooperationsprojekt mit der Hochschule Augsburg...

 

Warum gelang  Augsburg, was anderen Städten nicht gelungen ist?

Im Wettbewerbfinale galt es, in zehn Minuten vor der Jury aus Expert*innen und Bürgerinnen und Bürgern die Kernerfolge sowie instituionellen und personellen Veränderungen zu beschreiben, die zur erfolgreichen Verstetigung der Bürgerbeteiligung geführt haben. Und 10 Minuten kritische Nachfragen zu überstehen: "Warum gelang in Augsburg, was in den allermeisten deutschen Städten nicht gelungen ist - die Agendaprozesse am Leben zu halten?". Für den Augsburger Agendaprozess in Berlin waren die beiden ehrenamtlichen AgendasprecherInnen Maria Brandenstein und Tom Hecht sowie Dr. Norbert Stamm vom städtischen Büro für Nachhaltigkeit.

 

Vielfalt, Durchhaltevermögen und Kontinuität überzeugten Jury

Es waren die Vielfalt an Aktivitäten und die thematische Breite, aber vor allem das Durchhaltevermögen und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Augsburger Prozesses, die die Jury beeindruckten. Die Augsburg*innen betonten, dass es vor allem am kooperativen Denken und Handeln lag und liegt, dass der Prozess nachwievor attraktiv ist. Weil er für alle Beteiligte Gewinne erbringt - für die zivilgesellschaftlichen Akteure und die im Prozess engagierten Unternehmen genauso wie für Stadtverwaltung und Stadtrat.

 

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Lokale Agenda 21, Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Akteure der Lokalen Agenda 21 Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Norbert Pantel (links) und Thomas Hecht von der Lokalen Agenda 21 in Augsburg bei der Demonstration Fridays for Future in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Norbert Pantel (links) und Thomas Hecht von der Lokalen Agenda 21 in Augsburg bei der Demonstration Fridays for Future in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Lokalen Agenda 21, Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Akteure der Lokalen Agenda 21 Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Treffen der Agendaforen der Lokalen Agenda 21. Foto: Cynthia Matuszewski
Treffen der Agendaforen der Lokalen Agenda 21. Foto: Cynthia Matuszewski
Die Zukunftsleitlinien der Stadt Augsburg werden in der Lokalen Agenda 21 vorgestellt. Foto Cynthia Matuszewski
Die Zukunftsleitlinien der Stadt Augsburg werden in der Lokalen Agenda 21 vorgestellt. Foto Cynthia Matuszewski
Mindmap beim Agendawochenende April 2016 in Kienberg im Allgäu.  Foto Cynthia Matuszewski
Mindmap beim Agendawochenende April 2016 in Kienberg im Allgäu. Foto Cynthia Matuszewski
Dr. Norbert Stamm, Leiter des Büros für Nachhaltigkeit und Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 der Stadt Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
Dr. Norbert Stamm, Leiter des Büros für Nachhaltigkeit und Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 der Stadt Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
Thomas Hecht, Maria Brandenstein, Dr. Norbert Stamm, Foto Cynthia Matuszewski
Thomas Hecht, Maria Brandenstein, Dr. Norbert Stamm. Foto Cynthia Matuszewski
Lokale Agenda 21 Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
Lokale Agenda 21 Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
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Lokale Agenda 21

Lokale Agenda 21
Engagement für ein nachhaltiges Augsburg
Norbert Pantel (links) und Thomas Hecht von der Lokalen Agenda 21 in Augsburg bei der Demonstration Fridays for Future in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski

Dieser Lifeguide-Artikel erscheint am 15.Oktober 2019 auch in der Purpur, dem neuen Magazin zu verantwortungsvollem Leben in Augsburg und Umgebung aus dem Hause liesLotte.

 

Seit über 20 Jahren setzen sich viele Augsburger*innen für immer mehr Nachhaltigkeit in unserer Stadt ein. Sie engagieren sich für eine fahrradfreundliche Stadt, für plastikfreies Leben, regionale Lebensmittel, Gärten in der Stadt oder für Umwelt- und Naturschutz.

„Lokale Agenda 21? ... nie gehört.“ So in etwa lautet die Reaktion, wenn wir im Freundes- oder Bekanntenkreis nachfragen. Dabei existiert die „Lokale Agenda 21 - für ein zukunftsfähiges Augsburg“ (das ist der vollständige Titel) in Augsburg bereits seit über 20 Jahren. Was steckt also hinter diesem sperrigen Begriff? Die Lokale Agenda 21 steht für einen Prozess, dessen Ziel es ist, aus Augsburg eine nachhaltige(re) Stadt zu machen. Damit sind die Augsburger*innen bisher recht erfolgreich: 2013 erhielt die Stadt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis. 2018 wurde der Augsburger Agenda-Prozess erneut bundesweit ausgezeichnet. Aktuell stehen über 600 Menschen hinter der Lokalen Agenda 21. Seit 1996 setzen sie sich dafür ein, dass unsere Stadt ökologischer, zukunftsfähiger, fairer und lebenswerter für alle wird.

 

Wie können sich in Augsburg Aktive vernetzen?

Das ist insofern spannend und hochaktuell, da seit Wochen immer mehr Menschen freitags auf die Straße gehen, um für wirksamen Klimaschutz zu kämpfen und die Politiker*innen auffordern, endlich schnell und effektiv zu handeln. Längst gehören nicht mehr nur Jugendliche zur Fridays-for-Future-Bewegung, sondern auch Scientists-, Parents- oder Artists-for-Future. Am 20. September 2019 streikten allein 1,4 Millionen Menschen in Deutschlands für effektiven Klimaschutz – 6.000 davon in Augsburg.

Da ist es gut, sich mit den bereits vorhandenen Strukturen vor Ort auszukennen. Damit man sich gegenseitig vernetzen, stärken und unterstützen kann, auf dem Weg zum gemeinsamen Ziel: Dem Schutz und Erhalt einer lebenswerten Welt für unser Kinder und Enkelkinder. Deshalb waren Akteure der Augsburger Lokalen Agenda 21 auch am 20. September beim Klimastreik dabei.

Damit die Nachhaltigkeit in Augsburg wirklich ihren Durchbruch schafft, muss sie von allen Akteur*innen mitgetragen werden. Blockierende Kräfte, die aus Angst an alten Lösungen hängen, sollten sich der Zukunft öffnen. Und die Chancen erkennen." Tom Hecht, Physiker, Agendasprecher.

Der Physiker und Lehrer Tom Hecht ist seit 2015 Agendasprecher und leitet das Fachforum Verkehr in Augsburg.

 

600 Menschen engagieren sich in den Agendaforen

Die Agendaforen sind das Herzstück der Lokalen Agenda 21. Aktuell arbeiten mehr als 600 Menschen in 29 verschiedenen Arbeitsgruppen – den Agendaforen - zu den unterschiedlichsten Themen. Wichtig zu wissen: die Agenda ist offen. Alle der Nachhaltigkeit Verbundenden sind eingeladen!Sie engagieren sich für die Fahrradstadt Augsburg, für plastikfreies Leben, für regionale Lebensmittel, für Nachbarschaftszentren, Gärten in der Stadt oder für Umwelt- und Naturschutz. Sie probieren einen neuen Umgang mit Landwirtschaft, mit Geld oder Wohnraum aus. Zu den Foren gehören der Arbeitskreis Urbane Gärten, das GreenOffice der Universität Augsburg, der NANU e.V., das Forum plastikfreies Augsburg, die Ag Tierrechte, die Fachforen Verkehr und Energie, die Biostadt und die Fairtrade-Stadt Augsburg oder Transition Town, um nur einige wenige zu nennen. Zweimal im Jahr erscheint eine Agendazeitung, die alle Aktivitäten zusammenfasst. Und weil Informationen eine wichtige Basis für Veränderungen sind, ist auch der Lifeguide Augsburg ein Agendaforum.Einmal im Monat treffen sich die Agendaforen, tauschen Erfahrungen und Informationen aus und koordinieren ihre Aktionen. Gäste sind immer willkommen. Bei diesen Treffen wurde unter anderem das Augsburger Stadtradeln, der erste Augsburger Parking Day und der Selbstversuch nachhaltiges Leben initiiert.

 

Keine Selbstverständlichkeit: Augsburg hat ein Büro für Nachhaltigkeit

Unterstützt werden die Agendaforen von der Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 im Büro für Nachhaltigkeit. So ein Büro als Teil der Stadtverwaltung ist keine Selbstverständlichkeit: Augsburg ist eine der wenigen deutschen Städte mit einem Büro für Nachhaltigkeit. In der Maximilianstraße 3 sitzen im zweiten Stock Norbert Stamm und sein kleines, sehr effektiv arbeitendes Team. Sie haben immer ein offenes Ohr für Ideen und Fragen.

Auch der Augsburger Nachhaltigkeitsbeirat ist Teil der Lokalen Agenda 21. Vier Mal im Jahr treffen sich im Augsburger Rathaus Vertreter*innen aus 23 Organisationen und Institutionen und beraten öffentlich über alle Themen rund um Augsburgs Nachhaltigkeit. Der Nachhaltigkeitsbeirat kann direkt Anträge an den Stadtrat stellen. Im Mai 2019 hat er beispielsweise empfohlen, bis 2025 die Treibhausgasemissionen auf fünf Tonnen pro Person und Jahr in Augsburg zu reduzieren und eine Klimaschutzkommission für unsere Stadt einzurichten.

Nachhaltiges Engagement wird in Augsburg übrigens mit einem Preis honoriert: Seit 2006 werden besonders gelungene Nachhaltigkeitsprojekte aus Augsburg mit dem Augsburger Zukunftspreis ausgezeichnet.Im Rahmen der Lokalen Agenda haben die oben genannten Akteure auch die Zukunftsleitlinien für die Stadt Augsburg (mit)erarbeitet. Seit 2015 stellen diese Leitlinien eine Orientierung für jeden Beschluss des Stadtrats dar. Sie umfassen 75 Ziele. Zu ihnen gehören zum Beispiel „Klima schützen“, „Erneuerbare Energien ausbauen und Energieversorgung sichern“ oder „Biologische Vielfalt erhalten und entwickeln“.

Wenn wir die Welt verbessern wollen, können wir gut in unserer Stadt anfangen. Denn die hängt ganz schön mit der übrigen Welt zusammen – in allem.“ Norbert Stamm, Nachhaltigkeitsbeauftragter Augsburg

Alle wichtigen Informationen und Kontakte zur Lokalen Agenda 21 finden Sie hier.

 

Lokalen Agenda 21, Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Lokale Agenda 21 in Augsburg bei der Demonstration Fridays for Future in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Zukunftsleitlinien, Augsburg, Foto: Tabea Jacob
Die Zukunftsleitlinien der Stadt Augsburg. Foto Tabea Jacob
Lokalen Agenda 21, Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Akteure der Lokalen Agenda 21 Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Lokale Agenda 21, Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Akteure der Lokalen Agenda 21 Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Fridays for Future, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Fridays-for-Future-Demo in Augsburg, im September 2019. Foto: Cynthia Matuszewski
Fridays for Future 2019, Foto: Cynthia Matuszewski
Fridays-for-Future-Demo in Augsburg, im September 2019. Foto: Cynthia Matuszewski
Fridays for Future 2019, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Fridays-for-Future-Demo in Augsburg, im September 2019. Foto: Cynthia Matuszewski
Fridays for Future 2019, Foto: Cynthia Matuszewski
Fridays-for-Future-Demo in Augsburg, im September 2019. Foto: Cynthia Matuszewski
Fridays for Future 2019, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Fridays-for-Future-Demo in Augsburg, im September 2019. Foto: Cynthia Matuszewski
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„Lokale Agenda 21?...

„Lokale Agenda 21?...
... Nie gehört.“ So in etwa lautet die Reaktion, wenn wir im Freundes- oder Bekanntenkreis nachfragen. Dabei existiert die „Lokale Agenda 21" in Augsburg bereits seit über 25 Jahren. Der Lifeguide erläutert, worum es geht.
Treffen des Agendateams der Lokalen Agenda 21. Foto: Cynthia Matuszewski

Die „Lokale Agenda 21 - für ein zukunftsfähiges Augsburg“ - so der vollständige Titel - existiert in Augsburg bereits seit 25 Jahren. Was steckt also hinter diesem sperrigen Begriff? Die Lokale Agenda 21 steht für einen Prozess, dessen Ziel es ist, aus Augsburg eine nachhaltige(re) Stadt zu machen. Und sie steht für die vielen Menschen, die hinter diesem Prozess stehen: Menschen, die sich dafür einsetzen, dass Augsburg ökologischer, zukunftsfähiger und lebenswerter für alle wird. Die Lokale Agenda 21 ist übrigens ein globales Programm, das die UNO bereits 1992 verabschiedet hat. Das Motto lautet: „Global denken – lokal handeln!“. So weit, so einfach.

 

Wenn es darum geht, wie dieser Prozess in Augsburg organisiert wird und welche Inhalte er hat, wird es wieder etwas kompliziert: Es gibt Agendaforen, Vernetzungen, den Nachhaltigkeitsbeirat, Sprecher*innen, Leitlinien, Schaubilder, Flipcharts, Protokolle, Memos und und und… Halt, bleibt jetzt dran - es lohnt sich!

 

Herzstück Nr. 1: Die Agendaforen

Wenn wir uns das erste Herzstück der Lokale Agenda 21 anschauen, wird Ihnen Vieles bekannt vorkommen: Es gibt 29 Agendaforen, in denen sich Ehrenamtliche und Vertreter*innen unterschiedlicher Organisationen Jahr für Jahr interessante, tolle, erhellende, faire, regionale, weiterbildende, witzige, kritische und natürlich nachhaltige Projekte überlegen. Zu diesen Agendaforen gehören NANU e.V., die Bürgerstiftung Augsburg, UNSER LAND, Prima Klima Augsburg, Forum-„Eine Welt Augsburg“, der Arbeitskreis Urbane Gärten, Transition Town Augsburg oder die Augsburger Terre-des-Femmes-Städtegruppe, um nur einige wenige zu nennen. Die vollständige Liste findet ihr hier.

 

Einmal im Monat treffen sich die Agendaforen im Agendateam, tauschen Erfahrungen und Informationen aus und koordinieren Termine. Gäste sind willkommen. Bei diesen Treffen wurde unter anderem die faire Stadtschokolade erfunden, das Augsburger Stadtradeln ins Leben gerufen, der erste Augsburger Parking Day ausgedacht oder die Zukunftsleitlinien erarbeitet. Jährlich tragen die Agendaforen mit geschätzt 70 Veranstaltungen zum Stadtleben bei. 

 

Herzstück Nr. 2: Das Büro für Nachhaltigkeit

Unterstützt werden die Agendaforen von der Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 im Büro für Nachhaltigkeit. Dort in der Maximilianstraße 3 sitzen im zweiten Stock Dr. Norbert Stamm und sein kleines, sehr effektiv arbeitendes Team als Teil der Stadtverwaltung. Sie haben immer ein offenes Ohr für nachhaltige Ideen und Projekte. Hier läuft alles zusammen, was mit dem eingangs erwähnten Prozess, der Entwicklung der Stadt Augsburg in Richtung Nachhaltigkeit zu tun hat. Norbert Stamm ist von Anfang an dabei und an den vielen Papierstapeln im Büro für Nachhaltigkeit sieht man, wie umfangreich das Thema ist.

 

Herzstück Nr. 3: Der Nachhaltigkeitsbeirat

Im Augsburger Rathaus beraten Sachverständige aus 23 Organisationen über alle Themen rund um Augsburgs Nachhaltigkeit. Hier sind beispielsweise der BUND, die Universität Augsburg, die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, Tür an Tür oder das Umweltnetzwerk KUMAS vertreten.

Der Nachhaltigkeitsbeirat wird vom Stadtrat berufen und kann direkt Anträge an den Stadtrat stellen. Das Gremium trifft sich vier Mal im Jahr. Alle Sitzungen sind öffentlich, Interessierte herzlich willkommen.

 

Herzstück Nr. 4: Der Zukunftspreis

Seit 2006 können sich besonders gelungene Nachhaltigkeitsprojekte aus Augsburg um den Augsburger Zukunftspreis bewerben. Bisher gab es über 400 Bewerbungen und bald 84 Preisträgerinnen und Preisträger. Alle Projekte findet ihr hier. Die Fülle zeigt, wie viel in Augsburg läuft. Vielleicht seid ihr ja in einem Projekt aktiv, das preiswürdig wäre? Jedes Jahr im Frühling sind Bewerbungen möglich, im Herbst findet die feierliche Preisverleihung im Goldenen Saal des Rathauses statt. Also nichts wie her mit euren Unterlagen, bei konkreten Frage hilft euch das Büro für Nachhaltigkeit gern weiter.

 

25 Jahre Agendaprozess …

Die Lokale Agenda 21 ist also keine Institution, keine unveränderbare Größe, sondern ein Prozess, der sich ständig weiterentwickelt und bei dem die Augsburger*innen schon sehr erfolgreich waren: 2013 erhielt die Stadt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Und 2015 verabschiedete der Augsburger Stadtrat die Zukunftsleitlinien für Augsburg – eine bundesweit einmalige Leistung. Die Zukunftsleitlinien stellen eine Orientierung für jeden Beschluss des Stadtrats dar, die soziale, ökonomische, ökologische und kulturelle Ziele umfasst. Zu ihnen gehört zum Beispiel die Nr. A 2.3: „Erneuerbare Energien ausbauen und Energieversorgung sichern“. Oder die Nr. B 5.1 „Armut und Existenznot vorbeugen“. Oder auch Nr. C 2.3 „Vereinbarkeit von Arbeit und Familie erleichtern“. Und natürlich die Nr. D 1.1. „Heimat für alle ermöglichen“. Hier findet ihr alle 75 Leitlinien und Ziele.

Wir haben also einen etwas schwerfälligen, langen und komplizierten Begriff. Wir haben Gremien und Ausschüsse, die noch längere und kompliziertere Namen haben, wobei wir an dieser Stelle selbstverständlich nicht alle Vernetzungen und Zuständigkeiten in der Lokalen Agenda 21 aufgezählt haben. Und wir haben Leitlinien, die Nummern und Unterpunkte haben. Mag sein, dass das alles recht sperrig ist, mag sein, dass unzählige Sitzungen in schlecht belüfteten Räumen stattfinden, mit Menschen, die sehr unterschiedliche Meinungen haben. Aber unter dem Strich steht die Lokale Agenda 21 für einen Prozess, der uns und unserer Stadt gut tut: Das Ergebnis sind richtig gute Aktionen, sehr viel Begeisterung für Augsburg sowie die Bündelung und Vernetzung von Know-how. Hatten wir schon erwähnt, dass der Lifeguide Region Augsburg ein Agendaforum ist? Und wer bis hierher durchgehalten hat, weiß jetzt auch, zu welchem Herzstück des Agendaprozesses wir gehören.

Lokale Agenda 21 Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
Lokale Agenda 21 Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
Sitzung des Agendateams. Agendawochenende April 2016 in Kienberg im Allgäu.  Foto Cynthia Matuszewski
Sitzung des Agendateams. Agendawochenende April 2016 in Kienberg im Allgäu. Foto Cynthia Matuszewski
Dr. Norbert Stamm, Leiter des Büros für Nachhaltigkeit und Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 der Stadt Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
Dr. Norbert Stamm, Leiter des Büros für Nachhaltigkeit und Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 der Stadt Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
Die Zukunftsleitlinien der Stadt Augsburg werden in der Lokalen Agenda 21 vorgestellt. Foto Cynthia Matuszewski
Die Zukunftsleitlinien der Stadt Augsburg werden in der Lokalen Agenda 21 vorgestellt. Foto Cynthia Matuszewski
Treffendes Agendateams der Lokalen Agenda 21. Foto: Cynthia Matuszewski
Treffen des Agendateams der Lokalen Agenda 21. Foto: Cynthia Matuszewski
Sitzung des Agendateams. Agendawochenende April 2016 in Kienberg im Allgäu.  Foto Cynthia Matuszewski
Sitzung des Agendateams. Agendawochenende April 2016 in Kienberg im Allgäu. Foto Cynthia Matuszewski
Sitzung des Agendateams. Agendawochenende April 2016 in Kienberg im Allgäu.  Foto Cynthia Matuszewski
Sitzung des Agendateams. Agendawochenende April 2016 in Kienberg im Allgäu. Foto Cynthia Matuszewski
Collage, entstanden beim  Agendawochenende April 2016 in Kienberg im Allgäu.  Foto Cynthia Matuszewski
Collage, entstanden beim Agendawochenende April 2016 in Kienberg im Allgäu. Foto Cynthia Matuszewski
Sitzung der Agendaforen. Agendawochenende April 2016 in Kienberg im Allgäu.  Foto Cynthia Matuszewski
Sitzung der Agendaforen. Agendawochenende April 2016 in Kienberg im Allgäu. Foto Cynthia Matuszewski
Sitzung der Agendaforen.  Foto Cynthia Matuszewski
Sitzung der Agendaforen. Foto Cynthia Matuszewski
Mindmap beim Agendawochenende April 2016 in Kienberg im Allgäu.  Foto Cynthia Matuszewski
Mindmap beim Agendawochenende April 2016 in Kienberg im Allgäu. Foto Cynthia Matuszewski
Gruppenfoto der Agendateams der Lokalen Agenda 21. Foto: Cynthia Matuszewski
Gruppenfoto der Agendateams der Lokalen Agenda 21. Foto: Cynthia Matuszewski
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