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Konvent DialogRaumGeld

DialogRaumGeld - Konvent für das Geld von Morgen

Gögginger Str. 10
86159
Augsburg
Menschen beim DialogRaumGeld im Kongress am Park
In Augsburg soll die Zukunft des Geldes neu gedacht werden. Bei einem Mitmach-Konvent zeichnen die Teilnehmenden ein visionäres Bild von Geld.

Geld neu denken

 

Was wäre, wenn wir die Zukunft des Geldes neu gestalten? Wenn jede und jeder Einzelne von uns dabei mitreden könnte, wie Geld das Leben von Morgen gerechter, sozialer und ökologischer macht? Genau dabei können sich die Teilnehmenden des neuartigen Konvents DialogRaumGeld beteiligen.

 

Gesellschaftlicher Wertewandel durch einen neuen Umgang mit Geld

 

Die Kernfrage des Konvents lautet: „Wie kann ein neuer Umgang mit Geld einen gesellschaftlichen Wertewandel herbeiführen, der Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und nachhaltiges Wirtschaften verbindet?“ Zu dieser Frage finden zahlreiche Workshops, Gesprächsformate und Erfahrungsräume statt. Dort können sich die Teilnehmenden offen über bestimmte Facetten von Geld austauschen. Dazu zählen Themen wie „Neuer Umgang mit Geld - Theorie U“, „Sustainable Finance - Impulse für nachhaltiges Wirtschaften oder „Das Prinzip Fülle“.

„Bei dem Angebot werden in einen atmosphärischen Rahmen bewusst alle Sinne angesprochen. Denn wer neue Wege gehen will, braucht neue Methoden und Herangehensweisen“

 

Frank Fischer, Mitorganisator des DialogRaumGeld

Dazu dient auch eine neue Kultur der Kommunikation und des Miteinanders, die auf dem Konvent erprobt wird. Bewusst sprechen die Organisierenden daher Menschen aller sozialen und kulturellen Gesellschaftsschichten an. "Alle Menschen sind eingeladen, die Kraft und Gestaltungsmöglichkeiten zu erleben, die in offenen Räumen im Dialog mit anderen zum Thema Geld entstehen können“, so Fischer. „Denn Transformation beginnt bei jeder oder jedem Einzelnen.“

 

Startpunkt für eine neue Geldbewegung

 

Der Konvent Ende Mai in Augsburg wird der sichtbare Beginn eines mehrjährigen Weges sein. Es sollen sich Menschen zu Gruppen zusammenschließen und auch nach dem Konvent an den Themenbereichen weiterarbeiten – sei ist digital oder in regionalen Satelliten. Alle bleiben vernetzt und kommen jährlich wieder in die Friedensstadt zum Konvent DialogRaumGeld zurück, um die Ergebnisse auszutauschen, zu evaluieren und neu zu spinnen.

 

Initiiert und organisiert wird der DialogRaumGeld vom Verein Oeconomia Augustana e.V., der als Forum Fließendes Geld Teil der Lokalen Agenda 21 Augsburg ist. Unterstützt wird der Verein durch die Regio Augsburg Tourismus GmbH. Und wo könnte das Thema Geld besser neu gedacht werden als in der Fuggerstadt Augsburg. Hier schufen die Handelsfamilien der Fugger und Welser die Grundpfeiler des kapitalistischen Wirtschaften. Jetzt soll an diesem Ort eine neue Basis erschaffen werden, die hilft, die Transformation unserer Gesellschaft sozial und ökologisch verträglich voranzubringen. Daher finden begleitend zum Konvent spezielle Stadtführungen mit dem Fugger und Welser Erlebnismuseum statt.

 

Beitrag zum Mitmachen richtet sich nach eigenem finanziellen Möglichkeiten

 

Wie Geld neu gedacht werden kann, zeigt sich schon beim Beitrag, der für die Teilnahme entrichtet werden kann. Der reguläre  Mitmach-Beitrag für den Konvent inklusive Voll-Verpflegung beträgt 250 Euro. Menschen mit kleinerem Einkommen können für 150 Euro mitmachen. Damit auch wirklich alle Menschen am Kongress teilnehmen können gibt es einen Schenk-Beitrag für 0 Euro, der durch den Förderer-Beitrag von 500 Euro unterstützt wird.

Buchung der Tickets dialograumgeld.org/teilnehmen

Info

Termin:

Sonntag, 22.06.2022:

Tagesprogramm: 16:00 bis 19:00, Abendprogramm ab 20 Uhr

Montag, 23.06.2022

Tagesprogramm: 10:00 bis 13:00 und 15:00-18:00, Abendprogramm ab 20 Uhr

Dienstag, 24.06.2022

Tagesprogramm: 10:00 bis 13:00

 

Ort: Kongress am Park, Gögginger Str. 10, 86159 Augsburg

Infos und Buchungsmöglichkeiten: Auf der Webseite von DialogRaumGeld

Veranstalter: Oeconomia Augustana e.V.

 

Event-Termin
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Mehr zum Thema

Green Wedding Network: Hochzeit feiern mit nachhaltigem Fußabdruck

Green Wedding Network Hochzeit nachhaltig feiern
Ein Netzwerk unterstützt Dienstleister*innen klimafreundliche Hochzeitsangebote für Brautpaare zu entwickeln.
Hochzeitspaar beim Feiern mit Traurednerin

Der Tag der Hochzeit ist ein unvergessliches Erlebnis, den sich viele Brautpaare umweltfreundlich wünschen. Gut, dass es Brautmode-Läden, Fotograf*innen oder Florist*innen gibt, die ihre Dienstleistungen nachhaltig anbieten. Im Green Wedding Network, das die Traurednerin Eva Kampfmann gegründet hat, tauschen sie sich aus.

 

Die Traurednerin und Umweltaktivistin Eva Kampfmann setzt sich in ihrer Arbeit dafür ein, dass der schönste Tag im Leben in guter Erinnerung bleibt und gleichzeitig wenig Spuren in unserer CO2-Bilanz und in der Umwelt hinterlässt. Im Interview erzählt sie, warum es für Brautpaare und Dienstleister*innen Sinn macht, bei der Hochzeit auf Nachhaltigkeit zu setzen, an welchen Stellschrauben das Paar drehen kann und warum sie das "Green Wedding Network" gegründet hat.

 

Wieso lohnt es sich auch beim Thema Heiraten auch auf Nachhaltigkeit zu achten?

Eva Kampfmann: Bei Hochzeiten kommen viele Menschen unterschiedlicher Blick- und Wirkfelder zusammen. Es ist eine gute Gelegenheit, um Gäste und Dienstleister*innen für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Wo kann man besser zeigen, dass Nachhaltigkeit eine bewusste Entscheidung aller Beteiligten ist und nicht Verzicht bedeutet?!

 

Wer ist bei diesem Thema aufgefordert etwas zu tun?

Brautpaare sind dabei genauso gefragt wie Dienstleister*innen. Während es fürr Paare bereits viele Tipps auf Foren oder in Blogs gibt, fehlen häufig nachhaltig aufgestellte Anbieter*innen von Essen, Fotografie, Papeterie oder Blumen. Interessierten Dienstleister*innen zeige ich im „Green Wedding Network“, wie sie Nachhaltigkeit in Ihrem Business integrieren können.

 

Was dürfen Dienstleister*innen im Netzwerk erwarten?

In einem monatlichen digitalen Austausch bereite ich branchenübergreifende Themen vor, die allen helfen, langfristig nachhaltiger zu arbeiten. Daneben gibt es spezielle Fokusthemen wie zuletzt etwa nachhaltige Brautmode. Einmal pro Jahr veranstalten wir ein nachhaltiges Styled Shooting sowie einen nachhaltigen Eventtag. Hier geht es um persönliches Kennenlernen, um gemeinschaftliches Arbeiten und Wirken sowie um nachhaltige Weiterbildungen.

 

"Nachhaltigkeit ist eine bewusste Entscheidung und kein Verzicht." Eva Kampmann, Hochzeitsrednerin

Wo können Dienstleister*innen sofort nachhaltiger werden?

Ein erster Schritt kann sein, zu einer nachhaltigen Bank zu wechseln. Es macht einen großen Unterschied, welche Projekte mit dem eigenen Geld gefördert werden. Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Lieferkette: Woher kommen die Produkte oder Rohstoffe und sind diese Quellen wirklich nachhaltig?

 

Wo finde ich als Brautpaar nachhaltig arbeitende Dienstleister*innen?

Das ist tatsächlich die derzeitige Herausforderung. Viele Anbieter*innen haben zwar nachhaltige Produkte/Dienstleistungen, werben aber nicht offensiv damit. Aktuell empfehle ich deswegen: Sucht euch eine*n Dienstleister*in eurer Wahl und sprecht sie/ihn offen auf nachhaltige Alternativen an und fordert sie auch ein.

 

Was hat dich dazu bewogen, das Netzwerk zu gründen?

Für mich ist Nachhaltigkeit schon lange ein wichtiges Thema. Daher wurde ich schon früh „Öko-Evi“ genannt. Privat esse ich vegan und vermeide Plastik. Als Familie versorgen wir uns weitgehend selbst. Ehrenamtlich engagiere ich mich seit 2016 im Forum Plastikfreies Augsburg. Seit 2018 arbeite ich als Freie Hochzeitsrednerin und es wurde mir zunehmend ein Anliegen, in diese Branche mehr Nachhaltigkeit zu tragen. Deswegen gründete ich Anfang 2021 das „Green Wedding Network Augsburg“, das ab 2022 ein nachhaltiges Netzwerk für die Hochzeitsbranche im ganzen deutschsprachigen Raum ist. Ich freue mich wahnsinnig auf diesen inspirierenden und wertschätzenden Austausch mit allen Unternehmer*innen. Es ist toll, wenn aus einer Idee Realität wird und ich damit viele Menschen begeistern und inspirieren darf.

 

Mehr zum Green Wedding Network

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German
Augsburg ist seit 2010 Fairtrade-Stadt. Der gemeinnützige Verein TransFair e.V. vergibt diese Auszeichnung für das Engagement im fairen Handel. Alle zwei Jahre wird überprüft, ob die Kriterien noch eingehalten werden.
Anrede
Frau
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Ort

Büro für Nachhaltigkeit mit Geschäftsstelle Lokale Agenda 21
Leonhardsberg 15
86150 Augsburg
Deutschland

E-Mail
u.michallik [at] posteo.de

2010 erhielt die Stadt Augsburg vom gemeinnützigen Verein TransFair e.V. erstmalig diese Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste:

 

1. Ratsbeschluss: Augsburg hat einen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels verabschiedet. Bei den Ratssitzungen werden zudem fair gehandelte Produkte angeboten, wie zum Beipspiel fair gehandelter Kaffee. 2. Eine Steuerungsgruppe wird gebildet und koordiniert alle Aktivitäten in der Stadt. 3. In Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten. 4. Die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und 5. die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

 

Das Engagement in der Fairtrade-Stadt Augsburg ist vielfältig: Der Einkaufsführer KonsuMensch für junge Leute ist seit Jahren ein Renner in den Schulen. Die Bayerischen Eine-Welt-Tage im  Kongress am Park ziehen jedes Jahr viel Publikum an. Seit Juli 2016 gibt es unser Nachhaltigkeitsportal, den Augsburger Lifeguide, der 2022 einen Relaunch erhielt. Als besonderes Projekt hat die Regio Tourismus 2016 das faire Augsburg T-Shirt von Studierenden der Hochschule gestalten lassen. Und hier findet ihr alle Cafés und Restaurants in Augsburg, die fair gehandelten Kaffee anbieten.

     

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    "Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein tolles Zeugnis für die Verankerung des fairen Handels in Augsburg. Unsere Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten eng zusammen. Ich bin stolz, dass Augsburg dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir werden uns weiterhin mit viel Elan dafür einsetzen, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

    Reiner Erben, Leiter des Referats für Nachhaltigkeit, Umwelt, Klima und Gesundheit

    Auch die Initiatorin Ute Michallik freut sich sehr über den anhaltenden Erfolg: „Der schönste Erfolg ist für mich, dass die Ausstrahlung des Fairen Handels ständig zunimmt. Das sieht man daran, dass bereits viele Cafés Fairen Kaffee ausschenken, dass es unter anderem mit der St. Ursula-Realschule und dem Anna-Gymnasium schonmehrere Fairtrade Schools gibt und dass sich so viele Umlandgemeinden der Kampagne angeschlossen haben: Aichach, Bobingen, Buchloe, Dillingen, Donauwörth, Günzburg, Horgau, Landsberg, Pöttmes, Stadtbergen und Wertingen.“

     

    Die Fairtradestadt-Kampagne ist in Augsburg Teil der Lokalen Agenda 21. Augsburg ist eine von über 450 Fairtrade-Towns in Deutschland. Weltweit sind es über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 28 Ländern. Weitere Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne findest du unter www.fairtrade-towns.de.

     

    Hier findet ihr alle Cafés und Restaurants in Augsburg, die fair gehandelten Kaffee anbieten.

     

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    Transition-Town ruft Projekte ins Leben, sammelt Ideen und vernetzt bestehende Initiativen, mit dem Ziel, besser mit Ressourcen, Energie und Nahrung umzugehen.
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    Ort

    Obstmarkt 11
    86159 Augsburg
    Deutschland

    E-Mail
    info [at] transition-town-augsburg.de

    Die Transition-Town-Bewegung ruft weltweit Projekte ins Leben, sammelt Ideen und vernetzt bestehende Initiativen, um besser mit Ressourcen, Energie und Nahrung umzugehen. Transition Town möchte eine Perspektive für die Zukunft schaffen.

    Basis der Aktivitäten von Transition Town ist das „Energiewende Handbuch“ des Iren Rob Hopkins, der erfolgreich die ersten Transition Towns in England ins Leben gerufen hat. Mittlerweile ist daraus eine weltweite Bewegung mit über 2.500 Initiativen auf lokaler Ebene geworden.

    Kern-Ziele des Forums

    • Schonender Umgang mit Ressourcen durch Recycling
    • CO2 Ausstoß senken
    • regionalen Selbstversorgung stärken
    • Wissen vermitteln
    • Bestehende Initiativen vernetzen: Es entstehen neue Ideen und regionale Gemeinschaften
    • Ein persönliches Erfolgserlebnis durch eigener Hände Arbeit

    Darüber hinaus beschäftigt sich die Transition Town Augsburg mit den Themen: Recycling-Werkstätten, regionales Wirtschaften, Energie, Ernährung, Gesundheit und noch vieles mehr.

     

    Initiativen, die in der Transition Town Augsburg mitarbeiten

    •     Bikekitchen, offene Reparatur-Werkstatt für Fahrräder
    •     CityFarm, ökologische Landwirtschaft im Stadtgebiet mit Schulungsangeboten
    •     Contact e.V., Sozialkaufhaus in Augsburg Haunstetten
    •     ReDesignA, Kurse und Seminare zu Recycling und Design
    •     Bürgerinnen und Bürger der Fahrradstadt 2020
    •     Lebensraum Schwabencenter, Begegnungszentrum, neues Wohnkonzept
    •     Max und Moritz, Lastenradverleih
    •     Forum Plastikfreies Augsburg –  Initiative für weniger Plastik und weniger Müll

    Transition Town Augsburg ist Forum der Lokalen Agenda 21 - für ein zukunftsfähiges Augsburg. Weitere Informationen zur Lokalen Agenda 21 findest du unter www.nachhaltigkeit.augsburg.de.

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    Augsburg erhält 'Zukunftspreis KULTURGESTALTEN' lifeguide.augsburg Mo., 12.07.2021 - 13:33
    Augsburg erhält 'Zukunftspreis KULTURGESTALTEN'
    Augsburgs vierte Nachhaltigkeits-Dimension 'Kultur' ist zukunftsweisend
    Zukunftsleitlinien Augsburg, Kultur, Grafik: Stadt Augsburg

    Die Augsburger*innen denken und handeln in Bezug auf Nachhaltigkeit „vierdimensional“. Während der Nachhaltigkeitsprozess bundesweit in der Regel die drei Dimensionen Ökologie, Soziales und Wirtschaften umfasst, hat die Stadt Augsburg mit ihren Zukunftsleitlinien ganz bewusst eine starke vierte Dimension aufgenommen: Die Kultur. Für dieses Vordenken in Sachen Nachhaltigkeit erhielt die Fuggerstadt jetzt den Zukunftspreis KULTURGESTALTEN für das beste (Modell-)Projekt kommunaler Selbstverwaltung.

    Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zeichnet der Zukunftspreis KULTURGESTALTEN vorbildliche Initiativen einer zukunftsorientierten kulturpolitischen Praxis aus. Verliehen wurde der Preis am 8. Juli 2021 von der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. in einer Online-Veranstaltung. Der Augsburger Kulturreferent Jürgen Enninger und Christian Z. Müller vom Agendaforum Mitgestalten nahmen die Ehrung entgegen.

    Die Bewerbung um den Preis fasst die Bedeutung von Kultur für das Selbstverständnis, die Identität und die Meinungsbildung der Menschen wie folgt zusammen:

     Die Erkenntnisse der Wissenschaft zum gefährdeten Zustand unseres Planeten sind in ihrer Komplexität schwer zu vermitteln; dafür brauchen wir Bilder und Narrative aus der Kultur, die eine Zukunftserzählung entwerfen, für die sich der Einsatz lohnt. (...)

    Kultur darf sich nicht als „das Andere“ sehen, sondern dort mitmischen, wo „die Musik spielt“. Und das sind aktuell die Fragen nach der gegenwärtigen und zukünftigen Lebensweise, nach dem ethischen Imperativ unseres täglichen persönlichen und gesellschaftlichen Handelns: wie viel wovon und zu wessen Nutzen? Ist es gerecht? Hilft es mir und anderen? Wird es andauern? (...)

    Kultur kann hier spielerisch und ernst, Wissensspeicher und Vorreitende sein. Sie muss erfahrbar sein und phantastisch. All das kommt an den verschiedenen Stellen des vielfältigen Nachhaltigkeitsprozesses (in Augsburg) zum Tragen – ob bei Parking day-Aktionen des Fachforums Verkehr, Aktionen der UTOPIA TOOLBOX, den so unterschiedlichen Preisträgerinnen und Preisträgern des Zukunftspreises, in der Ausstellung THE BLUE PLANET im Zentrum für Gegenwartskunst der Städtischen Kunstsammlungen.“

    Auch in der Laudatio wurde das Potential von Kultur als gesellschaftlichem Motor betont:

    Indem Kultur zu einem zentralen Querschnittsthema für die Nachhaltigkeitsüberlegungen und -bestrebungen gemacht wird, entfaltet sie ihr Potential als gesellschaftlicher Motor für Stadt- und Gesellschaftsentwicklung. Dieser Ansatz lässt sich nicht 1:1 auf andere Verwaltungen übertragen, aber gibt modellhaft zentrale Grundzüge vor." Laudatio anlässlich der Preisverleihung Zukunftspreis Kulturgestalten.

    Reiner Erben, Umweltreferent der Stadt Augsburg, ergänzte:

    Die Auszeichnung bestätigt unser Augsburger Verständnis von Nachhaltigkeit: Ökologie als Grundlage, menschliches Tun und Wirtschaften als Teil davon – und Kultur als der Rahmen für nachhaltige Entwicklung, Kreativität, Vielfalt, Engagement, gemeinsame Werte und Kunst. Nur wenn wir so ganzheitlich denken, können wir als Gesellschaft die notwendigen Veränderungen mitgestalten und vorantreiben."

    INFO: In Augsburg sind die vier Schwerpunkte Ökologie, Soziales, Wirtschaft und Kultur fester Bestandteil des Nachhaltigkeitsprozesses. Sie sind in den 75 Zukunftsleitlinien für Augsburg festgehalten. Diese "Zukunftsleitlinien für Augsburg" definieren, was die Stadtgesellschaft (Stadtrat, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Stadtverwaltung) unter Nachhaltigkeit versteht und was sie anstrebt.

    So erhält beispielsweise jeder Beschluss des Stadtrates vorab eine Nachhaltigkeitseinschätzung, bei der die vier Dimensionen Ökologie, Soziales, Wirtschaft und Kultur mit ihren 75 Unterpunkten abgefragt und gewichtet werden. 

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    Lifeguide Augsburg, Projekt Nachhaltigkeit 2020

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    Das Lifeguide-Team Manfred Agnethler (Vorstand, Steuerungsgruppe), Cynthia Matuszewski (Vorstand, Chefredaktion, Steuerungsgruppe), Torsten Mertz (Vorstand, Steuerungsgruppe), Annika Müller (freie Mitarbeit), Sylvia Schaab (Vorstand, Redakteurin, Steuerungsgruppe) und Dr. Norbert Stamm (Steuerungsgruppe, Büro für Nachhaltigkeit/Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 Stadt Augsburg).

    Lifeguide Augsburg, Projekt Nachhaltigkeit 2020
    Der Lifeguide Augsburg erhält die Auszeichung Projekt Nachhaltigkeit 2020.
    nachhaltiger Shopping Rundgang, slow fashion, Augsburg, Grafik: Lifeguide Augsburg
    Die Route für den nachhaltigen Lifeguide-Shopping-Rundgang zu nachhaltigen Bekleidungsläden in Augsburgs Innenstadt. Grafik: Lifeguide Augsburg
    Lifeguide Augsburg, Projekt Nachhaltigkeit 2020
    Der Lifeguide Augsburg erhält die Auszeichung Projekt Nachhaltigkeit 2020. Der Vorstand des Lifeguide: vl Torsten Mertz, Cynthia Matuszewski, Norbert Stamm, Manfred Agnethler Foto: Cynthia Matuszewski
    Lifeguide, Augsburg, nachhaltiger Reiseführer, Foto: Cynthia Matuszewski
    Der erste nachhaltige Reiseführer für Augsburg: "Lifeguide Augsburg - nachhaltig unterwegs in Stadt und Region". Foto: Cynthia Matuszewski
    Dreharbeiten auf der CityFarm Augsburg. Hier entstand der Lifeguide-Spot für den nachhaltigen Warenkorb der RENN süd. Foto: Cynthia Matuszewski
    Weltladen, Kaffeerösterei, Lifeguide Tour, nachhaltiger Stadtrundgang, Regio Tourismus, Augsburg, nachhaltige Stadtführung, Lifeguide Augsburg, recup, Foto: Cynthia Matuszewski
    Die Lifeguide Tour ist ein Stadtrundgang zu Augsburgs nachhaltigsten Plätzen, den der Lifeguide in Zusammenarbeit mit der Regio Tourismus Augsburg erarbeitet hat. Foto: Cynthia Matuszewski
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    Fünf Jahre Lifeguide Augsburg lifeguide.augsburg Di., 25.05.2021 - 10:46
    Fünf Jahre Lifeguide Augsburg
    Unabhängig, werbefrei, nachhaltig: Am 15. Juli 2021 wird das nachhaltige Internetportal Lifeguide Augsburg fünf Jahre alt. Der Lifeguide ist aktiver Teil der Augsburger Lokalen Agenda 21.
    CityFarm Augsburg, Lifeguide, Foto: Cynthia Matuszewski

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    Von Sylvia Schaab und Cynthia Matuszewski

     

    Der Lifeguide ist werbefrei

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    Wir stehen für konstruktiven Journalismus

    Journalismus kann Wissen vermitteln, Alternativen aufzeigen, Auswege recherchieren, Möglichkeiten vorstellen - und (vielleicht) die Welt ein kleines Bisschen besser machen. Wir sind Fans von konstruktivem Journalismus. Der fragt nicht nur: „Was ist das Problem?“, sondern auch „Gibt es Lösungen oder Teillösungen – und wenn ja, welche?“ und „Sind diese Ideen auch alltagstauglich?“. Der Lifeguide erzählt von Menschen und Projekten, die unsere Welt verändern wollen – und zwar so, dass sie gerechter, umweltfreundlicher und lebenswerter wird. Von diesen Mutmacher*innen gibt es viele – und das direkt vor unserer Haustür. Sie handeln lokal und denken global.

    Immer wieder unterstützen uns ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, studentische Redakteur*innen aus unseren Lifeguide-Seminaren an der Uni oder der Hochschule Augsburg und Praktikant*innen bei unserer Mission, ein Schaufenster für nachhaltige Angebote in der Region zu sein. Und das ist gut so, denn wir wollen unsere Region aus vielen unterschiedlichen Perspektiven darstellen! Über 50 Gastautor*innen liefern uns so unentgeltlich lebendigen, vielfältigen Input.

     

    Cynthia Matuszewski, Torsten Mertz und Sylvia Schaab sind seit Jahren im Redaktionsteam und der Steuerungsgruppe des Lifeguide. Die Journalist*innen verfügen über langjährige Medienerfahrung und nutzen ihr Know-How für das Projekt Lifeguide Augsburg, um abseits von ihrer Karriere oder ihren pekuniären Interessen, „ihren“ Journalismus realisieren zu können. Und wann immer eine Frage zum nachhaltigen Leben in Augsburg auftaucht: Dr. Norbert Stamm, Mitglied der Steuerungsgruppe und Nachhaltigkeitsbeauftragter von Augsburg, kann sie ganz sicher beantworten.

     

     

    Das Buch zur Internetseite: Der Lifeguide-Reiseführer für Augsburg

    Immer wieder wurden wir gefragt: Gibt es euch auch als Buch? Also veröffentlichten wir 2019 beim renommierten oekom-Verlag unseren Reiseführer „Lifeguide Augsburg - Nachhaltig unterwegs in Stadt und Region“. Fünf Stadtrundgänge und eine Radtour führen zu insgesamt 200 Orten in Augsburg, an denen nachhaltig und fair gelebt, gearbeitet, produziert, repariert oder wiederverwertet wird. Bis auf einen kleinen Rest sind alle 6.000 Reiseführer verkauft – wir überlegen, ob wir in 2022 oder 2023 eine Neuauflage in Angriff nehmen.

     

    Stadtrundgang und Info-Film: Nachhaltig Leben in Augsburg

    Parallel zu unserem Reiseführer entwickelten wir in Zusammenarbeit mit der Regio Tourismus Augsburg GmbH einen nachhaltigen Stadtrundgang durch Augsburg, der seit April 2019 in unregelmäßigen Abständen angeboten wird. Seit 2021 gibt es sogar schon einen kurzen Info-Film über uns – danke an die RENN.süd für das professionelle Filmteam! Hier geht’s zum Lifeguide-Film.

     

    Ein neues Gesicht

    Mit Hilfe der Masterstudentin Eva Bäumel haben wir ein neues, klares Design mit Karte, Kalender und vielen Neuerungen erarbeitet und unser Partner elfgenpick hat die Ideen umgesetzt. Seit 1.4.2022 seid ihr auf diesem neuen Lifeguide-Portal unterwegs.

     

    Wir freuen uns auf weitere fünf Jahre mit Ihnen und euch!

    Euer Lifeguide-Team Manfred Agnethler (Vorstand, Steuerungsgruppe), Cynthia Matuszewski (Vorstand, Chefredaktion, Steuerungsgruppe), Torsten Mertz (Vorstand, Steuerungsgruppe), Annika Müller (freie Mitarbeit), Sylvia Schaab (Vorstand, Redakteurin, Steuerungsgruppe) und Dr. Norbert Stamm (Steuerungsgruppe, Büro für Nachhaltigkeit/Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 Stadt Augsburg).

     

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    Das nachhaltige Augsburg erleben und mitgestalten

    Das nachhaltige Augsburg erleben und mitgestalten
    H 2 – Das Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast wird zum interaktiven Ort für Nachhaltigkeit - mit Escape-Game für alle von 9 - 99
    Der Blaue Planet, Glaspalast, Ausstellung, Nachhaltigkeit, Augsburg, Foto Anna Schubert

    Mit Escape-Game, Abstimmungen zu unseren Zukunftsfragen hier in Augsburg und Infos rund um das Thema Nachhaltigkeit zeigt die Ausstellung „Der Blaue Planet – The Blue Planet“ zusätzlich zu 10 internationalen Künstler*innen auch die regionale Seite des globalen Themas Nachhaltigkeit.

    Zum Ausstellungsteil „Nachhaltigkeit erleben“ gehören außerdem öffentliche  Sitzungen, beispielsweise des Augsburger Nachhaltigkeitsbeirats oder des Teams der Lokalen Agenda 21. Diese Termine können wegen Corona derzeit nur kurzfristig bekannt gegeben werden. Ihr findet die Termine hier:  www.nachhaltigkeit.augsburg.de

     

    Drei Räume Nachhaltigkeit

    In drei kleineren Räumen der Ausstellung „Der Blaue Planet – The Blue Planet“ werden Augsburgs Nachhaltigkeitsziele, die „Zukunftsleitlinien für Augsburg“ und der jüngst veröffentlichte 2. Nachhaltigkeitsbericht der Stadt Augsburg präsentiert. Das städtische Büro für Nachhaltigkeit mit Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 wird zu verschiedenen Zeiten als „Büro für Nachhaltigkeit und kooperative Stadt“ in der Ausstellung arbeiten und Veranstaltungen durchführen.

    Die Zukunft geht uns alle an

    In den Räumen gibt es Möglichkeiten zur Partizipation und Mitentscheidung. Hierzu stehen wechselnde Fragen zur Abstimmung und Flächen für Antworten und Vorschläge der Besucher*innen zur Verfügung.

    Abenteuer Nachhaltigkeit - Escape-Game

    Hier sind vor allem die Jüngeren gefragt: Uns erreicht eine Nachricht aus dem Jahr 2050. Eine Dürre bedroht Augsburg und nur findige Escape-Gamer*innen können unsere Stadt vor den Folgen des Klimawandels retten! Kommt ins Museum und verteidigt mit Mut, Geduld, Ausdauer und Logik unsere Stadt! Erlebt, dass hinter dem unscheinbaren Wörtchen Nachhaltigkeit mächtige Superkräfte stecken, die alles verwandeln können. Helft Augsburg.  

    Escape-Game für alle Menschen von: 9-99 Jahre

    • Wann: Mittwoch und Samstag / nur mit vorheriger Anmeldung
    • Dauer:  ca. 50 min
    • Anmeldung: Mindestens zwei Tage vor dem gewünschtem Termin per Mail bei sabine.rottmann@augsburg.de
    • Termine werden nur bei vollständigen Anmeldungen vergeben. In eine Anmeldung gehören folgende Angaben: 1.Vor- und Nachname, 2. Emailadresse, 3. Telefon, 4. Anzahl der Personen/davon Kinder.
    • Corona: Es gelten alle gesetzlichen Regeln und alle Hygieneregeln - bei einem Inzidenzwert über 100 für Augsburg Stadt findet das Escape-Spiel nicht statt.

     

    Augsburg setzt auf Kooperationen

    Der Augsburger Nachhaltigkeitsbeauftragte, Norbert Stamm, setzt beim Thema Nachhaltigkeit vor allem auf Zusammenarbeit vieler Menschen, Projekte und Initiativen

    "Mit Kooperationen lassen sich vielfältige Ziele erreichen – auch Nachhaltigkeit! Dabei ist Kreativität ebenso wichtig wie die Zusammenarbeit engagierter Menschen. Mit der Lokalen Agenda 21 hat diese Stadt eine starke und demokratische Kooperation, die mit viel Wirbel und Kraft diese Stadt zukunftsfähig gestaltet. Die ganze Stadt – und damit alle AugsBürgerinnen und AugsBürger - profitieren von dieser Kooperation. Und können selber Teil sein. Fundament der nachhaltigen Entwicklung in und durch Augsburg sind die Zukunftsleitlinien, die Sie im ersten Raum finden. Die dreiteilige Installation „Nachhaltigkeit und kooperative Stadt“ zeigt das ganzheitliche Denken des Prozesses; im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht sehen Sie die bisherigen Erfolge und haben die Möglichkeit, weitere Notwendigkeiten zu ergänzen."

    Info:

    Kunstsammlungen und Museen öffnen ab 16. März / Online-Terminreservierung vorab erforderlich •    Neues Online-Reservierungssystem im Web www.kmaugsburg.de/reservierungen •    Terminbuchung auch bei „Eintritt frei“ vorab erforderlich •    Ticket lösen jeweils vor Ort an der Museumskasse •    Zeitfenster von 60 Minuten für Besuch •    FFP2-Maskenpflicht in allen Museen

    Eintritt: Erwachsene  7€, Ermäßigungsberechtige 5,50€, Mitglieder der Lokalen Agenda 21 frei. H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast   Beim Glaspalast 1 86153 Augsburg   Di-So 10-17 Uhr T (0821) 324-4169

     

    Der Blaue Planet, Glaspalast, Ausstellung, Nachhaltigkeit, Augsburg, Foto Anna Schubert
    Ausstellung im Glaspalast Augsburg zum Thema Nachhaltigkeit. Foto: Sabine Rottmann
    Der Blaue Planet, Glaspalast, Ausstellung, Nachhaltigkeit, Augsburg, Foto Anna Schubert
    Ausstellung im Glaspalast Augsburg zum Thema Nachhaltigkeit. Foto: Anna Schubert
    Der Blaue Planet, Glaspalast, Ausstellung, Nachhaltigkeit, Augsburg, Foto Anna Schubert
    Ausstellung im Glaspalast Augsburg zum Thema Nachhaltigkeit. Foto: Anna Schubert
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    Minouki: Heftumschläge aus 100% Recyclingpapier

    Minouki: Heftumschläge aus 100% Recyclingpapier
    Wie schön "Öko" für die Schule sein kann, zeigen Sylvia Manharts minouki-Schutzumschläge aus Recyclingkarton: Sie sind gut designt, sowie regional, fair und absolut umweltschonend produziert. 15 Fragen an Sylvia Manhart von minouki
    Sylvia Manhart von "minouki"ökologische Heftumschläge aus 100% Recyclingpaier. Foto: minouki

    "Die Selbstverständlichkeit mit der wir alle in den letzten Jahrzehnten Plastik verwendet und verschwendet haben, muss einfach aufhören. Die Bundesregierung fordert in den eigenen Behörden den Einsatz von Recyclingpapier auf 95% zu erhöhen. Vielleicht ließe sich ja auch eine Quote für den Schulsektor festlegen." Sylvia Manhart, minouki

    Sylvia Manhart hat schon als Schülerin ihre Hefte mit gemustertem Papier eingebunden und dadurch ihre Französisch-Vokabeln ein kleines bisschen lieber gelernt. Heute mag die Mutter von drei Kindern immer noch keine Plastikumschläge. Außerdem hat ihr die Tatsache zu denken gegeben, dass in Deutschland jährlich 200 Millionen Schulhefte verkauft werden. Natürlich erhält nicht jedes Heft einen neuen Plastikumschlag, aber die Summe bleibt gigantisch.

     

    Also hat sich Sylvia Manhart hingesetzt und ihre eigenen Schutzumschläge kreiert. Aus festem, 250g/m2 starkem, 100% igem Recyclingkarton, mit glatter, schmutzabweisender Oberfläche. Bedruckt mit Öko-Farben und manuell verarbeitet mit wasserbasiertem Klebstoff. Hergestellt in einer regionalen Druckerei, einem Familienbetrieb. Und richtig schön sind die Schutzumschläge auch noch. Denn Sylvia Manhart will mit ihrem minouki-Heftumschlag Lust auf Umweltschutz machen. Der Prototyp hat im Schulrucksack ihrer 10jährigen Tochter den Dauertest bestanden und auch die Freundinnen fanden die Farben und das Design cool. Also startete Sylvia Manhart im Schuljahr 2016/ 2017  mit ihrem Minouki-Online-Versand. Achtung, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer: Bei Sammelbestellungen gibt es Rabatt!

     

    Steckbrief:

    Name: Sylvia Manhart

    Beruf: Manhart hat Marketing und Anglistik studiert, aktuell in Elternzeit in ihrem Hauptberuf, unterrichtet derweil in Teilzeit Flüchtlingskinder in Deutsch als Fremdsprache

    Geboren in: Freising

    Lebt in: Freising/ Bayern

    Lieblingsort: irgendwo am Mittelmeer

     

    15 Fragen an Sylvia Manhart von minouki

     

    Bist du gern zur Schule gegangen?

    Sylvia  Manhart: Ja, doch, eigentlich schon.

     

    Warst du eine gute Schülerin?

    Kommt auf die Fächer an. In Sprachen, Sport, Biologie war ich ziemlich gut. Aber worum es in Mathe oder Physik geht, habe ich glaube ich bis zum Abitur nicht wirklich kapiert. (lacht) Da hatte ich auch manchmal richtig schlechte Noten.

     

    Wie oder wo hast du als Kind am besten gelernt? Alleine, in meiner Hängematte und leise musste es sein.

     

    Wie könnte Schule nachhaltiger werden?

    Sylvia: Zum Beispiel indem keine Heftumschläge aus Plastik mehr verwendet werden dürfen. Die Selbstverständlichkeit mit der wir alle in den letzten Jahrzehnten Plastik verwendet und verschwendet haben, muss einfach aufhören. Dasselbe gilt für Frischfaserpapier.

    "Das Recyclingpapier der neuen Generation ist absolut hochwertig. Es herrschen aber immer noch Vorurteile gegenüber Recyclingpapier. Zum Beispiel: Es sei „grau" oder "die Tinte verschmiert“. Das alles stimmt längst nicht mehr." Sylvia Manhart, minouki

    Manche Lehrer wissen das – andere nicht. Nicht nur, dass keine Bäume gefällt werden müssen; auch bei der Herstellung ist Recyclingpapier in Bezug auf den Einsatz von Chemikalien, Wasser und Strom dem Frischfaserpapier überlegen. Immerhin fordert die Bundesregierung, in den eigenen Behörden den Einsatz von Recyclingpapier auf 95% zu erhöhen. Vielleicht ließe sich ja auch eine Quote für den Schulsektor festlegen. Die Schreibwarengeschäfte würden sich gezwungenermaßen schnell darauf einstellen. Bei uns „im Schreibwarengschäft um die Ecke“ gibt es aktuell kein einziges Heft aus Recyclingpapier. Klar, dass sich viele Käufer da keine Gedanken machen oder besondere Mühe geben, woanders hinzugehen.

    "Umweltschutz muss den Leuten leicht gemacht werden – und attraktiv sein. Darum haben wir die Heftschoner nicht nur umweltfreundlich produziert, sondern versucht, sie gleichzeitig so zu gestalten, dass die Kinder sie auch wirklich gerne benutzen und sie stolz auf ihr „Öko-Produkt“ sind." Sylvia Manhart, minouki

    Minouki: Das sind gut designte Heftumschläge aus 100 % Recyclingpapier. Foto: Minouki

    Die minouki Heftschoner sind aus Recyclingkarton gefertigt. Und das Material ist mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet – dem strengsten Siegel für Papier. Ansehen tut man das „öko“ den Umschlägen übrigens überhaupt nicht. Ich bin aber sicher, dass es auch Lehrer geben wird, die sich schwer damit tun, unsere Umschläge zu akzeptieren. Aber dann können die Kinder immer noch auf „100% Recyclingpapier“ und den kleinen Klappentext verweisen. Das sollte diesen Lehrern dann auch den Wind aus dem Segel nehmen. Bislang haben wir aber nur positive Lehrerreaktionen! Es macht Spaß, schöne Hefte zu haben!

    Was willst du deinen Kindern unbedingt beibringen?

    Fair sein, zusammenhalten, nicht überheblich sein, Respekt zeigen, die Umwelt schützen, nicht in der digitalen Welt versumpfen.

    Was bedeutet nachhaltig leben für dich?

    Wir als Familie sind bestimmt weit davon entfernt, völlig plastikfrei oder total vorbildlich zu leben. Aber wir geben uns Mühe besser zu werden. Wir fahren mit dem Fahrrad wann immer es geht, wir machen nicht jeden Konsum-Trend mit, kaufen unverpackte, saisonale und regionale Ware auf dem Markt. Wir boykottieren 1-Euro-Shops und Konsorten, wir fliegen nicht und wir kaufen und verkaufen gebrauchte Kleidung und Spielsachen. Immerhin haben wir unsere Kinder so weit gebracht, dass sie mit offenen Augen durch den Supermarkt gehen. Sie verzichten inzwischen oft freiwillig auf Dinge, die sie zwar gerne hätten, aber die es nicht ohne Plastik gibt. Stichwort: „Fußball ohne Chips“ (grinst). Mit drei Kindern und in Elternzeit tut es manchmal weh, wenn man beim Einkaufen für jeden Liter regionaler Bio-Milch aus der Glasflasche 40ct mehr bezahlen muss, als für einen Tetrapack. Aber ich fühle mich inzwischen richtig schlecht, wenn ich bestimmte Produkte in den Korb packe.

    Manchmal gibt es aber schlichtweg kein Alternativprodukt – dann kauft man eben doch Produkte, die man eigentlich gar nicht unterstützen möchte. So entstand ja auch die Idee zu den Umschlägen. Ich hab plastikfreie Schutzumschläge gesucht und fand kein wirklich geeignetes, geschweige denn schönes Ersatzprodukt. Da habe ich einfach selbst eines entwickelt!

    "Ich denke, je mehr Alternativprodukte es für Plastik gibt, desto besser. Je attraktiver diese sind, umso leichter wird den Endverbrauchern der Wechsel zum nachhaltigeren Produkt fallen. Die Schutzumschläge sind mein persönlicher und sicher sehr kleiner Beitrag auf dem langen Weg zu einer Konsumveränderung, die hoffentlich in allen erdenklichen Bereichen stattfinden wird." Sylvia Manhart, minouki

    Ich wären überglücklich, wenn sich die Idee in den Klassen- und Lehrerzimmern herumsprechen würde: "Es gibt jetzt auch stabile Papierumschläge - viel schöner als die aus Plastik!"

    Die Umschläge werden sicher nicht jahrelang halten – da darf man sich nichts vormachen. Sie sind aus Karton. Aber sie sehen nach einem halben Jahr keineswegs schlechter aus, als die Plastikhefter. Zwar zeigen sie ebenfalls Gebrauchsspuren – aber wer Kinder hat weiß: Selbst Plastikumschläge wandern oft nach einem Jahr in die Tonne. Der große Unterschied: Am Ende sind die Papierumschläge biologisch abbaubar.

     

    Es geht auch um die Wertschätzung der Dinge. Diese Wegwerfmentalität „Der Plastikhefter hat ja sowieso nur 50ct gekostet – egal wenn der kaputtgeht“ gefällt mir nicht. Der minouki Umschlag kostet natürlich mehr. Sie sind teurer als Plastikumschläge aus Fernost. Dafür werden sie aber regional, fair und absolut umweltschonend produziert.

     

    Wer oder was motiviert dich? Meine Kinder, mein Mann.

     

    Welcher Moment hat alles verändert? Die Geburt meines ersten Kindes.

     

    Frühaufsteher oder Morgenmuffel?

    Stummer Frühaufsteher (bis zum ersten Kaffee)

     

    Wofür würdest du gern mehr Zeit haben?

    (Lacht!) Oh je. Ich habe gerade richtig viel um die Ohren. Das Projekt minouki ist sooo spannend, ich bekomme so viel feedback und Anfragen, bin Marketing, Produktentwicklung und Versandabteilung zugleich. Eigentlich ein Vollzeitjob. Da ich mich als Mutter von drei Kindern nicht traue, alles auf eine Karte zu setzen, arbeite ich trotzdem noch in Teilzeit. Tja, plus drei Kinder und der Haushalt... Um die Frage zu beantworten: Ich hätte manchmal gerne mehr Zeit für … mich (lacht!).

     

    Was regt dich auf?

    Arroganz.

     

    Was kochst du, wenn du Besuch bekommst?

    Lasagne.

     

    Was ist dein magischer Ort?

    Savoudrija an der istrischen Küste

     

    Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen?

    Humor, Ehrlichkeit, Unkompliziertheit.

     

    Was möchtest du unbedingt noch tun, in deinem Leben?

    Von diesem Start-Up leben können und Freude dabei haben. Und mit meiner Familie einen Urlaub machen, der mindestens drei Wochen dauert.

    INFO: www.minouki.com

     

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    Mehr über plastikfreies Leben in Augsburg erfahrt ihr außerdem auf Websites von Andrea Maiwald und Sylvia Schaab:

     

    Erstveröffentlichung dieses Lifeguide-Interviews: am 2.9.2016

     

    Minouki: Das sind gut designte Heftumschläge aus 100 % Recyclingpapier. Foto: Minouki
    Minouki: Das sind gut designte Heftumschläge aus 100 % Recyclingpapier. Foto: Minouki
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    Minouki: Das sind gut designte Heftumschläge aus 100 % Recyclingpapier. Foto: Minouki
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    Lokale Agenda 21 wählt neues Sprecher*innen-Duo

    Lokale Agenda 21 wählt neues Sprecher*innen-Duo
    Sylvia Schaab und Tom Hecht vertreten bis Ende 2022 die Lokale Agenda 21 für ein nachhaltiges Augsburg
    Logo Lokale Agenda 21 Augsburg

    In einer digitalen Sondersitzung haben die Akteure der Lokalen Agenda 21 der Stadt Augsburg am 15. Dezember 2020 Sylvia Schaab zur neuen Sprecherin gewählt und Tom Hecht als Sprecher bestätigt. Das Sprecher*innen-Duo vertritt bis Ende 2022 die Lokale Agenda 21 in Augsburg, zu der 29 Agendaforen gehören. Sylvia Schaab und Tom Hecht setzen sich seit Jahren für ein nachhaltiges Leben ein. Ihre Schwerpunkte sind Mobilität, ressourcenschonendes Leben und nachhaltige Digitalisierung.

    Sylvia Schaab ist in der nachhaltigen Szene Augsburgs gut verankert

    Die Journalistin Sylvia Schaab ist seit 2017 als Sprecherin des Forums Plastikfreies Augsburg in der Lokalen Agenda aktiv, Teil der Steuerungsgruppe des Lifeguide Augsburg. Sie ist Vorstandsmitglied bei Transition Town Augsburg und Teil der Steuerungsgruppe des Lifeguide Augsburg. Als Botschafterin für Nachhaltigkeit hält sie Vorträge zum Thema „Plastikfrei und ressourcenschonend Leben“, schreibt Blogbeiträge, Bücher und in Artikeln im Lifeguide über positive Beispiele zukunftsorientierten Lebens, Institutionen und Unternehmen.

    Tom Hecht steht für Mobilität und nachhaltige Digitalisierung

    Der Diplom Physiker und Lehrer Tom Hecht ist bereits seit 2015 Sprecher der Lokalen Agenda. Als Vertreter des Fachforums Verkehr der Lokalen Agenda 21 ist er Mitglied des Mobilitätsbeirates. Er arbeitet im Vorstand der Bürgerstiftung beherzte Menschen, setzt sich für Bürgerwissenschaften rund um Luftqualität ein und ist Initiator von augsburg.one, einer Initiative für nachhaltige Digitalisierung.

    In den kommenden zwei Jahren werden die beiden Sprecher*innen die Lokale Agenda 21 für ein zukunftsfähiges Augsburg in der Öffentlichkeit und gegenüber Politik und Medien vertreten.

     

    Wahlmethode: Systemisches Konsensieren

    Zukunftsweisend ist die Runde der Lokalen Agenda 21 nicht nur in Sachen Nachhaltigkeit, sie ist auch offen für neue Ideen und Methoden. Und so wählten die Vertreter*innen der 29 Foren Mitte Dezember das Sprecher*innen-Duo mittels „Systemischen Konsensierens“. Dabei entscheidet nicht die Mehrheit der Stimmen für eine Person, sondern welche Person den geringsten Widerstand erhält. So wird eine gemeinsame, demokratische Entscheidung aller Beteiligten getroffen. Diese Art der Abstimmung erzeugt eine Atmosphäre der Sachlichkeit und Toleranz, macht den Entscheidungsprozess transparenter, da die Eigenschaften der jeweiligen Personen gegeneinander abgewägt werden können. Der Vorteil ist, dass sich diejenigen durchsetzen, deren Vorschläge die gemeinsamen Anliegen am besten fördern. Die Methode minimiert das Konfliktpotential bei der Entscheidungsfindung. Mit diesem System haben die Vertreter*innen der 29 Agendaforen am 15. Dezember Tom Hecht als ihren Sprecher im Amt bestätigt. Neu dabei ist Sylvia Schaab, die Maria Brandenstein als Sprecherin ablöst.

    Maria Brandenstein lag vor allem die Bildung sowie die Verbindung zur Jugend am Herzen. Als Erziehungswissenschaftlerin schätzt und unterstützt sie das Engagement der Aktivist*innen von Fridays for Future (FFF). 2017 organisierte sie gemeinsam mit der Lokalen Agenda und dem Bildungsbündnis ein Treffen der FFF mit Menschen aus dem Nachhaltigkeitsbereich – aus der Lokalen Agenda aber auch der Stadtgesellschaft und der Wissenschaft. In den kommenden Monaten verlagert sie ihren Schwerpunkt auf ein EU-Projekt, in dem Nachbarschaften zu einem lebendigen und nachhaltigen Miteinander begleitet werden.

     

    Die Lokale Agenda 21 – für ein zukunftsfähiges Augsburg

    Die Lokale Agenda 21 bildet seit 1996 den Nachhaltigkeitsprozess der Stadt Augsburg. Dabei treffen sich die Vertreter*innen der mittlerweile 29 Foren regelmäßig, um sich auszutauschen und konkrete nachhaltige Themen in der Stadtgesellschaft voranzubringen. Sie vertreten die „Zukunftsleitlinien für Augsburg“, die ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Ziele für eine lebenswerte und lebenssichernde Zukunft enthalten. Die Akteur*innen arbeiten ehrenamtlich daran, die Menschen sowie die Stadtverantwortlichen zu einem nachhaltigeren Handeln zu bewegen. Gemeinsam mit dem städtischen Büro für Nachhaltigkeit steuern die Agendaforen im Agendateam den Prozess. Ebenfalls Teil des Augsburger Nachhaltigkeitsprozesses sind der Nachhaltigkeitsbeirat und der jährliche Augsburger Zukunftspreis.

     

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    Tom Hecht, Foto Cynthia Matuszewski
    Tom Hecht, Foto Cynthia Matuszewski
    Sylvia Schaab aus Augsburg lebt mit ihrer fünfköpfigen Familie plastikfrei. Foto: Edtih Schmidt gen. Steinhoff
    Sylvia Schaab aus Augsburg lebt mit ihrer fünfköpfigen Familie plastikfrei. Foto: Edtih Schmidt gen. Steinhoff
    Maria Brandenstein, Lokale Agenda 21, Augsburg, Foto Cynthia Matuszewski
    Maria Brandenstein, Sprecherin der Augsburger Lokalen Agenda 21. Foto Cynthia Matuszewski
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