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Müllsammeln am Lech

Müllsammeln am Lech mit Greenpeace Augsburg

MAN Brücke
Augsburg
Greenpeace-Aktivist:innen beim Müllsammeln
Gemeinsam rufen Greenpeace Augsburg und das Forum Plastikfrei zum Müllsammeln am Lech auf. Seid dabei und räumt die Grünanlagen rund um den Fluss auf.

Angesichts von etwa 6,8 Tonnen Plastikmüll, der täglich in Deutschland auf der Straße und in der Natur landet, ist es hilfreich, diesen einzusammeln. Zum Glück gibt es in viele Gruppen, die sich regelmäßig zum gemeinsamen Müllsammeln treffen. Das hilft der Natur und weckt Aufmerksamkeit, die hilft, dass viele Mitmenschen achtsamer mit ihren Müll umgehen oder gleich zur Zange greifen und mithelfen. 

So etwas die Greenpeace Gruppe Augsburg, die schon seit Jahren regelmäßig zum Müllsammeln aufruft. So auch am 12. November, an dem es gemeinsam mit dem Forum Plastikfrei an das Wertachbrucker Tor geht. Es ist geplant, die Parkanlage zwischen Wertachbrucker Tor und Senkelbach aufzuräumen.

Daher freuen sich die Gruppen auf viele Mithelfen*innen. 

 

Info

Wann: 12. November 2022, 11 bis 15 Uhr

Treffpunkt: Ecke Liebigstraße/Wertachbrucker-Tor-Straße

Info: Greenpeace Augsburg

Bitte möglichst eigenen Arbeitshandschuhe und Zangen mitbringen. Kübel und Zangen sind vorhanden. 

Denkt an wetterfeste Kleidung. 

Event-Termin
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World Cleanup Day

World Cleanup Day

Ort, Zeit und Aktionen auf der Website worldcleanupday.de
In Augsburg und Umgebung gibt es an diesem Tag vielen Aktionen - sowohl an den Flüssen als auch in den Wohngebieten wird aufgeräumt.

Der stetig wachsende Müll verschmutzt und vergiftet Wälder, Wiesen und Meere. Daher haben sich 2008 zum ersten Mal 50.000 Bürger*innen in Estland zusammengeschlossen, um das ganze Land vom Müll zu befreien und diesen fachkundig zu entsorgen. Die Initiative fing mit fünf Stunden Arbeit an und hat sich schnell global verbreitet. Jährlich säubern seit 2008 Millionen Menschen in über 190 Ländern im Rahmen des World Cleanup Days Straßen, Parks, Strände, Wälder, Flüsse, Ufer und unsere Meere von achtlos beseitigtem Abfall und Plastikmüll. Die Cleanup-Welle startet jedes Jahr in Neuseeland und endete 24 Stunden später auf Hawaii.. 

Seit 2018 nimmt auch Deutschland an dieser Aktion teil. Auch in unserer Region gibt es einige Aktionen: In Augsburg wird an Lech und Wertacht sowie in Kriegshaber Müll gesammelt, ebenso in Aichach und Umgebung. Die Veranstaltungen sind einzusehen auf der Webseite des World Cleanup Days: https://worldcleanupday.de/veranstaltungen/

 

Info

Müllsammeln am Lech: 9-11 Uhr Treffpunkt Afrabrücke  Veranstalter: Müllsammler Augsburg

14-18 Uhr Treffpunkt Ulrichsbrücke Lechhausen Veranstalter: Forum Plastikfrei / Greenpeace 

 

Müllsammeln an der Wertach:

14:45 - 16 Uhr: Hessenbachstraße  Veranstalter: meteocontrol

 

Müllsammeln in Kriegshaber

10-12:30 Uhr Veranstalter: ArGe Kriegshaber

 

Müllsammeln im Raum Aichach

10 - 12:30 Uhr Augsburger Straße 56a, Aichach

Veranstalter: Bayern-Fass Rekonditionierungs GmbH

 

10-10 Uhr: Sportpark Kühbach Parkplatz, Kühbach

Veranstalter: TSV Kühbach

Event-Termin

Öl, das ich rief – die Müllwelle

Öl, das ich rief – die Müllwelle
Die Kunstinstallation "Müllwelle" gehört zum nachhaltigen Rahmenprogramm der KANU-WM 2022 in Augsburg. Lass dich bei einem Spaziergang durch Augsburgs Altstadt inspirieren von drei "Wellen" zu den Themen Fast Fashion, Plastikmüll und soziale Ungleichheit.
'Die Müllwelle' heißt diese Kunstinstallation von Stefan Kaindl, die anlässlich der KANU WM 2022 in der Augsburger Altstadt installiert wurde. Foto: Carolin Loser

Die Müllwelle bei Sankt Ursula

„Aus den Tiefen unserer Erde holen wir seit Jahrzehnten immer größere Mengen Öl, um es billig und bequem zu haben. Dieses Millionen Jahre alte Öl greift nach uns, denn wir lassen es weiter ungezügelt in unsere Welt strömen, um unsere Plastik-Abhängigkeit zu bedienen. Bislang gelingt es uns, unsere Unmengen an Plastikmüll zu verbrennen, vergraben oder in andere Länder zu exportieren.“

Stefan Kaindl, Künstler

Mit diesen Worten beschreibt Stefan Kaindl die Inspiration für seine Installation, eine riesen Plastikmüllwelle, die während der KANU WM 2022 in der Augsburger Altstadt bei Sankt Ursula gezeigt wird. Der gelernte Elektroniker sowie Diplom-Informatiker und -Designer ist kreativer Holzgestalter und fertigt interaktive, multimediale sowie gesellschaftskritische Installationen und Kunstprojekte an. So stammen auch die Idee und der Entwurf der Müllwelle von ihm. Umgesetzt wurde die Installation mit Hilfe von Studierenden der Hochschule Augsburg und Mitgliedern der offenen Werkstatt das Habitat.

 

KANUANCEN zur KANU WM 2022

Es gehören drei Wellen zu dem Kunstprojekt KANUANCEN: Die Altkleiderwelle "Hängengelassen", die Plastikwelle von Stefan Kaindl und die Welle zu sozialer Ungleichheit. Die KANUANCEN sind während der Kanu-Weltmeisterschaft vom 26. bis 31. Juli 2022 in der Augsburger Innenstadt zu sehen. Sie entstanden in Zusammenarbeit der Stadt Augsburg mit dem Habitat Augsburg e.V. und der Hochschule Augsburg. Auf dem Lifeguide wird das Projekt inhaltlich vom Büro für Nachhaltigkeit begleitet.

 

Der Müll einer dreiköpfigen Familie

Die kinetische Installation eines Plastik-Tsunamis von Stefan Kaindl besteht aus fünf sich bewegenden Armen, die von etwa 100 Kilogramm Plastikabfall umhüllt sind. Das entspricht knapp der Menge an Plastikmüll, die eine dreiköpfige Familie in Deutschland pro Jahr produziert.

 

Besonders wichtig ist es Stefan Kaindl, dass neben ganz offensichtlichen, für uns alltäglichen Plastikabfällen auch solche verbaut wurden, von denen wir als Endverbraucher*innen gar nichts mitbekommen. Dazu zählen beispielsweise große Verpackungsfolien aus dem Baumarkt oder die endlos langen Spargelfolien, die beim Spargelanbau ganze Felder bedecken. Wenn wir im Supermarkt einkaufen, sind wir uns dieser Plastikmengen oft überhaupt nicht bewusst.

 

Die Müllwellen-Installation soll uns vor Augen führen, dass wir ein gravierendes Plastikmüll-Problem haben, mit dem wir immense Schäden verursachen. Denn ein erheblicher Teil dieses anfallenden Mülls landet in unseren Gewässern und zersetzt sich dort zu Mikroplastik.

 

Mehr zum Thema:

Plastik in den Meeren

Etwa 75 Prozent des sich im Meer befindenden Mülls besteht aus Kunststoff. Schätzungsweise 4,8 bis 12,7 Tonnen kommen jährlich an neuem Plastikmüll hinzu. Nur ein Teil der Verschmutzung zeichnet sich an der Wasseroberfläche ab, der viel größere Teil sinkt in tiefere Gewässer ab und gelangt schließlich auf den Meeresgrund. Schätzungen gehen von einer Ansammlung von etwa 80 Tonnen Kunststoff auf den Ozeanböden aus, an der Wasseroberfläche treiben bis zu 18 Tausend Plastikpartikel pro Quadratkilometer. Viele dieser Partikel sind kaum bis gar nicht sichtbar, da Plastik nicht verrottet, sondern sich in immer kleinere Teile zersetzt. Dies geschieht beispielsweise beim Abrieb von Reifen oder auch beim Waschen von Kleidung, die Kunststofffasern enthält. Viel Mikroplastik stammt außerdem aus Wasch- und Putzmitteln sowie kosmetischen Artikeln, wie etwa Peelings. Mehr zu Mikroplastik erfahrt ihr hier: "

 

Weltweit gibt es zu viel Plastik

Zu den grundlegenden Ursachen der Vermüllung des Meeres gehört einerseits der verschwenderische Umgang mit Plastik, insbesondere Einwegprodukten. Andererseits fehlt in vielen Ländern, besonders in denen des globalen Südens, schlichtweg die nötige Infrastruktur, die für die Sammlung und sachgerechten Weiterverarbeitung der Kunststoffe benötigt wird. Viele Menschen können dort also ihre Plastikabfälle nicht sachgerecht entsorgen. Besonders auch Tourist*innen, die dort hinreisen und dann mit demselben Problem konfrontiert werden, tragen zur hohen Müllbelastung der Meere bei.

 

Und bei uns?

An vielen Stellen in der Natur sieht man am Wegesrand kleine Verpackungen von Lebensmitteln oder Flaschen aus Plastik. Gedankenlose Menschen werfen ihren Müll achtlos in die Natur, etwa beim Vorbeifahren aus dem Autofenster oder wenn in nächster Umgebung kein Mülleimer zu sehen ist. Dieser Müll landet über kurz oder lang im Wasser. Er wird durch den Wind in den nächsten Bach geweht und macht sich von dort aus auf den Weg ins Meer.

 

Unsere Klärwerke filtern nur große Teile

Um Augsburgs Klärwerk als Beispiel zu nehmen: Hier fließen bei Trockenwetter täglich 120.000 Kubikmeter Schmutzwasser durch die Anlage. Das entspricht der Menge, die man benötigen würde, um den Rathausplatz bis auf Höhe des Rathaus-Balkons mit Wasser zu füllen. Die Kläranalage entnimmt dem Abwasser jährlich 600 bis 700 Tonnen Müll.

 

Dabei sind große Plastikteile oder anderer Müll nicht das zentrale Problem. Tamponverpackungen, Zigarettenstummel oder Nylonstrumpfhosen können beispielsweise leicht herausgefiltert werden. Das eigentliche Problem stellt die Verschmutzung des Wassers dar, die gar nicht sichtbar ist – die Mikroverunreinigungen. Dabei handelt es sich um Spurenstoffe wie Hormone und Medikamentenrückständen, Schwermetalle, aber auch Mikroplastik. Diese Spurenstoffe sind zwar winzig klein und wiegen nur wenige Nanogramm, summieren sich dennoch, wenn man bedenkt, dass sie täglich in unser Wasser gelangen.

Eine vierte Reinigungsstufe könnte diese Mikroverunreinigen beseitigen. Wie so viele andere Klärwerke in Deutschland verfügt das Augsburger Klärwerk jedoch nur über drei Reinigungsstufen.

 

Bedrohung für alle Lebewesen

Welche Probleme gehen nun konkret von der Kunststoffverschmutzung aus? Plastikmüll in unseren Gewässern bedeutet für jährlich etwa 135 Tausend Meeressäuger und für eine Million Meeresvögel den Tod. Und hier sind die Fische noch nicht einmal mitgezählt.

 

Die Tiere verwechseln kleine Kunststoffteilchen mit Nahrung, nehmen diese auf und verenden aufgrund der Folgen. Es kann zu starken Verletzungen oder Verstopfungen des Magen-Darm-Traktes kommen. Viele betroffene Tiere verspüren ein ständiges Völlegefühl, ohne wirklich nahrhafte Substanz zu sich zu nehmen, die überlebsnwichtig ist.

 

Auch das Wachstum, die Mobilität sowie die Fortpflanzungsfähigkeit kann durch die Aufnahme von Kunststoffteilchen gehemmt werden. Häufig verfangen sich die  Meeresbewohner auch in den Überresten von alten Fischernetzen oder anderen Plastikartikeln und erleiden einen qualvollen Tod.

Auch Korallenriffe leiden unter der Müllbelastung. Die herumtreibenden Plastikteile beschädigen die Korallenstöcke und somit den Lebensraum unzähliger Lebewesen.

 

Neben diesen physischen Gefahren stellen auch gefährliche Inhaltsstoffe der Kunststoffe ein Problem dar. Sie werden bei den Zersetzungsprozessen freigesetzt und gelangen in die Nahrungskette der Wasserlebewesen, was sich langfristig auf das Erbgut sowie den Hormonhaushalt der Tiere auswirkt.  

Über den Verzehr von Fischen gelangen die Schadstoffe aus dem Müll und Mikropartikel zwangsläufig auch in den menschlichen Körper. Zwar sind die genauen Folgen dessen noch nicht ausreichend erforscht, die Weltgesundheitsorganisation warnt dennoch bereits vor winzigen Partikeln, die unbemerkt im Körper verweilen und dadurch Organentzündungen verursachen können.

 

 

Mehr zum Thema:

 

Wer noch mehr wissen möchte - Quellen:

Naturschutzbund Deutschland (o.D.): Plastikmüll und seine Folgen.https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/muellkip… (letzter Zugriff am 14.07.2022)

PETA (2022): Plastik im Meer: Die Folgen der Vermüllung für Umwelt und Tiere.https://www.peta.de/themen/plastik-muell-im-meer/ (letzter Zugriff am 13.07.2022)

Stad Augsburg (o.D.): Die Stadtentwässerung Augsburg. https://www.augsburg.de/umwelt-soziales/umwelt/stadtentwaesserung/ (letzter Zugriff am 18.07.2022); es wurde außerdem ein Gespräch mit Mitarbeitenden des Augsburger Klärwerks am 10.06.2022 geführt

Umwelt Bundesamt (2016): Mikroplastik in Kosmetika – Was ist das?https://www.umweltbundesamt.de/themen/mikroplastik-in-kosmetika-was-ist… (letzter Zugriff am 13.07.2022)

WWF (2020): Plastikmüll im Meer – die wichtigsten Antworten.https://www.wwf.de/themen-projekte/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-p… (letzter Zugriff am 13.07.2022)

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Hängengelassen – die Altkleiderwelle

Hängengelassen – die Altkleiderwelle
Die Kunstinstallation "Hängengelassen" gehört zum nachhaltigen Rahmenprogramm der KANU-WM 2022 in Augsburg. Lass dich beim Spaziergang durch Augsburgs Altstadt inspirieren von drei "Wellen" zu den Themen Fast Fashion, Plastikmüll und soziale Ungleichheit.
'Hängengelassen - die Altkleiderwelle' heißt diese Kunstinstallation, die anlässlich der KANU WM 2022 in der Augsburger Altstadt installiert wurde. Foto: Carolin Loser

Für unsere Kleidung gelten heutzutage Superlative: schnell, schneller, Fast Fashion. Klamotten werden billiger, Verkaufszahlen höher, getragen wird kürzer, die Qualität ist schlechter. Darunter leiden besonders die Textilarbeiter*innen, unsere Umwelt und das Klima - sie werden wortwörtlich ‚hängengelassen‘.

 

„Hängengelassen – die Altkleiderwelle“ – so heißt auch eine der drei Kunstinstallationen rund um die Themen Wasser und soziale Ungleichheit, die während der Kanu WM 2022 in Augsburg auf die Folgen menschlichen Handelns für Umwelt und Gesellschaft aufmerksam machen.

 

Wäscheleinen in der Pfladergasse

Zwischen den Hauswänden der Pfladergasse wurden fünf Wäscheleinen gespannt, auf denen eine bunte Auswahl an Altkleidern hängt. Von der wild gemusterten Bluse bis zum gestreiften Baby-Strampler ist alles dabei. Alle Kleidungsstücke dieser Installation wurden bereits von ihren Besitzern oder Besitzerinnen entsorgt, obwohl sie noch sehr gut erhalten sind.
Zwischen den bunt wehenden und eher fröhlich anmutenden Kleidern informieren Banner mit Schlagwörtern beziehungsweise Zahlen über den ernsten Hintergrund von Fast Fashion: 2700 Liter Wasser für ein T-Shirt, 1.134 Tote beim Unglück von Rana Plaza in Bangladesh, rund eine halbe Millarde Kilo Mikroplastik in unseren Gewässern. Die nackten Zahlen und Daten sollen die Passant*innen neugierig machen. Wer mehr Details erfahren möchte, erhält auf Texttafeln Hintergrundinfos.

 

KANUANCEN zur KANU WM 2022

Was dort einige Meter über den Köpfen der Menschen im Wind weht, wurde von Mitgliedern des Habitat Vereins sowie Studierenden der Hochschule Augsburg gestaltet und macht auf die Problematik unseres massenhaften Textilkonsums und dessen Auswirkungen aufmerksam. Sie haben ihre Installationen "KANUANCEN" genannt. Die KANUANCEN sind während der Kanu-Weltmeisterschaft vom 26. bis 31. Juli 2022 in der Augsburger Innenstadt zu sehen. Sie entstanden in Zusammenarbeit der Stadt Augsburg mit dem Habitat Augsburg e.V. und der Hochschule Augsburg. Auf dem Lifeguide wird das Projekt inhaltlich vom Büro für Nachhaltigkeit begleitet.

 

Was kann ich tun? Tipps zum Thema:

Rasant wechselnde Trends

  Saison für Saison werden Tonnen an Kleidung in Billiglohnländern produziert. Diese werden bei uns zu Niedrigst-Preisen verkauft und im nächsten Jahr wieder aus unseren Kleiderschränken aussortiert. In hoher Geschwindigkeit lösen sich Modetrends ab und was vor wenigen Monaten noch angesagt war, muss neuen Schnitten, Farben und Mustern weichen. So lassen große Modeunternehmen beispielsweise in Bangladesch Unmengen an Kleidung unter inhumanen Umständen anfertigen. Hier leiden meist Frauen und Mädchen unter viel zu langen Arbeitstagen und erhalten dafür einen Hungerlohn. Ihr Arbeitsalltag ist geprägt von Unterdrückung und unsicheren Arbeitsplätzen.

 

Der Stoff, aus dem unsere Kleider sind

Neben menschenverachtenden Arbeitsbedingungen bei der Produktion bringt Fast Fashion weitere schwerwiegende Probleme mit sich. Dies beginnt bereits bei der verarbeiteten Baumwolle, die meist in riesigen Monokulturen angebaut wird, die sehr viel Wasser benötigen. Der Anbau findet allerdings meist in Ländern statt, in denen eh schon Wasserknappheit vorherrscht. Handelt es sich nicht um Bio-Baumwolle, sondern um konventionelle, werden bei der Kultivierung oftmals Pestizide, bei der Weiterverarbeitung andere starke Chemikalien eingesetzt. Synthetische Chemiefasern wie etwa Polyester tragen genauso zur Belastung der Umwelt bei, denn sie verursachen Mikroplastik und für ihre Herstellung wird Erdöl benötigt.

 

Ab ins Ausland - kurzsichtige ‚Problembeseitigung‘

Beim Konzept der Fast Fashion leidet auch die Qualität, da in kürzester Zeit möglichst viele Kleidungsstücke produziert und geliefert werden müssen. Hauptsache viel und schnell, ganz egal wie und unter welchen Umständen. Kaum ist ein Kleidungsstück in einem Laden ausgestellt, muss es einem neueren Trend weichen. Das hat ein  immenses Müllproblem zur Folge. Die ‚alten’ Klamotten werden weggeworfen, in Containern entsorgt und ins Ausland verfrachtet. Dort landen sie auf riesigen Müllbergen. Ein Beispiel dafür ist die Atacama-Wüste in Chile. Hier kommen täglich bis zu mehreren Tonnen Altkleider mitten in der Natur an. In den meisten Fällen handelt es sich um noch intakte und tragbare Kleidungsstücke – auch wenn sie bei uns weggeworfen werden, nur weil sie nicht mehr den aktuellen Trendvorgaben entsprechen.

Die Altkleider zersetzen sich auf diesen Müllhalden aufgrund der vielen verarbeiteten synthetischen Stoffe nur sehr langsam. Deren Verbrennung ist nicht nur für die Luft schädlich, sondern setzt auch Chemikalien frei, die teilweise ins Grundwasser gelangen. Zudem kommen viele einkommensschwache Menschen zu den Müllbergen, um noch verwendbare Stücke herauszusuchen und weiterzuverkaufen.

 

Was kann ich als Einzelperson tun?

Der erste entscheidende Schritt ist es, sich von dem Gedanken zu verabschieden, dass das persönliche Tun nicht zum Gesamtwohl beiträgt und man deshalb das eigene Kaufverhalten nicht kritisch zu hinterfragen braucht. Jeder einzelne Mensch beeinflusst durch sein Einkaufsverhalten die Nachfrage und damit folglich auch das Angebot.

Es ist immens wichtig, sein Bewusstsein für die ökologischen und sozialen Missstände von Fast Fashion und den eigenen Konsum zu schärfen und das persönliche Verhalten entsprechend anzupassen. Zentral ist ein achtsamer und dankbarer Umgang mit Kleidung, sie wertzuschätzen und nicht nur als Wegwerfprodukt zu betrachten. Durch langes Tragen, Tauschen, Verschenken, Reparieren, Leihen, Spenden und Upcycling lässt sich die Lebensdauer der Kleidung maximieren.

 

Entscheidet ihr euch dazu, ein neues Kleidungsstück zu kaufen, solltet ihr zunächst das eigene Kaufverhalten reflektieren. Lasse ich mich von Greenwashing blenden, oder hinterfrage ich kritisch, wenn Modekonzerne sich und ihre Kleidung als nachhaltig anpreisen?

 

Brauche ich das neue Shirt wirklich?

Oftmals hilft vor einem Kauf auch die Frage, ob man das gewollte Teil wirklich braucht – so lässt sich sicherlich der ein oder andere unnötige Schnellkauf vermeiden, gerade wenn es sich um Aktionstage wie den Black Friday mit vermeintlich stark reduzierten Artikeln handelt.

Soll es doch zum Kauf kommen, so kann man sich im Vorhinein über die Arbeitsbedingungen, Lieferketten sowie eingesetzten Materialien der Kleidung informieren und entsprechend Slow bzw. Fair Fashion Produkte erwerben. Anlaufstellen können dafür etwa Second-Hand/Öko/Fair-Trade Läden, Flohmärkten oder Kleidertauschpartys sein.

 

Tipps zum Thema:

 

Wer mehr wissen möchte - Quellen:

Deutsche Presseagentur (2021): Atacama-Wüste: Friedhof der Altkleider. Die Rheinpfalz.

https://www.rheinpfalz.de/panorama_artikel,-atacama-w%C3%BCste-friedhof… (letzter Zugriff am 20.06.2022)

 

Umweltmission (o.D.): Was ist Fast Fashion? Definition, Marken und Auswirkungen. Umweltmission.

https://umweltmission.de/wissen/fast-fashion/#Warum_Fast_Fashion_weitre… (letzter Zugriff am 21.06.2022)

 

Schulz, Christoph (2019): Fast Fashion – Fakten, Ursachen, Folgen & Lösungen. CareElite.

https://www.careelite.de/fast-fashion/#folgen (letzter Zugriff am 20.06.2022)

 

hier gelangt ihr zu den Quellen der Informationen, die sich auf den Infotafel bei der Installation befinden: https://docs.google.com/document/d/1mt5KsU4k6UK7DlZJ7BOlN4qkmeYQU3ER/edit

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The Plastic-Waste Wave

The Plastic-Waste Wave
The Plastic-Waste Wave is part of the cultural-support program of the 2022 Canoeing World Championships in Augsburg. Get inspired by three artistic waves representative of the topics fast-fashion, plastic-pollution, and social inequality.
This installation is called The Plastic-Waste Wave, fashioned by Stefan Kaindl on the occasion of the Canoeing World Championship 2022 in Augsburg. Image: Carolin Loser

The Plastic-Waste Wave in front of Sankt Ursula

"For decades, we have been extracting increasing amounts of oil from the depths of our earth to ensure our cheap, comfortable lifestyle. This million-year-old oil calls to us, as we continuously let it stream into our world, to serve our plastic addiction.So far, we have managed to burn, bury or export our vast amounts of plastic-waste to other countries."

Stefan Kaindl, Artist

 

With these words Stefan Kaindl describes the inspiration behind his installation - an artistic installation of a plastic-tsunami that illustrates that we have a colossal plastic-waste. Stefan Kaindl is a trained electronics-engineer, computer science graduate. Creatively he fashions interactive, multimedia, as well as societally critical installations and art projects, mostly out of wood. He designed the Plastic-Waste Wave and built it in cooperation with students of the University of Applied Sciences and members of the Habitat Association.

 

 

CANOUANCES ON THE OCCASION OF THE CANOEING WORLDCHAMPIONSHIP 2022 

The project consists of three waves: The Fast-Fashion Wave, The Plastic-Waste Wave by Stefan Kaindl and The Solidarity Wave. The CANOUANCES are located in Augsburg's old town during the Canoeing Worldchampionship from July 26 to 31. They were created in cooperation between the City of Augsburg, the Habitat Augsburg Association and the Augsburg University of Applied Sciences. Here on the Lifeguide, the project is accompanied by the Office for Sustainability Augsburg. 

 

 

Waste-production of a family of three

The kinetic installation of a plastic-tsunami consists of five movable arms. About 100 kilograms of plastic-waste are wrapped around those arms. That roughly equals the amount of plastic-waste a family of three in Germany produces per year.

 

For Stefan Kaindl it is particularly important to note, that he did not only use very obvious, everyday waste for the installation. The artist included a lot of the kind of plastic-waste us consumers don't even notice. For example big packaging-foils or endlessly long asparagus-foils that cover entire fields when growing asparagus. When shopping at the supermarket we are often not even aware of the amounts of plastic that stand behind the products. 

 

This artistic installation of a plastic-tsunami illustrates that we have a colossal plastic-waste issue. Especially problematic is that a substantial amount of this accumulating waste ends up in our water.

 

Plastic in the Oceans

About 75% of trash found in the ocean is plastic. An estimated 4.8 to 12.7 tons of new plastic waste join these numbers annually. Only a small fraction of this pollution floats on the surface; the much larger portion sinks into deeper waters and eventually reaches the ocean floor. Approximations put the amount of plastic on ocean floors to be at around 80 tons, with up to 18 thousand plastic particles per square kilometer floating on the surface. Many of these particles are barely visible, if at all, as plastic does not decompose, but breaks down into increasingly smaller elements. This happens, for example, during the wearing-down of tires or the washing of clothes that contain plastic fibers. Additionally, many microplastics come from detergents, cleaning products, and cosmetic goods such as exfoliants.

 

Too much existing plastic On the one hand, our careless plastic-habits are a primary cause of water-pollution, especially single-use products. On the other hand, many countries, especially those in the global south, simply lack the infrastructure needed to collect and properly process plastics. Many people are therefore unable to dispose of their waste properly. Tourists, who travel to these regions, are confronted with the same problem and therefore contribute to the high level of junk in the oceans.

 

 

How about our contribution?

In many places in nature, food packaging and plastic bottles are commonly found at the wayside. They end up there, because of people who are unaware, or simply do not care about the consequences of how they handle their litter. Drivers who toss their trash out the window, or those that are too impatient to find a trashcan nearby an instead throw plastic into nature, are all-too common nowadays. Eventually, this garbage ends up in our water. The wind pushes it into a nearby stream, and from there it makes its way into the sea.

 

 

Inadequate Purification of Wastewater 

To use Augsburg’s sewage treatment plant as an example: in dry weather, 120,000 cubic meters of wastewater flow through the plant daily. This amount would effectively fill the Town Hall Square with water up to the level of the building’s highest balcony. The wastewater treatment plant removes 600 to 700 tons of waste from the sewage yearly. Large scales of plastic are not the problem. Although tampon packaging, cigarette butts, and nylon tights are among the items that arrive at the treatment plant, they can easily be filtered out. The problem is the invisible pollution in the water: micropollutants. Micropollutants are trace substances such as hormones, drug residue, heavy metals, but also microplastics. Although these trace substances are in the nanogram range, they add up when you consider that they enter the downstream waters every single day. This is because the Augsburg sewage treatment plant, like many other German plants, does not yet have a fourth treatment stage that could remove such micropollutants.

 

 

Threat to living creatures

So, what are the definite dilemmas associated with plastic pollution? Plastic waste, which can be found in a wide variety of shapes and sizes in our water, means certain death for about 135,000 marine mammals, and a million seabirds every year – this doesn’t even include fish. These animals mistake small plastic particles for food, ingest them, and die as a result. Severe injuries or blockages of the gastrointestinal tract may occur, while many other affected animals experience a constant feeling of fullness, with no nutritious substance inside them to help them survive. Growth, mobility, as well as reproductive abilities may even subsequently experience restrictions and limitations. Animals often become entangled in the remains of old fishing nets or other plastic objects and endure an agonizing death. Coral reefs suffer similarly from pollution. The floating plastic pieces damage the reefs and thus the ecosystems of countless creatures.

 

In addition to these physical dangers, hazardous components in the plastics also pose a problem. Released during the decomposition process, they enter the food chain of aquatic life, which, in the long term, affects the genetic material, as well as the hormone balance of the animals.  

Through the consumption of fish, the pollutants and microparticles inevitably end up in our food, and thus the human body. Although the exact consequences of this have yet to be sufficiently examined, the World Health Organization (WHO) already warns of the tiny plastic particles that can linger unnoticed in the body and cause organ inflammation.

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The Fast-Fashion Wave

The Fast-Fashion Wave
The Fast-Fashion Wave is part of the cultural-support program of the 2022 Canoeing World Championships in Augsburg. Get inspired by three artistic waves representative of the topics fast-fashion, plastic-pollution, and social inequality.
This installation is called The Fast-Fashion Wave, created for the cultural-support program of the 2022 Canoeing Wold Championship in Augsburg. Image: Carolin Loser

Nowadays, the clothing industry is plagued by superlatives: fast, faster, fast-fashion. Clothes are getting cheaper, sales figures higher, items are worn for shorter periods of time, the quality is worse. Especially the textile workers, our environment and the climate suffer from this. This art installation is intended to visually draw attention to the problems of our mass textile consumption and its severe effects.

 

The Fast-Fashion Wave is one of three installations concerning water and social inequality, that will draw attention to the consequences of human actions on the environment and society. They are placed in Augsburg's old town during the Canoeing Worldchampionship 2022.

 

 

Clotheslines in the Pfladerngasse

Five washing lines were stretched between the walls of Pfladergasse, on which a colorful selection of old clothes is hanging. Everything is included - from wildly patterned blouses to striped baby rompers. All of these clothing items have already been disposed by their former owners, although they are still in very good condition.

Between the rather cheerful-looking clothes, banners with keywords or numbers provide information about the serious background of fast fashion: 2,700 litres of water for one t-shirt, 1,134 deaths in the Rana Plaza accident in Bangladesh, around half a billion kilos of micro plastic in our waters. he bare numbers and dates are intended to arouse the curiosity of people walking by. More information are provided on text panels standing next to the installation.

 

 

CANOUANCES ON THE OCCASION OF THE CANOEING WORLDCHAMPIONSHIP 2022 

The project consists of three waves: The Fast-Fashion Wave, The Plastic-Waste Wave by Stefan Kaindl and The Solidarity Wave. The CANOUANCES are located in Augsburg's old town during the Canoeing Worldchampionship from July 26 to 31. They were created in cooperation between the City of Augsburg, the Habitat Augsburg Association and the Augsburg University of Applied Sciences. Here on the Lifeguide, the project is accompanied by the Office for Sustainability Augsburg. 

Rapidly Changing Trends

Every season large volumes of clothing articles are produced in developing countries. These are then sold in the developed world at very low prices, only to be thrown out once the next trend-wave comes crashing onto the shore. Change comes and goes like a high-speed train in this industry, loading off new fabrics, cuts, and trends, and carting off the old, unwanted ones. In the case of the fashion economy, “old” can be defined by months, if not weeks. This is made possible by influential enterprises speedily having clothes produced in low-income regions, such as Bangladesh. Here, the working environment is inhumane and the workers, who are largely women and girls, are made to labor for insuperable and meager wages. Their days are marked by oppression and a constant fear for their safety.

 

 

The materials our clothes are made of

However, the appalling working conditions and the poor treatment of laborers are only two of the problems that beset the fast-fashion industry. You must look no further than the materials themselves, such as cotton and polyester. The cultivation of cotton results in monocultures in the areas in which it is produced. What’s more, cotton plantations require large amounts of water for irrigation, yet are often located in countries that suffer from severe water shortages. And if the cotton isn’t organic, pesticides and other strong chemicals are employed. Synthetic fiber such as polyester similarly burdens the environment, as its production requires the use of fossil fuels and the material itself sheds microplastics.

 

 

Export to other Countries 

In the fast-fashion world, it’s not just workers and the environment that suffer; the quality does, too. The reason is that speed is one of the greatest factors for success in this lucrative business. As long as a product is made and shipped quickly, the quality of the piece or the circumstances of its making are of no importance. In fact, fast-fashion companies often aren’t quick enough before many of the pieces have even hit the shop window, a new trend comes rolling into the station, and the “old” is replaced by the new. What follows is an indisputable waste issue, as the replaced items are sent to poorer areas of the world, where they end up in landfills.  An apt example is Atacama Desert in Chile, where daily tons of clothes are dumped in the middle of nature. It is true that, due to the poor quality of the pieces, they do not last very long and wearing them for some time will leave them visibly frayed. However, many of these articles are brand-new and undamaged, thrown out for the sole reason of no longer meeting the latest trends.

Due to the many synthetic fabrics used in the production of the apparels, they degenerate very slowly. Moreover, burning them not only harms the atmosphere, but likewise releases certain chemicals that seep into the earth, and eventually the groundwater. Some people with low-income try to eke out a livelihood by combing through landfills for items to sell.

 

 

What can I do?

The first decisive step is to abandon the idea that one's personal actions do not contribute to overall change, and that one therefore does not need to critically scrutinize one's purchasing behavior. Many individuals generate demand through their purchasing behavior and consequently influences supply. It is immensely important to educate oneself on the ecological and social issues of fast-fashion, to adjust one’s consumption and behavior accordingly. The key is to treat clothing with respect and gratitude, to value it and not simply regard it as a disposable product. Long wear, swapping, giving away, repairing, borrowing, donating, and upcycling can maximize the longevity of clothing articles. If you decide to buy new clothes, first reflect on your current purchasing behavior. Are you blinded by greenwashing, or do you critically question when fashion companies promote themselves and their clothing as sustainable?

 

 

Do I really need it?

It often helps to ask yourself whether you really need the item you want - this is certainly a good way to avoid unnecessary quick-buys, especially on days such as Black Friday, when items are supposedly heavily discounted. If you indeed decide to buy the article, you might want to find out about the working conditions, supply chains, and materials used in advance, and buy slow or fair fashion products. Second-hand/eco/fair-trade stores, flea markets or clothing swap parties are ideal places to start.

 

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Müllschmelze

Müllschmelze
Kampf dem Plastik und Mikroplastik in unseren Gewässern
PLastikmüll, Bach, Fluss, Gewässerverschmutzung, Foto: Ria Sopala_auf_pixabay

Sie haben dem Müll den Kampf angesagt. Die Sechstklässlerinnen Lena Schäfer, Klara Schmid und Felicitas Sommer vom Maria-Ward-Gymnasium haben sich im April 2021auf Mülljagd gemacht. Im Rahmen der von STOP Microplastic! und dem P-Seminar CAFONA organisierten Aktion Müllschmelze waren die drei Schülerinnen in Gablingen unterwegs.

Bei der Aktion Müllschmelze riefen die Friedberger Umweltschützerinnen Leonie und Zoë Prillwitz Anfang des Jahres zum Sammeln von Uferabfall in Augsburg auf. Denn besonders das schnell fließende Schmelzwasser trägt den Plastikabfall in die Gewässer. Einmal in den Flüssen und Bächen angekommen, ist der Müll eine erhöhte Gefahr für das Leben unter und am Wasser. Er ist nicht mehr so leicht aufzusammeln und zersetzt sich schneller zu sekundärem Mikroplastik.

Für die 15-Jährige Zoe Prillwitz, Initiatorin der Müllschmelze, ist die Sammelaktion eine Herzensangelegenheit. Denn seit zwei Jahren untersucht die Schülerin vom Maria-Ward-Gymnasium Augsburger Fließgewässer auf Mikroplastik. Die Ergebnisse gehen ihr bei jeder ihrer über 300 Probenanalysen unter die Haut.

Dadurch, dass sich der Müll so wenig prominent unter und im Wasser befindet, wird er oft nicht wirklich als Problem wahrgenommen." Leonie Prillwitz, Jungforscherin

Das wollte Leonie mit der Müllschmelze ändern, um das Bewusstsein dafür zu schärfen.

Denn der Müll verschwinde ja nicht, nur weil er vom Ufer in die Gewässer getragen wird. Deshalb wurde die Müllschmelze mit einem Fotowettbewerb für die außergewöhnlichsten Funde begleitet. Lena, Klara und Felicitas haben die Jury aus dem P-Seminar mit der Dokumentation ihrer Funde dabei so beeindruckt, dass sie dafür mit dem Hauptpreis belohnt wurden. Mit vereinten Kräften bargen sie eine große sperrige Kunststoffplane. “Wir haben uns riesig gefreut!”, erklären Felicitas und Klara begeistert. Die Aktion habe richtig Spaß gemacht.

Erst waren wir entsetzt, was an Müll einfach so in der Umwelt landet. Aber dann haben wir beschlossen, dass wir wirklich was machen müssen.” Klara Schmid und Felicitas Sommer, Schülerinnen

Mit ihrem Engagement durften sich die Freundinnen und die anderen Mülljäger*innen über Sachpreise von RutaNatur, dem Augsburger Weltladen, Manomama, der Seifenmanufaktur Isar Soafn und dem Taschenbuchladen freuen.

 

Müll sammeln geht - leider - immer

Die Aktion „Müllschmelze“ wird bei der Schneeschmelze im kommenden Jahr wieder aufgenommen.  Das Team rund um Leonie Prillwitz freut sich schon auf die nächste Mülljagd. Müll könnt ihr aber immer und leider auch nahezu überall sammeln - wie schnell die Mülltüte voll ist, zeigen Studierende der Universität Augsburg.  Hier geht's zu ihrem 1-Minuten-Video. Mehr über die Umweltaktivistinnen Leonie und Zoë Prillwitz und ihr Projekt Müllschmelze  erfahrt ihr im Lifeguide Projekt Müllschmelze, unter #müllschmelze und auf ihrer Instagram-Seite dream_green_act_green.

 

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Müllschmelze, Augsburg, Foto: Leonie Prillwitz
Die Schülerinnen Klara Schmid und Felicitas Sommer vom Augsburger Maria-Ward-Gymnasium haben 2021 die Aktion Müllschmelze gewonnen. Foto: Leonie Prillwitz
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Nach 10 Minuten ist die Mülltüte voll!

Nach 10 Minuten ist die Mülltüte voll!
Müllsammelaktion von Student*innen der Uni Augsburg soll zum Nachahmen anregen
Müllsammelaktion 2021, Universität Augsburg, Kollage: Universität Augsburg / Lifeguide Augsburg

Wie schnell ist eine Mülltüte voll, wenn ihr an der Wertach, in einem ganz normalen Augsburger Stadtteil oder an einer x-beliebigen Bundesstraße Müll sucht und einsammelt?  Leider bereits nach 10 Minuten – das zeigen elf Augsburger Student*innen in ihrer Müllsammelaktion. 

Ausgerüstet mit Einmalhandschuhen und einem leeren Beutel starteten sie ihren Versuch. Das Resümee der Müllsammler*innen: „Das klappt leider wann und wo ihr wollt!“ Mit ihrer Aktion wollen die Lehramtsstudierenden, die gerade an der Uni Augsburg ihr Zertifikat für Umweltbildung und Nachhaltigkeit absolvieren, möglichst viele Menschen ansprechen und dazu animieren, einfach einmal loszugehen und Müll einzusammeln.

  • Wir finden, das ist eine gute Idee! Also packt einfach Handschuhe und Müllbeutel ein und befreit die Natur von Müll!  Hier könnt ihr das Video von Sophie Gascoigne und ihren Mitstreiter*innen ansehen und auf Social-Media-Kanälen teilen.

Im Rahmen ihres Seminares wollen die Student*innen außerdem das Thema Nachhaltigkeit an Schulen bringen. Sie erstellen dafür ein Konzept für den Schulunterricht zum Thema „Müllvermeidung und Mülltrennung“.

Unser Unterrichtskonzept enthält eine kindgerechte Geschichte zur Müllverschmutzung und ist für Grundschüler*innen gedacht. Nach einer Testphase soll die Stunde auch online geteilt werden, sodass Lehramtsstudierende, Referendare, Lehrkräfte und Interessierte darauf zugreifen können.“ Sophie Gascoigne, Lehramts-Studentin an der Universität Augsburg.

  • Das Unterrichtsmaterial und das Konzept sind in Kürze online verfügbar - dann ergänzen wir hier für euch den link.

 

Auch Leonie und Zoë Prillwitz aus Friedberg rufen zur Mülljagd auf

Übrigens rufen auch Leonie und Zoë Prillwitz aus Friedberg unter dem #müllschmelze zur Mülljagd an den Ufern unserer Bäche und Flüsse auf. Wir haben ihr Projekt schon einmal im Lifeguide vorgestellt. Sie warnen vor allem vor Mikroplastik: Wenn der an den Ufern herumliegende Plastikmüll im Wasser verrottet, entsteht daraus langfristig Mikroplastik und verbreitet sich ungehindert in unseren Flüssen und Meeren. Das wollen die beiden Umweltschützerinnen verhindern. Auf Instagram rufen sie auf ihrer Seite dream_green_act_green immer wieder zu Umweltaktionen auf.

 

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Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Augsburg. Hier werden von Papier über Grüngut, Sperrmüll, alte Elektrogeräte und Metalle alle Abfälle professionell entsorgt.
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Holzweg 32
86156 Augsburg
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kundenservice.aws [at] augsburg.de

Seit Dezember 2016 steht den Bürgerinnen und Bürgern der Wertstoff & Servicepunkt Holzweg offen. Auf rund 11.000 m2 können Wertstoffe verschiedenster Art abgegeben werden.

Einen besonderen Fokus hat der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Augsburg auf eine einfache Benutzung gelegt. Zu den Einzugsgebieten zählen die Stadtteile Bärenkeller, Oberhausen, Kriegshaber und Pfersee.

 

Folgende Stoffe kannst du hier kostenlos abgeben:

  • Papier und Kartonagen (möglichst sauber und trocken)
  • Unbehandeltes Holz (Paletten, Regalbretter, Schrank, Tisch - Möbelteile bitte zerlegt anliefern)
  • Elektrogeräte (Groß- und Kleingeräte)
  • Metalle wie Eisen, Aluminium, Kupfer, Messing
  • Altkleider, Schuhe, Textilien (unabhängig vom Gebrauchszustand) in Säcken verpackt, Schuhe gebündelt
  • Hartkunststoffe (Wäschekorb, Gartenstuhl, Gießkanne, Spielzeug)
  • Grüngut (Baum-, Strauch- und Rasenschnitt, Laub) 
  • Sperrmüll (Polstermöbel, Matratzen, Spiegel, Sonnenschirm), wenn möglich Holz- und Metallteile abtrennen und anliefern.

Natürlich ist Recycling, Abfallvermeidung oder Zero Waste die beste Idee.

 

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