Nach 10 Minuten ist die Mülltüte voll!

Müllsammelaktion von Student*innen der Uni Augsburg soll zum Nachahmen anregen

Wie schnell ist eine Mülltüte voll, wenn ihr an der Wertach, in einem ganz normalen Augsburger Stadtteil oder an einer x-beliebigen Bundesstraße Müll sucht und einsammelt?  Leider bereits nach 10 Minuten – das zeigen elf Augsburger Student*innen in ihrer Müllsammelaktion. 

Ausgerüstet mit Einmalhandschuhen und einem leeren Beutel starteten sie ihren Versuch. Das Resümee der Müllsammler*innen: „Das klappt leider wann und wo ihr wollt!“ Mit ihrer Aktion wollen die Lehramtsstudierenden, die gerade an der Uni Augsburg ihr Zertifikat für Umweltbildung und Nachhaltigkeit absolvieren, möglichst viele Menschen ansprechen und dazu animieren, einfach einmal loszugehen und Müll einzusammeln.

  • Wir finden, das ist eine gute Idee! Also packt einfach Handschuhe und Müllbeutel ein und befreit die Natur von Müll!  Hier könnt ihr das Video von Sophie Gascoigne und ihren Mitstreiter*innen ansehen und auf Social-Media-Kanälen teilen.

Im Rahmen ihres Seminares wollen die Student*innen außerdem das Thema Nachhaltigkeit an Schulen bringen. Sie erstellen dafür ein Konzept für den Schulunterricht zum Thema „Müllvermeidung und Mülltrennung“.

Unser Unterrichtskonzept enthält eine kindgerechte Geschichte zur Müllverschmutzung und ist für Grundschüler*innen gedacht. Nach einer Testphase soll die Stunde auch online geteilt werden, sodass Lehramtsstudierende, Referendare, Lehrkräfte und Interessierte darauf zugreifen können.“ Sophie Gascoigne, Lehramts-Studentin an der Universität Augsburg.

  • Das Unterrichtsmaterial und das Konzept sind in Kürze online verfügbar - dann ergänzen wir hier für euch den link.

 

Auch Leonie und Zoë Prillwitz aus Friedberg rufen zur Mülljagd auf

Übrigens rufen auch Leonie und Zoë Prillwitz aus Friedberg unter dem #müllschmelze zur Mülljagd an den Ufern unserer Bäche und Flüsse auf. Wir haben ihr Projekt schon einmal im Lifeguide vorgestellt. Sie warnen vor allem vor Mikroplastik: Wenn der an den Ufern herumliegende Plastikmüll im Wasser verrottet, entsteht daraus langfristig Mikroplastik und verbreitet sich ungehindert in unseren Flüssen und Meeren. Das wollen die beiden Umweltschützerinnen verhindern. Auf Instagram rufen sie auf ihrer Seite dream_green_act_green immer wieder zu Umweltaktionen auf.

 

Müllsammelaktion 2021, Universität Augsburg, Kollage: Universität Augsburg / Lifeguide Augsburg

Über die Autorin

Cynthia Matuszewski

Cynthia Matuszewski ist Journalistin und Fotografin. Sie ist ein Fan von konstruktivem Journalismus. Der fragt nicht nur: „Was ist das Problem?“, sondern auch „Gibt es Lösungen oder Teillösungen – und wenn ja, welche?“ und „Sind diese Ideen auch alltagstauglich?“. Deshalb ist sie seit 2013 begeisterte Chefredeakteurin vom Lifeguide Augsburg. Denn hier kann sie von Menschen und Projekten erzählen, die unsere Welt verändern wollen – und zwar so, dass sie gerechter, umweltfreundlicher und lebenswerter wird. Von diesen Mutmacher*innen gibt es viele – und zwar direkt vor unserer Haustür, sagt Cynthia. Geprägt hat sie ihre heitere Kindheit in Köln und ihre Zeit im zweigeteilten Berlin – wo sie eine Lehre zur Fotografin absolvierte und mit Fotoaufträgen ihr Studium an der Freien Universität Berlin finanzierte. Sie hat sowohl für Printmedien und Hörfunk gearbeitet, als auch als PR-Referentin. Sie engagiert sich für Frauenrechte und glaubt nach wie vor an die Kraft der Sprache. Deshalb befürwortet sie auch das holprige, für notwendige Veränderungen aber in ihren Augen unentbehrliche, Gender-Sternchen*. Seit 2019 ist sie – zusammen mit den anderen Macher*innen des Lifeguide – stolze Trägerin des Augsburger Zukunftspreises.

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