Friedensklima

Frieden und Klima gehören zusammengedacht

Vom 3. Juli bis zum 8. August gibt es auf dem Moritzplatz die Ausstellung FRIEDENSKLIMA! zu sehen.
Ausstellung Friedensklima auf dem Moritzplatz

Aufhänger der Ausstellung sind die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die SDGs. Mit der im Jahr 2015 verabschiedeten Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft unter dem Dach der Vereinten Nationen zu 17 globalen Zielen für eine bessere Zukunft verpflichtet. Leitbild der Agenda 2030 ist es, weltweit ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft zu bewahren.

 

Dies umfasst soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte. Damit soll eine globale Klimakatastrophe verhindert und die Erderwärmung auf 1,5 °C begrenzt werden. Dabei unterstreicht die Agenda 2030 die gemeinsame Verantwortung aller Akteurinnen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft – und die jedes einzelnen Menschen.

 

Im September 2023 wurde eine „Halbzeitbilanz“ der Agenda 2030 von der UN vorgelegt. Diese fiel gemischt aus: Für mehr als die Hälfte der Ziele ist nur ein schwacher oder unzureichender Fortschritt festzustellen, bei einem Drittel ist der Trend negativ. Besonders dramatisch sieht es beim Kampf gegen den Hunger aus. Hier kann man den Zwischenbericht zu den Nachhaltigkeitszielen lesen.

 

Frieden und Klima hängen zusammen

Die Kombination der beiden Themen Frieden und Klima mag zunächst ungewöhnlich erscheinen. Aber ohne eine friedliche Welt wird es kaum möglich sein, all die anspruchsvollen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Denn wo Krieg herrscht, steht kein Geld für Bildung, Gesundheit oder zur Klimarettung zur Verfügung. Ebenso kein Geld für gute Arbeit oder eine nachhaltige Landwirtschaft.

 

Kriege und Konflikte beschleunigen die Klimakrise, die Klimakrise bedroht den Frieden. Dürren, Überschwemmungen, Hitzewellen lösen Nahrungsmittelkrisen, Flucht und Migration aus. Klimaschutz kostet viel Geld, Militär und Aufrüstung auch. Ohne Frieden sind kein wirksamer Klimaschutz und keine nachhaltige Klimaanpassungsstrategie möglich. Wir müssen dafür sorgen, dass Geld statt in Militär und Rüstung, in Klimaanpassungsprogramme und Klimaschutzprogramme investiert werden kann

 

Vielfältiges Programm

Die Ausstellung umfasst auch ein Programm mit zahlreichen Vorträgen und Veranstaltungen auf dem Moritzplatz, im Moritzsaal und im Zeughaus. Ergänzend dazu besteht die Möglichkeit, sich für Schulführungen während des Ausstellungszeitraums anzumelden (Anfragen an agenda@augsburg.de).

 

Zur Ausstellung FRIEDENSKLIMA!

Die ursprüngliche Idee, Konzeption und Umsetzung der Ausstellung Friedensklima! hatten die Friedensregion Bodensee und die friedens räume in Lindau unterstützt von pax christi Augsburg. In Lindau auf der Landesgartenschau 2021 hatte die Ausstellung ihre Premiere. 2024 haben die Lokale Agenda 21 und pax christi Augsburg, die Texte neu formuliert und aktualisiert, die ursprüngliche Konzeption blieb erhalten.

Ausstellung Friedensklima auf dem Moritzplatz

Über die Ausstellung FRIEDENSKLIMA

Hier wird Ihnen gezeigt, was wir für die Zukunft brauchen, um auch weiterhin ein gutes Leben führen zu können. Schon jetzt befinden wir uns in einer Klimakrise. Damit ist nicht nur unser Frieden mit der Natur bedroht, sondern Konflikte und Fluchtbewegungen sind die unmittelbaren Folgen. Zudem bedrohen kriegerische Auseinandersetzungen die Chance, die Klimakrise oder den Hunger zu bewältigen. Diese Zusammenhänge zeigen wir am Beispiel der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) auf.

 

Was hat das mit uns hier zu tun?

Gerechtigkeit und Solidarität setzen voraus, dass die Umweltbelastung verursachenden Industrieländer ihre Lasten nicht den Armen dieser Welt aufbürden. Das reichste eine Prozent der Weltbevölkerung hat 2019 so viele Treibhausgase verursacht wie etwa 70 Prozent der ärmsten Menschen auf der Erde, fünf Milliarden Menschen.

Und die reichsten 10 Prozent der Weltbevölkerung sind für rund 50 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Mehr als die Hälfte aller Deutschen gehört zu diesen 10 Prozent. Wohlstand bedeutet bisher meist Umweltverschmutzung. Wohlstandsentwicklung darf daher zukünftig nicht nur materiell verstanden werden – unser bisheriges Wachstumsmodell braucht dringend einen sozialen, ökonomischen und ökologischen Wandel.

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