Buchtipp: Urban Gardening mal anders, die Zweite

Benjamin Vogt berichtet über sein Leben als CityFarmer

Rechtzeitig zum zehnjährigen Jubiläum der CityFarm Augsburg gibt Benjamin Vogt sein zweites Buch über den ehrenamtlich betriebenen, gemeinnützigen Minibauernhof mitten in Augsburg heraus. 

In ‚Urban Gardening mal anders‘ nimmt der CityFarmer und Schriftsteller seine Leser*innen mit in den Alltag eines CityFarmers und erzählt unter anderem, wie Eigenversorgung mitten in der Stadt funktioniert oder wie man tierische Mitbewohner ohne Strom- und Wasseranschluss versorgt. Er gibt wertvolle Tipps und erzählt ganz offen von den Lektionen, die die CityFarm ihn gelehrt hat. Das farbenfrohe Buch vereint unterhaltsam Witz und Kritik an unserer modernen Lebensweise aus Sicht eines waschechten Stadtbauern. Benjamin Vogt hat die stille Zeit des Lockdown konstruktiv genutzt und will mit dem Erlös der Bücher seinen Teil zum Überleben der CityFarm beitragen:

Die Fortsetzung von, ‚Urban Gardening mal anders‘, ist von, für und über die CityFarm. Die Gewinne werden ausschließlich dem Wohl der Tiere zugutekommen. Auch an uns ist Corona nicht spurlos vorübergegangen. Ohne Veranstaltungen brechen uns die Spenden weg, weswegen wir die geschenkte Zeit genutzt haben, um Freud und Leid mit euch in Buchform zu teilen.“ Benjamin Vogt, CityFarmer und Schriftsteller.

Hier geht es zum ausführlichen Lifeguide-Interview mit Benjamin Vogt.

 

10 Jahre CityFarm Augsburg

Die CityFarm Augsburg ist ein Urban Farming-Projekt des Transition Town Augsburg e.V. und wurde 2011 im Norden Augsburgs gegründet. Initiatoren der CityFarm sind die Geographin Ildiko Reményi –Vogt und der Lehrer Benjamin Vogt. Die Farm wird rein ehrenamtlich und gemeinschaftlich von ca. 20 CityFarmer*innen bewirtschaftet. Auf dem Gelände werden Hühner, Enten, Bienen, Kaninchen und Schafe artgerecht und ökologisch verträglich in naturnahen Gehegen gehalten. Die Schafe werden zur Landschaftspflege im innerstädtischen Gebiet eingesetzt, um artenreiche Biotope zu erhalten und zu schützen. Ein tragender Schwerpunkt des Projektes ist der nachhaltig bewirtschaftete Bauerngarten, in dem alte Gemüsesorten angebaut und vermehrt werden. Dieses Saatgut wird an Gartenfreunde weitergegeben. Die CityFarm dient daher als Begegnungs- und Austauschort für „Gartenrebellen“, Menschen, die einen Wandel der Gartenkultur hin zu naturfreundlichen, artenreichen Gärten wünschen und umsetzen.

 

Die CityFarm ist UN-Projekt für biologische Vielfalt

Für die engagierten Naturschützer der CityFarm war 2020 die Auszeichnung durch die Vereinten Nationen zum offiziellen Projekt der "UN-Dekade biologische Vielfalt" ein Meilenstein . Im Kern ging es den Preisrichter*innen darum, Natur als Chance für sozialen Zusammenhalt zu begreifen und die biologische Vielfalt zu fördern. Mit ihrem Saatgutprojekt haben die Geographin Ildiko Reményi –Vogt und der Lehrer Benjamin Vogt damit voll ins Schwarze getroffen.

Vom Aussterben bedrohtes Saatgut für die Zukunft und Ernährungssicherheit unserer Kinder zu bewahren, ist von existenzieller Bedeutung!“ Ildiko Reményi –Vogt , CityFarmerin und Geographin.

Zudem erhielten die CityFarmer für ihren Einsatz rund um den Erhalt der Augsburger Biodiversität den „LEW Bessermacherpreis“.

INFO:

  • Das Buch „Urban Gardening mal anders, die Zweite“  ist im Buchhandel erhältlich und kostet 9.99 Euro
  • ISBN: 9783752620825
  • Verlag: BoD – Norderstedt

 

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Benjamin Vogt, CityFarm Augsburg, Schwarznasenbock Kenobi, Foto: Ildiko Remenyi-Vogt
Urban Gardening mal anders - die Zweite, Buch, Benjamin Vogt, CityFarm Augsburg, Grafik: Benjamin Vogt
Schafe und Ziegen der CityFarm Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Benjamin Vogt mit Schafen der CityFarm Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
CityFarm Augsburg, Urban Gardening, Ildiko Remenyi-Vogt, Benjamin Vogt,  Foto: Cynthia Matuszewski
CityFarm Augsburg, Urban Gardening, Benjamin Vogt,  Foto: Cynthia Matuszewski
CityFarm Augsburg, Urban Gardening, Ildiko Remenyi-Vogt, Benjamin Vogt,  Foto: Cynthia Matuszewski
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Über die Autorin

Cynthia Matuszewski

Cynthia Matuszewski ist Journalistin und Fotografin. Sie ist ein Fan von konstruktivem Journalismus. Der fragt nicht nur: „Was ist das Problem?“, sondern auch „Gibt es Lösungen oder Teillösungen – und wenn ja, welche?“ und „Sind diese Ideen auch alltagstauglich?“. Deshalb ist sie seit 2013 begeisterte Chefredeakteurin vom Lifeguide Augsburg. Denn hier kann sie von Menschen und Projekten erzählen, die unsere Welt verändern wollen – und zwar so, dass sie gerechter, umweltfreundlicher und lebenswerter wird. Von diesen Mutmacher*innen gibt es viele – und zwar direkt vor unserer Haustür, sagt Cynthia. Geprägt hat sie ihre heitere Kindheit in Köln und ihre Zeit im zweigeteilten Berlin – wo sie eine Lehre zur Fotografin absolvierte und mit Fotoaufträgen ihr Studium an der Freien Universität Berlin finanzierte. Sie hat sowohl für Printmedien und Hörfunk gearbeitet, als auch als PR-Referentin. Sie engagiert sich für Frauenrechte und glaubt nach wie vor an die Kraft der Sprache. Deshalb befürwortet sie auch das holprige, für notwendige Veränderungen aber in ihren Augen unentbehrliche, Gender-Sternchen*. Seit 2019 ist sie – zusammen mit den anderen Macher*innen des Lifeguide – stolze Trägerin des Augsburger Zukunftspreises.

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