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Ein Ausflug zum Umweltzentrum Schmuttertal

Das Umweltzentrum Schmuttertal lädt Naturbegeistere, Schulklassen und Betriebe ein, Natur hautnah zu erleben. Umgeben von drei Flüsschen gibt es im Schmuttertal viel zu sehen, zu erfahren und zu erleben.
Umweltzentrum Schmuttertal, Schmutter, Fluß, Landschaft, Diedorf, Foto Cynthia Matuszewski

Nur zehn Kilometer und 30 Radl-Minuten vom Augsburger Rathaus entfernt liegt das Umweltzentrum Schmuttertal in einer stillen Ebene in Markt Diedorf. Eingebettet in Wiesen schlängelt sich hier die Schmutter malerisch durch das weite Tal, eine alte Mühle, ein Gehöft und ein paar Pappeln säumen das Ufer und die gesamte Landschaft lädt zum Schauen, Verweilen und Entschleunigen ein.

Dieser Ort hat seinen ganz besonderen Charme.

Anna Röder, Umweltpädagogin und Leiterin des Umweltzentrum Schmuttertal

Anna Röder liebt ihren Arbeitsplatz in der alten Mühle. „Ich schaue direkt auf die Schmutter...“

 

Zu verdanken hat sie ihre naturnah gelegene Arbeitsstelle der Gemeinde Diedorf. Mit nur 11.000 Einwohnern zeigt der Ort ein außergewöhnlich großes Engagement für Umweltbildung. 2013 hat Diedorf die alte Mahlmühle und den dazugehörigen Hof unmittelbar an der Schmutter gekauft und in einen Ort verwandelt, in dem heute Betriebe, Schulklassen und alle Naturbegeisterten willkommen sind. Im Umweltzentrum Schmuttertal wird „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vermittelt.  Hinter dem eher trockenen Fachbegriff warten an der Schmutter naturnahe Erlebnisse, kleine Abenteuer und spannende Fakten auf die Besucher*innen. Zu den Schwerpunkten Wasser, nachhaltiger Lebensstil, Biodiversität und Klimawandel werden eine Vielzahl von Führungen, Seminaren, Workshops und Erlebnistouren angeboten.  

 

Wissen mit allen Sinnen vermitteln

Bei der Kanadiertour mit Müllsammel-Challenge steht zum Beispiel neben Spaß und Geschicklichkeit auch viel Wissen zum Thema Plastikmüll auf dem Programm. Bei der Führung durch den archäologischen Garten erfahren die Besucher*innen Spannendes zu den Ursprüngen der Landwirtschaft in unserer Region vor 7.500 Jahren und lernen Emmer und Einkorn kennen. Und beim  Kräuterworkshop mit Verkostung lassen sich Jung und Alt gleichermaßen begeistert den Gänseblümchenaufstrich auf der Zunge zergehen. Das Wissen zu Natur und Umweltschutz wird im Umweltzentrum mit allen Sinnen vermittelt.

 Wissen, das durch Erlebnisse in uns verankert ist, bleibt uns das ganze Leben erhalten. Und mit ein wenig Glück sind diese Sinnes-Erlebnisse die Mosaiksteinchen, die unseren Lebensstil, unser Verhalten und unser Verständnis für Umweltschutz beeinflussen.

Anna Röder, Umweltpädagogin und Leiterin des Umweltzentrum Schmuttertal

Anna Röder arbeitet seit 1986 im Bereich Umweltbildung und freut sich, wenn sie zu einem tieferen Naturverständnis beitragen kann. Zum festen Programm im Umweltzentrum Schmuttertal gehören seit Jahren die Kinder-Umweltwochen im Sommer, bei denen Eltern und Kinder gemeinsam schnitzen, käschern, bauen, paddeln, kochen oder forschen können. Auch die Saatgutbörse im Frühling und das Drachenfest im Herbst sind bei Jung und Alt sehr beliebt.

 

„In unserem Referentenpool sind Expertinnen und Experten für viele verschiedene Schwerpunkte. Ein Holzkünstler gibt Wissen über das Schnitzen weiter, eine Imkerin informiert zum Thema Bienen und unser Gewässerlabor und die Forscherinsel betreuen Umweltpädagogen“, erzählt Anna Röder. Neben der Teilnahme am festen Programm können Betriebe, Schulklassen oder andere Gruppen auch ihren eigenen Tagesausflug oder Workshop  planen und buchen.

Auf der Basis unseres vielfältigen Programmes können wir auf individuelle Wünsche eingehen und ein maßgeschneidertes Programm erstellen.

Anna Röder, Leiterin des Umweltzentrum Schmuttertal

Bei einem Betriebsausflug können Sportbegeisterte zum Beispiel auf der Schmutter paddeln. Andere mögen es lieber ruhig und töpfern oder lassen sich über altes Saatgut informieren.

 

Der perfekte Dayout: Erlebnisse ganz nah an der Natur, Teambuilding und Picknick

Die Natur- und Erlebnispädagogin Kerstin Gerritzen erstellt im Vorfeld in Zusammenarbeit mit den Gästen einen passgenauen Ausflugsplan. Neben den beliebten Führungen zu den Forscherinseln oder durch den „Archäologischen Garten“ ist auch der Schwerpunkt Teambuilding und Naturerfahrung bei Betrieben sehr gefragt. Je nach Bedarf kann ein Catering organisiert werden.

Seit 2021 hat das Umweltzentrum auch zwei Seminarräume. Der Seminarraum Schmutterblick ist für etwa 10 Menschen ausgelegt, im größeren Blauen Raum finden bis zu 80 Besucher*innen Platz und er ist mit dem üblichen Seminar-Setting, wie Beamer, Laptop, Leinwand und Lautsprechern ausgestattet.

Da das Umweltzentrum unmittelbar an der Schmutter liegt, ist auch der Themenschwerpunkt Wasser sehr beliebt. Rund um die alte Mühle und den Hof gibt es drei Gewässertypen – das Fließgewässer Schmutter, den künstlich angelegten Fischbach und ein sogenanntes „Umgehungsgerinne“ zur Hochwasserentlastung. Zum Thema Wasser gibt es also viel zu entdecken, zu erforschen und im Gewässer-Experimentierraum des Umweltzentrums zu analysieren.

 

Auf seine eigene Wasserkraftanlage ist das Umweltzentrum  besonders stolz: „Die „Alte Lady“ ist noch aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Damals war diese Art der Energiegewinnung sehr fortschrittlich. Aber auch heute kommt unsere Wasserkraftanlage noch für die gesamte Energieversorgung des Umweltzentrums auf“, berichtet Anna Röder. Nachmittags kommen manchmal Erholungssuchende mit Campingstuhl und Liege ins Schmuttertal oder ein einzelner Stand Up Paddler versucht sein Glück. Oft spielen Kinder am Bach.

Kinder erleben hier ein bisschen Abenteuer, so wie wir es früher auch gemacht haben. Wenn ich hier bin, dann zieht es mich nicht in die Stadt zurück.

Anna Röder, Umweltpädagogin

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Dieser Artikel erscheint auch im ahochdrei-Magazin, das Unternehmer*innen,  Fachkräfte und Investor*innen über nachhaltige Perspektiven in der Region informiert.

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