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Der Augsburger IT-Dienstleister Peerigon setzt sich für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit auf allen Ebenen ein.
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Werner-von-Siemens-Straße 6
86159 Augsburg
Deutschland

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hello [at] peerigon.com

Partizipative Unternehmenskultur, Klimaneutralität und seit 2022 eine B Corp-Zertifizierung zeichnen die Agentur für Webtechnologien und Softwareentwicklung aus. Mit langlebigen und skalierbaren Codebases setzt Peerigon auch bei der Softwareentwicklung auf Nachhaltigkeit.

 

Die Peerigon Macher*innen haben gemeinsam an der Hochschule Augsburg Informatik studiert und wagten unmittelbar nach dem Studium den Sprung in die Selbstständigkeit. Heute gehören zu Peerigon fünf gleichberechtigte Geschäftsführer und ein 15-köpfiges Team.


Verantwortung ist wichtiger als reines Profitdenken


Nach einem mehrjährigen Bewerbungsprozess erhielt Peerigon 2022 als erstes Augsburger Unternehmen die begehrte B Corp-Zertifizierung. Bisher konnten sich nur etwa 50 Unternehmen in Deutschland dafür qualifizieren. Das Kürzel steht für „Benefit for all Corporation“. Eine Bewegung, der ausschließlich nachhaltige und sich dem Gemeinwohl verpflichtende Unternehmen folgen.

 

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 „Wir sehen die B Corp-Zertifizierung als Ansporn, die Arbeitswelt nach unseren Möglichkeiten zum Positiven zu verändern und mitzugestalten. Und wir würden gerne auch andere zu diesem Schritt ermutigen.“

Johannes Ewald, Co-Founder der Peerigon GmbH

Peerigon: Seit 2019 klimaneutral

Gemeinsam mit ClimatePartner hat der Softwareentwickler eine CO2-Bilanz des gesamten Unternehmens erstellt. Mit Hilfe des Corporate Carbon Footprints werden dabei Emissionsquellen wie Energie und Heizung, aber auch Geschäftsreisen, Büromaterial sowie sämtliche durch das Unternehmen verursachte Emissionen berücksichtigt. Die nicht vermeidbaren Emissionen gleicht Peerigon durch ein international zertifiziertes Klimaschutzprojekt aus.

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Augsburg ist jetzt Agenda 2030-Kommune

Augsburg ist jetzt Agenda 2030-Kommune
Augsburg ist nun offizielle Agenda 2030-Kommune. Dazu musste sich die Stadt verpflichten, Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene umzusetzen.
Panorama Stadt Augsburg

Bereits 2019 hatte der Augsburger Stadtrat im Zusammenhang mit dem Beschluss des „Augsburger Nachhaltigkeitsberichts 2018“ die Mustererklärung des Deutschen Städtetags „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ unterzeichnet. Damit hat sich Augsburg verpflichtet, Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene zu gestalten.


Anlässlich des 7. Bundestreffens der deutschen SDG-Kommunen in Hamburg erfolgte Mitte Oktober nun die offizielle Auszeichnung Augsburgs. Norbert Stamm vom Augsburger Büro für Nachhaltigkeit übergab die Auszeichnung an Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber.

"Augsburgs langjährige Nachhaltigkeitsarbeit zahlt auf die internationalen Nachhaltigkeitsziele ein. Wir wissen um unsere internationale Verantwortung. Schön, dass die offizielle Auszeichnung dies würdigt."

Oberbürgermeisterin Eva Weber

 

OB Eva Weber und Norbert Stamm halten die Agenda2030-Urkunde

Die Agenda 2030 aus Sicht der Kommunen

Die Vereinten Nationen haben sich Ende September 2015 auf die 2030-Agenda geeinigt. Sie bildet einen neuen globalen Rahmen für nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung. Die SDGs sollen bis 2030 erreicht werden. Sie umfassen 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung und 169 Unterziele. Die SDGs adressieren die weltweit größten ökonomischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit und stoßen gesellschaftliche Transformationsprozesse an.

 

Die SDGs, Ziele der nachhaltigen Entwicklung

Die Umsetzung der Agenda 2030 und der SDGs in und durch Deutschland ist nicht ausschließlich eine Bundesangelegenheit. Auch den Städten und Kommunen kommt eine wichtige Rolle bei der Verwirklichung der Agenda zu. Mehr als 60 Städte, Kreise und Gemeinden haben bisher die Musterresolution des Deutschen Städtetages unter dem Titel „Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ unterzeichnet.

 

Darin können Städte ihre Bereitschaft signalisieren, sich für ausgewählte Themen der Nachhaltigkeit zu engagieren und im Rahmen ihrer Möglichkeiten entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Das können Maßnahmen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit vor Ort sein, kommunale Strategien für ein Nachhaltigkeitsmanagement oder kommunale Partnerschaftsnetzwerke.

 

Aus kommunaler Perspektive sind vor allem folgende Ziele relevant: Städte und Siedlungen sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen; Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern; eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen; Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen. 

Augsburgs Ziele nachhaltiger Entwicklung

Augsburg hat die SDGs als „Zukunftsleitlinien für Augsburg“ ausformuliert und damit Augsburgs Beitrag zu den weltweiten Nachhaltigkeitszielen definiert. Die Zukunftsleitlinien bilden die orientierende Grundlage für die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt. Darin ist festgehalten, was wir in Augsburg unter nachhaltiger Entwicklung verstehen und wie wir gemeinsam in den vier Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Soziales, Wirtschaft und Kultur einen Beitrag leisten können. Sie wurden 2021 in einem umfangreichen Diskussionsprozess fortgeschrieben. Am 25. November 2021 hat der Augsburger Stadtrat die aktualisierten „Zukunftsleitlinien für Augsburg“ offiziell beschlossen. Sie werden alle sechs Jahre überprüft und bei Bedarf weiterentwickelt.

Die Augsburger Zukunftsrichtlinien

Die Broschüre „Zukunftsleitlinien für Augsburg. Unsere Ziele für nachhaltige Entwicklung“ stellt die Zukunftsleitlinien vor und gibt einen Überblick über Augsburgs Nachhaltigkeitsprozess.

Auf der Website https://www.nachhaltigkeit.augsburg.de/zukunftsleitlinien findet ihr weitere Infos zu den Augsburger Zukunftsleitlinien und Erläuterungen zu den einzelnen Zielen. Dort gibt es auch eine Fassung in einfacher Sprache.

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Das Aindlinger Unternehmen bringt den ersten ökologisch abbaubaren und chemiefreien Kassenbon auf den Markt. Ein einfacher Weg für Unternehmen sowohl etwas für ihre Kund*innen zu tun, als auch für die Umwelt. Und teuer sind die Ökobons auch nicht.
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Ökobon GmbH
St.-Ulrich-Str. 27
86447 Aindling
Deutschland

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info [at] oekobon.de

Die Aindlinger Firma Ökobon bietet eine gute Alternative zum herkömmlichen Kassenbon. Jeden Tag spucken Supermarktkassen kilometerlange Schlangen von Kassenbons aus. Herkömmliche Thermopapier-Bons haben meist mehrere gravierende Nachteile:

 

Sie sind mit der chemischen Substanz Bisphenol A (BPA) beschichtet, die giftige Weichmacher enthalten und diejenigen schädigen, die damit in Berührung kommen. Durch die BPA-Beschichtung sind die Kassenbons zugleich umweltschädlich und dürfen nur im Restmüll entsorgt werden. Außerdem verblasst der Druck auf diesen Bons mit der Zeit, denn er ist nicht sonnenlichtresistent. Also lassen sich diese Bons auch nicht archivieren.

 

Das Aindlinger Unternehmen  Ökobon GmbH bietet mit seinem biologisch abbaubaren und recycelbaren Kassenbons eine praktikable und bezahlbare Lösung für alle oben genannten Probleme. Der Aindlinger Ökobon ist chemiefrei und das verwendete Papier ist FSC-zertifiziert, das heißt, es stammt aus nachhaltiger Waldwirtschaft.

 

Der Bon ist sogar für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen, denn im Gegensatz zu den herkömmlichen Bons ist der Öko-Bon bipehnolfrei und beinhaltet keine sonstigen Farbentwickler.

 

Die schwarze Beschriftung liegt beim Ökobon nicht auf dem Papier, sondern ist unter einer feinen Bläschen-Schicht verborgen. Mit einer physikalischen Reaktion werden erst beim Kassieren die schwarzen Zeichen sichtbar. Das bedeutet auch, dass die Beschriftung auf dem Öko-Bon unbegrenzt lange gut lesbar bleibt. Hier wird das Prinzip erklärt.

 

Das technisch komplexe Konzept ist der Grund, warum es nicht schon deutlich früher möglich war, das Produkt auf den Markt zu bringen. Preislich gibt es jedoch keine großen Unterschiede zwischen Ökobon und herkömmlichen Kassenbons.

 

 

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Nachhaltigkeitstag Wirtschaft A³ 2022 Torsten Mertz Fr., 21.10.2022 - 12:57

Nachhaltigkeitstag Wirtschaft A³ 2022

Podiumsdiskussion beim Nachhaltigkeitstag Wirtschaft 2019. Foto: Region Augsburg Wirtschaft GmbH
Im Mittelpunkt des diesjährigen Nachhaltigkeitstags steht die Frage „Wie können Klimaschutz und Nachhaltigkeitsengagement mit Wirtschaftlichkeit vereinbart werden?"

Informieren, Austauschen und Netzwerken: Am 22.11.2022 findet zum sechsten Mal der Nachhaltigkeitstag Wirtschaft A3 statt. Die Veranstaltung hat sich zur regionalen Plattform für Nachhaltigkeit und Unternehmertum etabliert und bringt seit 2018 regelmäßig Wirtschaftsvertreter und Experten zusammen.

 

Im Mittelpunkt des diesjährigen Nachhaltigkeitstags steht die Frage „Wie können Klimaschutz und Nachhaltigkeitsengagement mit Wirtschaftlichkeit vereinbart werden?“. Der Green Deal gibt nicht nur das Kernziel für die europäische Union mit Klimaneutralität bis 2050 vor, sondern sieht in den kommenden Jahren einige weitere Regularien für Unternehmen vor: Die Berichtspflicht für Unternehmen wird um die Offenlegungspflichten weiterentwickelt, mit dem Aktionsplan Sustainable Finance das Greenwashing in der Finanzwelt eingeschränkt und CO2-Emissionen werden künftig bepreist. Das heißt, auch Unternehmen werden handeln müssen und sollten sich rechtzeitig mit ihren eigenen Nachhaltigkeitszielen auseinandersetzen. Dazu setzen die steigenden Energiekosten Unternehmen immens unter Druck. Energieeinsparmaßnahmen oder die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien oder eigene Energiegewinnung durch beispielsweise Photovoltaik sind die bestimmenden Themen für Unternehmen.

 

Der Nachhaltigkeitstag Wirtschaft A³ wird in Zusammenarbeit mit dem Büro für Nachhaltigkeit und der Wirtschaftsförderung der Stadt Augsburg und mit der Unterstützung durch die Stadtwerke Augsburg von der Regio Augsburg Wirtschaft organisiert. Gastgeber wird auch in diesem Jahr das Westhouse Augsburg sein.

 

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier: https://www.region-a3.com/nachhaltiges-wirtschaften/nachhaltigkeitstag-a3/

 

Foto: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

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Westhouse Augsburg
Alfred-Nobel-Straße 5-7
86156
Augsburg

A³ Wirtschaftsdialog: Nachhaltige Mobilität in Unternehmen

A³ Wirtschaftsdialog: Nachhaltige Mobilität in Unternehmen

S+P Samson GmbH
Industriestraße 32
86438
Kissing
Der A³ Wirtschaftsdialog beleuchtet das Thema Nachhaltige Mobilität von mehreren Perspektiven und bezieht dazu Beispiele aus der Praxis ein.

Im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit im Unternehmen und der Attraktivität als Arbeitgeber wird ein professionelles Mobilitätsmanagement immer wichtiger. Hier liegt oft nicht nur großes Einsparpotential an Ressourcen und CO2 verborgen, sondern auch die Möglichkeit die Mitarbeiterbindung, durch beispielsweise flexible Mobilität am Arbeitsplatz oder ein intelligentes Fuhrpark- und Dienstreisemanagement, zu verbessern.

Bei diesem Wirtschaftsdialog möchte A³ das Thema Nachhaltige Mobilität von mehreren Perspektiven beleuchten und dazu vor allem Beispiele aus der Praxis einbeziehen. Der Landkreis Aichach-Friedberg hat dazu im Jahr 2022 ein Pilotprojekt mit sieben Unternehmen durchgeführt, die hier als gute Beispiele aus ihren Erfahrungen berichten werden.

 

Weitere Informationen: https://www.region-a3.com/calendar/nachhaltige-mobilitaet-in-unternehmen/

 

Bild: A³ / Christian Strohmayr

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„0% Regenwald. 100% nachhaltig“, lautet das Motto von Aaron Armah und Jakob Hemmers von NERO-Grillkohle.
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Nero GmbH
Am Mittleren Moos 48
86167 Augsburg
Deutschland

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info [at] nero-grillen.de

Aaron Armah und Jakob Hemmers sind Gründer des Augsburger Start-ups NERO-Grillkohle. Mit ihrer von Naturland bio-zertifizierten Grillkohle aus heimischen Resthölzern beweisen sie: Nachhaltig Grillen – das geht, sogar sehr gut! Das Unternehmen setzt neben nachhaltiger Forstwirtschaft auf innovative Produktion, kurze Transportwege und plastikfreie Umverpackungen. 2021 erhielten Aaron Armah und Jakob Hemmers den Zukunftspreis der Stadt Augsburg und den Umweltpreis des Bezirks Schwaben.


 

Ausschlaggebend für die Geschäftsidee der beiden Freunde war eine Ghana-Reise: „Wir kennen uns bereits aus dem Kindergarten und während einer gemeinsamen Reise vor ein paar Jahren sind wir auf die Problematik der Grillkohle aufmerksam geworden", berichtet Jakob.

 

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"In Ghana haben wir mit eigenen Augen die Kahlschläge in der Landschaft, die katastrophalen Produktionsbedingungen und schließlich auch das Verschiffen der Ware nach Europa gesehen. Da haben wir gedacht „Das muss doch besser gehen“ und so ist die Idee für NERO geboren. Unser Ansatz: nachhaltige Grillkohle, regional produziert mit Holz aus ökologischer Forstwirtschaft.“

Aaron Armah und Jokab Hemmers, Gründer der NERO GmbH

 

Bei der Umsetzung ihrer Idee machen die beiden Grillbegeisterten keine Kompromisse. Das Restholz für NERO Grillkohle kommt zu 100 Prozent aus nachhaltigen und regionalen Wäldern, wie dem Stadtwald in Saarbrücken, Templin sowie Wäldern in der Champagne. NERO produziert in einem mehrfach für Umweltschutz und Nachhaltigkeit prämierten Werk in Frankreich, sowie seit 2020 in einem zweiten von Naturland zertifizierten Holzkohlewerk in Mecklenburg-Vorpommern.

 

Dank des geschlossenen Herstellungsverfahrens mit hohem Wirkungsgrad ist bei der Verkohlung von NERO Grillkohle keine externe Energiezufuhr nötig. Im Gegenteil: Im innovativen Werk in Frankreich entsteht dabei sogar Energie, die in Form von Ökostrom ins Stromnetz eingespeist wird.

Klimaneutrale Holzkohle

Als einzige Grillkohle auf dem Markt trägt NERO Grillkohle das begehrte Bio-Siegel von Naturland. Bei der Naturland-Zertifizierung kommt es auf eine naturnahe, nachhaltige und bodenschonende Bewirtschaftung an. Außerdem werden für NERO-Grillkohle ausschließlich Resthölzer verwendet, die für eine anderweitige Nutzung, wie zum Beispiel die Möbelproduktion, nicht geeignet sind. In Kooperation mit ClimatePartner leistet NERO zudem einen Ausgleich aller verbleibenden CO2-Emissionen und unterstützt ein Aufforstungsprojekt in Brasilien. Somit ist NERO Grillkohle die erste klimaneutrale Holzkohle.

„In unserem Berufsalltag dreht sich natürlich alles um das Thema Nachhaltigkeit: wie werden die Wälder bewirtschaftet, aus denen unser Holz stammt? Wie können wir Produktion und Logistik noch nachhaltiger gestalten? Und natürlich auch, was können wir darüber hinaus tun? Deswegen engagieren wir uns mit NERO auch seit 2022 für ein nachhaltiges Agroforst-Projekt in Sachsen-Anhalt.“

Aaron Armah und Jokab Hemmers, Gründer der NERO GmbH

Auf einem 120 Hektar großen, bisher völlig strukturlosen Ackerland in Sachsen Anhalt wird eine vorbildliche, kleinteilig strukturierte und nachhaltig bewirtschaftete Ökolandschaft  entstehen. Felder, Gehölze, Wälder und Bio-Landwirtschaft wechseln sich ab, Erosion wird verhindert.

Und was kommt bei Jakob und Aaron auf den Grill?

„Für die meisten gehört Grillen und Fleisch wahrscheinlich erstmal zusammen. Das ist bei uns nicht zwangsläufig so. Es gibt so viele tolle Alternativen zu Fleisch. Ich persönlich finde die meisten vegetarischen Gerichte auf dem Grill wesentlich spannender als die Fleischvariante.“

Jakob Hemmers, Gründer der NERO GmbH

Deshalb veröffentlicht NERO auch regelmäßig vegetarische oder vegane Rezeptvorschläge. Wenn der Anbieter stimmt, kommt für beide aber auch schon einmal ein Stück Fleisch oder Wurst aus regionaler Haltung auf den Grill.

 

Und weil Kochen und Rezepte so viel Spaß machen, gehören seit Neuestem auch Grillsaucen und anderes Grillzubehör zum Angebot von NERO. 2021 und 2022 wurden NERO-Produkte bei Ökotest getestet und landeten unter den Testsiegern.

„Auch privat ist uns das Thema Nachhaltigkeit wichtig – ich denke, hier kann jeder auch im Kleinen etwas dazu beitragen: zum Beispiel auf die Herkunft der gekauften Produkte achten und möglichst regional einkaufen.“

Aaron Armah und Jokab Hemmers, Gründer der NERO Grillkohle GmbH

INFO

Herkömmliche Grillkohle ist regelmäßig für die Zerstörung von Wäldern, Lebensräumen und für soziale Ausbeutung verantwortlich. Jedes Jahr werden hunderttausende Tonnen Tropenholz in Südamerika und Afrika in  qualmenden Meilern zu Grillkohle verkohlt. So fallen jährlich mehr als 14 Millionen Quadratmeter Regenwald der Abholzung für Grillkohle zum Opfer – dies entspricht einer Fläche von knapp 2.000 Fußballfeldern.

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Peerigon: 'Verantwortung ist wichtiger als Profit'

Peerigon: 'Verantwortung ist wichtiger als Profit'
Der Augsburger IT-Dienstleister Peerigon ist klimaneutral und wurde 2022 mit der B Corp-Zertifizierung für gemeinwohlorientierte Unternehmenskultur ausgezeichnet.
Das Team des Augsburger Softwareentwicklers Peerigon. Foto: Martin Augsburger

Das Augsburger Softwareentwicklungsunternehmen Peerigon setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2012 für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit auf allen Ebenen ein. Partizipative Unternehmenskultur, Klimaneutralität und seit 2022 eine B Corp-Zertifizierung zeichnen die Agentur für Webtechnologien und Softwareentwicklung aus.

    „Die eine Nachhaltigkeit gibt es nicht. Deshalb übernehmen wir Verantwortung in allen Bereichen unseres täglichen Handelns: sozial und gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch, ethisch und moralisch, analog wie digital. Diese ganzheitliche Sichtweise ist Teil unserer Unternehmenskultur.“  

    Peerigon Gründerteam Stephan Batteiger, Johannes Ewald, Matthias Jahn, Michael Jaser, Paul Torka

    Die Peerigon Macher*innen kennen sich seit dem Studium an der Hochschule Augsburg. Im Sommersemester 2009 realisierten sie an der Fakultät für Informatik ihr erstes gemeinsames Projekt. Es folgten weitere Arbeiten, der Teamgeist stimmte und 2012 wagten sie direkt von der Hochschule den Sprung in die Selbstständigkeit. Heute gehören zu Peerigon fünf gleichberechtigte Geschäftsführer und ein 15-köpfiges Team. Mit langlebigen und skalierbaren Codebases setzt Peerigon auch bei der Softwareentwicklung auf Nachhaltigkeit.

    „Wir haben aus unseren Idealen eine einzigartige Programmier- und Unternehmenskultur entwickelt. Beides wollen wir weitergeben. Als Vordenker:innen und Wissensteiler:innen, als Förderer:innen und Unterstützer:innen, in Vorträgen, Workshops und auf Konferenzen.“

    Peerigon Mitgründer Michael Jaser

    Partizipative Unternehmenskultur

    Der Firmenname Peerigon ist Programm – er steht zum einen für das griechische Wort »Perigon« - eine Form mit harmonisch um ein Zentrum herum angeordneten Bestandteilen. Zum anderen beinhaltet der Name den englischen Begriff »Peer« für gleichgestellt. „Das charakterisiert unsere Arbeits- und Denkweise“, so die Gründer von Peerigon.

     

    Um ihrem Team beispielsweise eine faire Möglichkeit der demokratischen Mitbestimmung zu schaffen, entwickelten die Macher*innen von Peerigon die App Konsens. Dieses Abstimmungstool erleichtert sowohl im Büro als auch zu Hause Entscheidungen innerhalb einer Gruppe. Einzelne Stimmen bleiben anonym, aber der gesamte Entscheidungsprozess ist transparent.

    „Wir haben Konsens als Onlineapp in Deutschland gehostet und für andere Unternehmen oder Privatpersonen frei und kostenlos zugänglich gemacht.“

    Konsens-Produktmanagerin Judith Urban

    Seit 2019 klimaneutral

    Gemeinsam mit ClimatePartner hat der Softwareentwickler eine CO2-Bilanz des gesamten Unternehmens erstellt. Mit Hilfe des Corporate Carbon Footprints werden dabei Emissionsquellen wie Energie und Heizung, aber auch Geschäftsreisen, Büromaterial sowie sämtliche durch das Unternehmen verursachte Emissionen berücksichtigt. Die nicht vermeidbaren Emissionen gleicht Peerigon durch ein international zertifiziertes Klimaschutzprojekt aus. Seit 2019 ist Peerigon klimaneutral.

     

    Bei der Wahl des Projektes ist bei Peerigon das gesamte Team eingebunden. Zurzeit wird ein Waldschutzprojekt im Kasigau Wildlife Corridor in Kenia unterstützt. Hier leben bedrohte Arten wie Löwen, Zebras und Papageien. Das Projekt schützt 200.000 Hektar Trockenwald und Savannen vor Entwaldung und Brandrodung und schafft gleichzeitig Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung.

    Verantwortung ist wichtiger als reines Profitdenken

    Nach einem mehrjährigen Bewerbungsprozess erhielt Peerigon 2022 als erstes Augsburger Unternehmen die begehrte B Corp-Zertifizierung. Bisher konnten sich nur etwa 50 Unternehmen in Deutschland dafür qualifizieren. Das Kürzel steht für „Benefit for all Corporation“. Eine Bewegung, der ausschließlich nachhaltige und sich dem Gemeinwohl verpflichtende Unternehmen folgen. Sie nutzen ihr Geschäftsmodell, um einen positiven Effekt auf die Gesellschaft zu erzielen – mit höchsten Standards in Bezug auf Transparenz, ökologische sowie soziale Performance.

    „Das B Corp-Zertifikat ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zu einem gemeinwohlorientierten Unternehmen. Es bestätigt von unabhängiger Seite: Wir arbeiten auf den langfristigen Erfolg unserer Auftraggebenden hin, engagieren uns für ein gutes Miteinander und stellen Verantwortung über reines Profitdenken.“ 

    Johannes Ewald, Co-Founder der Peerigon GmbH

    Mit der B Corp-Zertifizierung befindet sich die Peerigon GmbH in bester Gesellschaft, was ökologische und sozial nachhaltige Zertifikatsträger angeht. Bislang ist es 5.000 Unternehmen weltweit gelungen, die hohen Anforderungen des B Lab Assessements zu erfüllen. In der weltweiten Community befinden sich namhafte Marken und Organisationen wie Patagonia, Ecosia, Startnext, Too Good to Go oder Fairphone.

     „Wir sehen die B Corp-Zertifizierung als Ansporn, die Arbeitswelt nach unseren Möglichkeiten zum Positiven zu verändern und mitzugestalten. Und wir würden gerne auch andere zu diesem Schritt ermutigen.“

    Johannes Ewald, Co-Founder der Peerigon GmbH

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    Business in Africa - Chancen und Herausforderungen

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    Hotel am alten Park
    Frölichstr. 17
    86150
    Augsburg
    Afrika als Wirtschaftsstandort in einer vernetzten Welt
    Bei diesem Informationsabend werden die Chancen diskutiert, die ein wirtschaftliches Engagement in Afrika bringen kann. Nach der Diskussion gibt es ein Get Together,

    Afrika hat mehr wirtschaftliche Aufmerksamkeit verdient

     

    Während China seit gut 20 Jahren Afrika als strategischen Investitionsstandort systematisch erschließt, läuft der Nachbarkontinent bei deutschen Unternehmen eher unter ferner liefen. Dabei bietet die Zusammenarbeit große Chancen für beide Seiten. Wie können kleine und mittlere Unternehmen dort Fuß fassen? Welche Geschäftsansätze bieten sich besonders an und welche Rolle spielt die Diaspora?

     

    Keynotespeaker Christian Hiller von Gaertringen (Africa Partners GmbH) und regionale Best Practice Firmen berichten von Erfolgsgeschichten auf dem Afrikanischen Kontinent.

     

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    WANN: Dienstag, 13.9.2022, 19:00 Uhr

    WO: Kleiner Saal „tutaonana“, hotel am alten park, Frölichstr. 17, Augsburg

    EINTRITT: 5 € p.P. (Abendkasse)

     

    Die Veranstaltung findet im Rahmen der Afrikanischen Wochen statt. 

     

    Die Werkstatt Solidarische Welt e.V. ist eine gemeinnützige Initiative und versteht sich als Zentrum Augsburger Nord-Süd-Arbeit. Sie veranstaltet Afrikanische Wochen, Asien- oder Lateinamerikatage und engagiert sich in der Lokalen Agenda. Für die Bildungsangebote wurden wir 2016 als Lernort im UNESCO-Weltaktionsprogramm ausgezeichnet.

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    Vortrag zur Vision einer Gemeinwohl-Region

    Vortrag zur Vision einer Gemeinwohl-Region

    Tagungshaus Schloss Blumenthal
    Blumenthal 1
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    Aichach-Klingen
    Mitinitiator der Gemeinwohlökonomie, Christian Felber, gibt einen Impulsvortrag im Tagungshaus Schloss Blumenthal. Bild: www.uschioswald.at
    Christian Felber, Mitinitiator und Visionär der Gemeinwohlbewegung, hält im Schlosshotel Blumenthal am 24. September einen Impulsvortrag.

    Gemeinwohlorientierte Betriebe

    Zur Feier des 15-jährigen Jubiläums sowie der Einweihung von Ziegenhof, Käserei, Hofladen und Wandelpfad konnte das Tagungshaus Hotel Schloss Blumenthal den Mitinitiator und Visionär der Gemeinwohlbewegung - Christian Felber - gewinnen und einladen.

    Er wird am 24. September um 19 Uhr einen Impulsvortrag in der Remise halten. Zentrales Thema des Vortrages wird das Gemeinwohl-Prinzip sein. Denn sind Betriebe nach diesem konzipiert, so schaffen sie Identität, stärken das soziale Gefüge und beleben Wirtschaft und Landwirtschaft mit innovativen Impulsen.

     

    Anschließend sollen Musik und Tanz den Abend abrunden. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

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    Öl, das ich rief – die Müllwelle

    Öl, das ich rief – die Müllwelle
    Die Kunstinstallation "Müllwelle" gehört zum nachhaltigen Rahmenprogramm der KANU-WM 2022 in Augsburg. Lass dich bei einem Spaziergang durch Augsburgs Altstadt inspirieren von drei "Wellen" zu den Themen Fast Fashion, Plastikmüll und soziale Ungleichheit.
    'Die Müllwelle' heißt diese Kunstinstallation von Stefan Kaindl, die anlässlich der KANU WM 2022 in der Augsburger Altstadt installiert wurde. Foto: Carolin Loser

    Die Müllwelle bei Sankt Ursula

    „Aus den Tiefen unserer Erde holen wir seit Jahrzehnten immer größere Mengen Öl, um es billig und bequem zu haben. Dieses Millionen Jahre alte Öl greift nach uns, denn wir lassen es weiter ungezügelt in unsere Welt strömen, um unsere Plastik-Abhängigkeit zu bedienen. Bislang gelingt es uns, unsere Unmengen an Plastikmüll zu verbrennen, vergraben oder in andere Länder zu exportieren.“

    Stefan Kaindl, Künstler

    Mit diesen Worten beschreibt Stefan Kaindl die Inspiration für seine Installation, eine riesen Plastikmüllwelle, die während der KANU WM 2022 in der Augsburger Altstadt bei Sankt Ursula gezeigt wird. Der gelernte Elektroniker sowie Diplom-Informatiker und -Designer ist kreativer Holzgestalter und fertigt interaktive, multimediale sowie gesellschaftskritische Installationen und Kunstprojekte an. So stammen auch die Idee und der Entwurf der Müllwelle von ihm. Umgesetzt wurde die Installation mit Hilfe von Studierenden der Hochschule Augsburg und Mitgliedern der offenen Werkstatt das Habitat.

     

    KANUANCEN zur KANU WM 2022

    Es gehören drei Wellen zu dem Kunstprojekt KANUANCEN: Die Altkleiderwelle "Hängengelassen", die Plastikwelle von Stefan Kaindl und die Welle zu sozialer Ungleichheit. Die KANUANCEN sind während der Kanu-Weltmeisterschaft vom 26. bis 31. Juli 2022 in der Augsburger Innenstadt zu sehen. Sie entstanden in Zusammenarbeit der Stadt Augsburg mit dem Habitat Augsburg e.V. und der Hochschule Augsburg. Auf dem Lifeguide wird das Projekt inhaltlich vom Büro für Nachhaltigkeit begleitet.

     

    Der Müll einer dreiköpfigen Familie

    Die kinetische Installation eines Plastik-Tsunamis von Stefan Kaindl besteht aus fünf sich bewegenden Armen, die von etwa 100 Kilogramm Plastikabfall umhüllt sind. Das entspricht knapp der Menge an Plastikmüll, die eine dreiköpfige Familie in Deutschland pro Jahr produziert.

     

    Besonders wichtig ist es Stefan Kaindl, dass neben ganz offensichtlichen, für uns alltäglichen Plastikabfällen auch solche verbaut wurden, von denen wir als Endverbraucher*innen gar nichts mitbekommen. Dazu zählen beispielsweise große Verpackungsfolien aus dem Baumarkt oder die endlos langen Spargelfolien, die beim Spargelanbau ganze Felder bedecken. Wenn wir im Supermarkt einkaufen, sind wir uns dieser Plastikmengen oft überhaupt nicht bewusst.

     

    Die Müllwellen-Installation soll uns vor Augen führen, dass wir ein gravierendes Plastikmüll-Problem haben, mit dem wir immense Schäden verursachen. Denn ein erheblicher Teil dieses anfallenden Mülls landet in unseren Gewässern und zersetzt sich dort zu Mikroplastik.

     

    Mehr zum Thema:

    Plastik in den Meeren

    Etwa 75 Prozent des sich im Meer befindenden Mülls besteht aus Kunststoff. Schätzungsweise 4,8 bis 12,7 Tonnen kommen jährlich an neuem Plastikmüll hinzu. Nur ein Teil der Verschmutzung zeichnet sich an der Wasseroberfläche ab, der viel größere Teil sinkt in tiefere Gewässer ab und gelangt schließlich auf den Meeresgrund. Schätzungen gehen von einer Ansammlung von etwa 80 Tonnen Kunststoff auf den Ozeanböden aus, an der Wasseroberfläche treiben bis zu 18 Tausend Plastikpartikel pro Quadratkilometer. Viele dieser Partikel sind kaum bis gar nicht sichtbar, da Plastik nicht verrottet, sondern sich in immer kleinere Teile zersetzt. Dies geschieht beispielsweise beim Abrieb von Reifen oder auch beim Waschen von Kleidung, die Kunststofffasern enthält. Viel Mikroplastik stammt außerdem aus Wasch- und Putzmitteln sowie kosmetischen Artikeln, wie etwa Peelings. Mehr zu Mikroplastik erfahrt ihr hier: "

     

    Weltweit gibt es zu viel Plastik

    Zu den grundlegenden Ursachen der Vermüllung des Meeres gehört einerseits der verschwenderische Umgang mit Plastik, insbesondere Einwegprodukten. Andererseits fehlt in vielen Ländern, besonders in denen des globalen Südens, schlichtweg die nötige Infrastruktur, die für die Sammlung und sachgerechten Weiterverarbeitung der Kunststoffe benötigt wird. Viele Menschen können dort also ihre Plastikabfälle nicht sachgerecht entsorgen. Besonders auch Tourist*innen, die dort hinreisen und dann mit demselben Problem konfrontiert werden, tragen zur hohen Müllbelastung der Meere bei.

     

    Und bei uns?

    An vielen Stellen in der Natur sieht man am Wegesrand kleine Verpackungen von Lebensmitteln oder Flaschen aus Plastik. Gedankenlose Menschen werfen ihren Müll achtlos in die Natur, etwa beim Vorbeifahren aus dem Autofenster oder wenn in nächster Umgebung kein Mülleimer zu sehen ist. Dieser Müll landet über kurz oder lang im Wasser. Er wird durch den Wind in den nächsten Bach geweht und macht sich von dort aus auf den Weg ins Meer.

     

    Unsere Klärwerke filtern nur große Teile

    Um Augsburgs Klärwerk als Beispiel zu nehmen: Hier fließen bei Trockenwetter täglich 120.000 Kubikmeter Schmutzwasser durch die Anlage. Das entspricht der Menge, die man benötigen würde, um den Rathausplatz bis auf Höhe des Rathaus-Balkons mit Wasser zu füllen. Die Kläranalage entnimmt dem Abwasser jährlich 600 bis 700 Tonnen Müll.

     

    Dabei sind große Plastikteile oder anderer Müll nicht das zentrale Problem. Tamponverpackungen, Zigarettenstummel oder Nylonstrumpfhosen können beispielsweise leicht herausgefiltert werden. Das eigentliche Problem stellt die Verschmutzung des Wassers dar, die gar nicht sichtbar ist – die Mikroverunreinigungen. Dabei handelt es sich um Spurenstoffe wie Hormone und Medikamentenrückständen, Schwermetalle, aber auch Mikroplastik. Diese Spurenstoffe sind zwar winzig klein und wiegen nur wenige Nanogramm, summieren sich dennoch, wenn man bedenkt, dass sie täglich in unser Wasser gelangen.

    Eine vierte Reinigungsstufe könnte diese Mikroverunreinigen beseitigen. Wie so viele andere Klärwerke in Deutschland verfügt das Augsburger Klärwerk jedoch nur über drei Reinigungsstufen.

     

    Bedrohung für alle Lebewesen

    Welche Probleme gehen nun konkret von der Kunststoffverschmutzung aus? Plastikmüll in unseren Gewässern bedeutet für jährlich etwa 135 Tausend Meeressäuger und für eine Million Meeresvögel den Tod. Und hier sind die Fische noch nicht einmal mitgezählt.

     

    Die Tiere verwechseln kleine Kunststoffteilchen mit Nahrung, nehmen diese auf und verenden aufgrund der Folgen. Es kann zu starken Verletzungen oder Verstopfungen des Magen-Darm-Traktes kommen. Viele betroffene Tiere verspüren ein ständiges Völlegefühl, ohne wirklich nahrhafte Substanz zu sich zu nehmen, die überlebsnwichtig ist.

     

    Auch das Wachstum, die Mobilität sowie die Fortpflanzungsfähigkeit kann durch die Aufnahme von Kunststoffteilchen gehemmt werden. Häufig verfangen sich die  Meeresbewohner auch in den Überresten von alten Fischernetzen oder anderen Plastikartikeln und erleiden einen qualvollen Tod.

    Auch Korallenriffe leiden unter der Müllbelastung. Die herumtreibenden Plastikteile beschädigen die Korallenstöcke und somit den Lebensraum unzähliger Lebewesen.

     

    Neben diesen physischen Gefahren stellen auch gefährliche Inhaltsstoffe der Kunststoffe ein Problem dar. Sie werden bei den Zersetzungsprozessen freigesetzt und gelangen in die Nahrungskette der Wasserlebewesen, was sich langfristig auf das Erbgut sowie den Hormonhaushalt der Tiere auswirkt.  

    Über den Verzehr von Fischen gelangen die Schadstoffe aus dem Müll und Mikropartikel zwangsläufig auch in den menschlichen Körper. Zwar sind die genauen Folgen dessen noch nicht ausreichend erforscht, die Weltgesundheitsorganisation warnt dennoch bereits vor winzigen Partikeln, die unbemerkt im Körper verweilen und dadurch Organentzündungen verursachen können.

     

     

    Mehr zum Thema:

     

    Wer noch mehr wissen möchte - Quellen:

    Naturschutzbund Deutschland (o.D.): Plastikmüll und seine Folgen.https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/muellkip… (letzter Zugriff am 14.07.2022)

    PETA (2022): Plastik im Meer: Die Folgen der Vermüllung für Umwelt und Tiere.https://www.peta.de/themen/plastik-muell-im-meer/ (letzter Zugriff am 13.07.2022)

    Stad Augsburg (o.D.): Die Stadtentwässerung Augsburg. https://www.augsburg.de/umwelt-soziales/umwelt/stadtentwaesserung/ (letzter Zugriff am 18.07.2022); es wurde außerdem ein Gespräch mit Mitarbeitenden des Augsburger Klärwerks am 10.06.2022 geführt

    Umwelt Bundesamt (2016): Mikroplastik in Kosmetika – Was ist das?https://www.umweltbundesamt.de/themen/mikroplastik-in-kosmetika-was-ist… (letzter Zugriff am 13.07.2022)

    WWF (2020): Plastikmüll im Meer – die wichtigsten Antworten.https://www.wwf.de/themen-projekte/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-p… (letzter Zugriff am 13.07.2022)

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