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Tag des offenen Stadtgartens

Tag des offenen Stadtgartens in Oberhausen

Stadtteilgarten Neuhoferstraße / Ecke Tobias-Maurer-Straße
Neuhoferstraße
86154
Augsburg
Gemeinsames Gärtner in Stadtgärten
In Augsburgs Stadtgärten sind alle eingeladen mitzumachen. Am 3. September können sich Anwohner*innen in Oberhausen ansehen, was dort alles wächst und sich tut.

Bei Livemusik und einem bunten Familienprogramm können sich die Gäste über das Gärtnern und ein Mitmachen im Stadtgarten informieren. Neben Info- und Bastelaktion rund um den Garten wird am Lagerfeuer Stockbrot gebacken. Getränke, Kaffee und Kuchen und Gegrilltes stehen bereit.

 

Veranstaltet wird das Fest vom Quartiersmanagement. Eingeladen sind alle Nachbarn: Ob jung oder alt, Familien oder Singles. Wer michtmachen möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. 

 

Der Nachbarschaftsgarten in der Neuhoferstraße wird seit Frühjahr 2016 von der Nachbarschaft und dem Quartiersmanagement betreut. Mit Unterstützung des Amtes für Grünordnung (AGNF) entstanden neue Beete, es wurde ein Geräteschuppen mit integrierter Zisterne, Küche und WC sowie ein großer Grill und ein kleiner Kinderspielbereich errichtet. Ein toller Treffpunkt also für die Nachbarschaft.

 

INFO:

Wann: 3.9.22 von 16 bis 19 Uhr

Wo: Stadtteilgarten Neuhoferstraße / Ecke Tobias-Maurer-Straße

Wer: Quartiersmanagement Oberhausen

Eintritt frei

 

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Der insektenfreundliche Garten

Der insektenfreundliche Garten

Wertachwiese/Pferseer Gemeinschaftsgarten e.V
Augsburg
Taubenschwänzchen in einem insektenfreundlichen Garten. Foto: Arn Matuszewski
Der Frühling kommt und den Gärtner*innen unter uns juckt es jetzt schon in den Fingern. Insektenrangerin Tine Klink sagt euch, was zu tun ist.

So wird der Garten insektenfreundlich

Spätestens seit dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" sind Artenschutz und Biodiversität in aller Munde. Wie kann man im Garten den ökolog ischen Nutzen steigern und damit Lebensraum für (bedrohte) Arten schaffen? Diese und andere Fragen beantwortet euch die Insektenrangerin der Umweltstation Augsburg. Ihr erfahrt, welche Maßnahmen ihr mit einfachen Mitteln umsetzen könnt und welche Bedingungen Wildbienen und andere Insekten brauchen.

An diesem Abend geht es in einen naturnah angelegten Gemeinschaftsgarten. Dabei berichtet InsektenrangerinTine Klink Spannendes über Wildbienen, Heuschrecken, Sandlinsen und Trockenmauern. 

"Manchmal wirkt Nichtstun im Garten Wunder!" Tine Klink, Insektenrangerin der Umweltstation Augsburg.

INFO:

 

Wann: Mittwoch: 22. Juni von 19.00-20.30 Uhr 

Wo: Wertachwiese/Pferseer Gemeinschaftsgarten e.V., eine Anfahrtsskizze erhalten Sie bei der Anmeldung (Parken ist in der Uhlandstraße möglich)

Anmeldung bis 18.6.22 an veranstaltungen@us-augsburg.de (unter Angabe der Telefonnummer)

Veranstalterin: Umweltstation Augsburg

Mehr dazu: Wenn ihr mehr über Tine Klink und ihre Arbeit erfahren möchtet: Hier gehts zum Lifeguide-Interview mit ihr.

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Augsburger Klimafestival "endlich"

Augsburger Klimafestival "endlich"

Martini-Park
Provinostraße 52
86153
Augsburg
Nachhaltige Erde, Grafik: pixabay
Das Staatstheater Augsburg widmet sich in der Spielzeit 2021/22 in vielfältigen Veranstaltungen, Inszenierungen und Diskussionsforen den absehbaren Folgen, nötigen Gegenmaßnahmen sowie potentiellen Lösungen zur Klimakrise.

Das Klimafestival »endlich.« soll die Ergebnisse der Spielzeit bündeln, lokale und überregionale Player der kulturellen Nachhaltigkeitsdebatte an einem Ort versammeln sowie den Augsburgerinnen und Augsburgern vermitteln, wieviel kreatives Potential in der lokalen Nachhaltigkeitsbewegung steckt.

 

INFO:

 

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Tag der Natur am Augsburger Gaswerk

Tag der Natur am Augsburger Gaswerk

Am Alten Gaswerk 1
86156
Augsburg
Blumenwiese für Insekten. Foto: Cynthia Matuszewski
Entdeckt am Tag der Artenvielfalt wie vielfältig die Natur in der Stadt Augsburg ist.

Am internationalen Tag der Artenvielfalt laden die Stadtwerke Augsburg und die Umweltstation euch zu einem bunten Veranstaltungsprogramm rund um das Thema „Natur in der Stadt“ auf das Gaswerks-Gelände in Augsburg-Oberhausen ein.

 

Bei der Neugestaltung des Geländes wurde darauf geachtet, möglichst vielen Tier- und Pflanzenarten einen neuen Lebensraum zu geben. Von „Bird & Breakfast“ zum Sonnenaufgang, über Führungen und Aktionen rund um Bienen und Blumen bis hin zur Fledermausführung am Abend – entdeckt Augsburgs vielfältige Natur in der Stadt! Der Eintritt ist frei.

 

Informationen zum Tag der Natur und den einzelnen Veranstaltungen findet ihr unter www.us-augsburg.de/tag-der-natur/

 

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Wie wird euer Balkon und Garten insektenfreundlich?

Wie wird euer Balkon und Garten insektenfreundlich?

ONLINE VIA ZOOM
Taubenschwänzchen in einem insektenfreundlichen Garten. Foto: Arn Matuszewski
Der Frühling kommt und den Gärtner*innen unter uns juckt es jetzt schon in den Fingern. Insektenrangerin Tine Klink sagt euch, was zu tun ist.

So werden Balkon und Garten insektenfreundlich

Spätestens seit dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" sind Artenschutz und Biodiversität in aller Munde. Wie kann man auf dem Balkon oder im Garten den ökologischen Nutzen steigern und damit Lebensraum für (bedrohte) Arten schaffen? Diese und andere Fragen beantwortet euch die Insektenrangerin der Umweltstation Augsburg. Ihr erfahrt, welche Maßnahmen ihr mit einfachen Mitteln umsetzen könnt und welche Bedingungen Wildbienen und andere Insekten brauchen.

"Manchmal wirkt Nichtstun im Garten Wunder!" Tine Klink, Insektenrangerin der Umweltstation Augsburg.

Warum das so ist, erfahrt ihr am 5. April 2022 in Tine Klinks Online-Vortrag.

INFO:

  • Dienstag, 5.4.22 von 19.00-20.30 Uhr per Zoom.
  • Anmeldung bis 1.4.22 an t.klink@us-augsburg.de, der Zoomlink wird vorher verschickt.
  • Wenn ihr mehr über Tine Klink und ihre Arbeit erfahren möchtet: Hier gehts zum Lifeguide-Interview mit ihr.
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Du kannst die Welt nicht komplett retten, aber... einen Garten anlegen

Du kannst die Welt nicht komplett retten, aber... einen Garten anlegen
Interview mit Tine Klink, erste und einzige Insektenrangerin Augsburgs
Tine Klink, Insektenrangerin, Augsburg, Umweltstation, Insektenvielfalt, Foto: Cynthia Matuszewski

Seit Mai 2021 ist Tine Klink als Insektenrangerin auf ihrem E-Bike in Augsburg unterwegs. Sie arbeitet für die Umweltstation Augsburg. Die Hauptaufgabe der Urban-Gardening Spezialistin und Umweltbildnerin ist es, Menschen zu beraten, wie sie ihre Gärten oder Grünanlagen insektenfreundlich anlegen oder entsprechend umgestalten können.

 

Wichtig sind darüber hinaus auch Ratschläge, wie ein naturnaher Garten langfristig gepflegt wird. Das Potential für insektenfreundliche Grünflächen in Augsburg ist groß: Neben Privatpersonen können auch Unternehmen, Sportvereine, Eigentümergemeinschaften und Siedlergemeinschaften auf Tine Klink zukommen.

 

Steckbrief:

  • Name: Tine Klink
  • Geburtsjahr: 19irgendwas in den 70ern
  • Beruf: Aktuell Insektenrangerin. Aber auch Schreinerin, Soziologin, Umweltbildnerin, Künstlerin und seit 2021auch Gartentherapeutin
  • Geboren in: Neunkirchen/Saar
  • Lebt in: Pfersee – dem schönsten Dorf der Welt
  • Lieblingsort(e) in Augsburg: Der eigene Kleingarten, Rohböden bei der Schießplatzheide, Café 13

 

Cynthia Matuszewski: Insektenrangerin ist ja ein eher seltener Beruf. Was wolltest du als Kind werden?

Tine Klink: Archäologin. Bis ich gemerkt habe, wie viele Sprachen man dazu lernen muss.

 

Und warum bist du heute Insektenrangerin – was motiviert dich, was treibt dich an? Wie es halt so ist: das Leben öffnet Türen und ich schau gern nach, was dahinter los ist. So ergeben sich neue, unbekannte und unverhoffte Chancen. Ich finde es einfach schön, Wissen in einem nicht schulischen Kontext an Interessierte weiterzugeben und freue mich, wenn Leute aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

"Die Natur bietet Potential zum Staunen in einer unbegreiflichen Menge." Tine Klink, Insektenrangerin in Augsburg

 

Trägst du bei deiner Arbeit auch so einen braunen Rangerhut? Nein, ich habe einen wunderschönen Strohhut von der Augsburger Hutmacherin Doris Limmer, in Handarbeit hergestellt.

 

Du stehst mit einer Gartenbesitzerin oder einem Gartenbesitzer in ihrem oder seinem Garten. Wie fängst du an? Zunächst kläre ich die wichtigsten Fragen: Was soll in eurem Garten passieren? Habt ihr Kinder? Was braucht ihr, was wollt ihr, was wollt ihr nicht? Wie viel „Unordnung“ ertragt ihr? Welche Gärtner*in seid ihr, lieber lazy oder lieber busy? Wie ist die Bodenqualität, wie ist die Lage und welche Strukturen hat der Garten?

 

Zum Beispiel: Wollt ihr was für die Artenvielfalt tun, dann macht erst mal viel weniger im Garten. Oder braucht ihr Platz, damit die Kinder spielen können, dann braucht ihr einen gemähten Rasen, in dem nicht ständig die Gefahr besteht, auf eine Biene zu treten. Warum wollt ihr denn, dass das Moos weg soll – es ist doch weich, man muss es nicht mähen und es gibt ja einen Grund, warum es dort wächst. Welche Standortbedingungen habt ihr hier?

"Man kann nicht überall alles machen." Tine Klink, Insektenrangerin in Augsburg

Dann müssen wir uns anschauen, was überhaupt vorhanden ist. Man kann nicht überall alles machen. Im städtischen Gartenumfeld mit kleinen Flächen macht es wenig Sinn, Grasnarben zu zerstören, um eine artenreiche Wiese anzulegen. Denn mit dem Gras trage ich ja auch eine Schicht Humus, also gewachsene, wertvolle Erde und gebundenes CO2, ab. An einer solchen Stelle ist es sinnvoller, einheimische Stauden zu pflanzen, als 30 cm tief eine Wandkies-Sand-Mischung einzubringen.

 

"Eine „normale“ Gartenwiese könnte man seltener mähen, zwei-, dreimal im Jahr und einfach mal schauen, was da alles wächst. Vielleicht wachsen Margeriten? Insekten profitieren von der selteneren Mahd, sie finden mehr zu fressen, gute Kinderstuben und die Möglichkeit, geschützt über den Winter zu kommen." Tine Klink, Insektenrangerin in Augsburg

 

Eines macht eigentlich immer Sinn: Ziersträucher ohne Mehrwert für Insekten wie Kirschlorbeer, Thuja oder Forsythie durch Stauden oder einheimische Wildgehölze zu ersetzen. Der Pflegeaufwand ist meist gleich oder sogar weniger, aber Wildgehölze sind abwechslungsreicher, bunter, man kann meistens was zum Essen und Trinken draus machen und sie sind super für die Artenvielfalt. Nicht überall geht alles. Du kannst in Deinem Garten nicht allen Lebewesen gerecht werden.

 

Die einen wollen eine wöchentlich getrimmte Liegewiese, andere einen Platz zum Grillen und die dritten einen naturnahen und insektenfreundlichen Garten. Wie fängst du an, wenn mehrere Menschen sich eine Grünanlage teilen? Die Erwartungshaltungen sind teilweise ja völlig unterschiedlich, d.h. ich muss erst herausfinden, wie eine gemeinsame Nutzung möglich ist, welche Kompromissbereitschaft bei den einzelnen Parteien vorhanden ist. Die einen wollen Blumenwiesen, die aussehen, wie sie es aus ihrer Kindheit kennen, die anderen haben bei Blühwiesen Angst vor Zecken, die nächsten wollen Platz für ihre Hunde haben, wieder andere möchten sich auf eine Decke legen und in Ruhe in die Wolken gucken usw. Es geht hier um Kommunikation, die ich versuche, zu moderiere und eine Lösung zu finden, mit der alle leben können. Zur Gestaltung stelle ich dann aber dieselben Fragen wie bei einer Einzelberatung.

 

Was gehört deiner Meinung nach in jeden Garten, in jede Grünanlage?

"Meiner Meinung nach gehören in jeden Garten begeisterte Menschen mit einem großen Herzen für Tiere und Pflanzen. Menschen, die zu schätzen wissen, dass sie ein Stückchen Grün für sich haben und dies auch im Sinn der Biodiversität nutzen, anstatt 24/7 den Mähroboter über den dysfunktionalen Golfrasen laufen zu lassen." Tine Klink, Insektenrangerin in Augsburg

Andererseits darf man nicht vergessen, dass wir uns in einer Kulturlandschaft befinden, in die auch beispielsweise ansprechend gestaltete Ruhebereiche gehören, in denen man die Seele baumeln lassen kann. Oder auch mal gefüllte Pfingstrosen stehen lässt, auch wenn kein Insekt was davon hat, aber dafür das Auge und die Seele.

 

Was würdest du gern aus den Gärten verdammen? Plastik und LED-Beleuchtung. Alles, was nach einem Jahr auf dem Kompost sich immer noch nicht zersetzt hat, z.B. Kirschlorbeer.

 

Dein schönstes Erlebnis als Insektenrangerin? Puh, das kann ich gar nicht pauschal sagen. Jedes Gespräch, jeder Termin ist spannend und interessant. Ich freue mich jedes Mal, wenn jemand sagt: „Das wusste ich noch gar nicht“. Zwei Erlebnisse möchte ich dennoch hervorheben: Der Besuch auf dem Hermanfriedhof in der Innenstadt zusammen mit dem Umweltbeauftragten des Bistums Augsburg und dem Geschäftsführer des Friedhofs.

Interessierte können auf dem Augsburger Hermanfriedhof stillgelegte Gräber insektenfreundlich bepflanzen und betreuen. Das finde ich eine sehr spannende Möglichkeit für Menschen, denen Garten zu groß und zu viel Aufwand ist, die keinen Balkon haben oder sich einfach nur ehrenamtlich zu betätigen möchten." Tine Klink, Insektenrangerin in Augsburg

Und in der Siedlergemeinschaft Schafweidsiedlung bin ich auf so viele begeisterte Menschen gestoßen, dass sich aus einem zunächst einmalig gedachten Beratungstermin jetzt noch weitere Projekte ergeben werden.

 

Was ist deine Lieblingspflanze und warum? Löwenzahn. Die gelben Wiesen nach dem Winter sind wunderbar für die Seele und die Augen, Löwenzahnsalat mit hartgekochten Eiern, Speck, Croutons und Senfdressing katapultiert mich Hals über Kopf in die Kindheit zurück. Man kann leckeren Sirup machen und wer hat nicht schöne Erinnerungen an Pusteblumen? Aber das Beste: 70 Wildbienenarten profitieren vom Löwenzahn!

 

Wenn du in deinem Garten sitzt – was passiert dann mit dir? Wie, sitzen? Es gibt doch immer was zu schaffen im Garten ;).Tatsächlich erdet mich der Garten im wahrsten Sinne des Wortes. Ich kann abschalten, den Kopf leeren, die Gedanken schweifen lassen, fast in eine Art Trance geraten. Oder ich schlaf ganz schnell auf der Hollywoodschaukel ein.

 

Welches Insekt wärest du gern einmal für einen Tag? Warum? Das ist eine ganz schön schwierige Frage, bei gut einer Million Insektenarten. Eines, das fliegen kann, das nicht gleich von Menschen erschlagen wird oder in einer Fruchtfliegenfalle ersäuft vielleicht?

"Ich habe ja schon ein besonderes Faible für Wildbienen. Sie haben so wunderbare deutsche Namen wie Runzelwangige Schmalbiene, Senf-Blauschillersandbiene, Sandglöckchen-Glanzbiene, Löwenzahn-Dörnchensandbiene, Wimpernfüßige Wespenbiene oder Gelbspornige Stängelbiene – das ist doch Poesie pur!" Tine Klink, Insektenrangerin in Augsburg

 

Was bedeutet nachhaltig leben für Dich? Die nächste schwierige Frage, da ich – wie wohl fast alle von uns – voller Widersprüche lebe. Ich bin leidenschaftliche Radfahrerin, habe kein Auto, fliege aber in den Urlaub. Mein Mann und ich sind Mitglied bei der Solidarischen Landwirtschaft, konsumieren also regionales und saisonales Gemüse und kaufen so gut wie nie was an Gemüse zu, essen aber manchmal Fleisch. Ich kaufe so gut wie nie neue Kleidung, wir kaufen regelmäßig unverpackt, ich mache meine Putzmittel selbst, trinke Leitungswasser, aber streame viel online. Ich würde nicht mal sagen, dass ich mein Bestes versuche, nachhaltig zu leben. Aber in den Bereichen, in denen ich es tue, tue ich es gerne und mit einer völligen Selbstverständlichkeit. Ich habe festgestellt, wenn man einmal damit angefangen hat und die Anfangsschwierigkeiten überwunden hat, macht es das Leben so viel einfacher.

 

Du bist Bürgermeisterin von Augsburg. Was änderst Du? Mehr Geld bzw. Personal für den Betrieb des neuen Umweltbildungszentrums zur Verfügung stellen, das ab 2022 ein wichtiger Lernort werden wird, um die Nachhaltigkeit in Augsburg erlebbar zu machen.

 

Tines Tipps: Was kann jede*r auf dem Balkon und im Garten für Insekten tun? Es gibt schon ein paar Sachen, die man auf dem Balkon und im Garten machen kann, wie z.B. Kräuter anbauen, Wasserstellen anbieten, Frühblüher anpflanzen. Aber generell sind Garten und Balkon natürlich sehr verschiedene Lebensbereiche und es gibt kein einzelnes Patentrezept, das überall anwendbar ist. Deswegen ist es mir so wichtig, als Insektenrangerin konkrete Ratschläge vor Ort geben zu können.

 

Habe ich vergessen etwas zu fragen? Typisch wäre ja jetzt so eine „Wo sehen Sie sich in fünf Jahren“ -Frage... In fünf Jahren sehe ich mich in einer unbefristeten Stelle beim Umweltbildungszentrum, zusammen mit vielen tollen unbefristeten Kolleg*innen, um noch viel mehr Menschen meine Beratung anbieten zu können. Und wer weiß, vielleicht ist in zehn Jahren meine Stelle als Insektenrangerin überflüssig ist, da insektenfreundliches Gärtnern Allgemeingut geworden ist. Dann steht einer zweiten Karriere als Löwenzahn-Dörnchensandbiene ja nichts mehr im Wege :).

 

Ihr wollt, dass Tine zu euch in den Garten kommt?

Kontakt über die Umweltstation Augsburg T: 0821/324-6074 M: t.klink@us-augsburg.de

Projektinformationen gibt es hier:www.insektenvielfalt-augsburg.dewww.us-augsburg.de/unsere-projekte/insektenrangerin

INFO: Die Insektenrangerin Tine Klink ist bei der Umweltstation Augsburg angestellt, einer von 60 staatlich anerkannten Umweltbildungseinrichtungen in Bayern. Unterstützt wird die Insektenrangerin durch die Stadtsparkasse Augsburg. Tine Klink führt das Projekt Insekten.Vielfalt.Augsburg fort, in dessen Rahmen von 2019 bis 2021 mehr als 25 Hektar Land insektenfreundlich gestaltet wurden – das entspricht einer Fläche, die größer ist als der Kuhsee.

 

Tine Klink, Insektenrangerin, Augsburg, Umweltstation Augsburg, Insektenvielfalt, Foto: Cynthia Matuszewski
Tine Klink ist Insektenrangerin in Augsburg. Sie setzt sich für Insektenvielfalt in Gärten und auf Grünflächen ein. Foto: Cynthia Matuszewski
Kurzschwänziger Bläuling, Schmetterling, Foto: Nicolas Liebig, Umweltstation Augsburg,
Kurzschwänziger Bläuling. Foto: Nicolas Liebig von der Umweltstation Augsburg,
Tine Klink, Insektenrangerin, Augsburg, Umweltstation Augsburg, Insektenvielfalt, Foto: Cynthia Matuszewski
Tine Klink ist Insektenrangerin in Augsburg. Sie setzt sich für Insektenvielfalt in Gärten und auf Grünflächen ein. Foto: Cynthia Matuszewski
Wiese, Insektenvielfalt, Margeriten, Foto: Nicolas Liebig, Umweltstation Augsburg, Physik-Wiese, Universität Augsburg
Insektenvielfalt auf der Margeritenwiese vor der Universität Augsburg. Foto: Nicolas Liebig von der Umweltstation Augsburg,
Tine Klink, Insektenrangerin, Augsburg, Umweltstation Augsburg, Insektenvielfalt, Wertach-Wiesen Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Tine Klink ist Insektenrangerin in Augsburg. Sie setzt sich für Insektenvielfalt in Gärten und auf Grünflächen ein. Foto: Cynthia Matuszewski
Landschaftspflegeverband Augsburg, Aussaat,  Foto: W. Willner
Aussaat von insektenfreundlichen Pflanzen. Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg / W. Willner
Tine Klink, Insektenrangerin, Augsburg, Umweltstation Augsburg, Insektenvielfalt, Foto: Cynthia Matuszewski
Tine Klink ist Insektenrangerin in Augsburg. Sie setzt sich für Insektenvielfalt in Gärten und auf Grünflächen ein. Foto: Cynthia Matuszewski
Tine Klink, Insektenrangerin, Augsburg, Umweltstation Augsburg, Insektenvielfalt, Foto: Cynthia Matuszewski
Tine Klink ist Insektenrangerin in Augsburg. Sie setzt sich für Insektenvielfalt in Gärten und auf Grünflächen ein. Foto: Cynthia Matuszewski
Tine Klink, Insektenrangerin, Augsburg, Umweltstation Augsburg, Insektenvielfalt, Foto: Cynthia Matuszewski
Tine Klink ist Insektenrangerin in Augsburg. Sie setzt sich für Insektenvielfalt in Gärten und auf Grünflächen ein. Foto: Cynthia Matuszewski
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Dünger aus Lechtal-Wolle

Dünger aus Lechtal-Wolle
100% ökologischer Pflanzendünger von Augsburger Schafen
Düngepellets, Lechtal-Wolle, Augsburg. Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg

Was haben Merinoschafe mit eurem Gemüsebeet, eurem Balkonkasten oder eurer Blumenwiese zu tun? Eine ganze Menge, wenn ihr Euch dafür entscheidet, eure Pflanzen mit 100% ökologischem Dünger aus Schafwolle zu versorgen. Die kleinen Pellets gibt es jetzt bei unserem Augsburger Hüteschäfer Christian Hartl zu kaufen – so lange der Vorrat reicht. Ihr könnt sie in Mühlhausen vorbestellen und direkt am Hof abholen.

Christian Hartl zieht seit Jahren mit seinen Merino-Landschafen über die Weiden in und um Augsburg. In den Sommermonaten trefft ihr ihn zum Beispiel auf den Lechheiden oder in der Firnhaberau. Seine Schafherden betreiben aktive Landschaftspflege und tragen dazu bei, dass der Lebensraum für viele andere Tiere und Pflanzen erhalten bleibt.

Zum Start der Gartensaison hat Christian Hartl für euch einen ganz besonderen Tipp: Pflanzendünger für Garten- und Topfpflanzen aus „Lechtal-Wolle“. Die Pellets bestehen zu 100 Prozent aus Schafwolle: ungewaschen, zerkleinert und gepresst.

Dieser Dünger ist nicht nur zu 100 Prozent ökologisch, sondern er hat auch weitere Vorteile: Die Pellets sind aufgrund der verzögerten Freisetzung ihrer Nährstoffe für Pflanzen mit einer Kulturdauer von 10-14 Wochen besonders gut geeignet. Außerdem sind die Schafwollpellets ein idealer Wasserspeicher, lockern den Boden auf und fördern das Bodenleben. Die Pellets können auch zum Mulchen verwendet werden.

 

Verarbeiten...

Im Garten werden die Pellets vor oder nach der Aussaat auf das Beet gestreut und locker in die obere Bodenschicht eingearbeitet. Pellets sollten immer mit ca. 5 cm Erde abgedeckt sein. Bis zur Verarbeitung die Pellets kühl und trocken lagern. Bei Topfpflanzen werden die Schafwollpellets gleichmäßig mit Erde unter oder um den Wurzelballen eingearbeitet.

 

Dosieren...

1 gehäufter Esslöffel entspricht 20g.Gemüse:

  • stark zehrende Gemüsearten (z.B. Tomaten, Gurken, Kohlarten): bei Aussaat ca. 150g/m², Nachdüngung ca. 100g/m²
  • mittelstark zehrende Gemüsearten (z.B. Karotten, Kopfsalat, Rettich): bei Aussaat ca. 100g/m², Nachdüngung ca. 60g/m²
  • schwach zehrende Gemüsearten (z.B. Erbsen, Radieschen, Bohnen): bei Aussaat ca. 70g/m², Nachdüngung ca. 40g/m²

Balkon- und Topfpflanzen

  • ca. 20g pro Liter Substrat

Stauden, Beeren, Obstbäume, Ziersträucher

  • Im Frühjahr und Sommer ca. 60g/m² rund um die Pflanze ausbringen und leicht in den Boden einarbeiten.

 

Bestellen und abholen...

Die Schafwollpellets können nach Vorbestellung beim Schäfer in zwei Packungsgrößen (1 kg für 10 € oder 2,5 kg für 19,80 €) direkt am Hof abgeholt werden – solange der Vorrat reicht! Für Großabnehmer ab 10 kg liegt der Preis bei 7,00 € pro kg.

Schäferei Christian Hartl, Birkenweg 9a, 86444 Affing-Mühlhausen, Tel.: 08207/9638451, E-Mail: bestellungen@lechtal-lamm.de

Mehr zum Lechtal-Lamm findet ihr unter www.lechtal-lamm.de.

 

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Wanderschäfer Hartl beim Schafaufzug in sein Sommerweiderevier im Naturschutzgebiet „Stadtwald Augsburg“. Foto: Norbert Liesz
Wanderschäfer Christian Hartl beim Schafaufzug in sein Sommerweiderevier im Naturschutzgebiet „Stadtwald Augsburg“. Foto: Norbert Liesz
Wanderschäfer Christian Hartl beim Schafaufzug in sein Sommerweiderevier im Naturschutzgebiet „Stadtwald Augsburg“. Foto: Norbert Liesz
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Lecker und gesund – jetzt eigenes Gemüse anbauen!

Lecker und gesund – jetzt eigenes Gemüse anbauen!
Tipps von Ildikó Reményi–Vogt von der CityFarm Augsburg
Aussaat, Foto von J Garget auf Pixabay

Vielleicht bist auch du mit dem guten Vorsatz in das neue Jahr gestartet, etwas verändern zu wollen. Wenn du dein Leben nachhaltiger gestalten und dich außerdem gesund ernähren willst, kannst du zum Beispiel dein eigenes Gemüse anbauen. Jetzt beginnt die Aussaatzeit! Überlege dir also, welches Gemüse du auf dem Tisch haben willst.

Ildikó Reményi–Vogt hat in der CityFarm Augsburg und in zahlreichen Gärtnereien sehr viel Erfahrungen gesammelt und bietet auf der Website der CityFarm auch Saatgut an. Sie hat unserer Autorin Annika Müller viele gute Tipps gegeben.

 

Das passende Gefäß für die Aussaat

Die Profis unter den Gemüsegärtner*innen verwenden spezielle Aussaatkisten, die zum Beispiel in Gartencentern oder im Baumarkt erhältlich sind. Die Kisten sind zwischen 30 bis 50 cm lang, 30 bis 40 cm breit und 5 bis 10 cm hoch. Meistens sind die Kisten aus Plastik, aber es gibt auch Varianten aus Holz.

Für Anfänger*innen reicht auch ein Balkonkasten, eine Blumenschale oder einfach alte, gesäuberte Blumentöpfe. Am besten sind solche Gefäße geeignet, die unten „nicht ganz dicht“ sind, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Perfekte Alternative: die Plastikschalen, in denen Obst und Gemüse verpackt ist – sie sind leicht, haben Löcher und sind lichtdurchlässig. Ungünstig wegen Schimmelgefahr: Eierpappe, Klorollen.

 

Hochwertige Erde ist wichtig

Es ist ein Mythos, dass Aussaaterde keine Nährstoffe enthalten darf. Aus gärtnerischer Sicht stimmt das nicht. Eine Ausnahme bilden Pflanzen, die generell magere Erde brauchen. In der Natur keimen die Pflanzen ja auch in der gleichen Erde, in der sie wachsen. In allen Gärtnereien, in denen ich bisher gearbeitet habe, wird dieselbe Erde zur Aussaat und zum Topfen verwendet! Wir bei der CityFarm machen das auch so. Nur sollte die Erde, die wir verwenden, qualitativ hochwertig sein.“ Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

Bitte achtet beim Kauf von Blumenerde also darauf, dass die Ware „torffrei“ ist und nicht als „torfarm“ oder als „torfreduziert“ gekennzeichnet ist. Das bedeutet nämlich, dass sie trotzdem noch hauptsächlich aus Torf besteht. Und Torf gehört in die Moore und nicht in unsere Beete. Einen ausführlichen Lifeguide-Artikel zu Blumen- und Komposterde findet ihr hier. Vorsicht auch bei der Bezeichnung „BIO“: Da die Begriffsbezeichnung „Bio-“ bei Erden nicht geschützt ist, kann man darauf nicht vertrauen.

Fülle deine Aussaatkiste oder deinen Topf mit der Erde, aber nicht ganz bis zum Rand, sodass drei bis vier cm darunter frei bleiben. Die Erde dann mit den Händen andrücken, bis sie fest ist. Alternativ kannst du sie auch mit einem Schneidebrett festdrücken.

Bitte die Erde nur leicht andrücken - also kein "backebacke Kuchen"! Es reicht auch, die Kiste drei Mal auf den Tisch zu klopfen. Durch das Angießen - die Erde sollte dafür komplett durchfeuchtet werden, aber nicht wegschwimmen - verdichtet sich die Erde sowieso nochmal." Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

 

Welcher Samen?

Nachdem du deinen Menüplan für das Frühjahr fertiggestellt hast, kannst du deine Wunsch-Gemüsesamen besorgen.

Wir auf der CityFarm legen Wert auf samenfeste Sorten und verzichten komplett auf Hybride (F1). Vor allem alte und seltene Gemüsesorten bringen nicht nur leckere Abwechslung auf den Teller, sondern sind auch wichtig für die Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt. Denn diese ist ebenso bedroht wie die Biologische Vielfalt in unserer Natur.“ Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

Besonders zu empfehlen sind also die Samen der CityFarm Augsburg oder verschiedene Saatgutbörsen.

Neben regionalen Anbietern gibt es viele Öko-Anbieter wie zum Beispiel Bingenheimer, Dreschflegel und Reinsaat. Auch Arche Noah und Co bieten eine tolle Auswahl. 

Richtig aussäen

Wenn du alles vorbereitet hast, beginnt die Aussaat. Ganz wichtig: Jeder Samen muss unterschiedlich tief in die Erde!

Ein Samen wird mit so viel Erde bedeckt, wie er dick ist. Es gibt auch zahlreiche Lichtkeimer, die man nur oben auf die Erde legen und leicht andrücken darf.“ Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

Wenn die Samen mit Erde zugedeckt sind, dann behutsam angießen und ins Warme stellen. Zum Keimen brauchen die Samen die nächsten zwei Wochen eine Temperatur von circa 20 Grad Celsius, also mindestens Zimmertemperatur, wenn möglich etwas mehr. Die Samen aber nicht auf die Heizung stellen, denn die trockene, heiße Luft wäre zu viel des Guten.

Nach dem Keimen bitte aufpassen: Jetzt ist eine niedrigere Temperatur nötig, da sonst das Wärme-Licht-Verhältnis nicht stimmt und die Pflanzen vergeilen, also dünne, instabile Stängelchen bekommen. Das ist ein ganz typischer Fehler, der gerade am Anfang immer gemacht wird.“ Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

Richtig gießen

Gieße immer so viel, dass der Finger, den du in die Erde steckst, die Feuchtigkeit spürt aber keine schlammige Erde dran kleben bleibt.“ Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

Mit einem Aussaatgefäß, das ein Loch im Boden hat, sind auch Anfänger*innen auf der sicheren Seite. Wenn du doch einmal zu stark bewässerst, fließt das überschüssige Wasser unten ab. Dieses Wasser darf sich aber nicht in einem Übertopf oder Untersetzer ansammeln.

Wenn der Übertopf vollläuft, dann ausleeren und in Folge weniger gießen. Nur Pflanzen schaffen es durch den Wurzelsog das Wasser dorthin zu transportieren, wo es gebraucht wird. Bei frischer Aussaat führt das nur zu Staunässe. Das hat zur Folge, dass die jungen, empfindlichen Wurzeln keinen Sauerstoff mehr bekommen und absterben.“ Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

Keimlinge pikieren

Wenn die kleinen Pflänzchen dann aus der Erde wachsen, stehen sie normalerweise sehr nah beieinander und müssen vereinzelt, also pikiert werden, damit sie später, wenn sie ihre endgültige Größe erreichen, genügend Platz haben. Die kleinen Pflanzen werden in Kisten oder Töpfe pikiert.

Die Gärtnerin pikiert, wenn nach den Keimblättern das erste Blattpaar gebildet ist. Das hängt also nicht von der Höhe der Jungpflanze ab. Entscheidend ist die Stabilität des Pflänzchens.“ Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

Die kleinen Pflänzchen werden beim Pikieren vorsichtig aus der Aussaatkiste herausgeholt. Hier ist Fingerspitzengefühl nötig, um die zarten Wurzeln möglichst wenig zu verletzen. Spezielles Werkzeug wie eine Pikiergabel oder ein Pikierstab sind beim Herauslösen und erneuten Einpflanzen eine große Hilfe. Mit dem Pikierstab kannst du einen einzelnen Keimling vorsichtig von der Seite her aus der Erde hebeln. Die Wurzeln sollten dabei möglichst intakt bleiben. Oft tut es für den Hausgebrauch auch ein kleiner Kaffeelöffel.

Die Keimlinge werden anschließend einzeln in Anzuchttöpfe aus Zellulose, Ton oder Plastik umgesetzt. Fülle die Töpfchen vorab mit Erde und drücke sie leicht fest. Mit dem Pikierstab kannst du in der Mitte ein tiefes, aber schmales Loch in die Erde bohren und das Pflänzchen vorsichtig einsetzen. Die Wurzeln sollten sich dabei nicht nach oben biegen.Alles Wissenswerte zum Thema Pikieren erfährst du hier.Und nun heißt es: Abwarten und sich auf eine hoffentlich gute Ernte freuen!

 

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CityFarm Augsburg, Urban Gardening, Schwarznasenbock, Foto: Ildiko Remenyi-Vogt

Rechtzeitig zum zehnjährigen Jubiläum der CityFarm Augsburg gibt Benjamin Vogt sein zweites Buch über den ehrenamtlich betriebenen, gemeinnützigen Minibauernhof mitten in Augsburg heraus. 

In ‚Urban Gardening mal anders‘ nimmt der CityFarmer und Schriftsteller seine Leser*innen mit in den Alltag eines CityFarmers und erzählt unter anderem, wie Eigenversorgung mitten in der Stadt funktioniert oder wie man tierische Mitbewohner ohne Strom- und Wasseranschluss versorgt. Er gibt wertvolle Tipps und erzählt ganz offen von den Lektionen, die die CityFarm ihn gelehrt hat. Das farbenfrohe Buch vereint unterhaltsam Witz und Kritik an unserer modernen Lebensweise aus Sicht eines waschechten Stadtbauern. Benjamin Vogt hat die stille Zeit des Lockdown konstruktiv genutzt und will mit dem Erlös der Bücher seinen Teil zum Überleben der CityFarm beitragen:

Die Fortsetzung von, ‚Urban Gardening mal anders‘, ist von, für und über die CityFarm. Die Gewinne werden ausschließlich dem Wohl der Tiere zugutekommen. Auch an uns ist Corona nicht spurlos vorübergegangen. Ohne Veranstaltungen brechen uns die Spenden weg, weswegen wir die geschenkte Zeit genutzt haben, um Freud und Leid mit euch in Buchform zu teilen.“ Benjamin Vogt, CityFarmer und Schriftsteller.

Hier geht es zum ausführlichen Lifeguide-Interview mit Benjamin Vogt.

 

10 Jahre CityFarm Augsburg

Die CityFarm Augsburg ist ein Urban Farming-Projekt des Transition Town Augsburg e.V. und wurde 2011 im Norden Augsburgs gegründet. Initiatoren der CityFarm sind die Geographin Ildiko Reményi –Vogt und der Lehrer Benjamin Vogt. Die Farm wird rein ehrenamtlich und gemeinschaftlich von ca. 20 CityFarmer*innen bewirtschaftet. Auf dem Gelände werden Hühner, Enten, Bienen, Kaninchen und Schafe artgerecht und ökologisch verträglich in naturnahen Gehegen gehalten. Die Schafe werden zur Landschaftspflege im innerstädtischen Gebiet eingesetzt, um artenreiche Biotope zu erhalten und zu schützen. Ein tragender Schwerpunkt des Projektes ist der nachhaltig bewirtschaftete Bauerngarten, in dem alte Gemüsesorten angebaut und vermehrt werden. Dieses Saatgut wird an Gartenfreunde weitergegeben. Die CityFarm dient daher als Begegnungs- und Austauschort für „Gartenrebellen“, Menschen, die einen Wandel der Gartenkultur hin zu naturfreundlichen, artenreichen Gärten wünschen und umsetzen.

 

Die CityFarm ist UN-Projekt für biologische Vielfalt

Für die engagierten Naturschützer der CityFarm war 2020 die Auszeichnung durch die Vereinten Nationen zum offiziellen Projekt der "UN-Dekade biologische Vielfalt" ein Meilenstein . Im Kern ging es den Preisrichter*innen darum, Natur als Chance für sozialen Zusammenhalt zu begreifen und die biologische Vielfalt zu fördern. Mit ihrem Saatgutprojekt haben die Geographin Ildiko Reményi –Vogt und der Lehrer Benjamin Vogt damit voll ins Schwarze getroffen.

Vom Aussterben bedrohtes Saatgut für die Zukunft und Ernährungssicherheit unserer Kinder zu bewahren, ist von existenzieller Bedeutung!“ Ildiko Reményi –Vogt , CityFarmerin und Geographin.

Zudem erhielten die CityFarmer für ihren Einsatz rund um den Erhalt der Augsburger Biodiversität den „LEW Bessermacherpreis“.

INFO:

  • Das Buch „Urban Gardening mal anders, die Zweite“  ist im Buchhandel erhältlich und kostet 9.99 Euro
  • ISBN: 9783752620825
  • Verlag: BoD – Norderstedt

 

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Buchtitel: Urban Gardening mal anders - die Zweite. Grafik: Benjamin Vogt
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Benjamin Vogt von der CityFarm Augsburg mit seinem Schwarznasenbock Kenobi und seinem neuesten Buch. Foto: Ildiko Remenyi-Vogt
Urban Gardening mal anders - die Zweite, Buch, Benjamin Vogt, CityFarm Augsburg, Grafik: Benjamin Vogt
Buchtitel: Urban Gardening mal anders - die Zweite. Grafik: Benjamin Vogt
Schafe und Ziegen der CityFarm Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Schafe und Ziegen der CityFarm Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Benjamin Vogt mit Schafen der CityFarm Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
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CityFarm Augsburg, Urban Gardening, Ildiko Remenyi-Vogt, Benjamin Vogt,  Foto: Cynthia Matuszewski
Benjamin Vogt und Ildiko Remenyi-Vogt von der CityFarm Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
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Benjamin Vogt von der CityFarm Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
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Benjamin Vogt und Ildiko Remenyi-Vogt von der CityFarm Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
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German
Ausflugziel in den Westlichen Wäldern: Vom idyllischen Hof starten Eselwanderungen und im naturnahen Garten leben viele Tiere
Anrede
Frau
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HIDE
Ort

Blumenstraße 4
86868 Reichertshofen
Deutschland

E-Mail
Decker.b [at] t-online.de

Mitten in den westlichen Wäldern, im kleinen schwäbischen Dörfchen Reichertshofen, liegt der Permakulturhof Eselgarten. Hier kann sich die ganze Familie bilden, amüsieren und entspannen. Die Schwestern Sara und Carmen Decker bieten Eselwanderungen durch die sanfte Hügellandschaft der Stauden an. Außerdem Kurse über Permakultur- und Gemüseanbau oder Hofführungen. Wer mag, darf hier sogar im eigenen Zelt übernachten.   

Auf dem historisch anmutenden Hof gibt es in dem naturnahen Garten eine bunte Mischung aus Gemüse, Obstbäumen, Beerensträuchern, Blumen und Kräutern. Außerdem lebt hier eine große, bunte  Tierfamilie, zu der unter anderem zwei Esel, ein paar Schafe, Ziegen, Hühner, Enten, Hunde und Katzen gehören. Kinder können im Eselsgarten einfach eine schöne Zeit mit den Tieren verbringen oder auch ihren Geburtstag hier feiern. Außerdem haben Besucher*innen die Möglichkeit eine kleine Ausstellung mit Naturbildern zu sehen oder Tipps für ihre eigene Gartengestaltung zu bekommen.

Ausführliche Informationen findest du auf der Internetseite des Hofes: www.permakulturhof-eselgarten.de  

 

Tipp
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