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Bei Ich BIN’s gibt es nicht nur unverpackte, regionale Lebensmittel zu kaufen, die Inhaberinnen sind offen für alle Fragen rund um nachhaltiges Leben und führen gerne Schulklassen durch ihren Laden.
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Ich BIN's regional & unverpackt
Pfarrstraße 4

86316 Friedberg
Deutschland

E-Mail
ichbins.unverpackt [at] gmail.com
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Öffnungszeiten
Mo, Di, Do 9:00 bis 13:00 und 14.00 bis 18:00
Fr 9:00 bis 18:00
Mi, Sa 9:00 bis 13:00
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Mit dem Ziel vor Augen, wohnortnah unverpackt und plastikfrei einkaufen zu können, gründeten die Grundschullehrerin Sarah Hertle und die Gartenbauingenieurin Verena Lojewski im März 2021 einen kleinen Unverpacktladen in Mering – St. Afra ‚Ich BINs regional & unverpackt‘. Ansporn war für beide war eine zu volle Plastikmüll-Tonne und der Wunsch, den Menschen einen neuen Weg zum Einkaufen ohne Müll und Plastik aufzeigen.

 

Ihr sorgsam ausgewähltes Bio-Sortiment wuchs so schnell, dass sie beschlossen nach Friedberg in einen Laden mit mehr Verkaufs- und Lagerfläche zu ziehen. Seit Ende September 2021 gibt es nun im Herzen Friedbergs eine einladende Einkaufsmöglichkeit für unverpackte Bio-Lebensmittel.

 

Lose Lebensmittel in Bins

 

Der Name „Ich BIN’s“ leitet sich von der Bezeichnung für die Behälter ab, in denen die losen Bio-Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Getreide, Hülsen-/Trockenfrüchte, Müsli, Nüsse, Kaffeebohnen aufbewahrt werden – den sogenannten Bins. Der Geschäftsname spiegelt aber auch die Lebensphilosophie des Duos wieder: Regional & unverpackt – So bin ich, so will ich leben.

 

Bei der Auswahl des Sortiments legen die beiden Gründerinnen viel Wert auf Regionalität und nachhaltig produzierte Lebens-, Drogerie- und Reinigungsmittel:

    „Das unterstützt die Menschen, die noch in Handarbeit und mit viel Liebe ihre Produkte herstellen: Familienbetriebe und Manufakturen, deren Firmenleitbild geprägt ist durch Gedanken wie gesunde Ernährung, Schutz des Ökosystems und fairen Handel.“

    Sarah Hertle, Inhaberin Ich BIN's

      Unverpackt, fair, bezahlbar und umweltfreundlich

      Faire Produkte haben auch faire Preise. Im Unverpacktladen kosten die Produkte ungefähr so viel wie im Bio-Supermarkt. Sie sind also nicht teurer, manches ist sogar günstiger. Zudem sind die Preise für Biolebensmittel in den vergangenen Monaten nicht so stark gestiegen, wie von konventionellen Lebensmitteln. Biolandwirtschaft ist eben weniger energieintensiv und die meisten Waren kommen aus der Region. Im Unverpackt-Laden kauft man nur so viel oder so wenig, wie man will. Das spart Geld und verhindert Lebensmittelabfälle.

       

      Diese Art von Unterstützung und einen Schutz der Umwelt wünschen sich die Sarah und Verena auch von ihren Kund*innen: Nach und nach sollte jeder Haushalt auf plastikfrei und /oder unverpackt umstellen und zwar konsequent: also plastikfrei, bio und regional!

        „Sprechen Sie doch mit ihren Mitmenschen über das Müllsparen und geben Sie Ihren Kindern umweltschützendes Verhalten auf den Weg mit“

        Verena Lojewski, Inhaberin Ich BIN's

          Im Laden gibt es viele gute Tipps und es geht sehr familiär zu: Viele Kund*innen kommen gerne und regelmäßig in den Laden und man kennt sich mit Namen. Das war schon von Anfang an so und viele Menschen unterstützen den Laden, beispielsweise durch Patenschaften für die vielen BINs. Damit der Laden aber auch weiterläuft, wünschen sich die beiden Inhaberinnen:

          „Empfehlen Sie uns weiter. Wir sind immer noch in der Gründungsphase und freuen uns über jede Form der Unterstützung!“

          Sarah Hertle und Verena Lojewski

          Das kann gut in Form von Geschenkgutscheinen erfolgen. So hat das beispielsweise die Stadt Friedberg gemacht. Sie hat Gutscheine von Ich BIN’s als Weihnachtsgeschenk an die Mitarbeitenden verschenkt. Das war eine tolle Aktion, die viele dazu inspiriert hat, den Laden zu besuchen.

           

          Und ein Besuch lohnt sich immer: Neben den Grundnahrungsmitteln, gibt es zahlreiche Müslimischungen und eine große Auswahl an Süßigkeiten. Wer Gefäße dabei hat, kann also nach Herzenslust ausprobieren ohne Sorge zu haben, Reste wegschmeißen zu müssen, die nicht schmecken. Oder man genießt die Süßigkeiten gleich vor Ort in der gemütlichen Kaffee-Ecke oder am sonnenbeschienen Tisch vor dem Laden mit Blick auf die historische Kirche gegenüber und ratscht mit den Besitzerinnen. 

           

          Info:

          Ich BINs regional & unverpackt

          Pfarrstraße 4

          86316 Friedberg

          https://www.ichbins-unverpackt.de/

            Mehr Läden für plastikfreien, unverpackten Einkauf:

            RutaNatur - Unverpackt im Herzen Augsburgs

            AuxburgUnverpackt - Unverpackt in Augsburg-Lechhausen

            Die Krämerin - Unverpackt in Schwabmünchen

            Unser kleiner Laden - Unverpackt-Laden in Straßburg

            Herzstück - regionale und unverpackte Lebensmittel in Diedorf und Horgau

             

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            Unweit des Biohotels Bayrischer Wirt gibt es jetzt im Norden Augsburgs eine weitere Bio-Oase. In Gila Richters Laden kommen nur Produkte, die auch bei uns wachsen oder in der Region hergestellt werden.
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            Neuburger Straße 164
            86167 Augsburg
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            info [at] auxburgunverpackt.de
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            Di 9:00 bis 14:00
            Fr 9:00 bis 19:00
            Sa 9:00 bis 14:00
            Mo, Mi, Do 9:00 bis 18:00
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            Klein und gemütlich und dennoch hell und freundlich - so kann man Gila Richters Laden beschreiben. Wer Lust hat, bekommt einen Kaffee direkt am Schaufenster serviert und kann sich mit ihr über die neuesten Errungenschaften austauschen oder mit netten Nachbarn plauschen. „Es sollen die Menschen aus dem Quartier hier einkaufen kommen,“ wünscht sie sich.

              „So wie früher sollte Einkaufen wieder zu einem Genußerlebnis werden und frische Produkte auf den Tisch kommen.“

              Gila Richter, Inhaberin AuxburgUnverpackt

                Zero Waste mitten in Lechhausen

                Während andere ewig nach einem Laden suchen, hatte Gila Richter einfach Glück. Sie übernahm das Ladengeschäft ihrer Mutter. Wo früher Fotos gemacht wurden, hängen jetzt Schütten voller leckerer Produkte und füllen schmackhaft gefüllte Gläser die Regale. Buntes Obst und Gemüse lockt die Kund*innen in den kleinen Laden.

                  „Ich verkaufe nichts, was nicht mindestens ein Pfandglas hat.“

                  Gila Richter, Inhaberin AuxburgUnverpackt

                    Müll vermeiden ist also eines ihrer wichtigsten Ziele. Durch den Einkauf von Großgebinden und den Weiterverkauf in mitgebrachte Gefäße spart sie viel Verpackung. Ihr liebstes Produkt in diesem Zusammenhang: die gefriergetrockneten Erdbeeren. "Das ist im Bio-Supermarkt der Renner für kleine Kinder," erzählt sie. Dort werden sie in kleinen Tüten zu 12 Gramm verkauft und verursachen so eine Menge Müll. Bei ihr kosten sie nur einen Bruchteil und können einfach in beliebiger Menge in einem hübschen Schraubglas mitgenommen werden. Im ersten halben Jahr hat sie so an die 250 Tüten einsparen können… Und das ist nur ein Produkt von nahezu 300 Produkten.

                     

                    Mindestens genauso wichtig ist Gila, dass sie nur Lebensmittel verkauft, die hier auch wachsen. Es gibt eine Kundin, die seit der Eröffnung immer wieder kommt und fragt: „Haben Sie Chia-Samen?“. Diese Frage beantwortet sie demnach auch immer mit „Nein und ich werde sie auch nicht anschaffen.“ Der Grund: Chia-Samen kommen von weit her und haben deswegen einen hohen CO2-Fußabdruck. Leinsamen sind genauso gesund und wachsen hierzulande.

                    Tante-Emma-Ladenbesitzerin mit Leib und Seele!

                    „Ich mache den Laden hier aus Überzeugung!“

                    Gila Richter über ihre Motivation einen Laden zu führen

                    Und das merkt man in allem was sie tut. Sie erklärt ihrer Kundschaft unermüdlich die Vorzüge des verpackungsfreien, regionalen Einkauf. Sie hat für alle ein freundliches Wort und kennt die Geschichten jedes und jeder einzelnen Kund*in. Sie ist eben Tante-Emma-Ladenbesitzerin mit Leib und Seele!

                     

                    Darüber hinaus ist sie ständig auf der Suche nach regionalen Bezugsquellen für ihr teilweise ungewöhnliches Sortiment. „Ein ehemaliger Klassenkamerad ist der Besitzer der „Alten Liebe“ und baut sein eigenes Gemüse an. Diese teilweise ungewöhnlichen Gemüsesorten liefert er mir auch in den Laden,“ berichtet Gila.

                     

                    Auch sonst nutzt sie die kleinen, sehr innovativen Angebote aus der Region. Schokolade, Eis, Nussecken und in der Weihnachtszeit vegane Lebkuchen kommen von der Augsburger Manufaktur Meisterhand. Sojabohnen, Erdbeeren und Heidelbeeren aus Kissing vom Asam Hof und Kürbiskerne aus Aichach von Lechtaler Kürbiskerne

                     

                    Weniger Plastik und mehr Regionalität

                     

                    Mit dem zweiten Unverpackt-Laden in Augsburg entsteht also nicht nur eine flächendeckender Landschaft an Unverpackt-Läden in der Region, sondern auch ein individuelles kulinarisches Angebot in Bioqualität. Damit ist sie in ihrem Stadtviertel zusammen mit dem Biohotel Bayrischer Wirt ein paar Häuser weiter, einer der wenigen biologisch und regional ausgerichteten Orte in Lechhausen.

                     

                    Infos:

                     

                    Webseite AuxburgUnverpackt 

                     

                    Mehr Läden für plastikfreien, unverpackten Einkauf::

                    RutaNatur - Unverpackt im Herzen Augsburgs

                    Die Krämerin - Unverpackt in Schwabmünchen

                    Unser kleiner Laden - Unverpackt-Laden in Straßburg

                    Herzstück - regionale und unverpackte Lebensmittel in Diedorf und Horgau

                     

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                    Im Herzen von Schwabmünchen bietet die Genossenschaft „Die Krämerin“ lose Ware aus der Region in Bioqualität an. Damit können Verbraucher*innen plastikfrei einkaufen und lokal-produzierende Betriebe unterstützen.
                    Anrede
                    Frau
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                    Ort

                    Fuggerstraße 44
                    86830 Schwabmünchen
                    Deutschland

                    E-Mail
                    info [at] diekraemerin-smue.de
                    Tipp
                    Öffnungszeiten
                    Di-Fr 8:00 bis 19:00
                    Sa 8:00 bis 13:00
                    Author
                    Seitenabschnitte

                    An den Wänden hängen gut gefüllte Schütten aus Glas, in einer Ecke steht ein alter Bauernschrank mit nützlichen Utensilien für plastikfreies Leben, davor ein paar Tische, um den Café aus der regionalen Kaffeerösterei zu trinken. Eine lange, helle Ladentheke ist das Herzstück des Schwabmünchner Unverpackt-Ladens „Die Krämerin“. Hier stehen lecker anmutende, selbstgemachte Süßwaren verführerisch in Glasbehältern auf der Theke direkt neben der Kasse. Wer kann dazu schon nein sagen?

                     

                    Faire Preise für die Erzeuger*innen und qualitativ gute Ware

                    Auf der anderen Seite erwarten die Kund*innen schmackhafter Käse aus der Region, der beliebte selbstgemachte Käsesalat und die Frischkäsecremes. Der Käse kommt direkt von einem Betrieb mit Mutterkuhhaltung.

                      „Uns ist es wichtig, dass unsere Produkte umweltverträglich und tierfreundlich hergestellt werden.“

                      Heike Uhrig, Mit-Initiatorin der Genossenschaft Die Krämerin

                        In so einem Laden funktioniert Einkaufen eben ganz anders als im Supermarkt. Die Genossenschaft kauft zu fairen Preisen von kleinen Erzeuger*innen aus der Region und bekommen qualitativ hochwertige Ware dafür. Das kostet natürlich mehr als im Supermarkt, der durch die große Absatzmenge Rabatte bekommt. Doch die Kund*innen zeigen dafür großes Verständnis, wenn man ihnen das erklärt.

                         

                        Hochwertige Bioprodukte liegen ihr am Herzen

                        Ihre Vorliebe für hochwertige Bioprodukte hat Heike Uhrig bei ihrer Arbeit in einem Hofladen entdeckt. Sie ist schon seit Jahren Anhängerin des unverpackten Einkaufs und organisiert beim Forum Plastikfrei die Stammtische in Schwabmünchen. Das führte auch zum Wunsch, einen Unverpackt Laden vor Ort aufzumachen. Zum einen, damit sie nicht so weit zum nächsten Unverpackt-Laden fahren muss, zum anderen, weil sie den vielen Erzeuger*innen aus der Region, die Möglichkeit geben wollte, ihre tollen Produkte zu verkaufen. 

                         

                        Genossenschaft sorgt für gemeinschaftlichen Laden

                         

                        Gut, dass sie mit Konstantin Wamser einen ebenso begeisterten Kompagnon gefunden hat, der mit ihr gemeinsam die Gründung der Genossenschaft vorangetrieben hat. Nun stehen hinter dem Projekt mehr als 200 Genoss*innen, die den Laden mit ihrem Anteil von je 200 Euro unterstützen. Uhrig wünscht sich, dass die Mitglieder der Genossenschaft sich noch mehr zum Laden zugehörig fühlen und dass ihnen bewusst ist, das „Die Krämerin“ der Laden für alle sein will.

                         

                        Keimzelle für nachhaltige Projekte

                         

                        Wie sehr der Laden schon im Bewusstsein der Menschen angekommen ist, zeigt das Beispiel eines Mädchens, das über den Laden Mitstreiter*innen für eine Kindergruppe von Greenpeace gesucht hat. Gemeinsam mit anderen Kindern hat sie nun das „Greenteam Schwabmünchen“ gegründet und sie treffen sich regelmäßig in der Café-Ecke der Krämerin, um ihre Projekte zu planen. Das soll künftig auch für andere Projekte funktionieren. Auch einen Stammtisch für nachhaltiges Leben oder andere Veranstaltungen für ressourcenschonenden Konsum soll es geben.

                          „Wir wollen, dass der Laden eine Keimzelle für nachhaltige Projekte wird.“

                          Heike Uhrig über den Anspruch der Genossenschaft Die Krämerin

                          Weniger Plastik und mehr Regionalität

                           

                          Bis dahin wünschen sich Heike Uhrig und das Verkaufsteam, dass noch mehr Schwabmünchner*innen ihren Einkauf bei der Krämerin tätigen. Das hilft nicht nur langfristig den Laden zu erhalten, sondern unterstützt die Erzeuger*innen aus der Region. 

                          So ein Laden spart also nicht nur Unmengen an (Plastik-)Verpackungen, sondern sorgt auch dafür, dass das Geld in der Region bleibt und somit die Resilienz, also die Widerstandsfähigkeit der Region, gestärkt wird. Darüber hinaus entfallen lange Lieferwege und sparen so viel Verkehr und CO2.  

                           

                          Infos:

                           

                          Webseite Die Krämerin

                           

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                          Lebensmittel pur - Unverpackt und plastikfrei

                          Lebensmittel pur - Unverpackt und plastikfrei
                          Ramona Dorner von rutaNatur: "Es ist wichtig, die Menschen auf diesen Weg mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass das Projekt "Unverpackt" ein wichtiger Beitrag zum Überleben der Menschheit auf diesem Planeten sein kann."
                          Ramona Dorner, rutaNatur unverpackt, Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski

                          Mit ihrem Fokus auf das Wesentliche betreibt Ramona Dorner ihren verpackungsfreien Naturkostladen. Das pure Lebensmittel kann ohne überflüssiges Plastik und Werbung am besten wirken. So erfährt unser Essen Wertschätzung und den unbeeinflussten Genuss, den es verdient.

                          "Es ist wichtig, die Menschen auf diesen Weg mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass das Projekt "Unverpackt" ein wichtiger Beitrag zum Überleben der Menschheit auf diesem Planeten sein kann." Ramona Dorner

                           

                          Steckbrief:

                          Name: Ramona Dorner

                          Beruf: Glasdesignerin, Geschäftsführerin bei rutaNatur

                          Lieblingsverpackung: Walnussschale oder auch eine andere Verpackung der Natur

                           

                          Lifeguide: Unverpackt – wie geht das?

                          Ramona Dorner: Verpackt, wie geht das? Wir haben uns in den letzten Jahrzehnten so stark an künstliche Verpackungen gewöhnt und uns so weit von der Natur entkoppelt, dass wir uns diese Frage überhaupt nicht mehr stellen. Nachdem mir das durch verschiedene Ereignisse und Begegnungen in den letzten Jahren immer stärker ins Bewusstsein rückte, war dieser Weg für mich irgendwie vorgezeichnet. Aber klar kostet diese Rückbesinnung auf "Tante Emma" und damit auf das Wesentliche beim Einkaufen - das Produkt und nicht die Verpackung - gewaltige Anstrengungen. Ein großer Teil der heutigen Produktions- und Vertriebsstrukturen, sowie der Marketingtechniken ist auf den Verkauf unverpackter Produkte an Endverbraucher überhaupt nicht mehr eingestellt. Deshalb ist es mit enormen Anstrengungen verbunden, ein entsprechendes Lieferantennetz aufzubauen. Aber genauso wichtig ist es, die Menschen auf diesen Weg mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass das Projekt "Unverpackt" ein wichtiger Beitrag zum Überleben der Menschheit auf diesem Planeten sein kann. Die Zunahme von Plastik in den Weltmeeren wird mit Sicherheit eher das Gegenteil bewirken.

                           

                          Unverpackt mit Kind – wie geht das?

                          Unverpackt ohne Kind – wie geht das? Ich sehe keinen Widerspruch darin.

                          "Gerade mit Kind fühle ich mich noch mehr dazu aufgerufen, mein Leben bewusst zu gestalten und meinen Anteil für den Erhalt unserer Natur und unserer Umwelt beizutragen.

                           

                          Was steht hinter eurem Logo?

                          Mir war es wichtig, mit dem Logo meinen Grundgedanken der Natürlichkeit und des Ursprünglichen zum Ausdruck zu bringen. Dies geschah durch Anwendung eines eher primitiven Zeichenstils, der unvollkommen wirkt und dennoch ästhetisches Empfinden hervorruft.

                          "Die Natur selbst ist für mich - gerade durch ihre Unvollkommenheit - so wunderschön.

                          Die Holzstruktur und die Blüte sind Symbole der Natur, die meinen Gedanken nochmals bildhaft vervollständigen. Ein Hauch Philosophie steckt auch dahinter. Die geöffnete Blüte ist ein Zeichen für die Vergänglichkeit alles Materiellen, auch wenn es noch so schön und anmutig wie eine Blume ist. Werden und Vergehen ist der Lauf der Welt...

                           

                          Was bedeutet für dich die Zuwendung zum Wesentlichen?

                          Das ist eine Frage, die eine facettenreiche Antwort herausfordert. Im Grunde bedeutet das für mich eine Rückbesinnung auf die Einfachheit und auf das Ursprüngliche. Man könnte es auch als Minimalismus bezeichnen.

                          "Indem ich auf viele, materiellen Dinge unserer Überflussgesellschaft verzichte, Orte mit unzähligen Reizen meide und gesellschaftlichen Zwängen immer mehr entsage, fühle ich eine große Erleichterung und finde besser zu einer inneren Ruhe. Diese ermöglicht es mir, ein Leben im Hier und Jetzt zu führen und jedem Augenblick mit Bewusstheit zu begegnen.

                          Konkret bedeutet das für mich unter anderem, ein Leben im Einklang mit der Natur zu führen, ausreichend Zeit für das Alleinsein zu finden sowie unzählige Momente mit meiner Familie und lieben Menschen zu verbringen.

                          Des Weiteren entspricht für mich „das Wesentliche“ einer inneren Haltung, dem Leben mit Demut und Dankbarkeit zu begegnen, sich selbst weniger im Mittelpunkt des Lebens zu sehen, sondern das große Ganze zu betrachten und seinen Teil für dessen Entwicklung beizutragen.

                           

                          Was würdest Du tun, wenn Du Bürgermeisterin von Augsburg wärst?

                          Ich bin der Meinung, dass auch jeder Bürger ohne „Meistertitel“ eine Menge bewegen kann. Da hatte und habe ich viele Visionen – egal ob alleine oder zusammen mit anderen. Aus der Perspektive eines Bürgermeisters habe ich das noch nicht betrachtet und finde diese Träumerei auch nicht reizvoll, da das Erlangen eines solchen Amtes nicht in meinem Interesse ist.

                          Grundlegende Änderungen auf politischer Ebene halte ich aber für dringend notwendig, auch wenn meine eigenen Motivationen weniger politischer Natur sind.

                           

                          Wo ist dein Lieblingsplatz in Augsburg?

                          Aktuell ist das ein Fleckchen mit kleinem Bächlein im Siebentischwald in Haunstetten. Dort erfährt mein Kind gerade die Natur.

                           

                          Welche drei Dinge gehören für dich in jeden Kühlschrank?

                          Ich habe in Frankreich ein halbes Jahr ohne Kühlschrank ganz gut gelebt, deshalb kann ich das nicht so pauschal beantworten.

                           

                          Was kochst du wenn Besuch kommt?

                          Ich habe immer noch eine gewisse, sicherlich unbegründete Scheu davor, für viele Menschen zu kochen, obwohl ich es liebe, für die Familie täglich frische Speisen zuzubereiten. Deshalb gibt es dann meist Buffet mit Brotzeit und selbstgemachten Dips. Manchmal tische ich aber auch eine Quiche auf oder koche eine Saison-Suppe, wie z.B. aus Spargel. Seitdem der Nachwuchs da ist, habe ich meine Liebe zum Backen wiederentdeckt. Bevor ich mir Süßes kaufe, backe ich lieber selbst und bestimme so, was drin ist. Besuche sind gute Gelegenheiten, um sich in diesem Bereich kreativ auszutoben. Ein weiterer Vorteil ist, dass man der „süßen Sünde“ nicht alleine ausgeliefert ist, sondern sie mit anderen teilen kann.

                           

                          Auto, Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß?

                          Solange meine Beine mich tragen, bevorzuge ich den Fußmarsch. So bin ich völlig unabhängig und flexibel.

                          Gerade jetzt mit Baby freue ich mich über diesen Vorteil noch mehr. Ansonsten ist der Drahtesel mein treuster Transportbegleiter. Da das Fahrradfahren mit Baby aber vorerst noch nicht möglich ist, schätze ich die Fortbewegung zu Fuß umso mehr. Und nicht nur ich – auch das Kind liebt es, weil es im Tragetuch ganz nah bei Mama ist. Als nächste Option gewinnt bei mir das Bahnfahren. Hierbei kann ich völlig entspannen und mich tragen lassen.

                           

                          Was regt dich auf?

                          Wenn andere mir ihre Meinung aufdrängen möchten. Auch die Erwartungshaltung von so vielen, dass andere für sie jederzeit erreichbar sein müssen. Und die gesellschaftliche Versenkung in Smartphones und anderen Medien.

                           

                          Was bedeutet die Mutterrolle für dich?

                          Dem Kind Geborgenheit schenken und mich selbst dabei geborgen fühlen. Die Welt durch Kinderaugen nochmals neu entdecken. Das Kind etwas lehren und vor allem auch von ihm lernen. In der neuen Aufgabe im Leben aufgehen und die Fülle auskosten.

                          Da ein Kind sich zwangsläufig an dem orientiert, was ihm tagtäglich vorgelebt wird, ist es noch mehr als zuvor in meiner Verantwortung, ein Leben zu führen, mit dem ich selbst im Reinen bin. Es ist nicht an mir, ihm zu zeigen, welchen Weg es zu gehen hat, sondern ihm Vorschläge zu machen und es herauszufordern, seinen eigenen Weg zu beschreiten.

                           

                          Du triffst dein 18-jähriges Ich. Welchen Rat gibst du dir selbst?

                          Vertraue dir selbst und gehe unbeirrt deinen Weg. Du wirst sehen, alles ist gut!

                           

                          Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen?

                          Ich bin ein großer Kunstfreund, keine Frage. Allerdings habe ich nicht den Wunsch ein bestimmtes Kunstwerk in meinem Besitz zu wissen. So betrachte ich lieber die Kunstwerke, die mir auf meinen Wegen begegnen oder werde selbst kreativ. Eine Schwäche für kunsthandwerkliche Gebrauchsgegenstände muss ich allerdings eingestehen, was wohl daher rührt, dass ich selbst mehrere Jahre in diesem Bereich gearbeitet habe. Ich fühle mich der Handwerkskunst sehr verbunden, auch weil sie noch so ursprünglich ist und Schönheit mit Nutzen vereint. Deshalb fördere ich deren Fortbestehen auch sehr gerne, da sie tatsächlich vom Aussterben bedroht ist.

                           

                          Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen?

                          "Ich schätze bei Menschen vor allem Authentizität – Ein Mensch, der sich selbst und anderen gegenüber öffnen kann, den Mut hat, seine Maske abzulegen und in Kontakt mit anderen kommt, ohne dass jegliche Barriere zwischen ihnen steht. Diese kindliche Eigenschaft, die leider häufig verloren geht, schätze ich an erwachsenen Menschen. Und selbst, wenn es nur Momente sind, in denen sich ein Erwachsener so „nackt“ zeigt.".

                           

                          Welche Begegnung hat dich berührt?

                          Da fällt mir spontan die Begegnung mit einem Gärtner aus meiner Heimat ein. Ich war damals auf einer Recherche-Reise wegen meines Gesellenstücks – ein Minigewächshaus – unterwegs. Bevor ich diesem besagten älteren Herrn begegnete, sprach ich mit vielen anderen Fachleuten, die mir zwar auch gute Ratschläge gaben, welche aber eher auf einer sachlichen Ebene blieben.

                          Bei ihm war es anders. Er liebte und lebte seinen Beruf, was ich unmittelbar spürte. Mein Vorhaben, ein Häuschen für seine innig geliebten Pflanzen zu bauen, begeisterte ihn auf Anhieb. Mit Herzblut ließ er sich auf meine Fragen ein. Unsere gemeinsame Leidenschaft für dieses Thema verband uns und ließ eine kurze, aber intensive Zusammenarbeit entstehen. Später kam auch noch per Zufall heraus, dass dieser Mann eine Brücke zu meinem jetzigen Lebenspartner darstellte. Wir beide kannten, unabhängig voneinander, Familienmitglieder der Gärtnerei, obwohl wir an zwei ganz verschiedenen Orten wohnten.

                           

                          INFO:

                          Erstveröffentlichung dieses Lifeguide-Interviews am 11.9.2017

                           

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                          Verpackungsreduzierter Laden in Straßberg-Bobingen - Im Herzen von Straßberg können die Menschen nun biologisch und unverpackt einkaufen. Eine kleine Kaffee-Ecke soll zum Treffpunkt für alle Generationen werden.
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                          Klein aber oho – so lässt sich der Laden, den Sandra und Jürgen Kaiser in Straßberg gleich neben ihrer Kita „Kleine Farm“ im Herzen von Straßberg eröffnet haben, am besten beschreiben. Dort findet sich ein reichhaltiges Angebot für den täglichen Bedarf, das aus der Region kommt und meist biologisch ist.

                           

                          Vieles wird unverpackt angeboten: von Nüssen bis zu Salzstangen, offenes Obst und Gemüse, Frischkäse und Milchprodukte in Pfandgläsern, Wasch- und Putzmittel zum Selbstabfüllen. Jede*r darf seine eigenen Gefäße befüllen, kann aber Pfandgefäße von Rebowl verwenden, wenn die mitgebrachten Behälter nicht ausreichen oder wenn man spontan kommt. Dafür werden 5 Euro Pfand fällig, die es an allen Rebowl-Partner*innen wieder zurückgibt.

                           

                           

                          Wegwerfbehälter sucht man in Unserem Kleinen Laden vergeblich, auch den Coffee-to-Go gibt es nur im mitgebrachten Becher oder im Pfandbecher.

                            "Wir wollen alles tun, um unsere Umwelt zu bewahren."

                             

                            Jürgen Kaiser, Unser Kleiner Laden

                              Jürgen Kaiser und seiner Frau Sandra liegt die Natur und Umwelt am Herzen. Daher verfolgen sie sowohl in der Kita also auch im Laden einen ganzheitlichen und ökologischen Ansatz. So gibt es in der Kita auf dem ehemaligen Bauernhofgelände auch Tiere und einen Acker. „Hier lernen schon die Kleinsten mit und von der Natur zu leben,“ beschreibt Jürgen Kaiser ihr Konzept.

                               

                              Begegnungsort für alle im Herzen von Straßberg

                              Die Großen können dementsprechend in Unserem Kleinen Laden gesund und lecker einkaufen oder sich mit ein paar biologischen und gesunden Kleinigkeiten stärken. Das Kaffee-Eck lädt bei einer Tasse Tee oder Kaffee und einem Gebäckstück aus der Frischetheke mit Backwaren zum Verweilen ein. Sandra und Jürgen Kaiser wünschen sich, dass dieses Eck ein generationenübergreifender Treffpunkt im Dorf wird. Es soll dort sogar einen plastikfreien Stammtisch geben.

                               

                              Doch der Treffpunkt soll sich nicht nur auf das Café beschränken. Die Räume der Kita können auch Versammlungen und Vorträge genutzt werden. So gab es im Sommer 2021 bereits eine Lesung von Sylvia Schaab, der Autorin des Buches „Es geht auch ohne Plastik“.

                               

                              Dieses ganzheitliche Konzept setzt sich auch bei der Einrichtung fort. Viele der Einrichtungsgegenstände im Laden und in den Verwaltungsräumen der Kita stammen vom ehemaligen Bauernhof, dem alten Gasthof gegenüber oder vom Wertstoffhof. Sie verleihen dem Laden nicht nur ein gemütliches Aussehen, sondern setzen so konsequent den müllfreien Ansatz um. Und so hat Unser Kleiner Laden das Potential zum neuen Treffpunkt für die Straßberger*innen und dort ein Zentrum für die nachhaltige Zukunft des Ortes zu werden.

                               

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                              Ramona Dorner legt in ihren Bioladen den Fokus auf pure Lebensmittel, die ohne überflüssiges Plastik und Werbung am besten wirken. So erfährt unser Essen Wertschätzung und den unbeeinflussten Genuss, den es verdient.

                              Neben den Verpackungsmaterialien landen leider viel zu häufig auch Nahrungsmittel im Müllcontainer. Auch dem wirkt rutaNatur entgegen. Du musst hier nicht mehr einkaufen, als du tatsächlich benötigst, sondern bekommst nur die  tatsächlich gewünschte Menge abgefüllt. Das Sortiment ist biologisch sowie vegetarisch und vegan.

                              Der Laden ist obendrein ein Ort des Austausches. So gibt es beispielsweise Anregungen zum Selbermachen von Kosmetik und Reinigungsmitteln. Natürlich berät Ramona Dorner auch in Fragen rund um das plastikfreie Leben.

                              Hier geht's zum Lifeguide-Interview mit Ramona Dorner.

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