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November-Rezept: Schwarzkohl Nudelauflauf

November-Rezept: Schwarzkohl Nudelauflauf
Die rollende Gemüsekiste verrät uns ihr Rezept für die dunkle Jahreszeit: Im Superfood Schwarzkohl stecken wichtige Vitamine und Nudeln machen glücklich.
Schwarzkohl Nudelauflauf. Foto: Ökokiste e.V.

Jetzt wird es draußen so richtig ungemütlich. Die Tage sind kurz und dunkel, es ist kalt, feucht und regnerisch. Umso besser, wenn zu Hause ein warmes Gericht auf uns wartet. Mit Nudeln als Seelenwärmer und Schwarzkohl als Superfood, das uns gesund durch den Winter bringt. Denn Schwarzkohl versorgt uns mit vielen wichtigen Vitaminen und Nährstoffen - unter anderem Vitamin C, Beta-Carotin, Vitamin K1, Kalium, Calcium und B-Vitamine. Die rollenden Gemüsekiste verrät uns ihr Rezept:

 

Zutaten

600 g Schwarzkohl
200 g Zwiebeln
1 rote Chili-Schote
3 Knoblauchzehen
100 g getrocknete Tomaten in Öl
400 g Nudeln (Penne oder Spirelli)
150 g Bergkäse

 

Zutaten aus eurem Vorrat

350 g Gemüsebrühe
3 EL Öl
Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

1. Schwarzkohl waschen, putzen und mit Stiel quer in 3 cm breite Streifen schneiden.
2. Gemüsebrühe vorbereiten.
3. Zwiebeln klein würfeln, Knoblauch schälen, Chili-Schote putzen, vierteln und klein würfeln.
4. Tomaten nur leicht abtropfen und in schmale Streifen schneiden.
5. Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel- und Chiliwürfel darin 3 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen.
6. Knoblauch dazu pressen, Schwarzkohl und Gemüsebrühe dazugeben, gut umrühren und aufkochen. Nochmals umrühren. Mit Deckel bei niedriger Stufe 20 Minuten köcheln lassen. 2 Minuten vor Ende der Garzeit die getrockneten Tomaten unterrühren.
7. In der Zwischenzeit die Nudeln nach Packungsangabe bissfest kochen, den Ofen auf 200 °C vorheizen und den Bergkäse fein reiben.
8. Nach der Garzeit die in einem Sieb abgeschütteten und abgetropften Nudeln zum Schwarzkohl geben, mit Salz und Pfeffer würzen, gut verrühren und in einer Auflaufform verteilen. Mit dem Bergkäse bestreuen.
9. Im Ofen auf mittlerer Schiene 20 Minuten überbacken.

 

Kalorien und Co

  • Das Gericht ist vegetarisch
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Zubereitungszeit: 1 Stunde - plus 20 Minuten Backzeit

 

  • Pro 100 g:
  • 702 kJ / 133 kcal
  • F: 3,0 g, davon 1,7 g gesättigte Fettsäuren
  • K: 22 g, davon 1,5 g Zucker
  • E: 5,3 g, Salz: 0,15 g

 

Tipp

Das Rezept schmeckt auch gut mit Vollkorn-Nudeln oder Kartoffeln. Dazu passen Feldsalat oder Chicorée- Salat.

 

 

Rezept: Rollende Gemüsekiste

Vielen Dank an die rollende Gemüsekiste, die uns dieses Rezept für eine köstliche Herbstsuppe mit Bio-Zutaten zur Verfügung gestellt hat.

Die rollende Gemüsekiste ist ein Lieferservice für Bio-Produkte im Raum Augsburg und Bayerisch-Schwaben.

Praktisch: In einer fertigen Rezeptkiste bekommt ihr alle Zutaten für dieses Rezept nach Hause geliefert! Noch mehr Rezepte und Produkte für ein nachhaltiges Leben findet ihr auf der Seite der rollenden Gemüsekiste: www.rollende-gemuesekiste.de

 

 

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Tipp:

Für 4 Portionen

 

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Ernährungssicherheit – wieder Masse statt (Öko-)Klasse?

Ernährungssicherheit – wieder Masse statt (Öko-)Klasse?

Bäckerwirt Dasing
Friedberger Straße 10
86453
Dasing
Bio-Getreide, Foto Daniel Delong
Johannes Enzler diskutiert in seinem Vortrag kompetent die aktuellen Entwicklungen der Land- und Ernährungswirtschaft. Besonderen Platz wird er der Frage nach einer nachhaltigen Landwirtschaft einräumen.

Der Agrarwissenschaftler Johannes Enzler leitete bis 2021 den Fachbereich Ökologische Land- und Ernährungswirtschaft an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Seit den 80ern engagiert er sich beim BUND Naturschutz, unter anderem als stellvertretender Sprecher des Landesarbeitskreises Landwirtschaft und als Vorsitzender der BUND Kreisgruppe Augsburg. Er diskutiert in seinem Vortrag die aktuellen Entwicklungen der Ernährungswirtschaft und der nachhaltigen Landwirtschaft.

 

INFO:

  • Wann: 21.10.2022, 19:30 Uhr
  • Wo: Bäckerwirt Dasing, Friedberger Straße 10, 86453 Dasing
  • Eine Veranstaltung der Öko-Modellregionen Paartal und Stadt.Land.Augsburg
Event-Termin
-
German
„0% Regenwald. 100% nachhaltig“, lautet das Motto von Aaron Armah und Jakob Hemmers von NERO-Grillkohle.
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HIDE
Ort

Nero GmbH
Am Mittleren Moos 48
86167 Augsburg
Deutschland

E-Mail
info [at] nero-grillen.de

Aaron Armah und Jakob Hemmers sind Gründer des Augsburger Start-ups NERO-Grillkohle. Mit ihrer von Naturland bio-zertifizierten Grillkohle aus heimischen Resthölzern beweisen sie: Nachhaltig Grillen – das geht, sogar sehr gut! Das Unternehmen setzt neben nachhaltiger Forstwirtschaft auf innovative Produktion, kurze Transportwege und plastikfreie Umverpackungen. 2021 erhielten Aaron Armah und Jakob Hemmers den Zukunftspreis der Stadt Augsburg und den Umweltpreis des Bezirks Schwaben.


 

Ausschlaggebend für die Geschäftsidee der beiden Freunde war eine Ghana-Reise: „Wir kennen uns bereits aus dem Kindergarten und während einer gemeinsamen Reise vor ein paar Jahren sind wir auf die Problematik der Grillkohle aufmerksam geworden", berichtet Jakob.

 

Tipp
Seitenabschnitte

"In Ghana haben wir mit eigenen Augen die Kahlschläge in der Landschaft, die katastrophalen Produktionsbedingungen und schließlich auch das Verschiffen der Ware nach Europa gesehen. Da haben wir gedacht „Das muss doch besser gehen“ und so ist die Idee für NERO geboren. Unser Ansatz: nachhaltige Grillkohle, regional produziert mit Holz aus ökologischer Forstwirtschaft.“

Aaron Armah und Jokab Hemmers, Gründer der NERO GmbH

 

Bei der Umsetzung ihrer Idee machen die beiden Grillbegeisterten keine Kompromisse. Das Restholz für NERO Grillkohle kommt zu 100 Prozent aus nachhaltigen und regionalen Wäldern, wie dem Stadtwald in Saarbrücken, Templin sowie Wäldern in der Champagne. NERO produziert in einem mehrfach für Umweltschutz und Nachhaltigkeit prämierten Werk in Frankreich, sowie seit 2020 in einem zweiten von Naturland zertifizierten Holzkohlewerk in Mecklenburg-Vorpommern.

 

Dank des geschlossenen Herstellungsverfahrens mit hohem Wirkungsgrad ist bei der Verkohlung von NERO Grillkohle keine externe Energiezufuhr nötig. Im Gegenteil: Im innovativen Werk in Frankreich entsteht dabei sogar Energie, die in Form von Ökostrom ins Stromnetz eingespeist wird.

Klimaneutrale Holzkohle

Als einzige Grillkohle auf dem Markt trägt NERO Grillkohle das begehrte Bio-Siegel von Naturland. Bei der Naturland-Zertifizierung kommt es auf eine naturnahe, nachhaltige und bodenschonende Bewirtschaftung an. Außerdem werden für NERO-Grillkohle ausschließlich Resthölzer verwendet, die für eine anderweitige Nutzung, wie zum Beispiel die Möbelproduktion, nicht geeignet sind. In Kooperation mit ClimatePartner leistet NERO zudem einen Ausgleich aller verbleibenden CO2-Emissionen und unterstützt ein Aufforstungsprojekt in Brasilien. Somit ist NERO Grillkohle die erste klimaneutrale Holzkohle.

„In unserem Berufsalltag dreht sich natürlich alles um das Thema Nachhaltigkeit: wie werden die Wälder bewirtschaftet, aus denen unser Holz stammt? Wie können wir Produktion und Logistik noch nachhaltiger gestalten? Und natürlich auch, was können wir darüber hinaus tun? Deswegen engagieren wir uns mit NERO auch seit 2022 für ein nachhaltiges Agroforst-Projekt in Sachsen-Anhalt.“

Aaron Armah und Jokab Hemmers, Gründer der NERO GmbH

Auf einem 120 Hektar großen, bisher völlig strukturlosen Ackerland in Sachsen Anhalt wird eine vorbildliche, kleinteilig strukturierte und nachhaltig bewirtschaftete Ökolandschaft  entstehen. Felder, Gehölze, Wälder und Bio-Landwirtschaft wechseln sich ab, Erosion wird verhindert.

Und was kommt bei Jakob und Aaron auf den Grill?

„Für die meisten gehört Grillen und Fleisch wahrscheinlich erstmal zusammen. Das ist bei uns nicht zwangsläufig so. Es gibt so viele tolle Alternativen zu Fleisch. Ich persönlich finde die meisten vegetarischen Gerichte auf dem Grill wesentlich spannender als die Fleischvariante.“

Jakob Hemmers, Gründer der NERO GmbH

Deshalb veröffentlicht NERO auch regelmäßig vegetarische oder vegane Rezeptvorschläge. Wenn der Anbieter stimmt, kommt für beide aber auch schon einmal ein Stück Fleisch oder Wurst aus regionaler Haltung auf den Grill.

 

Und weil Kochen und Rezepte so viel Spaß machen, gehören seit Neuestem auch Grillsaucen und anderes Grillzubehör zum Angebot von NERO. 2021 und 2022 wurden NERO-Produkte bei Ökotest getestet und landeten unter den Testsiegern.

„Auch privat ist uns das Thema Nachhaltigkeit wichtig – ich denke, hier kann jeder auch im Kleinen etwas dazu beitragen: zum Beispiel auf die Herkunft der gekauften Produkte achten und möglichst regional einkaufen.“

Aaron Armah und Jokab Hemmers, Gründer der NERO Grillkohle GmbH

INFO

Herkömmliche Grillkohle ist regelmäßig für die Zerstörung von Wäldern, Lebensräumen und für soziale Ausbeutung verantwortlich. Jedes Jahr werden hunderttausende Tonnen Tropenholz in Südamerika und Afrika in  qualmenden Meilern zu Grillkohle verkohlt. So fallen jährlich mehr als 14 Millionen Quadratmeter Regenwald der Abholzung für Grillkohle zum Opfer – dies entspricht einer Fläche von knapp 2.000 Fußballfeldern.

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Oktober-Rezept: Kürbissuppe asiatisch

Oktober-Rezept: Kürbissuppe asiatisch
Eine heiße Suppe gibt uns im Herbst Energie. Die rollende Gemüsekiste verrät uns ihr Rezept mit Hokkaido-Kürbis.
Asiatische Kürbissuppe. Foto: Ökokiste

Orangerot, strahlend gelb und üppig - Kürbisse bringen Farbe und Energie in den Herbst! Jetzt türmen sie sich am Straßenrand oder leuchten uns auf Märktständen entgegen. Falls ihr Lust auf eine heiße, leckere Suppe bekommt: Die rollende Gemüsekiste verrät uns ihr Herbstrezept mit Hokkaido-Kürbis, der sich wunderbar für Suppen eignet. Neben der klassischen Kürbissuppe ist auch die Variante mit Kokosmilch, Ingwer und Curry sehr beliebt. Orangensaft gibt der Suppe etwas exotische Frische.

 

Zutaten

Für 4 Portionen
800 g Hokkaido
200 g Möhren
100 g Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer (25-50 g nach Belieben)
400 g Saftorangen
1 Zitrone
½ Bund Petersilie
400 ml Kokosmilch

 

Zutaten aus eurem Vorrat

1 EL Currypulver
1 Prise Chilipulver
1 EL Butter oder Kokosöl
500 ml Gemüsebrühe
2 EL Sojasauce
Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

1.    Kürbis waschen, vierteln, entkernen, mit Schale in grobe Stücke schneiden. Möhren putzen, in Würfel schneiden.
2.    Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch häuten und fein würfeln.
3.    Curry und Chilipulver bereitstellen.
4.    Orangen und Zitrone auspressen.
5.    Petersilie fein hacken.
6.    In einem großen Topf Zwiebeln und Knoblauch in Butter oder Kokosöl anschwitzen, Kürbis- und Möhrenwürfel hinzufügen, kurz anrösten. Ingwer, Curry, Chili, Orangensaft, Zitronensaft, Kokosmilch und Gemüsebrühe dazugeben, einmal aufkochen lassen und bei geschlossenem Topf unter gelegentlichem Rühren 25 min. köcheln lassen.
7.    Mit einem Pürierstab fein pürieren. Sojasauce unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
8.    Mit Petersilie servieren.

 

Kalorien und Co

Das Gericht ist vegetarisch.

Schwierigkeitsgrad: leicht

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten

Pro 100 g: 820 kJ / 180 kcal

F: 12 g, davon 3 g gesättigte Fettsäuren, K: 6 g, davon 3 g Zucker, E: 16 g, Salz: 0,17 g

 

Tipp

Etwas Zitronen- oder Orangenschale an die Suppe reiben oder mit einem Zestenreißer etwas Schale in Streifen abreißen und zur Suppe geben.
Gut schmeckt die Suppe auch mit Koriandergrün.

 

 

Rezept: Rollende Gemüsekiste

Vielen Dank an die rollende Gemüsekiste, die uns dieses Rezept für eine köstliche Herbstsuppe mit Bio-Zutaten zur Verfügung gestellt hat.

Die rollende Gemüsekiste ist ein Lieferservice für Bio-Produkte im Raum Augsburg und Bayerisch-Schwaben.

Praktisch: In einer fertigen Rezeptkiste bekommt ihr alle Zutaten für dieses Rezept nach Hause geliefert! Noch mehr Rezepte und Produkte für ein nachhaltiges Leben findet ihr auf der Seite der rollenden Gemüsekiste: www.rollende-gemuesekiste.de

 

 

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In der Denns-Filiale in der Friedberger Straße 165 hat die Biobäckerei Schubert ihre elfte Filiale eröffnet. Neben dem Bäckerladen gibt es ein Tagescafé mit Sitzplätzen innen und außen.
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Ort

Biobäckerei Schubert
Friedberger Str. 165
86163 Augsburg
Deutschland

Die Bäckerei Schubert stellt seit über 40 Jahren Bio & Vollwert Backwaren her. Das Sortiment besteht aus rund 80 Vollwert Artikeln, davon ist ein Großteil aus Dinkelkorn. Das Korn für die Vollwert-Backwaren wird täglich frisch auf der hauseigenen Mühle gemahlen.

Die Brote werden mit Natursauerteig hergestellt. Für Allergiker*innen werden weizenfreie Backwaren aus Dinkel oder Roggen sowie hefefreie Brote und glutenfreie Backwaren angeboten. Insgesamt gibt es 10 Filialen, in Augsburg, Stadtbergen, München und Planegg.

 

NACHHALTIGE FIRMENPHILOSOPHIE

Die Bäckerei Schubert hat ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit, Umwelt und Nachhaltigkeit. Nachhaltiges Wirtschaften, die Verwendung von Produkten aus ökologischem Anbau aus der Region und die Teilnahme an Ökoprofit Augsburg und EMAS gehören daher zur Firmenphilosopie. Im Juni 2006 wurden sie hierfür mit dem Augsburger Zukunftspreis in der Kategorie Klimaschutz ausgezeichnet.

Die Bäckerei Schubert hat sich den Verbänden Bioland und Demeter angeschlossen. Durch die Unterstützung der Bio-Landwirtschaft werden Trinkwasser und Böden geschont und die Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren bleibt erhalten.

 

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September-Rezept: Zwetschgenkuchen

September-Rezept: Zwetschgenkuchen
Erntezeit! Zwetschegenkuchen gehört ganz sicher zum Besten, was der Spätsommer zu bieten hat! Die rollenden Gemüsekiste verrät uns ihr Rezept. Schwierigkeitsgrad: Leicht!
Zwetschgenkuchen, Foto: Ökokiste

Zwetschgenkuchen versüßt uns den Abschied vom Sommer. Es gibt kaum etwas Besseres, als an einem warmen Tag im Altweibersommer auf einer Wiese, am See oder auf einem Bergipfel ein Stück saftigen, köstlichen Pflaumenkuchen zu genießen. Warm oder kalt, mit Sahne oder ohne... lasst es euch schmecken!

 

Zutaten

für eine Springform mit 24 cm Durchmesser

Für den Belag:

800 g Zwetschgen

1 TL Süßrahmbutter

60 g Rohrohrzucker

1 Päckchen Vanillezucker


Für Boden & Streusel:

300 g Weizenmehl

150 g Süßrahmbutter (kalt)

150 g Rohrohrzucker

Butter zum Einfetten

 

Zutaten aus eurem Vorrat

2 EL Stärke (alternativ Mehl)

 

Zubereitung

1.    Ofen auf 180 °C vorheizen, Boden und Rand einer Springform mit etwas Butter einfetten.
2.    Für den Belag die Zwetschgen waschen, aufschnei¬den, entkernen und je nach Größe halbieren oder vierteln.
3.    Butter in einer Pfanne oder einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen, Zwetschgen hinzugeben. Mit Rohrohrzucker und Vanillezucker bestreuen und vermengen, Zucker unter Rühren auflösen lassen. Stärke mit einem Sieb darüber stäuben, vorsichtig verrühren und auf kleiner Stufe 2 Minuten leicht kö¬cheln lassen. Umrühren, von der Platte nehmen, et¬was abkühlen lassen.
4.    In der Zwischenzeit für den Boden und die Streusel das Mehl, kalte Butter in Flöckchen und Zucker mit Knethaken oder Rührbesen vermengen, bis eine fein-krümelige Masse entsteht.
5.    2/3 der Masse in der Springform verteilen und mit einem Esslöffel gleichmäßig fest drücken, Zwetsch¬genmasse darauf gleichmäßig verteilen.
6.    Mit den Händen aus der restlichen Teigmasse Streusel reiben und diese auf dem Belag verteilen.
7.    Im Ofen auf der mittleren Schiene 40-45 Minuten backen. Der Kuchen kann warm oder kalt gegessen werden.

 

Kalorien und Co

Das Gericht ist vegetarisch.

Schwierigkeitsgrad: leicht,  Zubereitungszeit: 20 Minuten / Backzeit 40-45 Minuten

Pro 100 g: 699 kJ / 167 kcal, F: 12 g, davon 0,8 g gesättigte Fettsäuren, K: 44 g, davon 3 g Zucker, E: 8 g, Salz: 0,15 g

 

Tipp

Dazu passt wunderbar Schlagsahne. Etwas Zimt, in den Belag gerührt, passt auch prima. Wer mag, kann noch etwas Puderzucker über den kalten Kuchen sieben. Und mit Vanille-Eis wird der Kuchen zu einem Gedicht!

 

 

Rezept: Rollende Gemüsekiste

Vielen Dank an die rollende Gemüsekiste, die uns dieses Rezept für einen köstlichen Kuchen mit Bio-Zutaten passend zur Jahreszeit zur Verfügung gestellt hat.

Die rollende Gemüsekiste ist ein Lieferservice für Bio-Produkte im Raum Augsburg und Bayerisch-Schwaben.

Praktisch: In einer fertigen Rezeptkiste bekommt ihr alle Zutaten für dieses Rezept nach Hause geliefert! Noch mehr Rezepte und Produkte für ein nachhaltiges Leben findet ihr auf der Seite der rollenden Gemüsekiste: www.rollende-gemuesekiste.de

 

 

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August-Rezept: Griechischer Bauernsalat

August-Rezept: Griechischer Bauernsalat
Wie im Urlaub - der griechische Bauernsalat der rollenden Gemüsekiste versetzt uns beim Essen mental in den Süden und ist somit ein perfektes Gericht für warme Sommertage.
Das leckere und gesunde August-Rezept: griechischer Salat der rollenden Gemüsekiste. Foto: Ökokiste e.V.

Bio, saisonal und vegetarisch: Der griechische Bauernsalat ist ein Klassiker unter den Salaten, der sich für verschiedenste Anlässe eignet. Er ist schnell zubereitet, kalorienarm und schmeckt nach Urlaub!

 

Zutaten

für 4 Portionen

1 Packung Feta

1 Schlangengurke

1 rote Paprikaschote

1 grüne Paprikaschote

1 rote Zwiebel (ca. 100 g)

500 g Tomaten

100 g Oliven (steinlos)

1 Bund glatte Petersilie

2 EL Zitronensaft

1 Knoblauchzehe

 

Zutaten aus eurem Vorrat

5 EL Olivenöl

1,5 TL Oregano (getrocknet)

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

1. Den Schafskäse mit 1 EL Olivenöl beträufeln, mit 1/2 TL Oregano bestreuen und in Würfel schneiden.

2. Gurke der Länge nach vierteln und die Längsstücke quer in 1-2 cm breite Stücke schneiden. Paprika putzen und in Streifen schneiden, diese nochmal halbieren. Zwiebel in feine Ringe schneiden. Tomaten je nach Größe in Viertel oder Achtel schneiden. Oliven ggf. abtropfen lassen. Petersilie fein hacken.

3. Alle Zutaten sehr vorsichtig in einer großen Schüssel miteinander verrühren und auf einer Servierplatte, auf Tellern oder in Salatschalen anrichten.

4. Für das Dressing das restliche Olivenöl, Zitronensaft, die feingehackte Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer gut verrühren und über den Salat gießen. Mit restlichem Oregano bestreuen.

 

Kalorien und Co

Das Gericht ist vegetarisch.

Schwierigkeitsgrad: leicht

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Pro 100 g: 461 kJ / 110 kcal

F: 9 g, davon 0,8 g gesättigte Fettsäuren, K: 2 g, davon 1 g Zucker, E: 3 g, Salz: 0,15 g

 

Tipp

Dazu passt wunderbar Fladenbrot. Wer mag, kann sich auch einen Weißwein, z.B. einen Sauvignon Blanc dazu schmecken lassen.

 

 

Rezept: Rollende Gemüsekiste

Vielen Dank an die rollende Gemüsekiste, die uns dieses Rezept für ein leichtes, leckeres Sommergericht mit Bio-Zutaten passend zur Jahreszeit zur Verfügung gestellt hat.

Die rollende Gemüsekiste ist ein Lieferservice für Bio-Produkte im Raum Augsburg und Bayerisch-Schwaben.

Praktisch: In einer fertigen Rezeptkiste bekommt ihr alle Zutaten für dieses Rezept nach Hause geliefert! Noch mehr Rezepte und Produkte für ein nachhaltiges Leben findet ihr auf der Seite der rollenden Gemüsekiste: www.rollende-gemuesekiste.de

 

 

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Regionalvermarktertag im Botanischen Garten Augsburg

Regionalvermarkter im Botanischen Garten Augsburg

Botanischer Garten Augsburg
Dr.-Ziegenspeck-Weg 10
86161
Augsburg
Plakat Regionalvermarktertag 2019
Gesund. Regional. Lecker! Regionale Organisationen und Anbieter*innen präsentieren ihre Produkte, bieten Kostenproben an oder informieren über Lebensmittel.

Beim Regionalvermarktertag erfahrt ihr, wie unsere Region schmeckt. Vom knusprigen Brot, frischen Eiern, Honig, Säften von Streuobstwiesen bis zu selbstgebrautem Bier - unsere Region hat viel zu bieten!

Neben Gaumenfreuden sorgt ein Rahmenprogramm für Unterhaltung für die gesamte Familie. Von 11 bis 16 Uhr steht der Pomologe Anton Klaus für die Bestimmung von Äpfeln aus dem eigenen Garten zur Verfügung. Dafür müsst ihr mindestens drei typische Äpfel einer Sorte mit Stiel, ohne Wurm und sonnengereift mitbringen.

 

Außerdem informiert die Insektenrangerin Tine Klink über naturnahe Gärten und die Umweltstation Augsburg bietet verschiedene Aktionen für Kinder z.B. „Rund ums Gemüse“ und Filzen jeweils von 13.00 bis 16.30 Uhr an.

 

Die Aussteller sind über das Geländes des Botanischen Gartens verteilt. Sie präsentieren Ihre Produkte und bieten diese zum Verkauf an. Mit dabei sind: Bäckerei Schubert, Rollende Gemüsekiste, Der Grüne Daumen, Cityfarm, Landmetzgerei Diem, Imkerei Beier, Ölmühle Kappelbauer, Obst- und Gartenbauverein Haunstetten, Schmankerl aus dem Bauerngärtle – Fam. Sailer, Weitwinkel e.V., Zusamtaler Saftmanufaktur, Herzstück, Meisterhand, Lechtaler Kürbiskerne, Schwabenbüffel, MutMacherMenschen, Naturglück Horgau, Landkäserei Reissler, Stadtwerke Augsburg, Imkerei Rauscher,  Weltladen Augsburg.

 

Der Regionalvermarktertag wird von der Umweltstation Augsburg in Kooperation mit dem Botanischen Garten Augsburg organisiert und vom Bayerischen Umweltministerium gefördert.

 

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Juli-Rezept: Gnocchi Caprese

Juli-Rezept: Gnocchi Caprese
Die rollende Gemüsekiste wünscht guten Appetit. Bio, saisonal und vegetarisch – hier kommt ein leckeres, leichtes Sommergericht.
Gnochhi Caprese ein leichtes, vegetarisches Sommergericht. © Ökokiste e.V.

Gnocchi Caprese sind das ideale Gericht für die Feierabend-Küche und Ungeduldige. Die Zutaten sind ruckzuck vorbereitet, kommen auf ein Blech und werden im Ofen gebacken.

 

Zutaten

für 2 Portionen

400 g Gnocchi (Fertigprodukt)
400 g Cherry- oder Cocktailtomaten (rot, gelb, nach Verfügbarkeit)
1 Kugel Mozzarella
Basilikum frisch (oder getrocknet, nach Verfügbarkeit)

 

Zutaten aus eurem Vorrat

3 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

1.    Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
2.    Gnocchi aus der Packung nehmen und auf einem Blech mit Backpapier verteilen.
3.    Tomaten halbieren und ebenfalls auf dem Blech verteilen. Es sollte nichts übereinander liegen.
4.    Mozzarella abgießen, abtupfen, in kleine Stücke zupfen und gleichmäßig auf Gnocchi und Tomaten legen.
5.    Falls man kein frisches Basilikum hat, 1/2 TL getrocknetes Basilikum auf dem Blech verstreuen.
6.    Das Ganze mit Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen.
7.    Im Ofen 20-25 Minuten backen, bis der Käse goldbraun wird.
8.    Mit einem Pfannenwender auf Teller verteilen und mit abgezupften Basilikum-Blättern servieren.


Kalorien und Co

Das Gericht ist vegetarisch

Schwierigkeitsgrad: sehr leicht
Zubereitungszeit: 5 Minuten und 20-25 Minuten Backzeit
Pro 100 g: 699 kJ / 167 kcal
F: 9 g, davon 1,9 g gesättigte Fettsäuren, K: 15 g, davon 2 g Zucker, E: 6 g, Salz: 0,55g
 

Tipp

Besonders hübsch und sehr lecker ist es, wenn ihr vor dem Servieren einige Tropfen Crema di Balsamico (cremiger Balsam-Essig zum Würzen) über das Gericht gibt. Raffiniert wird es, wenn man während der Backzeit in einer Pfanne Olivenöl mit feinstgehacktem Knoblauch, Salz und einem TL feingehackten frischen oder getrockneten italienischen Kräutern (Thymian, Majoran, Oregano, Salbei, Rosmarin) vermengt und unter Rühren erhitzt. Das Knoblauch-Öl vor dem Servieren über das Gericht träufeln. Lecker!!!


Rezept: rollende Gemüsekiste

Vielen Dank an die rollende Gemüsekiste, die uns dieses Rezept für ein leichtes, leckeres Sommergericht mit Bio-Zutaten passend zur Jahreszeit zur Verfügung gestellt hat. © Ökokiste e.V.

Die rollende Gemüsekiste ist ein Lieferservice für Bio-Produkte im Raum Augsburg und Bayerisch-Schwaben.

Praktisch: In einer fertigen Rezeptkiste bekommt ihr alle Zutaten für dieses Rezept nach Hause geliefert! Noch mehr Rezepte und Produkte für ein nachhaltiges Leben findet ihr auf der Seite der rollenden Gemüsekiste: www.rollende-gemuesekiste.de

 

 

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„Jeder Mensch sollte neugierig und offen bleiben“

„Jeder Mensch sollte neugierig und offen bleiben“
Interview mit Frank Schubert von der Bäckerei Schubert. Der Biobäcker setzt konsequent auf Zeit, Handwerk und ökologische Zutaten. Aus Überzeugung und Leidenschaft. Seine Backwaren sind dadurch gesünder für Mensch und Umwelt.
Frank Schubert_2016_Foto: Torsten Mertz

Seit 1954 produziert die Bio & Vollwert Bäckerei und Konditorei Schubert ihre Backwaren in Augsburg. Die Bäckerei Schubert hat bereits 1973 auf Bio-Getreide umgestellt und gehört zu den Bayerischen Bio-Pioniere. Das Korn für alle Vollkornmehle wird in der Bäckerei Schubert direkt vor Ort frisch gemahlen. Am Produktionsstandort auf dem ehemaligen Schlachthofgelände, im Café himmelgrün und in neun weiteren Verkaufsstellen in Augsburg und München arbeiten über 100 Mitarbeiter, davon 15 Auszubildende. Frank Schubert ist seit 2009 alleiniger Geschäftsführer der Firma Schubert.

 

Name: Frank Schubert

Beruf: Geschäftsführer der Bio Bäckerei Schubert

Geboren in: Augsburg

Lebt in: Augsburg

Lieblingsort: Siebentischwald

 

"Wir wollen die Artenvielfalt erhalten, dass das Trinkwasser sauber bleibt und dass wir von einer Landschaft umgeben sind, in der wir uns wohlfühlen."

Biobäcker Frank Schubert

Wann müssen Sie aufstehen?

Meist stehe um sechs mit meinen Kindern auf und komme dann in die Bäckerei.

 

Was treibt Sie an?

Schubert: Ich möchte die handwerkliche und ökologische Herstellung von Backwaren für den heutigen Kunden so spannend machen, dass er nicht nur sagt, dahinter steht eine interessante Philosophie, sondern auch: die macht mir Lust, die macht mir Spaß. Ich habe gemerkt, dass ich diese beiden Dinge verbinden muss, nur dann kann ich viele Verbraucher für Bio begeistern. Das Café himmelgrün war ein erster Baustein und hier wollen wir noch mehr machen.

 

Was macht ein gutes Brot aus?

Schubert: Erstens: Es muss handwerklich gut gemacht sein, einem gut schmecken, Lust machen und den Menschen gut ernähren. Zweitens: Für uns ist es grundlegend wichtig, dass alle Zutaten immer aus biologischer Landwirtschaft kommen. Und das Dritte ist der Verzicht auf Zusatzstoffe, wie beispielsweise Spezialmehle oder technische Enzyme, die ursprünglich nicht ins Brot gehören. Das darf alles nicht drin sein.

 

Warum ist die biologische Landwirtschaft Ihnen so wichtig?

Schubert: Mein Vater ist schon sehr früh auf die Bio Bewegung gestoßen. Er wollte gesundes und natürliches Brot backen. Das ist so geblieben. Ich habe immer ein starkes Bild vor Augen: Wenn wir alle uns die Frage stellen, wie eine Landschaft aussieht, in der wir leben und unsere Kinder darin aufwachsen sehen möchten. Was müssen wir dann tun? Wie sähe dies aus? Gibt es darin kleine Landwirtschaften oder nur Großbetriebe? Radle ich gerne an einem Feld vorbei, das gerade chemisch gespritzt wird? Möchte ich das einatmen? Möchte ich, dass andere das einatmen müssen? Müsste ich Angst davor haben, dass meine Kinder eine Stalltür öffnen, weil sich dahinter Tierquälerei verbirgt? Gibt es in meiner Landschaft Vögel, wilde Blumen und Schmetterlinge, oder möchte ich, dass deren Lebensräume nebenbei vernichtet werden? Ich finde  die Antworten eindeutig und deswegen handeln wir 100 % ökologisch.

 

Was ist wichtiger: regional oder bio?

Schubert: Für mich muss regional auch immer bio sein. Denn regional ist ja erst einmal aus, dass ich kürzere Lieferwege habe und die regionale Wertschöpfungskette erhalte. Die Bezeichnung „regional“ allein ist oft zu schwammig. Ob ich mit meiner direkten Umwelt nachhaltig umgehe, wird nicht geregelt. Dass lässt sich deshalb nicht auseinander dividieren. Ich kann auch regional richtigen Mist machen.

 

Konkret: woher beziehen Sie Ihre Rohstoffe

Schubert: Wir haben sei einigen Jahren Mehrjahreskontrakte mit Bauern aus der Umgebung, im Umkreis von ungefähr 60 Kilometern. Durch diese räumliche Nähe haben wir einen direkten Bezug den Bauern: Wir treffen uns mindestens einmal im Jahr und tauschen uns aus. Der Vorteil ist: Wir und die Bauern haben Planbarkeit was das Einkommen, die Mengen und die Qualität betrifft.

 

Noch einmal zurück zu den Backhilfsmittel und Enzymen. Warum werden die von den meisten Bäckern benutzt?

Schubert: Wir gehen momentan davon aus, dass der Großteil der Backwaren in Deutschland mit technischen Enzymen versetzt ist, beim Kleingebäck wahrscheinlich über 90 Prozent. Diese Enzyme haben bisher den Vorteil, dass sie nicht deklariert werden müssen, aber in der Wirkung wesentlich besser sind als alle Zusatzstoffe, die es bisher gab, die sogenannten E-Nummern. Momentan werden gezielt Enzyme gezüchtet, die die Kruste und Bräunung verbessern, die Haltbarkeit verlängern und das Volumen vergrößern. Um das auszugleichen, betreiben wir als Handwerksbäcker einen sehr, sehr großen Aufwand, müssen sehr traditionelle Backprozesse aktivieren und pflegen. Ein konventioneller Bäcker kann durch die neuesten Entwicklungen der technischen Enzyme Handwerklichkeit vortäuschen oder sogar besser sein.

 

Was macht denn einen Handwerksbäcker aus?

Schubert: Handwerklich ist erst einmal ein Bäcker, der nicht industriell arbeitet. Viele Backwaren werden noch per Hand aufgearbeitet, es gibt relativ viele Menschen in der Produktion. Das heißt aber nicht, dass dort die traditionellen Backprozesse gepflegt werden. Handwerksbäcker verwenden i. d. Regel auch technische Enzyme, Spezialmehle oder sogar Fertigbackmischungen, die man einfach nur mit Wasser mischt. Das gibt schöne Brote, die immer gleich schmecken und aussehen. Das individuelle jedes einzelnen Bäckers geht jedoch verloren. Dann ist es aber wichtig, den Kunden zu erklären, dass der Verzicht auf diese Hilfsmittel dazu führt, dass es auch mal Backwaren gibt, die etwas anders aussehen oder schmecken als an einem anderen Tag, weil wir mit natürlichen Rohstoffen arbeiten. Handwerksbäcker sollten sich auf traditionelle Teigführungen besinnen und dadurch ihre Eigenständigkeit erhalten.

 

Was macht die Bäckerei Schubert anders?

Schubert: Wir setzen Vorteige, Sauerteige, lange Teigführungen ein. In die Semmel, die wir herstellen, ist beispielsweise ein Vorteig drin, der 24 Stunden ruht und dann erst verarbeitet wird. Dann stehen die Semmeln noch einmal 24 Stunden, bis sie gebacken werden. In der Zeit bilden sich deutlich mehr Aromen aus, man bekommt eine schöne Kruste und gleichzeitig werden Stoffe im Getreide so aufgeschlossen, dass sie für den Menschen besser bekömmlich sind.

Es gab vor kurzem eine Untersuchung darüber, warum in letzter Zeit so viele Menschen den Weizen nicht vertragen, und da kam heraus, dass ein Grund sein könnte, dass die meisten Bäcker keine lange Teigführung mehr machen. Es kann also sein, dass nicht der Weizen Schuld ist, sondern die immer kürzeren Herstellungsprozesse. Ein Industriebäcker kann beispielsweise einen Teig in ein, zwei Minuten kneten, bevor er direkt weiterverarbeitet wird. Wir kneten bis zu zwanzig Minuten und lassen den Teig dann aber noch einige Stunden stehen, bevor wir ihn weiterverarbeiten.

 

Bio, regional, viele Mitarbeiter, viel Platz und viel Zeit. Das kostet. Um wie viel sind Ihre Backwaren teurer als die anderer Bäckereien?

Schubert: Die grundlegenden Backwaren dürfen bei uns nicht viel teurer sein als beim guten konventionellen Bäcker. Wir wollen, dass möglichst viele Menschen Bio und gute Qualität essen können. Darüber hinaus haben wir natürlich Produkte, die sehr aufwändig in der Herstellung sind oder teure Rohstoffe benötigen. Gerade der teurere Dinkel ist bei uns ein wichtiger Rohstoff, wir haben 30 Prozent Dinkelanteil im Gesamtsortiment. Und ganz unumgänglich ist es, in der Biobranche auf übermäßige Gewinnmargen zu verzichten. Die Produkte sollen ja für den Kunden auch noch erschwinglich bleiben.

 

Die meisten Bäckereien sind dazu übergegangen, ihren Kunden den ganzen Tag bis in den Abend eine große Auswahl bieten zu können. Wie viel Brot und andere Backwaren bleiben bei Ihnen übrig - und was machen Sie damit?

Schubert: Wir haben Versuche gestartet, das Sortiment am Abend klein zu halten, um die Retouren zu verringern. Langfrist gesehen gehen dann leider viele Kunden zu einem anderen Bäcker. Da müsste sich jeder Kunde umgewöhnen und offen werden für Betriebe, die sagen, wir wollen nicht mehr so viel wegwerfen. Hier kann ein einzelner Bäcker nicht viel tun.

Die Retouren bringen wir dreifach unter: Ein Teil geht an die Tafeln, ein Teil geht als Tierfutter an Biobauern und ein Teil wird in Biogasanlagen verarbeitet. Es gäbe zwar theoretisch Möglichkeiten, einen Teil der übrig gebliebene Backwaren im Betrieb nochmals zu verwenden, aus Gründen der Hygiene und der Sicherheit ist es aber praktisch unmöglich

 

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Schubert: Wir wollen in nächster Zeit noch weitere Produkte entwickelten, die Genuss mit Ökologie und ganzheitlichem Handeln verbinden. Es gibt aber auch noch einige Baustellen im Bereich Ökologie bei unseren Fertigungsanlagen. Und auf Seiten der Rohstoffe wollen wir klären, wie wir noch regionaler einkaufen können. Beispielsweise gibt es für Molkereiprodukte nur wenige Lieferanten in der Region. Und das Thema Verpackungen haben wir auch auf dem Schirm, das gilt vor allem für Coffee-to-go-Becher. Bei uns können die Kunden schon jetzt ihre eigenen Becher mitbringen. Hier würden wir aber gerne mehr machen: In anderen Städten haben sich mehrere Gastroeinrichtungen vernetzt; in Augsburg ist das noch nicht so. Vielleicht gibt es ja unter den Lifeguide-Lesern jemand, der sagt, hier würde er oder sie gerne einige Unternehmen zusammenbringen. Ein weiteres wichtiges Thema ist auch immer wieder die Mitarbeiterzufriedenheit, hier haben wir einige Projekte angestoßen.

 

Was ist Ihre geheime Superkraft?

Schubert: Ich nehme mir Zeit für den Ausgleich. Dazu gehört meine Familie, ich spiele Gitarre, ich treibe Sport - und was mir wichtig ist: immer wieder in der Welt herumzukommen. Wir haben ein Netzwerk befreundeter Bäckereien, mit denen wir uns mehrmals im Jahr treffen und austauschen, um Kraft und neue Ideen zu bekommen.

 

Angenommen, Sie treffen heute den 18-jährigen Frank Schubert, war raten Sie ihm?

Schubert: Das einzige wäre, bei einigen Sachen einmal genauer hinzusehen - und die Dinge einzugrenzen. Also nicht alles auf einmal machen zu wollen.

 

Eine Begegnung, die Sie nie vergessen?

Schubert: Das erste Treffen mit meiner Frau vor über 25 Jahren.

 

Was sollte jeder Mensch in seinem Leben mal gemacht haben?

Schubert: Wichtig für unsere Gesellschaft finde ich, dass jeder Mensch neugierig und offen bleibt. Und auch bereit ist, auf andere zuzugehen. Das ist in diesen Zeit, in denen sich die Gruppen politisch immer mehr voneinander abgrenzen, sehr wichtig. Wenn die einen Bevölkerungsgruppen gegenüber den anderen nicht offen sind und die Neugierde aufeinander verlieren, werden wir sehr, sehr schwierige Zeiten haben. Das Miteinander ist auch etwas, was wir hier im Betrieb aktiv leben: Wir beschäftigen Menschen aus sehr unterschiedlichen sozialen Hintergründen, mit unterschiedlicher Bildung, offene und weniger offene, Bio-Begeisterte und solche, denen Bio egal ist, wir haben Flüchtlinge, die gerade Deutsch lernen. Es gibt hier einige Herausforderungen, aber es funktioniert.

 

Sie laden Freunde zum Essen ein: Was kochen Sie?

Schubert: Europäisch, bunt, frisch mit vielen verschiedenen Komponenten und dazu passenden Getränken/Drinks.

 

Was gefällt Ihnen an Augsburg

Schubert: Ich liebe Augsburg, ich freue mich, dass es mittlerweile großstädtischer geworden ist, dass es viele interessante Projekte gibt, interessant Einzelhändler - und die Nähe zur Natur. Ich nutze beides gerne, gehe in den Siebentischwald, an den Kuhsee und natürlich in die Innenstadt mit ihren Plätzen und den vielen Cafés. Man kann sich hier wie im Urlaub fühlen.

 

Brot und Backwaren von Schubert erhält man in den Augsburger Filialen am Hauptbahnhof, Apostel-Platz, Stadtmarkt, Königsplatz, Schlachthof, Hochzoll-Süd sowie in Leitershofen. Außerdem werden alle Naturkostläden, Bio-Supermärkte und Reformhäuser in und um Augsburg beliefert.

 

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Der Artikel erschien zuerst am 20. Dezember 2016

Brot - traditionell gebacken von der Biobäckerei Frank Schubert in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
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Eines der wichtigsten Lebensmittel in unserem Kulturkreis: Brot. Foto: Cynthia Matuszewski
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Frank Schubert von der Biobäckerei Schubert in Augsburg ist Teil des "Lifeguide Augsburg - Nachhaltig unterwegs in Stadt und Region". Foto Cynthia Matuszewski
Frank Schubert von der Biobäckerei Schubert in Augsburg ist Teil des "Lifeguide Augsburg - Nachhaltig unterwegs in Stadt und Region". Foto Cynthia Matuszewski
In der Backstube der Bio-Bäckerei Schubert in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
In der Backstube der Bio-Bäckerei Schubert in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Das Lifeguide-Team bei einer Backstubenführung bei Bio-Bäcker Frank Schubert in Augsburg. vl: Frank Schubert, Norbert Stamm, Torsten Mertz und Annabell Hummel. Foto: Cynthia Matuszewski
Das Lifeguide-Team bei einer Backstubenführung bei Bio-Bäcker Frank Schubert in Augsburg. vl: Frank Schubert, Norbert Stamm, Torsten Mertz und Annabell Hummel. Foto: Cynthia Matuszewski
Im neuen Unverpackt-Wagen Grünfux-deluxe bietet die Biobäckerei Schubert preisewerte Biobackwaren vom Vortag an. Foto: Frank Schubert
Im neuen Unverpackt-Wagen Grünfux-deluxe bietet die Biobäckerei Schubert preisewerte Biobackwaren vom Vortag an. Foto: Frank Schubert
Biobäckerei Schubert, Filiale am Königsplatz. Foto: Frank Schubert
Biobäckerei Schubert, Filiale am Königsplatz. Foto: Frank Schubert
Von links: Josef Wetzstein (Landesvorsitzender Bioland Bayern), Janina und Frank Schubert (BioBäckerei Schubert, Augsburg), Thomas Hammerl und Partnerin ( Bioland-Landwirt), Foto: Cynthia Matuszewski
Von links: Josef Wetzstein (Landesvorsitzender Bioland Bayern), Janina und Frank Schubert (BioBäckerei Schubert, Augsburg), Thomas Hammerl und Partnerin ( Bioland-Landwirt), Foto: Cynthia Matuszewski
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