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Ein Ausflug zum Umweltzentrum Schmuttertal

Ein Ausflug zum Umweltzentrum Schmuttertal
Das Umweltzentrum Schmuttertal lädt Naturbegeistere, Schulklassen und Betriebe ein, Natur hautnah zu erleben. Umgeben von drei Flüsschen gibt es im Schmuttertal viel zu sehen, zu erfahren und zu erleben.
Umweltzentrum Schmuttertal, Schmutter, Fluß, Landschaft, Diedorf, Foto Cynthia Matuszewski

Nur zehn Kilometer und 30 Radl-Minuten vom Augsburger Rathaus entfernt liegt das Umweltzentrum Schmuttertal in einer stillen Ebene in Markt Diedorf. Eingebettet in Wiesen schlängelt sich hier die Schmutter malerisch durch das weite Tal, eine alte Mühle, ein Gehöft und ein paar Pappeln säumen das Ufer und die gesamte Landschaft lädt zum Schauen, Verweilen und Entschleunigen ein.

Dieser Ort hat seinen ganz besonderen Charme.

Anna Röder, Umweltpädagogin und Leiterin des Umweltzentrum Schmuttertal

Anna Röder liebt ihren Arbeitsplatz in der alten Mühle. „Ich schaue direkt auf die Schmutter...“

 

Zu verdanken hat sie ihre naturnah gelegene Arbeitsstelle der Gemeinde Diedorf. Mit nur 11.000 Einwohnern zeigt der Ort ein außergewöhnlich großes Engagement für Umweltbildung. 2013 hat Diedorf die alte Mahlmühle und den dazugehörigen Hof unmittelbar an der Schmutter gekauft und in einen Ort verwandelt, in dem heute Betriebe, Schulklassen und alle Naturbegeisterten willkommen sind. Im Umweltzentrum Schmuttertal wird „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vermittelt.  Hinter dem eher trockenen Fachbegriff warten an der Schmutter naturnahe Erlebnisse, kleine Abenteuer und spannende Fakten auf die Besucher*innen. Zu den Schwerpunkten Wasser, nachhaltiger Lebensstil, Biodiversität und Klimawandel werden eine Vielzahl von Führungen, Seminaren, Workshops und Erlebnistouren angeboten.  

 

Wissen mit allen Sinnen vermitteln

Bei der Kanadiertour mit Müllsammel-Challenge steht zum Beispiel neben Spaß und Geschicklichkeit auch viel Wissen zum Thema Plastikmüll auf dem Programm. Bei der Führung durch den archäologischen Garten erfahren die Besucher*innen Spannendes zu den Ursprüngen der Landwirtschaft in unserer Region vor 7.500 Jahren und lernen Emmer und Einkorn kennen. Und beim  Kräuterworkshop mit Verkostung lassen sich Jung und Alt gleichermaßen begeistert den Gänseblümchenaufstrich auf der Zunge zergehen. Das Wissen zu Natur und Umweltschutz wird im Umweltzentrum mit allen Sinnen vermittelt.

 „Wissen, das durch Erlebnisse in uns verankert ist, bleibt uns das ganze Leben erhalten. Und mit ein wenig Glück sind diese Sinnes-Erlebnisse die Mosaiksteinchen, die unseren Lebensstil, unser Verhalten und unser Verständnis für Umweltschutz beeinflussen.

Anna Röder, Umweltpädagogin und Leiterin des Umweltzentrum Schmuttertal

Anna Röder arbeitet seit 1986 im Bereich Umweltbildung und freut sich, wenn sie zu einem tieferen Naturverständnis beitragen kann. Zum festen Programm im Umweltzentrum Schmuttertal gehören seit Jahren die Kinder-Umweltwochen im Sommer, bei denen Eltern und Kinder gemeinsam schnitzen, käschern, bauen, paddeln, kochen oder forschen können. Auch die Saatgutbörse im Frühling und das Drachenfest im Herbst sind bei Jung und Alt sehr beliebt.

 

„In unserem Referentenpool sind Expertinnen und Experten für viele verschiedene Schwerpunkte. Ein Holzkünstler gibt Wissen über das Schnitzen weiter, eine Imkerin informiert zum Thema Bienen und unser Gewässerlabor und die Forscherinsel betreuen Umweltpädagogen“, erzählt Anna Röder. Neben der Teilnahme am festen Programm können Betriebe, Schulklassen oder andere Gruppen auch ihren eigenen Tagesausflug oder Workshop  planen und buchen.

Auf der Basis unseres vielfältigen Programmes können wir auf individuelle Wünsche eingehen und ein maßgeschneidertes Programm erstellen.

Anna Röder, Leiterin des Umweltzentrum Schmuttertal

Bei einem Betriebsausflug können Sportbegeisterte zum Beispiel auf der Schmutter paddeln. Andere mögen es lieber ruhig und töpfern oder lassen sich über altes Saatgut informieren.

 

Der perfekte Dayout: Erlebnisse ganz nah an der Natur, Teambuilding und Picknick

Die Natur- und Erlebnispädagogin Kerstin Gerritzen erstellt im Vorfeld in Zusammenarbeit mit den Gästen einen passgenauen Ausflugsplan. Neben den beliebten Führungen zu den Forscherinseln oder durch den „Archäologischen Garten“ ist auch der Schwerpunkt Teambuilding und Naturerfahrung bei Betrieben sehr gefragt. Je nach Bedarf kann ein Catering organisiert werden.

Seit 2021 hat das Umweltzentrum auch zwei Seminarräume. Der Seminarraum Schmutterblick ist für etwa 10 Menschen ausgelegt, im größeren Blauen Raum finden bis zu 80 Besucher*innen Platz und er ist mit dem üblichen Seminar-Setting, wie Beamer, Laptop, Leinwand und Lautsprechern ausgestattet.

Da das Umweltzentrum unmittelbar an der Schmutter liegt, ist auch der Themenschwerpunkt Wasser sehr beliebt. Rund um die alte Mühle und den Hof gibt es drei Gewässertypen – das Fließgewässer Schmutter, den künstlich angelegten Fischbach und ein sogenanntes „Umgehungsgerinne“ zur Hochwasserentlastung. Zum Thema Wasser gibt es also viel zu entdecken, zu erforschen und im Gewässer-Experimentierraum des Umweltzentrums zu analysieren.

 

Auf seine eigene Wasserkraftanlage ist das Umweltzentrum  besonders stolz: „Die „Alte Lady“ ist noch aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Damals war diese Art der Energiegewinnung sehr fortschrittlich. Aber auch heute kommt unsere Wasserkraftanlage noch für die gesamte Energieversorgung des Umweltzentrums auf“, berichtet Anna Röder. Nachmittags kommen manchmal Erholungssuchende mit Campingstuhl und Liege ins Schmuttertal oder ein einzelner Stand Up Paddler versucht sein Glück. Oft spielen Kinder am Bach.

Kinder erleben hier ein bisschen Abenteuer, so wie wir es früher auch gemacht haben. Wenn ich hier bin, dann zieht es mich nicht in die Stadt zurück.

Anna Röder, Umweltpädagogin

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Drachenfest im Schmuttertal

Drachenfest im Schmuttertal

Umweltzentrum Schmuttertal
Augsburger Straße 24
86420
Diedorf
Drachenfest, Umweltzentrum Schmuttertal
Kommt zur Drachenparty ins Umweltzentrum Schmuttertal! Hier könnt ihr Drachen basteln und steigen lassen, euch am Drachenfeuer wärmen und die Feuershow von Fabio Esposito erleben.

Jetzt ist genau die richtige Jahreszeit, um bunte Drachen in den blauen Herbsthimmel steigen zu lassen. Das Umweltzentrum Schmuttertal lädt zur Drachenparty ein, bei der ihr eure eigenen Flugdrachen basteln könnt und ein kreatives Mitmachgebot für Kinder und Erwachsene bereitsteht.

 

Der Höhepunkt des Festes findet auf der Drachenwiese statt: Hier steigen alle bunten Drachen in die Lüfte - vom mitgebrachten Profi- bis zum selbstgebastelten Kinderdrachen.

 

Ein Drachenfeuer wärmt große und kleine Besucher*innen auf und zur Stärkung verwöhnt die Kochschule Neusäß mit Kaffee und Kuchen. Getränke und feurig Herzhaftes bekommt ihr am Kiosk oder ihr backt euch selbst einen Kräuterfladen im Lehmbackofen. Dazu gibt's Didgeridoo und Sphärentöne von Akusdix mit Martin Dix und eine Feuershow von Fabio Esposito lässt den Nachmittag ausklingen.

 

Programm:

  • Bastel- und Mitmachangebote und die Drachenwiese ist geöffnet von 14:00 - 17.30 Uhr
  • Didgeridoo und Sphärentöne mit Martin Dix: um 14:30, 15:30, 16:30 Uhr
  • Ein Drache zeigt sich auf der Drachenwiese: um 15:00 und 16:00 Uhr
  • Geschichten erzählt im Weidetipi:  15:00 Uhr Lesung für Kinder ab 4 Jahre
  • 16:00 Uhr Lesung für Kinder ab 10 Jahre
  • Feuershow mit Fabio Exposito: 17:30 Uhr

 

Eintritt:

  • 7,00 € Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre, 8,00 € Erwachsene, 18,00 € pro Familie (2 Kinder + 1 Erwachsene ). Die Kosten beinhalten ein vielfältiges Rahmen- und Mitmachprogramm.
  • Extra: 12,00 € für Material Flugdrachen (nur so lange der Vorrat reicht, Voranmeldung möglich), man kann natürlich auch einen Flugdrachen von zuhause mitbringen. Einfache Kinderdrachen können aber auch vor Ort erworben werden.
  • Bei Dauerregen entfällt die Veranstaltung. Nähere Infos dann auf der Homepage www.umweltzentrum-Schmuttertal.de
  • Es gelten die allgemeinen Hygieneregeln im Zusammenhang mit COVID-19.

 

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Flohmarkt Allerlei im Wohnzimmer im Schwabencenter

Flohmarkt Allerlei im Wohnzimmer im Schwabencenter

Flohmarkt Allerlei im Schwabencenter
Wilhelm-Hauff-Straße 28
86161
Augsburg
Schwabencenter Augsburg, Foto: Lisa Schuster
Ihr habt Lust auf Flohmarkt? Mit Kaffee und Kuchen? Oder möchtet selbst etwas verkaufen? Dann kommt am 22. Oktober ins Wohnzimmer im Schwabencenter.

Das Wohnzimmer im Schwabencenter plant für den Samstag, 22. Oktober einen kleinen Flohmarkt unter dem Motto "Allerlei". Wer gerne als Verkäufer*in dabei sein will – bitte bei a.kemming@awo-augsburg.de melden. Ansonsten kommt einfach vorbei, stöbert ein wenig und entspannt gemütlich bei Kaffee und Kuchen.

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"Mein Lieblings-Wasserort in Augsburg ist der Stadtwald"

"Mein Lieblings-Wasserort in Augsburg ist der Stadtwald"
Interview mit Nicolas Liebig vom Landschaftspflegeverband Augsburg
Nicolas Liebig, Augsburg, Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg

Wenn sich jemand in der Natur in und um Augsburg auskennt, dann Nicolas Liebig. Ihn fasziniert besonders der Stadtwald mit seinen glasklaren Quellbächen und dessen kulturhistorische Bedeutung für die Fuggerstadt. Der Experte für Wasser in und um Augsburg freut sich besonders über die Auszeichnung des Augsburger Wassermanagement-Systems als UNESCO-Welterbe.

 

Nicolas Liebig, 1972 geboren in Nürtingen, ist Forstwirt und Diplom-Landespfleger und arbeitet seit 1999 als Geschäftsführer beim Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg. Der Verband ist unter anderem Träger der Bildungseinrichtung Umweltstation Augsburg. Liebig ist begeisterter Radfahrer, Bergsteiger und Marathonläufer und als Ornithologe und Botaniker viel in der Natur unterwegs. Besonders fasziniert ihn der Stadtwald und dessen kulturhistorische Bedeutung für die Fuggerstadt - diese Begeisterung gibt er auch in seinem Rad- und Wanderführer „Stadtwald Augsburg“ an die Leser*innen weiter. Seine beiden Kinderbücher vom kleinen Wasserdrachen kommen seit dem Sommer 2018 jedes Jahr als Kindertheaterstück auf die Bühne – natürlich unter freiem Himmel im Augsburger Stadtwald.

 

Wo oder was haben Sie als Kind am liebsten gespielt?

Nicolas Liebig: Mein Motto war „Hauptsache draußen!“, egal bei welchem Wetter. Keschern, Fußballspielen und Feuer machen mochte ich besonders. Die Ferien habe ich oft auf dem Bauernhof meines Onkels verbracht, um dort auf dem Feld und im Stall zu helfen.

 

Trinken Sie Wasser lieber still oder prickelnd?

Still und immer aus dem Wasserhahn!

 

Warum ist das Augsburger Trinkwasser besser als das in anderen Städten?

Es wird direkt im Stadtgebiet gewonnen, es muss nicht aufbereitet werden und es schmeckt!

 

Was können die heutigen Augsburger*innen aus der langen Wassergeschichte Augsburgs lernen?

Dass gutes und ausreichendes Trinkwasser den Augsburgern immer ein ganz wichtiges Anliegen war, für das sie immer bereit waren, viel zu investieren. Der Landschaftspflegeverband  konnte nachweisen, dass das historische System der Quellen und Quellbäche, aus dem die Augsburger*innen über Jahrhunderte ihr Trinkwasser bezogen, bis heute erhalten geblieben ist.

Genug sauberes Wasser, für immer und für alle ist ein Menschenrecht. Wir sollten das hier in Augsburg ganz besonders leben. Ich freue mich sehr, dass die Wassergeschichte Augsburgs im Juli 2019 UNESCO-Welterbe wurde. Darauf dürfen die Augsburger*innen stolz sein!

 

Sie haben viel über Augsburgs Natur geschrieben: Welcher Wasser-Ort fasziniert Sie am meisten?

Ganz klar, der Stadtwald Augsburg mit seinen ungemein artenreichen Lechheiden, den glasklaren Quellbächen und den knorrigen Kiefernwäldern. Dieses Gebiet bietet eine Abgeschiedenheit, die man einer Großstadt gar nicht zutraut.   

 

Was steckt hinter dem Projekt WasSerleben?

Wir haben über 250 Bachnamenstafeln angebracht, Bachkarten angefertigt, Infotafeln aufgestellt, aufwendige Kurzfilme gedreht und eine Internetseite mit informativen Bachsteckbriefen programmiert. Bei der Lauschtour „WasSerleben in Augsburg“ gibt es spannende Wassergeschichten auf Hörspielniveau. Das neueste Produkt des Landschaftspflegeverbandes ist eine interaktive historische Karte, der Kilianplan,  die es ermöglicht, sich mit der historischen Augsburger Wasserversorgung näher zu befassen.

 

2018 hatten wir sicher nicht den letzten trocken-heißen Sommer. In Augsburg gibt es ausreichend Trinkwasser – ist es dennoch sinnvoll, dass die Bürger*innen sparsam mit Wasser umgehen?

Wir leben zwar in humiden, also feuchten Klimagefilden und so schnell wird es bei uns nicht zu Wasserknappheit kommen. Dennoch finde ich, dass wir sparsam mit Wasser umgehen sollten. Denn Sparsamkeit ist oft verbunden mit Wertschätzung. Und unser Trinkwasser als ein endliches Gut, von dem unser Überleben abhängt, verdient Wertschätzung.

 

Was kann jeder Bürger sonst noch tun, um die Ressource Wasser – weltweit – zu schützen?

Wir sollten immer unser Konsumverhalten überdenken. Da schließe ich mich persönlich natürlich mit ein! Achten sollten wir vor allem auf das virtuelle Wasser, das wir z.B. mit unseren Kleidungsstücken oder Nahrungsmitteln aus Regionen importieren, in denen Wasser wirklich ein knappes Gut ist.

 

Wenn sich der Kleine Wasserdrache – eine von Ihnen erfundene Kinderbuchfigur – etwas von den AugsburgerInnen wünschen könnte, wäre das ...

… dass sie den „Schatzwald“, also unseren Stadtwald noch mehr schätzen lernen und künftig alle, aber auch wirklich alle, ihren Müll mit nach Hause nehmen.

 

Die Schäferei in Deutschland stirbt langsam aus. Was hat Sie dazu bewogen, sich dafür einzusetzen, die Wanderschäferei wieder einzuführen?

Es ist einer der ältesten Berufe der Menschheit. Mir gefallen die Landschaften, die von den Wanderschäfer und ihren Tieren über Jahrhunderte gestaltet worden. Ich spreche von den Wacholderheiden der fränkischen und schwäbischen Alb und natürlich von unseren einzigartigen Lechheiden. Und ich bin begeistert von diesem Menschenschlag. Es wäre für unsere Kultur ein unendlicher Verlust, wenn die Wanderschäfer aussterben.

 

Welches war Ihr bislang größter Naturschutzerfolg?

Es ist sehr schwer, ein Projekt hervorzuheben. Die Wiedereinführung der Wanderschäferei ist bestimmt einer der ganz großen Erfolge unseres Verbandes. Aber auch unser Wildpferdeprojekt hat viel bewirkt. Und dann ist da noch die Gründung der Umweltstation Augsburg, mit der wir so tolle und wichtige Umweltbildungsprojekte in Gang bringen.

 

Leben Sie Ihre berufliche Überzeugung auch im Privaten?

Selbstverständlich. Wir haben unseren Garten sehr insektenfreundlich gestaltet, wir kaufen weitestgehend regionale, saisonale und möglichst ökologische Produkte und bei dem wenigen Fleisch, das wir essen, legen wir Wert darauf, dass es aus artgerechter Haltung und am besten aus der Landschaftspflege kommt.

 

Sie wandern gern und lieben das Radfahren: Verraten Sie uns Ihre Lieblings-Wochenend-Ausflugstour?

Ich bin sehr gerne mit dem Mountainbike im Naturpark Augsburg Westliche Wäldern unterwegs. Besonders gut gefallen mit Aussichtspunkte wie die Kapelle zum Heiligen Sebastian in den Holzwinkeln oder die Hohe Reute bei Dinkelscherben.

Zu meinen Lieblingsgipfeln in den Bergen gehört der Biberkopf. Wenn man dort alleine oben steht, ist man in diesem Augenblick der südlichste Mensch in Deutschland...

 

Vor welchen Tieren haben Sie Angst?

Ich habe vor keinem Tier Angst - höchstens vor einigen narzisstischen Exemplaren des Homo sapiens!

 

Erstveröffentlichung des Interviews im Lifeguide-Reiseführer im Dezember 2018

 

Wildpferde, Przewalski-Pferde, Lechheide, Augsburg, Königsbrunn, Naturschutz, Artenschutz, Foto: Norbert Pantel
Auf der Königsbrunner Heide bei Augsburg lebt eine kleine Herde von Przewalski-Pferden. Sie gehören zu den letzten Wildpferden Europas. Foto: Norbert Pantel
kleiner Wasserdrache, Augsburg, Nicolas Liebig, Freilufttheater, Junges Theater Augsburg, Foto: Frauke Wichmann
Der kleine Wasserdrache aus Augsburg, inszeniert vom Jungen Theater Augsburg. Foto: Frauke Wichmann
Lech, Augsburg, Foto: Norbert Liesz, Licca Liber,
Die Kiesbänke des Lech in Augsburg. Foto: Norbert Liesz
Sumpfgladiole, Lechheide, Augsburg, Königsbrunn, Naturschutz, Artenschutz, Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg
Ende Juni ist es in der Königsbrunner Heide besonders schön: Dann blühen die pinkfarbenen Sumpfgladiolen. Nirgendwo in Europa existieren so viele dieser fragilen Blumen. Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg
Kiefernwald, lichter Kiefernwald, Lechheide, Augsburg, Königsbrunn, Naturschutz, Artenschutz, Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg
Die lichten Kiefernwälder der Lechheiden. Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg
Wanderschäfer Hartl und Augsburgs Umweltreferent Reiner Erben beim Schafaufzug in das Sommerweiderevier im Naturschutzgebiet „Stadtwald Augsburg“. Foto: Norbert Liesz
Wanderschäfer Hartl und Augsburgs Umweltreferent Reiner Erben beim Schafaufzug in das Sommerweiderevier im Naturschutzgebiet „Stadtwald Augsburg“. Foto: Norbert Liesz
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Lichterzauber im Botanischen Garten

Lichterzauber im Botanischen Garten

Botanischer Garten
Dr.-Ziegenspeck-Weg 10
Augsburg
Augsburg, Botanischer Garten bei Nacht, Foto: Norbert Liesz
Vom 10. Juli bis zum 13. August finden jeweils samstags die beliebten Beleuchtungsabende statt. Ab Beginn der Dämmerung bis 22:30 Uhr wird der Garten stimmungsvoll illuminiert.

Endlich ist es wieder soweit! Der Augsburger Botanische Garten öffnet seine Pforten auch wieder an den Sommerabenden. Festlich oder geheimnisvoll erstrahlen japanischer Garten, Kräutergarten, See und Wiesen und laden zu entspannten Spaziergängen ein.

 

INFO:

  • Vom 10. Juli bis 13. August 2022  finden jeweils samstags die Beleuchtungsabende statt.  
Event-Termin
-
German
Augsburg ist seit 800 Jahren eine Wasserstadt von Weltrang. 2019 wurde das Augsburger Wassermanagement-System zum UNESCO Welterbe. Das Welterbe-Info-Zentrum stellt das System vor.
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HIDE
Ort

Rathausplatz
86150 Augsburg
Deutschland

2019 wurde das Augsburger Wassermanagement-System zum UNESCO Welterbe. Hinter diesem etwas sperrigen Begriff verbergen sich eindrucksvolle und spannende 800 Jahre, in denen die Augsburger*innen in Bezug auf Wasser Einzigartiges geleistet haben: Sowohl was ihre Erfindungen angeht – wie koordiniere ich beispielweise frisches Wasser und Abwasser auf verschiedenen Ebenen - als auch was ihre technischen Ingenieursleistungen und deren handwerkliche Umsetzung betrifft.

 

Die Flussgött*innen Augsburgs

In Bezug auf die drei Flüsse Lech, Wertach und Singold waren Augsburgs Gelehrte höchst einfallsreich: Sie teilten, stauten und leiteten die Flüsse so um, dass sie die ganze Stadt mit Wasser versorgten. Damit waren sie Vorreiter in ganz Europa. Heute findet ihr die vier Augsburger Flussgötter und Flussgöttinnen übrigens immer noch "in Persona" am Augustusbrunnen auf dem Rathausplatz. Sie symbolisieren neben Lech, Wertach und Singold auch den künstlich angelegten Brunnenbach.

 

Das gesamte Augsburger Welterbe erstreckt sich über 30 Kilometer und umfasst 22 Objekte. Dazu gehören zahlreiche Wassertürme und Wasserwerke, die auch architektonisch die Schönheit von früheren Zweckbauten zeigen. Der Hochablass gehört zu den ältesten dieser Bauwerke – er wurde im Jahr 1346 zum ersten Mal erwähnt.

 

Das Welterbe-Info-Zentrum am Rathausplatz zeigt seit 2021 die Vielfalt und Geschichte des Augsburger Wassersystems. Und es zeigt euch Wege, wie ihr das Wassersystem ganz individuell entdecken könnt.

 

Besuch bei Brunnenmeister Caspar Walter

Mit einer VR-Brille könnt ihr in die Vergangenheit reisen und eines der 22 Augsburger Welterbeobjekte ganz neu entdecken: Die Wassertürme am Roten Tor – und zwar wie sie vor 300 Jahren waren, mit ihren Wasserrädern und Pumpen, mit Geräuschen, Ton und Texteinblendungen. Ihr Erbauer, Brunnenmeister Caspar Walter,  wartet schon auf euch und stellt euch das Wasserwerk am Roten Tor persönlich vor.

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Tipp
Öffnungszeiten
Wochentag
Montag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Dienstag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Mittwoch 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Donnerstag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Freitag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Samstag geschlossen
Sonntag geschlossen
Seitenabschnitte

"Wir wollen das Wassersystem anschaulich und erlebbar machen, Begeisterung wecken und verdeutlichen, warum Augsburg Welterbe ist. Dieser Ort soll einen Anstoß für Interessierte geben, sich auf den Weg zu machen und die spannenden Objekte vor Ort zu erfahren."

Jürgen Enninger, Augsburgs Kulturreferent

Wasser-Illumination

Auch Erläuterungen über die UNESCO und den Welterbe-Gedanken finden im Info-Zentrum ihren Platz. Unterschiedliche Medien, wie Filmprojektionen und Präsentation der 22 Objekte, illustrieren das Augsburger Welterbe. Zu den Highlights im Infozentrum zählen neben einer Wasser-Illumination ein Trinkwasserbrunnen auf einem Lechfindling.

 

Themenroute statt Einzelausstellung

Das Welterbe-Zentrum veranschaulicht in Bildern und Texten das komplexe Wassersystem. Interessierten dient es als erste Anlaufstelle zum Augsburger Welterbe, das sich mit seinen 22 Objekten weit über das Stadtgebiet und darüber hinaus verteilt. Hierzu gehören beispielsweise das Maximilianmuseum mit den Original-Bronzen der drei Monumentalbrunnen und der Modellkammer sowie das Historische Wasserwerk am Hochablass. Die Vorgehensweise, das komplexe Thema nicht ausschließlich an einem zentralen Ort zu präsentieren, entspricht den Vorgaben der Deutschen UNESCO Kommission und soll dazu anregen, die einzelnen Themenrouten entlang der einzelnen Objekte zu erleben.

 

Website zum "Eintauchen und entdecken"

Für alle, die gern vorab schon einmal Informationen sammeln, empfehlen wir die Website des Augsburger Wassersystems, die unterhaltsam und verständlich die Geschichte des Augsburger Wassers und viele interessante Details vorstellt. Einfach „eintauchen und entdecken“.

 

INFO: Das Welterbe Info-Zentrum ist direkt am Rathausplatz, in den ehemaligen Räumen der Stadtsparkasse im städtischen Verwaltungsgebäude untergebracht. Es ist vom Rathausplatz aus barrierefrei zugänglich. Aufgrund der Corona-Pandemie können sich die Öffnungszeiten und Einlassbedingungen schnell ändern, bitte informiert euch zeitnah auf der Webseite des Zentrums.

Karte Kategorie

Lieblingsort in Augsburg - Der Bismarckturm

Lieblingsort in Augsburg - Der Bismarckturm
Entschleunigend, urban oder erfrischend – Augsburger*innen stellen ihre liebsten Plätze vor. Mit Stadtansichten von Norbert Liesz.
Der Bismarckturm mit seiner grandiosen Aussicht auf Augsburg und vielen gruen Stellen für ein Picknick. Foto: Norbert Liesz

Augsburg hat viele Sehenswürdigkeiten. Eine kurze Googlesuche und man findet Attraktionen wie die Fuggerei, den goldenen Saal oder die Puppenkiste. Ich möchte eine etwas andere Perspektive auf Augsburg bieten - abseits der ausgetretenen Touristenpfade. Ich habe Augsburger Bürger*innen nach ihren kostenlosen Lieblingsorten gefragt und konnte eine bunte Mischung aus zehn Entspannungs-Orten in Stadt und Natur zusammentragen.

 

Als Ausgangspunkt habe ich den Königsplatz gewählt. Von hier aus beschreibe ich den Weg und wie man dort hinkommt – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei manchen Orten reicht auch wenig Zeit für eine kurze, erholsame Stippvisite - etwa in der Mittagspause oder nach Feierabend. In jedem Fall bieten die Orte eine erfrischende Abwechslung zum alltäglichen Augsburg.

"Weil der Turm etwas außerhalb der Stadt und erhöht liegt, hat man den perfekten Ausblick. Bei schönem Wetter kann man die Alpen sehen und Augsburg liegt einem zu Füßen. Gerade wenn die Sonne im Sommer scheint, dann glitzert alles so schön.“ Max, Zahnarzt, 24: trifft sich gerne mit Freunden und genießt die Ruhe in der Natur, sowohl in luftiger Höhe als auch auf dem Wasser.

Nr. 8: Max' Lieblingsort

Der Bismarckturm - Wirkung: weitet den Blick

 

  • Was sich mitzunehmen lohnt: Fahrrad, Picknickkorb, Fernglas, Schlitten, Drachen
  • Ungefähre Aufenthaltsdauer: eine Stunde
  • Beste Jahreszeit: jede
  • Wirkung: weitet den Blick

 

Zu Ehren des ersten deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck wurden im 19. Jahrhundert viele sogenannte Bismarcktürme errichtet, die ursprünglich als Feuersäule genutzt wurden. 146 davon sind in Deutschland immer noch erhalten aber auch in Frankreich, Polen und sogar in Übersee gibt es noch solche Türme.

 

Einer von ihnen liegt abseits der Augsburger Innenstadt auf einem Hügel nahe der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 2 (Augsburg West P&R). Von der Straßenbahnhaltestelle sind es nur ein paar hundert Meter bis zu dem Aussichtsturm. Zuerst geht es durch ein Gewerbegebiet, dann öffnet sich der Weg und man steigt durch Felder zum Bismarckturm hinauf. Oben auf dem Hügel angekommen, findet man sich auf einer großen ebenen Wiese wieder, in deren Mitte der Turm steht, umgeben von einigen Bäumen. Von dieser hufeisenförmigen Lichtung fühlt man sich rund um die Uhr geradezu eingeladen, eine Decke auszubreiten und hier ein gemütliches Picknick einzunehmen.

 

 

Täglich von 9:00 Uhr bis 19:00 ist auch der Turm geöffnet. 100 Stufen trennen uns von der 20 Meter hohen Aussichtsplattform. Die Öffnung der Baumformation gibt den Blick über Augsburg frei.

 

Aber auch abseits der Öffnungszeiten ist der Ort einen Besuch wert. Sei es als wohltuendes Naherholungsgebiet oder als Zwischenstopp einer Fahrradtour. Der Hügel um den Bismarckturm wird im Winter gerne als Schlittenberg genutzt und ist ein sehr beliebter Ort um im Herbst Drachen steigen zu lassen oder um sich an Silvester das Feuerwerk über Augsburg anzusehen.

 

Der Weg: 

  • Mit dem Fahrrad etwa 30 Minuten
  • Mit der Straßenbahn: Linie 2 zur Haltestelle „Augsburg West P&R“

 

Die kostenlosen Lieblingsorte unserer Sommer-Serie:

 

Die kostenlosen Lieblingsorte unserer Winter-Serie:

Erstveröffentlichung dieses Lifeguide-Artikels: 6.8.2019

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Lieblingsort in Augsburg - Die Goldschmiedekapelle

Lieblingsort in Augsburg - Die Goldschmiedekapelle
Entschleunigend, urban oder erfrischend – Augsburger*innen stellen ihre liebsten Plätze vor. Mit Stadtansichten von Cynthia Matuszewski.
Goldschmiedekapelle, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski

Augsburg hat viele Sehenswürdigkeiten. Eine kurze Googlesuche und man findet Attraktionen wie die Fuggerei, den goldenen Saal oder die Puppenkiste. Ich möchte eine etwas andere Perspektive auf Augsburg bieten - abseits der ausgetretenen Touristenpfade. Ich habe Augsburger Bürger*innen nach Ihren kostenlosen Lieblingsorten im Winter gefragt und konnte eine bunte Mischung aus Entspannungs-Orten in Stadt und Natur zusammentragen.

 

Als Ausgangspunkt habe ich den Königsplatz gewählt. Von hier aus beschreibe ich den Weg und wie man dort hinkommt – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei manchen Orten reicht auch wenig Zeit für eine kurze, erholsame Stippvisite - etwa in der Mittagspause oder nach Feierabend. In jedem Fall bieten die Orte eine erfrischende Abwechslung zum alltäglichen Augsburg.

    "Da kann man einfach sitzen …! Auch wenn ich gerade aus dem Einkaufstrubel der Annastraße komme, kann ich hier zur Ruhe kommen. Es ist, als würde ich aus der Zeit fallen. 500 Jahre sind in diesem Raum präsent – da relativieren sich die kleinen Sorgen des Alltags.“ Norbert Stamm, Leiter des Büros für Nachhaltigkeit der Stadt Augsburg

    Norberts Lieblingsort

    Die Goldschmiedekapelle - Wirkung: aus der Zeit gefallen.

     

    • Was sich mitzunehmen lohnt: Sorgen, die man hier abladen kann
    • Ungefähre Aufenthaltsdauer: 30 Minuten
    • Wirkung:  aussöhnend / besänftigend / tröstend / andächtig / entlastend

     

    Nur 200 Meter sind es vom Königsplatz bis zu Sankt Anna. Trotz dieser zentralen Lage ist die Kirche etwas unscheinbar, da der Zugang ein wenig versteckt liegt. Eigentlich ist es aber ganz einfach. Vom Königsplatz aus geht man in die Annastraße und biegt in die erste Seitengasse links „Im Annahof“ ein. Hinter den eisernen Eingangstoren der Annakirche gelangt man erst in ein Atrium mit uralten Steinplatten. Zu dessen rechten Seite kann man die Lutherstiege besuchen, die derzeit eine Ausstellung über die Reformation beherbergt. Am Ende der Lutherstiege oder auch geradeaus durch das Atrium kann man sich dann am Innenraum der Annakirche erfreuen.

     

    Die Goldschmiedekapelle schließt sich dem Kirchenschiff von St. Anna an. Sie war ab 1429 die Zunftkapelle der Augsburger Goldschmiede und hat sich über die Zeit mit der Annakirche verwoben. Die leicht verblassten aber noch farbigen Gemälde auf den Innenwänden der Kapelle zeigen Bibelstellen und sorgen mit den teils original erhaltenen Fenstern und dem kunstvoll geschwungenen Deckengewölbe für eine Stimmung wie aus dem Spätmittelalter. Da nur spärlich Tageslicht ins Innere kommt und der recht kleine Raum nur mit einfachen Holzstühlen ausgestattet ist, wirkt die Kapelle sehr schlicht. "Hier komme ich zur Ruhe", sagt Norbert.

     

     

    Viele andere sakrale Gebäude wirken ähnlich. Die hohen Decken und die Stille schaffen ein beruhigendes Gefühl, das Moscheen, Synagogen oder Tempel genauso ausstrahlen, wie die Goldschmiedekapelle. Auch ohne einer Religion anzugehören, können derartige Räume für alle, die kurz zur Ruhe kommen wollen, Orte zum Innehalten und Durchatmen sein.

     

    Weitere Orte zum Aus-der-Zeit-fallen:

    Moritzkirche 86150 Augsburg Moritzplatz 5

    Herzjesukirche  86157 Augsburg Franz-Kobinger-Straße 2

    Jüdische Synagoge Augsburg 86156 Augsburg, Ulmer Straße 228

    Alkatholische Kirche im Sheridan-Park

    Gern nehmen wir weitere Orte der Besinnung auf. Bitte schreibt uns an: redaktion@lifeguide-augsburg.de

     

    Die kostenlosen Lieblingsorte unserer Sommer-Serie:

     

    Die kostenlosen Lieblingsorte unserer Winter-Serie:

    Goldschmiedekapelle, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
    Die Goldschmiedekapelle in Augsburg ist über 500 Jahre alt. Foto: Cynthia Matuszewski
    Goldschmiedekapelle, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
    Wandmalerei in der Goldschmiedekapelle in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
    Goldschmiedekapelle, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
    Die Goldschmiedekapelle in Augsburg ist über 500 Jahre alt. Foto: Cynthia Matuszewski
    Goldschmiedekapelle, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
    Die Goldschmiedekapelle in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
    Goldschmiedekapelle, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
    Die Goldschmiedekapelle in Augsburg ist über 500 Jahre alt. Foto: Cynthia Matuszewski
    Goldschmiedekapelle, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
    Die Goldschmiedekapelle in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
    Goldschmiedekapelle, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
    Die Goldschmiedekapelle in Augsburg ist über 500 Jahre alt. Foto: Cynthia Matuszewski
    Goldschmiedekapelle, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
    Die Goldschmiedekapelle in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
    Goldschmiedekapelle, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
    Die Goldschmiedekapelle in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
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    Gemeinsam Singen

    Gemeinsam Singen

    Singen im Schwabencenter
    Wilhelm-Hauff-Straße 28
    86161
    Augsburg
    Singen, Bild von Clker-Free-Vector-Images von Pixabay
    Wollt ihr mal wieder aus vollem Herzen singen und eure Lieblingslieder schmettern? Dann kommt ins Schwabencenter. Hier warten jede Menge Spaß mit Lisa und Angy auf euch.

    Es geht nicht um Perfektion, sondern um Spaß und Freude am Singen! Also einfach vorbeikommen und mitmachen, beim Mix aus Volkslied, Schlager, Kanon oder Songs.

    Event-Termin
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    Grünflächen – die heimlichen Held*innen der Stadt

    Grünflächen – die heimlichen Held*innen der Stadt
    Mit Lifeguide-Tipps für die schönsten grünen Oasen in Augsburg
    Augsburg, Oase in der Stadt,Kräutergarten, Foto: Norbert Liesz

    Stadtbewohner*innen sind täglich Einflüsse aus ihrem Umfeld ausgesetzt, die ungesund oder unangenehm sind. Dazu gehören zum Beispiel Lärm und Abgase aus dem Verkehr. Oft werden wir dadurch körperlich und psychisch beeinträchtigt. Im Gegensatz dazu haben Naturräume in vielerlei Hinsicht einen positiven Einfluss auf unser Leben und unsere Gesundheit und können den Umweltrisiken auch entgegenwirken. Gleichzeitig sind sie auch noch entscheidende Faktoren, um Augsburg auf den Klimawandel vorzubereiten.

     

    Parks - die grünen Oasen inmitten der Betonblocks und Teerstraßen in der Stadt. Ein Fleck Natur zwischen Abgasen, Lärm und Eile. Ein Ort, um ein paar Minuten lang auf dem Heimweg von der Arbeit die Farben um sich herum von grau zu grün zu verändern, um mit den Kolleg*innen die Mittagspause auf einer Bank unter einer großen Buche zu genießen, um sich mit Freund*innen zum Unterhalten und Vitamin B Tanken zu verabreden. Doch die Grünflächen erfüllen noch viel mehr Funktionen im Stadtleben und sind sowohl für ein gesundes Umfeld  der Augsburger*innen, als auch um Augsburg an den Klimawandel anzupassen.

     

    Grün in der Stadt kühlt die Betonwüsten

    Städte sind überdurchschnittlich stark vom Klimawandel betroffen, da sie sich, im Vergleich zum Umland stärker erwärmen und das je nach Wetterlage bis zu 15 Grad. Dafür gibt es mehrere Gründe. Die dunklen Oberflächen der Stadt, wie Teer, reflektieren weniger Sonnenstrahlen und senden somit die eintreffende Wärme nicht zurück in die Atmosphäre. In der Stadt wird insgesamt mehr Hitze generiert, durch den vergleichsweisen hohen Ausstoß von CO2. Außerdem ist wichtig, dass es hier weniger Grünflächen gibt, denn diese kühlen die Temperatur deutlich herunter. Bis zu zwei Grad kann die Wärme dadurch während einer Hitzewelle vermindert werden.

     

    Bäume, Parks und Wiesen mildern zu viel Sonne und zu viel Regen

    Die Hitze in der Stadt ist nicht nur unangenehm, sondern kann für vulnerable Gruppen, wie alte und kranke Menschen, aufgrund der starken körperlichen Belastung auch zu einem frühzeitigen Tod führen. Die Hitzewelle im Jahr 2003 hat in diesem Sinne etwa 70 000 Menschenleben auf dem Gewissen. Problematisch ist, dass solche Extremwetterereignisse durch den Klimawandel nicht nur verstärkt werden, sondern auch viel häufiger vorkommen. Neben Hitzewellen treten auch Wetterereignisse wie Starkregen öfter ein. Grünflächen sind hier wichtig, weil sie Regenwasser auffangen und so verhindern können, dass die Infrastruktur überlastet wird. Dazu kommt, dass Pflanzen die Luft von Schadstoffen reinigen und diese folglich in der Nähe von Grünflächen sauberer ist. Außerdem sind Parks innerhalb der Stadt auch Hotspots der Biodiversität und fördern  verschiedenste Pflanzen- und Tierarten. Doch neben diesen vielen Vorteilen für das Klima und somit indirekt für unser Wohlbefinden, hat Stadtgrün auch ganz direkte, positive Einflüsse auf unsere Gesundheit.

     

    Wo Vögel zwitschern und Blumen duften erholen wir uns vom Alltagsstress

    Vor allem sind Grünflächen inmitten der Hektik der Stadt eine Oase der Ruhe und Entspannung. Hier kann Stress, der sich im Alltag angestaut hat, abgearbeitet werden. Um einen herum ist es leiser und andere Geräusche und Gerüche wie Vogelgezwitscher und der Duft von Blumen und Bäumen werden wahrnehmbar. Außerdem sind Quellen von Lärm ganz einfach nicht mehr sichtbar und automatisch stören sie dann weniger. Die Regeneration, die man in einem Park erfährt, ist eine Prävention für psychische Krankheiten wie Depressionen, Angststörungen und Schizophrenie. Aber auch körperliche Erkrankungen wie Schlafstörungen, Herzkrankheiten und Hörschädigungen werden so unwahrscheinlicher. Wissenschaftliche Studien messen beispielsweise eine gesenkte Herzfrequenz beim Aufenthalt in einem Park im Vergleich zu städtischen Gebieten.

     

    Wer einen Park in seiner Nähe hat lebt gesünder

    Dazu kommt, dass Parks oft genutzt werden, um sich sportlich zu betätigen und sich zu bewegen. Diese Aktivitäten machen Herzkrankheiten und Fettleibigkeit unwahrscheinlicher und steigern außerdem unser psychisches Wohlbefinden. Menschen, die nahe an einer Grünfläche wohnen, sind dabei tendenziell aktiver als Personen, die keinen Park nahe an ihrem Wohnort haben. Besonders wird das bei Kindern deutlich, denn gerade in jungen Jahren hängt die körperliche Entwicklung davon ab, wie schnell Sport- und Freizeitflächen zu erreichen sind. Bei Kindern kommt noch dazu, dass das Risiko für Asthma bei einem Wohnort in Parknähe geringer ist, da die Luft hier sauberer ist. Weiterhin beeinflusst der Aufenthalt von schwangeren Frauen in Grünflächen den Ausgang der Geburt. Ausreichend körperliche Betätigung, eine gute mentale Gesundheit, Entspannung und die saubere Luft sind hier ausschlaggebend. Außerdem ist das Risiko an bestimmten Krebsarten zu erkranken bei regelmäßigen Aufenthalten in natürlichen Räumen geringer. Beispielsweise kann das Einatmen von sauberer Luft das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken senken.

     

    Wer Pflanzen sieht ist zufriedener

    Dazu kommt, dass Parks sich gut eignen, um Freunde und Familie zu treffen, soziale Kontakte zu pflegen und mit anderen Menschen zu interagieren. Das Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit wird intensiviert. Dadurch hebt sich die Stimmung, was den Erholungseffekt der Grünflächen noch verstärkt. Auch Der Natur in der Stadt zu begegnen verbessert die Stimmung und lindert auch Wut und Trauer. Wer gern allein ist, kann stille Winkel in Parks und Stadtgärten  als Ort für innere Einkehr nutzen. Studien haben auch gezeigt, dass Menschen mit der eigenen Wohnsituation zufriedener sind, wenn Pflanzen aus den Fenstern heraus zu sehen sind.

     

    Wichtig ist ebenfalls, dass Gehirnfunktionen beim Aufenthalt in der Natur gesteigert werden. So verbessert sich die kognitive Entwicklung von Heranwachsenden, die Aufmerksamkeitsspanne und das Arbeitsgedächtnis. Kinder mit Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen sind in einem natürlichen Umfeld ruhiger. Weiterhin können Menschen in der Natur ein Problem besser reflektieren.

     

     

    Beim Anlegen von Parks an Allergien denken

    Leider haben Grünflächen aber nicht nur Vorteile, sondern können manchmal auch ungesund sein. Beispielsweise reagieren viele Menschen allergisch auf bestimmte Pollenarten, die von Pflanzen abgesondert werden. Beim Bepflanzen der Parks muss daher darauf geachtet werden, dass dort Bäume und Büsche wachsen, die möglichst wenig Pollen mit niedrigem Allergengehalt ausstoßen. Trotzdem muss klar gesagt werden, dass Grünflächen in der Stadt enorm wichtig sind für unsere aktuelle und zukünftige Gesundheit. Deshalb sollte, obwohl Augsburg schon den Altstadtring, den Siebentischwald, den Wittelsbacher Park und Lech und Wertach hat, die Anzahl der Parks in der Stadt immer weiter vergrößert werden, denn manche Stadtteile, wie beispielsweise Oberhausen, haben noch nicht genug Grünflächen verfügbar. Alle Bewohner*innen sollen sich im Sommer ohne Probleme ein schattiges Plätzchen unter einer Buche suchen, in Ruhe ein Buch lesen und danach mit Freunden etwas Ball spielen können, denn, wie Oscar Wilde es einmal ausgedrückt hat: „Gesundheit ist die erste Pflicht im Leben“.

     

     

    Lifeguide-Tipp: Augsburgs grüne Oasen

    In unserer Serie "kostenlose Lieblingsorte von Augsburger*innen" stellen wir euch einige der schönsten grünen Oasen in Augsburg vor. Außerdem gibt es in Augsburg lohnenswerte Urban-Gardening-Projekte und tolle Ausflugsziele vor den Toren der Stadt. Hier einige Lifeguide-Tipps. Wir freuen uns über eure Anregungen unter redaktion@lifeguide-augsburg.de

     

    Quellen:

    Ihr wollt mehr wissen oder Details nachschlagen? Hier die Quellen, die Johanna Pfaffenzeller für ihren Artikel verwendet hat:

    • Bertram C., Rehdanz K. (2015): The role of urban green space for human well-being. In: Ecological Economics 120, 139–152. DOI: 10.1016/j.ecolecon.2015.10.013.
    • Cariñanos P., Grilo F, Pinho P., Casares-Porcel M., Branquinho C., Acil N., Andreucci M.B., Anjos A., Bianco P.M., Brini S, Calaza-Martínez P., Calvo E, Carrari E., Castro J., Chiesura A, Correia O, Gonçalves A., Gonçalves P., Mexia T., Mirabile M., Paoletti E., Santos-Reis M., Semenzato P., Vilhar U. (2019): Estimation of the Allergenic Potential of Urban Trees and Urban Parks: Towards the Healthy Design of Urban Green Spaces of the Future. In: International Journal of Environmental Research and Public Health 16, 1357-1374. DOI: 10.3390/ijerph16081357.
    • Feyisa G.L., Dons K., Meilby H. (2014): Efficiency of parks in mitigating urban heat island effect: An example from Addis Ababa. In: Landscape and Urban Planning 123, 87– 95. DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.landurbplan.2013.12.008.
    • Kondo M.C., Fluehr J.M., McKeon T., Branas C.C. (2018): Urban Green Space and Its Impact on Human Health. In: International Journal of Environmental Research and Public Health 15, 445-473. DOI: 10.3390/ijerph15030445.
    • Mohajerani A., Bakaric J., Jeffrey-Bailey T. (2017): The urban heat island effect, its causes, and mitigation, with reference to the thermal properties of asphalt concrete. In: Journal of Environmental Management 197, 522-538. DOI: 10.1016/j.jenvman.2017.03.095.
    • Ptock A. (2016): Stadtgrün statt Stress. In: Standort 40, 129–137. DOI 10.1007/s00548-016-0429-x.
    • Wolch J. R., Byrne J., Newell J., (2014): Urban green space, public health, and environmental justice: The challenge of making cities ‘just green enough’. In: Landscape and Urban Planning 125 234–244. DOI: doi.org/10.1016/j.landurbplan.2014.01.017.
    Lech, Augsburg, Foto: Norbert Liesz, Licca Liber, Sonnenuntergang,
    Der Lech in Augsburg. Foto: Norbert Liesz
    Augsburg, Botanischer Garten bei Nacht, Foto: Norbert Liesz
    Der Augsburger Botanische Garten bei Nacht. Foto: Norbert Liesz
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    Der Augsburger Stadtwald ist die grüne Lunge der Stadt und perfekt zum Erholen, Spazieren gehen, Schwimmen oder Radeln.Foto: Norbert Liesz
    Der Bismarckturm mit seiner grandiosen Aussicht auf Augsburg und vielen gruen Stellen für ein Picknick. Foto: Norbert Liesz
    Der Bismarckturm mit seiner grandiosen Aussicht auf Augsburg und vielen gruen Stellen für ein Picknick. Foto: Norbert Liesz
    Lech, Augsburg, Foto: Norbert Liesz, Licca Liber, Renaturierung, Alpenfluss, Gebirgsfluss, Freier Lech, Sonnenuntergang,
    Sonnenuntergang am Lech in Augsburg. Foto: Norbert Liesz
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    Der Rokoko-Garten liegt mitten in der Stadt Augsburg, an der Maximilianstraße. Er ist der Innenhof eines der prächtigsten Patrizierhäuser Augsburgs, des Schaezler-Palais. Das Palais ist heute ein Museum. Foto: Cynthia Matuszewski
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    Der Augsburger Stadtwald ist die grüne Lunge der Stadt und perfekt zum Erholen, Spazieren gehen, Schwimmen oder Radeln.Foto: Norbert Liesz
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    Auf der Königsbrunner Heide bei Augsburg lebt eine kleine Herde von Przewalski-Pferden. Sie gehören zu den letzten Wildpferden Europas. Foto: Norbert Pantel
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    Sheridan Park in Augsburg. Auf dem ehemaligen Kasernengelände ist ein weitläufiger Park mit vielen Freizeitangeboten entstanden. Foto: Cynthia Matuszewski
    Hofgarten, Augsburg, Foto: Norbert Liesz
    Der Hofgarten in Augsburg ist eine grüne Idylle mitten in der Stadt, die von April bis Oktober allen Erholungsuchenden und Bücherfreund*innen offensteht - denn im Hofgarten steht ein gut sortierter Bücherschrank. Foto Norbert Liesz
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    Der Rote Torwall - eine Idylle mitten in der Stadt Augsburg. Foto: Norbert Liesz
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    Sheridan Park in Augsburg. Auf dem ehemaligen Kasernengelände ist ein weitläufiger Park mit vielen Freizeitangeboten entstanden. Foto: Cynthia Matuszewski
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    Der Campus der Universität Augsburg. Diese Stadtlandschaft gestalteten die Architekten Gottfried und Anton Hansjakob. Foto: Cynthia Matuszewski
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    Der Rokoko-Garten liegt mitten in der Stadt Augsburg, an der Maximilianstraße. Er ist der Innenhof des Schaezler-Palais, eines der prächtigsten Patrizierhäuser Augsburgs. Das Palais ist heute ein Museum. Foto: Cynthia Matuszewski
    Ballonfabrik, Interkultureller Garten, Augsburg, foto_cynthia_matuszewski
    Interkultureller Garten an der Ballonfabrik, foto_cynthia_matuszewski
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