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Ökologischer Anbau mit Permakultur

Ökologischer Anbau mit Permakultur
Im Sommer kann man auf Schloss Blumenthal Landwirtschaft nach dem Prinzip der Permakultur erlernen. Organisatorin Julia Baus verrät im Interview, wie dieser ökologische Ansatz funktioniert.
Ernte von Rüben

Mit Permakultur dem Klimawandel trotzen

 

Die industrielle Landwirtschaft kommt mit ihren Methoden an ihre Grenzen und hat kaum Rezepte für die wachsenden Herausforderungen durch den Klimawandel. Die Permakultur bietet Ansätze, auch unter schwierigen Bedingungen Land zu bewirtschaften – auf nachhaltige Weise. 

In einem Workshop, der im August stattfindet, könnt ihr lernen, wie das gelingen kann. Wir haben Julia Baus, Mitgründerin des Gemeinschaftsprojekts Schloss Blumenthal und verantwortlich für die Gestaltung der Außenanlagen, gefragt, was sich hinter dieser Anbauweise verbirgt.

 

Julia, kannst du in kurzen Worten erklären, was Permakultur bedeutet?

 

Oh - das ist ein weites Feld für wenige Worte ...

Permakultur ist der Versuch, alle Muster, Kreisläufe und Zusammenhänge in der Natur zu verstehen und im Gartenbau oder der Landwirtschaft – also überall dort, wo wir Land ‚bearbeiten‘– in das Design miteinzubeziehen und mit diesen Mustern und Zusammenhängen zu arbeiten, sie nachzuahmen, statt gegen sie zu arbeiten.

Mit Permakultur können wir ausgelaugte Böden wieder fruchtbar machen, dem Grundwasserrückgang entgegenwirken und sowohl den Auswirkungen als auch den Ursachen des Klimawandels entgegentreten.

 

 

Klingt abstrakt, hast du ein Beispiel für uns?

 

Ein ganz einfaches Beispiel ist das Mulchen:

In der Natur fallen abgestorbene Pflanzenteile zu Boden, beschatten diesen und  schützen ihn vor Überhitzung und Austrocknung. Ebenso unterdrücken der Mulch das Auflaufen von Konkurrenten. Wenn der Mulch verrottet, werden die Bodenlebewesen ernährt und es entsteht nährstoffreicher Humus, der wiederum die Pflanzen ernährt. Wenn ich also auf meinem Gemüsefeld Erntereste und entfernte Beikräuter an Ort und Stelle liegen lasse, habe ich weniger Arbeit und tue dem Boden und meinen Kulturen Gutes damit.

 

Ein weiteres Vorgehen ist etwa das Anlegen eines Hügelbeets mit der Längsseite in Nord-Süd-Richtung. Daraus resultiert, dass die langen Seiten des Hügels in den kühleren Morgen- und Abendstunden mehr Sonnenlicht und Wärme einfangen, als in der heißen Mittagszeit. Damit herrscht auf dem Beet ein ausgewogeneres Kleinklima und die Pflanzen haben weniger Hitzestress. Zudem habe ich keinen Stress mit dem Gießen. Genial, oder?

 

 

Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Ist es das, was dich so sehr an der Permakultur begeistert?

 

Die Arbeitserleichterung die damit zum Teil einhergeht ist natürlich toll. Aber eigentlich ist es vielmehr das genaue Beobachten, das lebenslange Lernen, und das Arbeiten mit der Natur was mich so fasziniert. Und vor allem das Prinzip Hoffnung!

 

Wie meinst du das?

 

Es ist das positive Gefühl in dieser Sichtweise, das mich bewegt: Wenn sich in meinem Beet ein Schädling gerade pudelwohl fühlt und ausbreitet, bin ich entspannt, weil ich darauf vertrauen kann, dass in der Folge ein Gegenspieler das Feld betritt und sich darum kümmert.

 

Es ist ein wesentlich freudvolleres Erlebnis, Beikraut als Mulch umzunutzen, statt im Beikraut einen Kontrahenten zu sehen, den ich ausreißen, abtransportieren und ausmerzen muss.

 

Es sind unglaublich heilsame Erfahrungen zu sehen, wie ein kaputter Boden von Jahr zu Jahr wieder lebendiger wird oder wie ich in Zeiten des Klimawandels ohne Gießen auskommen kann! Das sind die Erfahrungen, die mich persönlich total aufrichten und mir helfen. Das ist gerade heute so wichtig, wo so viel schlechte Nachrichten auf uns einprasseln und wir vor so großen Aufgaben stehen.

 

Ich habe das tolle Gefühl, dass auf dem Stück Land, das ich gerade bearbeite, nur Gutes für das Bodenbiom geschieht: Der Regen wird optimal in die Tiefe geführt und gespeichert und ich bekomme so gesundes Gemüse oder einen Park mit Biotop-Charakter.

 

Das ist für mich persönlich sinnstiftender und hoffnungsvoller, als sich über zerstörerische Bearbeitungstechniken in der industriellen Landwirtschaft oder die kaputten Preise für Lebensmittel auf dem Weltmarkt die Haare zu raufen.

 

 

Dann ist Permakultur die Lösung all unserer Probleme?

 

Ja, wenn sie von jetzt an überall praktiziert würde, wäre das ein guter Weg – davon bin ich überzeugt. Natürlich ist das nicht realistisch, aber es ist definitiv der richtige Weg, um die Bearbeitung von Land neu zu denken und den Anforderungen unserer Zeit zu begegnen. Auch im Kleinen – sei es der eigene Garten, Balkon oder Gemeinschaftsacker.

 

Denn die Methoden der Permakultur sind denkbar einfach und kostengünstig.

 

Der Experte für Permakultur Warren Brush erzielt in seinen Projekten die größten Erfolge in den Gebieten der Erde mit den schwierigsten Bedingungen – und das mit einfachen Mitteln: So legt er etwa mit Schaufeln und Baggern einen so genannten „Swale“ an, um die geringen Niederschläge optimal zu lenken oder pflanzt über eine Feldkultur zunächst beschattende Bäume.

 

Auf diese Weise konnte er schon vielen Menschen in prekären Ernährungssituationen helfen, sich selbst zu helfen. Dazu schaut er sich mit den Menschen vor Ort ihr Land genau und nimmt dann mit ihnen gemeinsam kleine Modifikationen in ihrer Landwirtschaft vor. Diese Erfolge sollten uns allen Mut machen!

 

 

Wo kann man die Arbeit von Warren Brush erleben?

 

Warren Brush kommt 2024 für einen Permakultur-Workshop nach Blumenthal, auf den ich mich riesig freue. Es gibt keine größere Inspiration in Sachen Permakultur als einen Workshop mit ihm!

 

Bei dem zehntägigen Workshop handelt es sich um die Grundausbildung Permakultur Design (PCD), bei der auch noch weitere Referent*innen dabei sind:

 

  • Biggi Häusler aus der Blumenthaler Landwirtschaft wird über Gemüsesortenerhalt & Samengewinnung referieren
  • Ange Chakana lässt „Kinder im Garten wachsen“
  • Es gibt Praxis-Einheiten zum Lehmbau und zum Bau von Hügelbeeten
  • Wir legen einen Year-Round-Kitchen-Garden an
  • Wir nehmen Kompost genau unter die Lupe ... und noch vieles mehr.

 

Teilnehmende des Kurses können ihr eigenes Projekt mitbringen und mit Warren planen. Das ist für mich als Organisatorin immer der beglückendste Teil, wenn bei uns in Blumenthal neue Permakultur-Projekte Flügel bekommen.

 

Vorausgesetzt natürlich, wir bekommen wieder die Teilnehmerliste voll: It’s a long way from Australia!

 

Der Workshop ist die ‚Grundausbildung Permakultur Design’ und die erste von insgesamt zwei Lerneinheiten, deren Abschluss euch selbst zu zertifizierten Permakultur-Lehrern nach Bill Mollison macht. Es gibt noch freie Plätze! Wenn ihr euch mit dem Stichwort Lifeguide anmeldet, erhaltet ihr 30 Euro Rabatt.

 

 

Info:

Der Begriff "Permakultur" wurde in den 1970er Jahren von den australischen Umweltaktivisten Bill Mollison und David Holmgren geprägt. Er setzt sich aus den Wörtern "permanent" und "Kultur" zusammen und beschreibt eine nachhaltige Form der Landnutzung, die sich an natürlichen Ökosystemen orientiert. Die Permakultur verfolgt das Ziel, langfristig produktive agrarische Systeme zu schaffen, die ökologisch verträglich, sozial gerecht und ökonomisch sinnvoll sind.

 

Mehr zum Workshop findet ihr auf der Seite von Schloss Blumenthal.

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Im Hofladen vom Hafnerbauern findet ihr Bio-Produkte wie Gemüse und Öl aus eigenem Anbau, Eier aus dem Hühnermobil, Brot und andere Leckereien aus der Region.
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Ort

Hofladen Rotter
Biberbacher Str. 46
86456 Gablingen
Deutschland

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Regional und bio vom Hafnerbauer


Familie Rotter bewirtschaftet ihren Bio-Betrieb in und um Gablingen und ist dabei innovativ und breit aufgestellt. Den Familienbetrieb gibt es bereits seit 1907 und seit 2016 produzieren sie in Bioqualität. 

 

Ein Gewächshaus auf dem Hofgelände versorgt den Hofladen mit eigenem Gemüse und Obst. Im Sommer gibt es auch Freilandgemüse. Grundsätzlich wird saisonal angebaut – das, was zur jeweiligen Jahreszeit auch wächst. Paprika wird im Mai angepflanzt und im Winter typisches Gemüse wie Kohl. Zusätzlich gibt es frische Eier von den Hühnern zweier Mobilställe. Auf dem Hof leben zudem mehrere Weiderinder.

 

Für die Familie Rottner, die den Hof gemeinsam in zwei Generationen betreit, ist der Kreislauf der Natur sowie gesunde Lebensmittel wichtig.

Tipp
Öffnungszeiten
Öffnungszeiten
Donnerstag 8 – 17 Uhr
Freitag 8 – 17 Uhr
Samstag 8 – 12 Uhr
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„Wir brauchen einen gesunden Boden und das ist natürlich nur mit Bio möglich. Daher arbeiten wir im Kreislauf mit der Natur!“

Manuela Rotter, Hafnerbauer 

Der Dinkel vom Acker in unserem Brot

 

Daher freuen sie sich, dass sie durch die Verbindung zur Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg. den Kontakt zur Bäckerei Compuanum aufgebaut haben, der sie ihren Dinkel liefern. Denn der Schwerpunkt des Hofes liegt vor allem im Ackerbau von Getreide und Kartoffeln.

Die Transpararenz beim Bioanbau und der Fokus auf lokalen Waren schätzen die Kunden am Hafnerbauer besonders: Sie wollen sehen, wie und wo das Produkt hergestellt ist und einen Kreislauf erkennen.

 

Umfangreiches Sortiment aus der Region

 

Im Laden gibt es alles, was man zum täglichen Leben so braucht: Kartoffeln, Gemüse und Speiseöle, die aus eigenem Anbau stammen. Darüber hinaus Mehl, Brot und Gebäck, Milch und Milchprodukte, Honig, Gemüsekonserven, Fruchtaufstriche, Wein und vieles mehr - alles in Bioqualität. Produkte, die Familie Rotter nicht selbst anbaut, stammen größtenteils aus Biohöfen in der Region. So unterstützen sich die Höfe gegenseitig mit ihren jeweils eigenen Produkten.

 

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Nachhaltiger Dienstag: Von Sicherheit und Souveränität

Nachhaltiger Dienstag: Von Sicherheit und Souveränität

Umweltbildungszentrum
Dr. Ziegenspeck-Weg 6
86161
Augsburg
Nachhaltiger Dienstag, Grafik: Umweltstation Augsburg

Wie sieht die Welternährung der Zukunft aus?  

 

Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität sind die zwei großen Leitideen zukunftsfähiger Welternährung. Beide verfolgen das Ziel, alle Menschen der Welt langfristig mit in Qualität und Menge ausreichender Nahrung versorgen zu können. Doch wo unterscheiden sich die beiden Konzepte? Welche Rolle spielen sie in politischen Entscheidungen und realen Versorgungsstrukturen? An diesem Nachhaltigen Dienstag schlagen wir einen interaktiven Bogen von theoretischen Linien hin zu praktischen Strategien, die in der Diskussion um nachhaltige Ernährung eine grundlegende Richtung weisen

 

INFO

 

Event-Termin
-

Regionalwert-Initiative für die Region

Regionalwert-Initiative für die Region

Zeughaus Augsburg
Zeugplatz 4
86150
Augsburg
Regional Werte schaffen in allen Bereichen, Grafik von ninaART
Auch in unserer Region gibt es Menschen, die ein Regionalwert-Konzept umsetzen wollen. Interessent*innen können sich auf diesem Treffen informieren und zusammengeschließen.

Was steckt hinter der Idee

 

Hinter dem Regionalwert-Konzept steckt die Idee, dass sich Bürger*innen über Aktien an der Regionalwert AG, einer Bürgeraktiengesellschaft, in einer Region beteiligen. Damit kann erreicht werden, dass Bio-Betriebe aus der Land- und Ernährungswirtschaft weniger in finanziellen Abhängigkeiten von Förderungen, Subventionen und Bankkrediten stehen. 

 

Gleichzeitig soll der Bezug zwischen den Konsumierenden und den Menschen, die die Lebensmittel herstellen, gefördert werden. Gemeinsam können so Vorhaben umgesetzt werden, die ansonsten am Markt entweder schwer oder gar nicht realisierbar wären. Normalerweise stehen solche Vorhaben in der Verantwortung einzelner, anstatt das finanzielle als auch das Umsetzungs-Risiko auf viele Schultern zu verteilen. Hier ermöglicht der Rahmen der Regionalwert AG eine andere Herangehensweise. Anstatt Abhängigkeiten von einzelnen Institutionen setzt man dort auf gemeinsame Realisation.

 

Wer von euch sich aktiv in die Umsetzung des Regionalwert-Konzeptes einbringen möchten, kann am 13. Mai von 17 bis 20 Uhr im Zeughaus Augsburg zum Treffen kommen.  Bitte meldet euch unter agenda@augsburg.de dafür an.

 

Bundesweite Regionalwert AGs

 

Seit 2006 haben sich über ganz Deutschland verteilt neun Regionalwert AGs gegründet. Das gesamte investierte Volumen beläuft sich auf nunmehr 18 Millionen Euro Grundkapital; beteiligt sind über 5.000 Aktionär*innen und über 200 Partnerbetriebe aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Landwirtschaft, Handel und Vermarktung sowie Verarbeitung und Gastronomie. 

 

 

INFO

 

  • Montag, 13.05.2024
  • 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr
  • Zeughaus Augsburg, Zeugplatz 4, 86150 Augsburg
  • Anmeldung unter agenda@augsburg.de

 

 

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Workshop Permakultur - ökologisch Gärtnern

Workshop Permakultur - ökologisch Gärtnern

Gemeinschaft Schloss Blumenthal
Blumenthal 1
86551
Aichach
Permakulturhof Eselgarten, Foto: Decker, Reichertshofen, Stauden, Augsburg, Westliche Wälder, Esel, Garten
Eigens aus Australien kommt der Permakultur Designer Warren Brush nach Blumenthal, um dort einen zweiwöchigen Workshop zu geben.

Grundzüge der Permakultur lernen

 

Ihr seid auf der Suche nach neuen, ökologischen Methoden für euren Garten, die dem Klimawandel trotzen? Die Permakultur bietet Ansätze, auch unter schwierigen Bedingungen Land zu bewirtschaften – auf nachhaltige Weise. In diesem Workshop lernt ihr die Grundzüge der Permakultur nach dem  Permakutlur-Erfinder Bill Mollison kennen und erhaltet nach Abschluss ein international anerkanntes Zertifikat.

 

Globale Perspektive 

 

Geleitet wird der Kurs vom Permakultur Designer und Lehrer Warren Brush, der Permakultur weltweit unterrichtet. Er bringt dabei seine globale Perspektive, die Gabe des Geschichtenerzählens und kulturelle Bildung ein und erschafft so ein einzigartiges, nährendes Lernfeld. Das darin vermittelte Wissen soll es uns ermöglichen, das Land, unsere Familien und Gemeinschaften für die kommenden Generationen zu erhalten und zukunftsfähig zu Gestalten.

 

Kursinhalt: Aufbau biodiverser Systeme

 

  • Permakultur Design – eine Einführung
  • Funktionsmuster in der Natur erkennen & gestalten.
  • Der Klassiker – Anlegen eines Hügelbeets
  • Gildengarten oder Waldgarten – was ist das genau?
  • Ernte rund ums Jahr – einen Permakultur Küchengarten anlegen
  • Den Regen pflanzen – dem Wasser ein Zuhause geben durch
  • Erdarbeiten, Humusaufbau & Bepflanzung
  • Swale walk – das kann ein Hügel
  • Gemeinsam gärtnern – die unterschätzte Kraft
  • Permakultur & aktuelle Fragen zur Welternährung
  • Natürliche Bauweisen – Lehmbau für den eigenen Garten
  • Samen gewinnen & Sorten bewahren
  • Das Gold der Erde – Kompost
  • Die Zukunft – Kinder im Garten ‚wachsen lassen‘ ... und vieles mehr"

 

Permakultur: was ist das?

 

Vielleicht habt ihr in eurem Garten schon mal bemerkt, dass spezifische Pflanzen neben anderen nicht so gut, oder umgekehrt, sehr gut wachsen. Oder habt ihr eine bestimmte Pflanze die bei euch im Garten einfach nicht wachsen will, egal was ihr versucht? Vielleicht möchtet ihr auch einfach euren Garten auf möglichst nachhaltige Art und Weise umgestalten und seid schon mal über den Begriff Permakultur gestolpert. 

 

Permakultur ist ein Gestaltungskonzept, dass an die Natur angelehnt ist und die Zusammenhänge zwischen Pflanzen im Ökosystem betrachtet. Es wird sowohl in der Gartenplanung als auch der Landwirtschaft eingesetzt.

 

Permakultur ist mehr als nur "ökologisches Gärtnern" 

 

Die Veransalter von Schloss Blumenthal sehen in Permakultur noch mehr: Sie kann helfen, unsere ureigenste Schöpferkraft wiederzuentdecken, mit der wir „unser“ Land bewirtschaften und pflegen und unsere Nahrung gewinnen. Dabei stellt die Permakultur die Anschauung der auf Konsum fokussierten westlichen Welt naturgemäßen Gestaltungsansätze gegenüber, die sowohl das Leben jedes einzelnen Menschen, wie auch das Leben in Gemeinschaft betreffen.

„Permakulturelles Denken“ führt also zurück zu unserem kulturellen kollektiven Gedächtnis, welches mit der Erde und mit den natürlichen Prozessen verbunden ist. Diese Lern-Reise hilft, uralte Traditionen zu ehren und die Geschichte unserer eigenen Kultur neu zu schreiben, und zwar so, dass sie noch lange über unsere eigene Lebenszeit hinaus Bestand haben.

Permakultur ist eine Designmethode die unsere Sinne für natürliche Muster schärft und in uns intuitives Wissen darüber erweckt, wie wir unser Leben auf eine dem-Leben-dienende Art und Weise leben können und wie wir zerstörte Landstriche wieder fruchtbar machen.

 

Julia Baus, Organisatorin

Infos zum Kurs:

 

Dieser Kurs nach dem Lehrplan von Permakultur-Gründer Bill Mollison wird mit einem international anerkannten Zertifikat abgeschlossen.

Die Kurssprache ist Englisch.

Termin: Sonntag Abend 11.08.24 bis Samstag Mittag 24.08.24

Kursort: Gemeinschaft Schloss Blumenthal, Blumenthal 1, 86551 Aichach

Kursgebühr: 940 €, für Lifeguide-Lesende gibt es unter dem Stichwort "Lifeguide-Rabatt" 30 Euro Nachlass

Verpflegung: Catering und Selbstversorgung sind möglich. Schloss Blumenthal verfügt über eine Gaststätte mit Biergarten und einen Bioladen.

Übernachtung: Matrazenlager:15€/Nacht, Camper und Zelte:10 €/Nacht, Hotel buchbar unter: hotel@schloss-blumenthal.de

Anmeldung und weitere Infos bei Julia Baus: info@1st-element.com

Der Abendvortrag mit dem der Kurs am 11.08.24 startet ist auch unabhängig buchbar für 25 €.

 

Filme mit Warren auf youtube:

 

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Nachhaltiger Dienstag: Einblick in die Solidarische Landwirtschaft in Augsburg

Nachhaltiger Dienstag: Einblick in die Solidarische Landwirtschaft in Augsburg

Gärtnerei Koch
Blücherstraße 221a
86165
Augsburg
Nachhaltiger Dienstag, Grafik: Umweltstation Augsburg

Was macht eine Solidarische Landwirtschaft aus? Gemüse ökologisch anbauen, aus der Region, somit mit kurzen Wegen und ganz saisonal. Eine Gemeinschaft, die sich austauscht und gemeinsam Projekte auf die Beine stellt. Eine Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft, die gemeinschaftlich gerade im Zeiten des Klimawandels solidarisch wirtschaftet. Nach einer Führung durch die Gärtnerei und einer Vorstellung des Gedankens der Solidarischen Landwirtschaft werden wir uns dem praktischen Tun zuwenden und einige Jungpflanzen ausbringen. Bitte dazu Kleidung die schmutzig werden darf und feste Schuhe tragen.

 

INFO

 

  • Treffpunkt: Gärtnerei Koch, Blücherstraße 221a, 86165 Augsburg Lechhausen

  • Dienstag, 07.05.2024
  • 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr
  • Anmeldung  bis 30.04.2024 unter veranstaltungen@ubz-augsburg.de 
  • kostenfrei
  • Weitere Informationen unter www.us-augsburg.de
Event-Termin
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Neue Bäume für Streuobstwiese in Gersthofen Katrin Jacob Mo., 08.04.2024 - 08:41
Neue Bäume für Streuobstwiese in Gersthofen
Am Brandtweinbach haben die BUND Kreisgruppen Augsburg und Gersthofen neue Obstbäume gepflanzt.
Logo Gute Idee der Woche

Neue Bäume - Alte Sorten


Mitglieder der BUND Kreisgruppen Augsburg und Gersthofen haben anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens zehn Bäume auf der Streuobstwiese am Brandtweinbach in Gersthofen gepflanzt. Bewusst wurden alte Sorten wie die Hochstämme Kardinal Bea, Gewürzluiken, Rheinischer Bohnapfel und Gellerts Butterbirne gesetzt. Die Obstbäume erreichen ein hohes Alter und können damit einen wichtigen Beitrag für den Artenschutz leisten.  

 

Richtig pflanzen für ein langes Leben

 

Nach dem Pflanzschnitt, der für die Ausbildung der Leitäste wichtig ist, wurden die Wurzeln durch Drahtgitter vor Wühlmäusen geschützt. Auch oberirdisch bekam jeder Baum einen Verbissschutz. Ein Kalkanstrich soll Rindenschäden verhindern. Zum Eingießen wurde Wasser aus dem Branntweinbach entnommen. Der BUND Naturschutz wird auch die künftige Pflege der Obstgehölze übernehmen. 

 

Die Pflanzung fand in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Augsburg Stadt statt, der die Bäume, Pfähle und Verbissschutzmaterial stellte. Gefördert wurde die Aktion finanziell im Rahmen des Streuobstpakts Pflanzung und Pflege der Bäume vom Freistaat Bayern.

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Naturgartenplanung: Wie geht Permakultur?

Naturgartenplanung: Wie geht Permakultur?

Bauhof / Feuerwehrschulungsraum
Raiffeisenstraße 2
86450
Altenmünster
Permakulturhof Eselgarten, Foto: Decker, Reichertshofen, Stauden, Augsburg, Westliche Wälder, Esel, Garten
Wer seinen Garten naturnaher und nachhaltiger gestalten möchte, kann an diesem Vortrag der vhs Augsburger Land e.V. zum Thema "Naturgartenplanung: Was ist Permakultur und wie fange ich damit an?" teilnehmen.

Permakultur: was ist das?

Vielleicht habt ihr in eurem Garten schon mal bemerkt, dass spezifische Pflanzen neben anderen nicht so gut, oder umgekehrt, sehr gut wachsen. Oder habt ihr eine bestimmte Pflanze die bei euch im Garten einfach nicht wachsen will, egal was ihr versucht? Vielleicht möchtet ihr auch einfach euren Garten auf möglichst nachhaltige Art und Weise umgestalten und seid schon mal über den Begriff Permakultur gestolpert. 

 

Permakultur ist ein Gestaltungskonzept, dass an die Natur angelehnt ist und die Zusammenhänge zwischen Pflanzen im Ökosystem betrachtet. Es wird sowohl in der Gartenplanung als auch der Landwirtschaft eingesetzt. Bei diesem Vortrag am Freitag den 15.03.2024 erklärt euch die Permakulturdesignerin Lena Landefeld nicht nur die Grundprinzipien der Permakultur, ihr erfahrt außerdem welche Möglichkeiten es gibt Permakultur in euren Privatgarten zu integrieren. Außerdem könnt ihr einen Blick auf die globalen Chancen werfen, die Permakultur in der Landwirtschaft gegen die Klimakrise oder Hunger bietet. 

 

Der Vortrag ist eine geförderte Bildungsveranstaltung durch das bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Die Teilnahmekosten liegen bei 5€. Weitere Informationen erhaltet ihr online unter www.vhs-augsburger-land.de. Hier könnt ihr euch außerdem für de Veranstaltung anmelden. 

 

 

 

Info

  • Bauhof / Feuerwehrschulungsraum, Raiffeisenstraße 2, 86450, Altenmünster
  • Freitag den 15.03.2024
  • 18.30 Uhr bis 19.00
  • Kosten: 5€
  • Referentin: Permakulturdesignerin Lena Landefeld
  • Veranstalter: VHS Augsburger Land e.V.
  • Förderung durch das bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
  • Anmeldung und weitere Informationen unter www.vhs-augsburger-land.de

 

 

 

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„EU-Gentechniknovelle" - was sind die Risiken?

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Schloss Blumenthal
Blumenthal 1
86551
Aichach
Landwirtschaft, Foto Motorjan11, Pixabay
Was bedeutet die Annahme der EU-Gentechniknovelle durch das EU Parlament? Welche Auswirkungen haben diese Bestimmungen auf Pflanzen, Landwirt*innen und Verbraucher*innen? Der Bund Naturschutz klärt euch auf!

Die EU-Gentechniknovelle

Anfang Februar hat das EU-Parlament mit knapper Mehrheit beschlossen die EU-Gentechniknovelle durchzuwinken. Konkret bedeutet das: Pflanzen die mit neuen Gentechniken, zum Beispiel der "Gen-Schere" CRISPR-Cas9, hergestellt wurden, gelten nicht mehr als gentechnisch veränderte Organismen. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass die Genveränderung bei diesen Pflanzen nicht mehr angegeben werden muss, was Verbraucher*innen in ihrer Freiheit beim Kaufen einschränkt, aber auch die Kontaminierung von nicht-gentechnisch verändertem Saatgut zur Folge hätte. 

 

Der Bund Naturschutz e.V. Kreisgruppe Augbsurg und Aichach-Friedberg, wollen mit der Veranstaltung am Freitag den 01.03.2024 zu diesem Thema aufklären. Dafür spricht Harald Ulmer, Agrarreferent des BUND Naturschutz in Bayern über die Risiken für Verbraucher, Landwirte und die Umwelt. Josef Schmid, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Bayern wird euch über „Die Neue Gentechnik aus der Sicht der Landwirtschaft" informieren und Barbara Altmann, von der Rohstoffsicherung und Mitglied im Stiftungsrat der Firma Rapunzel wird euch einen Einblick in das Thema Gentechnik aus Sicht eines Verarbeitungsunternehmens geben. Angefragt für die Veranstaltung wurde auch die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ). 

Gentechnik geht uns alle etwas an, also kommt zum Schloss Blumenthal und informiert euch! Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr, ist kostenlos und ihr müsst euch nicht anmelden. Mehr zum Thema Gentechnik erfahrt ihr unter www.bund-naturschutz.de.

 

 

 

Info

  • Schloss Blumenthal, Blumenthal 1, 86551, Aichach
  • Freitag den 01.03.2024
  • Beginn 19.30 Uhr 
  • Eintrittist kostenlos und keine Anmeldung notwendig
  • Veranstalter: Bund Naturschutz e.V. Kreisgruppe Augsburg und Aichach-Friedberg

 

 

 

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