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Uni Augsburg - Grüne Transformation zum Klimaziel

Die Universität Augsburg wird grün: Bis 2028 klimaneutral, neue Nachhaltigkeitsstrategie nach UN-Zielen, Forschung zu Klimaresilienz und ein Campus voller Biodiversität. 20.000 Studierende gestalten mit.
PV-Anlage auf der Universität Augsburg

Im Zuge einer Grünen Transformation strebt die Universität Augsburg eine nachhaltige Entwicklung in Forschung, Lehre und Betrieb an. An allen Fakultäten sowie in den Zentren wird zu Nachhaltigkeit geforscht. Besonders in den Bereichen Klimaschutz, Umwelt- und Ressourcenforschung sowie umweltbezogene Gesundheit besitzt die Universität ein einzigartiges Profil in Bayern und vermittelt diese Themen in zahlreichen Studiengängen. Mit der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie will sie Forschung und Lehre weiter ausbauen, den Campus umweltfreundlicher gestalten, regelmäßig einen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzbericht veröffentlichen und eine Kultur der Nachhaltigkeit etablieren.

Nachhaltigkeitsstrategie

Im Dezember 2024 hat die Universitätsleitung erstmals eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Sie orientiert sich an den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) und umfasst die Handlungsfelder Governance und Transfer, Forschung, Lehre sowie Campus und Betrieb. Entwickelt wurde sie durch das Green Office und das Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) in einem breit angelegten Dialog. In einem Offenen Forum konnten Beschäftigte und Studierende eigene Ideen einbringen, die in die finale Strategie eingeflossen sind.

Forschung und Lehre

Die Universität stärkt Forschungsnetzwerke und den wissenschaftlichen Nachwuchs. Am Zentrum für Klimaresilienz laufen derzeit zwölf interdisziplinäre Projekte zu klimabedingten Risiken. Seit 2021 fördert ein internationales Doktorandenkolleg Promovierende, die gesellschaftliche und ökologische Transformationsprozesse untersuchen. Das Programm soll verlängert werden. Zudem wird eine Datenbank aufgebaut, die Lehrveranstaltungen mit SDG-Bezug sichtbar macht und so Orientierung für Studierende schafft.

Klimaneutraler Campus und Betrieb

Bis 2028 will die Universität bilanziell treibhausgasneutral sein. Grundlage ist eine umfassende CO₂-Bilanz, die Energieverbrauch, Gebäude, Labore, Rechenzentrum, Bibliothek, Mensa und Mobilität erfasst. Eine begleitende Befragung von über 3.000 Studierenden liefert wertvolle Daten für ein langfristiges Maßnahmenprogramm. Erste Schritte sind bereits umgesetzt: Photovoltaikanlagen mit 2,5 MW Leistung, Ausbau von Fahrradstellplätzen und Ladeinfrastruktur, optimiertes Wasser- und Abfallmanagement sowie Green Labs-Zertifizierung. Zudem entsteht eine Biodiversitätsstrategie für den Campus. Der digitale Naturführer Natur auf dem Campus, der schon seit 2012 Tier- und Pflanzenarten erfasst, wird zu einem Biotopkataster erweitert. Ergänzend sorgen Blühkonzepte und Vogelschutzfolien für mehr Artenvielfalt. 2024 erhielt die Universität im weltweiten GreenMetric-Ranking unter 1.500 Hochschulen und 300 Neueinsteigern die Auszeichnung „Best New Participating University“.

Kooperation und Transfer

Die Universität versteht sich als lernende Institution und setzt auf Kooperation: im Bayerischen Netzwerk Hochschule und Nachhaltigkeit, in Augsburger Nachhaltigkeits- und Klimabeiräten sowie im Klimapakt BlueCity mit regionalen Unternehmen. Mit knapp 20.000 Studierenden und über 4.200 Beschäftigten will sie gemeinsam Verantwortung übernehmen und nachhaltige Entwicklung über die Grenzen des Campus hinaus vorantreiben.

Mehr Informationen: www.uni-augsburg.de/de/verantwortung/nachhaltigkeit/

Dieser Text basiert auf einem Beitrag von PD Dr. Simon Meißner vom Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg. 

Der Beitrag erschien zuerst in: Stadt mit A. Das Augsburger Nachhaltigkeits-Magazin #61

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