Augsburg bleibt Fairtrade-Stadt
Faire Schokolade für Kinder in städtischen Kitas, eine Familienrallye, ein Picknick in der autofreien Maximilianstraße oder eine Kaffee-Röst-Challenge zum Weltladentag: Mit vielfältigen Aktionen macht die Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Augsburg auf den fairen Handel aufmerksam. Bei einer Mode-Rallye konnten Interessierte außerdem entdecken, wo es in Augsburg fair produzierte Kleidung zu kaufen gibt.
Auch Bildungsangebote spielen eine wichtige Rolle. Das Heft „KonsuMensch“ vermittelt Schüler*innen mit Informationen und humorvollen Comics, wie sie selbst zu einer gerechteren und nachhaltigeren Welt beitragen können. Zu den jüngsten Projekten gehört zudem ein Geocache, eine digitale Schnitzeljagd durch das faire und nachhaltige Augsburg.
Vier Augsburger Schulen tragen bereits den Titel Fairtrade-School: die Realschule St. Ursula, das Gymnasium Maria Ward, das Jakob-Fugger-Gymnasium und das Anna-Gymnasium. Eine fünfte Schule befindet sich im Bewerbungsprozess. Auch die Universität Augsburg strebt die Auszeichnung als Fairtrade-University an.
Fairer Handel ist gelebte Nachhaltigkeit
„Der Faire Handel ist für mich der Inbegriff von Nachhaltigkeit“, sagt Ute Michallik, die sich seit vielen Jahren in der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Augsburg engagiert. Denn dabei gehe es um weit mehr als faire Bezahlung: Auch Frauenförderung, Bildung statt Kinderarbeit, klimaresiliente Anbaumethoden, Umweltschutz und gesellschaftliche Teilhabe spielen eine wichtige Rolle.
Die Steuerungsgruppe ist Teil der Lokalen Agenda 21 und bringt Menschen aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung zusammen. Zu ihren wichtigsten Partnern gehören das Büro für Nachhaltigkeit der Stadt Augsburg und die Werkstatt Solidarische Welt mit ihrem Weltladen. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, den fairen Handel in Augsburg bekannter zu machen und noch mehr Menschen zum Mitmachen zu gewinnen.
Seit 2010 Fairtrade-Stadt
Augsburg wurde 2010 erstmals als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet. Um den Titel tragen zu dürfen, müssen Kommunen fünf Kriterien erfüllen: einen entsprechenden Stadtratsbeschluss vorweisen, eine lokale Steuerungsgruppe einrichten, fair gehandelte Produkte in Geschäften und Gastronomiebetrieben anbieten, die Zivilgesellschaft einbinden und Öffentlichkeitsarbeit für den fairen Handel leisten.
Alle zwei Jahre überprüft Fairtrade Deutschland, ob diese Voraussetzungen weiterhin erfüllt sind. Mit der erneuten Auszeichnung im Sommer 2026 wird das langjährige Engagement in Augsburg bestätigt.
Die Auszeichnung ist zugleich Ansporn, den fairen Handel weiter voranzubringen. Denn eine faire Stadt lebt von den Menschen, die sich dafür einsetzen – und von allen, die beim Einkaufen, in der Schule, im Beruf oder bei gemeinsamen Aktionen mitmachen.
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