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Regionalvermarktertag im Botanischen Garten Augsburg

Regionalvermarkter im Botanischen Garten Augsburg

Botanischer Garten Augsburg
Dr.-Ziegenspeck-Weg 10
86161
Augsburg
Plakat Regionalvermarktertag 2019
Gesund. Regional. Lecker! Regionale Organisationen und Anbieter*innen präsentieren ihre Produkte, bieten Kostenproben an oder informieren über Lebensmittel.

Beim Regionalvermarktertag erfahrt ihr, wie unsere Region schmeckt. Vom knusprigen Brot, frischen Eiern, Honig, Säften von Streuobstwiesen bis zu selbstgebrautem Bier - unsere Region hat viel zu bieten!

Neben Gaumenfreuden sorgt ein Rahmenprogramm für Unterhaltung für die gesamte Familie. Von 11 bis 16 Uhr steht der Pomologe Anton Klaus für die Bestimmung von Äpfeln aus dem eigenen Garten zur Verfügung. Dafür müsst ihr mindestens drei typische Äpfel einer Sorte mit Stiel, ohne Wurm und sonnengereift mitbringen.

 

Außerdem informiert die Insektenrangerin Tine Klink über naturnahe Gärten und die Umweltstation Augsburg bietet verschiedene Aktionen für Kinder z.B. „Rund ums Gemüse“ und Filzen jeweils von 13.00 bis 16.30 Uhr an.

 

Die Aussteller sind über das Geländes des Botanischen Gartens verteilt. Sie präsentieren Ihre Produkte und bieten diese zum Verkauf an. Mit dabei sind: Bäckerei Schubert, Rollende Gemüsekiste, Der Grüne Daumen, Cityfarm, Landmetzgerei Diem, Imkerei Beier, Ölmühle Kappelbauer, Obst- und Gartenbauverein Haunstetten, Schmankerl aus dem Bauerngärtle – Fam. Sailer, Weitwinkel e.V., Zusamtaler Saftmanufaktur, Herzstück, Meisterhand, Lechtaler Kürbiskerne, Schwabenbüffel, MutMacherMenschen, Naturglück Horgau, Landkäserei Reissler, Stadtwerke Augsburg, Imkerei Rauscher,  Weltladen Augsburg.

 

Der Regionalvermarktertag wird von der Umweltstation Augsburg in Kooperation mit dem Botanischen Garten Augsburg organisiert und vom Bayerischen Umweltministerium gefördert.

 

Event-Termin
-
German
Ökologische Landwirtschaft: Der Familienbetrieb in Ziemetshausen ist Bioland-zertifiziert und setzt auf Mutterkuhhaltung, Zweinutzungshühner, Hofladen und eigene Energiegewinnung
Anrede
Herr
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HIDE
Ort

Wiedengasse 8
86473 Ziemetshausen
Deutschland

E-Mail
info [at] wiedenbauerhof.de
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Tipp
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Thomas Vogele ist ein viel beschäftigter Mann. Gibt er nicht gerade ein Interview zu seinem landwirtschaftlichen Betrieb, ist er auf dem Feld, dem Hof oder im Wald zu finden. Derzeit wird das Hühnermobil des Wiedenbauerhofs gewartet. Der Familienbetrieb in Ziemetshausen ist mittlerweile in sechster Generation.

 

2007 fand der Wandel von einem klassischen Milchviehbetrieb hin zur Mutterkuhhaltung, ökologischer Landwirtschaft und regenerativen Energien statt. Bei einer Mutterkuhhaltung bleibt das Kalb mindestens ein Jahr bei seiner Mutter und wird von dieser gesäugt. Die Vogeles verkaufen daher keine Milch. Auch sonst liegt ihnen das Tierwohl am Herzen – ihre Bio-Rinder verbringen den Sommer auf Weiden in Österreich, ihre Hühner genießen ihre Freiheit auf den Wiesen rund um ihr Hühnermobil.

 

Den Vogeles geht es bei ihrem Bauernhof in erster Linie um den Erhalt ihrer landwirtschaftlichen Flächen – also um ihre Wiesen, Wälder und Felder in Ziemetshausen - und um einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Als sie ihren Hof umstellten, wollten sie zudem ihre Arbeitsbelastung verringern. Die Rendite steht auf dem Wiedenbauerhof nicht im Vordergrund. Neben der Tierhaltung betreibt der Hof biologischen Ackerbau, bei dem viel Wert auf eine abwechslungsreiche Fruchtfolge gelegt wird.

Direktvermarktung und Hofladen

Mit der Umstellung 2007 begann Familie Vogele mit der Direktvermarktung. Bio-Rindfleisch kann in Paketen bei ihnen telefonisch oder per E-mail bestellt werden und Eier gibt es direkt im Hofladen, der rund um die Uhr geöffnet hat. Bio-Hähnchen sollten rechtzeitig vorbestellt werden. Das Konzept der Direktvermarktung kommt gut an.

"Unseren Kunden können wir ehrliche Produkte anbieten, weil wir auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren und der Natur achten."

Thomas Vogele

Energiegewinnung mit Hackschnitzeln aus der Region

Auf dem Wiedenbauerhof werden nicht nur Lebensmittel produziert, sondern hier wird auch Energie gewonnen. Mithilfe von Hackschnitzeln aus der Region betreibt die Familie in Biomasseheizwerk mit Nahwärmenetz und kann ihren Hof komplett selbst mit Wärme versorgen. Darüber hinaus befinden sich 20 Ziemetshausener Objekte im Versorgungsnetz des Wiedenbauerhofes, darunter die Schule, die Turnhalle und mehrere Wohngebäude.

"Wir ersetzen damit jährlich rund 80.000 Liter Heizöl durch Wärme aus Holz."

Thomas Vogele

Beim Wiedenbauerhof handelt es sich um einen Nebenerwerbsbetrieb. Das bedeutet neben der Landwirtschaft steht ein normaler Job an. Thomas Vogele arbeitet in einem Maschinenbaubetrieb. Vor und nach seiner Erwerbsarbeit und am Wochenende ist er in der Landwirtschaft tätig. Um halb sechs Uhr Aufstehen ist also an der Tagesordnung.

„Wir hoffen auf einen Wandel in der Landwirtschaft - zu mehr Wirtschaftlichkeit im Einklang mit gelebter Nachhaltigkeit.“

Thomas Vogele

Für Thomas Vogele steht die Landwirtschaft gerade am Scheideweg: entweder hin zu einer Industrialisierung der Bauernhöfe, oder zu einem „kleiner Denken“ der landwirtschaftlichen Betriebe. Seine Familie hat sich schon entschieden - und wirkt sehr glücklich mit dieser Entscheidung. Genau wie die Rinder des Hofs, die ihre Sommer im österreichischen Gebirge verbringen dürfen.

Gastbeitrag von der Geographiestudentin Franziska Berktold

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German
Rettung für Lieblingsschuhe, Rucksäcke und Handtaschen! Oftmals ist es nur eine Kleinigkeit, die die geliebten Wanderstiefel oder die beste aller Handtaschen wieder funktionsunfähig macht. Zum Glück gibt es den Altstadt-Schuster!
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SHOW
Ort

Weiße Gasse 7
86150 Augsburg
Deutschland

E-Mail
info [at] schuhmacher-augsburg.de

Der Altstadt-Schuster bietet einen Allround-Reparaturservice an: Amno Amanuel nimmt Schuhe, Handtaschen, Rucksäcke, Aktentaschen, Schulranzen oder Reisetaschen entgegen, er repariert defekte Reißverschlüsse und zerrissene Nähte oder stanzt Löcher in Gürtel und ersetzt verlorene Ösen.

 

Der Altstadt-Schuster hat sich darauf spezialisiert, nicht nur die Funktionsfähigkeit eines defekten Teiles wiederherzustellen, sondern er legt auch Wert darauf, dass die Optik eines Stückes erhalten bleibt. Und wer sich einmal etwas ganz Besonderes wünscht: Amanuel Amno fertigt auch Schuhe nach Maß.

 

Lifeguide-Meinung:

Den Altstadt-Schuster finden wir super! Billig-Modeketten bieten zwar Schuhe für weniger als 10 Euro an. Aber die wahren Kosten für diese Mode tragen die Umwelt und die Menschen in Billiglohnländern. Deshalb ist es langfristig preiswerter und ökologisch sinnvoller, wenn wir Mode in guter Qualität kaufen und öfter mal reparieren lassen. Handwerker, wie der Altstadtschuster, unterstützen uns im Alltag dabei, dieses Konzept auch umzusetzen.

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Öffnungszeiten
Wochentage
Di bis Fr 10 bis 13 Uhr 14 bis 18 Uhr
Sa 10 bis 14 Uhr
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Lebensmittel pur - Unverpackt und plastikfrei

Lebensmittel pur - Unverpackt und plastikfrei
Ramona Dorner von rutaNatur: "Es ist wichtig, die Menschen auf diesen Weg mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass das Projekt "Unverpackt" ein wichtiger Beitrag zum Überleben der Menschheit auf diesem Planeten sein kann."
Ramona Dorner, rutaNatur unverpackt, Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski

Mit ihrem Fokus auf das Wesentliche betreibt Ramona Dorner ihren verpackungsfreien Naturkostladen. Das pure Lebensmittel kann ohne überflüssiges Plastik und Werbung am besten wirken. So erfährt unser Essen Wertschätzung und den unbeeinflussten Genuss, den es verdient.

"Es ist wichtig, die Menschen auf diesen Weg mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass das Projekt "Unverpackt" ein wichtiger Beitrag zum Überleben der Menschheit auf diesem Planeten sein kann." Ramona Dorner

 

Steckbrief:

Name: Ramona Dorner

Beruf: Glasdesignerin, Geschäftsführerin bei rutaNatur

Lieblingsverpackung: Walnussschale oder auch eine andere Verpackung der Natur

 

Lifeguide: Unverpackt – wie geht das?

Ramona Dorner: Verpackt, wie geht das? Wir haben uns in den letzten Jahrzehnten so stark an künstliche Verpackungen gewöhnt und uns so weit von der Natur entkoppelt, dass wir uns diese Frage überhaupt nicht mehr stellen. Nachdem mir das durch verschiedene Ereignisse und Begegnungen in den letzten Jahren immer stärker ins Bewusstsein rückte, war dieser Weg für mich irgendwie vorgezeichnet. Aber klar kostet diese Rückbesinnung auf "Tante Emma" und damit auf das Wesentliche beim Einkaufen - das Produkt und nicht die Verpackung - gewaltige Anstrengungen. Ein großer Teil der heutigen Produktions- und Vertriebsstrukturen, sowie der Marketingtechniken ist auf den Verkauf unverpackter Produkte an Endverbraucher überhaupt nicht mehr eingestellt. Deshalb ist es mit enormen Anstrengungen verbunden, ein entsprechendes Lieferantennetz aufzubauen. Aber genauso wichtig ist es, die Menschen auf diesen Weg mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass das Projekt "Unverpackt" ein wichtiger Beitrag zum Überleben der Menschheit auf diesem Planeten sein kann. Die Zunahme von Plastik in den Weltmeeren wird mit Sicherheit eher das Gegenteil bewirken.

 

Unverpackt mit Kind – wie geht das?

Unverpackt ohne Kind – wie geht das? Ich sehe keinen Widerspruch darin.

"Gerade mit Kind fühle ich mich noch mehr dazu aufgerufen, mein Leben bewusst zu gestalten und meinen Anteil für den Erhalt unserer Natur und unserer Umwelt beizutragen.

 

Was steht hinter eurem Logo?

Mir war es wichtig, mit dem Logo meinen Grundgedanken der Natürlichkeit und des Ursprünglichen zum Ausdruck zu bringen. Dies geschah durch Anwendung eines eher primitiven Zeichenstils, der unvollkommen wirkt und dennoch ästhetisches Empfinden hervorruft.

"Die Natur selbst ist für mich - gerade durch ihre Unvollkommenheit - so wunderschön.

Die Holzstruktur und die Blüte sind Symbole der Natur, die meinen Gedanken nochmals bildhaft vervollständigen. Ein Hauch Philosophie steckt auch dahinter. Die geöffnete Blüte ist ein Zeichen für die Vergänglichkeit alles Materiellen, auch wenn es noch so schön und anmutig wie eine Blume ist. Werden und Vergehen ist der Lauf der Welt...

 

Was bedeutet für dich die Zuwendung zum Wesentlichen?

Das ist eine Frage, die eine facettenreiche Antwort herausfordert. Im Grunde bedeutet das für mich eine Rückbesinnung auf die Einfachheit und auf das Ursprüngliche. Man könnte es auch als Minimalismus bezeichnen.

"Indem ich auf viele, materiellen Dinge unserer Überflussgesellschaft verzichte, Orte mit unzähligen Reizen meide und gesellschaftlichen Zwängen immer mehr entsage, fühle ich eine große Erleichterung und finde besser zu einer inneren Ruhe. Diese ermöglicht es mir, ein Leben im Hier und Jetzt zu führen und jedem Augenblick mit Bewusstheit zu begegnen.

Konkret bedeutet das für mich unter anderem, ein Leben im Einklang mit der Natur zu führen, ausreichend Zeit für das Alleinsein zu finden sowie unzählige Momente mit meiner Familie und lieben Menschen zu verbringen.

Des Weiteren entspricht für mich „das Wesentliche“ einer inneren Haltung, dem Leben mit Demut und Dankbarkeit zu begegnen, sich selbst weniger im Mittelpunkt des Lebens zu sehen, sondern das große Ganze zu betrachten und seinen Teil für dessen Entwicklung beizutragen.

 

Was würdest Du tun, wenn Du Bürgermeisterin von Augsburg wärst?

Ich bin der Meinung, dass auch jeder Bürger ohne „Meistertitel“ eine Menge bewegen kann. Da hatte und habe ich viele Visionen – egal ob alleine oder zusammen mit anderen. Aus der Perspektive eines Bürgermeisters habe ich das noch nicht betrachtet und finde diese Träumerei auch nicht reizvoll, da das Erlangen eines solchen Amtes nicht in meinem Interesse ist.

Grundlegende Änderungen auf politischer Ebene halte ich aber für dringend notwendig, auch wenn meine eigenen Motivationen weniger politischer Natur sind.

 

Wo ist dein Lieblingsplatz in Augsburg?

Aktuell ist das ein Fleckchen mit kleinem Bächlein im Siebentischwald in Haunstetten. Dort erfährt mein Kind gerade die Natur.

 

Welche drei Dinge gehören für dich in jeden Kühlschrank?

Ich habe in Frankreich ein halbes Jahr ohne Kühlschrank ganz gut gelebt, deshalb kann ich das nicht so pauschal beantworten.

 

Was kochst du wenn Besuch kommt?

Ich habe immer noch eine gewisse, sicherlich unbegründete Scheu davor, für viele Menschen zu kochen, obwohl ich es liebe, für die Familie täglich frische Speisen zuzubereiten. Deshalb gibt es dann meist Buffet mit Brotzeit und selbstgemachten Dips. Manchmal tische ich aber auch eine Quiche auf oder koche eine Saison-Suppe, wie z.B. aus Spargel. Seitdem der Nachwuchs da ist, habe ich meine Liebe zum Backen wiederentdeckt. Bevor ich mir Süßes kaufe, backe ich lieber selbst und bestimme so, was drin ist. Besuche sind gute Gelegenheiten, um sich in diesem Bereich kreativ auszutoben. Ein weiterer Vorteil ist, dass man der „süßen Sünde“ nicht alleine ausgeliefert ist, sondern sie mit anderen teilen kann.

 

Auto, Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß?

Solange meine Beine mich tragen, bevorzuge ich den Fußmarsch. So bin ich völlig unabhängig und flexibel.

Gerade jetzt mit Baby freue ich mich über diesen Vorteil noch mehr. Ansonsten ist der Drahtesel mein treuster Transportbegleiter. Da das Fahrradfahren mit Baby aber vorerst noch nicht möglich ist, schätze ich die Fortbewegung zu Fuß umso mehr. Und nicht nur ich – auch das Kind liebt es, weil es im Tragetuch ganz nah bei Mama ist. Als nächste Option gewinnt bei mir das Bahnfahren. Hierbei kann ich völlig entspannen und mich tragen lassen.

 

Was regt dich auf?

Wenn andere mir ihre Meinung aufdrängen möchten. Auch die Erwartungshaltung von so vielen, dass andere für sie jederzeit erreichbar sein müssen. Und die gesellschaftliche Versenkung in Smartphones und anderen Medien.

 

Was bedeutet die Mutterrolle für dich?

Dem Kind Geborgenheit schenken und mich selbst dabei geborgen fühlen. Die Welt durch Kinderaugen nochmals neu entdecken. Das Kind etwas lehren und vor allem auch von ihm lernen. In der neuen Aufgabe im Leben aufgehen und die Fülle auskosten.

Da ein Kind sich zwangsläufig an dem orientiert, was ihm tagtäglich vorgelebt wird, ist es noch mehr als zuvor in meiner Verantwortung, ein Leben zu führen, mit dem ich selbst im Reinen bin. Es ist nicht an mir, ihm zu zeigen, welchen Weg es zu gehen hat, sondern ihm Vorschläge zu machen und es herauszufordern, seinen eigenen Weg zu beschreiten.

 

Du triffst dein 18-jähriges Ich. Welchen Rat gibst du dir selbst?

Vertraue dir selbst und gehe unbeirrt deinen Weg. Du wirst sehen, alles ist gut!

 

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen?

Ich bin ein großer Kunstfreund, keine Frage. Allerdings habe ich nicht den Wunsch ein bestimmtes Kunstwerk in meinem Besitz zu wissen. So betrachte ich lieber die Kunstwerke, die mir auf meinen Wegen begegnen oder werde selbst kreativ. Eine Schwäche für kunsthandwerkliche Gebrauchsgegenstände muss ich allerdings eingestehen, was wohl daher rührt, dass ich selbst mehrere Jahre in diesem Bereich gearbeitet habe. Ich fühle mich der Handwerkskunst sehr verbunden, auch weil sie noch so ursprünglich ist und Schönheit mit Nutzen vereint. Deshalb fördere ich deren Fortbestehen auch sehr gerne, da sie tatsächlich vom Aussterben bedroht ist.

 

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen?

"Ich schätze bei Menschen vor allem Authentizität – Ein Mensch, der sich selbst und anderen gegenüber öffnen kann, den Mut hat, seine Maske abzulegen und in Kontakt mit anderen kommt, ohne dass jegliche Barriere zwischen ihnen steht. Diese kindliche Eigenschaft, die leider häufig verloren geht, schätze ich an erwachsenen Menschen. Und selbst, wenn es nur Momente sind, in denen sich ein Erwachsener so „nackt“ zeigt.".

 

Welche Begegnung hat dich berührt?

Da fällt mir spontan die Begegnung mit einem Gärtner aus meiner Heimat ein. Ich war damals auf einer Recherche-Reise wegen meines Gesellenstücks – ein Minigewächshaus – unterwegs. Bevor ich diesem besagten älteren Herrn begegnete, sprach ich mit vielen anderen Fachleuten, die mir zwar auch gute Ratschläge gaben, welche aber eher auf einer sachlichen Ebene blieben.

Bei ihm war es anders. Er liebte und lebte seinen Beruf, was ich unmittelbar spürte. Mein Vorhaben, ein Häuschen für seine innig geliebten Pflanzen zu bauen, begeisterte ihn auf Anhieb. Mit Herzblut ließ er sich auf meine Fragen ein. Unsere gemeinsame Leidenschaft für dieses Thema verband uns und ließ eine kurze, aber intensive Zusammenarbeit entstehen. Später kam auch noch per Zufall heraus, dass dieser Mann eine Brücke zu meinem jetzigen Lebenspartner darstellte. Wir beide kannten, unabhängig voneinander, Familienmitglieder der Gärtnerei, obwohl wir an zwei ganz verschiedenen Orten wohnten.

 

INFO:

Erstveröffentlichung dieses Lifeguide-Interviews am 11.9.2017

 

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Im Laden rutaNatur unverpackt in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
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Bio-Getreide aus der Region für die Region

Bio-Getreide aus der Region für die Region
Die RegioKorn-Partnerschaft der Augsburger BioBäckerei Schubert ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.
Aussaat-Aktion der BioBäckerei Schubert: Auf dem Biohof Hammerl in Kühnhausen-Pöttmes bei Augsburg wird Dinkel ausgesäht. Foto: Cynthia Matuszewski

Die Kooperation setzt auf regionale Lieferketten mit kurzen Lieferwegen, hoher Bioqualität, gesicherter Ernteabnahme für die Landwirte, sowie festen Preisen bei gleichbleibend hoher Qualität für das Bäcker-Handwerk.

 

2022 feiert die RegioKorn-Partnerschaft der Augsburger BioBäckerei Schubert mit 14 Landwirt*innen aus der Region und der Meyermühle ihr zehnjähriges Jubiläum. Damit ist sie Vorbild für die stabile, gut funktionierende Zusammenarbeit in einer kompletten regionalen Lieferkette. Sowohl die Landwirte, als auch die Bäckerei Schubert setzen bei ihrer Kooperation auf kurze Lieferwege, hohe Bioqualität, gesicherte Ernteabnahme für die Landwirte, sowie feste Preise bei gleichbleibend hoher Qualität für das Bäcker-Handwerk.

 

Von der Aussaat des Biogetreides über die Weiterverarbeitung in der Mühle bis zum vollwertigen Bio-Brötchen dauert es ein Jahr. Was 2021 gesäht wird, kommt also pünktlich im Jubiläumsjahr als Brot oder Brötchen auf den Teller. Deshalb lud die BioBäckerei Schubert im November 2021 zu einer Aussaat-Aktion auf dem Biohof Hammerl in Kühnhausen-Pöttmes ein. Bei Nebel und feuchtkaltem Herbstwetter wanderten einige Familien und ihre Kinder auf den Acker am Katharinenberg und brachten das Saatgut aus. Als Belohnung für ihre Mühe dürfen sie den gesamten Jahreszyklus eines Brotes begleiten und werden 2022 im Juli bei der Ernte, im September in der Mühle und im Oktober beim Brotbacken dabei sein. "Mein Vater ist noch mit dem Auto über die Felder gefahren und hat geschaut, wo hier in der Region Bio-Getreide angebaut wird," berichtet Frank Schubert

Heinz Schubert gehörte mit seiner Biobäckerei 1973 zu den Umweltpionieren in Bayern. Heute führt Frank Schubert das Unternehmen in dritter Generation und kann auf langjährige Verträge mit den Biobäuer*innen zurückblicken.

 

Regelmäßige Absprachen fördern Vertrauen

Ein paar Mal im Jahr treffen sich alle 14 Schubert-Kornbauern mit Frank Schubert vor Ort - am Hof oder auf dem Feld - und tauschen sich aus. Durch dieses direkte Gespräch lernen sie voneinander, sehen den Aufwand für alle Beteiligten und können gemeinsam Verbesserungen voranbringen. "Wir sind froh über diesen Austausch und darüber, dass genau hingeschaut wird, wo das Getreide herkommt", sagt Thomas Hammerl.

Der Bio-Landwirt Thomas Hammerl aus Kühnhausen-Pöttmes gehört zur Regiokorn-Partnerschaft. Er verteilt am Aktions-Vormittag geduldig Saatgut aus einem großen Sack an Kinder und Erwachsene, stapft mit ihnen über die fetten Schollen seines Feldes und tritt das Saatgut fest. „Dieses Feststampfen, die sogenannte Rückverfestigung, ist wichtig“, erklärt er. "Wir fühlen uns der Region verpflichtet, in der wir arbeiten und wohnen.“

Für Frank Schubert ist es wichtig, zu wissen, wo das Getreide herkommt, das er verarbeitet.Leider gefährdet die industrielle Landwirtschaft mit dem Einsatz von Pestiziden, Überdüngung und Flurbereinigung den Artenreichtum und schädigt Grundwasser und Böden. Kontrollierter Bio-Anbau dagegen ist im Einklang mit der Natur und sichert den Erhalt der natürlichen Vielfalt. In einem Bio-Feld wird man immer auch Kamillen- oder Mohnblüten finden. Das ist wiederum Nahrung für Nützlinge, wie Bienen und Schmetterlinge.

 

Langfristige Planung ist für Bio-Bäuer*innen wichtig

„Bio-Landwirtschaft ist sehr aufwendig. Hier sind intelligente Saattechniken und wechselnde Fruchtfolgen notwendig. Ein Bio-Landwirt kann nur alle drei Jahre auf der gleichen Fläche Getreide anbauen – deshalb ist langfristige Planung wichtig“, berichtet Frank Schubert.  

Wetterbedingte Schwankungen in der Erntemenge und dadurch stark schwankende Preise machen es den Bio-Bauern zusätzlich schwer. „Deshalb machen wir mit den Schubert-Kornbauern mehrjährige Lieferverträge. Mit einem Verbund aus inzwischen 14 Bioland-Bauern, die alle nicht weiter als 80 km entfernt sind. Wir garantieren unseren Bauern einen festen Preis und eine Abnahmemenge“, so Frank Schubert. Auch Josef Wetzstein, Landesvorsitzender des Bioland-Verbandes Bayern begrüßt die Zusammenarbeit.

 

"Die RegioKorn-Partnerschaft ist eine gelungene Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette, die zeigt, wie wir ökologische Landwirtschaft stärken und etablieren können.“ Josef Wetzstein, Landesvorsitzender des Bioland-Verbandes Bayern

 

Josef Wetzstein lobt die Aussaat-Aktion auf dem Hammerl-Hof auch in Hinblick auf die jüngere Generation: „Das System Leben früh zu begreifen, zu fühlen, zu sehen und mitzuerleben – das ist wunderbar.“

Für Ulrich Deuter, von der Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg ist die Idee der Regio-Partnerschaften auch für andere Produktionszweige interessant. "Grundsätzlich wären für uns solche Liefergruppen bei vielen Bio-Produkten denkbar und sinnvoll. Beim Getreide haben wir in Augsburg das Glück, dass wir engagierte Bio-Bäckereien haben, die solche Kooperationen eingegangen sind. Leider sieht es in anderen Bereichen, zum Beispiel bei Bio-Fleisch, noch nicht ganz so gut aus. Auch da würden wir uns noch mehr regionale Zusammenarbeit entlang der Lieferkette wünschen.“

Nächster wichtiger Partner im Jahreszyklus des Brotes ist die Meyermühle. Sie holt das Getreide ab und liefert der Bäckerei Schubert im Gegenzug Mehle in den gewünschten Mahlgraden und gereinigtes, von einem Labor geprüftes Korn für die eigene Vollkorn-Mühle. „Wir brauchen jeden Tag gute Rohstoffe. Darauf müssen wir uns verlassen können, denn ohne Mehl kann auch der beste Bäcker nicht backen", sagt Frank Schubert, und schaut zufrieden über den nebligen Acker am Katharinenberg, wo gerade die Zutaten für sein Jubiläumsbrot heranreifen – regional und bio.

 

INFO: Die Biobäckerei und Konditorei Schubert ist einer der Vollwert- und Umweltpioniere unter Bayerns Bäckern. Gegründet wurde der Betrieb 1935 in Bielitz in Oberschlesien. Seit 1954 ist er in Augsburg. Schon seit 1973 produziert die Biobäckerei Schubert Backwaren aus Bio-Getreide und trug damit dazu bei, dass biologische Landwirtschaft überhaupt möglich wurde. Auf Anfrage eines Kunden begann Heinz Schubert damals vollwertige Brote zu backen. Heute beschäftigt die Biobäckerei Schubert am Produktionsstandort in Augsburg an der Berliner Allee 40 und in neun weiteren Verkaufsstellen mehr als 150 Mitarbeiter/innen. Frank Schubert führt das Unternehmen in dritter Generation. Mit Tradition und Liebe zum Handwerk konnte man bis heute ein vollumfassendes Biosortiment kreieren. Alle in der Bäckerei Schubert gebackenen Produkte entsprechen der EG Öko-Verordnung. Zudem wurde Schubert vom Bioland und Demeter-Verband zertifiziert.

 

Das sind die Schubert-KornBäuer*innen:

  • Michael Bauer, Rehling
  • Johann Ellenrieder, Ustersbach
  • Ernst Friedl, Alling
  • Franziskus Freiherr von Gumppenberg, Pöttmes
  • Klaus und Sybille Hafner, Feldheim-Niederschönenfeld
  • Hans Hammerl, Kühnhausen-Pöttmes
  • Biohof Herr GbR, Niederschönenfeld
  • Xaver Huttner, Marbach-Neuburg an der Kammel
  • Gerhard Kölbl, Rederzhausen-Friedberg
  • Biohof Marquart GbR, Friedberg
  • Markus Jakob, Allmering-Rehling
  • Richard Gastl, Thierhaupten
  • Christoph Reiner, Petersdorf (ab Ernte 2022)
  • Christina und Ludwig Koller, Burgstall-Ried (ab Ernte 2022)
Dinkel, sähen, BioBäckerei Schubert, Biohof Hammerl, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Aussaat-Aktion der BioBäckerei Schubert: Auf dem Biohof Hammerl in Kühnhausen-Pöttmes bei Augsburg wird Dinkel ausgesäht. Foto: Cynthia Matuszewski
Dinkel. Foto: Cynthia Matuszewski
Dinkel. Foto: Cynthia Matuszewski
Dinkel, sähen, BioBäckerei Schubert, Biohof Hammerl, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Aussaat-Aktion der BioBäckerei Schubert: Auf dem Biohof Hammerl in Kühnhausen-Pöttmes bei Augsburg wird Dinkel ausgesäht. Foto: Cynthia Matuszewski
Von links: Josef Wetzstein (Landesvorsitzender Bioland Bayern), Janina und Frank Schubert (BioBäckerei Schubert, Augsburg), Thomas Hammerl und Partnerin ( Bioland-Landwirt), Foto: Cynthia Matuszewski
Von links: Josef Wetzstein (Landesvorsitzender Bioland Bayern), Janina und Frank Schubert (BioBäckerei Schubert, Augsburg), Thomas Hammerl und Partnerin ( Bioland-Landwirt), Foto: Cynthia Matuszewski
Dinkel, Keimling, Foto: Cynthia Matuszewski
Gekeimter Dinkel. Foto Cynthia Matuszewski
Dinkel, sähen, BioBäckerei Schubert, Biohof Hammerl, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Aussaat-Aktion der BioBäckerei Schubert: Auf dem Biohof Hammerl in Kühnhausen-Pöttmes bei Augsburg wird Dinkel ausgesäht. Foto: Cynthia Matuszewski
Frank Schubert, BioBäckerei Schubert, Augsburg, Foto Cynthia Matuszewski
Frank Schubert von der BioBäckerei Schubert in Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
Dinkel, sähen, BioBäckerei Schubert, Biohof Hammerl, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Aussaat-Aktion der BioBäckerei Schubert: Auf dem Biohof Hammerl in Kühnhausen-Pöttmes bei Augsburg wird Dinkel ausgesäht. Foto: Cynthia Matuszewski
Dinkel, sähen, BioBäckerei Schubert, Biohof Hammerl, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Aussaat-Aktion der BioBäckerei Schubert: Auf dem Biohof Hammerl in Kühnhausen-Pöttmes bei Augsburg wird Dinkel ausgesäht. Foto: Cynthia Matuszewski
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In Denns BioMarkt findet ihr alles, was für ihr für euren Haushalt und für ein nachhaltiges Leben benötigt. Das Sortiment umfasst über 6.000 Produkte.
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In Denns BioMarkt könnt ihr ganz entspannt und in freundlicher Atmosphäre einkaufen gehen und findet alles, was für ihr für euren Haushalt und für ein nachhaltiges Leben benötigt. Das Sortiment umfasst über 6.000 regionale, vegetarische, vegane und ökologisch erzeugte Produkte.

 

Dazu gehören täglich frisches Obst und Gemüse, Brot und Gebäck vom Bio-Bäcker, Milchprodukte, eine Käsetheke auf Feinkost-Niveau, Wein, Fleisch und Wurst in Bio-Qualität sowie Produkte für die vegane, gluten- und laktosefreie Lebensweise. Neben der großen Auswahl an Bio-Lebensmitteln finden ihr bei Denns außerdem Naturkosmetikprodukte, ökologische Haushaltsprodukte und vieles mehr.

Ganz besonders für Schokoladen Liebhaber*innen zu empfehlen: Bei Denns BioMarkt gibt es eine große Auswahl an Nuss-Nougat Streichcremes, die - im Gegensatz zum Marktführer - ökologisch erzeugt sind und meist ohne Palmöl auskommen.

 

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In Denns BioMarkt könnt ihr ganz entspannt und in freundlicher Atmosphäre einkaufen gehen und findet alles, was für ihr für euren Haushalt und für ein nachhaltiges Leben benötigt. Das Sortiment umfasst über 6.000 regionale, vegetarische, vegane und ökologisch erzeugte Produkte.

 

Dazu gehören täglich frisches Obst und Gemüse, Brot und Gebäck vom Bio-Bäcker, Milchprodukte, eine Käsetheke auf Feinkost-Niveau, Wein, Fleisch und Wurst in Bio-Qualität sowie Produkte für die vegane, gluten- und laktosefreie Lebensweise. Neben der großen Auswahl an Bio-Lebensmitteln finden ihr bei Denns außerdem Naturkosmetikprodukte, ökologische Haushaltsprodukte und vieles mehr.

Ganz besonders für Schokoladen Liebhaber*innen zu empfehlen: Bei Denns BioMarkt gibt es eine große Auswahl an Nuss-Nougat Streichcremes, die - im Gegensatz zum Marktführer - ökologisch erzeugt sind und meist ohne Palmöl auskommen.

 

 

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Im April 2021 hat die Biobäckerei Cumpanum von André Heuck eine Filiale in Mering eröffnet. Hier findest du nicht nur frische Bio-Backwaren, sondern auch einen kleinen Heimatladen, das Herzstück, mit einem umfangreichen Sortiment bioregionaler Produkte.
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Münchener Straße 9
86415 Mering
Deutschland

Biobäcker André Heuck integriert in seiner neuen Cumpanum-Filiale in Mering einen Heimatladen, das "Herzstück", in sein Ladenkonzept. Die Filiale bietet Kund*innen neben einem umfangreichen Sortiment an Bio-Backwaren von Cumpanum auch haltbare, bioregionale Produkte des "Herzstücks". Dazu gehören Nudeln, Molkereiprodukte, Körperpflegeartikel, und schöne Kleinigkeiten. Vorbeischauen lohnt sich!

 

Das Erfolgsrezept der Biobäckerei Cumpanum

André Heuck ist Biobäcker aus Leidenschaft. Das Geheimnis des guten Geschmacks unterliegt dem Credo: „Ohne alles, was es nicht braucht.” Denn von Backmischungen, industriell gefertigten Teiglingen, Emulgatoren und technischen Enzymen findet sich hier keine Spur.

Dinkel, Roggen, Emmer, Einkorn kommen aus der Region und werden in Landshut gemahlen. Weizenmehl gibt es in der Biobäckerei von André Heuck nicht. Gleich drei verschiedene, selbst hergestellte Sauerteige liefern unterschiedlichste Geschmacksnuancen und sorgen für eine lange Saftigkeit. Das Sortiment besticht mit kreativer Vielfalt: Von ausgefallen gewürzten und verfeinerten Dinkelteigen bis zu zahlreichen Vollkornbroten ist für jede*n etwas dabei.

Wichtig ist André Heuck ebenfalls, die Produktionsmenge so zu kalkulieren, dass bei Ladenschluss möglichst nicht 25 Prozent der Waren oder mehr übrigbleiben. Damit am Ende nichts in der Tonne landet, unterstützt das Cumpanum den Verein Foodsharing, die Königsbrunner Tafel und den Bobinger Tisch.

 

Die Idee hinter dem Herzstück

Auf den ersten Blick ist das Herzstück ein Dorfladen mit einem umfangreichen Sortiment an bioregionalen Produkten und angeschlossener Kaffeewirtschaft. Aber hinter dem Konzept des Herzstücks verbirgt sich weit mehr, als man auf den ersten Blick sieht.

Das Herzstück ist eine genossenschaftliche Gemeinschaft, die auf ökologisch nachhaltige Landwirtschaft und regionale Strukturen setzt. Landwirt*innen, Produzent*innen und Vermarkter*innen kommen hier an einem Tisch zusammen. Durch die von der Genossenschaft betriebenen Dorfläden gelangen die Produkte regionaler Erzeuger*innen zu den Kund*innen. Neben dem integrierten Dorfladen in der Cumpanum-Filiale Mering betreibt die Genossenschaft einen Herzstück-Laden in Diedorf und einen in Horgau.

 

 

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Spargel - mehr Geschmack durch längere Reife

Spargel - mehr Geschmack durch längere Reife
Ohne Folie wächst der Spargel langsamer. Natürlicher Spargel wird erst im April geerntet. Wer wartet, wird mit exquisitem Geschmack belohnt und erspart der Umwelt tonnenweise Plastikmüll.
Grüner Spargel ganz ohne Folie.

Wir sind mittendrin in der Spargelsaison: Von Mitte April bis Johanni (dem 24. Juni) wird das leckere Gemüse dort gestochen, wo es besonders lockeren, sandigen Boden gibt, der nicht zu feucht ist. Rund um Schrobenhausen wächst in unserer Region der Spargel besonders gern. Zu erkennen ist das an den vielen, mit Plastikfolien bedeckten Feldern. Das ist kein schöner Anblick, doch garantiert diese Anbaumethode eine frühe und sichere Ernte. Die meisten Spargelbäuer*innen machen mit – nur nicht die Familie Rehm … und sie hat gute Gründe.

 

Seit etwa 20 Jahren wird Spargel in Deutschland unter Plastik angebaut. Unter den schwarzen Folien ist es warm und trocken. So kann der Spargel gut gedeihen und bei guter Witterung bereits im März geerntet werden. Viel früher als der unbedeckte Spargel. Dadurch können die Spargelbauern mit der Konkurrenz aus Griechenland mithalten. 

 

Blindverkostung: Der Freiland-Spargel schmeckt besser!

"Je länger der Spargel Zeit hat zu reifen, desto mehr Aroma sammelt er an", erklärt Josef Rehm den Unterschied. "Das schmeckt man eben." Auch die Familie Rehm hat die Folie ausprobiert. Doch geschmacklich waren sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Kurzerhand haben sie Freunde eingeladen und eine Blindvorkostung gemacht. Einhelliges Ergebnis: Der „Freiland-Spargel“ schmeckte allen einfach besser. Und so haben sie sich entschieden, die Folie wieder zurückzugeben und weiterhin plastikfrei anzubauen – bis heute. 

 

Ohne Folie anzubauen ist nicht immer leicht. Während der Folien-Spargel von den Nachbarfeldern im März schon fleißig verkauft wird, muss Josef Rehm auf seinen Spargel noch warten. Ohne die wärmende Wirkung der Folie fängt die Saison bei ihm später an. Seine Kunden warten geduldig bis das Wetter im April warm genug ist. Dafür bekommen sie exquisiten Spargel, für den die Leute sogar aus München anreisen. 

 

Der Landwirt im Nebenerwerb nimmt seinen Urlaub, um in der Spargelsaison seine Kund*innen mit dem natürlich angebauten Spargel zu versorgen. Im Hofverkauf, in Restaurants und Hotels am Chiemsee, Tegernsee und Ingolstadt, in München oder am Wochenmarkt in Landsberg, Rain am Lech oder Schrobenhausen freuen sich die Kund*innen auf den Rehm'schen Spargel. In diesem Jahr gibt es den Spargel der Familie Rehm auch in Augsburg zu kaufen: im Unverpackt Laden RutaNatur

 

Allerdings gibt es ihn nur, wenn das Wetter mitspielt. Wenn es zu kalt ist oder es zu viel regnet, fällt die Ernte aus. Dafür darf der Acker von Spargelbauer Rehm natürlich blieben. Während anderweitig tonnenweise Plastikfolie in der Müllverbrennungsanlage landet, freuen sich die Tiere über ein unverdecktes Feld. Zwar werden die Plastikfolien für den Spargelanbau mehrere Jahre genutzt, doch wenn sie ausgediehnt haben, kann man sie aufgrund der Verschmutzung nicht mehr recyceln. 

 

Natürlicher Anbau durch und durch

Rehm legt Wert auf alte deutsche Pflanzen und setzt auf Gründünger. Pestizide gibt es nicht, stattdessen werden die Spargeldämme mit besonderen Kräutern durchpflügt, damit der Boden gut und nährstoffreich ist. Das bisschen Unkraut, das noch wächst, lässt sich problemlos von Hand entfernen.

 

Für ihre Überzeugung nimmt die Familie Rehm einiges in Kauf: 40 Prozent weniger Ertrag, spätere Ernte und eben Ernteausfall bei schlechtem Wetter. Dafür bekommt man leckereren Spargel zu einem fairen Preis: Je nach Klasse kostet der Spargel zwischen 11 und 13 Euro. Zusätzlich gibt es  besondere rotschalige Kartoffeln, die nicht nur zum Spargel lecker schmecken. 

 

Wer sich ein Bild vor Ort machen möchte. Ein Ausflug nach Schrobenhausen lohnt sich also immer: Familie Rehm Bachwiesenweg 1 86529 Linden Tel.: 08252-7749www.spargel-rehm.de 

 

Erstveröffentlichung: Dieser Lifeguide-Artikel wurde am 31.5.2017 veröffentlicht

Spargelverkäuferin Rehm. Foto Sylvia Schaab
Spargelverkäuferin Rehm. Foto Sylvia Schaab
Hofverkauf Spargel Rehm
Hofverkauf Spargel Rehm
Spargelfeld. Foto: Sylvia Schaab
Spargelfeld. Foto: Sylvia Schaab
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Die Biobäckerei von André Heuck bietet ein umfangreiches Sortiment an Backwaren, die direkt vor Ort in der Backstube hergestellt werden. Durch eine Glassscheibe kannst du den Bäcker*innen bei der Arbeit zusehen!
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Mittlerer Lech 49
86150 Augsburg
Deutschland

Gebacken wird in 100 Prozent Bioqualität direkt vor Ort, jeden Tag frisch und für alle offen einsichtig, nur durch Glasscheiben von den Kund*innen getrennt. Von morgens bis mittags sind die Bäcker*innen in der Backstube am Werk. Komm vorbei und schau zu!

André und Alexander Heuck sind Biobäcker aus Leidenschaft. Das Geheimnis des guten Geschmacks unterliegt dem Credo: „Ohne alles, was es nicht braucht.” Denn von Backmischungen, industriell gefertigten Teiglingen, Emulgatoren und technischen Enzymen findet sich hier keine Spur.

 

Biozertifizierte Zutaten aus der Region

Dinkel, Roggen, Emmer, Einkorn kommen aus der Region und werden in Landshut gemahlen. Weizenmehl gibt es bei den Heucks nicht. „Wir wissen um die unzähligen Unverträglichkeiten der Menschen und denken, dass eine Ursache in den stark verarbeiteten Rohstoffen liegt, die heutzutage oftmals verwendet werden. So glauben wir, dass der heute verwendete Hochleistungsweizen nicht gut für die menschliche Ernährung ist“, erklärt Alexander Heuck.

Getreu dem Motto „Global gedacht, regional gemacht!” gibt es für die Biobäcker aber noch einen weiteren Grund, auf Weizen zu verzichten.

Subventionierter Weizen aus Europa wird billig nach Afrika verkauft, so billig, dass es sich für die Menschen dort nicht lohnt, eigene Landwirtschaft zu betreiben. Wir sind überzeugt, dass es höchste Zeit ist umzudenken und umzulenken!“ André Heuck, Augsburger Bio-Bäcker.

Wo immer es geht, werden Zutaten aus der näheren Umgebung bevorzugt, beispielsweise kommen die Kürbiskerne aus der Steiermark und nicht aus dem weit entfernten China.

 

Tierwohl als Herzensangelegenheit

In den süßen Stückchen sind auch tierische Produkte enthalten. Das Tierwohl spielt bei der Wahl der Zutaten aber eine große Rolle. Die Eier stammen aus einem regionalen Biobetrieb, dem Hasenberghof in Adelsried. Dort werden sogenannte Zweinutzungsrassen gehalten und aufgezogen. Die Bruderhahn-Initiative für Zweinutzungsrassen garantiert, dass die männlichen Küken nach dem Schlüpfen nicht geschreddert werden.

 

Lebensmittelverschwendung vermeiden

Wichtig ist André Heuck ebenfalls, die Produktionsmenge so zu kalkulieren, dass bei Ladenschluss möglichst nicht 25 Prozent der Waren oder mehr übrigbleiben. Damit am Ende nichts in der Tonne landet, unterstützt das Cumpanum den Verein Foodsharing, die Königsbrunner Tafel und den Bobinger Tisch.

 

Abwechslungsreiches Sortiment

Manchmal ist weniger eben mehr – aber bei der Auswahl wird nicht geknausert. Gleich drei verschiedene, selbst hergestellte Sauerteige liefern unterschiedlichste Geschmacksnuancen und sorgen für eine lange Saftigkeit. Das Sortiment besticht mit kreativer Vielfalt: Von ausgefallen gewürzten und verfeinerten Dinkelteigen bis zu zahlreichen Vollkornbroten ist für jede*n etwas dabei. Neben den Klassikern „Steinofenkruste“, „Dinkel Gold“ und „Reines Roggen“ verzaubern zum Beispiel „Honigsammler” mit Cashewnüssen, „Popeyes Liebling” mit Spinat-Zwiebel-Füllung oder ein reichlich gefülltes „Rosinen-Butter- Brioche” den Gaumen.

 

Anmerkung der Redaktion: Der Beitrag über das Cumpanum ist im Frühjahr 2019 im Magazin Purpur erschienen. Das Magazin Purpur ist Teil des liesLotte Medien Verlags.

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