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IBA³ - eine Internationale Bauausstellung für unsere Region

IBA³ - Internationale Bauausstellung für Augsburg
Warum Augsburg und die benachbarten Landkreise die geplante IBA EMM der Metropolregion München unterstützen sollten. Ein Gastbetrag von Christian Z. Müller, Forum Mitgestalten der Lokalen Agenda 21.
IBA³ - eine Internationale Bauausstellung für die Region Augsburg, Foto: Agendazeitung "Stadt mit A"

Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklungskonzepte 



Klimawandel, der russische Krieg gegen die Ukraine, Migration, Demokratieverfall, Ungleichheit, etc. Wie können sich Städte, Regionen, Länder nach dem Motto „global denken, lokal handeln“ auf derartige Zukünfte einstellen?

 

Gefragt sind nachhaltige, zukunftsfähige Stadt- und Regionalentwicklungskonzepte. Mit dem Konzept der „Internationalen Bauausstellung“ (IBA) gibt es ein interessantes Mittel, Ideen dafür vorzustellen. Erfolgreiche Beisiele dafür haben bereits im Emscher Park, Hamburg oder Wien ins Leben gerufen.

 

Qualitätsstandards für eine IBA

 

Den Titel IBA haben schon einige Ausstellungen für sich beansprucht. Wegen dieser inflationären Anwendung des Titels hat das IBA-Expertengremium einen Qualitätsmaßstab geschaffen, an welchem sich die IBAs messen lassen müssen.

 

Eine IBA soll daher für Zukunftsfragen gesellschaftlichen Wandels, für Probleme in (bau-)kultureller, ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht modellhafte Lösungen skizzieren. Stattfinden soll eine IBA möglichst im Austausch von Stadt und Region, mit internationaler Dimension.

 

Durch Konzentration der intellektuellen, künstlerischen und finanziellen Kräfte auf einen überschaubaren Zeitraum kann ein solcher Ausnahmezustand auf Zeit ermöglicht werden. Als urbanes bzw. rurales Forschungs- und Entwicklungslabor sowie als Forum und Bühne der Beteiligten agierend, sind Phantasie in Programm, Gestaltung und Organisation sowie die Kunst der Improvisation gefragt.

 

Mut zum Risiko

 

Eine IBA verlangt Mut zum Risiko, ist ein Experiment mit offenem Ausgang, generiert neue Ideen, aber auch Provokation und Widerspruch. Ziel ist es, Themen, Ideen, Projekte jeglicher Art und deren Verbreitung voranzubringen – von der verfilmten Kurzgeschichte über das zukunftsfähig sanierte Bauwerk bis hin zum erneuerten Stadt- und Regionalentwicklungskonzept.

 

Aktuelle und akute Themenfelder sind beispielsweise Klimaresilienz, Energieversorgung, Ressourcenknappheit, Abfall vs. Wertstoff, Mobilität und Pkw-Flut, Wohnen, Aufenthaltsqualität, Kultur.

 

Die Metropolregion München (EMM) hat sich bereits im vergangenen Jahr auf den IBA-Weg gemacht. Das Forum Mitgestalten sieht dies als Aufforderung an die Stadt Augsburg an, diese IBA EMM möglichst im Verbund mit seinen benachbarten Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg in Form einer IBA³ zu unterstützen. Die Zukunftsleitlinien, das Stadtentwicklungskonzept, das Kulturhauptstadtbewerbungsbuch, das Konzept Renaissance 2.0 und der Ausstellungskatalog Augsburg 2040 sind hier wertvolle Fundgruben für erste Konzepte.

 

Mehr zum Thema findet ihr unter www.internationale-bauausstellungen.de und  www.metropolregion-muenchen.eu/themen/iba

 

 

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DER BAUSTOFF LEHM IST EIN ÖKOLOGISCHER ALLESKÖNNER – Interview mit Johann Steinhart, Spezialist für Lehmbau

SAND – KNAPPER ROHSTOFF UNSERER ZEIT – Kein fester Rohstoff wird häufiger verwendet als Sand: Er findet sich in Beton, Glas, Computer-Chips, Putzmitteln, Kosmetika. Und so unglaublich es klingt: Uns geht der Sand aus.

DIE ÖKO-MODELLREGION STADT.LAND.AUGSBURG – Interview mit Ulrich Deuter, seit November 2019 Manager der Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg

Dieser Beitrag erschien zuerst in Stadt mit A 58, Augsburgs Agendazeitung.

 

Autor: Christian Z. Müller

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Der Pa*radieschen e.V. aus Augsburg hat zusammen mit 225 Kreditgeber*innen ein Mehrfamilienhaus in Pfersee gekauft. In der Weißenburger Straße 32 wird jetzt ein Gemeinschaftswohnprojekt mit vielfältigem Angebot für die Stadtgesellschaft entstehen.
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Pa*radieschen e.V.
Weißenburger Straße 32
86157 Augsburg
Deutschland

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„Der Hauskauf ist ein riesiges Etappenziel für unseren Verein. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung vieler Einzelpersonen, ohne die das nicht möglich gewesen wäre."

Franziska Falterer, Mitglied im Pa*radieschen e.V.

Für ein Pa*radieschen in Augsburg 

 

Was bisher als eine Idee in der Welt war, nimmt nun konkret Gestalt an. Mit dem Kauf der Immobilie in Pfersee kann die Wohnprojektgruppe Pa*radieschen sich an die Erfüllung ihres Traums von bezahlbaren Mieten und einem hierarchiefreien Zusammenleben machen. Doch das ist noch nicht alles: Das Projekt wird auch öffentliche Begegnungsräume schaffen und das gemeinschaftliche und solidarische Zusammenleben im Viertel stärken. 

 

Unterstützer*innen machen Pa*radieschen möglich

Der Kauf des Objekts in der Weißenburger Straße 32 lief über eine Schwarmfinanzierung nach dem Modell des Mietshäuser Syndikats. Das bedeutet, dass Einzelpersonen einen Direktkredit in eine GmbH anlegen. Diese Direktkredite sind niedriger verzinst als Bankkredite, wodurch die Mieten ebenfalls niedriger gehalten werden können. Die Rückzahlung der Kredite erfolgt über die Mieten. Somit gehört das Haus immer denen, die gerade darin wohnen – unabhängig von ihrer finanziellen Situation.

 

Wenn ihr mehr über das Projekt erfahren wollt: Jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat lädt der Verein zu Infoveranstaltungen ein, um das Haus und die Projektgruppe kennenzulernen. Diese finden immer nachmittags von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr vor Ort in der Weißenburger Straße 32 statt. 

 

Oder ihr informiert euch über die Website unter paradieschen-augsburg.de oder verfolgt die Entwicklung über Facebook und Instagram. 

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Pa*radieschen startet in Pfersee durch

Baureferent Kercher lädt zur Tour durch Lechhausen

Baureferent lädt zur Tour durch Lechhausen

Treffpunkt Grieslepark
Schillstraße 40
86167
Augsburg
Lech, Augsburg, Foto: Norbert Liesz, Licca Liber, Renaturierung, Alpenfluss, Gebirgsfluss, Freier Lech
Bei einer Stadtteil-Tour durch Lechhausen stellt euch Baureferent Steffen Kercher Projekte aus den Bereichen Stadtentwicklung, Mobilität und Bauen vor.

Lechhausens „Mitte“ soll neugestaltet werden 

Bei einer Stadtteil-Tour durch Lechhausen stellt euch Baureferent Steffen Kercher Projekte aus den Bereichen Stadtentwicklung, Mobilität und Bauen vor. Dabei habt ihr auch Gelegenheit, eure Anliegen, Wünsche und Anregungen persönlich vorzutragen und mit dem Baureferenten über die Zukunft Lechhausens zu diskutieren.  Treffpunkt ist im Grieslepark und der Weg geht über die Schillstraße in Richtung Neuburger Straße. Über die Brunnenstraße, deren Neugestaltung geplant wird, geht es weiter zur historischen Mitte Lechhausens: dem Marktplatz im Bereich „Grüner Kranz“ und Schlössle, der heute hauptsächlich Verkehrsfunktionen erfüllt. Mithilfe einer Neugestaltung der Platzfläche soll sich dies ändern.  

Die Teilnehmerzahl für die Stadtteil-Tour ist begrenzt, daher meldet euch bitte mit einer kurzen Schilderung eures Anliegens per Mail an bauerferat@augsburg.de an. 

 

INFO

  • Dienstag, 25.07.2023
  • Ab 15 Uhr 
  • Treffpunkt Grieslepark, Schillstraße 40, 86167 Augsburg
  • Die Teilnehmerzahl für die Stadtteil-Tour ist begrenzt, daher meldet euch bitte mit einer kurzen Schilderung eures Anliegens per Mail an bauerferat@augsburg.de an.

 

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SOZIALKAUFHAUS LECHHAUSEN – Soziales Engagement und günstiges Einkaufen: Die Alternative zum Konsumkarussell! Ausgewählte Artikel aus zweiter Hand: Kleidung und Möbel, Haushaltwaren und Technik, Sport und Spiel, Schmuck und Deko...

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GARTENBAU KOCH: AUS DER ERDE AUF DEN TELLER – Bereits in dritter Generation betreibt Uli Koch den Gartenbaubetrieb in Lechhausen. Dort wird nach ökologischen Standards angebaut.

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Das Augsburger Umweltbildungszentrum

Das Augsburger Umweltbildungszentrum
Mit dem Umweltbildungszentrum bekommt Augsburg einen Lern- und Begegnungsort, der von der Planung bis zur Realisierung und Nutzung voll und ganz dem Thema Nachhaltigkeit verpflichtet ist.
Das Umweltbildungszentrum Augsburg. Foto: UBZ

Im April 2023 wurde das Umweltbildungszentrum (UBZ) auf dem Gelände des Botanischen Gartens feierlich eröffnet. In Zukunft werden dort jährlich bis zu 1.500 Veranstaltungen stattfinden. Ausstellungen, Seminare, Diskussionen und Mitmach-Aktionen befassen sich mit einer der zentralen Frage unseres Jahrhunderts: Wie kann unsere Stadt, unsere Gesellschaft nachhaltiger werden?

 

Im Augsburger UBZ können sich Bürgerinnen und Bürger inspirieren lassen, wie sie ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck reduzieren können. Schulklassen und Kindergartenkinder werden an Umweltthemen herangeführt, eine Dauerausstellung informiert über das Augsburger UNESCO-Welterbe. Es gibt eine Lernküche, eine Holzwerkstatt, Seminarräume und 185 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Insgesamt steht dem mit Lehmwänden und heimischen Hölzern gebauten Umweltbildungszentrum ein Gebäude mit 1.000 Quadratmetern Fläche zur Verfügung. Dazu kommt ein großer Außenbereich mit 2.500 Quadratmetern.

 

Naturschutzgebiet Stadtwald erleben

Aufgrund seiner Lage am Rand des Stadtwalds wird das Umweltbildungszentrum auch über das Naturschutzgebiet Stadtwald Augsburg informieren, eines der größten und artenreichsten Naturschutzgebiete in Bayern. Ziel ist es, die Stadtwaldbesucher*innen für diese landschaftlich schöne und aufgrund ihrer biologischen Vielfalt und Geschichte einzigartige Kulturlandschaft zu begeistern.

 

Kooperation mit vielen Akteur*innen

Das Besondere am Umweltbildungszentrum ist, dass hier möglichst viele Akteure der Stadtgesellschaft ihre nachhaltigen Themen präsentieren können.

„Geplant ist eine breit angelegte Kooperation mit vielen Akteur*innen. Das UBZ soll ein "interdisziplinäres Erlebnislabor" für eine zukunftsfähige Augsburger Gesellschaft sein.“

Nicolas Liebig, Leiter des Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V.

Bauherrin  und Trägerin des UBZ ist die Stadt Augsburg. Der Landschaftspflegeverband mit seiner staatlich anerkannten Umweltstation ist der Betreiber des Umweltbildungszentrums.

 

Ökologisches Bauwerk

Ausschreibung, Planung und Umsetzung des Umweltbildungszentrums hatten zum Ziel, den ökologischen Fußabdruck der Baumaßnahme so klein wie möglich zu halten. Dabei wurde bewusst abgewogen, was sich mit den vorhandenen finanziellen Mitteln von final sieben Millionen Euro und im Rahmen der baulichen und gesetzlichen Vorgaben realisieren ließ.

 

Das Münchner Architektenteam Hess/Talhof/Kusmierz übernahm die Planung. Die Architekt*innen arbeiteten eng mit der Umweltstation Augsburg zusammen und ließen sich bei der geschwungenen, viergeteilten Form des UBZ vom Flusslauf des Lech inspirieren. 2020 war Spatenstich, im Jahr 2023 Einweihung des UBZ.

 

Wände zu 100 Prozent recyclebar

Da die Betonindustrie einer der größten CO2-Emmitenten weltweit ist, wurde als Baumaterial ganz bewusst ein nahezu gleich teure, aber wesentlich umweltfreundlichere Methode gewählt: Die Wände des UBZ bestehen vollständig aus einem gestampften Lehm-Stein Gemisch – ohne Beimischung von Stroh. Das zertifizierte Material stammt aus Österreich von der Firma Lehm Ton Erde und ist zu 100 Prozent recyclebar. Zusätzlich sorgen die Stampflehmwände für ein ausgewogenes Raumklima. Sie sind im Innenbereich 40 cm und im Außenbereich 60 cm dick.

„Eine analoge Bauweise aus Sichtbeton wäre nur geringfügig billiger. Große Unterschiede gibt es aber bei der Zusammensetzung der Kosten: Die Arbeit selber ist im Lehmbau rund fünfmal teurer als im Betonbau, da es sich größtenteils um Handarbeit handelt. Dafür ist das Material Lehm deutlich günstiger als Beton und auch – anders als Beton – zu 100% recyclebar.“

Nicolas Liebig, Leiter des Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V.

Photovoltaik-Anlage des Umweltbildungszentrums Augsburg. Foto: UBZ
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Photovoltaik-Anlage des Umweltbildungszentrums Augsburg.

Sonne sorgt für Energie

Zusätzlich zum Lehm wurden beim UBZ beispielsweise heimische Hölzer verbaut. Die Außenfassade besteht aus Lärche und Douglasie, die Innenwände aus Fichte, darunter OSB-Platten mit Jute-Dämmung aus recycelten Kaffee-Säcken. Auf dem Dach des UBZ befindet sich eine Photovoltaik-Anlage mit 90 kWp. Zum Vergleich: Private Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern haben meist eine Leistung zwischen 8 und 15 kWp.  

 

 

5% der Bevölkerung reichen...

Abschließend ein ermutigendes Rechenbeispiel von der Umweltstation Augsburg. Bei maximaler Auslastung werden mit den Veranstaltungen im Umweltbildungszentrum jedes Jahr rund 15.000 Bürger*innen aus Augsburg und der Region erreicht werden können – dies entspricht etwa 5% der Einwohner*innen unserer Stadt.

"Wusstet ihr, dass gut „durchmischte“ 5% der Bevölkerung ausreichen, um eine Gesellschaft in jede Richtung zu verändern?  Daran wollen wir uns beim Weg zu mehr Nachhaltigkeit und in eine zukunftsfähige Stadtgesellschaft orientieren. Seid dabei!“

Umweltstation Augsburg

INFO:

  • Umweltbildungszentrum Augsburg
  • Dr.- Ziegenspeck-Weg 6, 86161 Augsburg
  • Umweltstation Augsburg www.us-augsburg.de

 

Mehr erfahren:

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Wohnbaugenossenschaft Wogenau lädt zum Kennenlernen ein

Wohnbaugenossenschaft Wogenau lädt zum Kennenlernen ein

Sheridanpark
Siegfried-Aufhäuser-Straße 24
86157
Augsburg
Mitglieder der Genossenschaft Wogenau
Die Wogenau eG lädt die zukünftigen Nachbar*innen und alle Bürger*innen auf die Bauflächen im Sheridanpark ein.

2021 wurden Grundstücke im Sheridanpark im Rahmen eines Konzeptvergabeverfahrens der Stadt Augsburg vergeben. Das Anliegen der Wohnbaugenossenschaft ist, ein lebendiges Quartier zu gestalten. Nicht trotz, sondern gerade aufgrund rauer wirtschaftlicher Zeiten ist die junge Genossenschaft herausgefordert, ihr Anliegen umzusetzen. Das bedeutet, bezahlbaren Wohnraum und darüber hinaus Angebote an die Nachbarschaft zu schaffen. Die Initiatoren und Mitglieder bringen viel mit und viel ein und wünschen sich auf der anderen Seite UnterstützerInnen, die die Idee mittragen.

Unter dem Motto "Wir sind da! Und nehmen Dich mit" lädt die Wogenau eG zum Kennenlernen bei Boule, Grill und Musik ein. Für Getränke und Verpflegung, Sitzgelegenheiten und Pavillons gegen Regen ist gesorgt.

 

INFOS

Termin: Samstag, 18.3., ab 13:00 h

Ort: Auf den Brachflächen neben der Altkatholischen Kirche im Sheridan-Gelände, Siegfried-Aufhäuser-Straße 24

Keine Kosten, keine Anmeldung nötig.

Website: https://wogenau.haus/

Mailkontakt: info@wogenau.haus

 
Event-Termin
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Zirkuläres Bauen – von der Planung bis zum Abbruch

Zirkuläres Bauen – von der Planung bis zum Abbruch

Am Alten Gaswerk 8
86156
Augsburg
Architektur. Im Kreis. Was wäre, wenn man die Baustoffe eines Abrisshauses wiederverwerten könnte? Das soll in Augsburg geschehen. Foto: Stephan Bovenschen
Hochkarätig besetzter Input und Diskussionen zum Thema Baustoffe und CO2-Emissionen

Baustoffe sind als größter Materialstrom für 40 % der weltweiten CO2-Emissionen und ein Drittel aller Abfälle in der EU verantwortlich. Es wird also höchste Zeit für Kreislaufwirtschaft in der Baubranche und es zeichnet sich ab, dass sich die Rahmenbedingungen für Bauherren und Immobilieneigentümer in dieser Richtung erheblich verschärfen werden.

 

Wie bauen wir in der Region Augsburg zukunftsfähig? Wer muss dazu zusammenarbeiten und welche Lösungen brauchen wir, um gemeinsam die Kreislaufwirtschaft im Bau voranzutreiben? Wer ist in der Region bei diesem Thema engagiert?

 

Mit dieser Veranstaltung sollen alle am Thema Interessierten der Region über die gesamte Wertschöpfungskette vom Bauprodukt über Planung bis hin zu Abbruch und Recycling hinweg zusammengebracht werden, um diese Fragen zu diskutieren, sich zu vernetzen und sich von wegweisenden Modellprojekten inspirieren zu lassen. Im Workshopteil entwickeln die Beteiligten Ideen, wie es gemeinsam weitergehen könnte in der Region.

 

Das Programm:

  • 13.00 Begrüßung, Andreas Thiel, Regio Augsburg Wirtschaft GmbH
  • 13:40 Einführung Circular Economy im Bau | Aktuelle Entwicklungen und Chancen, Jens Glöggler, Geschäftsführer atp sustain GmbH, Prof. Susanne Runkel, Hochschule Augsburg
  • 14:00 Es ist mehr möglich, als man denkt: Rechtliche Rahmenbedingungen für Circular Economy im Bau, Rechtsanwalt Holger Seit, Landesverband Bayerischer Bauinnungen
  • 14:20 Ein Holz-Hybrid-Bau zirkulär gedacht: The Cradle Düsseldorf, Andreas Willms, INTERBODEN Innovative Gewerbewelten GmbH & Co. KG
  • 14:50 Verwertung mineralischer Bauabfälle: Herausforderungen zirkulären Bauens am Beispiel der Bayernkaserne, Prof. Andrea Kustermann, Hochschule München
  • 15:10 Architektur im Kreis: Rückbau der Alten Stadtbücherei Augsburg, Kathrin Fändrich, Bereichsleiterin Hochbau, Staatliches Bauamt Augsburg, Prof. Mikala Holme Samsøe, Hochschule Augsburg,ensømble studio architektur berlin
  • 15:30 Kaffeepause
  • 16:00 Workshop: Circular Economy im Bau - Ideen für die Region
  • 16:00 Diskussion an Thementischen:
  • X Thementisch 1: Unsere Region als Rohstofflager: Wie werden aus Rückbaumaterialien Ressourcen und ein Invest?
  • X Thementisch 2: Nachhaltiger Neubau: Die nächste Bayernkaserne und das nächste „The Cradle“ stehen in der Region Augsburg – wie kommen wir dahin?
  • 17:00 Vorstellung der Ergebnisse
  • 17:15 Podiumsdiskussion: Zirkuläres Bauen im Wirtschaftsraum Augsburg – wie soll es weitergehen?
  • 18:00 Ende der Veranstaltung

 

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich. Kontakt per Email: martina.medrano@region-A3.com

Hier das Programm zum Download.

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So wird ein Gebäude recycelt

So wird ein Gebäude recycelt

auf dem Vorplatz der Alten Stadtbücherei
Gutenbergstraße 2
86150
Augsburg
Architektur. Im Kreis. Was wäre, wenn man die Baustoffe eines Abrisshauses wiederverwerten könnte? Das soll in Augsburg geschehen. Foto: Stephan Bovenschen
Beim bayernweit ersten Pilotprojekt „Architektur. Im Kreis” sollen Bauteile der alten Stadtbücherei nach dem Abriss wiederverwendet werden. Komm zum Recycling-Fest gegen Verschwendung!

Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg wird erweitert: Um Platz für den Anbau zu schaffen, wird die alte Stadtbücherei abgerissen. Doch was passiert mit dem alten Gebäude – einfach alle verbauten Teile auf die Deponie?

 

Normalerweise entsteht bei einem Abriss dieser Größenordnung viel Bauschutt, der nicht wiederverwendet werden kann. Anders im bayernweit ersten Pilotprojekt „Architektur. Im Kreis”. Gemeinsam mit der Hochschule Augsburg und der Berliner Firma Concular möchte das Staatliche Bauamt Augsburg das Abbruchgebäude recyceln, indem wiederverwertbare Bauteile identifiziert und online verkauft werden.

 

Und so funktioniert die Wiederverwertung: Baumaterialien aus Abbruchgebäuden werden 6-12 Monate vor dem Abriss registriert und zum Verkauf auf dem digitalen Marktplatz Planer*innen und Auftraggeber*innen angeboten. Wenn sie verkauft werden, werden sie unmittelbar vor dem Abbruch rückgebaut sowie geprüft und können so wieder als Bauteile beim Bau neuer Gebäude verwendet werden.

 

Masterstudent*innen des Studiengangs Architektur an der Hochschule Augsbrug beteiligen sich an dem Projekt und probieren hiermit auch eine noch außergewöhnliche, aber in Zukunft relevante Entwurfsmethode aus: Gestalten und Entwerfen mit vorhandenen Baustoffen.

 

Am 31.07.2022, 14:00 - 18:00 Uhr laden die Projektpartner*innen interessierte Bürger*innen zum Recycling-Fest auf den Vorplatz der Alten Stadtbücherei in Augsburg, Gutenbergstraße 2, 86150 Augsburg ein. Es spielt die Hochzeitskapelle.

 

HSA_transfer

Transferaktivitäten dieser Form stellt die Hochschule Augsburg mit HSA_transfer – der Agentur für kooperative Hochschulprojekte im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ der Öffentlichkeit vor. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kulturprogramms zum Augsburger Friedensfest*22 statt.

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German
Pädagogisch betreuter Erlebnisplatz mit Niedrigseilgarten, Wasserspielplatz, Tipi und Lagerfeuer
Anrede
Herr
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SHOW
Ort

Am Pferseer Feld 30
86157 Augsburg
Deutschland

E-Mail
youfarm [at] kinderzentrum-augsburg.de

Am Lagerfeuer sitzen, Hütten bauen, Tiere versorgen, im Niedrigseilgarten balancieren und kraxeln, eigenes Obst und Gemüse anbauen, werkeln, bauen und hämmern... in der youfarm mitten in Augsburg können Kinder und Jugendliche, aber auch Familien, Schulklassen und andere Gruppen das ganze Jahr über im Freien aktiv und kreativ sein.

Der pädagogisch betreute Erlebnisplatz wurde vom Förderverein youfarm und dem Frère-Roger-Kinderzentrum im Augsburger Westen ins Leben gerufen.

Bisher fand das vielseitige Angebot für offene Jugendarbeit unter freiem Himmel statt. Inzwischen wurde auch ein Farmhaus gebaut.

Das Gelände ist vormittags von 9 bis 13 Uhr für Gruppen reserviert - Anmeldung hierfür bitte beim youfarm Team, Telefon 0821 20713261 oder 0151 72305139.

Tipp
Öffnungszeiten
Wochentag
Di - Fr Winter: 14:00 bis 17:00 Sommer: 14:00 bis 18:00
Samstag Winter: 10:00 bis 16:00 Sommer: 10:00 bis 17:00
Karte Kategorie
German
Gelungenes Integrationsprojekt, günstige Mieten, buntgemischte Mieterschaft, generationsübergreifendes Wohnen, ökologischer Wohnungsbau
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HIDE
Ort

Nebelhornstraße 45
86163 Augsburg
Deutschland

E-Mail
europadorf [at] tuerantuer.de

Die Idee für Europadörfer stammt aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Heimatlose Menschen aus unterschiedlichen Ländern sollten in den sechs Häusern in Hochzoll friedlich miteinander leben. Der Initiator Pater Dominique Pire erhielt für diese Idee der Völkerverständigung 1958 den Friedensnobelpreis.

1999 übernahm der Verein „Tür an Tür – miteinander wohnen und leben e. V.“ das Projekt. Heute gilt das Europadorf als gelungenes Integrationsprojekt und steht für günstige Mieten, eine buntgemischte Mieterschaft und generationsübergreifendes Wohnen. Das Dorf ist zudem Vorbild für ökologischen Wohnungsbau. Die Altbauten wurden energetisch saniert und ein Neubau in Niedrigenergiebauweise errichtet. Sonnenkollektoren und eine Pelletanlage sorgen für Warmwasser und Heizung. Und der Innenhof mit seinen alten Bäumen ist seit über 50 Jahren ein Ort der friedlichen Begegnung.  

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Öffnungszeiten
Wochentag
Montag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Dienstag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Mittwoch 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Donnerstag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Freitag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Samstag geschlossen
Sonntag geschlossen
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German
In der Villa des Architekten Sebastian Buchegger befindet sich heute ein Museum. Anfang des 20. Jahrhunderts plante der Architekt das Thelottviertel als grüne Gartenstadt. Citynah und trotzdem im Grünen.
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SHOW
Ort

Thelottstraße 11
86150 Augsburg
Deutschland

Das Augsburger Thelottviertel ist eine der ältesten Gartenstädte Deutschlands. Diese grünen Vorstädte sollten den Menschen vor den Toren ihrer Stadt ein gesundes, naturnahes Leben ermöglichen.

Der Architekt Sebastian Buchegger griff die Idee der Gartenstädte auf und kaufte 1905 ein Stück feuchtes, abschüssiges Land an der Wertach – für 2,60 Mark pro Quadratmeter. Dort entstanden hübsche Bürgerhäuser und mehrgeschossige Mietshäuser, die durch gewundene Straßen miteinander verbunden sind und wie eine eigene Kleinstadt anmuten.

Die Gärten hinter dem Haus sind groß genug für eigenes Gemüse und die Stadt nahe genug, um dort zu arbeiten. Auch heute noch ist ein Spaziergang durch das Thelottviertel sehr lohnenswert – zumal in der ehemaligen Buchegger-Villa das Architekturmuseum Schwaben untergebracht ist, das auf Anfrage Führungen anbietet und Ausstellungen zu historischen und aktuellen sowie klassischen und experimentellen Themen der Architektur zeigt.

Öffnungszeiten während der Ausstellungen: Do-So 14-18  

Tipp
Öffnungszeiten
Wochentag
Do-So (nur während Ausstellungen) 14.00 -18.00 Uhr
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