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Das Augsburger Kollektiv „Die Seiferei“ verkauft im Grandhotel Cosmopolis vegane Bio-Produkte von Vio.Me. Dazu gehören Seife, Waschmittel und vieles mehr.
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Das Seiferei-Kollektiv
Springergässchen 5
86152 Augsburg
Deutschland

E-Mail
seiferei [at] riseup.net

Das Augsburger Kollektiv „Die Seiferei“ unterstützt seit Juli 2019 die selbstverwaltete griechische Fabrik Vio.Me aus Thessaloniki und verkauft seitdem jeden Samstag im Grandhotel Cosmopolis deren Seife, Reinigungs- und Waschmittel. 

Vio.Me ist ein basisdemokratisch organisierter Betrieb. Im Jahr 2011, auf dem Höhepunkt der jüngsten globalen Wirtschaftskrise, haben sich die Arbeiter*innen des bankrotten Unternehmens Vio.Me die vom Eigner aufgegebene Fabrik angeeignet und stellen seitdem in Eigenregie Seife und vieles mehr her. Sämtliche Vio.Me-Produkte sind bio und vegan und werden aus natürlichen und umweltschonenden Bestandteilen hergestellt, ohne Tenside und andere Zusatzstoffe. Es werden keine Tierversuche durchgeführt. Seit Februar 2020 verzichtet Vio.Me bei sämtlichen Produkten auf die Verwendung von Palmkernöl.


Die Geographiestudentin Mona Maetze interviewte das Seiferei-Kollektiv:

 

Ihr seid ein Kollektiv und wollt auch als solches interviewt werden?
Das Seiferei-Kollektiv:
Ja, da wir als Kollektiv agieren, wollen wir auch nach außen so auftreten und verzichten lieber auf die Nennung von Einzelpersonen. Wir sind das Seiferei-Kollektiv mit Andre, Anne, Düzgün, Paul, Seyfi, Simon & Tobi.

 

Wie habt ihr das Unternehmen Vio.Me entdeckt?
Das Seiferei-Kollektiv: Zuerst über die Doku "Klassenkampf mit Bioseife". Wir finden es sehr eindrucksvoll, dass die Arbeiter*innen den Betrieb basisdemokratisch selbstverwalten. Es gibt keine Chef*innen und alle werden gleich bezahlt. In Zeiten von Finanzkrise und Rezession ist das ein eindrückliches Beispiel für die Möglichkeit gelebter Utopien. Vio.Me zeigt uns, wie Leben und Arbeiten jenseits des Kapitalismus funktionieren kann: solidarisch und selbstverwaltet.

 

Wie seid ihr dazu gekommen die Produkte von Vio.Me im Grandhotel Cosmopolis zu verkaufen?
Das Seiferei-Kollektiv: Wir fanden Vio.Me toll und wollten deren Produkte vertreiben: Das Grandhotel Cosmopolis als ein zentraler Ort der Solidarität und der konkreten Utopie in Augsburg erschien uns dafür besonders geeignet... und zum Glück hatten die auch einen Raum für uns frei.

 

Warum ist euch solidarisches Leben und Arbeiten wichtig?
Grob gesagt, weil unsolidarisches Leben und Arbeiten keine emanzipatorische Option ist. Es führt zu Vereinzelung, Konkurrenz und Ausbeutung. Nur wenn wir unsere Verbundenheit mit anderen Menschen und unsere biophysische Existenzgrundlage realisieren, diese Beziehungen solidarisch ausgestalten und die Strukturen und Institutionen bekämpfen, die eben das untergraben, kann ein gelingendes menschliches Dasein auf der Erde realisiert werden.

 

Was ist euch wichtig an solidarischem Arbeiten?

    Tipp
    Seitenabschnitte

    "Der Aspekt, die eigene Arbeit in gesellschaftliche Zusammenhänge einzubetten ist uns wichtig. In und durch die eigene Arbeit füreinander dazusein. Die kollektive Selbstbestimmung, gepaart mit Rücksichtnahme auf andere und anderes."

    Das Seiferei-Kollektiv

    Was macht die Seife besonders nachhaltig? Sämtliche Vio.me Produkte sind bio und vegan, auch der Produktionsprozess legt Wert auf höchste ökologische Standards. Das ganze Projekt Vio.Me hat aber auch eine soziale Nachhaltigkeitskomponente: in dem von der Kapitalismuskrise verheerten Griechenland bietet es einer ganzen Handvoll von Menschen eine auskömmliche (Arbeits-)Perspektive, es stiftet Beziehungen untereinander und ermöglicht es, nicht-hierarchische, egalitär-freiheitliche Umgangsformen zu erproben und zu erlernen.

    "Nachhaltigkeit kann es nur ohne beziehungsweise jenseits des Kapitalismus geben."

    Das Seiferei-Kollektiv

    Klar ist aber auch, dass Nachhaltigkeit in einer kapitalistischen Lebensform nicht in Form von einzelnen 'Inseln' oder isolierten Projekten erfolgen kann. Der Kapitalismus und das ihm innewohnende Akkumulations- und Wachstumsparadigma beutet Mensch und Natur notwendigerweise aus, zerstört damit zwangsläufig die Grundlagen unserer geteilten Existenz auf dem Planeten Erde. Nachhaltigkeit kann es infolgedessen nur ohne beziehungsweise jenseits des Kapitalismus geben.

     

    Was kann ich mit dem Kauf dieser nachhaltigen Seife bewirken? (Lachen) Du selbst oder das Geschirr bzw. deine Wohnung wird sauberer! Aber im Ernst: Du unterstützt einen der wenigen basisdemokratischen Betriebe in Europa, der noch dazu ökologisch produziert: Das sichert nicht nur die Existenzen der Produzent*innen, sondern wirkt sich auch für die Stadtgesellschaft in Thessaloniki positiv aus, wo beispielsweise eine von Vio.Me ehrenamtliche Solidarklinik betrieben wird, in die auch Menschen mit geringem Einkommen oder ohne Krankenversicherung kommen können und medizinische Versorgung erhalten

     

    Welche Produkte könnt ihr besonders empfehlen? Ausnahmslos alle! Wir zählen sie gern einmal auf: Allzweckreiniger, Waschmittel, Weichspüler, Handseife im Spender, Haarwaschmittel, Duschgel, Geschirrspülmittel, Glasreiniger, Kalkentferner, Oberflächenreiniger, Seifenblöcke... Großartig ist auch der bio-vegane Wein, den wir von einer italienischen Kooperative beziehen, die ihren Erlös dem Istoreco, einem antifaschistischen Erinnerungsarchiv überlässt. Am besten einfach ins Grandhotel kommen und ausprobieren!

     

    Ihr werdet auch von Künstler*innen unterstützt? Ja, von Beginn an haben  Künstler*innen und Musiker*innen den Betrieb ideell, finanziell und kulturell unterstützt. Das hat das Seiferei‐Kollektiv motiviert einen Soli‐Sampler herauszubringen. 23 Bands und Künstler*innen stellen ihre Werke zur Verfügung -  nicht ganz selbstverständlich, in einer Krisenzeit, die auch Kulturschaffende hart trifft. Das Ergebnis ist der Wahnsinn: 23 Songs quer durch die Musikstile: Singer‐Songwriter, griechischer HipHop, turkischer Folk, Weltmusik, akustischer Punk, harter Rock, Indie, Elektro und vertonte Gedichte. Sie handeln von Liebe und Solidaritat, von Freiheit und Widerstand, vom Scheitern und Wiederaufstehen. Die Lieder sind manchmal laut und daneben und manchmal zärtlich und fein. (Das Album gibt es als Doppel‐ LP, als CD und auf bandcamp: https://dieseiferei.bandcamp.com )

     

    INFO:

    •     Die Seiferei. Grand Hotel Cosmopolis, Springergässchen 5, 86152 Augsburg
    •     Öffnungszeiten: jeden Samstag von 15:30 bis 18:30 und nach Vereinbarung
    •     Kontakt: Bestellungen und Terminvereinbarungen an seiferei@riseup.net
    •     Webseite: https://seiferei.noblogs.org/
    •     Facebook: @DieSeiferei
    •     Instagram: @die_seiferei
    •     Zum Sampler: https://seiferei.noblogs.org/soli‐sampler/
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    Lebensmittel pur - Unverpackt und plastikfrei

    Lebensmittel pur - Unverpackt und plastikfrei
    Ramona Dorner von rutaNatur: "Es ist wichtig, die Menschen auf diesen Weg mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass das Projekt "Unverpackt" ein wichtiger Beitrag zum Überleben der Menschheit auf diesem Planeten sein kann."
    Ramona Dorner, rutaNatur unverpackt, Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski

    Mit ihrem Fokus auf das Wesentliche betreibt Ramona Dorner ihren verpackungsfreien Naturkostladen. Das pure Lebensmittel kann ohne überflüssiges Plastik und Werbung am besten wirken. So erfährt unser Essen Wertschätzung und den unbeeinflussten Genuss, den es verdient.

    "Es ist wichtig, die Menschen auf diesen Weg mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass das Projekt "Unverpackt" ein wichtiger Beitrag zum Überleben der Menschheit auf diesem Planeten sein kann." Ramona Dorner

     

    Steckbrief:

    Name: Ramona Dorner

    Beruf: Glasdesignerin, Geschäftsführerin bei rutaNatur

    Lieblingsverpackung: Walnussschale oder auch eine andere Verpackung der Natur

     

    Lifeguide: Unverpackt – wie geht das?

    Ramona Dorner: Verpackt, wie geht das? Wir haben uns in den letzten Jahrzehnten so stark an künstliche Verpackungen gewöhnt und uns so weit von der Natur entkoppelt, dass wir uns diese Frage überhaupt nicht mehr stellen. Nachdem mir das durch verschiedene Ereignisse und Begegnungen in den letzten Jahren immer stärker ins Bewusstsein rückte, war dieser Weg für mich irgendwie vorgezeichnet. Aber klar kostet diese Rückbesinnung auf "Tante Emma" und damit auf das Wesentliche beim Einkaufen - das Produkt und nicht die Verpackung - gewaltige Anstrengungen. Ein großer Teil der heutigen Produktions- und Vertriebsstrukturen, sowie der Marketingtechniken ist auf den Verkauf unverpackter Produkte an Endverbraucher überhaupt nicht mehr eingestellt. Deshalb ist es mit enormen Anstrengungen verbunden, ein entsprechendes Lieferantennetz aufzubauen. Aber genauso wichtig ist es, die Menschen auf diesen Weg mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass das Projekt "Unverpackt" ein wichtiger Beitrag zum Überleben der Menschheit auf diesem Planeten sein kann. Die Zunahme von Plastik in den Weltmeeren wird mit Sicherheit eher das Gegenteil bewirken.

     

    Unverpackt mit Kind – wie geht das?

    Unverpackt ohne Kind – wie geht das? Ich sehe keinen Widerspruch darin.

    "Gerade mit Kind fühle ich mich noch mehr dazu aufgerufen, mein Leben bewusst zu gestalten und meinen Anteil für den Erhalt unserer Natur und unserer Umwelt beizutragen.

     

    Was steht hinter eurem Logo?

    Mir war es wichtig, mit dem Logo meinen Grundgedanken der Natürlichkeit und des Ursprünglichen zum Ausdruck zu bringen. Dies geschah durch Anwendung eines eher primitiven Zeichenstils, der unvollkommen wirkt und dennoch ästhetisches Empfinden hervorruft.

    "Die Natur selbst ist für mich - gerade durch ihre Unvollkommenheit - so wunderschön.

    Die Holzstruktur und die Blüte sind Symbole der Natur, die meinen Gedanken nochmals bildhaft vervollständigen. Ein Hauch Philosophie steckt auch dahinter. Die geöffnete Blüte ist ein Zeichen für die Vergänglichkeit alles Materiellen, auch wenn es noch so schön und anmutig wie eine Blume ist. Werden und Vergehen ist der Lauf der Welt...

     

    Was bedeutet für dich die Zuwendung zum Wesentlichen?

    Das ist eine Frage, die eine facettenreiche Antwort herausfordert. Im Grunde bedeutet das für mich eine Rückbesinnung auf die Einfachheit und auf das Ursprüngliche. Man könnte es auch als Minimalismus bezeichnen.

    "Indem ich auf viele, materiellen Dinge unserer Überflussgesellschaft verzichte, Orte mit unzähligen Reizen meide und gesellschaftlichen Zwängen immer mehr entsage, fühle ich eine große Erleichterung und finde besser zu einer inneren Ruhe. Diese ermöglicht es mir, ein Leben im Hier und Jetzt zu führen und jedem Augenblick mit Bewusstheit zu begegnen.

    Konkret bedeutet das für mich unter anderem, ein Leben im Einklang mit der Natur zu führen, ausreichend Zeit für das Alleinsein zu finden sowie unzählige Momente mit meiner Familie und lieben Menschen zu verbringen.

    Des Weiteren entspricht für mich „das Wesentliche“ einer inneren Haltung, dem Leben mit Demut und Dankbarkeit zu begegnen, sich selbst weniger im Mittelpunkt des Lebens zu sehen, sondern das große Ganze zu betrachten und seinen Teil für dessen Entwicklung beizutragen.

     

    Was würdest Du tun, wenn Du Bürgermeisterin von Augsburg wärst?

    Ich bin der Meinung, dass auch jeder Bürger ohne „Meistertitel“ eine Menge bewegen kann. Da hatte und habe ich viele Visionen – egal ob alleine oder zusammen mit anderen. Aus der Perspektive eines Bürgermeisters habe ich das noch nicht betrachtet und finde diese Träumerei auch nicht reizvoll, da das Erlangen eines solchen Amtes nicht in meinem Interesse ist.

    Grundlegende Änderungen auf politischer Ebene halte ich aber für dringend notwendig, auch wenn meine eigenen Motivationen weniger politischer Natur sind.

     

    Wo ist dein Lieblingsplatz in Augsburg?

    Aktuell ist das ein Fleckchen mit kleinem Bächlein im Siebentischwald in Haunstetten. Dort erfährt mein Kind gerade die Natur.

     

    Welche drei Dinge gehören für dich in jeden Kühlschrank?

    Ich habe in Frankreich ein halbes Jahr ohne Kühlschrank ganz gut gelebt, deshalb kann ich das nicht so pauschal beantworten.

     

    Was kochst du wenn Besuch kommt?

    Ich habe immer noch eine gewisse, sicherlich unbegründete Scheu davor, für viele Menschen zu kochen, obwohl ich es liebe, für die Familie täglich frische Speisen zuzubereiten. Deshalb gibt es dann meist Buffet mit Brotzeit und selbstgemachten Dips. Manchmal tische ich aber auch eine Quiche auf oder koche eine Saison-Suppe, wie z.B. aus Spargel. Seitdem der Nachwuchs da ist, habe ich meine Liebe zum Backen wiederentdeckt. Bevor ich mir Süßes kaufe, backe ich lieber selbst und bestimme so, was drin ist. Besuche sind gute Gelegenheiten, um sich in diesem Bereich kreativ auszutoben. Ein weiterer Vorteil ist, dass man der „süßen Sünde“ nicht alleine ausgeliefert ist, sondern sie mit anderen teilen kann.

     

    Auto, Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß?

    Solange meine Beine mich tragen, bevorzuge ich den Fußmarsch. So bin ich völlig unabhängig und flexibel.

    Gerade jetzt mit Baby freue ich mich über diesen Vorteil noch mehr. Ansonsten ist der Drahtesel mein treuster Transportbegleiter. Da das Fahrradfahren mit Baby aber vorerst noch nicht möglich ist, schätze ich die Fortbewegung zu Fuß umso mehr. Und nicht nur ich – auch das Kind liebt es, weil es im Tragetuch ganz nah bei Mama ist. Als nächste Option gewinnt bei mir das Bahnfahren. Hierbei kann ich völlig entspannen und mich tragen lassen.

     

    Was regt dich auf?

    Wenn andere mir ihre Meinung aufdrängen möchten. Auch die Erwartungshaltung von so vielen, dass andere für sie jederzeit erreichbar sein müssen. Und die gesellschaftliche Versenkung in Smartphones und anderen Medien.

     

    Was bedeutet die Mutterrolle für dich?

    Dem Kind Geborgenheit schenken und mich selbst dabei geborgen fühlen. Die Welt durch Kinderaugen nochmals neu entdecken. Das Kind etwas lehren und vor allem auch von ihm lernen. In der neuen Aufgabe im Leben aufgehen und die Fülle auskosten.

    Da ein Kind sich zwangsläufig an dem orientiert, was ihm tagtäglich vorgelebt wird, ist es noch mehr als zuvor in meiner Verantwortung, ein Leben zu führen, mit dem ich selbst im Reinen bin. Es ist nicht an mir, ihm zu zeigen, welchen Weg es zu gehen hat, sondern ihm Vorschläge zu machen und es herauszufordern, seinen eigenen Weg zu beschreiten.

     

    Du triffst dein 18-jähriges Ich. Welchen Rat gibst du dir selbst?

    Vertraue dir selbst und gehe unbeirrt deinen Weg. Du wirst sehen, alles ist gut!

     

    Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen?

    Ich bin ein großer Kunstfreund, keine Frage. Allerdings habe ich nicht den Wunsch ein bestimmtes Kunstwerk in meinem Besitz zu wissen. So betrachte ich lieber die Kunstwerke, die mir auf meinen Wegen begegnen oder werde selbst kreativ. Eine Schwäche für kunsthandwerkliche Gebrauchsgegenstände muss ich allerdings eingestehen, was wohl daher rührt, dass ich selbst mehrere Jahre in diesem Bereich gearbeitet habe. Ich fühle mich der Handwerkskunst sehr verbunden, auch weil sie noch so ursprünglich ist und Schönheit mit Nutzen vereint. Deshalb fördere ich deren Fortbestehen auch sehr gerne, da sie tatsächlich vom Aussterben bedroht ist.

     

    Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen?

    "Ich schätze bei Menschen vor allem Authentizität – Ein Mensch, der sich selbst und anderen gegenüber öffnen kann, den Mut hat, seine Maske abzulegen und in Kontakt mit anderen kommt, ohne dass jegliche Barriere zwischen ihnen steht. Diese kindliche Eigenschaft, die leider häufig verloren geht, schätze ich an erwachsenen Menschen. Und selbst, wenn es nur Momente sind, in denen sich ein Erwachsener so „nackt“ zeigt.".

     

    Welche Begegnung hat dich berührt?

    Da fällt mir spontan die Begegnung mit einem Gärtner aus meiner Heimat ein. Ich war damals auf einer Recherche-Reise wegen meines Gesellenstücks – ein Minigewächshaus – unterwegs. Bevor ich diesem besagten älteren Herrn begegnete, sprach ich mit vielen anderen Fachleuten, die mir zwar auch gute Ratschläge gaben, welche aber eher auf einer sachlichen Ebene blieben.

    Bei ihm war es anders. Er liebte und lebte seinen Beruf, was ich unmittelbar spürte. Mein Vorhaben, ein Häuschen für seine innig geliebten Pflanzen zu bauen, begeisterte ihn auf Anhieb. Mit Herzblut ließ er sich auf meine Fragen ein. Unsere gemeinsame Leidenschaft für dieses Thema verband uns und ließ eine kurze, aber intensive Zusammenarbeit entstehen. Später kam auch noch per Zufall heraus, dass dieser Mann eine Brücke zu meinem jetzigen Lebenspartner darstellte. Wir beide kannten, unabhängig voneinander, Familienmitglieder der Gärtnerei, obwohl wir an zwei ganz verschiedenen Orten wohnten.

     

    INFO:

    Erstveröffentlichung dieses Lifeguide-Interviews am 11.9.2017

     

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    Dazu gehören täglich frisches Obst und Gemüse, Brot und Gebäck vom Bio-Bäcker, Milchprodukte, eine Käsetheke auf Feinkost-Niveau, Wein, Fleisch und Wurst in Bio-Qualität sowie Produkte für die vegane, gluten- und laktosefreie Lebensweise. Neben der großen Auswahl an Bio-Lebensmitteln finden ihr bei Denns außerdem Naturkosmetikprodukte, ökologische Haushaltsprodukte und vieles mehr.

    Ganz besonders für Schokoladen Liebhaber*innen zu empfehlen: Bei Denns BioMarkt gibt es eine große Auswahl an Nuss-Nougat Streichcremes, die - im Gegensatz zum Marktführer - ökologisch erzeugt sind und meist ohne Palmöl auskommen.

     

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    Dieser Eyecatcher ist der absolute Hit unter den Beilagensalaten – und das zu jeder Gelegenheit. Auch wenn das Auge hier ganz sicher gerne mitisst, auch Zuge und Gaumen werden sich an der mild-würzigen Kombination erfreuen. Der Salat lässt sich sehr gut einige Stunden vor dem Servieren vorbereiten und kühl aufbewahren.

    Für 6 oder 8 Portionen (je nach Größe der Gläser)

    Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

     

    Zutaten

    400 g Rote Bete

    200 g Couscous

    Salz, Pfeffer

    2 EL Apfelessig

    3 EL Öl

    1 TL Senf

    1 EL Zitronensaft

    2 reife Birnen

    2 Handvoll Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, Sauerampfer und andere Wildkräuter)

    1 Schalotte

    1 Knoblauchzehe

    2-3 cm frischer Ingwer

    1 EL Koriandersamen (gemahlen)

    2 TL Zucker

    zum Servieren: Gläser (z.B. 6 Weckgläser á 250ml)

     

    Zubereitung

    1. Rote Bete schrubben oder schälen, in daumendicke Würfel schneiden und in etwa 350 ml Salzwasser bissfest köcheln. Das rote, noch heiße Kochwasser in eine Schüssel abseihen, unter den Couscous mischen und ziehen lassen bis der Couscous angenehm bissfest ist (ca. 10-15 Minuten). Eventuell noch etwas heißes Wasser unterrühren. Hin und wieder mit einer Gabel auflockern. Kräftig mit Pfeffer würzen und ggf. mit Salz abschmecken.

    2. Aus Essig, Öl, Senf, Zitronensaft, Pfeffer und Salz eine Vinaigrette anrühren. Birnen entkernen und in Scheibchen schneiden. Die Kräuter fein hacken und zusammen mit den Birnenscheibchen in der Vinaigrette ca. 20 Minuten marinieren.

    3. Schalotte, Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln. Zusammen mit den Rote-Bete-Würfeln, den Koriandersamen und dem Zucker in Öl scharf anbraten und karamellisieren lassen.

    4. Etwa ein Drittel der Rote-Bete-Würfel pürieren und unter den Couscous heben. Die Würfel ebenfalls untermengen. Noch einmal mit Pfeffer und Salz abschmecken.

    5. Abwechselnd rotes Couscous und grüne Birnen-Kräuter-Mischung in Gläser einfüllen. Obenauf ein paar Kräuter oder Blüten streuen.

     

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    Selbstgemachte vegane Rostbratwürste

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    Ein Rezept zum vegetarischen Grillfest. Torsten Mertz verrät seine Lieblingsrezepte.
    Vegane Rostbratwürste

    Im Handel gibt es eine riesige Auswahl vegetarischer und veganer Grillwürstchen. Die meisten von ihnen schmecken gut oder sogar sehr gut. Aber selbstgemachte Grillwürstchen sind dennoch etwas ganz Besonderes. Bei ihnen weiß man genau, was drin steckt – und kann die Gewürze nach eigenem Geschmack variieren.

     

    Für 8 Portionen (8 Grillwürste)

    Zubereitungszeit ca. 30 Minuten, plus 50 Minuten Garzeit

    Grillzeit ca. 10 Minuten

     

    Zutaten

    200 g Glutenpulver

    2 EL Hefeflocken

    3 EL Paprikapulver, edelsüß

    2 TL Zwiebelpulver oder -granulat

    1 TL Knoblauchpulver oder -granulat

    1 TL Kreuzkümmelpulver

    1 TL Majoran

    1 TL Estragon

    1 TL Pfeffer

    3 TL Kräutersalz

    1 Prise Muskat

    6 EL Öl

    2 TL Senf

    3 EL Sojasauce

    4 EL Tomatenmark

    250 ml Wasser

    Außerdem: Backpapier und Alufolie

     

    Zubereitung

    1. In eine Schüssel Glutenpulver, Hefeflocken, Gewürze, Kräuter und Salz geben, gut vermengen.

    2. In eine zweite Schüssel Öl, Senf, Sojasauce, Tomatenmark und Wasser geben, ebenfalls gut verrühren.

    3. Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und alles gut miteinander verkneten. Gegebenenfalls weiteres Wasser hinzugeben, bis ein fester, zäher Teig entsteht. Rasch etwa 8 Würste von etwa 1,5 bis 2 cm Dicke rollen. Diese jeweils erst bonbonartig fest in Backpapier und dann in Alufolie wickeln, damit sie beim Garen nicht austrocknen. Um Folie zu sparen, kann man auch mehre Würste zusammen mit Folie umwickeln.

    4. Die Würste bei 180 °C für 45 Minuten im Backofen garen. In der Folie abkühlen lassen, damit sie nicht trocken werden.

    5. Die Würste bevor sie auf den Grill kommen mit etwas Öl einpinseln. Dann bei mittlerer direkter Hitze einige Minuten grillen, bis sie die gewünschte Bräune erhalten.

     

    Tipp 1: Wer einen Dampfgarer oder Dämpfeinsatz hat, kann die Würstchen auch 45 Minuten im Dampfgarer oder mit einem Dämpfeinsatz in einem Topf garen. Dann kann die Alufolie weggelassen werden.

    Tipp 2: Alufolie ist extrem energieintensiv in der Herstellung, daher bitte sparsam und mehrfach verwenden.

     

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    Frisch wie aus deinem Garten und das an sechs Tagen in der Woche! Regional, gentechnikfrei, fair und ökologisch: Danach richtet sich die Auswahl des Sortiments bei Bios.
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    Frisch wie aus deinem Garten und das an sechs Tagen in der Woche! Regional, gentechnikfrei, fair und ökologisch: Danach richtet sich die Auswahl des Sortiments bei Bios.

     

    Von Montag bis Samstag erwartet dich im Bios Naturmarkt Göggingen ein breites ökologisches Natur­kost-Sortiment, das keine Wünsche offen lässt. Regionalität und Frische ist dabei oberstes Gebot. Deshalb ist der Großteil der Waren von Bio-Erzeuger*innen aus der Umgebung und stammt von biologisch wirtschaftende Landwirt*innen, Bäckereien und Gärtnereien aus Augsburg und der Umgebung. 

     

    Bei Bios steht ökologisch-nachhaltiger, verantwortungsbewusster Umgang mit unseren lebenswichtigen Ressourcen Erde, Wasser und Luft an erster Stelle.

     

    Webseite: https://www.bios-goeggingen.de

     

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    Pfärrle 2
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    info [at] bodhivegan.de

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    Vom „Kees“spatzn über Sojaschnitzel „Wiener Art“ bis hin zu Bio-Lupinen-Waldpilz-Ragout gibt es allerhand vegane Varianten bayerischer Schmankerl im Augsburger Ableger des Münchner Restaurants.

    Die Speisekarte gibt´s hier.

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    Das Augsburger Unternehmen Takuna bietet vegane Körperpflege mit Bio Aloe Vera. Zum Beispiel Duschgel in einer Glasflasche und auf  Wunsch mit Schutzhülle für den sicheren Gripp im Badezimmer.

    Immer mehr Menschen sehnen sich nach einem bewussten Leben mit weniger Plastik. Doch spätestens im Badezimmer ist oft Schluss mit den plastikfreien Träumen. Das missfiel auch dem Augsburger Florian Strobl:

    Ich habe mich schon immer an all den leeren Plastiktuben in meiner alten WG-Dusche gestört und mich gefragt, warum man Duschgel nicht in eine nachhaltige Verpackung abfüllen kann.“ Florian Strobl, Gründer von [takuna]

    Mit [takuna] Naturkosmetik will Florian Strobl den Plastikmüll im Badezimmer deutlich reduzieren. Bereits während seines Studiums zum Wirtschaftsingenieur an der Universität Augsburg interessierte er sich für das Thema Plastikvermeidung. So arbeitete er zum Beispiel am Leitfaden für Abfallvermeidung in bayerischen Kommunen mit. Das Thema Plastikvermeidung hat ihn seitdem nicht mehr losgelassen. Da kein Kosmetikhersteller eine zufriedenstellende Begründung für die Verwendung von Plastikverpackungen geben konnte, hat er es schließlich selber in die Hand genommen und im Herbst 2018 [takuna] Naturkosmetik gegründet.

    [takuna] Duschgel – ohne Mikroplastik und ohne Silikone

    Als erstes Produkt hat Strobl zusammen mit einem zertifizierten Produzenten für Naturkosmetik ein veganes Duschgel mit Bio Aloe Vera entwickelt. Dabei verwenden sie ausschließlich natürliche und vegane Inhaltsstoffe ohne Mikroplastik und Silikone.

    Recycelbaren Glasflaschen

    Das natürliche Body Wash wird in recycelbaren Glasflaschen in stilvollem Design abgefüllt. Denn Glas enthält keine Weichmacher und kann zu 100% wieder recycelt werden - unendlich oft und ohne Qualitätsverluste.

    Es ist klar, dass Glas in der Dusche nicht ungefährlich ist. Wir sind aber der Meinung, dass wir groß genug sind, mit Zerbrechlichem umgehen zu können. Natürlich lassen wir unsere Kund*innen damit nicht alleine und bieten wiederverwendbare Schutzhüllen aus BPA-freiem, rutschfesten  Silikon an. Diese schützen vor leichten Stößen und sorgen für einen guten Gripp auch bei nassen Händen." Florian Strobl, Gründer von [takuna]

    Das Duschgel wird in 250ml und 500ml Nachfüllflaschen erhältlich sein. Weitere Produkte sind geplant. An einem umweltfreundlichen Konzept für Refill-Stationen wird bereits gearbeitet. Das Ziel von takuna ist, ganz nach Vorbild der Lebensmittelbranche mit ihren Unverpackt-Läden, hier mittelfristig eine geeignete Lösung für alle Beteiligten zu finden.

     

    Über [takuna] Naturkosmetik:

    Die Vision von [takuna] ist eine natürliche und faire Kosmetik - in einer nachhaltigen Verpackung. Der Gründer Florian Strobl (28) möchte mit dem Augsburger Startup beweisen, dass eine nachhaltige Balance zwischen einem entspannten und einem plastikfreien Leben möglich ist. Die Hälfte der Gewinne will er in soziale und ökologische Projekte für den Kampf gegen die Plastikflut reinvestieren.

    www.takuna.de Instagram/Facebook: @takuna.naturkosmetik

    Bei Startnext: www.startnext.com/takuna

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    Kornstrasse 11
    86199 Augsburg
    Deutschland

    E-Mail
    lecker [at] veganani.com

    Ob Hochzeit, Party oder Meeting, ob romantische Torten, Fingerfood oder ein mehrgängiges Buffet: Anita Würmseer und Simon Keller von „Veganani – das vegane Catering“ liefern für jedes Event die passenden veganen Köstlichkeiten.

    Die Köchin Anita Würmseer lässt sich bei ihren Kreationen sowohl von Genüssen aus aller Welt inspirieren, als auch von den frischen Zutaten aus der Region. Und natürlich spielen die individuellen Ideen und Wünsche ihrer Kund*innen eine zentrale Rolle.

    Kochen ist Leidenschaft. Kreativität. Frische, regionale Zutaten so zu verarbeiten, dass neue Geschmackserlebnisse entstehen, traditionelle Gerichte modern zu interpretieren – das ist meine Passion. Ich wache jeden Tag mit neuen Ideen auf“, sagt Anita Würmseer.

    Veganer Genuss ist für die beiden Jungunternehmer ein zentraler Aspekt: „Vegan ist mehr als ein Trend. Vegan ist ein Lebensgefühl. Eine Möglichkeit, Genuss neu zu entdecken und dabei auch noch etwas Gutes für sich und die Umwelt zu tun", so Simon Keller. 

    Auf ihrer Webiste findest du sogar kostenlose Rezepte!

    Der Catering-Service bekocht bis zu 200 Personen frisch. Außerdem werden auch Kochkurse angeboten. 

    Kontakt:

    lecker@veganani.com

    www.veganani.com

     

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