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Für langfristig bezahlbare Mieten und ein hierarchiefreies Zusammenleben
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Augsburg
Deutschland

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info [at] paradieschen-augsburg.de

Das Pa*radieschen Hausprojekt ist eine Wohnprojekt Gruppe in Augsburg, die sich für langfristig bezahlbare Mieten und ein hierarchiefreies Zusammenleben einsetzt.

Wir möchten dem Immobilienmarkt ein Haus abringen, in dem Menschen unabhängig vom eigenen Vermögen selbstbestimmt leben können“, Corinna Pusch, Pa*radieschen e.V.

Die feste Projektgruppe ist auf der Suche nach einem passenden Objekt in Augsburg und versucht durch regelmäßige Veranstaltungen auf die allgemeine Wohnproblematik in Augsburg aufmerksam zu machen.

Rechtlich und finanziell hat sich der Pa*radieschen e.V. dem Mietshäuser Syndikat angeschlossen und steht in engen Kontakt mit dem bereits nach diesem Modell umgesetzten Projekt Unser Haus e.V.

Jede* und jeder* ist willkommen, unser Konzept ist Solidarität und Toleranz. Nur Rassismus, Homophobie und Sexismus müssen draußen bleiben“, Corinna Pusch, Pa*radieschen e.V..

Facebook: https://www.facebook.com/paradieschen.augsburgInstagram: https://www.instagram.com/paradieschen.augsburg/Newsletter: https://riseup.us20.list-manage.com/subscribe/post?u=bc7884aeb028b1b026…Flyer: https://paradieschen-augsburg.de/files/paradieschen.pdf

 

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Ende 2019 wurde diese neue, junge Wohnbaugenossenschaft in Augsburg gegründet. Ziel ist die Schaffung von dauerhaft bezahlbarem Wohnraum für ihre Mitglieder.
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Wolframstraße 9
86161 Augsburg
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info [at] wogenau.haus

Am 22.9.2019 fand im Nebenzimmer des Lokals Rheingold die Gründungsversammlung der WOGENAU statt. Die junge Augsburger Wohnungsbaugenossenschaft vollzog damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg ihrer Entstehung. Die Gründungsversammlung ist nämlich eine Voraussetzung zur Eintragung ins Genossenschaftsregister. Erst danach kann sich die WOGENAU um Grundstücke bewerben und gezielt auf die Suche nach geeigneten Baugründen gehen.

Bezahlbar wohnen

Ziel einer Wohngenossenschaft ist zunächst die Schaffung von dauerhaft bezahlbarem Wohnraum für ihre Mitglieder. Sogenannte „junge“ Genossenschaften gehen sogar noch darüber hinaus. Bei ihnen geht es auch um die Art und Weise des Zusammenlebens. Sie wollen einen Beitrag zu nachhaltigen, gemeinnützigen und durchmischten Städten leisten. In Augsburg gibt es mit dem Paradieschen und dem Verein Unser Haus bereits Modelle für so ein alternatives Zusammenleben.

 

Viele Augsburger*innen stehen hinter dem Projekt

Etwa 50 Augsburger*innen kamen zu der Gründungsversammlung von Wogenau. 26 der anwesenden Gäste wurden an diesem Abend Gründungsmitglieder. „Wir sind überwältigt von dem Interesse und freuen uns, dass so viele da waren und mitmachen wollen, obwohl wir bisher kaum Werbung gemacht haben“, freut sich der frischgebackene Vorstand mit Hilde Strobl, Susi Weber und Sabine Pfister. Was die zukünftigen Genossenschaftlerinnen und Genossenschaftler besonders freut: die große Altersspanne der Anwesenden. Jüngster Gast war ein Säugling von wenigen Monaten, aber auch Seniorinnen und Senioren kamen zum ersten Treffen.

In den letzten Monaten wurden in sehr vielen Sitzungen und Gesprächen, in Workshops und Recherchen die umfangreichen Vorbereitungen zur Gründung einer Baugenossenschaft getroffen. Es wurden Paragrafen gewälzt und eine Satzung erarbeitet und mit Verbänden, Gründungs-Expert*innen, Politiker*innen, der Stadtverwaltung Augsburg, Genossenschaften und Banken gesprochen. Informationen wurden gesammelt, Ideen entwickelt, Strategien diskutiert, Möglichkeiten abgewogen, Namen, Organisationsformen und öffentliches Erscheinungsbild debattiert – und Entscheidungen getroffen. Mit der Gründungsversammlung ist nun ein wichtiger Schritt getan und der Grundstein ins Rollen gebracht, damit es möglichst bald heißt: Genau hier entsteht das erste WOGENAU-Haus.

Interessierte können sich hier informieren und in Kontakt mit der WOGENAU treten.

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Gelebte Zukunft auf Schloss Blumenthal

Gelebte Zukunft auf Schloss Blumenthal
Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben.
Foto: Schloss Blumenthal, SoLaWi, Hotel, Biergarten, Augsburg

 

 

Südlich von Aichach, ganz in der Nähe von Augsburg, liegt Schloss Blumenthal. Inmitten von sanften Hügeln, umgeben von Feldern und Wäldern. Die klassisch gelb-weißen Häuser, die Kirche, das Schloss mit Türmchen und die Remise bilden einen nahezu perfekten Kreis. Ein Biergarten und ein Restaurant laden zu regionalen Spezialitäten, das Hotel mit 40 individuell ausgestatteten Zimmern zu komfortabler Übernachtung. Auf den ersten Blick ist Blumenthal also ein typisch schwäbisch-bayerisches Anwesen. Aber das 1568 erbaute Schloss ist heute vor allem eines: „Ein Lernort für gelebte Zukunft“.

Hier haben sich acht Familien vor rund 12 Jahren niedergelassen, um gemeinsam so zu leben, wie es ihren Vorstellungen entspricht. Der nachhaltige Umgang mit Mensch und Natur steht dabei im Mittelpunkt. Außerdem die gute Kommunikation untereinander und Arbeit, mit der jede*r sich identifizieren kann.

Ihre gemeinsamen Unternehmen, wie Hotel, Biergarten, Solidarische Landwirtschaft oder Seminare und Veranstaltungen werden nicht hierarchisch organisiert und funktionieren wie ein selbstführender Organismus. In 2020 wollen sie Schloss Blumenthal Gemeinwohl-zertifizieren lassen, seit 2014 betreiben sie eine Solidarische Landwirtschaft, sie renovieren die älteren Häuser mit ökologischen Materialien, teilen Autos im Carsharing-System und Kleider, Bücher und Medien im Sharing-Room. Die Blumenthaler leben in vielerlei Hinsicht nachhaltig und umweltfreundlich und sie sehen in ihrem Zusammenleben ein „zukunftsweisendes und mutig gelebtes Experiment in praktischer Umsetzung“. Heute leben 42 Erwachsene und 20 Kinder in der Schlossanlage. Darunter Gärtner*innen Musiker*innen, Lehrer*innen, Architekt*innen, Designer*innen, Landwirte und viele Selbstständige. Betrachtet man die hochaktuelle Website, die Professionalität im Hotel- und Gaststättenbereich und die Schnelligkeit der Kommunikation, so ist das Experiment im 21. Jahrhundert angekommen.

 

Solide wirtschaftliche Basis

Aber wie ist das gelungen? Zunächst einmal agierten die Blumenthaler sehr pragmatisch und haben sich für ihre Idee eine solide wirtschaftliche Basis geschaffen. 2006 legten die acht Familien ihr Geld zusammen und brachten gemeinsam die nötigen 50 % Eigenkapital für den Kauf des Blumenthaler Anwesens auf. Ihr Kreditgeber, die GLS-Bank, machte zur Voraussetzung, dass von Anfang an Schulungen für Kommunikation und Konfliktlösung durchgeführt wurden. Fortbildungen gehören auch heute noch zum gemeinsamen Freizeitprogramm – von ökologischem Bauen bis hin zum Tangotanzen ist alles möglich. Einmal im Jahr organisieren die Blumenthaler mit Initiativen aus der Umgebung das Forum Zukunft, in dem neue Wege des Zusammenlebens diskutiert und erarbeitet werden.

 

Mein Nachbar ist auch mein Freund

Im Alltag treffen sich alle Blumenthaler jeden Mittwoch und besprechen Sachthemen, wie Mietverwaltung, Elterngruppen oder neue Ideen und Pläne. Einmal im Monat wird über Privates gesprochen und alle sechs Wochen ist Mittwochs-Plenum, bei dem über Belange der Gemeinschaft abgestimmt wird.

Das gemeinsame Leben hier ist viel intensiver, als in einer normalen Nachbarschaft. Denn meine Nachbarn hier sind auch meine Freunde und ich sehe sie regelmäßig.“ Martin Horack, Schloss Blumenthal.

Martin Horack ist im Leitungsteam des Hotels. Außerdem arbeitet er als freiberuflicher Trainer auch oft außerhalb von Blumenthal. 2007 ist er mit seiner Frau nach Blumenthal gezogen, vor allem, weil „der Mensch ein soziales Wesen“ ist. Für die Realschullehrerin Kathrin Schaefer, ihren Mann Mario und ihre drei Kinder waren gleich mehrere Gründe ausschlaggebend, um nach Blumenthal zu ziehen.

Unsere Kinder wachsen in einem Umfeld auf, wo sie auch andere Erwachsene als Bezugspersonen und Rollenvorbilder haben." Kathrin Schaefer, Schloss Blumenthal.

"Wir suchten einen Bauernhof – Blumenthal suchte Landwirte“, ergänzt Mario Schaefer. Er hat Waldwirtschaft studiert und erarbeitet derzeit das Konzept für eine Käserei mit Hofladen. Und natürlich arbeitet er in der Solidarische Landwirtschaft Blumenthal, kurz SoLaWi.

 

SoLaWi: Landwirte und Verbraucher*innen planen gemeinsam

Das Prinzip ist einfach: In einer solidarischen Landwirtschaft zahlen die Teilnehmer*innen den Bauern das gesamte Jahr über jeden Monat einen festen Betrag. Damit ist für den Landwirt die Finanzierung seines Erntejahres gesichert. Als Gegenleistung wird die Ernte unter den Mitgliedern geteilt. In Blumenthal werden auf 1,5 Hektar 50 verschiedene Gemüsesorten angebaut, sowohl auf der Freifläche, als auch im Gewächshaus. Das heißt, alle SoLaWi-Teilnehmer*innen haben das ganze Jahr über regionales, saisonales Bio-Gemüse. Unverpackt und ohne große Transportwege kann es wöchentlich an sechs verschiedenen Verteilerstellen abgeholt werden. Wer jetzt Lust auf frisches Gemüse bekommen hat, kann dieses Angebot einen Monat lang ausprobieren – für 55 Euro.

 

Hotelführung - ohne hierarchische Strukturen?

Natürlich profitieren auch das Restaurant und der Biergarten auf Schloss Blumenthal von dem reichhaltigen Angebot der SoLaWi. Die Gaststätte kocht fast ausschließlich mit frischen Zutaten und in biologischer Qualität.

Wir haben bei der Hotelführung keine rein hierarchischen Strukturen." Martin Horack, Schloss Blumenthal.

Einmal im Jahr wird eine Jahresplanung festgelegt. Aktuelle Entscheidungen treffen Küche, Rezeption oder Housekeeping eigenständig, ohne Abstimmung mit allen Blumenthaler*innen. Nach einem Jahr wird geprüft, wie das funktioniert hat. „Das hat den Vorteil, dass wir keine lähmenden basisdemokratischen Entscheidungen fällen“, sagt Horack. Und dass die Zufriedenheit der selbstbestimmt arbeitenden Mitarbeiter*innen besonders groß ist. Ein Blick in das Angebot von Schloss Blumenthal zeigt, wie erfolgreich das Konzept ist. Der Terminkalender ist gut gefüllt mit Hochzeiten, Seminaren, Musik, Lesungen oder anderen Events. Demnächst wollen die Blumenthaler ein eigenes Kursprogramm auf die Beine stellen. Die 40 Zimmer des Hotels haben übrigens Blumenthaler Innenarchitekt*innen, Designer*innen oder Künstler*innen ausgestattet. Sie tragen Namen wie Baumhöhle, Orientexpress oder Rendezvous mit einem Globetrotter. Jeder Raum ist ein Unikat und gleichzeitig ein Zeichen für die gelungene Zusammenarbeit der Blumenthaler untereinander.

 

Erst kennenlernen, dann einziehen

Wer Interesse hat, in die Gemeinschaft aufgenommen zu werden, sollte sich Zeit nehmen, Blumenthal und seine Bewohner*innen kennenzulernen. Denn der Einstieg in eine Gemeinschaft ist eine weitreichende Entscheidung. Vom ersten Infotag über das Probewohnen bis hin zur Entscheidung wird etwa ein Jahr veranschlagt. Für Martin Horack hat sich das Prozedere gelohnt:

In Blumenthal stimmt das Verhältnis von ökologischem Fußabdruck und persönlicher Zufriedenheit. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Form des Lebens und des lebenslangen Lernens für mich sehr intensiv, reich und erfüllend ist.“ Martin Horack, Schloss Blumenthal.

Mehr über Blumenthal: www.schloss-blumenthal.deFührung durch Blumenthal: Jeden Sonntag um 14 Uhr findet eine 90-minütige Führung durch Blumenthal statt.Adventszauber: Am 7. und 8. Dezember 2019 ist samstags von 14 - 20 Uhr und sonntags von 11-20 Uhr Weihnachtsmarkt auf Schloss Blumenthal.Forum Zukunft: Das nächste Forum Z findet am 19. April 2020 statt.

Foto: Schloss Blumenthal, SoLaWi, Hotel, Biergarten, Augsburg
Schloss Blumenthal mit Hotel, Restaurant und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal
Foto: Schloss Blumenthal, SoLaWi, Hotel, Biergarten, Augsburg
Schloss Blumenthal mit Hotel, Restaurant und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal
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Schloss Blumenthal mit Hotel, Restaurant und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal
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Schloss Blumenthal mit Hotel, Restaurant und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal
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Schloss Blumenthal mit Hotel, Restaurant und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal
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Schloss Blumenthal mit Hotel, Restaurant und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal
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Schloss Blumenthal bei Aichach: Hotel, Biergarten, Tagungsstätte. Foto: Ernst A. Graf
Schloss Blumenthal bei Aichach: Hotel, Biergarten, Tagungsstätte. Foto: Ernst A. Graf
Foto: Schloss Blumenthal, SoLaWi, Hotel, Biergarten, Augsburg
Schloss Blumenthal mit Hotel und Biergarten in Aichach bei Augsburg. Auf Schloss Blumenthal wagen 62 Menschen ein Experiment. Ihr Ziel ist ein nachhaltiges Zusammenleben. Foto: Schloss Blumenthal.
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