Sehnsuchtsorte

Jetzt mitmachen: Zeig uns deine Sehnsuchtsorte in Augsburg und in deiner Heimatstadt

Für alle, die in Augsburg ihr zweites Zuhause gefunden haben: Der Deutsch-Syrische Verein „Augsburg hilft Aleppo“ gestaltet mit Fotos, Erinnerungen und Geschichten eine Ausstellung und einen Kalender, der die Vielfalt unserer Stadtgesellschaft widerspiegelt. Der Lifeguide Augsburg ist Medienpartner des Projektes. Wir veröffentlichen die schönsten Sehnsuchtsorte hier in unserem Internetportal.

Für die einen ist es die Blumenwiese im Frühling, ein Aussichtspunkt auf der Klippe oder ein verschwiegener Innenhof mit Kräutern und Heilpflanzen. Für die anderen ist es der Bahnhof mit seinen verschlungenen Schienensträngen, ein hell erleuchteter Platz in der Nacht oder die Galerie eines Kaufhauses. Sehnsuchtsorte können Plätze oder Straßen, Landschaften oder auch ein bestimmtes Gebäude sein: Sie sind so individuell, wie es die Menschen sind, die mit diesen Orten ihre Erinnerungen und Sehnsüchte verbinden.

Und wer sein Zuhause – aus welchen Gründen auch immer - verlassen hat, nimmt diese Orte mit sich in die neue Heimat. Und findet in der neuen Umgebung vielleicht einen neuen Sehnsuchtsort. Der Deutsch-Syrische Verein „Augsburg hilft Aleppo“ sucht nach solchen Kombinationen von zwei Sehnsuchtsorten. Die in Augsburg befindlichen Sehnsuchtsorte der Zugezogenen werden fotografiert und den Fotos der Lieblingsorte aus der Heimatstadt gegenübergestellt. Mit kurzen autobiografischen Texten versehen, werden diese Bilder zu einer Ausstellung und einem Kalender für das Jahr 2021 zusammengefügt. Außerdem werden ausgewählte Texte und Fotos hier im Lifeguide veröffentlicht.  

„Sehnsuchtsorte sind besondere Orte der Geborgenheit und der Ruhe, des Glücklichseins und der inneren Einkehr. Es sind Orte, die unsere Phantasie anregen, manchmal auch Erinnerungen aus unserem Leben wach werden lassen und auch Orte, an denen wir uns in einer neuen Umgebung angekommen fühlen", sagt Marija Jehle, Leiterin des Projekts Sehnsuchtsorte, und ergänzt:

In unserem Projekt geht es um das Thema “eine Heimat haben“ - auch in der Fremde. Auf diese Art und Weise spiegelt das Projekt die Lebensrealität der zugezogenen Menschen und ihre ganz persönliche Sicht auf Augsburg wider: So entstehen auch für die Alteingesessenen neue Perspektiven auf eine ihnen vermeintlich so vertraute Stadt.“ Marija Jehle, Leiterin des Projekts Sehnsuchtsorte.

INFO:

Teilnehmer*innen müssen mindestens 18 Jahre alt sein und seit mindestens einem Jahr in Augsburg wohnen. Weitere Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

Bitte folgende Unterlagen einreichen:

  • Ein Foto in guter Qualität von dem Sehnsuchtsort in der Heimat (etwa 3 MB). Das können Straßen, Plätze, Gebäude, Parks oder Landschaften sein.
  • Den Sehnsuchtsort in Augsburg benennen (hier erstellt ein Fotograf das Foto)
  • Ein kurzer Text ( 100-200 Zeichen), der von beiden Sehnsuchtsorten erzählt und folgende Fragen beantwortet: Was ist an diesem Ort besonders schön? Was verbindet dich mit diesem Ort? Warum fühlst du dich an diesem Ort wohl? Erinnert dich etwas an diesem Ort an deine Heimat und wenn ja warum? Gibt es etwas, was du an diesem Ort immer wieder machst – z.B. ein Ritual, ein Gespräch?
  • Alle Unterlagen senden an: info [at] sehnsuchtsorte-augsburg.de
  • Einsendeschluss: Für den Kalender 31.8.2020 / gesamte Projektlaufzeit: 15.Juni bis 15. Dezember 2020
  • Anmeldung zu dem Projekt unter: https://sehnsuchtsorte-augsburg.de

Hier findet ihr Seite 1 und Seite 2 des Flyers zum Projekt.

Mohnfeld, Foto: Arn Matuszewski
Liliom, Augsburg, Foto Cynthia Matuszewski
Natur, wandern, Foto: Cynthia Matuszewski
Kirchengewölbe, Foto: Cynthia Matuszewski
Goldschmiedekapelle, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Pijaca, Blato, Kroatien, Foto Marija Jehle
Altstadt,  Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Natur, See, Berge, Foto: Cynthia Matuszewski
Botanischer Garten, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Foto: Cynthia Matuszewski

Über die Autorin

Cynthia Matuszewski

Cynthia Matuszewski ist Journalistin und Fotografin. Sie ist ein Fan von konstruktivem Journalismus. Der fragt nicht nur: „Was ist das Problem?“, sondern auch „Gibt es Lösungen oder Teillösungen – und wenn ja, welche?“ und „Sind diese Ideen auch alltagstauglich?“. Deshalb ist sie seit 2013 begeisterte Chefredeakteurin vom Lifeguide Augsburg. Denn hier kann sie von Menschen und Projekten erzählen, die unsere Welt verändern wollen – und zwar so, dass sie gerechter, umweltfreundlicher und lebenswerter wird. Von diesen Mutmacher*innen gibt es viele – und zwar direkt vor unserer Haustür, sagt Cynthia. Geprägt hat sie ihre heitere Kindheit in Köln und ihre Zeit im zweigeteilten Berlin – wo sie eine Lehre zur Fotografin absolvierte und mit Fotoaufträgen ihr Studium an der Freien Universität Berlin finanzierte. Sie hat sowohl für Printmedien und Hörfunk gearbeitet, als auch als PR-Referentin. Sie engagiert sich für Frauenrechte und glaubt nach wie vor an die Kraft der Sprache. Deshalb befürwortet sie auch das holprige, für notwendige Veränderungen aber in ihren Augen unentbehrliche, Gender-Sternchen*. Seit 2019 ist sie – zusammen mit den anderen Macher*innen des Lifeguide – stolze Trägerin des Augsburger Zukunftspreises.

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