Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg

Gemeinsam für mehr Bio-Produkte, mehr ökologischen Anbau und eine intakte Kulturlandschaft

Im Mai 2019 wurden der Stadt Augsburg und dem Landkreis Augsburg der Titel "staatlich anerkannte Ökomodellregion in Bayern" verliehen. Damit ist die Region eine von 15 neuen Öko-Modellregionen in Bayern. Das Projektgebiet der neuen „Ökomodellregion Stadt.Land.Augsburg“ (ÖMR) umfasst das Augsburger Stadtgebiet sowie die Gemeinden in der Lech-Wertach-Ebene und im Naturpark Augsburg Westliche Wälder.

In der Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg soll das Bewusstsein für mehr Bio-Produktion heimischer Lebensmittel wachsen, biolandwirtschaftliche Nutzungsformen unterstützt und Kulturlandschaften erhalten werden. Hintergrund der Initiative ist das Landesprogramm BioRegion Bayern 2020. Deren Ziel ist es, die Bio-Produktion in Bayern bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln.

Projektpartner der Bewerbung sind neben dem städtischen Gesundheitsamt und der Wirtschaftsförderung des Landkreises unter anderem der Naturpark Augsburg Westliche Wälder e.V. und die beiden Landschaftspflegeverbände.Die Stadt Augsburg ist bereits Mitglied im bundesweiten Netzwerk der Bio-Städte und hat mit der Bio-Pausenbrotaktion und Fahrten für Schulklassen zu Bio-Betrieben und mit Bio-Kochkursen bereits bei Kindern mit der Umweltbildung begonnen.

 

Kulturlandschaft Lechheiden

Ziel der ÖMR ist auch, landwirtschaftliche Nutzungsformen zu fördern, die zum Erhalt regionaltypischer Kulturlandschaften beitragen. Ein Beispiel dafür ist etwa die Wanderschäferei in den Heiden des Lech- und Wertachtals aber auch im Augsburger Stadtgebiet. Eine solche Beweidungsform dient der Offenhaltung von Flächen und damit dem Erhalt der pflanzlichen Artenvielfalt sowie der heimischen Fleischerzeugung - Stichwort „Lechtal-Lamm“. Auch für das Gastronomie- und Hotelgewerbe sollen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, regionale und biologisch erzeugte Lebensmittel zu verwenden.

 

Aufbau einer Saatgutbörse

Umweltbildung im Sinne einer Bewusstseinsbildung bei Verbraucher*innen und Produzent*innen ist ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ÖMR. Dazu sind mehrere Aktivitäten geplant. Neben der Vermarktung von Fleisch aus der Beweidung von ökologisch wertvollen Biotopflächen wird die Vermarktung zum Beispiel von Apfelsaft, Honig und Wolle als Bioprodukte aus der Landschaftspflege aufgebaut. Auch eine regionale Saatgutbörse soll aufgebaut und der Biohanf-Anbau gefördert werden.

 

Auf dem Gruppenfoto sind zu sehen: 

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (Mitte). Außerdem: (v. l.): Nicolas Liebig, Geschäftsführer Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V.; Reiner Erben, Umweltreferent Stadt Augsburg; Eva Liebig, Stellv. Geschäftsführerin Naturpark Augsburg-Westliche Wälder; Alexandra Wagner, Gesundheitsamt Augsburg; Heinz Liebert, Stellv. Landrat des Landkreises Augsburg; Konrad Dobler, Vorsitzender Landschaftspflegeverband Landkreis Augsburg e.V.; Benjamin Walther, Geschäftsführer Regionalentwicklung Augsburg Land West und Christian Kreye, Leiter ALE Schwaben.
 

 

 

Verleihung des Titels "Ökomodellregion Stadt.Land.Augsburg" im Mai 2019 durch die Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (Mitte). Foto: Seyfarth

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