Augsburger*innen nähen füreiander

Maskenpflicht: Freiwilligen-Zentrum und Stadt Augsburg rufen zum Nähen von Stoffmasken auf und bitten um Stoffspenden

In den nächsten Monaten werden uns Stoffmasken durch unseren Alltag begleiten. Damit es gut klappt mit der Maskenpflicht, nähen freiwillige Helfer*innen seit Wochen hunderte Masken, die ausschließlich für den Privatgebrauch genutzt werden dürfen. Für diesen behelfsmäßigen Mund- und Nasenschutz bittet das Freiwilligenzentrum Augsburg dringend um Stoffspenden. Auch Näher*innen werden noch gesucht. Für alle, die eine Nähmaschine zu Hause haben, ist das vielleicht eine gute Gelegenheit, sie mal wieder rattern zu lassen und produktiv zu werden.

In ganz Bayern gilt ab dem 27. April 2020 Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Ein selbstgenähter Mund-Nase-Schutz ersetzt zwar nicht die medizinische Variante,  aber der Stoffschutz hilft, die Tröpfchen-Verbreitung zu reduzieren und ein Bewusstsein für das Abstandhalten in der Öffentlichkeit zu schaffen. Eine Nähanleitung der Stadt Essen sowie Hinweise zur richtigen Verwendung und Pflege von selbsthergestellten Masken finden Sie hier.

 

Näher*innen gesucht

Derzeit produzieren 80 Freiwillige unter der Regie des Freiwilligen-Zentrums Stoffmasken. Zu den aktiven Näher*innen gehören auch Aktive der Lokalen Agenda 21, wie Sabine Pfister vom Lebensraum Schwabencenter oder Tine Klink vom Arbeitskreis Urbane Gärten. Bislang konnten mehr als 250 Stück an Privatpersonen, Pflege - und Seniorenheime, an Condrobs e.V. und die Augsburger Aidshilfe e.V. abgegeben werden. Das Freiwilligen-Zentrum hofft, dass sich mit dem Aufruf an die Öffentlichkeit, Masken zu nähen, die produzierte Stückzahl noch deutlich steigert. Wer Masken nähen möchte kann diese beim FreiwilligenZentrum am Jakobsstift kontaktlos an dessen Fenster abgeben oder per Post zusenden. Soziale Einrichtungen und Organisationen können ihren Masken-Bedarf dem FreiwilligenZentrum auch melden. Ehrenamtliche verteilen die Masken dann nach Dringlichkeit.  

 

Freiwilligen-Zentrum bittet um Stoffspenden

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Mund-Nase-Schutzmasken, ist das Freiwilligen-Zentrum dringend auf Materialspenden angewiesen. Wer entsprechende Stoffe und Kurzwaren zur Herstellung von Masken spenden möchte, kann diese im Freiwilligen-Zentrum abgeben. Dies gilt auch für Nähmaschinen, die leihweise zur Verfügung gestellt werden können. Die Adresse lautet: Freiwilligen-Zentrum Augsburg,  Mittlerer Lech 5, 86150 Augsburg; Die Öffnungszeiten sind  Mo bis Do 9:00 bis 17:00 Uhr, Fr 9:00 bis 14:00 Uhr.
Wie reinige ich meine selbstgenähte Maske?

 

Waschen bei mindestens 60 Grad

Der selbstgenähte Behelfs-Mund-Nasen-Schutz sollte vor der ersten Benutzung und nach jeder weiteren bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Hinweise zur Verwendung und Pflege von selbst hergestellten Masken, sowie eine Beschreibung der derzeit gängigen Masken-Varianten,  hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hier zusammengestellt.

Corona, Masken nähen, Augsburg, Foto: Stefan Heinrich
Corona, Masken nähen, Augsburg, Foto: Stefan Heinrich
Corona, Masken nähen, Augsburg, Foto: Stefan Heinrich
Corona, Masken nähen, Augsburg, Foto: Stefan Heinrich
Corona, Masken nähen, Augsburg, Foto: Stefan Heinrich
Corona, Masken nähen, Augsburg, Foto: Stefan Heinrich
Corona, Masken nähen, Augsburg, Foto: Stefan Heinrich

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