Fridays For Future: Sonntagsdemo für alle!

Letzte große Demo vor den Bayerischen Kommunalwahlen Mitte März 2020

Ort:

Königsplatz
86150 Augsburg

Am 1.3.2020 gibt es um 15:00 Uhr eine letzte große Demo vor den Kommunalwahlen Mitte März. Der 1. März ist ein Sonntag, so können auch diejenigen demonstrieren, die freitags verhindert sind. Bekannte Redner*innen und Bands kommen und die knapp 90 Unternehmen und Institutionen von Augsburg handelt machen mit Werbetafeln auf die Demo aufmerksam. FFF: "Unsere Gesellschaft ist beim Klimaschutz deutlich weiter als ihre Bundesregierung [...] Wir streiken, bis Ihr handelt!" Alle Termine von FFF Augsburg hier.

Beim globalen Klimastreik am 20. September 2019 gingen 1.4 Millionen Menschen in  Deutschland auf die Straße. In Augsburg waren es 6.000 Menschen. Trotzdem hat die Große Koalition kein wirksames und sozial gerechtes Klimapaket verabschiedet. Die Erderhitzung um mehr als 1,5 Grad kann damit nicht verhindert werden. Und so rufen verschiedene Akteure, unter anderem Friday’s for Future und Parents for Future wieder zur Klimademo auf.

 

Parents for Future Augsburg

Parents for Future unterstützt Fridays For Future (FFF): "Wir teilen die Empörung der Schülerinnen und Schüler von Fridays For Future über das klimapolitische Versagen der Bundesregierung: "Dies auch noch als Erfolg zu verkaufen, ist ein Schlag ins Gesicht aller Demonstrant*innen für wirksamen Klimaschutz. [...] Unsere Gesellschaft ist beim Klimaschutz deutlich weiter als ihre Bundesregierung [...] Wir streiken, bis Ihr handelt!" Der Protest und die Forderungen der Schüler*innen sind notwendig, um die Klimakrise zu stoppen. Konsequenter Klimaschutz erfordert eine grundlegende öko-soziale Wende - und zwar jetzt! Die Bundesregierung begründet ihr klimapolitisches Versagen damit, den Menschen keinen konsequenten Klimaschutz zumuten zu können.

Billige Ausreden für schwache Maßnahmen lassen wir nicht gelten: Klimaschutz und Sozialpolitik dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden." Parents for Future Augsburg

Zum ersten Mal schließen sich deshalb Klimaaktivist*innen, Umwelt-, Entwicklungs-, Sozial- und Wohlfahrtsverbände zusammen und zeigen: Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gehören unteilbar zusammen.

 

Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen

Die Forderungen von Parents For Future Augsburg an die Bundesregierung und den Bundestag:

  • Ein Klimaschutzgesetz, welches das 1,5-Grad-Limit globaler Erhitzung einhält.
  • Ein Rahmengesetz ist die Grundlage für ein Umsteuern in der Klimapolitik - und für massive Investitionen in klimagerechte Infrastruktur.
  • Die soziale Energiewende. Das bedeutet: Schnellstmöglich raus aus Kohle, Öl und Gas und hin zu 100 Prozent naturverträgliche Erneuerbare Energien. Deckel für den Ausbau müssen abgeschafft werden, Bürger*innen müssen die Energiewende mitgestalten können. Strom muss für alle bezahlbar sein - sowohl durch Reformen bei Sozialleistungen als auch durch einen gesetzlichen Rahmen, der Energiesparen und Effizienz stärkt.
  • Klimafreundliches Wohnen für alle. Viel mehr Gebäude müssen saniert werden, die Wärmeversorgung von Neubauten muss zu 100 Prozent erneuerbar sein. Vermieter*innen dürfen diese Verbesserungen nicht zur Gewinnmaximierung zu Lasten von Mieter*innen nutzen.
  • Klimafreundlichen und bezahlbaren Verkehr. Die Bundesregierung muss den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor sofort beschließen und einleiten - im Einklang mit dem 1,5-Grad-Limit. Klimafreundliche Alternativen wie der inklusive und möglichst kostenfreie öffentliche Nahverkehr, Bahn und Radverkehr müssen schnell und massiv ausgebaut werden - und Zugfahren dabei deutlich günstiger als Fliegen sein. Gleichzeitig muss die örtliche Infrastruktur gestärkt werden: Kurze Wege zu Kitas, Schulen und Ärzt*innen überall im Land reduzieren Verkehr und ermöglichen ein gutes Leben für alle.
  •  Einen solidarischen Sozialstaat, der auch beim Klimaschutz niemanden zurücklässt. Die Bundesregierung muss eine diskriminierungsfreie Grundsicherung gewährleisten, die vor Armut schützt und Teilhabe sichert. Ob Kindergrundsicherung, sozialer Arbeitsmarkt oder begrenzte Eigenanteile in der Pflege - damit jede*r klimafreundlich leben kann, muss soziale Sicherheit für alle garantiert sein.
  • Vorhandenen Reichtum und Profite für den ökologisch-sozialen Wandel heranziehen. Notwendige Investitionen für sozial gerechten Klimaschutz können unter anderem durch die Streichung umweltschädlicher Subventionen, einen wirksamen CO2-Preis, Einnahmen aus dem EU-Emissionshandel sowie die Umlenkung der EU-Agrarmittel finanziert werden. Wer viel leisten kann und viele Ressourcen verbraucht, muss in einem sozial und ökologisch gerechten Steuersystem auch verstärkt zum Wandel beitragen.


Infos: BUND Naturschutz Bayern e.V. und Fridays fot Future, Parents for future Augsburg

Thomas Hecht, Norbert Pantel, Lokalen Agenda 21, Foto: Cynthia Matuszewski
Fridays for Future 2019, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Fridays for Future 2019, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Fridays for Future 2019, Foto: Cynthia Matuszewski
Weltkugel, Foto piro4d, Pixabay, Weltall
Fridays for Future, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski